13 plus 4

13 Kinder, eine Vierlingsschwangerschaft, eine 65-jährige Mutter: An den Schlagzeilen um eine Berlinerin im Rentenalter, die derzeit Kind 14 bis 17 erwartet, kam man in dieser Woche kaum vorbei. Annegret heißt die Dame, die von Beruf Lehrerin und alleinerziehend ist. Viel wurde schon über sie gesagt und geschrieben, mich interessiert an der Story aber vor allem eines, mal abgesehen vom hoffentlich möglichst guten Ausgang: wie ihre (bisherigen) Kinder heißen.

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Vor- und Nachname zusammen, ein Gesamtkunstwerk fürs Leben

Wenn’s hochkommt, stehen für ein Kind zwei Nachnamen zur Wahl: Mamas Name, Papas Name, that’s it. Das ist allerdings kein Grund, den Nachnamen bei der Namenssuche nicht weiter zu beachten. Tatsächlich kann er sogar das Zünglein an der Waage sein.

Sein Bart ist ellenlang, der Witz aber trotzdem nicht totzukriegen: Irgendjemandem fällt immer eine Claire Grube ein, wenn über verfängliche Namenskombinationen gesprochen wird („So heißt die Tochter vom Schwippschwager meiner Nachbarin, ehrlich wahr!“). Oder ein Axel Schweiß. Haha.

Ein Körnchen Wahrheit steckt aber doch darin: Vor- und Nachname zusammen sind eine Art Gesamtkunstwerk, das Ihr Kind über viele Jahre, oft sogar sein Leben lang begleitet. So verliebt Sie in einen Vornamen sein mögen, prüfen Sie das Zusammenspiel mit dem Nachnamen. Falls Sie zwischen mehreren Namen (oder Schreibweisen) schwanken, kann der Nachname ein guter Entscheidungshelfer sein. Dazu ein paar Gedankenanstöße:

Sofi-Baby, schau nicht in die Sonne!

Aus aktuellem Anlass fiel mir heute der allererste Text wieder ein, den ich je über Vornamen geschrieben habe. Er entstand schlappe 13 Jahre bevor ich bei beliebte-Vornamen.de meinen Einstand hatte, im August 1999, und trug den Titel „Sofi-Baby“. Ja, Sofie ohne e. Thema war natürlich die „SoFi“ genannte totale Sonnenfinsternis am 11.8.1999, die einen enormen medialen Wirbel auslöste und für die von Nostradamus gar „ein Schreckensfürst“ – der Weltuntergang?! – prophezeit worden war.

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Frech wie Oskar

„Wir hätten gern was Freches“, so oder ähnlich lese ich es immer mal wieder, wenn im Netz nach dem einzig wahren Kindernamen geforscht wird. Finde ich sehr interessant. Ob man wohl feststellen könnte, wann der Wunsch nach frechen Namen – die schon damals so empfunden wurden – aufgekommen ist? In den antiautoritären 70ern vielleicht? Und ebbt der Wunsch womöglich je nach weltpolitischer Lage mal wieder ab? Jedenfalls: Heute behauptet er sich wacker zwischen „Wir suchen was Traditionelles“, „Wir suchen was Individuelles“ und „Hauptsache Englisch!“.

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Mein seltener Name und ich: Amrei

Dass Amrei (knapp 20) aus München mir von den Erfahrungen mit ihrem Namen berichtet, freut mich ganz besonders. Echte Namensfreaks können sich schon denken, weshalb, allen anderen sei verraten: Amrei ist eine eher in Süddeutschland sowie in der Schweiz gebräuchliche Kurzform meines Vornamens, Annemarie, und passt somit eigentlich sehr gut in den aktuellen Trend, Koseformen als eigenständige Namen zu vergeben – siehe etwa Leni.

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