Die Schwestern meiner Oma

Als ich rausgefunden habe, dass meine Oma offiziell gar nicht Else hieß, da lebte sie schon gar nicht mehr. In ihrer Geburtsurkunde stand Elsa Mathilde, aber sie wurde immer und überall ausschließlich Else genannt. Weniger überraschend war später die Entdeckung, dass auch die sechs Schwestern meiner Oma zwei oder sogar drei Vornamen hatten. So hießen die Schwestern, von der ältesten zur jüngsten:

  • Anna Emma
  • Emma Margareta Henriette
  • Marie Luise Martha
  • Frieda Magdalena Ingeburg
  • Dora Henriette
  • Wilhelmine Magdalene Ingeburg
  • Elsa Mathilde

Was sich meine Urgroßeltern bei der Namensgebung gedacht haben, weiß ich leider nicht. Eine Nachbenennung nach der Mutter gab es jedenfalls nicht, denn meine Urgroßmutter hieß Alwine Ottilie. Aus der 2021er Perspektive wirken die Vornamen alle sehr modern, nicht wahr? Über Ingeburg sehe ich mal hinweg …

Das Phänomen, dass sich Vornamen in kinderreichen Familien wiederholen, ist oft ein Zeichen davon, dass die Patentanten eine Rolle als Namensvorbilder spielten – so war es wohl auch in dieser Familie. Als Rufnamen dienten aber ausnahmslos die Erstnamen. Es gab übrigens eine weitere Schwester namens Frieda, die leider schon kurz nach der Geburt gestorben war. Das nächstgeborene Mädchen bekam dann ebenfalls den Vornamen Frieda.

Die Mutter der Mutter meiner Mutter

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35 Gedanken zu „Die Schwestern meiner Oma“

  1. Genau so kenne ich das bei meiner Uroma und ihren zahlreichen Schwestern.

    Anna
    Berta
    Elsa
    Emilie
    Frieda (2x, nachdem die erste gestorben war)
    Gertrud
    Maria

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    • Hallo Christine,

      Tatsächlich sind die Kinder in der Reihenfolge auch geboren
      🙂
      Sie alphabethisch zu benennen, war beabsichtigt.
      Es gab auch zwei Brüder, Erwin und Wilhelm (Letzterer fiel im 2. Weltkrieg)

  2. Mir gefällt Dora Henriette am besten von den Schwestern. Aber außer Ingeburg finde ich alle Namen vergebbar.

    Meine Oma hieß Elfriede Erna Hulda. Diese Namen sind ja noch nicht wieder sonderlich beliebt. 😉

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  3. „Als ich rausgefunden habe, dass meine Oma offiziell gar nicht Else hieß, da lebte sie schon gar nicht mehr. In ihrer Geburtsurkunde stand Elsa Mathilde, aber sie wurde immer und überall ausschließlich Else genannt.“

    Ähnlich erging es mir auch schon oft, als ich viel später erst erfahren habe, dass ältere Verwandte eigentlich einen anderen Namen hatten / haben als ich vorher immer dachte.
    Meine Tante habe ich beispielsweise immer nur als Anne kennengelernt und erst viel später wurde einmal erwähnt, dass sie eigentlich Anna Elisabeth heißt. Nicht einmal meine Eltern waren sich noch sicher, ob sie nun Anna Elisabeth, Annelies oder Anneliese heißt… Auch bei meinem Großvater stand immer nur „Toni“ auf dem Klingelschild und nicht Anton.

    Das finde ich sehr interessant, denn bei den jüngeren Generationen wird es ja heutzutage nicht mehr so gehandhabt, dass Spitznamen wie die tatsächlichen Rufnamen verwendet werden. Auch wenn ich einige Kathis, Franzis oder Lennys kenne die immer so angesprochen werden, ist doch jedem klar dass sie eigentlich Katharina, Franziska und Lennard heißen.

