Babynamen der Woche 48/2018

Colin * Carina * Nicolas * Oskar Engelbert * Lias * Nilo-André * Adriana * Vera * Enie * Luzia * Clara Helene * Lutz * Vanessa * Ole Colin * Antonia Nora * Lynette-Joline * Phileas Maximilian * Haylie Traude Irene * Jolanda Emmi Constanze * Noah Paul Gabriel * Lena-Friederike * Regina Kathrin * Mika Matthias * Vasilisa * Ellie Sophia * Yonas * Lauri Jasper * Lennja * Carl Moritz * Ava Lotta * Malo Marc * Devin David Dennis

Zwillinge

  • Konrad & Adrian
  • Julian & Ben
  • Sofia & Seline

Und außerdem …

48 Gedanken zu “Babynamen der Woche 48/2018”

  1. Meine Lieblingsnamen sind heute:
    Antonia Nora und Nicolas
    Das könnten auch Geschwister sein.

    Konrad & Adrian ist für mich die beste Zwillingskombination! Ich bin begeistert 🙂 Klanglich ähnlich, aber immerhin verschieden genug um keine Verwirrung zu verursachen, die es ohnehin bei Zwillingen gibt.
    Beide klingen gleich altmodisch und bodenständig.

    Damit kann man nichts falsch machen: Carina, Vera, Friederike, Clara Helene (nur ein bisschen langweilig) und Regina Kathrin.

    Yonas so geschrieben, gefällt mir nicht. Schreibfehler.

    Haylie Traude Irene- da musste man die Omas zufriedenstellen, aber es ist eine schreckliche Kombination.

  2. Der Burner der Woche ist wohl klar, nä? Das Geilste wäre dann, wenn der Nachname dann Dörpenbach, Dinkelsbühler oder Drigulski wäre. DDDD.

    Malo Marc. Der schlechte Mark.

    Vanessa klingt für mich wie ein Porno-Model, Vasilisa wie Vaseline.

    Regina Kathrin finde ich hübsch. 🙂 Ist aber eher meine Generation. Regina heißt eine Exfreundin von mir, Kathrin eine Haßliebe aus Gymnasiums-Tagen.

    Auffällig viele Einzelnamen dabei diesmal. Find ich gut.

    Vera gefällt mir sehr gut. Im Lateinischen „die Wahre“, im Russischen „der Glaube“. Auch phonetisch sehr schön, klingt zudem auch noch zeitlos. Das wäre meine Wahlpflicht!

    Nicolas ist in diesem Blog sakrosankt, weil der Sohn einer klugen Stammkommentatorin so heißt. 🙂 Und der Name ist auch wirklich hübsch. Man denke auch an den hl. Nikolaus von Kues. (Mein eigener Vorname kommt auch von Nikolaus, ist aber phonetisch zu weit davon entfernt, als daß im Deutschen noch sofort die Brücke dazu schlagen würde.)

    Über die ganzen Bionade-Namen mag ich mich nicht schon wieder aufregen – ich befürchtete, langweilig zu werden. :mrgreen:

    • Jan
      Danke für das Kompliment bzgl. Nicolas. Mit zweitem Namen heißt er Johannes, nach dem Opa und Uropa, damit hat er noch einen soliden deutschen Namen bekommen.
      Ich habe ja damit gerechnet, dass er im Kindergarten oder in der Schule auf andere Nicos, Niklasse usw. trifft. Aber er ist immer der Einzige. Nur sein Fußball-Trainer (geb. 84) heißt ebenfalls Nicolas, mit urdeutschem Nachnamen. Ich habe selten einen Trainer erlebt, der sich so engagiert und aus einer Multi-Kulti-Truppe, mit zwei Flüchtlings-Jungs, eine brauchbare Mannschaft aufbaut. Für einen 13jährigen ist er ein Vorbild (mehr als irgendein Heiliger).
      Aber nächste Woche, am 6.12., möchte er natürlich seinen Namenstag im kleinen Rahmen feiern.

    • Zweierlei:

      1. Ehrenamtlicher Sporttrainer für die Jugend zu sein, halte ich für eines der achtbarsten Ehrenämter. Mit den Begriffen „Ehrenamt“ oder „soziales Engagement“ wird meines Erachtens viel Schindluder getrieben. So nach dem Motto: „Macht doch mal bitte die Arbeit umsonst, für die wir ansonsten Leute bezahlen müßten!“ Aber engagierter Fußballtrainer für die Lütten, das finde ich wirklich gut!

      2. Ich heiße u.a. Klaas, weil meine Geburt eigentlich für den 6.12. prognostiziert war. 🙂 Hab mir dann aber – wie heute noch – mal wieder etwas mehr Zeit gelassen und erst am 12.12. widerwillig, mürrisch und meckernd das Licht der Welt erblickt.

