Besondere Vornamen aus Köln

Kölner Dom

Ich habe die amtliche Vornamens-Datenbank der Stadt Köln ausgewertet. Hier sind ein paar besondere Vornamen, die 2017 in Köln vergeben wurden und die ich noch nicht in meiner Sammlung hatte:

Kölsche Jung

Agrippino * Anwell * Bombastus * Bonaventure * Bowie * Brixen * Dalawar * Dantago * Diamantov * Fürchtegott * Helgi * Herfried * Kassandro * Kimaru * Lennaro * Lomeo * Loliyan * Lükko * Peppy * Phelps * Property * Rakete * Rivaldo * Robson * Sabatino * Sheer * Stalone * Theophil * Vinod * Washington

Kölsche Mädche

Angelou * Annaleona * Bibata * Biblina * Börte * Brasilia * Carlian * Debrena * Delana * Dilbera * Emissa * Endegena * Euphrasie * Fabiena * Frenja * Habibatou * Helvin * Huraa * Isabely * Jazleen * Jeanetta * Jeannice * Lavinea * Lizda * Milanea * Njinga * Pantera * Peanie * Pelina * Princesa * Querine * Rosemieke * Rusalina * Sonas * Troja * Velenora * Winou

Die längsten Kölner Namen sind Rahmatullojevič und Konstantinovna, die häufigsten Erstnamen Noah und Sophia.

Babynamen der Woche 05/2018

Briclynn Jo * Hudson Dylan * Jason Emil * Aurora Gwenivere * Ellisyn Vienece * Bella Rae Michelle * Gunner Wyatt * Tegan Grace * Harper Marie * Avalynn Sue * Elisha John * Jaylen Scarlet * Laney Beth * Brentley Glen * Lyla Rose * Riggins Cayonna * Everly Renee * Addison Ruth * Ira James * Karsyn Ray * Noah Joseph * Chloe Elizabeth * Makyia Morgan * Silis Nevin Lee * Jaxson Scott * Claire Catherine * Izsik Mathew * Arlo Donevin * Mason Richard * Korie Jo * Aria Grace * Ryder Kole * Troy Carson * Mylan James * Cohen Wayne * Eloise Kate * Susan Esther * Damon Darrell

Diese aktuellen Babynamen habe ich auf den Websites einiger Kliniken in den USA gefunden.

Babynamen Amerika

Neues von Kevin, Mohammed und Milan

Screenshot Kevinometer V2.01

2017 wurden in Deutschland 3.700 Kinder Oskar genannt, 2006 waren es nur 800. Ganz anders die Beliebtheit von Kevin: Es gibt 2.100 Kevins des Jahrgangs 2006 und nur 100 aus dem Jahr 2017.

Ich habe gerade ein Update für meine Smartphone-App Kevinometer fertiggestellt. Neu in der aktuellen Version sind die Daten des Jahrgang 2017. Außerdem kann man jetzt die Häufigkeit von mehr als 4.000 Vornamen (vorher 2.000) abfragen, jeweils für die Jahrgänge 2006 bis 2017. Das Berechnungsverfahren der Kevinwahrscheinlichkeit habe ich auch verbessert.

Was passiert, wenn man sich in Deutschland als Mohammed vorstellt?

Die ZEIT hat mit einigen Männern darüber gesprochen, was man in Deutschland erlebt, wenn man Mohammed heißt. Eine Erkenntnis: „Wer Mohammed heißt, hat religiös zu sein. Im Grunde ist das rassistisch.“

Es gibt tatsächlich Leute, die behaupten, dass Vornamenstatistiken aus politischen Gründen gefälscht würden. Die WELT hat sich damit auseinandergesetzt und versucht, die Tücken der Vornamenstatistik anhand des Namens Mohammed deutlich zu machen. Leider bringt es die Autorin nicht auf den Punkt und eiert ziemlich rum.

Entzückt von Milan

Nicht mehr ganz aktuell, aber trotzdem interessant, was die Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einem Kongress im Oktober 2015 über den Vornamen Milan erzählte:

Mich hat es dann sehr berührt als mir ein Vertreter der Kurden im Nordirak erzählt hat, dass das Wort Milan jetzt ein Vorname für Babys ist – für männliche Babys – weil die so entzückt sind von der Wirkung dieser Waffe.

Babynamen der Woche 04/2018

Leonard Frieder * Jonathan Oke * Varella-Aurora * Rosa Christa * Livia Mareen * Maxima Juanita * Robbie * Gwendolin Cosima * Lexi-Nya-One (f) * Karlsson Michel * Madita Elisabeth Helene * Lenne Tinus * Can Milas  * Sakaria (m) * Tamias (m) * Marinito Joel * Otis Laurenz * Anton Akio * Davin Pierre * Odin Conner Maik * Susy Pia * Lieselotte Hannelore * Fernando Wilhelm * Ana Almira * Mylan Bernard * Cleo Marie * Janosch Jochen Konstantin * Neo Sky * Jenna Ines * Milani (f) * Elina Eowyn * Hedwig Paulina

Babynamen der Woche 4/2018

Zehn Namen – ein Buch 2

Zehn Namen 2

Dieses Spiel habe ich hier früher schon mal gespielt: zehn Namen herausgepickt, die alle in ein und demselben Buch vorkommen, teilweise nur als beiläufige Erwähnungen. Den Titel des Werks verrate ich erst später – aber vielleicht kommen Sie ja drauf?

