Bunt sind alle meinen Namen. Heute: Rot, Schwarz und Weiß

Ein jeder kennt wohl dieses Märchen: Eine Königin sitzt am Fenster, sticht sich an einer Nadel und beim Anblick der drei Blutstropfen, die auf den Schnee fallen, wünscht sie sich ein Kind mit Haut so weiß wie Schnee, Lippen so rot wie Blut und Haar so schwarz wie Ebenholz. Schneewittchen gehört zu meinen Lieblingsmärchen, die drei Farben sind für mich unweigerlich damit verbunden, vermutlich auch, weil die Vergleiche so eingängig sind (abgesehen von Ebenholz – bei den sieben Zwergen, was bitte schön ist Ebenholz?!)

Rot, Weiß oder Schwarz gehört zu Ihren Lieblingsfarben? Perfekt! Dann finden Sie hier vielleicht Ihren neuen Lieblingsnamen.

Weiß wie Schnee

Weiß ist die Farbe der Unschuld, der Jungfräulichkeit und Tugend (und des Todes, aber hey, auch des Schnees, der Maiglöckchen, der Friedenstauben) und Bedeutung vieler, vieler Namen, so auch der von Bianca. Die italienische Bianca war von 1969 bis 1991 in Deutschland sehr beliebt. Dass die niedliche Maus mit lila Hut und Schal aus „Bernhard und Bianca – Die Mäusepolizei“ (1977) weißes Fell hat, wird wohl auch kein Zufall gewesen sein. Wem der Name aber zu geläufig ist (immerhin war er 2020 auf Platz 321), dem kann ich die rätoromanische Form Blanca empfehlen, in dem Drama „Nathan der Weise“ ist dies der Geburtsname Rechas, Nathans Ziehtochter. Für frankophile Weiß-Liebhaber empfehle ich die französische Form Blanche. Auch Alba wäre eine Möglichkeit, nicht nur für Fans von mittelalterlichen Tageliedern.

Sollte Ihnen das alles zu B-lastig sein, keine Sorge, ich hätte neben Alva und Fiona (wie die mutige Prinzessin aus Shrek) noch mehr im Angebot. Da gäbe es die seltene Gwendolin (für y-Fans auch als Gwendolyn). Mit Gwendolin Shepard aus Kerstin Gies international bekannter „Edelsteintrilogie“ gäbe es sogar eine Namensverwandte (da macht es doch nichts, dass es vermutlich keinen passenden Namens-Schlüsselanhänger geben wird). Wem der Name zu lang sein sollte, empfehle ich Gwen, so wird auch Giers Protagonistin häufig genannt; durch die Sängerin Gwen Stefani dürfte der Name auch hierzulande bekannt sein. Wer Mädchennamen, die auf A enden, bevorzugt, wie wäre es mit Gwenda oder der baskischen Zuria? Wer es lieber extravaganter mag, da gäbe es die griechische Leokadia oder die italienische Rosalba – weiße Rose. Für weißverliebte Botaniker ein Muss!

Weiß ist keine Mädchenfarbe

Aber Weiß ist keine Mädchenfarbe, auch für Jungen stehen einige Möglichkeiten offen, wie wäre es mit dem hebräischen Laban, Alfio (Jungennamen mit O-Endung liegen im Trend) oder Albin? Wen letzterer zu sehr an Albino erinnert, wie wäre es dann mit Albus? Reiht sich gut neben Titus, Linus und Co ein und Harry-Potter-Namen gehen doch immer, oder? Wem die Figur des Albus Dumbeldore wie mir zu unsympathisch sein sollte, es gibt mit Harrys jüngstem Sohn Albus-Severus Potter (die Kombi würde ich gerne mal in den Babynamen der Woche analysieren lassen) noch einen zweiten Namensverwandten im Potter-Universum, auf den man verweisen könnte.

Schneewittchen
Schneewittchen

Am Ende hätte ich noch einen Geheimtipp für einen Mädchennamen: Schneewittchen. Ja, kein Witz, der Name steht im Internationale Handbuch der Vornamen, bei der Zulassung wird es daher keine Probleme geben und selten ist er auf jeden Fall. Schneewittchen bedeutet auf Hochdeutsch „Schneeweißchen“, ja wie im Märchen von „Schneeweißchen und Rosenrot“. Ich habe den Namen hier nur ein Mal in der Kombi Gretchen Schneewittchen gefunden. Ob die Eltern wohl wussten, dass das Märchen auf dem Leben der Margaretha von Waldeck beruht? Wenn Sie sich in den Namen verliebt haben, empfehle ich einen nicht zu süßlichen Erstnamen, ohne chen-Endung. Maria Schneewittchen, Clara Schneewittchen oder Magdalena Schneewittchen hören sich gleich weniger kleinmädchenhaft an als Lilyfee Schneewittchen.

