Wer ist beliebter: Sophia, Sofia, Sophie oder Sofie?

Aus aller Welt bekomme ich Anfragen von Wissenschaftler:innen, die ein Stück von meiner Vornamensammlung abhaben möchten. Das ist oft sehr inspirierend und hat mich schon auf viele Ideen für eigene Auswertungen und Blogbeiträge gebracht. Gerade habe ich für einen Sprachwissenschaftler herausgesucht, wie groß in Deutschland die Anteile der Mädchennamen Sophia, Sofia, Sophie und Sofie sind und möchte es nicht versäumen, meine Erkenntnisse auch mit euch zu teilen:

Anteile der Mädchennamen Sophie, Sophia, Sofie und Sofia in Prozent vom 2010 bis 2021
Anteile der Mädchennamen Sophie, Sophia, Sofie und Sofia in Prozent vom 2010 bis 2021

Was auf den ersten Blick auffällt: Die Schreibweisen mit ph sind deutlich beliebter als die mit f. Auch bemerkenswert finde ich, dass die Namen Sophia und Sophie 2010 und 2011 noch gleichauf waren, aber Sophia seit 2012 häufiger vergeben wurde. Darüber hinaus ist der Vorsprung von Sophia gegenüber Sofia geschrumpft.

Für diese Auswertung habe ich, wie international üblich, ausschließlich die ersten Vornamen gezählt. Hätte ich auch die zweiten Vornamen berücksichtigt, dann wäre der Anteil von Sophie viel höher, denn Sophie ist ein extrem häufiger Zweitname. Deshalb hält sich auch hartnäckig das Gerücht, Sophie sei Deutschlands häufigster Mädchenname. Das gilt nur, wenn man Erstnamen und alle Folgenamen mitgezählt.


11 Gedanken zu „Wer ist beliebter: Sophia, Sofia, Sophie oder Sofie?“

  1. Da stimmt meine gefühlte Einschätzung mit der Statistik überein.

    Ich mochte früher Sophie lieber, mittlerweile sagt mir Sophia einen Ticken mehr zu.

    Der Anstieg von Sophia könnte etwas mit der Disneyserie „Sofia die Erste“ zu tun habe. Sie erschien 2012.

    Im echten Leben kenne ich nur wenige Frauen und Mädchen, mit diesen Namen ähnlich wie Clara. Bekannt, man weiß, dass die Namen häufiger vergeben werden, aber irgendwie nicht in meinem Umfeld.

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    • Bei mir ist es genau umgekehrt: Sophia fand ich lange Zeit schöner als Sophie, das hat sich in den letzten Jahren geändert.

      Persönlich kenne ich zwei Mädchen, die Sophia heißen und eine mit dem Namen Sophie

  2. Wenn ich Sofia lese, denke ich zuerst an die Stadt, weniger an einen Vornamen und würde das auch entsprechend betonen bzw. aussprechen, also SOfia

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  3. Ich finde allesamt langweilig. Als Erstnamen ein bisschen weniger, aber insgesamt lässt mich der Name wegratzen.
    Ich kenne tatsächlich
    2 Sophies (Mitte 20 und Mitte 30) und eine kleine Sophia im Kitaalter.
    Als Zweitnamen kann ich es nicht mehr zählen, den Überblick habe ich längst verloren. Ich finde es individueller dann lieber gar keinen Zweitnamen zu geben, als Marie/a oder Soph/fie/a. Und ich bin sonst immer für mehrere Namen.

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  4. Ha! Hätte ich raten müssen:

    1. Sophie
    2. Sophia
    3. Sofie
    4. Sofia

    PH ganz klar vor F, weil es aus irgendeinem Grund stilvoller ist.

    Ich kenne 2 Sophias um die 30. Aber keine Sophie mit Erstnamen.
    Da dachte ich, das die Endung -e nun wieder stärker im Kommen ist, aber vielleicht ist Sophie ja auch gerade noch auf dem Weg zum Vormarsch. Eine gewisse Tendenz ist ja schon zu entdecken…

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  5. Ich mag Sophie lieber als Sophia. Mein Ranking ist Sophie, Sofia, Sofie, Sophia. Aus irgendeinem Grund gefällt mir Sophia nicht so, während ich Sofia okay bis nett finde und Sophie eigentlich relativ hübsch. Als Zweitnamen mag ich Sophie und Marie eigentlich trotz der Häufigkeit (Marie würde ich auch als ZN vergeben). Ich kenne viele Sophias, eine 25-jährige Sophie fällt mir spontan ein und eine Kindergarten-Sofia und -Sophie. Eine Sofie kenne ich keine, glaub ich.