      Das war schon als Kind ulkig und ist es immer noch:

      6.12. = Nikolaustag
      12.12. = Geburtstag
      24.12. = Heiligabend
      My way! Eigentlich viel zu heilig für mich. Aber mal am 12.12.12 Geburtstag gehabt zu haben, das war schon ganz hübsch. :o)

      Beste Wünsche schonmal für den Namenstag Deines Sohnes! 🙂

  3. Wahlpflicht: Vera oder Adriana, bei den Jungen wohl Carl Moritz, obwohl ich Moritz nicht besonders mag.
    Das meiste reizt mich nicht so zu Kommentaren, für Haylie Traude Irene schließe ich mich Astrid an.
    Vasilisa würde ich Wassilissa sprechen (und auch schreiben), dann klingts auch nicht mehr nach Vaseline. Da gibts ein russisches Märchen oder einen Märchenfilm, woher ich den Namen kenne – die schöne Wassilissa.

    • Wenn ich mich nicht irre, kommt Wassilissa aus dem Griechischen und bedeutet “Kaiserin”. Der erste Laut war ursprünglich ein b, wird im Neugriechischen und Russischen zu einem w. Ich habe den Namen tatsächlich auch als Kind in russischen Märchen gehört.
      In welchem Land mag Vasilisa die Standard-Schreibweise sein?

    • Das russische Märchen kenne ich in der Tat nicht – meine notorische Unwissenheit bei Kinderbüchern…

      Aber kennt ihr die Fahne der byzantinischen Paläologen-Dynastie mit den vier Bs?

      https://en.wikipedia.org/wiki/Byzantine_Empire_under_the_Palaiologos_dynasty

      Basileus Basileon, Basileuon Basileonton – König der Könige, über Könige herrschend.

      BBBB.
      Ben Boris Brian Becker.
      Bosse Bengt Bjarne Bodnarski.
      Bettina Bella Barbara Boskoop.
      Bastian Benedikt Bernhard Bähre. 😀

      b und v/w sind ja in vielen Sprachen nahe beieinander, so auch im Hebräischen.

      Leider reißen englische Umschriften von russischen Namen und Begriffen auch im Deutschen immer mehr ein. Yuri. Svetlana. Vasili. Schauderhaft, derlei gehört verboten.

      Wanja

  4. Bei Devin David Dennis musste ich an die letzte Familienzusammenkunft denken, bei der Vornamen das Hauptthema waren, da einer meiner Cousins im Frühling Vater wird. Was Jungennamen anging, wurde viel gelacht. So standen z.B. die Namen Ron Robert Ronny und Svenjamin im Raum. 🙂

    Die Jungennamen gefallen mir in dieser Auswahl insgesamt besser.

    Mein Favorit ist Carl Moritz.

    Nicolas und Phileas Maximilian gefallen mir ebenfalls.

    Bei Noah Paul Gabriel ist die Assoziation “ältester Sohn von Boris Becker” geweckt, der bekanntlich Noah Gabriel heiβt. Mir gefallen beide Kombis – mit oder ohne Paul.

    Bei den Mädchennamen sind heute mehrere dabei, die die Buchstabenfolgen -ra oder -ri enthalten; diese mag ich nicht so sehr.

    Meine Wahlpflicht wäre:

    Antonia Nora, Regina Kathrin und – Ellie Sophia.

    Konrad & Adrian finde ich supi für Zwillingsjungs.

  5. Carina: ein schöner Name, eigentlich lat. Schiffskiel, aber lässt sich auch über ‘carus’ (lieb, teuer) herleiten

    Oskar Engelbert: Oskar ist zurzeit eine beliebte Wiederentdeckung. Immerhin ist es ein kerniger Name im Gegensatz zu den vielen Liams und Lians. Engelbert ist schon die Härte. Als Nachbenennung machbar, aber ich kenne auch keinen Engelbert unter 100.

    Lias ist ein geologischer Begriff.

    Adriana: nicht mein Fall. Ich kannte mal eine Adriana, deren Eltern darauf bestanden, sie „Adrianna” auszusprechen.

    Vera: hübsch, schöne Bedeutung, aber mir sind bei Mädchennamen drei Silben lieber

    Luzia: Eine Lucia, die „Luzia” gesprochen werden soll. Hier finde ich die Anpassung der Schreibweise an die Aussprache in Ordnung, weil der Name in meinen Augen dadurch nicht verhunzt wird. Es bleibt nur noch die Frage nach der Betonung. Ich höre den Namen eigentlich immer nur mit Betonung auf dem i, aber den männlichen Lucius betont man auf dem u.

    Clara Helene: zwei schöne Namen mit ähnlicher Bedeutung, dadurch etwas doppelt gemoppelt. Klanglich eine harmonische und ausgewogene Kombination.

    Vanessa klingt für mich nach einem eingebildeten Gör. Generell neigen Mädchennamen mit Doppelkonsonanten dazu, bei mir diese Assoziation auszulösen.

    Ole Colin: Da gefallen jemandem „oll” klingende Namen. Bis auf diese phonetische Gemeinsamkeit finde ich die Namen sehr Gegensätzlich. Ole gehört zur Skandinavien-Fraktion, zu einem Colin stelle ich mir eher ungebildete Eltern vor. Colin gefällt mir klanglich gut, Ole klingt in jeder Aussprache albern oder unsympathisch.

