Babynamen der Woche 36/2018

Noah Uli * Daniel * Yuna Alexandra * Paula Genoveva Magdalena * Max Pepe * Annalena Petra * Hugo Manuel * Lea Sophie * Sophia Susanne Irmgard * Leonie Birgit Andrea * Mia Erika * Philipp Helmut * Alea Doris * Lilian Frieda Charlott * Valentino Fritz * Julia * Oskar Otto * Paul Claus * Ida Karina * Nadine * Elias Alexander * Marina Louisa * Dominik Lorenz * Maria Rebekka * Alfred * Matilda Reni * Vanessa Valentina * Ria Sophie * Linda * Luka Anni * Othniel (m) * Jella Hansine

Glückliche Familie © Gouraud Studio - Fotolia.com
Illustration © Gouraud Studio – Fotolia.com

Zwillinge:

  • Daniel & Dominika
  • Matilda & Marlene
  • Laetitia & Lisann
  • Julia & Laura
  • Paul & Tilda

Und außerdem …

40 Gedanken zu “Babynamen der Woche 36/2018”

  1. Wahlpflicht:

    Marina Louisa und Dominik Lorenz

    Wild geschüttelt:

    Valentina L(o)uisE
    Marina Laetitia
    BELinda Sophia
    Carina LilianA
    Lorenz Valentin

    Noah Uli: Noah lässt mich nach wie vor nur an die Arche Noah und einen alten bärtigen Mann denken. Uli ist für mich ein Spitzname.

    Paula Genoveva Magdalena: Hier ist der Erstname vergleichsweise unspektakulär.

    Lilian Frieda Charlott: Ich finde, es sieht schrecklich aus, das Endungs-e wegzulassen, um eine französische Aussprache zu erzwingen.

    Oskar Otto: ein bisschen viel O

    Paul Claus: die Eltern sind sich einig, welchen Diphthong sie mögen

    Nadine: ist für mich ein Schubladenname der 80er/90er Jahre

    Matilda Reni: Mir gefiele Mathilda Verena besser. Reni ist für mich wie Leni ein Spitzname.

    Vanessa Valentina: klingt nach einem eingebildeten Prinzesschen, Valentina gefällt mir jedoch

    Luka Anni: unschöner AA-Übergang, Anni ist für mich ein Spitzname

    Jella Hansine: den Zweitnamen habe ich noch nie gehört, finde ich als Zweitname ganz gut, vielleicht ist es eine Nachbenennung nach Uropa Hans

    Nachbenennungen:

    Annalena Petra, Sophia Susanne Irmgard, Leonie Birgit Andrea, Mia Erika, Philipp Helmut, Alea Doris, Valentino Fritz

    Daniel & Dominika: da hat der Bruder neben seiner Schwester einen sehr ausgelutschten Namen

    Matilda & Marlene: Ich spendiere Matilda ein H, dann gefällt mir die Kombination.

    Laetitia & Lisann: Ich spendiere Lisann ein E, dann finde ich die Kombination nicht schlecht. Die Namen sind vom Stil her unterschiedlich, ohne dass es wie ein zu großer Stilbruch wirkt. Durch das L am Anfang haben sie eine Gemeinsamkeit.

    Julia & Laura: völlig ausgelutscht

    Paul & Tilda: Paul ist in Ordnung, wobei ich längere Namen bevorzuge. Tilda klingt für mich neben Mathilda eher sprunghaft.

  2. Wahlpflicht
    Nix – leider.

    Gute Einzelnamen
    Ida
    Paula
    Max
    Daniel
    Philipp
    Paul
    Lorenz
    Manuel

    Burner
    Jella Hansine * Hansine. Ich dachte immer das wäre ein Scherzname.

    Passt
    Hugo Manuel *
    Julia & Laura * gängig
    Paul & Tilda * Matilda wäre noch passe der

  3. Ich kann ” ausgelutscht” nicht mehr lesen.
    Wie oft ist es so, dass Namen irgendwann modern werden und es dann eben auch einige Zeit bleiben! ?
    Ich finde diese Ausdrucksweise ganz schrecklich!
    Wie sollen sich Eltern fühlen….Ach, ich hör auf …..

