
Wer einem Kind begegnet, das im Jahr 2025 geboren wurde und einen der folgenden Vornamen trägt, kann mit einiger Wahrscheinlichkeit auf den Geburtsort schließen. Genauer gesagt: auf Bayern.
Die häufigsten typisch bayrischen Vornamen
- Ludwig
- Magdalena
- Theresa
- Lorenz
- Sebastian
- Josef
- Matthias
- Tobias
- Xaver
- Korbinian
- Franziska
- Leonhard
- Andreas
- Veronika
- Quirin
- Laurenz
- Vitus
- Philomena
- Alois
- Marlies
- Theresia
- Verena
- Annalena
- Josefa
- Marinus
- Luzia
- Vinzent
- Josefina
- Augustin
- Katja
- Annemarie
- Severin
- Zeno
- Luitpold
- Agnes
- Maresa
- Nepomuk
- Vroni
- Therese
- Josepha
Regional und altmodisch
Neben wirklich speziellen bayrischen Namen, die man anderswo fast gar nicht hört – etwa Korbinian, Quirin oder Luitpold – sind in dieser Liste auch einige altmodische Klassiker. Namen wie Andreas, Katja oder Matthias gehörten vor einigen Jahrzehnten in ganz Deutschland zu den beliebtesten Vornamen. Heute sind sie aber weitestgehend aus der Mode gekommen. Nur im größten ostdeutschen Bundesland halten relativ viele Eltern weiterhin an diesen traditionellen Namen fest und geben ihnen so eine besondere regionale Note.
Was bedeutet in diesem Zusammenhang „wahrscheinlich“? Mehr als die Hälfte der Kinder mit diesen Namen sind in Bayern zur Welt gekommen. Für diese Auswertung habe ich nur die Erstnamen gezählt und Varianten getrennt berücksichtigt.
Für andere Bundesländer gibt es so eine lange Liste mit besonderen Vornamen leider nicht – Bayern ist da wirklich speziell.
… Hitliste: Die beliebtesten Vornamen des Jahres 2025 in Bayern
In der Pfalz ist der Name Luitpold durch den Prinzregenten Luitpold von Bayern (1821–1912) bekannt. In Kaiserslautern und Ludwigshafen am Rhein gibt es zwei Grundschulen mit diesen Namen.
Einige dieser Name finde ich in dem Sinne altmodisch, als dass sie zu einer anderen Generation gehören:
Ludwig (ich finde den nach wie vor altmodisch, auch wenn man ihn immer wieder liest)
Josef ( hatte ich tatsächlich schon als Schüler, der müsste jetzt 15-16 sein)
Matthias
Tobias (Tobys sind in meinem Alter)
Xaver
Alois (ich habe in der Ahnengalerie mehrere, die Oma noch kannte, wir sprechen den Namen A-leus, sagt man das in Bayern auch so? )
Anna-Lena (so was von meiner Generation)
Augustin (oh, du lieber Augustin…)
Katja (ich hatte mal eine Kitafreundin, die so hieß, das fand ich damals schon komisch, weil eine Freundin meiner Mutter ebenfalls diesen Namen trug)
Annemarie
Luitpold
Agnes
Vroni
Für diese Namen habe ich eine Schwäche:
Magdalena
Theresa
Marlies
Josefina
Maresa
Therese
Josepha
Maresa und Josepha stehen auf meiner Zweitnamenliste.
Leonhards habe ich mehre bereits Unterricht, bis auf einen wollten alle Leo gerufen werden.
Ich mag
Philomena
Marinus
Severin
Maresa
und natürlich Annemarie 🙂
Ich mag ganz gerne:
Philomena
Josefina
Agnes
Matthias
Korbinian
Quirin
Augustin
Ich (gebürtig aus Oberbayern stammend) mag:
Ludwig
Magdalena
Theresa
Sebastian
Josef
Matthias
Tobias
Xaver
Korbinian
Andreas
Quirin
Laurenz
Philomena
Marlies
Verena
Annalena
Marinus
Luzia
Severin
Luitpold
Maresa
davon gefallen mir:
Ludwig – stattlich
Lorenz – oh <3
Sebastian – schön lang
Tobias – familiär vertreten
Leonhard – noch lieber Leonard
Veronika – oh <3
Vitus – klarer Favorit für mich. Würde ich sofort als Rufnamen vergeben.
Philomena – wunderbar extravagant
Theresia – elegant
Verena – ich kannte als Kind mal eine gleichnamige Punkerin, die ich unheimlich cool fand
Marinus – empfinde ich als sehr elegant
Katja – fühlt sich nach 70ern an, aber den Namen mochte ich immer schon. Hat Schmackes und klingt dennoch sanft aus.
Annemarie – erinnert mich an Annerose, den ich sehr mag
Severin – angenehm ungewöhnlich
Maresa – noch lieber Marisa mit scharfem S
Nepomuk – finde ich total abgefahren und daher richtig cool
Josepha – oh <3
wenn ich hieraus wählen müsste:
– Vitus Leonard & Lorenz Marinus
– Marisa Philomena
In irgendeiner Statistik stand dieser Tage, dass Michael, Thomas und Stefan bei den Kommunalwahlen 2020 in Bayern die häufigsten Kandidatennamen waren. Ob das wohl 2026 so bleibt?
Wahrscheinlich ja, denn die Vornamenmoden ändern sich sowohl in Bayern als auch in anderen Bundesländern nur sehr langsam.
Es sei denn, es treten plötzlich viel mehr Frauen zur Wahl an, denn dann könnten die weiblichen Vornamen die männlichen verdrängen. Wie stehen da in Bayern die Chancen?
Ich denke auch, das bleibt 2026 noch so. Michael, Thomas und Stefan sind typische Namen der frühen 60er Jahre. Das sind gleichzeitig die geburtenstärksten Janhgänge, und sie sind noch jung genug, um in der Politik weiterzumachen. Außerdem waren zu dieser Zeit die häufigsten Vornamen noch wirklich häufig, der Trend zur Individualisierung kommte erst in den folgenden Jahrgängen zum Tragen.
„Wie stehen da in Bayern die Chancen?“
Nicht gut. CSU.
@Aurica, immerhin nicht die AfD, wobei die Grenzen hier doch gerne mal verschwimmen