    Antonia Nora: Erst ein Vollname, dann eine Kurzform — das gefällt mir nicht. Aber mir gefällt einfach der Name Nora nicht.

    Lynette-Joline: Bei Lynette denke ich sofort an ‘les lunettes’, frz. für ‘die Brille’. Die Brillen-Joline.

    Phileas Maximilian: Es sind vielleicht keine LaLeLu-Namen, trotzdem klingt mir die Kombination zu weich und gefällig.

    Jolanda Emmi Constanze: Jolanda ist mal ein interessanter Name. Man hat ihn schon mal gehört, besonders geläufig ist er aber nicht. Die Bedeutung finde ich auch schön, aber nicht unbedingt passend, da doch Ende November keine Veilchen mehr blühen. Vielleicht bezieht sich der Name auf die Zeit der Empfängnis und nicht der Geburt. Emmi hätte man wenigstens Emmy schreiben können wie die Mathematikerin Emmy Noether. Constanze ist mal ein harter Name, die Bedeutung gefällt mir.

    Noah Paul Gabriel: vermutlich ein religiöser Hintergrund, klanglich nicht mein Geschmack

    Lena-Friederike: Eine Kurz- und eine Langform durch Bindestrich verbunden, das gefällt mir nicht. Lena gehört wie Nora zu den Mädchennamen, die mir zu simpel sind.

    Regina Kathrin: Regina finde ich sehr schön, kenne ich sonst nur aus der Generation meiner Eltern. Kathrins gibt es zuhauf in meiner Generation. Bei Regina Katharina hätten sich die Eltern wohl an der Endungsgleichheit gestört.

    Mika Matthias: Zwei zeitlose christliche M-Namen, einmal die finnische, einmal die deutsche Variante. Konsistent wäre Mika Matti oder Michael Matthias. Die erste Variante klingt für mich nach einem Kleinkind, das seinen Namen noch nicht richtig aussprechen kann. Die zweite Variante wäre mir zu langweilig.

    Vasilisa: Da denke ich an das russische Märchen von der wunderschönen Wassilissa. Ein wirklich schöner Name.

    Ellie Sophia: Ellie kenne ich nur als Spitznamen für eine Elisabeth. Als Vollnamen finde ich ihn lächerlich und substanzlos. Sophia hingegen hat eine tolle Bedeutung und klingt schön.

    Lauri Jasper: Lauri ist wieder eine finnische Variante. Jasper gehört zu den Jungennamen mit J, die zurzeit wie Pilze aus dem Boden sprießen. Kasper (was auch nicht meine Wahl wäre) klang den Eltern wohl durch das böse K zu hart.

    Carl Moritz: Moritz ist schön, Carl wegen der Kürze nicht mein Geschmack.

    Malo Marc: Malo klingt auch für mich nach „schlecht, böse” und erinnert mich auch an poln. ‘mało’ (klein).

    Devin David Dennis: Der Buchstabe D hat es den Eltern wirklich angetan. Vielleicht beginnt der Nachname auch noch mit D. Auch das V scheinen sie nicht schlecht zu finden. Und sie mögen offensichtlich zweisilbige Jungennamen mit kurzem i vor dem Endkonsonanten in der unbetonten Endsilbe. Bei Devin denke ich an das Erdzeitalter Devon.

    • Zu Carina: Das mit dem Schiffskiel war mir neu, mein Latein-Wörterbuch bestätigt dies und erwähnt noch eine Nussschale. Wieder was gelernt.
      Im Italienischen bedeutet carino / carina so viel wie “süß, niedlich”. In meiner Schulzeit in Italien redeten die Mädels so über die Jungs, Francesco è carino und so. Ich schätze, dass Leute in Deutschland an Katharina denken und der Name als Nebenform betrachtet wird, Karin gibt es ja schließlich auch.

    • Bei Devin denke ich an das Erdzeitalter Devon.

      😀

      Das Schwesterlein könnte dann ja Carbonara Chiara Chrissie heißen.

      Oder das Brüderlein Jura Justus James. Der wird dann Anwalt.

      (Hab mal in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe gejobbt, wo man mit diesen Erdzeitalternamen und ihren geologischen Formationen permanent zu tun hatte.)

      Devon kommt ja nun von der englischen Grafschaft Devonshire, wird aber auf deutsch meist /dehVOOn/ und nicht /DÄvn/ ausgesprochen.

      Bei Malo könnte man – das war mir zu spät eingefallen – auch noch an Saint-Malo in der Bretagne denken. Das mit dem Polnischen ist auch richtig. Małopolska = Kleinpolen, also der auf das Mittelalter zurückgehende, aber bis heute gebräuchlich Name für die Gegend um Krakau.

      Aber die erste Assoziation bei mir war wirklich „schlecht“. Les fleurs du mal. Das Malheur.

  6. Ich möchte mir nicht die Ehre nehmen lassen, mich hier als erster über Lauri Jasper aufzuregen. Muddern hat irgendwo im Internet gelesen, daß „transgender“ heute todschick und angesagt sei. Also muß es unbedingt ein Namen sein, der für einen normalen Deutschen geschlechtlich nicht zuordenbar ist.

