Der beste Fußballername aller Zeiten

Ausgerechnet Herr Sigthorsson hat das Siegtor für Island im EM-Spiel gegen England geschossen – Sigthor (isländisch Sigþór) ist allerdings nur in der deutschen Sprache der beste Fußballername aller Zeiten; im Isländischen erkennt man diese Assoziation nicht, denn der Namensbestandteil thor bedeutet ursprünglich „Donner“ (sig stammt tatsächlich vom Sieg).

Der Vorname des Nationalstürmers ist Kolbeinn und höchstwahrscheinlich lautet der Vorname seines Vaters Sigthor. In Island gibt es nämlich ein besonderes Namenssystem: Den Vorname wählen, wie in Deutschland, die Eltern des Kindes nach ihren persönlichen Vorlieben aus. Der Nachname ist aber kein Familienname in unserem Sinne, sondern er wird systematisch gebildet: Söhne bekommen traditionell den Vornamen des Vaters mit der Endung „-son“ (bedeutet Sohn) als Nachname, Töchter den Vornamen des Vaters mit der Endung „-dottir“ (bedeutet Tochter). Ungewöhnlicher, aber grundsätzlich möglich ist es, wenn die Namen anstatt mit dem Namen des Vaters mit dem Namen der Mutter gebildet werden.

Die häufigsten Babynamen in Island

(Geburtsjahrgang 2014)

Mädchen Jungen
  1. Margrét/Margrjet/Margret
  2. Anna
  3. Emma
  4. Ísabella/Ísabel/Isabella/Isabel
  5. Eva
  6. Hekla
  7. Kristín
  8. Viktoría
  9. Emilía/Emelía
  10. Katrín
  11. Freyja
  12. Birta
  13. Júlía
  14. Sara
  15. Sóley
  16. Aníta/Anita
  17. Helga
  18. Katla
  19. María
  20. Guðrún
  21. Elísabet/Elísabeth
  22. Alexandra
  23. Íris
  24. Þórdís
  25. Elín
  26. Ingibjörg
  27. Lilja
  28. Rakel
  29. Jóhanna
  30. Embla
  31. Sigrún
  32. Andrea
  33. Linda
  34. Salka
  35. Harpa
  36. Helena
  37. Hrafntinna
  38. Klara/Clara
  39. Saga
  40. Steinunn
  41. Unnur
  42. Auður
  43. Aþena
  44. Fanney
  45. Hanna
  46. Iðunn
  47. Ronja
  48. Amelía
  49. Arna
  50. Hrafnhildur
  51. Karen
  52. Snædís
  53. Vigdís
  1. Aron
  2. Alexander
  3. Viktor/Victor
  4. Kristján/Kristian/Christian
  5. Jón
  6. Guðmundur
  7. Kristófer
  8. Gunnar
  9. Ólafur/Olav
  10. Benedikt
  11. Dagur
  12. Emil
  13. Óliver
  14. Sigurður
  15. Arnar
  16. Bjarki
  17. Daníel
  18. Kári
  19. Andri
  20. Magnús
  21. Róbert/Robert
  22. Jóhann
  23. Jökull
  24. Baltasar
  25. Einar
  26. Gabríel
  27. Mikael/Mikkael/Mikkel
  28. Stefán/Stefan
  29. Matthías/Mattías/Mathías
  30. Tómas
  31. Ásgeir
  32. Baldur
  33. Birkir
  34. Davíð
  35. Hilmar
  36. Elvar/Elfar
  37. Ísak
  38. Árni
  39. Björn
  40. Haukur
  41. Styrmir
  42. Anton
  43. Ari
  44. Benjamín
  45. Eyþór
  46. Frosti
  47. Kacper
  48. Óskar
  49. Sindri
  50. Theódór/Theodór

Autor:

Knud Bielefeld ist Vornamenanalytiker und erstellt Jahr für Jahr eine Auswertung der beliebtesten Vornamen Deutschlands.