Rot wie Blut

Rot steht für die Liebe, Stärke und Leidenschaft (und in der Literatur auch für den gesellschaftlichen Umsturz, das sollte man auf jeden Fall wissen).

Der erste Name, der mir in den Sinn kommt, ist Scarlett, „die Scharlachrote“, ein Name der unweigerlich mit Scarlett O’Hara aus „Vom Winde verweht“ verbunden ist. Dann gäbe es da noch die Hollywood-Schauspielerin Scarlett Johannson, die wohl merklich zur Bekanntheit des Namens beigetragen hat und tatsächlich nach Scarlett O’Hara benannt wurde. Anders als die meisten Mädchennamen endet Scarlett nicht auf einen Vokal, was durchaus beachtlich ist. In Deutschland wurde der Name von 2006 bis 2018 etwa 790 Mal als erster Vorname vergeben. Beliebt ist der Name für Märchenadaptionen, so heißen die Protagonistinnen in Jackson Pearces (f) Roman „Blutrote Schwestern“ Scarlett und Rosie (rote Rosen und so …). Scarlett war übrigens ein gedanklicher Favorit meiner Mutter für mich, am Ende wurde es dann Vivian („Wiwjan“ gesprochen), rückblickend war Scarlett da nicht ganz unbeteiligt, heißt doch die ihre Schauspielerin in der Verfilmung von 1939 Vivien Leigh …

Aber genug von mir, Sie sind ja hier, um in Farbnamen zu schwelgen. Wenn Ihnen Scarlett zu ausgefallen ist und Sie eine Schwäche für Edelsteine haben, wie wäre es dann mit Ruby (aktuell Platz 172)? Ein weiterer beliebter Rotkäppchenname, heißt doch das Rotkäppchen in der Märchenserie „Once upon a time“ in der realen Welt so. Dann gäbe es noch die australische Schauspielerin Ruby Rose, welche in der ersten Staffel der DC-Serie „Batwoman“ die Titelheldin verkörperte sowie die deutsche Schauspielerin Ruby O. Fee („Die Hebamme“), deren voller Name auch sehr märchentauglich wäre: Ruby Moonstone Camilla Willow Fee.

Geheimtipp für Märchentypen

Sie sind eher der romantisch-verspielte Märchentyp? Dann habe ich einen Geheimtipp für Sie: Rosenrot. Rosenrot Malou heißt die Tochter des The BossHoss Sängers Alec Völkel, die vor wenigen Monaten geboren wurde. Rosenrots großer Bruder Charlie schlug den Namen aus dem Märchen von „Schneeweißchen und Rosenrot“ vor, als seine Mutter erklärte, dass ihr der Name Rosie gut gefalle. Die einen können über einen Namen wie Rosenrot nur den Kopf schütteln, die anderen finde ihn süß, ich gehöre zu letzteren. Liegt auch daran, dass ich das Märchen und seine dunkelhaarige, mutige Protagonistin Rosenrot sehr mochte (ihre blonde, ängstliche Schwester Schneeweißchen eher weniger). Ist der Name extravagant? Ja. Aber er ist eindeutig in seiner Schreibweise und seiner Aussprache. Sollte er der kleinen Rosenrot mal zu viel werden, kann sie ja immer noch auf Rosie, Rosa, Rose oder ihren Zweitnamen Malou ausweichen.

Sollten Sie eher ein Fan von schnörkellosen Namen sein, wäre Flanna („die Rothaarige“) eine Option, erinnert von der Bauart an Fenna und Anna. Dann gäbe es noch Rufina, „die Rothaarige“. Wer eher auf Purpur steht, dem könnte ich die griechische Phenice anbieten, auch das Japanische kennt einen roten Namen: Akako.