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    • Auch ich erfuhr erst auf der Beerdigung meines Grossvaters (durch einen komplett inkompetenten Geistlichen, der es im Laufe der Veranstaltung nicht EINMAL schaffte, den Namen fehlerfrei auszusprechen), dass er nicht Aloys, sondern Aloysius Maria getauft worden war.

  4. Manche Leute bekommen dann Post und Urkunden mit dem falschen Namen, weil jemand von der Kurzform auf den falschen Namen geschlossen hat.
    zB: jemand nennt sich überall Willi, er bekommt eine Urkunde mit dem Namen Wilhelm, heißt in Wahrheit Wilfried.

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  5. Diese Namenskombis finde ich alle sehr hübsch und stimmig.

    Und ja, es ist interessant, wie viele heute wieder öfters vergebene–oder sogar modische–Namen hier vorkommen. Waltraud, Adelheid, Gertrud, Hildegard, das alles kommt hier nicht so vor, sondern ja, tatsächlich eher Namen, die nicht so vor Altdeutschtum strotzen.

    Vom Klang her mag ich als Kombi tatsächlich Dora Henriette am besten, das fließt so richtig schön. Dabei ist Dora aber gar nicht der Name, der mir als Einzelname am besten gefällt. Das ist dann eher Frieda.

    Mein Ranking der Einzelnamen sähe so aus:

    1. Frieda
    2. Emma
    3. Mathilde
    4. Anna
    5. Wilhelmine
    6. Magdalene
    7. Martha
    8. Ottilie
    9. Margareta
    10. Ingeburg (mag ich noch lieber als Ingeborg!)
    11. Alwine
    12. Luise
    13. Marie (eine Maria wäre Nr. 1)
    14. Henriette
    15. Dora
    16. Elsa (Else mag ich viel lieber–das käme vor Alwine)

    Alle diese Namen mag ich, bis Marie mag ich sie sogar sehr.

    Anna, Wilhelmine, Luise, Margarethe und Marie sind auch bei meinen Vorfahren häufig. Die anderen Namen sind in meiner Ahnentafel nicht, oder fast nicht, vertreten. Dafür gibt es dort viele Katharines/Katharinas und ganz idiosynkratische Namen, die jeweils nur einmal auftauchen, wie Stella, Rosina, Ruth, Vanetta, Dorothy, Pauline und anderes. Weitaus am häufigsten ist Anna, sehr oft als Anna Catharina.

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  6. „Als ich rausgefunden habe, dass meine Oma offiziell gar nicht Else hieß, da lebte sie schon gar nicht mehr. In ihrer Geburtsurkunde stand Elsa Mathilde, aber sie wurde immer und überall ausschließlich Else genannt.“

    So ähnlich ging es mir Ende letzten Jahres auch als mit meinen Eltern auf den Friedhof bin, wo mein Opa & weitere Verwantschaft väterlicherseits begraben liegt und ich plötzlich entdeckte das auf dem Grad der Tante meines Vaters Pauline stand. Ich hab sie nicht wirklich kennengelernt, ich weiß nur noch das sie als ich noch ein Kind war längere Zeit im Koma lag bevor sie starb, aber alle haben immer als „Tante Paula“ über sie gesprochen und obwohl ich schon ein paar mal an dem Grab war, ist mir tatsächlich bis zum letzten Mal nicht aufgefallen, das da Pauline steht. Meiner Mutter (die es ebenfalls nicht wusste) übrigens auch nicht. Wir haben immer automatisch Paula gelesen, schon verrückt.

    Also vier Geschwister ist in meiner gesamten Familie das absolute Maximum, deshalb staun ich immer, wenn jemand so viele Verwante hat.:-)

    Von den genannten Namen kommen in meiner Familie vor:
    Anna (Oma meiner Mutter), Wilhelmine (Tante meiner Mutter), Frida (Tante der Mutter meiner Mutter) und Ingeborg (Schwester meiner Mutter, genannt Inge) statt Ingeburg.

    Meiner Mutter (Eva Ramona) & ihr Bruder (Luis Paul) haben ja, anders als ihre Schwester die oben genannte Ingeborg (Ursula), eher moderne bzw. klassischere Namen. Sowohl bei meiner Mutter, als auch bei ihrem Bruder ist übrigens der Zweitnamen der Rufname.