    Dazu noch noch der schauderhafte Zweitname Jasper. Klingt wie raspeln. Ich hatte auf Twitter mal – halb aus Wut und halb aus Jux – den FAZ-Journalisten Jasper von Altenbockum (eigentlich ein respektabler und kluger Kopf) als „Japser von Altenböcken“ bezeichnet. Der hat mich geblockt dafür. 😀 Außerdem hat Jasper in meinen Ohren irgendwie die Anmutung von selbstgestrickten Pullis aus brauner und naturbeiger Wolle. „Hallo, ich bin der Jasper.“

    Aber wie gesagt: Lauri ist noch viel, viel schlimmer.

  7. Mir fehlt gerade Energie fürs ausführliche Kommentieren, daher nur kurz.

    Mir gefallen:

    * Carina
    * Nicolas
    * Nilo-(André) (vielleicht Nilo mit Gewöhnung)
    * Adriana
    * Vera
    * Luzia (besser Lucia)
    * Clara (Helene)
    * Antonia Nora (einzeln, in Kombination lieber Nora Antonia)
    * (Lynette)-Joline (lieber aber Jolina)
    * Phileas Maximilian * Jolanda (Emmi Constanze)
    * Noah (Paul) Gabriel
    * (Ellie) Sophia (lieber Elena)
    * Yonas (lieber mit J)
    * (Lauri) Jasper 
    * Ava (Lotta)
    * (Konrad) & Adrian (passt zusammen, aber Konrad ist nicht meins)
    * Julian & Ben
    * Sofia & Seline (lieber Selina)

    Früher hätte ich gemocht:
    * Lena (finde ich inzwischen zu häufig und langweilig, der Klang gefällt mir noch)
    * Lennja (ist inzwischen leider sehr negativ besetzt, der Klang gefällt mir aber, nur würde ich den Namen nie mit Doppel-n schreiben!)

  8. Wahlpflicht:
    Regina als Einzelname oder Clara Helene
    Lutz (mit ZN, vielleicht Lutz Valentin).

    Wild geschüttelt:
    Vera Seline
    Oskar Gabriel
    Irene Constanze

  9. Wahlpflichtspiel:

    Carl Moritz – Rufname: Moritz
    Lena-Friederike

    Carl/Karl ist sicher ein ehrbarer Name, aber mir ist er zu kurz. Ich mag lieber zwei- oder dreisilbige Namen. Moritz ist ein guter Name, den könnte ich mir gut vorstellen.
    Lena Friederike würde ich lieber ohne Bindestrich schreiben. Es ist ja kein klassischer Doppelname wie Anna-Lena. Ich finde Lena nach wie vor gut. So häufig ist Lena in unserem Umfeld auch wieder nicht. Friederike passt richtig gut dazu, es ist ein seltener, zeitloser Name.

    diese Namen gefallen mir auch noch gut:

    Carina – sehr hübsch, gefällt mir! Ist Carina nun ein Eigenname, (lat. lieb, wert) sogar mit einer heiligen Carina (7.11.) oder ist es eine Kurzform von Catharina/
    Katharina?

    Vera – mag ich auch gern. Ein kurzer Name mit schöner Bedeutung und zeitlos. Ich kenne drei Veras (34, 18 und 6).

    Antonia Nora – Antonia gefällt mir wirklich sehr. Ich mag gern etwas längere Namen und Antonia ist wirklich ein Klassiker. Nora als Zweitnamen kann man machen. Vielleicht ist Nora eine junge Patentante.

    Luzia – hier haben wir ja eine Luzia. Ich würde das erstmal “Lutzia” aussprechen, so wie sich eine alte Luzia nennt. Ich finde diese Aussprache auch in Ordnung.

    Clara Helene – grundsätzlich völlig okay. Die Kombi ist mir aber fast schon zu brav. Außerdem mag ich Carla lieber als Clara.

    Lauri Jasper – Lauri klingt so, als würde Mami ihre kleine Laura rufen. Ich würde Lauri unbedingt noch ein ‘n’ spendieren. Laurin Jasper hätte ich sogar ganz gut gefunden. Ein Laurin würde mit seinem Namen zurecht kommen. Den Namen Jasper finde ich aber ganz in Ordnung.

    Lutz – in Ordnung, kann man machen, aber ich mag lieber etwas längere Namen.

    Konrad & Adrian – Ich kann mich für diese Zwillingskombi nicht begeistern. Ich mag den Namen Konrad (so hieß mein Opa). Ich finde Adrian passt nicht dazu. Adrian ist kein Uropa-Name, sondern gehört eher in die Fabian und Julian-Generation. Ich finde es besser, wenn Geschwisternamen gefühlt zur gleichen Generation gehören.

    Oskar Engelbert – Engelbert ist bestimmt eine Nachbenennung. Ich kenne zwei alte Engelberts (über 80). Oskar ist nicht so meins. Oskar gehört schon zur nächsten Generation. Da ich weder einen jungen noch einen alten Oskar kenne, ist das für mich ein “neuer” Name.

