Babyname gesucht mit europäisch / ostafrikanischer Herkunft

Hallo zusammen,

wir erwarten bald einen Sohn und finden es leider sehr schwer, uns auf einen Jungennamen zu einigen. Daher würden wir uns über eure Unterstützung bei der Namensfindung sehr freuen.

Die Herkunft des Kindes ist zum Großteil europäisch (deutsch mit sehr leichten Einflüssen aus Frankreich und Polen) und zu einem Viertel ostafrikanisch (eritreisch/äthiopisch – die Familiensprachen sind Tigrinya und Amharisch, welche u.a. mit dem Arabischen und dem Hebräischen verwandt sind). Wir sind relativ international geprägt und vernetzt, wohnen zurzeit im Ausland, planen aber, das Kind in Deutschland (Rhein-Main-Gebiet) großzuziehen.

Als Kriterien haben wir uns Folgendes überlegt:

  • Der Nachname (ein reales deutsches Wort mit schöner Naturbedeutung) beginnt mit K und ist konsonantenreich, sodass wir gerne einen klangvollen Vornamen hätten.
  • Keinen Top 20-Namen oder Trendnamen.
  • Der Name sollte im Deutschen, Englischen und in Tigrinya/Amharisch einigermaßen gut aussprechbar sein.
  • Keinen sehr „gewöhnlichen“ deutschen Namen.
  • Gerne Namen, die (für Laien) vom Klang/Ursprung her nicht eindeutig einem Kulturkreis zuzuordnen sind.
  • Der Name sollte ein erfolgreiches Leben und Arbeiten in Deutschland und anderen Ländern nicht unmöglich machen.

Unsere aktuelle Liste:

  • B.runo
  • M.inas
  • R.afael
  • Y.aron (oder die eingedeutschte Schreibweise J.aron)

Der Name M.inas wird in Eritrea/Äthiopien vergeben, hat aber keinen eritreischen/äthiopischen Ursprung. (Es ist der Name eines Heiligen aus der dort verbreiteten orthodoxen Kirche. Wir sind allerdings nicht religiös.)

R.afael finden wir beide ganz schön, aber wir fragen uns zurzeit, ob er uns nicht als Zweitname besser gefällt. (Der Erstname soll Rufname werden.)
Weitere Namen, die je nach Erstname als Zweitnamen in Frage kommen (sehr bunt):

  • B.o
  • E.phraim/E.frem
  • I.vo
  • J.ovan
  • K.amil
  • K.arim
  • K.onstantin
  • M.axim
  • M.inas
  • Y.aron/J.aron

Als Nachbenennung aus der Familie kommt eigentlich nur H.ans in Frage, aber höchstens in abgewandelter Form (J.ovan, I.vo).

Wir freuen uns über Feedback zu den Namen auf unserer Liste, und weitere Vorschläge (für Erstnamen, Zweitnamen und Kombinationen)!

Eine Freundin von uns denkt, dass B.runo dieses Jahr deutlich beliebter wird aufgrund des Disney-Films „Encanto“ mit dazugehörigem Hit „We don’t talk about Bruno“, der wohl die Rekorde der Eiskönigin gebrochen hat. Sie geht davon aus, dass der Name – ähnlich wie Elsa – in Zukunft mit dem Disney-Film assoziiert wird und Leute einen damit aufziehen werden, dass man den Namen danach ausgewählt hat. Seht ihr dieses Risiko auch?

39 Gedanken zu „Babyname gesucht mit europäisch / ostafrikanischer Herkunft“

  1. Hier ein paar beliebte Namen aus Eritrea / Äthiopien, die auch in Deutschland funktionieren:

    Amanuel
    Amaniel
    Abraham
    Bela
    Iram
    Eremias
    Ermias
    Tayo
    Marlec
    Rimon
    Luam
    Aaron
    Jamon
    Kidan
    Jared
    Samy
    Samuel
    Daniel
    Emanuel
    Dawit
    Hanes
    Jonathan
    Yonas
    Ayon
    Abel
    Dimon
    Simon
    Filmon
    Yohannes
    Dan
    Isak
    Mero
    Teo
    Adam
    Philmon
    Mika
    Barack

    Antworten
    • Vielen Dank für diese tolle Liste!