Aber wie Weiß ist Rot nicht nur eine Farbe für Mädchennamen, nicht verwunderlich, galt Rot doch lange Zeit als Farbe der Männer. Solange Sie den Buchstaben R mögen, hätte ich einiges zu bieten. Fangen wir mit einem Unisexnamen an: Rory. Eigentlich ist es ein Jungenname, den man entweder von Roderich (Ruhm und Macht) ableiten kann oder als irisch-gälische Eigenkreation sieht („der Rothaarige). Wieso komme ich jetzt auf unisex? Nun, da gäbe es Rory Gilmore aus der Kultserie „Gilmore Girls“, deren richtiger Name Lorelai nur weniger Male erwähnt wird. Dann gäbe es da noch Rowan, den ich aber tatsächlich nur als Mädchennamen aus der Rockstarreihe von Jamie Shaw kenne.

Wer es nicht so mit Unisex hat, wie wäre es mit Rohan, der – Sie können es sich denken – „der Rothaarige“ bedeutet. Für Fans von kurzen Namen hätte ich Flynn („Sohn des Rothaarigen“) und Roy. Dann gäbe es da noch Russell, vielleicht nicht nur ein Name für Fans von Neuseeland und Gladiatoren. Auch lateinbegeisterte Rotliebhaber kommen mit Rufus auf ihre Kosten. Harry-Potter-Fans ist der Name durch den Schauspieler und Hörbuchsprecher Rufus Beck bekannt. Mittzwanziger haben bei der Erwähnung des Namens vielleicht auch einen drolligen Nacktmull vor Augen, hieß doch der Sidekick in der Disneyserie „Kim Possible“ so. Sollte Ihnen Rufus zu gewöhnlich sein, wie wäre es mit den Nebenformen Rufin oder Rufinus? Dann wäre da noch der wohlklingende Name Rubeo, den Harry-Potter-Fans als Rubeus kennen, so heißt der gutmütige Wildhüter Hagrid nämlich mit Vornamen (ja, sehr viel Harry Potter heute, J.K Rowling mag Farbnamen wohl auch gerne).

Schwarz wie Ebenholz

Mit Schwarz verbinde ich Kleider, Kaffee und Schokolade, nicht immer in dieser Reihenfolge. Sollte Sie eine Schwäche für diese Farbe haben, gibt es einige Namensmöglichkeiten wie Melanie. Der Name wurde ab den 1960ern gerne vergeben und blieb bis 1980 in der Hitparade. Für mich ist der Name mit Melanie Hamilton aus „Vom Winde verweht verbunden“, andere denken vielleicht an Mel B und Mel C von den „Spice Girls“. Als Nebenformen gäbe es Melania (ja, wie die Frau des peinlichen orangen Ex-Präsidenten der USA) oder die verspielte Malenka. Ein weiterer prominent besetzter Name wäre Pamela. Denken Sie bei dem Namen auch gleich an Strand und rote Badeanzüge? Wem die Namen zu geläufig sein sollten, wie wäre es mit der indischen Kala? Wem dies wiederum zu nah an Karla sein sollte (hier in Rheinland-Pfalz wird Karla übrigens häufig „Kala“ ausgesprochen“) wie wäre es mit Kali („die schwarze Göttin“?) Bleiben wir bei göttlichen Namen, ich hätte da nämlich noch Pinga anzubieten, ein anderer Name der Hindugöttin Shakti, die für die weibliche Urkraft des Universums steht. Ich persönlich muss da an den Pinguin denken, aber der ist ja bekanntlich ein ganz drolliger Vogel und hat etymologisch nichts mit dem Namen zu tun, passt aber gut ins Farbschema.
Für Fans von Schwarz und Unisexnamen hätte ich Krishna im Angebot, dieser Name könnte aber durch die Sekte problematisch sein.
Für Jungen habe ich nach langer Suche auch noch einen Namen gefunden, natürlich mit o-Endung: Moreno.

Ebenholz, falls Sie sich das gefragt haben sollten, gehört zu den außereuropäischen Laubhölzern, genauer gesagt versteht man unter dem Begriff das schwarze Holz verschiedener Bäumen der Gattung Diospyros aus der Familie der Ebenholzgewächse. Ebenholz gehört zu den wertvollsten Holzarten und ist seit 1994 auf der Roten Liste, da die Baumarten stark gefährdet sind.