  4. Marina gefällt mir, erinnert mich an Marina Zwetajewa, ein russische Dichterin, die ich sehr verehre. Hansine ist ein Boot, Schiff, aber natürlichen kann man auch Hans abwandeln, wobei mir Hanna besser gefällt.
    Mit Dominika habe ich Probleme, ich hätte Dominik und Daniela genommen,
    Luka Anni empfinde ich nicht gelungen, nachdem es an jeder Ecke einen Luca gibt, Lieber Lucia Anna oder Anna Lucia.
    Zu Laetitia hätte ich nicht Lisann genommen, eher Leonore.
    Paul und Paula wird heute sehr oft vergeben, mir gefällt die Bedeutung nicht, der Kleine, die Kleine
    Mit Noah habe ich auch Probleme, er ist für mich für die Arche zuständig und dann gibt es den Namen mittlerweile auch für Mädchen.

  5. Auch mir scheinen viele Nachbenennungen dabeizusein – was ich gar nicht schlecht finde, denn vielleicht kommt dadurch ein etwas aus der Mode gekommener Name wieder in Erinnerung.

    Hansine muss allerdings nicht dabeisein. Ich habe ihn in einem Nachschlagewerk mal gelesen und fand es einen schlechten Scherz. Wenn Opa Hans Pate wird, kann das Mädchen doch Hanna oder Johanna heissen… Ausserdem lese ich Hansi oder Häschen und weiss nicht, was schlimmer davon ist. Jella macht die Sache auch nicht besser. Jelly Beans…

    Gut gefallen hat mir Genoveva Magdalena, die langweilige Paula ist nicht so meins.
    Vanessa Valentina klingt trotz des “VaVa” stimmig, und das obwohl ich beide Einzelnamen nicht besonders schätze.
    Alea Doris lässt mich zwischen Würfeln und Aloe Vera schwanken, Doris (die Oma?) wäre hübsch gewesen.
    Paul Claus – auauau, und zwei einsilbige Namen klingen wie eine schlechte Aufzählung. Paul Nikolaus hätte mir besser gefallen.
    MatHilda wäre zweimal schöner gewesen.
    Uli, Reni, Ria, Anni, Mia – für mich sind das keine Namen, nur Lallformen, aber darüber wurde ja schon oft genug geklagt.
    Alfred – muss man mögen…
    Oskar Otto wäre auch mir zuviel ooooooooo,
    Irmgard verdient mal wieder Erstname zu werden,
    Maria Rebekka gefällt mir unerwartet gut,
    aber Othniel – muss man wirklich jeden biblischen Namen ausgraben?

  6. Heute gibt es nur zu einem Namen Senf:

    Hansine * Ich vermute mal eine Nachbennung nach dänischer oder norwegischer Verwandtschaft. Zum Glück ist es nicht der Rufname, für mich klebt der Name (in der Schreibweise Hansigne) and Erik Soya’s 17 (verfilmt als: Siebzehn – Vier Mädchen machen einen Mann), und DAS muss nicht sein.

  7. Wahlpflicht:
    Elias Alexander – ich mag die Einzelnamen, aber es gibt bessere Kombipartner
    bzw.
    Marina Louisa mit Louisa als Rufname und am besten auch an erster Stelle

    Philipp Helmut – finde ich eine gute Kombi bei einer Nachbenennung
    Maria Rebekka – hier kommt das r sehr schnell wieder, finde ich umgedreht besser

    Zu Jella Hansine: Vielleicht dänischer Hintergrund? Im Urlaub ist mir das erste Mal der Name Jensine begegnet.

    Zum Thema ausgelutscht: Es ist eine Meinungsäußerung – sicher nicht der schönste Begriff, aber ein Name der oft genommen wird, hängt manchen vielleicht zum Hals heraus. Das sind dann diejenigen, die auf Namenssuche bei Knuds Listen je nach Empfindlichkeit erst ab Platz 50, 100, … anfangen sollten zu lesen.