      Viele der Namen hatten wir schonmal besprochen und ausgeschlossen, weil sie dem Elternteil ohne eritreisch-äthiopische Wurzeln nicht gefallen haben, oder weil es die Namen bereits in der Familie gibt.

      Aber es sind auch ein paar Neue dabei, mal sehen, ob davon welche uns beiden gefallen!

  2. Mein Favorit ist Jaron. Minas ist neu und für mich durch die Vokale sehr hell-kindlich, aber etwas Neues und dennoch zugänglich. Bruno gefällt, auch wenn die Toter-Bär-Assoziation sich nicht abschütteln lässt.

    Von den Zweitnamen mag ich Ephraim und Kamil, würde von letzterem aber wegen des Nschnamens eigentlich eher Abstand nehmen.

    Jaron Amaniel K.
    Jaron Ephraim K.
    hat einen schönen Sprechfluss.

    Ich möchte noch vorschlagen:

    Ariam/-n
    Nathanael
    Noham

    Antworten
    • Danke für das Feedback und die Vorschläge!

      Nathanael gibt es so ähnlich in der Familie.
      Bei Noham muss ich an „no ham“ (engl. „kein Schinken“) denken Die Variante Noam gefällt uns ganz gut, auch wegen Noam Chomsky. (Wir würden ihn trotzdem deutsch aussprechen.) Aber in die engere Auswahl kam er bisher noch nicht…
      Ariam kenne ich bisher nur als weiblichen Vornamen…Arian wiederum erinnert uns zu sehr an arisch.

      Trotzdem alles schöne Namen!

  3. Statt neuer Vorschläge, hier Gedanken zu Eurer Namensliste.

    Also, die Namen wirken alle deutschlandtauglich/aussprechbar.

    Finde sie eigentlich alle sehr schön.

    Minas spricht mich an; orthodoxe Heiligennamen mag ich sehr, und wenn das dann noch Bezug zum kulturellen Hintergrund hat, finde ich den Namen sehr gut. Minas Rafael–das wäre jetzt mein Vorschlag.

    Den Namen Kamil mag ich sehr. Kann sein, dass in Deutschland jemand auf die Idee kommt, mit „Kamel“ zu hänseln, doch es gibt Schlimmeres. Kamil–denke natürlich an Kamille, was eine angenehme Assoziation ist. Den Namen kenne ich aus Polen und Frankreich (wo Camille ja früher auch ein männlicher Name war). Wenn Euer Nachname recht konsonantenreich ist, ist Kamil vielleicht ein schöner, blumiger Ausgleich. Kamil Rafael–auch das hört sich gut an.

    Yaron Rafael fände ich auch hervorragend. Ich würde den Namen Yaron schreiben, da das J in vielen Sprachen, auch im Englischen und Französischen, ja anders gesprochen wird als das Y. Mit einem Y ist dann in fast allen Sprachen die Aussprache eindeutig, und dass wäre mir bei einer multikulturellen Familie sehr wichtig.

    Also, hier meine Top 3:
    Minas Rafael
    Kamil Rafael
    Yaron Rafael

    Antworten
    • Vielen Dank für dein schönes Feedback, das ist hilfreich!

      Was denkst du denn zu Bruno? 🙂

    • Bruno finde ich auch sehr schön, und der Name ist recht international und zumindest in der westlichen Welt praktisch überall problemlos.

      Frage mich gerade, ob ich Rafael dazu passend fände. Ein bisschen stört mich, dass der Erstname mit BR anfängt, und dann der Zweitname nur mit R, was dann wie ein unvollständiger Nachhall der dramatischen Konsonantenballung BR wirkt. Aber das ist vielleicht überempfindlich. Auch Bruno Rafael ist grundsätzlich machbar.