    • Jäp, Adrian klingt nach kleiner Junge. Maximal fünfzehn. Trotz des Adrian Leverkühns in Thomas Manns „Doktor Faustus“. Das philologische Alter eines Vornamens ist ja nicht so wichtig wie die Altersassoziation, die man dabei hat.

      Konrad hingegen ist uralt. Der Name geht buchstäblich bis ins Frühe Mittelalter zurück. Ein Urgroßvater von mir hieß so. Und: Der Name ist immer noch ein bißchen von Adenauer besetzt – steht also auch für „listiger und agiler alter Mann“.

      Bei aller Liebe zu traditionellen, alten Vornamen: Adrian und Konrad passen einfach wegen des „gefühlten Altersunterschiedes“ nicht gut zusammen.

      Jasper mag sich vielleicht in westfälischen Ohren anders anhören als in niedersächsischen. Nochmals zu J. von Altenbockum: Heute, nach meiner De-facto-Rückkonversion von links nach rechts, ist das fast mein Lieblings-FAZ-Autor. Unvergessen ist in der Tat sein Kommentar „Die Rocky Horror Hitzlsperger Show“ von 2014. (Wird bis heute in dem Wiki-Artikel zu J.v.A. verlinkt.) Aber den Vornamen, ich mag ihn einfach nicht.

      Über den Hitzlsperger haben die Neurechten übrigens 2010 herzlich gelacht: Erst jahrelang flammend-empörte Artikel in staatsfinanzierten Antifa-Blogs verfassen (noch ohne sich zu „outen“) – und dann ausgerechnet zu Lazio Rom gehen. Also zum Klub Benito Mussolinis, der in Italien bis heute als Fascho-Verein gilt. (Und es auch ist.) Das kann nur einem Thomas oder einem Tobias einfallen. Ich muß aber zugeben, daß Hitzlsperger mir als TV-Kommentator heute gut gefällt; er kommt sympathisch rüber. (Wenn auch nicht so sympathisch wie das hochrespektable Mischgezücht Mehmet Scholl.)

  10. Engelbert * Vielleicht ist der Name wg. Engelbert Strauss, einer derzeit recht angesagten Marke für im Alltag getragene Berufsbekleidung, wieder in. Das Logo, ein weißer Vogel-Strauß auf rotem Grund ist ein echter Hingucker.

  11. Toll finde ich:
    Carl Moritz
    Oskar Engelbert
    Konrad
    Regina Kathrin
    Clara Helene
    Noah Paul Gabriel

    Gut finde ich:
    Adrian
    Lutz
    Vera
    Luzia
    Vanessa
    Julian
    Ava Lotta
    Adriana

    Zu Jolanda Emmi Constanze: Jolanda finde ich als Namen nicht schlecht, noch lieber mag ich im Deutschen Jolande oder Iolanthe. Emmi als Zweitnamen–na gut. Finde das geht. Emma hätte ich noch besser gefunden. Constanze als edlen Drittnamen, der das ganze auf recht hehre Weise beendet und klanglich an Jolanda anknüpft–das finde ich gut. Insgesamt eine eigenwillige aber letztlich doch ganz schöne Kombi.

  12. Nochmals zu den finnischen Namen Mika und Lauri.

    Die finnischen Namen lassen sich nicht so einfach erklären wie die Schweden-Namen schon in meiner Generation durch den Schweden-Fimmel des BRD-Linksliberalismus. Im Zweiten Weltkrieg waren Deutschland und Finnland Verbündete, auch wenn sich in D heute niemand mehr an den „Winterkrieg“ 39/40 zwischen Finnland und der SU erinnert. (Für die Sowjets war er zwar letztlich siegreich, aber doch ziemlich blamabel. Im Winterkrieg wurden übrigens von den Finnen die Molotow-Cocktails erfunden.)*

    Finnland ist auch kein klassisches BRD-Tourismus-Ziel wie Schweden oder Dänemark. Finnland steht sozusagen zwischen dem germanischen Skandinavien und Rußland – man denke an die Republik Karelien in Rußland nördlich von Petersburg mit finnischer Titularnation und -sprache (Rußlands Beute im Winterkrieg). Finnland stand jahrhundertelang unter schwedischer Oberhoheit, dann ab 1809 unter russischer. Die Oberschicht blieb schwedischsprachig.

    Die finnische Sprache ist in Europa trotz ihrer (entfernten) Verwandtschaft zum Ungarischen vollkommen isoliert. Die finnougrischen Völkerschaften an der mittleren Wolga kennt in Deutschland kein Mensch; kein Mensch in Deutschland kann Finnisch.

    Und dennoch tauchen hier relativ oft finnische Jungs-Vornamen auf.

    Mika kann man sich durch Häkkinen erklären. (Es soll ja viele Deutsche geben, die Wett-Autofahren und Golf für Sport halten. Für mich sind das Schnösel- bzw. Opa-Freizeitbeschäftigungen.)