    Genau wie meine Mutter hatte auch ihre Mutter (Monika) zwei Geschwister (Peter & Hermann). Der „Vater“ meiner Mutter (Alois) hatte drei Geschwister, neben ihm noch die besagte Wilhelmine, Hans und Anni. Alois wurde nach seinem Vater Alois benannt und seine Mutter ist die oben genannte Anna.
    Wie die Mutter von Monika hieß weiß ich leider nicht, der Vater hieß Kurt.

    Sonst weiß ich aus der Ur- Generation leider grade keine Namen. Die anderen Namen hab ich mir grade teilw. von meiner Mutter bestätigen lassen, mein Vater schläft bestimmt schon, deshalb kann ich ihn jetzt grad nicht anschreiben und fragen wie die Eltern seiner Eltern hießen etc. 😉

    Alois hat übrigens noch einen Sohn aus späterer Ehe, aber wie der heißt weiß ich leider nicht. Meiner Mutter hat keinen Kontakt zu ihrem Vater, sie & ihre Geschwister sind auch adoptiert vom späteren Freund der Mutter, mein Opa Gerhard.
    Dessen Schwester hieß Christa und sein Vater Otto, doch noch jemand aus der Ur-gen. Es ist mir grade total peinlich, aber mir (& meiner Mutter) fällt der Name seine Mutter nicht ein, dabei war sie neben Gerhard, Wilhelmine und Paul die einzige aus der Familie meiner Mutter, der ich zumindest als Kind mal persönlich begegnet bin, ansosnten besteht da kein Kontakt und meine Oma Monika ist leider sehr früh verstorben.

    Meine Oma väterlicherseits, also die Schwester von „Paula“, heißt Elisabeth und ihre andere Schwester hieß Anne.
    Mein Opa hieß Eberhard und seine Geschwister Anneliese und Georg.

    Meine Großeltern waren also je drei Kinder und haben dann auch nochmal 3 Jungs (Gerhard, Ulrich, Thomas) bekommen (+ein Mädchen, sie ist leider kurz nach der Geburt gestorben, weiß leider nicht wie sie geheißen hätte). Der älteste Sohn hat auch wieder drei Kinder, der mittlere zwei, und mein Vater (Thomas Andreas), tzja der hat nur mich, das reicht ihm bestimmt auch. 😀

    Bei der Familie meiner Mutter sind übrigens alle aus Südbayern und die meines Vater alle aus Ba.Wü., leben auch alle immer noch dort. Außer meine Eltern (&ich), da ist die Heimat schon seit Studium&Ausbildung meiner Eltern, München.

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    • Ergänzung: Wilhelmine wurde von mir und meinen Eltern übrigens nie Wilhelmine genannt, sie war immer „Tante Mini“ Ich wusste als Kind also auch lange gar nicht wie sie eigentlich heißt, vllt. konnte ich es mir auch nicht merken. Irgendwie hab ich als Kind eher an Mimi gedacht, vllt. weil es in der Schule die Fibel mit dem „Mädchen“ Mimi gab und das ähnlich wie Mini klang.:-D

  7. Ich hatte eine Großtante, die von allen „Cilli“ oder auch „Tante Zill“ gerufen wurde. Ich war dann sehr erstaunt, als sich herausstellte, dass sie tatsächlich Antonie hieß.
    Eine andere Großtante kannte ich nur als „Bobbi“. Tatsächlich hieß sie Anna.

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    • Ich hatte ein Onkel ,den ich von klein auf nur als Onkel Ben kenne …jeder hat Ihn Ben gerufen egal wer das war …und als er starb und ich die Traueranzeige gelesen haben …hab ich vor 3 x Ben Nachname gelesen …bis meine Schwester sagte …sag mal kannst du nicht richtig lesen??? und ich den mal die Augen scharf gestellt und mit einmal stand da Manfred Nachname …leider konnte mir keiner mehr erklären wie er zu Ben kam …hab nur noch erfahren das sein Sohn Sonny (Spitzname was mir als Kind schon klar war ,habs aber nie hinterfragt )wie sein Papa Manfred heist lach

  8. Meine Oma hieß mit Zweitnamen Elsa. Ihre jüngere Schwester hieß mit Erstnamen so.

    Ein Klassenkamerad hieß mit Zweitnamen Peter und sein jüngerer Bruder mit Erstnamen.