      Auch Maxim, Jovan, Ephraim/Efrem, Konstantin, usw. finde ich alle von Euch hervorragend ausgewählt, auch gerade für Euren interessanten, komplexen Familienkontext. Nur Bo sagt mir ehrlicherweise nicht zu.

  4. hallo! mir gefällt bruno sehr gut und ich finde, er passt zu all euren kriterien. die disney-assoziation würde mich persönlich nicht davon abhalten, ihn zu nehmen. olaf der schneemann hat uns schliesslich auch keinen olaf-namensboom beschert.

    minas ist mir persönlich zu feminin, kenne zu viele kleine weibliche minas. (Arbeite an einer Schule in einer deutschen Großstadt)

    an rafael würde mich stören, dass es auch die schreibweise raphael gibt und man häufig buchstabieren müssen wird.

    jaron (yaron) ist ein absoluter trendname, kenne mehrere Jarons (alter 0-13) – trendiger als bruno allemal.

    der erste name, der mir für euch einfiel war: MOSES .
    international, eindeutig, maskulin, klassisch, nicht in den top 100. spitzname MO macht ihn noch internationaler.

    weitere ideen:

    hugo
    felix
    arthur
    benjamin
    victor
    bram
    amos
    ari
    balthasar
    ezra
    florin
    ferris
    levi
    remy
    robin
    roman
    rufus
    salomon
    silas
    stellan
    neo
    rio
    idris

    viel erfolg!

    Antworten
    • Danke für dein Feedback, deine Einschätzung, und die Ideen!

      Interessant, dass du Jaron als trendiger einschätzt als Bruno. Wir kennen beide weder kleine Brunos noch kleine Jarons, aber laut Knuds Analysen ist Bruno deutlich häufiger (2021 war Bruno auf Platz 88 und Jaron auf Platz 149) und beide Namen haben in den letzten zehn Jahren an Beliebtheit gewonnen.

      Moses ist ein sehr cooler Name! Passt klanglich leider nicht gut zum Nachnamen, und im Raum Frankfurt wegen der Assoziation zu Moses Pelham (Moses P) für mich keine Option.

      Von den anderen Namen kannten wir einige schon, den Rest gehen wir mal gemeinsam durch 🙂

    • Ich bin zwar nicht zoë, aber für mich wäre Jaron dadurch trendiger als Bruno, weil er hierzulande noch neu ist. Bruno ist dagegen ein Retroname, von dem es auch ältere Vertreter gibt oder gab. O.k., man kann auch vom Retronamentrend sprechen … 😉 Jedenfalls ist bei Jaron vor ein paar Jahren eine ganz neue Mode aufgekommen, der sich schnell immer mehr Leute angeschlossen haben, während man bei Bruno immer noch sagen kann, „Mein Opa hieß schon so“, „Familientradition“ o.ä. – Entfernt erinnert Jaron auch an Jason, deshalb ist die Schreibung Yaron ganz clever für eine eindeutigere Aussprache.

      Mir selbst würde übrigens Jovan besser gefallen als Jaron 🙂 Bruno ist auch schön. Ein beliebter Bären- und auch Hundename, aber das muss ja nicht störend sein. Den Disney-Film kenne ich nicht, da mein Kind aus dem Alter raus ist. Längst nicht alle Disney-Filme erlangen so extreme Bekanntheit wie „Frozen“ mit Elsa und sind später so allgegenwärtig in Form von Merchandising-Kram, da würde ich mir eher keine Gedanken machen.

    • Ich wusste gar nicht, dass es für Disney-Filme eine Altersbeschränkung gibt. Schade, ich wollte den Film eigentlich heute gucken, aber das geht ja dann nicht.

