
Solarius * Brisilda * Ivelle (f) * Dion Amar * Elea-Luz * Elon * Rosemarie * Gibril (m) * Tia * Emma Theresa * Mireya Nimue Yuliya Alessa * John Henry * Joris Tamme * Hannelore Felia * Isabell * Naila Nina * Jonas Fabian * Lilly Shirin * Aurora Malena * Rosalie Cornelia * Elina Joy * Nikolas Denis * Mikaela * Julian Balthasar * Hejar (m) * Elise Marie * Cecilia Magdalena * Mona Poppy Elfi * Merle Lilly * Lara Aurelia Suniva * Linus Thor * Carlo Otto
Zwillingsnamen der Woche
- Sylas Amaru & Symeon Adonis
- Lunea Elise & Liam George
- Jakob & Miriam
Solarius- klingt wie aus einem Fantasyroman und ist zu nah an Solarstrom und Co. Allgemein finde ich Namen auf -ius immer etwas drüber, dabei bin ich Lateinlehrerin und habe häufig mit solchen Namen zu tun, vielleicht liegt es aber auch genau daran.
Brisilda – Mischung aus Briseis und Griselda?!
Ivelle – ich weiß nicht so recht, ob er mir gefällt oder nicht
Dion Amar – könnte auch eine Fantasyfigur sein, passt aber klanglich zusammen.
Elea-Luz – klingt trotz Bindestrich nett und harmonisch
Elon – halte ich aktuell für nicht vergebbar.
Rosemarie – wie ungewöhnlich! Ich liebe den Namen, meine Oma heißt nämlich so. Sie wird von allen Rosemie gerufen, mein Opa sagt aber Rosie zu ihr, ich finde es süß, dass er einen eigenen Kurznamen für sie hat. Rosemarie könnte ich mir als Zweitnamen vorstellen.
Gibril- sieht wie ein vertippter Gabriel aus
Emma Theresa – sehr hübsch
Tia – hätte ich einen Zweitnamen gegönnt: Tia Elena, Tia Malou, Tia Marleen
Mireya Nimue Yuliya Alessa – was soll denn dieses y?! Soll die brave Julia so zu den anderen Namen passen? Mirea finde ich ganz nett, Marea gefällt mir aber mehr. Nimue ist meine Namensvetterin sozusagen, denn das ist neben Vivian einer der Namen der Lady vom See aus der Artussage. Insgesamt sind mir das zu viele Namen.
John Henry – schön
Hannelore Felia – erst Rosemarie, nun Hannelore, spannend. Ich hätte es umgedreht, wäre runder und auch erwartbarer gewesen. Ich finde Hannelore nicht schlecht, aber etwas altmodisch, vielleicht Annelore? Hanni Lore? Hannelie?
Isabell – finde ich nett, Isabella finde ich besser. Ich habe in einer Zeitschrift einen Artikel über ein adliges paar gelesen: Prinz Charles-Philippe d’Orléans und Prinzessin Naomi sind Eltern einer kleinen Tochter geworden, Elisabeth, seine Tochter aus erster Ehe heißt Isabelle. Ob den Eltern bewusst war, dass die Töchter im Prinzip den gleichen Namen tragen?
Naila Nina – für zwei Schwestern nett
Jonas Fabian – könnte auch der Vater sein
Lilly Shirin – Lily mag ich, ist Shirin an die Sängerin angelehnt?
Aurora Malena – Ich kaufe noch ein r, dann ist es perfekt
Rosalie Cornelia – eine sehr gelungene Kombi.
Hejar – woher? Die Geschwister heißen dann Hejda und Duda.
Elise Marie- nett, wenngleich ich Marie nichts abgewinnen kann
Cecilia Magdalena – finde ich okay
Mona Poppy Elfi -das wird ja immer süßlicher
Merle Lilly – Merle und ich werden keine Freundinnen mehr
Linus Thor – das passt ja gar nicht zusammen.
Sylas Amaru & Symeon Adonis- was soll denn das unnötige Y?! Und Adonis, wirklich?!
Lunea Elise & Liam George- Linnea mag ich persönlich lieber
Jakob & Miriam- eine Miriam, wie erfrischend
Ich wähle
Jakob und Miriam
Elisa Marie
Rosalie Cornelia
Aurora Ma(r)lena
John Henry
Emma Theresa
Rosemarie
Wild geschüttelt
Emma Rosemarie
Lily Aurora
Jakob Henry
Magdalena Rosalie
Marlena Elise
Sonnige Grüße aus dem Urlaub!
Findest du Cornelius auch drüber?
Cornelia gefällt dir hier ja.
Gibril ist kein Gabriel mit Tippfehler, sondern die arabische Variante dieses Namens – die Figur kommt sowohl in der Bibel, als auch im Koran vor. Eine alternative Schreibweise ist u.a. Jibril.