55 Kommentare zu "Der beste Fußballername aller Zeiten"

  1. Jan sagt:

    Knud,

    den Whopper von gestern abend hätte ich mir an Deiner Stelle auch nicht entgehen lassen. 😀

    Nur:

    Töchter den Vornamen der Mutter mt der Endung „-dottir“ (bedeutet Tochter).

    Nach meinem besten Wissen und Gewissen und ohne irgendwo was nachgeschlagen zu haben: Das stimmt nicht. Auch Töchter werden nach dem Namen des Vaters benannt, bekommen also ein Patronym und kein Matronym. Natürlich mit der Endung -dottir, aber eben nach dem Vater, nicht nach der Mutter.

    • Wenke sagt:

      unterschreib

    • Knud sagt:

      Danke für Hinweis, da war ich schlecht beraten. Ich habe mich schlauer gemacht und den Blogtext korrigiert. Anscheinend sind Patronyme tradtionell und häufiger anzutreffen, aber grundsätzlich auch Matronyme erlaubt.

  2. neuhier sagt:

    Elfar und Styrmir sind auch tolle Fußballernamen.

    Bei Asgeir musste ich schmunzeln ;-).

    • Jan sagt:

      Bei Asgeir musste ich schmunzeln ;-).

      Fragt sich, ob das ein Außenstürmer oder ein echter Neuner wird. 😉

    • Maria Th. sagt:

      … und Haukur foult immer! 😀

    • Anna sagt:

      Ásgeir spricht man soweit ich weiß, allerdings Assgeier aus. Wobei das „eier“ am Ende auch nicht mit unserem „eiaaaa“ korreliert, sondern die Betonung deutlich auf dem r liegt.

      Aussprachetechnisch also doch ein Stück weg vom Aasgeier 😉

  3. Mara sagt:

    Islands Torhüter heißt Halldorson. Ist auch ein toller Name 🙂

  4. Annemarie sagt:

    Zwei sehr schöne Namen in der Mädchenliste: Salka und Embla 🙂

    Bei den Jungen schmunzele ich über Frosti – wohl nicht D-tauglich …

  5. Ina sagt:

    In der Liste sind viele schöne Namen, sogar einige, die mir sehr gefallen oder in anderen Schreibweisen sehr gefallen, die ich aber wegen meines sehr bairischen Nachnamens nicht vergeben würde.

    Weiblich: Katrin (der einzige Frauenname auf -in, den ich mag), Freyja würde ich ohne „j“ schreiben, Freya find ich klasse, Helga, Nr. 20 ist wohl die landestypische Form von Gudrun (ja, ist nicht in, find ich aber toll), Elisabeth, Alexandra, Rakel als RaHel finde ich einen der schönsten Frauennamen überhaupt (auch wenn die dauernd korrigieren müsste, dass sie nicht wie Rachen oder gar englisch ausgesprochen wird).

    Männlich: Alexander, Viktor, Oliver, Hilmar (aus familiären Gründen, meine Lieblingstante hieß Hilma). Hauke als Variante von dem dort aufgeführten Haukur nähme ich auch. Allerdings hat der einzig süddeutsche Träger dieses Namens, der mir je begegnete auch ein sehr süddeutschen Nachnamen, passt also vorne und hinten nicht zusammen.

    • Rebecca Sophie sagt:

      Rahel fände ich nicht problematisch, ist in dieser Form doch in Deutschland recht verbreitet. Ich kenne auch eine.

    • Ina sagt:

      Ich habe auch immer gedacht Rahel sei klar, Rebecca Sophie. Schon weil der Name in der Bibel vorkommt und zumindest zu meiner Zeit noch bis zum 14. Lebensjahr Religion Pflichtfach war, ich dachte immer „Kennt jeder“ Dann lernte ich zwei kennen, eine Rahel und eine Rahel-Maria, und die erzählten mir beide, dass sie immer wieder mal unfreiwilig zur Rachel gemacht werden, obwohl ich diese Form mit dem ch nun gar nicht im Deutschen Sprachraum verortet sehe. In der Schweiz soll Rahel auch ziemlich häufig sein. (Beisst sich auch nicht mit so vielen Nachnamen wie mein anderer Lieblingsname Esther.)