  8. Wahlpflicht:
    männlich: Hugo Manuel / Dominik Lorenz
    weiblich: Ida Karina (lieber mit C) / Marina Louisa

    Paula Genoveva – liest sich für mich wie Pesto oder Pasta alla Genovese

    Charlott – ohne -e bitte einfach nicht machen

    Nachbenennung passt aber sprachlich nicht zusammen: Valentino Fritz (ohne -o geht’s besser, aber ohne Begeisterung)

    Gelungene Nachbenennung: Leonie Birgit Andrea (klingt harmonisch)

    Immer schön: Alexandra

    Kombinationen O O und AU AU:Oskar Otto * Paul Claus – Das kann besser
    Oskar Claus und Paul Otto vielleicht.

    Luka Anni – Also doch ein Mädchen??… So viele Klassenkameraden werden Luca/Lukas heißen. Anna Lucia wäre wie bereits vorgeschlagen viel schöner (und deutlicher).

  9. Paula Genoveva Magdalena–Eine schöne Kombi. Interessant ist tatsächlich, wie schon erwähnt, dass der Erstname so viel schlichter ist, als was danach kommt.

    Genoveva finde ich besonders schön. Auch die Heiligenlegende dazu, von Ludwig Tieck in ein stimmungsvolles, romantisches Theaterstück verwandelt, ist eine interessante Geschichte.

  10. Wahlpflicht:

    Daniel
    Julia

    Das sind zwei Namen, die es seit Ende der 70er gibt und die danach nie wieder wirklich weg waren. In den 80ern waren sie mal etwas häufiger, was ich aber nicht weiter schlimm finde.

    auch schön:
    Marina Louisa
    Linda
    Maria Rebekka – Rebekka passt gut zu Maria. Dadurch wirkt der ganze Name jünger und Rebekka ist ein geläufiger Name aus dem AT.

    gute Rufnamen mit Nachbenennung:
    Sophia Susanne Irmgard
    Leonie Birgit Andrea
    Philipp Helmut
    Dominik Lorenz

    Nadine – ein Modename aus den 70er und 80ern. Ich finde den Namen trotzdem ganz hübsch. Es gibt heutzutage wirklich schlimmere Namen.

    Max Pepe – gefällt mir nicht, klingt wie “Flitzpiepe”. Pepe würde ich eher unter der Rubrik Hundenamen (bzw. Tiernamen) vermuten.
    Ich muß mich erst daran gewöhnen, dass kleine Jungs neuerdings Pepe heißen.

    Die Zwillinge:
    Matilda & Marlene – Ich kenne Schwestern (5 + 2) die so heißen und finde die Geschwister-Kombi in Ordnung, auch wenn ich Alliteration nicht so mag. Es sind typische Kindernamen aus der heutigen Zeit. Ich mag aber beide Namen gern.

    Julia & Laura
    Die beiden könnten auch Zwillinge aus den 90ern sein. Aber warum nicht? Kleine Mädchen können doch Julia und Laura heißen. Die Namen gefallen mir gut für Zwillinge. Und ich mag beide Namen gern.

  11. Diese Woche muss man das Wunderbare mit der Lupe suchen, dafür viel gewöhnliches bis langweiliges

    Meine Favoriten: Lorenz, Alexandra, Paula,Hugo, Lilian,Mathilda, Oskar, Valentina, Fritz,

    Noah Uli – Grauenhaft hoch 30 – Noah dieser unmännliche Name, der vor einigen Jahren seinen Weg in die Namenshitlisten gefunden hat und seither dort festklebt und Uli ist sowieso kein Name, sondern nur eine Abkürzung.

    Daniel, Nadine & Julia – diese 70er bis 90er Seuchen von denen ich dachte, dass sie gottlob mittlerweile ausgestorben sind. Leider falsch gedacht und dann gleich doppelt (Daniel, Julia), diese Woche.