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  9. Eigentlich hätte Wilma besser gepasst. Denn Wilhelmine ist die einzige, die einen ungleich längeren Rufnamen hat!

    Dass Namen nicht den Rufnamen entsprechen, kenne ich auch noch.
    Meine Oma hat auch viele Geschwister, bei denen zum Teil Kurzformen oder die Zweitnamen benutzt werden/wurden.

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  10. In der Familie meiner einen Uroma hießen alle Mädchen mit Zweitnamen

    – Marie Louise oder
    – Marie Mathilde.

    Erst in der Generation meiner Mutter wurde diese Tradition beendet. Schade, ich hätte auch gern „[…] Marie Louise“ geheißen…

    Die Rufnamen waren ebenfalls heute genau so gut vergebbar wie damals 🙂

    – Anna
    – Caroline
    – Charlotte
    – Emilie
    – Emma
    – Henriette
    – Johanne
    – Friederike
    – Martha
    – Mathilde

    Im schlesischen Zweig der Familie bekamen Kinder jeweils nur einen Vornamen – aus dem Namenstagskalender. So gab es dann sowohl geläufige Namen wie Maria oder Johannes, als auch „Exoten“ wie Damasius und Hilaria. Jedenfalls wurden die Namen somit nicht „vererbt“ und häuften sich auch nicht.

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  11. Ich bin auch erstaunt, wie „modern“ die Namen klingen.
    Besonders gut gefallen mir

    1. Emma
    2. Magdalena
    3. Luise
    4. Wilhelmine
    5. Margareta

    Ich hatte es an andere Stelle schon erzählt, bis vor ein paar Jahren dachte ich, mein Großonkel (der Mann der Schwester meiner Oma) hieß einfach nur „Heini“. Ich war ganz erstaunt, dass er wie mein Opa „Heinrich“ heißt. Da mein Opa zuerst in die Familie einheiratete, wurde der andere wohl Heini genannt, um die beide von einander zu unterscheiden.

    Meine Großeltern sind noch nicht in dem Alter, in dem die Namen wieder trendig werden. Liegt vermutlich aber daran, dass sie für ihre Alter (Ende sechzig, Anfang siebzig) recht altmodische Namen bekommen haben, die mehr in den Kriegsjahren populär waren, als nach dem Krieg.
    Mein Opa ist ein typisches Nachkriegs-Nachzügler, ich denke, meine Uroma Klara ist da ihrem Stil treu geblieben. Sie hatte vier Söhne, von denen der jüngste als Baby verstarb.
    Günther
    Erwin (verstarb tragischerweise in meinem Alter)
    Heinrich (mein Opa)
    Friedrich (verstarb als Baby).

    Einzig Friedrich lese ich hier immer mal wieder.

    Meine Oma Rosemarie (genannt Rosemie) ist die Tochter meiner Uroma Pelagia, von der ich schon mal erzählt habe. Sie hatte auch vier Kinder (als hat sie immer noch, Uroma ist nur leider vor vier Jahren verstorben). Grund des Zweitnamens in Klammern.

    Martin Johann (Johann nach Uromas Vater)
    Rosemarie Luzia (nach Uromas Lieblingsschwester)
    Irmgard Veronika (keine Ahnung, hat ihr vielleicht gefallen, es liegt nicht an ihrem Geburtstag)
    Gisela Clara (nach Uromas Mutter)

    Wie gesagt, die Schwestern sind nicht so alt, wie man dem Namen nach vermuten könnte. Onkel Martin hat als einziger einen relativen zeitlosen Heiligennamen bekommen. War aber eher eine Notlösung, ursprünglich sollte er anders heißen (Gerald oder Gerhard, da muss ich meine Oma fragen), da Oberschlesien nach dem zweiten Weltkrieg aber zu Polen gehörte, wurde der Name vom dortigen Standesbeamten nicht zugelassen. Im Jahrgang meiner Oma war aber dann ein Kind mit dem entsprechendem Name in der Klasse.