    • Mirjam sagt:

      Ich hab mal einer Freundin für eine Person in einem Spiel den Namen „Rahel“ vorgeschlagen und sie fand den komisch, weil sie kannte nur „Rachel“ (Reidschl) aus dem armerikanischen/englischen durch Fernsehsendungen.

      Ich finde den Namen total schön und würde ihn vielleicht gerne mal vergeben. Befürchte nur, dass keiner mit der Aussprache zurecht kommt… Ich sage Ra-hell (damit das e nicht so langgezogen ist)

    • Jan sagt:

      Ja, in meiner Lutherbibel (Ausg. von 1912) heißt die Maus auch Rahel. So z.B. 1. Mose 29:

      16: Laban aber hatte zwei Töchter; die ältere hieß Lea und die jüngere Rahel.
      17: Aber Lea hatte ein blödes Gesicht, Rahel war hübsch und schön.
      18: Und Jakob gewann die lieb und sprach: […]

      🙂

    • Jan sagt:

      Recte:

      18: Und Jakob gewann die Rahel lieb und sprach:

      Ich will Dir sieben Jahre um Rahel, Deine jungere Tochter dienen.
      […]
      20. Also diente Jakob um Rahel sieben Jahre, und sie deuchten ihm, als währen’s einzelne Tage, so lieb hatte er sie.

      🙂

      Arme Lea mit dem blöden Gesicht. 😀

    • Wenke sagt:

      Meine Freundin heißt Rahel, ist an die 30 und wurde zur Einschulung von der Lehrerin mit „Reitschel“ aufgerufen. Die wusste das also auch nicht. War allerdings in MeckPomm zu DDR-Zeiten, biblische/religiöse Bildung wurde doch gut ausgemerzt.
      Ich liebe diesen Namen, allerdings als Ra-heel, Betonung auf der ersten Silbe.
      In manchen Bibelausgaben steht über Leah, dass sie ein Gesicht wie ein Pferd hatte ….

      Wenke

    • Jan sagt:

      Wenke, ich hab jetzt noch mal die Lutherbibel in der 1984 Ausgabe bemüht (was ich nur in Zweifelsfällen und ungern tue). Da heißt es bei 1. Mose 29,17:

      „Aber Leas Augen waren ohne Glanz, Rahel dagegen war schön von Gestalt und von Angesicht.“

      Also kleiner Unterschied zur 1912er Ausgabe. 😉

    • Rebecca Sophie sagt:

      Ich kenne den Namen auch als RA-hell ausgesprochen. Ich persönlich finde Rachel noch ein bisschen schlner, aber nur wenn der Name deutsch gesprochen wird, wie Rachen.

    • elbowin sagt:

      Bei der allgemeinen Beliebtheit alttestamentarischer Namen wundert es mich schon ein wenig, dass Rahel nicht auf dieser Welle mitschwimmt, sondern selten bleibt. Dabei gibt es mit Rahel Varnhagen ein bekanntes Namensvorbild. Klingt der Name in deutschen Arierohren dann doch zu jüdisch? Oder sind die von meinen Vorschreibern erwähnten Ausspracheprobleme (Réitschel) schuld daran?

    • Jan sagt:

      Also, ich empfinde Rahel auch als jüdisch. (Und Rahel Varnhagen war nun einmal auch Jüdin.)

      Aber das Phänomen hatten wir doch schon oft konstatiert: Der angelsächsische Protestantismus hat sich viel ungenierten bei AT-Namen bedient als der deutsche. Wohl auch als „Ersatz“ für die als papistisch empfundenen Heiligennamen, die im deutschen landeskirchlichen Luthertum nie dermaßen auf der Abschußliste gestanden haben.