    Yuna Alexandra – der Erstname ist schrecklich, Alexandra vorne hätte ich besser gefunden, ist ein wirklich wunderschöner, alter Name, der sehr selten vergeben wird, im Gegensatz zu seinem männlichen Pendant.

    Paula Genoveva Magdalena – drei astreine total akzeptable Namen. bin begeistert

    Max Pepe – eigenwillige Kombi aus zwei Abkürzungen – als Rufnamen finde ich die beiden peppig und toll, aber für die Geburtsurkunde gefallen mir Maximilian, auch wenn man den vor lauter häufig nicht mehr hören kann, und Joseph weitaus besser.

    Annalena Petra – Langweilig

    Hugo Manuel – der Erstname ist hammermäßig, der Zweitname passt überhaupt nicht dazu, vielleicht ist es der Papa, dann ist es ok.

    Lea Sophie – der Klassiker unter den langweiligen, einfallslosen Modenamen. Beides seuchenhaft verbreitet.

    Sophia Susanne Irmgard & Leonie Birgit Andrea- Sophia & Leonie sind aufgrund ihrer Häufigkeit langweilig und leider mittlerweile auch bei der Liam und Zoe- Kientel angekommen und die Anderen scheinen Nachbenennungen zu sein.

    Mia Erika & Ria Sophie – Zwei Geräusche aus aneinandergereihten Buchstaben, deren Klang bereits verhallt ist, bevor er zuhören war. Erika ist vermutlich die Oma und Sophie, der “geht immer”-Zweitname für Einfallslose.

    Phillip Helmut – Phillip finde ich langweilig, obwohl es ein schöner Name ist, aber momentan gibt es innovativeres und Helmut ist wohl der Opa.

    Alea Doris – Da wollte wohl jemand der allzu verbrauchten Lea ausweichen und hat den Namen durch ein zusätzliches A besonders machen wollen. Überzeugt mich nicht.

    Lilian Frieda Charlott – würde an der Charlotte hinten nicht das E fehlen, wäre der Name wunderbar, denn es ist eine einwandfreie Kombination aus drei wirklich schönen Namen – Danke, dass es keine Lily ist, sondern eine Lilian.

    Valentino Fritz – Italienliebhaber mit dem Opa kombiniert. Gratuliere, kein Geschmack. Valentin oder Valentinus Fritz wäre schön. Fritz ist eine der wenigen Abkürzungen, die ich mag, obwohl ich persönlich Friedrich genommen hätte.

    Oskar Otto – Oskar ist ein wirklich schöner Name, Otto ist ganz ok, aber irgendwie beißt sich das vom Klang, ich hätte da in die Mitte noch einen Namen reingepackt, also O-Bremse-

    Paul Claus – Paul ist zum einen ein grauenhafter Modename und in Kombination mit Claus ist das eine sprachliche Katastrophe. -aul & -lau. Geht zusammen gar nicht.

    Ida Karina – Ida ist ganz nett, aber mir persönlich zu kurz und Karina ist so ein naja Name der 80er & 90er. Kein großer Wurf

    Elias Alexander – Elias ist dieselbe Kategorie wie Noah, ziemlich unmännlich und unschön, aber bei einer gewissen Schicht zeitweise äußerst beliebt. Alexander ist wunderschön, aber vielzu verbraucht.

    Marina Louisa & Dominik Lorenz – Die beiden Erstnamen sind schon lange aus der Mode und waren zur Zeit ihrer Mode schon nicht die Schönsten. Louisa & Lorenz sind da in beiden Fällen, die eindeutig besseren Namen.

    Maria Rebekka – Nicht schon wieder Maria, der Name ist ausdruckslos und schrecklich. Wie kann man nur sein Kind so nennen. Rebekka ist ganz ok.

    Alfred – interessant. Sehr selten, letztens gabs einen Zwilling hier. Definitiv ein alter Name, wers mag.