Yuliya – Diese Schreibweise ist im slavischen Raum nicht unüblich, vom kyrillischen Юлия ausgehend, wäre das auch eine mögliche korrekte Transkription.
Auch die Namen Sylas u. Symeon sind ihrem Ursprung nach aus anderen Schriftsystemen transkribiert, ein ‚y‘ daher grundsätzlich nicht falsch.
Welche Variante od. Schreibweise dem persönlichen Geschmack entspricht od. in der eigenen Muttersprache am gängigsten ist, steht auf einem anderen Blatt. Deswegen sind andere Varienten od. Schreibweisen aber noch lange nicht „vertippt“, „unnötig“ o.ä., sondern v.a. Ausdruck kultureller u. sprachlicher Vielfalt. Und das kann man doch positiv sehen, oder nicht?
@Minus
Naja, Simeon und Silas sind zwei biblische Namen (Neues Testament) und kommen damit aus dem Griechischen. Und dafür gibt es etablierte Traskriptionen und Ypsilönner sind da schon überflüssig und störend. EIn möglicher Einwand, dass es sich um polnische oder ukrainische Formen handeln könnte, wird durch einen Vergleich mit den dort üblichen Namensformen widerlegt.
Es bleibt eine unnötige Komplizierung der Schreibweise, die es den den Kindern, aber auch allen, die ihre Namen später schreiben müssen, schwerer macht. Mit kultureller Vielfalt hat das nicht viel zu tun.
@Anni
Mir gefällt die Endung -ius ja nicht, die Endung -ia mag ich gerne. Ich finde viele römische Mädchennamen ebenfalls schön.
Von allen -ius-Namen finde ich Cornelius am angenehmsten, vermutlich auch, weil das bei den Römern eher ein Gentilname, also der Nachname, war.
@elbowin
Dem stimme ich vollkommen zu.
Zumal kulturelle Vielfalt bedeutet, dass nicht alle Kinder Gertrud und Heinrich heißen sollen, die Wurzeln können sich gerne widerspiegeln, allerdings sollte man hier auch ein paar Dinge achten: gibt es im deutschen anstößige oder unangenehme Assoziationen z.B beim Mädchenname Sham, kann ich den Namen mit einer normalen Tastatur tippen (ich spreche da ja aus leidvoller Erfahrung), lässt er sich im Deutschen gut aussprechen, gibt es eine Schreibweise, die in Deutschland einfach viel häufiger vorkommt oder nehme ich es in Kauf, dass der Name immer wieder falsch geschrieben wird (Zofia vs Sophia/Sofia)? Ich kenne eine Familie, denen Kilian zu häufig war und die dann Kylian gewählt haben oder Kilyan, irgendwo ist auf jeden Fall ein y anstelle eines Is. Das „ihr“ Kilian mit y geschrieben wird, hört man ja aber nicht raus, wenn das Kind gerufen wird.
zu Symeon –
französisch: https://fr.wikipedia.org/wiki/Sym%C3%A9on
schwedisch: https://sv.wikipedia.org/wiki/Symeon
polnisch: https://pl.wikipedia.org/wiki/Symeon_Starzec
englisch: https://en.wikipedia.org/wiki/Symeon_the_New_Theologian
tschechisch: https://cs.wikipedia.org/wiki/Symeon_Nov%C3%BD_Teolog
… und sogar deutsch: https://de.wikipedia.org/wiki/Symeon_der_Neue_Theologe
😉
Zu Kylian fällt mir noch der nicht ganz unbekannte Fußballer Mbappé ein. Im französischsprachigen Raum ist diese Schreibweise überhaupt kein Aufreger.
Also beim Zweitnamen Adonis fällt es mir schwer zu glauben, dass ausgerechnet Symeon der Theologe Namenspate sein soll. Adonis ist neben dem Schönen aus der Antike auch der Name eines bedeutenden syrischen Lyrikers (*1930), der hierzulande aber in Ungnade gefallen ist, weil er sich nicht von Assad distanzieren wollte.
Amaru is die zweite Hälfte von Tupac Amaru, dem letzten Inka-Herrscher. Sehr wilde Namensmischung.
Ob Symeon der Theologe Namespate war, ist keine Voraussetzung dafür, den Namen mit y schreiben zu dürfen. Fakt ist, es handelt sich um eine korrekte Schreibweise (von mehreren). Dass diese einem persönlich nicht gefällt, macht sie noch lange nicht falsch.