    • 🙂 Sie interessiert sich derzeit einfach nicht mehr so dafür und ich auch nicht. Dabei bin ich noch als Studentin alljährlich in den neuesten Disney-Weihnachtsstreifen gegangen. Wir haben neulich allerdings als Familie „Sing 2“ (kein Disney, aber zumindest auch Zeichentrick) angesehen.

    • Das ist eine gute Frage, Knud 🙂

      Für mich ist ein Trendnamen ein Name, der beliebter wird und von dem man ausgeht, dass er in Zukunft deutlich beliebter wird. Oder ein Name, den viele Eltern gleichzeitig auswählen, weil sie denken, dass er ungewöhnlich/selten ist, und dadurch wird er dann immer beliebter.

      Die Situation, die ich gerne vermeiden möchte, ist zu denken, ich habe einen ausgefallenen Namen gewählt, um dann auf dem Spielplatz oder in der Schule 5 andere Kinder mit dem gleichen Namen zu haben. Ähnlich wie bei einem vermeintlich ausgefallenen Kleidungsstück oder einer neuen Frisur, die dann plötzlich alle tragen.

      Vor 3-4 Jahren dachte ich, dass Mateo ein in Deutschland ungewöhnlicher Name ist – bis ich in die Hitlisten geguckt habe. Und jetzt ist er auf Platz 1. Das passt auch zu Annemaries Wahrnehmung, dass ein Name ohne Tradition in Deutschland schneller trendig wirken kann, weil man nur die Assoziation zu kleinen Kindern hat, die plötzlich mit dem Namen rumlaufen. Allerdings gibt es in unserem Fall auch keine Vorfahren, die Bruno hießen.

      Den Disney-Film haben wir uns nach dem Hinweis unserer Freundin angeschaut. Er ist schön und das Lied sehr ohrwurmig. Hier mal ein Bericht zum Erfolg des Films und des Lieds: https://www.digitec.ch/de/page/encanto-musik-bricht-rekorde-das-ist-nicht-mal-let-it-go-gelungen-22696

      Übrigens hab ich auf der Arbeit (in einem internationalen Unternehmen) auch schon „We don‘t talk about Bruno“-Witze gehört, als ein Kollege namens Bruno vor kurzem Geburtstag hatte…

    • Das ist eine brauchbare Definition. Matteo war demnach vor ein paar Jahren ein Trendname, aber jetzt ist er es nicht mehr.
      Die Frage bewegt wohl viele, welcher außergewöhnliche Name in Zukunft gewöhnlich wird. Sehr schwierig zu beantworten, aber ich versuche es immer wieder.

    • Danke euch beiden. Wir sind die unterschiedlichen Varianten von Kamil schonmal durchgegangen, und uns gefällt Kamil eindeutig am besten. Die Betonung liegt dabei auf der ersten Silbe. Wir kennen ein Paar mit multikulturellen Wurzeln, das eine Weile in Deutschland gewohnt hat und einen Sohn namens Kamil hat. Sie meinten, dass es viele positive Reaktionen und keine Probleme mit der Aussprache gab.

  5. Ich finde Y.aron/J.aron zu Euren Ausführungen besonders passend – wenn dazu der Nachname auch noch ein zum Anfangs-Y/J besonders passendes I und vielleicht sogar ein in einer Konsonantenballung enthaltenes r haben sollte, dann umso mehr. Die Bedeutung des Namens ist toll. Bei den meisten Eurer Zweitnamen würde mir die Gesamtkombination doch zu sehr ins religiöse gerückt werden, sodass ich mich aus Eurer Auswahl für Y.aron/J.aron I.vo K. entscheiden würde.

    Antworten
    • Der Nachname hat weder das Eine noch das Andere, aber Yaron/Jaron klingt trotzdem sehr gut dazu 🙂

      Ivo überzeugt den Vater noch nicht so ganz…Yaron/Jaron Maxim K. wäre noch eine nicht so religiös klingende Option.

