Prozentuale Anteile der Top-20 Vornamen 2008

Die beliebtesten Vornamen sind gar nicht so häufig, wie viele denken. So heißen nur knapp über ein Prozent der Neugeborenen des Jahrgangs 2008 Hannah oder Leon – und das sind immerhin die häufigsten Namen in der Vornamenhitparade! Der Anteil der Namen auf Platz 100 liegt sogar bei geringen 0,1%, ab Platz 400 fällt der Prozentwert unter 0,02.

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Randy darf endlich Randy heißen

In der Geburtsurkunde des dreijährigen Randy Hofmann aus Niedersachsen stand bisher “Ein Knabe mit dem Familiennamen Hofmann, der noch keinen Vornamen erhalten hat”, weil das Standesamt den Namen Randy nur in Verbindung mit einem weiteren, geschlechtseindeutigen Namen eintragen wollte. (siehe den Beitrag “Randy als Jungenname abgelehnt“)

Nachdem das Bundesverfassungsgericht kürzlich in einem anderen Fall entschieden hat, dass geschlechtsneutrale Namen das Kindeswohl keineswegs beeinträchtigen (siehe “geschlechtsneutrale Vornamen ohne Zweitnamen erlaubt“), lenkte jetzt auch das zuständige Standesamt Uelzen ein und beurkundete den Vornamen, wie die Allgemeine Zeitung Uelzen berichtet. Herzliche Glückwünsche den beharrlichen Eltern zu Ihrem Erfolg!


Bürokratieärger wenn der Vorname fehlt

Die Heilbronner Stimme berichtet über Probleme des Standesamtes mit Menschen ohne Vornamen. Während das deutsche Namensrecht eindeutig zwischen Vor- und Nachnamen unterscheidet, ist diese Systematik in vielen Kulturen unbekannt.

So gibt es in arabischen Ländern die Praxis, einen Eigennamen zu führen, der von den Eigennamen des Vaters und des Großvaters gefolgt wird. Bei Tamilen bekommen Neugeborene zuerst den Vaternamen und dann einen Eigennamen. Bei der Einbürgerung in Deutschland darf der Betroffene dann selbst entscheiden, welcher Name sein Vor- und welcher sein Nachname werden soll.

Indonesier, die oft ausschließlich einen Eigennamen haben, können sich bei der Einbürgerung einen deutschen Familiennamen aussuchen.


Michelangelo aus Hamburg

Die Eltern des kleinen Michelangelo, der kürzlich im Hamburger Albertinen-Krankenhaus zur Welt gekommen ist, scheinen für ihren Sohn eine künstlerische Laufbahn im Sinn zu haben. Schließlich steht dieser Name für einen der bekanntesten Künstler der Renaissance: Michelangelo Buonarroti. Der italienische Maler, Architekt und Bildhauer ist nicht zuletzt berühmt für seine Ausgestaltung der sixtinischen Kapelle in Rom.

Obwohl, ähem, räusper – was stand da nochmal genau im Hamburger Abendblatt?

Es ist sein erlösender Schrei, der um 23.15 Uhr aus Kreißsaal 2 dringt: “Er ist da!” Er, das ist Michelangelo (“Nach den Ninja Turtles!”) Jovanovic, in der 35. Woche zu früh geboren und mit 1840 Gramm 800 bis 1000 Gramm zu leicht.


Max-Philipp an Bord

Die Website von Ralph Ruthe besuche ich regelmäßig, denn unter der Überschrift SHIT HAPPENS veröffentlicht er täglich einen neuen Cartoon. Heute ist endlich mal was mit Vornamen dran, so dass ich einen Anlass gefunden habe, den Zeichner ins Blog zu holen!

(c) ruthe.de
Aufs Bild klicken, um den ganzen Max-Philipp-Cartoon zu sehen!


Babynamen der Woche 08/2009

Annika * Felix Georg * Menaja * Bréda Margaret * Lendrit * Sarah Viktoria * Johannes Stefan * Iskia * Elias-Daniel * Anjana Celine * Rim * Rosa Marlies * Mikail * Jounes-Wahib * Erdonis * Siti Mariah * Norris Florentin * Manon * Leopold * Xenia Sylvia * Tristan Parzival * Chayenne Brigita * Kris Ottfried * Marie-Laura * Jonas Louis Carlos * Emma * Leon Maximilian * Meryem * Felicia Sue * Pauline * Tim Jerko * Jasmin Eva Maria * Franz Ferdinand * Serafina * Lariss * Morticia * Sarah Marie * Jake

Zwillingspaar der Woche

Lennart und Leon

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Vornamen von Einwanderern als Indiz für ihre Integration

Auf die soziologische Studie des FU-Berlin-Professors Jürgen Gerhards, der zufolge türkische Migranten verhältnismäßig selten in Deutschland gebräuchliche Vornamen vergeben, war ich vor einigen Tagen schon eingegangen. Als Hauptursache sieht Gerhards nicht mangelnde Integrationsbereitschaft, sondern die Zugehörigkeit zu einer anderen Sprachfamilie. Ferdinand Knauß hält diese Interpretation für fragwürdig, wie er im Handelsblatt erläutert:

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