Move it, Baby!

Oh Franzi, oh Jürgen B. Harder! Zur Geburt ihres zweiten Sohnes sei Franziska van Almsick und ihrem Lebensgefährten herzlich gratuliert. Die Namenswahl jedoch – na ja. Mo Vito. Ja, so heißt der Kleine. Für mich ein schönes Beispiel dafür, dass man es auch zu gut meinen kann in puncto Stimmigkeit von Geschwisternamen.

Der schon recht ausgefallene Name des großen Bruders, Don Hugo, hat mir noch gut gefallen. Besonders Hugo. Bei Kind 2 hielt sich das Paar nun getreulich an das einmal gewählte Schema: einsilbiger Erstname, zweisilbiger Zweitname, je ein O sowie eindeutige Bezüge zu „Der Pate“ (Don Vito Corleone!). Derart homogene Geschwisternamen sind natürlich Geschmackssache. Aber gerade bei seltenen Namen wirken sie leicht aufgesetzt und lassen über die Motivation der Eltern grübeln (wünschen sich Franziska und Jürgen knallharte Mafiosi?). Mal ganz abgesehen von der Problematik bei der möglichen Geburt eines dritten Kindes. Mein Vorschlag: Cora Leona – die Silbenzahl mal außer Acht lassend.

Noch schlimmer aber: Don Hugo lässt sich viel sauberer aussprechen als Mo Vito, der allzu leicht zu einem „Movito“ verschliffen werden dürfte. Kombinationen mit einsilbigen Erstnamen sind diesbezüglich oft etwas schwierig. Als Exkurs: In unserer Stadt lebt eine kleine Liv Grete, möglicherweise benannt nach der norwegischen Biathletin Liv Grete Poirée. Eigentlich ein süßer Name, nur geht mir, seit mich einmal jemand darauf gebracht hat, die „Fischgräte“ nicht mehr aus den Kopf.

Und nun Movito … Eher ein Name für einen Fitnessclub. Jedenfalls springt die klangliche Nähe zu „Move it“ doch sofort ins Auge, oder? Ich sehe „Madagascar“-Trickfilmtiere tanzen zu „I like to move it“. Doch vielleicht gefällt diese bewegte Assoziation van Almsick ja sogar? Mein Mann kam allerdings gleich auf eine ganz andere Schiene: Ihn macht der Name durstig. „Lust auf einen Mojito?“

Mojito © Sergey - Fotolia.com

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