Türkisch für Anfänger

Vorweg gesagt: Was ich hier heute mache, ist ziemlich dreist. Ich kann nämlich kein Wort Türkisch und habe derzeit auch niemanden mit türkischen Wurzeln in meinem Umfeld. Ich bin mit einer Nazan zur Schule gegangen, kannte einen Orhan und hatte Kollegen namens Ümit und Erdinc (der sich Eddie nannte), das war’s auch schon. Innerhalb weniger Tage sind nun aber zwei Dinge passiert: Erstens habe ich einen türkischen Namen nicht als solchen erkannt und anders einsortiert (Kategorie „ausgedacht“) – upps. Und zweitens habe ich in einem Forum von einem deutsch-türkischen Paar gelesen, das einen Namen sucht, „der zu uns passt und nicht zu türkisch klingt“.

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A-Allergiker und Fritzchen-Freunde

Ich habe eine neue Theorie, weshalb Sophie und Marie als Zweitnamen so unglaublich abräumen. Na ja, weltbewegend ist sie nicht, aber ich habe nun schon häufiger gehört, dass zwei auf -a endende Namen hintereinander als unschön empfunden werden. Und da heute enorm viele populäre Mädchennamen mit -a enden, wäre das doch nur ein logischer Schluss (obwohl es natürlich Zweitnamen auf -a gibt, keine Frage!). Untermauert wird das Ganze noch durch in einer weniger klassisch geprägten Ecke gängige Zweitnamen wie Joy, Jolie, Jolien oder überhaupt alles auf -een.

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Facebooker, Seriengucker

Ich war ja nun wirklich schon bei einigen Namensdiskussionen in Foren dabei. Trotzdem beschert mir die Facebook-Gruppe, in die ich kürzlich eingetreten bin, echte Aha-Erlebnisse. Wieso es Namen wie Zoey oder Hailey, Jamie oder Tyler doch recht weit nach oben in die Charts schaffen, zum Beispiel (am weitesten hinten liegt noch Hailey: Platz 115). Klar gab es immer mal irgendwo Liebhaber amerikanischer Namen, aber so geballt und ernst gemeint ist mir das noch nirgends begegnet.

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Käte das Auto

Frisch entdeckt unter einer Hamburger Brücke und doch voll im Leben stehend: ein PKW mit einem handgemalten, mit Tesafilm in der Heckscheibe befestigten Namensschild. Käte. Das wirft Fragen auf: Wer oder was ist Käte – die Fahrzeughalterin? Ihr Kind? Ihre Lieblingsband? Oder gar der Name des Autos (auch so etwas soll es geben)? Offenbar ein echter Insider. Wo ist überhaupt das h von Käthe – so die gebräuchlichste Schreibweise dieses Katharina-Kürzels – abgeblieben?

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Pumpernickel bleibt Pumpernickel

Manchmal ist es wirklich verrückt: Vor Kurzem erst habe ich über mein All-Time-Favourite-Pixi „Prinzessin Horst“ geschrieben, und nun fällt mir schon wieder ein Kinderbuch in die Hände, in dem es ausgiebigst um Namen geht – diesmal sogar auf 155 Seiten – UND bei dem die Titelheldin eine Prinzessin ist. (Dass ich eine Tochter habe, erklärt den Zufall nur am Rande, wir lesen oft ganz andere Bücher.)

„Prinzessin Pumpernickel“ von Angela Sommer-Bodenburg („Der kleine Vampir“) erschien im vergangenen Jahr. Die Story: Der immer hungrige König von Pattaloonia will gerade den Namen seiner jüngsten Tochter verkünden – die älteren heißen Ponderosa, Perdita und Pamelina –, als er auf dem Büfett ein besonderes Schwarzbrot entdeckt, dessen Name ihm erst nicht einfallen will. Mit seinem frohen Ausruf „Es heißt Pumpernickel!“ nimmt das Schicksal seinen Lauf. Denn natürlich sollte das kleine Mädchen eigentlich einen viel prinzesslicheren Namen erhalten. Der König weiß sich nicht anders zu helfen, als das Brot Pumpernickel komplett aus seinem Reich zu verbannen.

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