    Es bleibt wohl wieder einmal nur die Phonetik/Euphonie zur Erklärung: Finnische Namen sind – wie die ganze finnische Sprache – sehr vokalreich. Das -i bei Jungsnamen hört sich im Deutschen erstens wie eine Koseform und zweitens androgyn an, obwohl es das linguistisch nicht ist. Beim -a ganz ähnlich. Und auf sowas steht halt der verweichlichte Neudeutsche.

    *) Ich hatte eine recht hübsche, blonde finnische Kommilitonin. Bei einer Party hat ihr ein angetrunkener Kommilitone eine Lobeshymne auf Marschall Mannerheim gesungen. Originell war die Anmache – erfolgreich war sie freilich nicht. 😀 Wir haben noch lange darüber gelacht. (Er selbst natürlich nicht.)

    • Es stimmt, dass die finnische Sprache sehr reich an Vokalen und Diphthongen ist und somit eigentlich zum heutigen Namensgeschmack passt. Andererseits enthalten viele der finnischen Namen, die ich hier schon gehört habe, Plosive: Pekka, Mika, Matti, Jukka. Diese Namen klingen nicht so butterweich wie Liam, Lian usw. Ausschlaggebend sind hier vielleicht wirklich die Endungen auf -a und -i.

      Ich kenne Mika-Eltern; ob sie den Rennfahrer überhaupt kennen, bezweifle ich. Sie fanden den Namen einfach schön.

      Bei den Koseformen auf -i frage ich mich schon seit einer Weile, ob es sich dabei um einen Anglizismus handelt. Im Englischen werden doch auch gerne Koseformen oder Abkürzungen auf -y gebildet.

    • Kann sein… Ich kenne aber persönlich eine Frau, ein paar Jahre jünger als ich (sie ist also heute so Mitte 40), die einen ihrer beiden Jungs Mika benannt hat. Und die war eine große Anhängerin des Auto-Wettfahr-Gewerbes. (Ich weigere mich weiterhin, das als Sport zu bezeichnen…)*

      Hypothese: Mika wurde durch Häkkinen in Deutschland eingeführt, hat sich aber mittlerweile vollkommen von ihm gelöst.

      Was Du über die finnischen Konsonanten schreibst, stimmt ohne Zweifel. Und ja, die finnischen Namen sind immer noch hübscher als Weichteilnamen wie (E)Lias. Nur sind sie eben nicht deutsch.

      Übrigens war Finnisch die Lieblingssprache von J.R.R. Tolkien – er hat sich vom Finnischen zu seinen Elbensprachen anregen lassen.

      *) Freilich war sie auch eine Anhängerin des Boxsports, eine der edelsten und männlichsten Sportarten überhaupt. Ich habe Kuba immer für seine grandiosen Amateur-Boxer bewundert – „die Fäuste der Revolution“. Auch in der DDR wurde der Boxsport sehr gepflegt. Das Profi-Boxen im Westen hat einen Zug ins Halbweltliche, aber das ist ja nicht so schlimm.

  13. Bei Lynette musste ich auch sofort an Brillengläser denken.
    Malos Eltern könnten in der Normandie/Bretagne Urlaub gemacht haben.
    Engelbert hat im Kurkölnischen Tradition, könnte also eine dortige Nachbenennung sein. Oder doch Engelbert Humperdinck?
    Haylie Traude Irene – uuuuhhh… Irene allein wär doch hübsch gewesen!

    Insgesamt diesmal relativ viel Normales aber eher Langweiliges,
    Clara Helene und Regina Karthrin sind sie einzigen, die mir wirklich gefallen.
    Cael Moritz geht gerade noch.

    Auch die Zwillinge sind alle nicht so meins.

  14. Eine der Hauptcharaktere aus “Desperate Housewives” heißt Lynette. Diejenige, die mit ihren etlichen Kindern oftmals etwas überfordert wirkt.

    • Lynette ist in den USA ein etwas altmodischer, aber nicht ungewöhnlicher Vorname. Es gibt auch Lynée und viele anderen Variationen von Lynne.

      Lynette kann sich von Lynne ableiten–einfach eine Weiterbildung–oder von Linette, was auf den Vogelnamen “linnet” zurückgeht.

      Für Deutschland finde ich Lynette noch passender als Lynne, muss ich sagen.

  15. Ich wähle
    Clara Helene, Nicolas & Carl Moritz
    Schöne, gängige Namen. Moritz finde ich von der Bedeutung etwas langweilig, meist umpassend und oberflächlich.