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18 Gedanken zu „Bunt sind alle meinen Namen. Heute: Rot, Schwarz und Weiß“

  1. Ehrlich gesagt bin ich etwas überrascht, dass hinsichtlich des Ebenholzes angenommen wird, dass da Erklärungsbedarf besteht. Mir war das als Kind immer völlig klar, da wir so afrikanische Schnitzkunstwerke aus diesem Holz zu Hause stehen hatten.

    Zum Namen Rowan: mir ist der vor allem durch den Schauspieler Rowan Atkinson bekannt, den die meisten wohl als Nr. Bean oder Johnny English kennen dürften.

    Bei Rufus denke ich zuerst an Hundefutter.

    Ansonsten ist viel Interessantes dabei. Ich frage mich, wie Eltern auf den Namen Moonstone kommen und auch, warum der überhaupt als Name zugelassen wurde.

    Ich kenne eine Scarlett um die 60. Eine nette, etwas ausgeflippte Frau 🙂

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    • Stimmt Rowan Atkinson, den habe ich immer nur als „Mister Bean“ abgespeichert.

      Zu dem Ebenholz, ich habe mich das tatsächlich immer gefragt und dachte, anderen geht es genauso 😉

      Zu Scarlett, da „kenne“ ich vom Hörensagen zwei, die eine ist in meinem Alter (Mitte Zwanzig), die andere ist Mitte Dreißig

  2. Wie schon der letzte Farben-Namen-Beitrag sehr interessant:
    Eine Ergänzung noch zu Schneewittchen: Auf italienisch heißt Schneewittchen Biancaneve. Wäre auch ein etwas extravaganter Name, nicht ganz so sperrig wie Schneewittchen und international tauglicher.

    Und noch ein Jungenname mit der Bedeutung „schwarz“: Nero
    (Mir ist tatsächlich mal ein kleiner Nero begegnet).

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    • Biancaneve hat was!

      Bei Herkules, natürlich, Nero, wie konnte ich den nur vergessen? Die innere Lateinstudentin in mir schüttelt entsetzt den Kopf.

  3. Von den Namen kenne ich nur Namensträger*innen mit diesen Namen:

    Linus
    Maria
    Clara
    Rosa
    Anna
    Melanie
    Karla

    Also keine von den „ausgefallenen“ Namen xD

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  4. Kann man das Märchen Schneewittchen mögen, wenn man Mitgefühl für Schneewittchen hat? Aus ihrer Perspektive läuft es doch so, dass sie einen Apfel isst und ins Koma fällt. Als sie daraus erwacht, steht da ein ihr völlig fremder Mann, der sie heiraten will. Das muss doch extrem schockierend für sie sein. Abgesehen davon, dass es total oberflächlich ist, dass der Prinz Schneewittchen nur deshalb heiraten will, weil sie schön ist, ist es sehr befremdlich, dass Schneewittchen diesen Unbekannten tatsächlich heiratet. Ich finde das Märchen furchtbar!

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    • Ja, dass er sie nur heiraten will, weil sie schön ist, finde ich als Erwachsene auch befremdlich, als Kind habe ich das romantisch gefunden. Wenn man aber so an die Sache herangeht, gibt es wenige Märchen, die akzeptabel sind.
      In König Drosselbart, zeigt König Drosselbart als Spielmann verkleidet, dass es schlecht ist, Leute schlecht zu behandeln, in dem er seine Frau schlecht behandelt.
      In Rumpelstilzchen hat die Müllerstochter die Wahl zwischen der Heirat eines Königs, den sie nicht kennt und dem Tod, wenn es ihr nicht gelingt Stroh zu Gold zu spinnen.
      In „Das singende, springende Löweneckerchen“ oder auch „Die Schöne und das Biest“ muss die Tochter ein Biest heiraten, damit der Vater nicht stirbt.
      Ach, und in Dornröschen haben wir das gleiche Problem wie in Schneewittchen (von der Originalfassung fangen wir gar nicht erst an).
      Es gibt Ausnahmen (Aschenputtel, Prinzessin Mäusehaut, Allerleirau, Rapunzel), aber die meisten Märchen haben nun mal diese „Liebe auf den ersten Blick“-Geschichte.
      Abgesehen davon fand ich es toll, dass Schneewittchen wie ich dunkle Haare hat (deshalb mag ich auch Rosenrot so gerne) und nicht wie die anderen Prinzessinnen blond ist.

      Und früher war es üblich, dass man den Ehemann erst bei der Hochzeit kennenlernte oder auch danach, wenn es sich um eine Stellvertreterhochzeit handelte.

