Das Fernsehmoderatorenpaar Karen Webb und Christian Mürau hat eine Tochter bekommen. Das Mädchen heißt Romy – nicht in Anlehnung an die Schauspielerin Romy Schneider, wie Karen Webb mitteilte. Vielmehr hat die ZDF-Moderatorin während ihrer Schwangerschaft auf der Straße gehört, wie eine Mutter ihr Kind so gerufen hat und der Name entsprach ihren Wünschen: er sollte schön, selten, kurz und nicht so abgedreht sein. Ein kurzer Name war übrigens gewünscht, weil Romy als britische Staatsbürgerin einen Doppelnamen aus den Nachnamen beider Eltern führen darf. Wie ihr Bruder Matteo heißt sie mit Nachnamen Mürau-Webb.
Knud Bielefeld
Dürfen meine Kinder alle den gleichen Vornamen tragen?
Damit es nicht zu Verwechslungen kommt, dürfen Geschwister nicht gleich heißen, weiß Gabriele Rodriguez. Die Vornamenberaterin erklärte dem Nachrichtenportal n-tv.de: „Kein Standesamt würde in Deutschland erlauben, dass die Geschwister in einer Familie die gleichen Vornamen bekommen.“ Wenn die Kinder mehrere Vornamen haben, können diese allerdings den gleichen zweiten oder dritten Vornamen tragen. Hauptsache, die Namenskombination ist unterschiedlich.
Das war nicht immer so. Vor allem aus dem 17. und 18. Jahrhundert sind Geschwister mit dem gleichen Vornamen nachgewiesen. Wahrscheinlich bekamen die Kinder die Vornamen ihrer Taufpaten, selbst wenn diese gleich hießen. Oder der Name wurde erneut vergeben, nachdem der erste Namensträger verstorben war. Die Hintergründe hatte ich vor einiger Zeit im Artikel „Wenn Geschwister den gleichen Vornamen haben“ veröffentlicht.
Mika ist ein beschissener Vorname
Furchtbar, schrecklich, schlimm, hässlich, peinlich, grauenvoll, geht gar nicht, tut mir in den Augen weh – die Kommentare zu den Babynamen der Woche sind natürlich nicht immer nur nett. Sind ja nur Namen? Nicht wirklich, denn hinter jedem dieser Namen steht mindestens ein Kind, das mit diesem Vornamen durchs Leben geht und in einigen Jahren Lesen lernen wird. Und dann diese Kommentare lesen kann! Stellt euch doch beim Bewerten der Namen mal vor, ihr würdet den Kindern in zehn Jahren die Kommentare direkt ins Gesicht sagen …
Na gut, der Vorname Mika ist beschissen, das kann man nicht anders sehen:

Schon von Gideon Raphael gehört?
Na klar, Gideon Raphael ist doch letzte Nacht gegen 3 Uhr auf dem Seenotkreuzer „Vormann Leiss“ im Hafen von Wyk auf Föhr geboren worden. Seine Mutter war etwas zu spät von der Nachbarinsel Amrum aufgebrochen und hat es nicht mehr rechtzeitig ins Wyker Krankenhaus geschafft. Kein Problem – Mutter und Kind sind wohlauf. Während friesische Vornamen in ganz Deutschland momentan hoch im Kurs stehen, hat dieses nordfriesische Baby zwei Vornamen bekommen, die hebräischen Ursprungs sind: Herkunft und Bedeutung der Vornamen Gideon und Raphael.

Gideon Raphael ist nicht das erste Baby, das auf einem Seenotkreuzer das Licht der Welt erblickt hat. Zuletzt sind Benjamin (2002), Clemens Christoph (2005) und Ole (2007) an Bord der Schiffe der „Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger“ (DGzRS) geboren.
Jeder Zweite hat einen Top 61-Vornamen
„Der Name Leon gefällt mir am besten, ich will aber nicht, dass gleich drei Kinder angelaufen kommen, wenn ich meinen Sohn rufe.“ So oder ähnlich habe ich es schon oft gehört, wenn es um die Namenssuche geht. Dabei ist es gar nicht so schlimm. Tatsächlich müßte man schon in eine Gruppe von 300 Kleinkindern rufen, damit drei Jungen namens Leon kommen. Rein von der Häufigkeitsverteilung betrachtet natürlich. Und vorausgesetzt, die Jungs kommen tatsächlich, wenn man sie ruft.
Eine spannende Frage in dem Zusammenhang: Ab welchem Platz in der Vornamensstatistik ist ein Name ein häufiger Name? Mein Vorschlag: ab Platz 61. Betrachtet man den Geburtsjahrgang 2010, trägt die Hälfte der Kinder einen Vornamen aus den Top 61 der Listen der beliebtesten Vornamen – bei den Mädchen genauso wie bei den Jungen. Mit anderen Worten: 50 Prozent der im Jahr 2010 geborenen Kinder teilen sich 122 unterschiedliche Vornamen.
- Mehr dazu: Wie häufig kommen häufige Namen vor?