      Einige dieser Namen sind dann durch die globale Dominanz der US-amerikanischen Populärkultur nach 1945 nach Deutschland „reimportiert“ worde, und die Leute neigen dazu, sie als englisch zu empfinden oder gar auszusprechen. Eben zum Beispiel „Räitschel“. Ich hatte schon in den 70ern einen Klassenkameraden namens David, ausgesprochen „Dehvid“ – klar, daß der aus einem Milieu kam, das man heute den „bildungsfernen Schichten“ zurechnen würde.

      Was man von alldem halten will, ist eine andere Frage.

    • senzenina sagt:

      Wir hatten auch eine Rahel in der Klasse. War auch soweit ok, bis wir in einer Stunde die Bedeutung unserer Namen (Rahel – das Mutterschaf) durchgingen. Da war der Name dann leider der Brüller schlechthin und die Arme hatte immer wieder in der Grundschule blöde Kommentare zu ertragen.

    • Emma sagt:

      Ich kenne tatsächlich ein Schwesternpaar namens Rahel und Esther

  6. Jan sagt:

    Kluge Literatur zu Island:

    Jorge Luis Borges’ Gedicht über die isländische/altnordische Sprache: „A Islandia“. Dürfte sich sogar im Netz finden lassen.

    Armin Mohler Essay über Island aus der Mitte der 70er – eine gar nicht so lange (ca. 5 Seiten), aber herrlich rattig-bösartige Abrechnung mit allen deutschen Island-Klischees.

    Halldor Laxness’ „Islandglocke“. Tragisch, extrem witzig, sozialkritisch, hinreißend schön und immerhin mal nobelpreisbewehrt:

    Der Hof lag am Fuß eines Fjells, an einer Stelle, wo Gefahr für Bergrutsch wie für Lawinen am größten war. Christus gehörte der ganze Boden samt Wiesen und sechs Kvilden* des Hofes. Ein Bischof in Skálholt hatte einstmals den Hof Unserm Heiland und Erlöser in einer Stiftungsurkunde vermacht, zu Nutz und Frommen einer kinderreichen Witib, fromm und tugendsam, in Akranes Kirchspiel ansässig; soferne jedoch eine solche in diesem Kirchspiel nicht aufzutreiben, sollte nach einer solchen im Skorradals Kirchspiel geforscht werden. In beiden Kirchspielen aber war seit geraumer Zeit eine Witib solcher Art nicht angetroffen worden, weshalb es sich gefügt, daß Jón Hreggvidsson Zinsbauer des Hofeigners Christi wurde.

    Dorten waren die Zustände nun so, wie es nicht anders zu erwarten war, zumal die Insassen des Gehöftes entweder Aussätzige oder Geistesschwache oder gar beides zu gleicher Zeit waren. Jón Hreggvidsson kam schwer angesäuselt heim und begann sogleich, sein Weib und seinen blöden Sohn zu verprügeln. Seine vierzehnjährige Tochter, die ihn auslachte, verprügelte er nicht so arg, auch nicht seine alte Mutter, die er unter Tränen umarmte. Seine Schwester und seine Vetterin‚ beide Aussätzige‚ die eine ganz geschoren mit verfaulten Fingerknöcheln, die andere voller Beulen und Wunden, hockten, mit schwarzen Kopftüchern um sich, unter einem Feim gedürrten Schafdüngers‚ hielten einander bei den Händen und priesen den lieben Gott.

    Die Lieder-Edda in der Übersetzung von Felix Genzmer.

    Die Ausgabe der Isländer-Sagas aus dem Insel-Verlag in Leipzig, erschienen Anfang der 80er.

    • elbowin sagt:

      Ich stehe da mehr auf die Krimis von Arnaldur Indriðason. Besondere Empfehlung: Codex Regius, wo auch die Lieder-Edda und der verschwundene Teil eine Rolle spielen, die anderen, die ich gelesen habe, waren’s aber auch wert.

  7. Jan sagt:

    Und die echte Neunerin für die Frauen-EM:

    Vulkana Äijafjattlajöküttelsdottir

    😉

    • mgl sagt:

      gibt nochnen Vulkan: Bartherpunker (Bardabunga) geht das auch?