Dass der Name ggf. buchstabiert werden muss od. falsch geschrieben wird, hat man auch bei vielen klassischen u. weit verbreiteten Namen – alleine in der Top 10 d. aktuell in Dtschl. am häufigsten vergebenen Vornamen, sehe ich mehrere solcher Kandidaten: Sophia/Sofia, Hanna(h), Clara/Klara, … Da scheint keiner auf die Idee zu kommen, dass diese Namen auf den Index gehören – kurios.
Nicht zuletzt würde ich auch bedenken, dass, nur weil ein Kind in Land / Sprachraum X geboren wurde, dies nicht zwangsläufig bedeutet, dass es sein Leben lang ausschließlich in diesem verkehren wird.
@Minus
Also „Clara mit C“ oder „Klara mit K“ lässt sich noch einigermassen gut vermitteln und die Chance auf richtige Wiedergabe sind gut.
Es gibt aber durchaus Namen, die aus Gründen der Schwierigkeiten bei der Schreibung auf meinem persönlichen Index stehen, dazu gehört der eigentlich schöne bretonische Name Yannick, oder auch Hailey.
Und jetzt: Was kommt heraus, wenn der Hörer mit „Simeon mit Y“ konfrontiert wird. Mein Tipp: Simyon. Die Korrektur: „Nein, mit Y und E“ ergibt dann Semyon. „Nein, Y und E andersrum“ ergibt dann endlich Symeon.
Ich lese leider bei Namen mit y an ungewöhnlicher Position (also nicht Leny oder so, y am Ende) eigentlich immer erst mal ü wie bei Lyrik oder Lydia: Sülas, Sümeon, Külian … Silas und Simeon dagegen würden mir richtig gut gefallen. Aber klar, das ist nur mein Geschmack 🙂
Also ich buchstabiere idR einfach direkt, dann gibt es keine Hin- u. Herfragerei 😉
Selbst bei Namen mit vermeintlich klarer Schreibweise erlebe ich es hier u. da, dass jmd. auf andere orthographische Ideen kommt.
Nicht zuletzt hängt es ja auch vom Gegenüber, Wohnort etc. ab, was als normal empfunden wird.
Seinem Kind einen eindeutig zu schreibenden (u. auszusprechenden) Vornamen mitgeben zu wollen, mag an sich ein heeres, aber vllt. auch illusorisches Vorhaben sein.
Und zum y: Das ist einfach ein sehr vielseitiger Buchstabe – je nach Sprache u. Position im Wort kann es ein i, ein j, ein ü, … sein.
„ü wie bei Lydia“ ist ein interessantes Beispiel – in manchen Gegenden wird dieser Name ja in der Tat „Lidia“ gesprochen … und manchmal auch so geschrieben (bzw. Lídia, Lidija, Lidya, …)
Wie gut, Minus, dass du es wieder mal besser weißt! BITTE eine weitere Erläuterung mit vielen Infos, die nur du uns geben kannst!!
Theoretisch ist es ganz einfach: Wenn ein Name griechischen Ursprungs ist, dann wird das y als ü gesprochen und sonst nicht.
Praktisch weiß man oft nicht, aus welcher Sprache ein Name stammt und muss dann spontan raten.
@Minus
Ja, es gibt Gegenden in Deutschland, wo die Laute ö und ü nicht im Dialekt vorkommen und die Füße „Fieß“ sind. Das ist aber Dialekt und kein Hochdeutsch. Die hochdeutsche Aussprache von Lydia ist Lüdia.
Ich dachte eher an diverse romanische u. slavische Sprachen. Womöglich fragen sie sich dort, „was diese Ypsilonitis soll“, wenn sie auf eine dtsch. Lydia treffen 😉
@Knud
Stimmt; und dazu kommt oft noch die Zielsprache als zweite Unbekannte – also soll bspw. der Vorname griechischen Ursprungs in die deutsche, französische, englische, … Lesart übertragen werden?
Oder man hat solche Fälle, wie das obige Bsp. Yuliya, wo der Name schon mehrere Runden durch diverse Sprachen u. Schriften gedreht hat.
Brisilda klingt interessant. Briseis und Hilda?
Oslinde habe ich diese Woche gelesen.
Heute recht viele hübsche Namen.
Am besten gefallen mir:
Rosemarie- ist mir selber zwar zu lang und aufgezwungen feminin, aber mit der Abkürzung Rosa oder Marie doch ganz hübsch.
Emma Theresa- Emma ist für mich zwar einer der langweiligsten Namen, aber mit Theresa ist er sehr gut kombiniert und klingt auch gleich viel spannender.
Hannelore Felia- Hannelore ist für mich ähnlich wie Rosemarie aber noch etwas bodenständiger und Felia ist auch ganz gut.
Cecilia Magdalena- Ich finde beide Namen ganz hübsch und in der Kombination sehr stimmig.
Jakob & Miriam- sehr zeitlos, geht immer.
