
Im Jahr 2025 zeigen sich in Neuseeland klare Favoriten bei den Babynamen. Zum dritten Mal in Folge führt Noah die Liste der beliebtesten Jungennamen an: 244 neugeborene Jungen erhielten diesen Namen. Dicht dahinter folgt Luca mit 236 Vergaben, was den sowohl in Neuseeland als auch in Deutschland anhaltenden Trend zu kurzen, international verständlichen Jungennamen unterstreicht. Noah und Luca gehören ja auch hierzulande zu den beliebtesten Jungennamen.
Bei den Mädchen behauptet sich erneut Isla an der Spitze. Mit 179 Registrierungen ist Isla 2025 der meistvergebene Mädchenname und gehört damit seit 2016 zu den Top 3 der Mädchennamen – das ist eine bemerkenswerte Beständigkeit. Nur knapp dahinter liegt Charlotte, die 178 Mal vergeben wurde und damit ebenfalls zu den Dauerbrennern zählt.
19.457 unterschiedliche Vornamen
Insgesamt registrierte das neuseeländische Innenministerium im Jahr 2025 58.116 Babys, denen 19.457 unterschiedliche Vornamen gegeben wurden. Damit setzt sich der leichte Rückgang der Geburtenzahlen fort: 2024 waren es noch 59.199 Babys mit 19.404 verschiedenen Vornamen.
Interessant finde ich dabei, dass die Namensvielfalt trotz sinkender Geburtenzahlen sogar leicht zugenommen hat – ein Hinweis darauf, dass Eltern weiterhin großen Wert auf Individualität bei der Namenswahl legen. Auch dieser Trend wiederholt sich in der deutschen Vornamenstatistik.
Top 100 des Jahres 2025 aus Neuseeland
| Mädchen | Jungen |
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Schreibvarianten wurden nicht zusammengefasst. Sofia und Sophia zusammen wären sonst auf dem ersten Platz.
- Quelle: Te Tari Taiwhenua Department of Internal Affairs
- Hintergrund: Neuseeländische Vornamen
Bei neuseeländischen Namen gucke ich immer, ob ich Maori-Namen in der Liste finde. Bei den Mädchen fällt mir da Manaia (95) ins Auge, bei den Jungen Kiwa (73). Keanu ist zwar polynesisch, aber dank Keanu Reaves auch bei den europäischen Neuseeländern angekommen.
Ansonsten fällt mir noch Zorawar auf, ein indischer Name, der vor allem bei den Sikhs vergeben wird.
Im ganzen: Schöne und entspannte Namen in den Toplisten.
Spezielle Hitlisten der häufigsten Maori-Namen wurden für einen späteren Zeitpunkt angekündigt. Ich melde mich dann nochmal.
Der Name Aria hat mich in den deutschen Hitlisten etwas erschreckt, da er ja, wenn man ihn „deutsch“ ausspricht so klingt, wie die NS-Bezeichnung für blonde, blauäugige Deutsche. Allerdings scheint der Name ja allgemein beliebt zu sein.
Ich denke zuerst an die Aria aus der klassischen Musik, eine der kunstvollsten Formen des Gesangs.
Egal wie ich Aria betone u. mit welchem Akzent ich spreche, ich komme auf Arja, Aría, Ariá, Arria, … aber nie klingt es wie -er am Ende.
Mir sind in den letzten Jahren immer mal wieder kleine Arias im deutschsprachigen Raum begegnet, einige in CH u. AT, aber auch DE. Wenig überraschend, er passt in die aktuelle Mode kurzer u. vokalreicher Namen.
Sich über Namen zu echauffieren, die von den Eltern mutmaßlich ohne böse Absicht vergeben wurden, u. zufällig wie irgendetwas klingen, zu dem sich über Ecken eine rechte Assoziation konstruieren lässt – ich frage mich, ob das dem richtigen u. wichtigen Kampf gegen Rechtsextremismus nicht eher einen Bärendienst erweist.
Die Bezeichnung „Arier“ gab es übrigens schon sehr lange, bevor sie (nicht erst u. nicht nur vom NS-Regime) für rassistische Zwecke missinterpretiert u. missbraucht wurde.
@Minus
Ich stimmte dir grundsätzlich zu, es gibt aber Regionen, in denen er wie a klingt.
Ich dachte die mögen einfach alle gerne Game of Thrones. Und ganz ehrlich? Manchmal ist man einfach dumm. Ich hatte den Namen auch auf meiner Liste bis mein Freund mich darauf hingewiesen hat, dass das wie Arier klingt. Hatte das vorher gar nicht auf dem Schirm! Ich hoffe sehr, dass es einfach vielen Eltern von kleinen Arias genauso ging wie mir und sie was den Namen betraf ein bisschen blind waren.
Kenne auch eine Aria, 9Jahre alt. Habe auch damit ein Problem und höre Arier heraus.
Mich würde mal interessieren wie viele Namen bei uns insgesamt 2025 so vergeben wurden. In Neuseeland kommt ja ungefähr ein Name auf drei Kinder! Das klingt echt unglaublich vielfältig.
Genaue Zahlen gibt es für Deutschland nicht, weil sich alle Vornamenstatistiken auf Stichproben beziehen. Ich schätze, dass in einem Jahr mindestens 80.000 verschiedenen Vornamen vergeben werden. Wobei darunter viele sehr ähnliche Schreibvarianten sind.
Hmm nach deiner Schätzung müsste dann in Deutschland ein Name auf ca 8,5 Kinder kommen, in Neuseeland einer auf 3. Aber macht ja Sinn, dass dort die Vornamen vielfältiger sind. Dort leben ja auch mit den Maori, den englischsprachigen Neuseeländern und Migranten aus aller Welt sehr viele verschiedene Kulturen zusammen, die alle ihre eigenenen Namenstraditionen haben. Mit so einer kulturellen Vielfalt können wir hier in Deutschland nicht mithalten.