      Danke für dein Feedback!

    • Maxim überzeugt mich zu Y.aron/J.aron aus mehreren Gründen nicht: a) für mich ist Maxim stark mit dem slawischen Kulturkreis assoziiert und dadurch, dass Y.aron/J.aron hierzulande nicht verwurzelt ist, würde ich persönlich beim Lesen der Kombination Y.aron/J.aron M.axim von einer Herkunft aus diesem Kulturraum ausgehen – und so eine Zuschreibung wolltet ihr ja eigentlich vermeiden?!, b) M auf n mag ich persönlich nicht so und c) auch zweimal fünf Buchstaben ist nicht so meins.

      Da ihr die Endung „im“ offensichtlich sehr mögt: wie wäre es denn mit Y.aron/J.aron Tim? Ich finde, die beiden Namen ergänzen sich assoziativ wirklich gut.

    • Ich mag, wie du Namen analysierst! Yaron Tim passen tatsächlich gut zusammen, leider gefällt uns Tim nicht so gut. Vielen Dank trotzdem!

    • Danke ☺️.

      Wie findet ihr Ya.ron / Ja.ron Ca.mil.lo?

      An sich finde ich Kamil einen interessanten Namen, allerdings ist er mir zu ähnlich an Kamel. Bei Camillo bin ich bei Kamille und Don Camillo. Zudem finde ich den Schwung der Kombination toll.

    • Wie wäre es mit C.amill/Kami.ll? Das klärt etwas die Aussprache, und bei C.amillo mag ich den stark italienischen Einschlag nicht so gerne.

  6. Ja, der Film ist schon fett, und das Lied auch. Sowas geht aber auch wieder vorbei, in 10 Jahren sind neue Filme draußen und andere Namen werden durchs Dorf getrieben. Außerdem ist es sehr schwer vorherzusagen, welche Namen aus einem Film wirklich durchschlagenden Erfolg haben. Ich halte Bruno auch mit dem Film für vergebbar.

    Mit Eurer Vorauswahl seid Ihr schon auf einem sehr guten Weg, und ich glaube nicht, dass ihr noch viele weitere Namen braucht. Kamil gefällt mir besonders gut weil der Name doppelte Assoziationen hat: Einmal nach Polen, aber dann auch zum Arabischen Sprachraum.

    Antworten
    • Vielen Dank für deine Gedanken!

      Der Aspekt gefällt mir an Kamil auch besonders gut

  7. Hallo,

    Jar.on/Ya.ron finde ich am passendsten. Ich würde ihn mit J schreiben. Das kleine Patenkind meiner Mutter heißt so, außer ihm kenne ich keinen Jaro.n. Ich finde ihn nicht zu häufig, klanglich ansprechend und recht international.

    Jaro.n I.vo
    Jar.on Ep.hraim (als Zweitname hat der Name was)
    Jar.on Ma.xim (finde ich jetzt nicht so slawisch)
    Jaro.n Konsta.ntin (ich mag, das die Vokale und das n aufgegriffen werden)

    Zu den anderen Namen
    Min.as finde ich zu weich. Es klingt wie der Genitiv von Mina.

    Ra.fael würde ich mit ph schreiben. Ein solider Name, wenn auch nicht mein Fall. Hier wirken die meisten Namen mir zu religiös dazu.
    Raf.ael Bo
    Raf.ael Ma.xim
    Raf.ael I.vo

    Bru.no- ist für mich persönlich ein Bären- und Hundename. Klanglich ist der Name gar nicht mein Fall.
    Den Film habe ich noch nicht gesehen (und das liegt nicht an meinem Alter 😉 ich liebe Disneyfilme, hatte aber keine Zeit). Warum der Name dadurch nicht vergebbar seinen sollte, erschließt sich mir nicht. Bei Elsa denkt man zwar an die Eiskönigin, aber das ist doch eine positive Assoziation. Hier dann doch auch, oder?