    • Jan sagt:

      Also, nochmals zu diesem Vulkan – die Älteren unter uns werden sich an seinen Ausbruch im Jahre 2010, an die sich anschließenden Flugverbote, die kondensstreifenfreien Himmel und auch an den Hype im sich damals gerade entfaltenden „Social Media“ erinnern können.

      Fünf Jahre danach (also auch schon wieder länger als ein Jahr her) hat der WDR dazu ein extrem knuffiges „ZeitZeichen“ (meine tägliche Lieblings-Radiosendung…) gesendet. Die Folge (wie immmer 15 Minuten lang) ist noch online:

      20.03.2010 – Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull

    • Jan sagt:

      Ich weiß, ich nerve mal wieder – aber ich habe gerade verpaßt, mir den besten Ball selbst zuzuspielen: Nummer 6 bei den Mädchen. Hekla.

      Dieser Vulkan galt immerhin im Mittelalter und in der FNZ als Eingang zur Hölle. 🙂

      In der „Islandglocke“ von Laxness schnorrt sich der Held Jón Hreggvidsson auf seinem Weg von Island nach Dänemark durch Holland und Norddeutschland, indem er den Leute frei erfundene Schauergeschichte über das Höllentor in seiner Heimat erzählt. Als er dann aber bei den (als protorassistisch gezeichneten) dänischen Kolonialherren Islands angekommen ist, die Isländer für so eine Art Untermenschen halten, funktioniert die Masche nicht mehr: „Die Dänen beeindruckte keine Hölle, die auf Island liegt.“ (Aus dem Gedächtnis.)

  8. Jan sagt:

    Ein befreundeter Slawist hat mich vor vielen Jahren übrigens mal auf folgendes aufmerksam gemacht: In mit kyrillischer Schrift geschriebenen Sprachen (ob nun slawisch oder nicht), ist es Usus „Sonderlaute“ durch eigene Zeichen (ж, џ, ћ) deutlich zu machen, in den lateinischen Alphabeten nimmt man Diakritika (ü. ô, á, ç etc.).

    Eine Ausnahme von dieser Regel sollen angeblich wirklich nur die isländischen Buchstaben Thorn (Þ) und Edh (ð) und das deutsche ß sein.

    Der Akzent auf isländischen Wörtern (Kristófer, Völuspá…) bezeichnet übrigens nicht die Betonung, sondern die Länge des Vokals.

    • Maria Th. sagt:

      Aber was ist mit dem zusammengezogenen OE im Französischen (z.B. œil) oder dem dänischen ø oder auch das ae z.B. in Snædís (s.o.), das sind doch eigentlich auc Sonderlaute mit eigenen Zeichen, oder?!

    • Jan sagt:

      Jäp, stimmt, hatte ich nicht dran gedacht, und kann man wohl so sehen… Zumal ja das ß ursprünglich auch so ein Doppelbuchstabe ist, nämlich aus Hoch-s und Schluß-s… (ſ + s)

      Wo Thorn und Edh herkommen, weiß ich nicht.

    • mgl sagt:

      Jan, was ist ein Sonderlaut?

      ein Laut der ein spezielles Zeichen hat? das wäre doch aber falschrum-Kausalität. zuerst ist der Laut sonders und dann wird er mit einem Spezialzeichen versehen.

      und: das letzte deiner kyrillischen Zeichen oben ist doch hquer?
      (also gemeint h als Planck-Konstante)
      hat man da einfach dieses kyrillische Zeichen genommen weil es so ähnlich aussieht wie ein h, und also h und hquer ähnlich aussehen sollten?
      oder ist das gar kein kyrillisches Zeichen oder sehen sie nur ähnlich aus?

      nochwas: sogar ich als aller dümmster Idiot weiß wie man den obengenannten Vulkan ausspricht und das ist noch nicht so lange vergangen, das hat sicher niemand vergessen. (Otto: und ärgern, ärgern, ärgern,..)

