7 Namen 7 Fakten: Frei aus Freiberg

Frei

In der Stadt Freiberg in Sachsen hat ein Junge den Vornamen “Frei” bekommen. Die aus China stammenden Eltern wollen damit ihre Liebe zu ihrer Wahlheimat ausdrücken. Auf Chinesisch bedeutet Frei „das Glück kommt“. Den Namen für ein zweites Kind haben die Eltern auch schon ausgesucht: Es soll “Berg” heißen. (Sächsische Zeitung)

Mirtel

In der Vornamenhitliste aus Estland stehen gar nicht so viele ungewöhnliche Namen. Platz 4 bei den Mädchennamen allerdings ist schon eine Überraschung: Mirtel. Ich kannte Mirtel bisher als männlichen Vornamen.

Zarabeth

Aus zwei bewährten Namen einen neuen Vornamen zu bilden ist ein neuer Trend. Dachte ich, bis ich den Namen Zarabeth entdeckt habe; zusammengesetzt aus Zara und Elizabeth. Zarabeth hieß eine Figur in der Serie Star Trek (Raumschiff Enterprise) aus dem Jahr 1969.

Rauf

Rauf ist ein männlicher muslimischer Name, der “gnädig, teilnahmsvoll” bedeutet.

Miclantecutli

Ein männlicher Vorname spanischer Herkunft. So ist es im”Internationalen Handbuch der Vornamen” verzeichnet.

Anela

Die südafrikanische Volksgruppe Zulu kennt den Namen Anela mit der Bedeutung “zufrieden sein”.

Souvenir

Das Standesamt von Lindau am Bodensee hatte 1962 den Vornamen “Souvenir” (französisch “Erinnerung”) für das Kind einer Französin zugelassen. Als sie zwei Jahre später ihr zweites Kind “Deuxième Souvenir” nennen wollte, wurde dieser Wunsch aber verwehrt. (Der Spiegel)

2011er Namen mit L

Buchstabe L blauDer häufigste Anfangsbuchstabe aller Vornamen des Jahrgangs 2011 ist wieder das L (14,3% aller Jungen und 19,0 % aller Mädchen tragen einen Vornamen, der mit L beginnt). Auch sonst hat sich bei der Verteilung der Anfangsbuchstaben gegenüber 2010 praktisch nichts geändert, ich spare mir darum die detaillierte Aufstellung.

Hier alle L-Vornamen, die mindestens drei Mal in meiner 2011er Sammlung vorkommen:

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7 Namen 7 Fakten

Schneewittchen

Das „Internationale Handbuch der Vornamen“ genießt in vielen Standesämtern ein großes Ansehen: Namen, die darin stehen, werden dort auf jeden Fall beurkundet; Namen, die in dem Verzeichnis fehlen, werden häufig abgelehnt. Mancherorts hat das Vertrauen in das Buch allerdings nachgelassen. Entweder, weil aus Sparsamkeitsgründen die neueste Auflage nicht verfügbar ist. Oder aber, weil es doch den einen oder anderen zweifelhaften Eintrag gibt. Einer der zweifelhaftesten ist „Schneewittchen“.

Bali

Ortsnamen als Vornamen sind ja eigentlich nicht zulässig. Mit einer kleinen List klappt es manchmal trotzdem. Bali zum Beispiel ist ein sowohl männlicher als auch weiblicher afrikanischer Name und bedeutet in der Sprache Swahili „gegensätzlich”.

Esenosarumensemwonken

Der längste Vorname der Welt? Auf jeden Fall der längste Name, der am namenkundlichen Zentrum der Uni Leipzig jemals bestätigt worden ist. Der Name Esenosarumensemwonken kommt aus Nigeria und bedeutet in etwa „die Bitte an Gott (zu geben) wurde erfüllt oder gefällt“.

Jejomar

Jejomar ist aus den Abkürzungen für JEsus, JOsef und MARia zusammengesetzt und auf den Philippinen als Vorname gar nicht so ungewöhnlich.

Feige

Aus dem jiddischen Feygl (bedeutet “Vogel”) entstand der jüdische Mädchenname Feige. Aus den Niederlanden ist Feige auch als männlicher Vorname überliefert. In Deutschland würde ich weder Mädchen noch Jungen so nennen …

Jilliane

Die amerikanische Autorin Jilliane Hoffman ist anscheinend beliebt, ich habe ihr Buch jedenfalls im Bestsellerregal beim Buchhändler entdeckt. Das Buch hat mich nicht so interessiert, um so mehr aber der Vorname der Autorin. Einerseits wirkt der Name Jilliane sehr “normal”, andererseits kommt er nur sehr selten vor; die Variante Jillian ist schon eher verbreitet.

Nakusa

Nakusa ist in Indien ein häufig vergebener Mädchenname und bedeutet in der Sprache Hindi “ungewollt”. Tatsächlich mögen viele Eltern in Indien lieber Söhne als Töchter, nicht zuletzt wegen des Brauchs, die Brauteltern für die ausufernden Kosten des Hochzeitsfests aufkommen zu lassen.