    Mehr Potenzial sehe ich in den Namen meiner Uroma Pelagia und ihrer Geschwister.

    Meine Uroma Pelagia (Nesthäkchen, nach dem ersten Weltkrieg geboren) hatte drei ältere Geschwister (wohl ein paar mehr, die als Babys verstorben sind, aber von denen weiß ich nicht, wie sie gehießen haben).
    Martha
    Luzia (Tante Luzie)
    Robert

    Nach mehr Potential haben Uromas Eltern:
    Clara und Johann

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  12. Ja, die Namen klingen größtenteils heute wieder sehr modern!
    Besonders gut gefallen mir (in dieser Reihenfolge):
    Frieda
    Luise
    Emma

    ganz schön finde ich auch noch:
    Martha
    Elsa
    Mathilde (als Mathilda wäre sie vor Martha und Elsa gelandet)

    Dass die Menschen aus früheren Generationen häufig bei Kosenamen oder mit dem Zweitnamen gerufen wurden, kenne ich auch. Meine Uroma väterlicherseits wurde von allen immer Amama genannt. Ich war dann bei ihrer Beerdigung sehr erstaunt, auf dem Grabstein Emma (mit vollem Namen Emma Irmgard Auguste) zu lesen.

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  13. Soweit ich meine Familie zurückverfolgen kann, war keine Generation besonders kinderreich, daher habe ich namenstechnisch nicht so viel anzubieten.
    Die Eltern meiner Mutter wurden beide 1929 in Potsdam geboren und hießen Alfred Otto Paul (alles Namen aus seiner Ahnenreihe) und Ingeborg, genannt Inge. Beide waren Einzelkinder.
    Die Eltern meines Vaters stammten aus Hessen (er) und dem Ruhrgebiet (sie) und waren noch ein Stück älter, schätzungsweise Ende des 1. Weltkriegs geboren. Sie hießen Klara und Günther. Klara hatte eine Schwester namens Hildegard (genannt Hilde), Günther hatte mehrere Geschwister, darunter einen Werner, die Namen der übrigen kenne ich nicht.
    Auf der mütterlichen Seite gab es in den älteren Generationen (meine Mutter hat sie noch kennengelernt) u. a. zweimal Else, ebenfalls eine Hilde(gard) und eine Margarethe. Unter den Männern Alfred, Otto, Karl … Alfred Junior und Alfred Senior wurden unterschieden, indem der ältere Fiete und der jüngere Fredi genannt wurde.

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  14. Elsa Mathilda heisst auch eine Puppe, die vor einigen Jahren augenkrank von mir auf einem Flohmarkt gerettet wurde – und inzwischen mit neuen braunen Augen genesen als Mannequin für neue Muster oder Schnitte bei mir arbeitet. 😉

    Ingeburg/borg kommt bestimmt auch irgendwann wieder, spätestens wenn die aktuellen Mias, Bens und Lous „richtige“ Namen für ihre Kinder aussuchen werden. Ganz neu und mordern soll es sicher werden, und dann wird es doch…das Alte.

    So wie gegenwärtige Eltern Namen modern empfinden, die für ihre (Gross)elterngeneration altbacken hoch drei bedeuten. Kennt man den Begriff „Tante-Emma-Laden“ als Synonym für überholt und langweilig überhaupt noch? Wahrscheinlich nicht, sonst gäbe es nicht so viele kleine Emmas.

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    • Interessant, ich kenne den Begriff „Tante-Emma-Laden“ als Synonym für einen kleinen, inhabergeführten Einzelhandelsbetrieb.

