Warum Elias, Jonathan und Rebekka mal sehr unbeliebte Namen waren

Es gibt wohl keine weitere Auflistung von Vornamen, die auf dieser mit „beliebte Vornamen“ betitelten Internetseite mehr fehl am Platz ist, als die Anlage zum Runderlaß des Reichsministers des Inneren vom 18. August 1938. Weil dieses historische Dokument aber bisher noch nicht im Internet verfügbar war, habe ich es trotzdem veröffentlicht. Dr. Christof Rölker von der Universität Konstanz hat es erfasst und zur Verfügung gestellt.

Dabei handelt es sich um eine Liste von Vornamen, die für Juden in Deutschland verbindlich waren. Juden mit anderen Namen mussten Israel beziehungsweise Sara als Namenszusatz führen. Für andere Bevölkerungsgruppen waren die Namen von dieser Liste wiederum verboten.

Weiterlesen

Vornamenhitliste 2008 der Gesellschaft für deutsche Sprache

Heute hat auch die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) die im Jahr 2008 in Deutschland am häufigsten vergebenen Vornamen ermittelt. Zugrunde liegen Meldungen von 170 Standesämtern, wobei alle Regionen und alle Landeshauptstädte, die meisten Großstädte sowie viele kleinere Städte und Ortschaften berücksichtigt werden konnten. Erwartungsgemäß weicht die vorliegende Auswertung wieder von meiner bereits Anfang Januar veröffentlichten Vornamenhitliste ab, da die GfdS nicht zwischen ersten und weiteren Vornamen der Kinder unterscheidet.

Weiterlesen

Prozentuale Anteile der Top-20 Vornamen 2008

Die beliebtesten Vornamen sind gar nicht so häufig, wie viele denken. So heißen nur knapp über ein Prozent der Neugeborenen des Jahrgangs 2008 Hannah oder Leon – und das sind immerhin die häufigsten Namen in der Vornamenhitparade! Der Anteil der Namen auf Platz 100 liegt sogar bei geringen 0,1%, ab Platz 400 fällt der Prozentwert unter 0,02.

Weiterlesen

Randy darf endlich Randy heißen

In der Geburtsurkunde des dreijährigen Randy Hofmann aus Niedersachsen stand bisher „Ein Knabe mit dem Familiennamen Hofmann, der noch keinen Vornamen erhalten hat“, weil das Standesamt den Namen Randy nur in Verbindung mit einem weiteren, geschlechtseindeutigen Namen eintragen wollte. (siehe den Beitrag „Randy als Jungenname abgelehnt„)

Nachdem das Bundesverfassungsgericht kürzlich in einem anderen Fall entschieden hat, dass geschlechtsneutrale Namen das Kindeswohl keineswegs beeinträchtigen (siehe „geschlechtsneutrale Vornamen ohne Zweitnamen erlaubt„), lenkte jetzt auch das zuständige Standesamt Uelzen ein und beurkundete den Vornamen, wie die Allgemeine Zeitung Uelzen berichtet. Herzliche Glückwünsche den beharrlichen Eltern zu Ihrem Erfolg!