Ostern mit Pucki

Ostern mit Pucki

Irgendwoher kommt der Gedanke. Kommt und springt mich an wie der langohrige Verteiler von Schokoladen- und Marzipaneiern: Ich könnte meiner Tochter (6) jetzt doch mal die Osterepisode von „Försters Pucki“ vorlesen. Gerade an den Feiertagen gibt mir etwas Nostalgie ein gutes Gefühl, so heimelig. Bei meinen Eltern steht die vielbändige Buchreihe von Magda Trott, die zuerst zwischen 1935 und 1941 erschien, neben anderen alten Schmökern im Schrank.

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Mein ungeliebter Vorname: Annegret

Manche Namen enthalten quasi ein eingebautes Hintertürchen für den Fall, dass sie ihren Trägern nicht gefallen: Heidrun lässt sich von aller Welt Heidi rufen. Und Lisa ist froh, dass niemand weiß, dass sie eigentlich Elisabeth heißt. Ob Eltern wohl schon früher bei der Namenswahl über solche Fluchtwege nachgedacht haben? In den letzten Jahren jedenfalls habe ich häufiger gehört, dass aus diesem Grund ein Zweitname vergeben wurde („So kann Lukas Arne einmal selbst entscheiden, ob er Lukas oder Arne sein möchte“).

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Wollt Ihr mal auswandern?

Ob Henry oder Max: Immer mal wieder werben Eltern für ihre Wahl mit Worten wie „international“ und „funktioniert auch im Ausland“. Gemeint sind damit stets Namen, die hierzulande ebenso wie – mit geringfügigen Abweichungen – im englischsprachigen Ausland geläufig sind. Ich frage mich allerdings, wie stichhaltig dieses Argument wirklich ist. Vielleicht kann ich das mangels eigener längerer Auslandsaufenthalte oder internationaler Geschäftsverbindungen aber auch nur nicht beurteilen. Weiß jemand, ob auch in anderen Ländern allzu landestypische, zu wenig stromlinienförmige Namen so bereitwillig über Bord geworfen werden?

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Cäthe musiziert

Cäthe musiziert

Das lokale Anzeigenblättchen mal wieder. In diesen Tagen berichtete es über die Preisträger beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“. Die Namen der Talente, acht bis elf Jahre jung, die die Jury „mit ihrem ausdrucksstarken Klavierspiel beeindruckten“: Sophia, Cäthe-Emma, Amalia und Clara-Marie. Lauter klassisch-bildungsbürgerliche Namen also, wobei die seltene Cäthe – zumal in dieser Schreibweise – schon fast gewagt wirkt. Dem Nachnamen nach handelt es sich bei Clara und Cäthe um Geschwister; der Name der kleinen Schwester, Cäthe, wurde offenbar dem Initial der großen angepasst.

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Namen im Duell: Roland vs. Ronald

Anja oder Tanja, Edwin oder Erwin – schon ein einziger Buchstabe erzeugt einen völlig anderen Beigeschmack. Bei mir: Mein Verhältnis zu Anjas war manchmal schwierig. Edwin finde ich cool, während Erwin für mich noch lange nicht revivalreif ist. Wenn es zu einem Namen einen minimal variierten Zwilling gibt, womöglich sogar noch ähnlich häufig, muss man oft mit einer falschen Ansprache rechnen. Ich habe mit einem Roland und einem Ronald über ihre Erfahrungen gesprochen.

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