    Wild geschüttelt:
    Ava Helene
    Jasper Carl Nicolas
    Oskar Paul Gabriel

  16. Zu Adrian hätte ich einen römischen Namen gewählt, wie Valentin oder Konstantin, wenn man Julian, Florian und Co vermeiden will.
    Zu Konrad hätte ich einen“altdeutschen“Namen gewählt, wie Dietrich, Bernhard oder Theoderich.
    Statt Ava Lotta hätte ich Eva Lotte gewählt, statt Antonia Nora lieber Nora Antonia, statt Regina Helene lieber Regine Helena.
    Caspar, Kaspar und Jasper hört man öfter in der Generation meiner Enkelkinder.
    Wenn wir schon bei den Weisen im Morgenland sind, der Teddybär meiner Tochter hieß Balthasar.;)
    @ Jan, mein Enkel hat auch am 12.12. Geburtstag. Er wird vier. Anlässlich des Geburtstages seiner Schwester sagte er: Er tut mir in der Seele weh! Oh, was denn? Dass es noch so lange dauert, bis ich Geburtstag habe.;)

    • Tja, das waren noch Zeiten, als man seinem Geburtstag entgegengefiebert hat – heute würde man ihn lieber noch ein bißchen hinausschieben! 😉 Ist ja nun bald wieder soweit… In meiner Generation hört man ab und zu „Ehrentag“ – habe immer den Verdacht gehabt, daß dadurch auch der Bezug zum Alter ein bißchen verschleiert werden soll.

      Vor allem alles Gute für den Kleinen! 🙂

      Richte ihm vielleicht aus, daß es dringend Zeit wird, daß mal einer vom 12.12. bekannter wird als Frank Sinatra. Er soll also fleißig werden und gleichzeitig Charme entwickeln. (Entschuldigung, bitte, wenn das jetzt eine zu persönliche Bemerkung unter Leuten, die sich nicht kennen, war.) Mag er in jedem Fall einen schönen Geburtstag haben!

      Noch zu Ava. AVA steht in der Önologie für „American Viticultural area“ = „Amerikanisches Weinbaugebiet“. Das ist für US-amerikanische Weine so etwa das, was in Europa b.a (Deutschland), DOC (Italien) oder AC bzw. AOC (Frankreich) heißt. Also ein Wein aus einem bestimmten Herkunftsgebiet.

  17. @ Jan, Danke, Philemon ist ein aufgeweckter Bub, ich hoffe, er wird seinen Weg gehen.
    Übrigens würde ich statt Phileas immer eher Philemon vergeben. Bedeutung der Freundliche

  18. Na ja, bei Leuten, die ihre Tochter Lynette nennen, dürfte wohl weder die Bedeutung „Brille“ noch die Bedeutung „Zifferblatt“ eine Rolle gespielt haben oder auch nur bekannt gewesen sein.

    Ich persönlich finde Brillen bei Frauen meistens ausgesprochen süß – vielleicht auch aus projiziertem Eigeninteresse, weil ich selbst seit frühen Kindertagen Brillenträger bin. Aber aber auch heute noch hassen viele Frauen ihre Brillen. Leider. (Habe stets versucht, ihnen diesen Unfug auszureden.) Jedenfalls benennt aber kein Mensch seine Tochter nach dem französischen Wort für Brille. 😉

    Wikipedia belehrt mich gerade: „Lünette (Guillotine), Holzkragen für den Hals bei der Guillotine“. 😀 Ich habe für eine rechtsintellektuelle Zeitschrift (nämlich für die Sezession) mal ein Buch über die Geschichte der Guillotine rezensiert. In Frankreich wurde die Guillotine früher das „Rasiermesser der Nation“ (rasoir national) genannt – grandiose, typisch französische Redewendung! 🙂 Zum letztenmal wurde übrigens erst 1979 rasiert. Aber das mit der Lunette war mir neu. Vielleicht taucht hier in den BdW ja mal eine kleine Guillotine auf. 😀

    Heinrich Heine schreibt im „Wintermärchen“ (Caput XVII) über die Guillotine folgendes. Das lyrische Ich (also Heine selbst) erklärt dem Kaiser Friedrich Barbarossa, was eine Guillotine sei:

    „Bei dieser Methode bedient man sich
    Auch einer neuen Maschine,
    Die hat erfunden Herr Guillotin,
    Drum nennt man sie Guillotine.

    Du wirst hier an ein Brett geschnallt; –
    Das senkt sich; – du wirst geschoben
    Geschwinde zwischen zwei Pfosten; – es hängt
    Ein dreieckig Beil ganz oben; –

    Man zieht eine Schnur, dann schießt herab
    Das Beil, ganz lustig und munter; –
    Bei dieser Gelegenheit fällt dein Kopf
    In einen Sack hinunter.“

    Und nach einem Uhrblatt? Kann man sie ja gleich Vanitas nennen. 😀

    „Der kleine Mond“ ist freilich recht hübsch – obwohl der Mond ja erst richtig schön wird, wenn er tief steht und dadurch größer wirkt. (Bis heute weiß übrigens kein Mensch, wie dieser optische Effekt zustande kommt.)

    Kurzum: Ich bin mir nahezu sicher, daß Lynette einfach irgendwo aufgeschnappt wurde und daß die Bedeutung bei der Benennung keine Rolle gespielt hat.

