44, Scotland Street

Aus einem Fortsetzungsroman in der Tageszeitung „The Scotsman“ über das Leben einiger (fiktiver) Einwohner der schottischen Stadt Edinburgh ist eine erfolgreiche Buchserie geworden. So erfolgreich, dass mittlerweile vier Bände sogar ins Deutsche übersetzt worden sind: Die Rede ist von „44, Scotland Street“ von Alexander McCall Smith und der Star der Serie ist Bertie, ein fünf Jahre alter Junge, der Saxophon spielt und italienisch lernt. Statt Yoga zu machen würde er viel lieber mit anderen Kindern spielen, aber seine Mutter ist sehr ehrgeizig …

Auch in der Schule hat es Bertie nicht immer leicht, wie wir im vierten Band „Tür an Tür in der 44 Scotland Street“ erfahren:

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Namengebung ohne allen Sinn und Verstand

Das in unserer Zeit bei der Namengebung ohne allen Sinn und Verstand verfahren werde, haben verständige Männer längst gerügt.

Allein die altmodische Formulierung lässt darauf schließen, dass dieses Zitat schon etwas älter ist – für die These gibt es auch „in unserer Zeit“ viele Anhänger!

Gefunden habe ich diesen Satz in der Novelle „Michel. Geschichte eines Deutschen unserer Zeit“ von Johannes Scherr aus dem Jahr 1858. Im folgenden Abschnitt diskutieren die Eltern über den Namen ihres Sohnes:

Große Debatte über den unglückseligen Namen Michel

»Du weißt, es hat mich stets geärgert und gekränkt, daß unser Bub den unglückseligen Namen Michel führt …«
»Warum nicht gar!«
»O, du weißt es wohl. Du solltest auch noch nicht vergessen haben, wie tödlich ich erschrak, da ich, als ihr den Täufling aus der Kirche zurückbrachtet, erfahren mußte, daß du ihm als ersten Namen Michel gegeben habest und erst als zweiten den Namen Siegfried, wie sein Pate, mein Bruder selig, hieß.«
»Alte Geschichten, Trudchen, alte Geschichten. Im übrigen hab’ ich nie begreifen können und begreife auch jetzt noch nicht, wie du gegen den ehrlichen Namen Michel eingenommen sein konntest und kannst.«

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Die Namenswahl bei Madame Bovary

Der französische Schriftsteller Gustave Flaubert hat mit seinem 1856 veröffentlichten Roman „Madame Bovary – Ein Sittenbild aus der Provinz“ ein bedeutendes Werk der Weltliteratur geschaffen. Bedeutend auch für Vornameninteressierte, denn Flaubert beschreibt darin, wie die Hauptfigur Emma Bovary auf den Namen ihrer Tochter gekommen ist:

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Wie Marlon zu seinem Namen gekommen ist

Mit viel Humor erzählt Thomas Scholtyssek in Achterbahn zum ersten Milchzahn, wie er sich dem Abenteuer „Vater werden“ gestellt hat. Ein wichtiges Anliegen ist es dem Autor, den Lesern auch seine Erfahrungen mit dem „HELLP Syndrom“ (Schwangerschaftsvergiftung) weiterzugeben.

Hier eine Leseprobe, in der es um die Namenssuche geht:

Beim Thema Geschlecht waren wir uns einig, Hauptsache gesund, wobei Nicole eindeutig eher in Richtung weibliches Geschlecht tendierte, weil man Mädchen laut ihrer Aussage ja soooo schön anziehen kann und sie viel mehr Mädchen- als Jungennamen zur Auswahl hätte. Ich tendierte natürlich in Richtung männliches Geschlecht, weil man mit Jungen aus meiner Sicht viel besser Sport machen kann, besonders Fußballspielen, und die Namensauswahl erheblich leichter fällt. So saßen wir also etwas angespannt bei ihrem Frauenarzt im Wartezimmer. Ich natürlich noch nervöser als Nicole, denn wann besucht man als Mann schon die Praxis eines Frauenarztes?

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Vornamen in Tom Liehrs Radio Nights

Gerade habe ich das Buch Radio Nights meines neuen Lieblingsautors Tom Liehr fertig gelesen. In einem Abschnitt geht es auch um die Vornamen der Protagonisten:

Sie hieß Lydia, wurde von ihren Freunden Liddy genannt, was sie nicht besonders mochte, aber immerhin noch mehr als ihren richtigen Vornamen, der ihrer Meinung nach etwas alt, hausbacken, unrichtig klang, einfach nicht zu ihr paßte. Als ich ihr erklärte, daß ich Donald heiße und Donny genannt werde, unterdrückte sie auf unglaublich charmante Art ein Lachen.

Als Geburtsjahr der Romanhelden Donald und Lydia hat der Autor den Anfang der 1960er Jahre bestimmt, üblich waren damals eher Susanne, Sabine, Thomas und Andreas.

Harry Potter: Namen der Romanfiguren

Zugegeben, ich habe mich nicht selbst durch die gesammelten Werke von Joanne K. Rowling gearbeitet, um systematisch die Vornamen herauszuschreiben, sondern einfach die Harry Potter-Fans in meinem Bekanntenkreis gefragt. Auf Harry, Ron und Hermine bin ich aber doch von allein gekommen!

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