    • Jan sagt:

      mgl, „Sonderlaut“ war einfach mal so schnell dahin gesagt – also für einen Laut, der sich mit dem Standard-Zeichenrepertoire nicht oder nicht ohne Mißverständnis-Gefahr darstellen läßt.

      Das war ja der Grund zur Entwicklung der kyrillischen Schrift: griechische Buchstaben plus Sonderzeichen für die slawischen „Zischlaute“.

      Das Querstrich-h kommt aus dem Serbischen in kyrillischer Schrift. Heißt (glaube ich) sowas wie tsch. Die „Spinne“ (ж) ist russisch und spricht sich wie das j in Journalist.

    • Rebecca Sophie sagt:

      Zumal ja das ß ursprünglich auch so ein Doppelbuchstabe ist, nämlich aus Hoch-s und Schluß-s… (ſ + s)

      Setzt sich das ß nicht aus dem alten s (Hoch-s/ ſ) und dem alten z (finde ich hier gerade nicht) zusammen?
      Das kann man auf Straßenschildern in Berlin (oder Bonn) gut erkennen.

      Aber ein Doppelbuchstabe ist es natürlich trotzdem, auch wenn man das heute nicht mehr sieht, was es vom œ und æ unterscheidet, wie das mit dem ø ist weiß ich auch nicht.

    • Jan sagt:

      Hö, ich habe aus der Lektüre von Jan Tschichold gelernt, daß eben die Ableitung aus ſ und deutschen z nicht stimmt. Daß es also zwei s sind. Muß aber nicht sein, daß das richtig ist… Tschichold hat sich jedenfalls strikt gegen diese typographische Masche ausgesprochen, das ß „mit einem Winkel“ zu schreiben wie eben auf den Berliner Straßenschildern (f3)…

    • Rebecca Sophie sagt:

      Bei Wiki steht folgendes:

      Historisch gesehen geht das ß in der deutschen Sprache auf eine Ligatur aus ſ („langes s“, ursprünglich ein weiterer Buchstabe des deutschen Alphabets) und z zurück.[2] Bedeutsam für die Form des ß in den heutzutage üblichen Antiqua-Schriftarten war jedoch auch eine Ligatur aus langem ſ und s, die bis ins 18. Jahrhundert auch in anderen Sprachen gebräuchlich war.

      https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9F

    • Rebecca Sophie sagt:

      Außerdem gerade noch gefunden:

      Bis ins 20. Jahrhundert wurde die deutsche Sprache bevorzugt in gebrochenen Schriften geschrieben. Für eine häufig auftretende Buchstabenkombination aus langem s und z („ſz“, genauer: „ſʒ“) entwickelte sich eine Ligatur, die im Laufe der Zeit wie ein eigener Buchstabe Eszett behandelt wurde.

      Die Theorie des Typografen Jan Tschichold, dass das Fraktur-ß auf eine ſs-Ligatur zurückgehe, hat sich seit den 1940ern weit verbreitet, ist aber nicht haltbar.

    • Jan sagt:

      Ah, das ist interessant, vielen Dank für den Hinweis. Zur Kenntnis genommen.

      Tschicholds Stoßrichtung ist/war folgende:

      https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9F#/media/File:Sz_modern.svg

      Er spricht sich als „Antiqua-Klassizist“ und mit der ihm stets eigenen Vehemenz (und zum Typographen gehört eine gewisse Rechthaberei) strikt für die Gestaltung des ß nach Schema 2 und scharf gegen die Varianten 3 und 4 aus. Also sowohl gegen die „Berliner Straßenschild-Variante“ als auch gegen die „Beta-Variante“.

    • lenchen sagt:

      Zählt hier die Umlaute ä ö ü auch als „Sonderlaute“ dann zu verstehen? In der Schweiz werden die ja wie beim Kreuzworträtsel mit ae oe ou geschrieben?