    Bei eueren Kriterien musste ich sofort an Adam denken. Der Name ist international und nicht so häufig.

    Alles Gute!

    Antworten
    • Vielen lieben Dank!!

      Wir sind jetzt keine Riesen-Disney-Fans und ich fänd es wahrscheinlich ein bisschen nervig, wenn jeder davon ausgehen würde, dass wir den Namen wegen des Films ausgewählt haben und die Wahl deshalb vielleicht belächelt (wie es wohl bei Elsas z.T. passiert). Aber Elsa ist schon ein Sonderfall und da kann man ja grundsätzlich auch drüber stehen.

      Der Film ist trotzdem schön 😉

  8. Mir gefallen Jaron und Ephraim am besten, ich kenne mich allerdings nur im deutschen Kulturraum aus.

    Jaron wirkt auf mich recht trendig/modisch, bei Ephraim denke ich an den Vater von Pippi Langstrumpf, aber das ist ja beides nicht schlimm.

    Karim mag ich auch sehr gerne, allerdings könnte ich mir vorstellen, dass der Name aufgrund des arabisch-muslimischen Ursprungs bei manchen leider mit negativen Vorurteilen belegt ist…

    Den Disney-Bruno kannte ich bisher nicht (ich gucke aber auch nicht besonders viele Disney-Filme, Elsa kenn ich aber trotzdem). Ich denke bei dem Namen sehr stark an Braunbären und evtl. den Sänger Bruno Mars. Finde den Namen ok, aber bei Tieren ohne Fell gefällt mir zB Benno besser 😉

    Antworten
    • Vielen Dank für dein Feedback!

      Schön, dass du Karim erwähnst. Wir finden den Namen wunderschön, hatten aber den gleichen Gedanken wie du…und Karim K. ist vielleicht auch nicht ideal. Deshalb vielleicht eher als zweiter Vorname.

  9. Von euren Favoriten gefällt mir Rafael am besten. Ich würde den Namen allerdings lieber Raphael schreiben. Raphael ist ein schöner und zeitloser Name, kein Modename. Zu Schade, um nur ein stummer Zweitname zu werden.

    Ich kenne mich mit Namen in Eritrea und Äthiopien überhaupt nicht aus. Deshalb kann ich nur aus meiner deutschen Sichtweise Vorschläge machen.

    Bruno finde ich auch gut. Bruno ist solide und bodenständig. Ja, es ist ein Retroname und damit auch irgendwie im Trend. Aber Yaron finde ich neumodischer, weil der Name in Deutschland noch neu ist. Vorschlag mit Zweitnamen: Bruno Konstantin

    Neue Vorschläge, die meiner Meinung nach, in vielen Ländern gut funktionieren:
    Henry
    Nicolas
    Manuel
    Daniel
    Simon
    Silas
    Julian
    Leonard
    Robin

    Kleiner Tipp: Sucht zuerst den Rufnamen aus. Es ist dann einfacher dazu einen passenden Zweitnamen zu suchen.

    Antworten
    • Dankeschön 🙂

      Einige deiner Vorschläge gibt es tatsächlich schon in unserem (multikulturellen) Familien- und Freundeskreis, also passen sie ganz gut!