    • Hinzu kommt, dass Schneewittchen nicht gerade mit Intelligenz gesegnet ist. Mehrmals lässt sie sich von ihrer Stiefmutter übertölpeln.

      Zu Schnee fallen mir noch die Namen Neva und Yuki ein.

    • Ich kann auch mit vielen der bekannteren Märchen nichts anfangen, deshalb möchte ich mal eines empfehlen, in dem es Damenwahl gibt: Der Tölpelhans von H.C. Andersen. Das ist wahrscheinlich eines der Märchen, die man als Erwachsener noch toller findet als als Kind.

    • Ich liebe Märchen, die der Brüder Grimm, die von Hans Christian Andersen, auch wenn diese fast alle so traurig ausgehen und das antike Märchen „VOn Amor und Psyche“ (dabei ist Psyche so dermaßen naiv, dass man das Buch regelmäßig an die Wand werfen möchte, aber von ihm stammen viele Märchenmotive ab, die wir heute noch kennen).
      Auch wenn viele Märchen heutzutage sehr oberflächlich für Erwachsene anmuten, so haben sie nach all den Jahrhunderten ihre Magie nicht verloren und werden es auch nie. Es gibt so viele produktive Rezeptionen, die auch die Schwierigkeiten des Inhalts bearbeiten (sehr empfehlenswert ist „Die 13 Fee“-Reihe von Julia Adrian, die die grimmschen Märchen miteinander verschmilzt und in einer Weise neu erzählt, wie ich es vorher noch nie gelesen habe und ich lese,wie einige von euch wissen, sehr viel)
      Man kann immer noch aus Märchen lernen, in dem man sich in die Figuren hineinversetzt und überlegt, was man an ihrer Stelle getan hätte, „risikofreies Probehandeln“ nennt man das in der Literatur.

    • Mist, ich wollte Vivi schreiben und nicht Miez. Vielleicht sollte ich den Nick „Miez“ ganz aufgeben, aber ich hänge irgendwie an ihm, außerdem mag ich Katzen gerne 🙂

      In diesem Sinne
      Vivi alias Miez

  5. So gesehen könnte man auch kritisieren, dass Schneewittchen den Prinzen nur heiratet, weil er eben ein Prinz ist. Das ist ebenfalls oberflächlich.

    Zu Schnee fällt mir noch der Finnische Name Lumi ein.

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    • Ist das so? Ich finde im Märchen keinen Hinweis, dass sie den Prinzen nur heiratet, weil er ein Prinz ist. Sie heiratet ihn, weil er das will.

    • Ich zitiere mal nach der großen Ausgabe von 1857, die textkritisch revidiert wurde:

      Der Königssohn sagte voll Freude: „Du bist bei mir“ und erzählte, was sich zugetragen hatte und sprach: „Ich habe dich lieber als alles auf der Welt, komm mit mir in meines Vaters Schloß, du sollst meine Gemahlin werden.“
      Da war ihm Schneewittchen gut und ging mit ihm“

      Schneewittchen mag ihn wie er sie mag und deshalb heiratet sie den Prinzen. Ja, vielleicht mag er sie nur, weil sie schön ist und sie ihn, weil er ein Prinz ist, aber darauf kann man ja bauen 😉
      Tatsächlich sind Grimms Märchen für Kinder und nicht wie „Amor und Psyche“ oder die Märchen von Basile für
      Erwachsene geschrieben worden und wer denkt, dass Grimms den moralischen Zeigefinger zu weit gehoben haben, dem empfehle ich die Märchen von Charles Perrault. Sein Aschenputtel hat gleich zwei moralische Lehren am Ende…

  6. Ich mag übrigens sehr viele der Grimm Märchen nicht, da ich den erzieherischen Aspekt, der mit den meisten von ihnen verbunden ist, aus heutiger Sicht mehr als fragwürdig finde.

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    • Eigentlich nicht da sie auch einen entsprechenden Nachnamen hat. Die meisten denken vermutlich, dass es einfach ein typischer Name ihres Herkunftslandes ist der hier nicht geläufig ist. Sie erklärte mir die Bedeutung im Alter von ca 6 als mal das Thema Märchen aufkam. Da sie das damals schon wusste, nehme ich an dass die Eltern den Namen ganz bewusst vergeben haben.
      Laut Google gibt es ja auch noch andere Namensträgerinnen.

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