Mit Einschränkungen gefallen mir noch:
Elea-Luz- Ich hätte den Bindestrich weggelassen und eher Liz als Luz gewählt.
Joris Tamme- Joris mag ich, aber mit Tamme klingt es extrem aufgezwungen friesisch.
Nikolas Denis- Nikolas ist schon etwas zu veraltet. Als Niklas/Niko Denis hätte ich es deutlich besser gefunden.
Mona Poppy Elfi- Als Mona Elfi wäre es zwar etwas verniedlicht, aber durch die bodenständige Mona trotzdem ganz gut. Poppy lässt es wie eine Karikatur wirken.
Merle Lilly- Beide Namen einzeln stehen auf meiner Favoritenliste, aber die Kombination klingt aufgezählt und das doppelte l ist nicht so gelungen.
Linus Thor- Wieder ähnlich wie bei Merle Lilly- einzeln mag ich die Namen, aber wenn man die schon kombinieren muss, dann doch besser Thor Linus.
Nicht so passend finde ich:
Mireya Nimue Yuliya Alessa- Viel zu viele, viel zu gleiche Namen hintereinander. Klingt sehr aufgezählt. Immerhin ist Yuliya eine feststehende Namensform und nicht einfach eine individuellere Julia.
Naila Nina- Einzeln sind die Namen ganz in Ordnung, aber beide Namen zweisilbig mit N am Anfang und A am Ende klingt jetzt nicht so passend.
Julian Balthasar- Julian Ok. Aber Balthasar ist schon gemein.
Carlo Otto- Mochte da wohl jemand Karl-Otto, aber dachte, dass man das dann doch keinem Kind antun kann und dann lieber Carlo Otto schreibt und Karl-Otto ruft?
Sylas Amaru & Symeon Adonis- Ylonitis und sehr unbekannte Zweitnamen, die wieder eine Alliteration ergeben. Ist jetzt nicht mein Fall.
Ich komme nicht darauf, was das Problem an Balthasar sein soll? Ein klassischer Name mit langer Tradition, bekannt aber nicht übertrieben häufig
Naja, also natürlich ist Balthasar klanglich in Ordnung, aber für ein Kind wird der Name glaube ich doch eher zum Mobbingpotenzial, anders als der etablierte Kasper und ich denke auch mehr als Melchior. Einfach weil der Name viel länger und bombastischer ist.
Darf ich noch die Ende Juni geborenen Vierlinge Mio, Matti, Luke und Levi ergänzen, über die in der Presse ausführlich berichtet wurde.
Nein, darfst du nicht. Die wollte ich nämlich nächste Woche in meinen „Babynamen der Woche“ posten.
Spannende Namen diesmal, Senf gibt es zu …
Solarius * Wirkt gebastelt, kann aber als Statement für Sonnenenergie verstanden werden
Brisilda * Klingt iwie vertraut (vielleicht wegen Griselda), aber der Anfang Bris- findet so keine Herleitung, auch wenn Förstemann in seinem altdeutschen Namenbuch (1900) Briso und Brisolf verzeichnet und die Namen spekulativ zu altnordisch berse- „Bär“ zuordnet
Mireya Nimue Yuliya Alessa * Nimue, „The lady of the lake“ in der Artussage, fällt in dieser Namenskette auf.
John Henry * Mir bekannt durch den Folksong über einen Eisenbahnarbeiter, der sich einen Wettkampf mit einer Maschine liefert. Er gewinnt, stirbt aber danach an Erschöpfung.
Mona Poppy Elfi * In Mona Poppy steckt für mich gleich zweimal „Mohn“ drin. Ob ein Standesamt „Mohnblume“ zulassen würde?
Merle Lilly * Wirkt schnell hintereinander gesprochen sehr gelallt
Linus Thor * Der Nachname ist dann Wald oder Waltz?
Das ist eine Linkempfehlung außer der Reihe: Anlässlich des 250. Geburtstages der USA ist der Omaha World Herald bis zum 5. Juli frei im Internet lesbar. Für Namensfreaks interessant sind die Kolumnen von Cleveland Evans. Sie lassen sich hinter diesem Link finden („Cleveland Evans“ in die Suchmaske eingeben):
https://omaha.com/search/
Ist der Name Solarius möglicherweise der aktuellen Hitzewelle geschuldet? Weil die Eltern sich sehnlichst wünschten, sie hätten noch rechtzeitig eine Solaranlage installiert? Oder einfach, um daran zu erinnern, dass das Kind im heißesten Sommer der Geschichte zur Welt kam? Kurios jedenfalls.
Einen freundlichen Gruß an alle aus der Gegend wo es Fiaß gibt. Aber auch eine Enkeltochter, die Lydia heißt und korrekt ausgesprochen wird. Im Kindergarten allerdings Lüdi!