  10. Ich habe ausnahmsweise Mal alles vorher gelesen und Spende meinen Senf:

    B.runo – passt in viele Zusammenhänge. Allerdings würde mich die Bedeutung „braun“ bei einem (vermutlich) dunkelhäutigerem Kind stören.
    M.inas – ist mir zu weich, aber da bin ich auch empfindlich. Sonst finde ich den Namen super, da er wirklich nicht einzuordnen ist und durch die Endung männlich wirkt (wie Jonas, Lukas usw.)
    R.afael – ich denke an christliche Kinder aus Großfamilien, Geschwister Theresa, Josua, Naemi und Daniel.
    Y.aron – ich nenne es immer einen PädagogInnen-Namen. So heißen einige Kinder von PödagogInnen. Ist für mich okay, durch das Y wirkt er internationaler.
    B.o – Blondes, dänisches Kind von Hipster-Eltern. Geschwister heißen Michel und Liv.
    E.phraim/E.frem – sehr christlich, E.frem hingegen würde ich als sehr muslimisch assoziieren. Ich mag die lange Variante aber als Zweitnamen sehr, da durch die Ballung vom weichen F-Laut mit dem R es einen schönen Kontrast gibt.
    I.vo – Tatort und slawischer Bereich
    J.ovan – ich kenne einen einzigen J.ovan. Den Namen fand ich immer sehr gelungen und man wusste tatsächlich auch nicht, woher der Name kommt.
    K.amil – arabisch
    K.arim – arabisch. Dazu bekomm ich die Karin nicht aus dem Kopf.
    K.onstantin – MedizinerInnen/JuristInnen-Kind oder gewollt gebildet. Geschwister heißen Theodor, Justus, Julius, Marie-Luise, Friederike, Mathilde
    M.axim – russischer Sprachraum. Maxi hingegen nicht. Der wäre auch unisex

    Von meiner Arbeit kenne ich zudem noch Yonas der mir hängen geblieben ist.

    Ich würde glaube ich J.ovan als Erstnamen wählen.
    Jo.van Mi.nas K. – das klingt hübsch. Eph.raim passt mir durch den anderen v/f-Laut nicht dazu. Ya.ron Eph.raim klingt zu bunt durch die Weltgeschichte gewürfelt.

    Antworten
    • Namen die ich nicht einem bestimmten Kulturraum zurordnen kann bzw. International empfinde:
      Max
      Philipp
      Phil
      Tom
      Tim
      Elyas/Elias

      Jeroen (gesprochen Jeroun/Jerun) finde ich auch ganz hübsch, eine niederländische Form von Jerome.

    • Danke für deine Assoziationen, Marthe!

      Mich würde interessieren, ob du findest, dass Leute diesen Assoziationen entsprechen sollten – also fändest du es komisch, wenn es nicht-blondes Kind Bo heißt, ein Nicht-Akademiker-Kind Konstantin, ein nicht-arabisches Kind Karim etc.?

      Jovan ist für mich mit zahlreichen Kollegen aus dem Balkan assoziiert, der Name ist dort extrem verbreitet 🙂 Das hat mich nicht abgehalten, ihn für unser Kind in Betracht zu ziehen. Allerdings gibt es in unseren Familien auf beiden Seiten bereits: Johann, Johannes, Yohanes, Hannes, Hans (einzeln und in Doppelnamen). Da wäre Jovan etwas einfallslos als Erstname 😉

    • Ich empfinde es komisch, wenn Kinder nicht in klassische, eindeutig zugeordnete Namen passen wollen. Bei außergewöhnlicheren Namen fällt mir das nicht so auf – ein dunkler Jovan oder ein blonder Tawil wären für mich nicht besonders irritierend. Ich kenne aber eine Wilhelmine, die schwarz ist – das ist immer irritierend. Und irritierend würde ich nicht heißen wollen.
      Da fällt mir auch ein sehr gebildeter Justin ein – deutsch gesprochen. Ich glaube immer noch nach Jahren, dass er sich die deutsche Aussprache selber angeeignet hat, weil Dschastin nicht zu ihm passt. Dschastin und Justin sind bei ihm beide irritierend.

      Es gab hier doch Mal einen Beitrag zu einer deutschen Fatima, oder? Das finde ich ungewöhnlich, aber nicht zuuu irritierend, da es ja auch europäische Regionen gibt, die muslimisch geprägt sind.

      Anders ist es wahrscheinlich, wenn man in kolonial geprägten Regionen wohnt – Namibia oder so. Da vermischen sich die Namen unter den Menschen ja sehr. Das finde ich eigentlich gut – nur, wie ich schon sagte, würde ich keinen Namen haben wollen, der irritiert.

