
Ich habe in englischen Geburtsanzeigen gestöbert. So wurden Kinder genannt, die in letzter Zeit in England zur Welt gekommen sind:
Arthur John * Pandora Bell * Agnes Iona * Orlando Charles Godolphin * Frieda Alice Benedicta * Goldie Loveday * Augustin William * Daphne Caroline * Martha Sarah Elizabeth * Antigone Wilby Doone * Chloë Roma * Hugo Victor * Liline Mandalou Lechmere * Marina Mary Charlotte * Ophelia Rose Haigh * Albert Alexander Darwin * Margot Elizabeth Blossom * Hugo James * Donald Edward Miles * Matilda Rose * Albert Henry * Kasper John Julian * Christabel Susan Caroline * Matilda Mary Cecily * Rafe Alexander Philip * Horatio Ewen Jack * Frederick Henry Valentine * Arto Piers * Matilda Skye Elizabeth * Elsie Rose * Leonore * Isabella Mary Julie * Millie Lesley * Rafe William Simon Winston * Ottilie Jane * Dora Grace Jean * Beau Reuben Alexander * Lyra Charlotte * Josephine Molly Rose * Edward Thomas Raphael * Ralph Hector Wolfie * Frederick Sasha
Top 100 aus England und Wales
Die am häufigsten vergebenen Vornamen waren letztes Jahr in England und Wales Muhammad und Olivia. Die Mädchennamen Eliana, Gracie, Anaya, Alba, Marnie, Lilah und Frankie sowie die Jungennamen Vincent, Carter, Stanley und Ruben sind neu in den Top 100.
Gleichklingende Namensvarianten wurden für diese Rangliste nicht zusammengefasst.
| Mädchen | Jungen |
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- Quelle der Top 100: Office for National Statistics
- Mehr über englische Vornamen
Ottilie Jane. wird die Ottilie dann deutsch gesprochen?
Dora mag ich und Mandalou klingt auch interessant.
Godolphin klingt irgendwie nach Hogwarts und Harry Potter Welt.
und nach Delphin.
Horatio klingt auch erst nach Hogwarts(Horace Slughorn), dann an Lateinunterricht.
wir sehen: in England kann man ausgefallene Namen vergeben und es ist ok mit der Begründung es sollte nach Harry Potter Welt klingen.
Neulich gelernt: in manchen muslimisch geprägten Kulturen in und um Indien ist es wohl gängig, als ersten Vornamen Muhammad bzw. eine Variante davon zu vergeben, während der „eigentliche“ Vor- und Rufname erst an zweiter Stelle steht. Aus persönlicher Erfahrung (ich arbeite an einer Universität) kann ich sagen, dass unsere indischstämmigen Studenten – und von denen haben wir viele – tatsächlich *alle* (jedenfalls die, die mir bisher begegnet sind) Muhammad mit erstem Vornamen heißen.
Da in England ja sehr viele Menschen mit indischen (pakistanischen, bengalischen) Wurzeln leben, würde das die Häufigkeit von Muhammad und co. natürlich deutlich nach oben treiben, auch wenn die meisten „Muhammads“ im Alltag vielleicht gar keine Muhammads sind.
Ein bisschen wie die inflationäre Vergabe von „Johann“ in den deutschen Landen der frühen Neuzeit, vielleicht …
Heißt natürlich nicht zwangsläufig, dass es daran liegt. Wäre aber möglich.
Das deckt sich mit meinen Erkenntnissen und dürfte auch den Aufschwung des Namens Muhammad mit seinen zahlreichen Schreibvarianten in Deutschland erklären.
In der schottischen Liste fiel mir Romy auf. Das klang in meinen Ohren auf Englisch nich so dolle und habe mich deshalb über die Beliebtheit gewundert. Dann fiel mir ein, dass Schotten, soweit ich weiss, das Zungenspitzen-R sprechen. Die Variante klingt für mich hingegen wieder schön und ich konnte die Namenswahl damit nachvollziehen. Hier habe ich also in der englischen Liste nun nach Romy gesucht und festgestellt, dass die Engländer das wohl genauso sehen wie ich.