1. Faustina: Wer traut sich, sich mit Faustina anzulegen – oder diesen Namen zu vergeben? Es gäbe sogar eine passende Heilige und einen Namenstag (18. Januar). Geradezu bestechend die Herleitung aus dem Lateinischen: „faustus“ bedeutet „beglückend, Glück bringend“. Nicht so mutigen Eltern würde ich eher die ähnlich klingende Augustina (nicht im Buch) empfehlen.

2. Jordan: „By the rivers of babylon …“ Irrigerweise assoziiere ich mit diesem Unisexnamen den Song von Boney M.; dabei geht es in dem auf Psalm 137 zurückgehenden Text um den Euphrat und ein Gewässer namens Chabur. Egal. Jordan ist aktuell auf Platz 351 der deutschen Jungennamen-Hitliste. Kennt hier jemand eine(n) Jordan und kann berichten, ob er/sie englisch oder vielleicht doch deutsch ausgesprochen wird – und ob es viele Scherze der Marke „über den Jordan“ gibt?

3. Edgar: Platz 213 der Hitliste, und ich glaube, da geht noch was. Schließlich ist Edgar nicht so „zwielichtig“ wie Edward, der von 2010 bis 2012 und noch mal 2016 ein Gastspiel in den Top-500 gab, und lässt sich wie dieser cool mit Eddy abkürzen. Eine Kurzform übrigens, die als eigenständiger Name bundesweit auf Platz 151 thront und sich speziell in Sachsen großer Beliebtheit erfreut (Platz 30!), keine Ahnung, warum, haben Sie einen Tipp?

4. Tom: Noch ein Kurzform-Name, auf den sich richtig viele Eltern einigen können – Platz 34. Weniger bekannt ist die Bedeutung, „Zwilling“, außer vielleicht bei Toms selbst, die sich in der Kommentarspalte unseres Namenslexikons auch gern über Sternzeichen austauschen. Mein Favorit ist aber „Chantal“, die wörtlich schreibt: „Ich habe gelesen das fast alle Jungens die Tom heißen eine Freundin haben die Zwilling sind.“

5. Ardita: Ein Abstecher nach Albanien! Der Name bedeutet „goldener Tag“ und gefällt mir sehr gut. Allerdings wird eine Ardita sicher öfter mit der allseits bekannten Madita (Platz 232) verwechselt.

6. Nick: Kurz, knackig – Nick! Als alter Nick-Knatterton-Fan mag ich diesen Namen ganz gern. Harry Potters „fast kopfloser Nick“ („Nearly Headless Nick“) hat auch was. Wie Tom erfüllt dieser Name das Gebot etlicher Eltern, im englischsprachigen Ausland zu funktionieren. Da kommt er ja schließlich her. Platz 69 in Deutschland.

7. Asa: Noch ein Name, dem man das Geschlecht des Trägers (der Trägerin?!) nicht gleich ansieht. Obendrein ist die Aussprache kniffelig. Wie geschrieben wäre denkbar, weil Asa ein hebräischer Jungenname ist („Heiler“). Allerdings kommt er praktisch nur im englischsprachigen Raum vor, dort angeblich ähnlich gesprochen wie Arthur. Mit Sonderzeichen wird daraus ein skandinavischer Mädchenname: Åsa („kriegerisch, herrschend“), gesprochen etwa „Ohsa“.

8. Daisy: Ein zartrosa Blümchen von einem Namen – die Bedeutung von Daisy ist wirklich „Gänseblümchen“, auch wenn viele an eine Ente mit Schleife auf dem Haupt denken mögen. Aktuell bringt Schauspielerin Daisy Ridley („Star Wars“) den Namen ins Gespräch.

9. Sigourney: Ein seltener und eher sperriger Name, der (mittlerweile) von Frauen ebenso getragen werden kann wie von Männern. Ich muss an „attorney“ denken, den Rechtsanwalt, und an längst aus der Mode gekommene, ebenfalls mit „Siggi“ abkürzbare Namen wie Siegfried und Sigismund. Die Figur, die diesen Namen trägt – oder zu tragen scheint –, zählt nicht zu den handelnden Personen des gesuchten Buches, sie wird sogar nur ein einziges Mal erwähnt (das hätte ich nicht erwartet).

10. Jay: Jayden, Jayson, Jaymie, Jayce … es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis Jay als Kurz- und quasi Grundform der Jungennamen mit englischem J es in die hiesigen Top-500 schafft. War ja schon bei J. R. Ewing cool. Tatsächlich ist mir in den Weiten des Netzes schon mal eine Mutter begegnet, die für ihre Tochter den Namen CJ, gesprochen „ßie-dschäj“, erstreiten wollte. Hm.