      Jovan empfinde ich übrigens komplett anders als Johann oder Hans. Der Name wirkt anders, eben nicht klassisch und bekannt.

  11. Ich habe im Fernsehen letztens einen Äthiopier Namens Binyam gesehen. Ob der Name eine Variante von Benjamin ist, weiß ich nicht. Falls nicht, klingt er durch die Ähnlichkeit trotzdem vertraut, finde ich.
    Ich habe jetzt nicht so genau geschaut, ob den Namen schon jemand genannt hat…

    Antworten
    • Zu Binyam/Benjamin/Ben: Ich kenne einen Binh mit ostasiatischen Wurzeln. Andere Richtung, aber ähnliche Fragestellung: Den Namen finde ich sehr gelungen, da man ihn sich super schnell merken kann (ähnlich wir Ben, aber trotzdem individueller) und dazu ein Bezug zur Herkunft da ist. Sowas mag ich.

    • Vielen Dank! Den Namen hatte hier noch keiner genannt, aber ich habe den Namen meinem Mann schon vorgeschlagen (finde ihn sehr schön) – er wurde aber kategorisch abgelehnt Er scheint tatsächlich eine Variante von Benjamin zu sein.

  12. Schade, dass ich es jetzt erst lese. So eine spannende Konstellation. Mir gefällt es sehr, wenn es auch mal was Ausgefalleneres sein darf.

    Erstmal meine subjektiven Kommentare zu eurer Auswahl:
    * B.runo – die Bedeutung liegt hier in der Farbe, das drängt den Gedanken zur potentiellen Hautfarbe auf, auch wenn das eigentlich kein Thema sein sollte. Und hier fällt der Name für mich im „Hänselei-Potential-Check“ irgendwie durch, weil diese Kategorie nicht die nervige Art Hänselei wäre, sondern die seelenzerstörende, zumindest in meiner worst-case-Vorstellung. Vielleicht gerade deswegen lieber nicht wählen oder erst recht doch, weil auch dieser Aspekt gewürdigt werden darf, oder einfach, weil der Name total schön ist. Bruno ist vermutlich nicht so deutlich mit der Farbe assoziiert wie Blanca.
    * M.inas – tolle Bedeutung, nicht zu weich
    * R.afael – ich bin auch im Team-PH, aber eigentlich ist’s egal und buchstabieren muss man hier nur die relevante Stelle „mit F/PH“ – dat schaffter schon!
    * Y.aron (oder die eingedeutschte Schreibweise J.aron) – wie Mark begründet hat mit Y. Tolle Wahl. Mag ich sehr. Kenne keinen einzigen und ich hab in den letzten Jahren viel in Schulen gearbeitet.
    * B.o – ich bin Fan!
    * E.phraim/E.frem – Mein LIEBLINGSNAME!
    * I.vo – Kenne ich als Ausruf, wenn man jemandem nicht zustimmt. A: „das gehört so!“ B: „I-wo! Du hast doch gar keine Ahnung!“
    * J.ovan – noch nie gehört. Mag ich sehr.
    * K.amil, K.arim, K.onstantin, M.axim – sind alle gut machbar, aber aus der Liste nicht meine (persönlichen) Favoriten.

    Die Namen sind alle schön, selbst Ivo.

    Kombinationsvorschläge:
    M.inas E.phraim
    M.inas E.phraim B.o
    Y.aron B.o
    Y.aron K.amil
    R.aphael K.arim
    R.aphael M.axim
    B.runo K.onstantin
    B.runo J.ovan

    Mit E.phraim als Erstname:
    E.phraim J.ovan
    E.phraim Y.aron
    E.phraim K.amil
    E.phraim M.inas

    Mein Favorit: E.phraim B.o

    Antworten

Schreibe einen Kommentar zu Marthe Antworten abbrechen