    • Ja, nicht nur ein „kleiner, inhabergeführten Einzelhandelsbetrieb“, sondern konnotativ „klein, verstaubt, altmodisch und ohne Konkurrenz zu den sich damals entwickelnden Supermärkten“.
      Vielleicht kenne ich den Begriff schon länger, und er war tatsächlich so negativ und altbacken besetzt wie der Name Emma. Deshalb hiess er ja auch so.

  15. Spät aber doch auch noch eine kurze Aufzählung der Namen in meiner Familie (Österreich). Ich habe aus der Familie meines Vaters leider nicht einmal meine Großeltern kennengelernt. 100% sicher bin ich mir also nicht bei allen Namen.
    Wenn ich nicht falsch informiert bin, hießen alle meine vier Urgroßmütter Maria. Eine davon habe ich kennengelernt. In der Familie meines Vaters gab es die besagte Urgroßmutter Maria, ihren Mann Johann. Ihre Eltern Josefa/Josefine und Hermann (oder auch Johann, glaube ich). Ihre Großeltern hießen Florian und Amalie. Die müssten dann ungefähr in den 1820ern geboren worden sein und haben in Südtirol gelebt. In dieser Familie waren viele Militärangehörige und LehrerInnen, also eine bürgerliche Familie aus dem K.u.K.-Reich. Die Vorfahren meiner Mutter waren Bauern in einem anderen Bundesland. Und da gab es – wenn ich richtig informiert bin – unter anderem eine Walpurga und eine Creszenzia. Ich finde es sehr interessant, wie unterschiedlich die Namen vom Stil her sind. Die Namen der Südtiroler Vorfahren klingen für mich recht „normal“ und „vergebbar“. Ein Florian ist mit mir in die Volksschule gegangen. Die Namen der bäuerlichen Vorfahren würde ich nicht vergeben. Interessanterweise wirken die Namen der Nachfahren des Familienteils, der ursprünglich aus Südtirol kam, heute konservativer als die Namen des anderen Teils der Familie, der mittlerweile aber schon lange nicht mehr bäuerlich lebt. Wenn es nach denen gegangen wäre, hätte ich Magdalena, Theresa oder Katharina geheißen. Sie waren beruhigt, als meine Eltern meinen Namen dann doch auf eine Heilige zurückleiten konnten 😉

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    • Eine Creszenzia ist die Oma meines Mannes.
      Leider hab mein Mann sie nicht mehr wirklich kennen gelernt sie ist 1968 gestorben da war mein Mann grad mal 5 Jahre alt .

  16. Au das hat jetzt viele Erinnerungen aufgerufen
    Gut das mein Vati ein Taschenkalender aus dem Jahr 1964 hat ,und dort alle wichtigen Personen in sein Leben mit Name und Jahr den jeweiligen Tag zugeordnet hat .Alle hab ich leider nicht mehr zusammen bekommen

    Urgroßeltern Walburga (????) und Friedrich ( 1888)
    Urgroßeltern Anna( 1891-1967 ) und Fritz (18??) Großelter meine Mutter

    Urgroßeltern Traudel (1883-1962) und Friedrich (1883)
    zu dem zweiten Urgroßelter Paar steht leider nur Oma(1887) und Opa (1879)
    leider keine Vornamen was ich echt schade finde jetzt
    Großelter meines Vaters

    Großeltern von mir
    Gertrude (1921-1987) und Heinz (1918-????) Eltern meiner Mutter
    Geschwister von Oma Gertrude leider weis ich leider keine Reihenfolge und Jahreszahlen und von Opa Heinz hab ich auch keine gefunden .
    Fritz
    Waltraut

    Minna (1912-1990)und Ferdinand (1910-1987)
    zweiter Mann von Minna
    Johann (1906 -????)
    auch hier finde ich nur Geschwister von Oma Minna
    Hedwig
    Helmut
    Emma
    Elli

    Meine Eltern
    Margrit Anna (1946)
    Gerhart Ferdinand (1943-1987)

    Schwester meiner Mutter
    Ingrid Anni gerufen Tante Inge ( 1941-2008)
    Anne Gertrude (1943-1944)