So, und aus welchem Buch stammen nun die zehn Namen? Was hat Sie auf die Spur gesetzt? Habe ich spannende Namen vergessen?

Promibaby Chicago

Bielefeld gibt es nicht als Vorname, Hagen dagegen schon. Die Kindernamen Sydney und Brooklyn sind nichts besonderes mehr, aber San Diego klingt weiterhin gewöhnungsbedürftig. Paris war ein Personenname lange bevor die französische Hauptstadt so bezeichnet wurde.

Jetzt gibt es einen vielversprechenden Neuzugang in der Reihe der Städtenamen-Babynamen: Das amerikanische Promipaar Kim Kardashian und Kanye West hat seine jüngste Tochter Chicago genannt. Der Vater des Mädchens ist in Chicago aufgewachsen. Das Paar hat schon zwei Kinder: ein Mädchen namens North und ein Junge namens Saint.

Chicago

Der Name der Stadt Chicago hat seinen Ursprung im Wort „Shikaakwa“: So hatten die Ureinwohner der Gegend ein dort in großer Menge vorkommendes Lauchgewächs bezeichnet. Französische Entdecker machten „Checagou“ daraus und nannten so den Ort. Beim Verschieben in die englische Sprache ergab sich „Chicago“.

Diese Promibaby hat eine große Medienpräsenz. Darum wird es – so meine Meinung – ab sofort auch in Deutschland kein Problem mehr sein, sein Kind Chicago zu nennen. Wobei ein Name mit der Endung -o hierzulande eher als Jungenname angesehen wird. An dieser Stelle sei mir ein Aufruf an meine Verwandtschaft gestattet: Egal ob Junge oder Mädchen, bitte sucht Euch einen anderen Vornamen für Euren Nachwuchs aus. „Chicago Bielefeld“ klingt doof.

 

Babynamen der Woche 03/2018

Milosz * Miklas * Valentin Gustav Kai * Kerim * Yahya * Sharbel * Gerta Elisabeth * Annalena * Eliano * Laynie * Panagiotta Maria * Bennet Kjell * Jolinda Dalina * Chris-Noah * Leonas Lucius * Chiara-Charlyn * Maria Medina * Hedda Irene Anna * Coco * Mila Florentin * Jadon * Lukas Damyjan * Aeryn Ara * Theo Anton * Jan-Wolfgang * Torben * Emily Jalisa * Kevin Constantin * Andrija * Zoe Lou * Yasin Johannes * Josefina Michaela * Laila Paige * Levi Valentino

Zweitnamen 2017 im Detail

Neulich hatte ich gezeigt, wie klein der Anteil der häufigsten ersten Vornamen an allen 2017 vergebenen Vornamen ist. Auf besonderen Wunsch folgen jetzt die Prozentwerte der beliebtesten zweiten Vornamen des Jahrgangs 2017. Es ist nicht zu übersehen, dass immer noch extrem viele Mädchen mit zweitem Vornamen Sophie oder Marie heißen. Es gibt aber einen Hoffnungsschimmer, denn im Vergleich zu 2016 nehmen die Anteile ab.

Prozentvergleich´Mädchen Zweitnamen 2017

Bei den Jungennamen ist der Vorsprung des Spitzenreiters nicht ganz so ausgeprägt wie bei den Mädchennamen. Allerdings konnte Alexander 2017 den Abstand zu den nachfolgenden Namen vergrößern. Zur Erinnerung: Dieses sind die beliebtesten Zweitnamen. Die beliebtesten Erstnamen waren 2017 Emma und Ben.

Prozentvergleich Jungen Zweitnamen 2017

Prozentwerte

Mädchen Jungen
  1. Sophie / Sofie (10,06%)
  2. Marie (8,62%)
  3. Maria (3,63%)
  4. Sophia / Sofia (1,72%)
  5. Louise / Luise (1,6%)
  6. Charlotte (1,29%)
  7. Emilia (1,28%)
  8. Louisa / Luisa (1,25%)
  9. Katharina (1,16%)
  10. Elisabeth (1,10%)
  1. Alexander (3,09%)
  2. Elias (2,22%)
  3. Maximilian (2,15%)
  4. Luca (1,74%)
  5. Paul (1,31%)
  6. Luis / Louis (1,28%)
  7. Joel (1,14%)
  8. Noel (0,98%)
  9. Michael (0,97%)
  10. Carl / Karl (0,89%)

Alle Angaben sind jeweils geschlechtsbezogen (d. h. 10,06 Prozent aller Mädchen, die einen Zweitnamen haben, heißen Sophie und 3,09 Prozent aller Jungen, die einen Zweitnamen haben, Alexander).

Grundlage dieser Auswertungen ist eine repräsentative Stichprobe aus 212.942 Geburtsmeldungen, die ungefähr 27 Prozent aller 2017 geborenen Kinder ausmacht.