Neue und alte Tipps zur Namensfindung

Listen, Listen, Listen. Am Anfang gab es auf beliebte-Vornamen.de nur Listen: Hitlisten der häufigsten Vornamen und seltene Vornamen.

Mit der Zeit steckte ich immer tiefer im Vornamenthema drin und kannte mich schon ein bisschen aus und traute mich, mal einen richtigen Text zu veröffentlichen mit Tipps zur Namensfindung. Vor zehn Jahren, im Juni 2003, ist die erste Fassung des noch immer viel gelesenen Beitrags erschienen. Die meisten dieser Tipps sind als Anregung zu verstehen und keineswegs verbindliche Anweisungen – ob Namen sich reimen sollten oder nicht, ob ein kurzer Vorname schöner ist oder ein langer: es kommt immer auf den Einzelfall an, welcher Vorname am besten zum jeweiligen Kind passt.

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Erna – keine Witzfigur

Erna ist nicht gerade im Gespräch. Ganz im Gegenteil. Die einzige Erna, die in den Medien auch nur am Rande vorkommt, ist Erna Klum, Mutter von Heidi. Wobei bemerkenswert ist, dass eines der Klum-Kinder mit Zweitnamen nach Opa Günther heißt, aber keines Erna. Von den „bekannten Namensträgerinnen“, die Wikipedia auflistet, kenne ich überhaupt nur eine vom Hörensagen: Erna Strube, mir bislang nur bekannt als Joy Fleming. Und ehrlich gesagt bin ich nur auf den Namen gekommen, weil der 75. Geburtstag unserer Tante Erna (verheiratet mit Onkel Werner!) anstand und es hieß: „Such doch mal was zu ihrem Namen raus“.

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Auch jüdische Vornamen folgen Trends

Welchen Trends jüdische Vornamen folgen und wie sich politische Entwicklungen auf die jüdische Namensgebung auswirken: das erläutert Barbara Goldberg in der vom Zentralrat der Juden in Deutschland herausgegebenen Wochenzeitung „Jüdische Allgemeine“: Hannah, Sarah, Ben, Elias – Auch jüdische Vornamen folgen Trends und politischen Entwicklungen.

Mit Ben, Elias und Hannah gehören drei jüdische Vornamen zu den aktuellen Top 10 der beliebtesten Babynamen Deutschlands. Es sei „auch unter Nichtjuden in Deutschland schick geworden, den Nachwuchs auf einen jüdischen Namen zu taufen.“ folgert die Autorin zu Recht. Ihre Bemerkung „In Kitagruppen und Schulklassen gibt es meist mehrere Davids, Benjamins, Miriams und Sarahs“ ist allerdings Blödsinn.

Auch in Israel befindet sich die jüdische Vornamenmode im Wandel. Die modernen israelischen Vornamen besitzen Bedeutungen, die mit den klassischen jüdischen Namen nichts mehr gemein haben. Näheres erklärt Oren Geller im Beitrag „Moderne Vornamen in Israel“.

Dreimal Charlotte

Seit 2009 schon steht Mia auf Platz 1 der Mädchennamen. Wenn ich mich allerdings in meinem (kinderreichen) Umfeld umschaue, komme ich nur auf eine einzige kleine Mia, die ich über drei Ecke „kenne“. Der gefühlt häufigste Mädchenname ist ein anderer: Charlotte – da fällt mir locker ein halbes Dutzend ein.

Zeigen sich hier etwa Einflüsse von „Sex and the City“? Oder doch von übermäßiger Goethe-Lektüre (Werthers Lotte)? Jedenfalls: Eine Häufung, die ergründet werden will! Ich habe mit drei Charlotte-Müttern gesprochen, alle wohnhaft im Raum Hamburg. Ihre Töchter sind zwischen Ende 2007 und 2008 geboren. Schon interessant: Charlotte (zuletzt auf Platz 25) erreichte 2008 bundesweit Platz 26 in Hamburg aber Platz 8! Noch verrückter nach Charlotte waren nur die Berliner (Platz 3).

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Alt und alt gesellt sich gern?

Beginnen wir mit etwas Denksport: Stellen Sie sich vor, es wäre Ihr Wunsch, Ihrem Sohn den Namen Ihres Opas oder Uropas als Zweitnamen mitzugeben. Nehmen wir dazu an, es handle sich um einen eher „mutigen“ Namen. Zum Beispiel um Wilhelm. Wilhelm erreichte 2012 in den Erstnamen-Charts Platz 312. Als Zweitname schaffte er es dagegen sogar auf Platz 72, was wohl zweierlei beweist: Zweitnamen genießen größere Narrenfreiheit. Und nicht wenige Eltern bejahen heute Familientradition.

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