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  6. Ich finde die -ph-Varianten traditioneller und muss bei den -f-Varianten irgendwie immer an die Rechtschreibreform denken, wie bei Friseur und Frisör. Bestimmt ist das in anderen Sprachen genau anders herum.

    Ich kenne mehrere
    – Sophias (1x ca. 60 J., 1x ca. 40, 2x Kindergartenalter) und
    – Sophies (2x ca. 40 J., 2x ca. 30, 1x 13, 1x 5)
    – keine Sofias oder Sofies.

    Selten finde ich den Namen nur in der Generation der ca. 60jährigen Sophia. Da finde ich aber Sonja typisch.

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    • Interessant, dass du Sophias im Alter von 40 und 60 kennst. In beiden Altersklassen kenne ich keine einzige Sophia oder Sophie. In meinem Umfeld sind Sophie & Sophia erst in den 90er Jahren wieder entdeckt worden. Dafür gab viele Sonjas von den 60ern bis in die 80er Jahre hinein. Sonja – ein Name, den ich auch sehr mag.

  7. Mir gefallen Sophia und Sophie nahezu gleich gut. Beide Varianten sind alte Klassiker, die in Königshäusern und Adelsfamilien vergeben wurden. Sophie ist aber volkstümlicher und taucht auch als Ortsname auf, z. B. Sophiensiel (Wangerland, Niedersachsen). Sophia gefällt mir etwas besser, würde ich ohne lange nachzudenken vergeben.

    Die Statistik stimmt mit meiner Wahrnehmung überein. Ich kenne drei Sophies im Alter von 11-13. Dann kenne ich eine erwachsene Sophia (25) und eine 7jährige Sophia aus unserem erweiterten Bekanntenkreis.

    Sofia ist ja auch die italienische und die spanische Form. Meine Tochter hatte eine Sofia aus einer italienischen Familie in ihrer Grundschulklasse. In dieser Klasse gab es zweimal Sophie, einmal Sofia und einmal Lea-Sophie – das war schon sehr geballt. In der weiterführenden Schule gibt es nur noch eine Sophie (aus der Grundschulklasse).

    Sofie – mag ich nicht so gerne. Da ist die Wahrscheinlichkeit, dass daraus eine Soffi wird schon größer. Ich kenne auch keine Sofie.

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  8. Eine meiner rumänischen Nichten heißt Sofia. Den Namen finde ich ganz wundervoll, aber doch eher in einem rumänischen Kontext.

    Im Deutschen finde ich die Schreibung mit PH klassischer, und hier finde ich auch den Name Sophie passender, weil der Name von Frankreich aus nach Deutschland gesickert ist und in Deutschland historisch gesehen in französischer Form vergeben wird.

    Trotzdem: auch Sophia gefällt mir in Deutschland, Sofia finde ich eher bei mediterranem oder osteuropäischem Hintergrund passend, und Sofie finde ich vom Schriftbild her etwas seltsam, so eine Mischung: französische Endung aber spanisch/italienisches F.

    Wenn ich jetzt einen Namen wie Sophie neben einen Namen wie Reinhild oder Dietrun stelle, dann wirkt Sophie auf mich ein wenig blass–weiß schon, dass die meisten dieses Empfinden nicht teilen würden. Nun ja, Sophie ist trotzdem auch gut. Und Sophia auch. Und auch Sofie finde ich noch gut (die von mir empfundene Macke im Schriftbild verdirbt den Namen für mich nicht).

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  9. Mir persönlich bekannt (unabhängig vom Alter):

    1. Sophie
    2. Sofie
    3. Sophia
    4. Sofia

    Gefallen:
    1. Sophia
    2. Sophie
    3. Sofia
    4. Sofie

    Die mir bekannten Sofies werden größtenteils tatsächlich“Soffi“ gesprochen, teilweise auch die Sophies.

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