    Geschwister meines Vater
    Werner (1931) er lebt noch 😉
    Anni (1933-2008)
    Elfriede( 1935-2001)
    Horst (1938-2017)

    hab in dem Heft noch eine Tante Ursel (Ursula 1923 -2012) gefunden wo ich jetzt kein Bezug zu finde zu welcher Seite sie gehört

    also das hat mir jetzt echt Spaß gemacht mal wieder in diesem Kalender zu stöbern und ich muss mir was feines für Onkel Werner zum 90 Geburtstag einfallen lassen …zum 80 hat er eine Fotocollage mit seinen Geschwister sowie der Kirchturm vom Heimatort erhalte ,die laut mein Cousin in sein Flur aufgehängt wurde. was mich sehr freu 😉

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  17. Ich kenne leider meist nur die Ruf- oder Erstnamen. Aber vorenthalten möchte ich sie euch nicht. Mütterlicherseits meine Urgroßeltern Magdalena und Johann mit den Kindern Erna und Adeline. Väterlicherseits kenne ich leider nur die Mutter meiner Oma, Frieda. Großeltern mütterlicherseits Oma Erna und (Heinrich genannt Heiner, nie kennengelernt und) Opa Kurt. Großeltern väterlicherseits Opa Helmut und (Anneliese nie kennengelernt und) Oma Brigitte. Großeltern sind im Zeitraum 1926-1949 geboren. Der jüngere Bruder von Helmut hieß Wolfgang und die Schwester von Heinrich Greta.

    Danach sind wir schon im Bereich der Eltern, Tanten, Onkel und Großcousinen, die ab 1949 geboren wurden. Heidemarie, Elke (2x), Jutta, Doris, Bärbel (2x), Sabine, Roland, Gabriele, Reiner, Dagmar, Ralf und Ellen.

    In der nachfolgenden Generation (1970-1990) gibt es Oliver, Jessica, Jennifer, Andreas, Katrin, Nadine, Steffen, Tobias, Madlin, André, Tom, Susanna und mich, Susanne.

    Alles eher unauffällige, zum Zeitpunkt der Vergabe übliche Namen.

    Als ich schwanger war, waren ziemlich lange Frieda, Magdalena, Johann, Kurt und Heinrich bei mir auf der Liste. Von seitens des Vaters kamen Anna, Gerda (als stummer ZN, Nachbenennung), Helmuth und Willy als Namensbeiträge aus der Urgroßelterngeneration. Es ist dann aber keiner der Namen geworden.

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  18. Eine Namensauswahl aus meiner Familie – Erst- und Zweitnamen in beliebiger Reihenfolge:
    Namen aus der Großelterngeneration (aus meiner Sicht):
    Josef, Maria, Therese, Simon, Anna, Johann, Christoph

    Namen aus der Elterngeneration
    Andreas, Georg, Josef, Emma, Ida, Trude, August, Erich, Johann, Simon, Christoph, Maria, Theresia, Anna, Rosina, Franz Xaver, Michael,

    Maria Eberhard Claudia Rudolf Anna Helmut Gerhard Karin Josef Michael Hannelore Theresia Reinhard Andreas Valentin

    Kindergeneration
    Martina Theresia Ralf Sabine Andrea Simon Valentin Christine Thomas Stefan Michael Andreas Matthias Simone Clemens Jonathan Philip Viola Maria Theresa Christoph Joachim

    Enkelgeneration
    Daniel Ferdinand Vincent Konrad Gregor Sara Lisa Christine Josephina Greta Theresa Marlies Leopold

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  19. Meine Omas teilen alle Namen miteinander. Die eine heißt mit vollen Namen

    Christa Dorothea Anna Minna Else

    die andere heißt

    Christa Anna Else

    Deshalb haben wir der zweiten dann auch einen Spitznamen gegeben, der nichts mit ihrem eigentlichen Namen zu tun hat 😀

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  20. Meine beiden Omas haben einiges gemeinsam. Beide hießen Maria. Beide hatten einen Bruder, der jeweils das älteste Kind der Familie war und ansonsten mehrere Schwestern. Die Brüder sind früh gestorben, im Krieg oder kurz danach.