    Gestern war ich beim Zahnarzt und mußte mir dann noch einen weiteren Termin geben lassen. Angesichts der hübschen türkischstämmigen Zahnarzthelferin, die den Termin vergeben hat, mußte ich spontan an das „Fräulein Gibtermine“ in irgendeinem Asterix-Heft denken und mir das Lachen verbeißen. Freilich war das Mädchen verheiratet, wie sie mir zuvor in einem kurzen Schwatz erzählt hatte. Das geht bei unseren Türken halt schneller als bei uns Ethnodeutschen. Deutsche und Deutsch-Türken können voneinander lernen – das ist meine tiefste Überzeugung. Sie von uns zum Beispiel kritisches Denken, einen gewissen kulturellen Schliff und geistige Freiheit, wir von ihnen Ehre, Familiensinn, Männlichkeit und Achtung vor dem Alter.

    Übrigens habe ich den Eindruck, daß man die traditionelle Anrede Fräulein für eine unverheiratete Frau heute erfreulicherweise wieder etwas öfter hört als in meinen Studientagen, in denen sie völlig verpönt war. Ich wäre fast mal aus der Niedersächsischen Landesbibliothek rausgeschmissen worden, weil ich eine Bibliothekars-Trulla, die mich nicht ausstehen konnte, wiederholt absichtlich mit „Fräulein [XY]“ angesprochen hatte. War eine hübsche Frau, etwas älter als ich. Ich hatte sie wohl gelegentlich etwas zu lüstern und mokant angeglotzt, und das ist dann irgendwie in einen Kleinkrieg ausgeartet. Die hat dann mal dafür gesorgt, daß ich 55 DM Mahngebühren (wegen verspäteter Buchrückgaben) auf einmal bezahlen mußte, obwohl man da ansonsten hannöversch-konziliant war. Frauen können grausam sein! 😀 Ein Freund von mir meinte: „Ach, reg Dich doch nicht über so ’ne Buchstütze auf!“

    Bei Engelbert bin ich mir nicht sicher: Nachbenennung? Heiligenname? Regionaltradition? Reiner Bionade-Name? Im Zweifelsfall wohl eher letzteres…

    So, und wer bis hierhin gekommen ist, hat mal wieder einen echten Jan-Sermon überlebt. 😀

  19. Nordische Namen sind toll.Lauri ist schön und noch seltener als Matti oder Leevi. Absolut mein Favorit.
    Finde auch nicht das man denkt es wäre weiblich schon gar nicht mit der Kombi Jasper. In der Generation werden in Schulklassen viele Schüler geben die Matti Taavi Jari Lauri oder Leevi heißen. Kenne auch schon in der Generation meiner Tochter die Teenager ist Jungs die Matti oder Lauri heißen. Leevi oder Levi gibt es hier wie Sand am Meer‍♀️

  20. @Jan, nix für ungut, aber bevor ich Kunst studiert habe, war Bibliothekarin. Ein schöner Beruf und eine gute Grundlage für das Leben. Habe den Beruf gerne ausgeübt.

    • @Wimu, ich stimme Dir ja auch größtenteils zu. Ich habe einen Gutteil meiner Kindheit und Jugend in Bibliotheken verbracht. Im Studium war ich natürlich sowieso permanent da. Hatte auch immer wieder Studentenjobs in Bibliotheken: Bücherschlepper im Magazin, RAK-Daten-Eingebe-Knecht etc.

      Mein Lieblingsautor ist Jorge Luis Borges, der Bibliothekar von Buenos Aires.

      Und ich bin weiterhin der Meinung, daß das Wissen der Menschheit in einer Kleinstadt-Bibliothek der 70er besser abgespeichert war als im ganzen verfickten Internet heute. 🙂

      Nur: In Wissenschaftlichen Bibliotheken herrscht oft ein eher schlechtes Arbeitsklima. Viele, oft hochsensible Mädels unterschiedlichster Alterskohorten stehen sich gegenseitig auf den Füßen und ätzen sich oder die Benutzer an.

      In kleinen Öffentlichen Bibliotheken sah es früher besser aus. (Eine ehemals Angebetete von mir hat Bibliotheks-Assistentin gelernt.) Eine (!) Frau führt das Kommando und peng. Heute hingegen wird mir schlecht, wenn ich mal wieder eine Öffentliche Bibliothek besuche: Kaum noch Bücher in den Regalen, dafür zweimal die Woche Bastelstunden für Kinder – und von den verbliebenen Büchern ist etwa die Hälfte Ratgeber-Literatur: Kindererziehung, Sex im Alter, Rücken-Muskulatur-Training, Blablabla für Dummies, „Wie werde ich mit meiner Katze glücklich?“. Dazu dämliche Fantasy-, Historien- und Gender-Romane („Der Dürer-Code der Wanderhure“, „Heinz-Werner. Die Tochter der lesbischen Päpstin“, „Mia macht bei #metoo mit“). *spei*

      Borges hat gesagt: „Deutschland ist der universale Spiegel, das Weltbewußtsein.“ Das wird es aber mit Ratgeber-Schwarten kaum so bleiben.

      Ach, was soll aus unserem deutschen Vaterland werden? 🙁

      Um Pardon für die langen Antwort!

      Johanna Nicole Wilhelmine

  21. Lauri Jasper ist der schönste Name hier frech niedlich und nordisch.Engelbert bei Oskar ist auch irgendwie einzigartig. Bei den Mädchen Ava.

Schreibe einen Kommentar