    • Jan sagt:

      Zählt hier die Umlaute ä ö ü auch als „Sonderlaute“ dann zu verstehen? In der Schweiz werden die ja wie beim Kreuzworträtsel mit ae oe ou geschrieben?

      Lenchen, dit is verkert…

      Umlaute werden in der Schweiz schon mit Trema (also Pünktchen drüber) geschrieben: also ä, ö und ü. Nur das ß wird grundsätzlich als ss geschrieben und die Gänsefüßchen-Anführungszeichen «andersrum» wie bei den Franzosen.

  9. Jan sagt:

    Der Star der WM 2018:

    LeifÞor Nágbarsson.

    😉

  10. cassis sagt:

    Gibt es in Island viele polnische Einwanderer? Kacper kommt mir doch sehr polnisch vor, zumal der Name derzeit in Polen sehr beliebt ist.

    • Jan sagt:

      Ich habe mir gerade vor ein paar Tagen sagen lassen, daß es auf Island im Gesundheitswesen (Krankenhäuser, Altersheime…) eine recht stattliche Menge polnischer GastarbeiterInnen geben soll. Kacper war mir auch sofort aufgefallen – das dürfte wohl die Lösung des Rätsels sein…

    • lenchen sagt:

      In Österreich sind es eher die Philippiner, ohne die wir die Krankenhäuser nicht betreiben könnten, weil sie so stark vertreten sind mittlerweile. Zumindest in den Spitälern.
      Aber an den Namen merkt man da nix. 🙂

  11. Mirjam sagt:

    Da merkt man die sprachlichen Unterschiede: Nr 50, Hrafnhildur, würde ich hierzulande für ein Mädchen jeder Altersstrufe fürchterlich finden 😉

    • Rebecca Sophie sagt:

      Mir gefällts, wäre aber kritisch, da schwer zu merken und auszusprechen und dazu auch noch alt.
      Aber altgermanische Namen spielen allgemein eine größere Rolle als bei uns, das kann aber auch daran liegen, dass nur traditionelle Namen erlaubt sind, damit sich die Patro-/ Makronyme richtig bilden lassen.
      Aber man merkt, dass internationale Namen beliebt sind, von den TOP10 sind zumindest 6 auch bei uns recht verbreitet, Anna und vor allem Emma gibt es (im Moment) sowieso überall.

  12. lenchen sagt:

    Ich finde, in den Top Ten sind sehr viele traditionell gehaltene Namen, zumindest für deutschsprachige Verhältnisse.

  13. mgl sagt:

    so. falsches Land, aber wer kennt die Bücher von Per Wahlöö und lacht jedesmal über Gunvald (und seine Unterhosen, ausführlich beschrieben im letzten Band)?
    Schweden hat zumindest ähnliche Namen. Einar kommt dort auch vor.

    Steinunn hätte ich jetzt nicht gewusst, dass das ein Frauenname ist.
    Als Zweitname wäre das doch fein bodenständig fernab von li und la namen.
    Aber ich denke mir das ist in Deutschland nicht zugelassen weil es zunächst wie ein Nachname wirkt.

  14. Chris sagt:

    Im Übrigen wird der „Sigthorsonn“ auch isländisch nicht wie „Siegtor“ ausgesprochen, da das þ von der Lautung her einem (stimmlosen) englischen „th“ also einem Reibelaut entspricht.

  15. Jan sagt:

    Aus gegebenem Anlaß, nämlich anläßlich von Mehmet Scholls kontroversen Äußerungen zur deutschen Taktik am letzten Sonnabend. Und nur für die, die’s noch nicht kennen; die anderen sind um freundliche Duldsamkeit gebeten. Quelle unsicher. 😉

    „Uns Mehmet“ vor diversen Jahren als werdender Vater, darauf von einem Journalisten angesprochen:

    Ist mir egal, was es wird. Hauptsache, er ist gesund.

  16. Mamma sagt:

    Asgeir ist Ansgar bzw. Oksar – also der Speer der Götter!
    Paßt super zu meinem Sohn!

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