    Hier die Mutter meines Vaters mit ihren Geschwistern, die Rufnamen stehen in Klammern:
    Heinrich
    Maria Regina (Maria) – meine Oma
    Katharina (Käthe)
    Dorothea (Thea)
    Franziska (Franzi)

    Und die andere Oma mit ihren Eltern (Conrad und Theresia) und Geschwistern:
    Conrad
    Theresia (Thea)
    Elisabeth (Lisbeth)
    Anna Maria (Änne)
    Franziska
    Maria Theresia (Mia) – meine Oma
    Agatha
    Luise

    Mein Opa Konrad hatte nur einen Bruder, Heinrich, genannt Heini. Leider ist er auch im Krieg gefallen.

    In der Urgroßeltern-Generation gibt es noch:
    Franz, 2 mal
    Joseph, 2 mal
    Conrad, 2 mal
    Heinrich
    Anna Maria
    Christine
    Maria
    Katharina (Katrina)

    Das sich die Namen oft wiederholen, sieht man ja auch in den anderen Beiträgen. Ein Dorf kommt gefühlt mit einem Dutzend Namen aus. Es ist ein spannendes Thema, ich könnte noch mehr dazu schreiben.

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  21. Meine Großmütter hießen Anna Emma Katharina Sophie und Katharina Maria, sie kam aus Russland vom Schwarzen Meer, ihr Vater war Arzt und Geistlicher. Meinen Großvater lernte sie in Moskau während dem Studium kennen, zur Zeit der Revolution. (Er war Baltendeutscher aus Riga). Genannt wurde sie Katja. Meine Lübecker Großmutter wurde Aija genannt.

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  22. Meine Omas hießen beide Maria. Die Opas Hans eigentlich Johann im Krieg gefallen und Peter. Die Mutter von meinem Vater hat in 2. Ehe einen Serben geheiratet Milorad genannt Milo. Milan war der Sohn aus seiner 1. Ehe. Die älteren Geschwister meines Vaters waren Hans Günter genannt Günter, Karl Heinz, Marlene. Die jüngeren Werner und Manfred. Meine Eltern waren Walter und Maria Doris genannt Doris. Mutter war die jüngste nach Odilia, Marianne und Peter.
    Ich habe die Namen Maria und Odilia dazugekommen nach Omas Uroma und Patentante.
    Tante Odilias Mann und Sohn haben den Namen Johannes. Tante Mariannes Mann und Sohn hießen Herbert. Ihre Tochter hat ihren Sohn Gerrit genannt nach Gert Gerhard der Name des Mannes und Schwiegervater.
    Wie Ihr seht sind Namen oder deren Abwandlungen weiter vergeben worden.

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  23. Meine Oma und ihre Schwestern hießen:

    Hildegard (nach der Mutter benannt) – gerufen Hildeli
    Johanna – gerufen Hanneli
    Gertrud – gerufen Trudeli
    Margaretha – gerufen Greteli

    Sie sind an der schweizer Grenze aufgewachsen, daher kommen die „lis“.

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  24. Meine Ur-Omas hießen:

    Maria Katharina
    Else Erna Frieda
    Magdalena Berta
    Hildegard

    Und meine mir namentlich noch bekannten Ur-Ur-Omas hießen:

    Frida
    Katharina
    Berta
    Berta
    Margareta (nach ihr wurde dann meine Oma Margaretha benannt)
    Maria

    Und meine Ur-Ur-Ur-Omas:

    Anna Barbara
    Friederike
    Friederike
    Marie Christiane
    Marie Magdalene
    Marie Magdalena
    Elisabetha
    Barbara
    Elisabethe Barbara
    Christine
    Rosa
    Beatrix
    Maria Serafine
    Maria
    Othilia
    Therese
    Franziska
    Johanna

    Falls sich jemand wundert, ja, wir haben einen riesigen noch erhaltenen Stammbaum. 🙂

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