    Mathilda Reni – Der Erstname ist Spitzenklasse, Daumen hoch, aber der Zweitname, wenn man überhaupt Name sagen kann, ist eine fürchterliche Abkürzung. Wieso nicht gleich Renate, wenn man die Oma verewigen möchte.

    Vanessa Valentina – Umgekehrt hätte ich es besser gefunden, weil Valentina für mich der schönere Namen der Beiden ist.

    Linda – langweilig

    Luka Anni – Gute Nacht!

    Othniel – Was ist das? Klingt wie eine Zwangsehe von Othmar und Daniel. Man kann es mit besonders definitiv auch übertreiben.

    Jella Hansine – Jella ist mir zu sehr Prollname und Hansine, ach du heiliger Birnbaum. Das ist nicht ernsthaft ein Name, oder? Das klingt wie ein schlechter, extrem schlechter Scherz.

    Zwillinge:
    Daniel & Dominika – da wollte wohl jemand die extrem gestrigen Namensgeschwüre Daniel und Dominik an seine Kinder vergeben, doch dann wurde eines leider ein Mädchen. Nein, danke!

    Mathilda & Marlene – Mathilda finde ich hammermäßig, Marlene geht so, aber weil es Zwillinge sind hätte ich sie entweder Mathilde & Marlene oder Mathilda und Marlena genannt.

    Laetizia & Lisann – Laetizia ist ein schöner Name, aber in unserem Sprachraum klingt er lediglich nach mehr wollen als sein und Lisann macht den Eindruck, als hätte die Tinte für die Namensvollendung nicht mehr gereicht, irgendwie unfertig.

    Julia & Laura – Der eine ein 70er – 90er Dauerbrenner und die Laura-Phase begann etwas später, ist mitterweile aber ebenfalls allzu häufig.

    Paul & Tilda – Paul mag ich als Namen überhaupt nicht, keine Ahnung wieso der in den letzten Jahren so inflationär vergeben wurde und Tilda ist ganz ok, aber der eigentliche Name “Mathilda” gefällt mir um Welten besser.

    • Daniel ist kein Geschwür. es bedeutet Gott ist mein Richter oder übertragen Gott ist gerecht.
      Daniel ist ein sehr intelligenter Mann in der Bibel.
      der Name ist zeitlos, weil auch die Bibel zeitlos ist.

    • @mgl
      Ich glaube du hast nicht verstanden, wie das gemeint war.
      Der Name an sich und seine schöne Bedeutung würden nicht kritisiert, jeder kennt wohl die Geschichte von “Daniel in der Löwengrube”, einzig die allzu häufige Vergabe im späten 20. JH. hat den Namen einfach entwertet, sodass man ihn einfach nicht mehr hören kann/will.
      Ein anderes Beispiel sind Theodor & Charlotte absolute Lieblingsnamen von mir, jedoch verlieren sie mit jedem neuen Namensträger an Bedeutung für mich, weil es langsam zu viele werden. Das hat rein gar nichts mit Bedeutung zu tun.

  12. Ein mir sehr Vertrauter Namen ist Alfred, in unsere Familie wurde er immer wieder weitergegeben, mein Vater hieß mit zweitem Namen Alfred, sein Bruder übrigens Eugen. Diese Namen waren ganz verschwunden, Alfred eher negativ besetzt durch eine Fernsehsendung, aber Emma, das war auch mal der TanteEmma-Laden assoziiert, und dann kommt ein Name wieder auf, der Lauf der Welt. Wichtig ist die Bedeutung eines Namens und dass er eine gewisse Würde ausstrahlt, damit ein Kind damit erwachsen werden kann.

    • Ja, der Name Alfred klingt heute herrlich altmodisch – in der Tat schon wegen der berühmten Fernsehserie aus den frühen 1970ern. Aber es stimmt einfach nicht. Der Name wurde kurz vor 1850 von Alfr(i)ed Krupp angenommen, weil es besonders englisch klingen sollte, und wurde vermutlich auch dadurch zu einem Modenamen in Deutschland.

      Krupp hat das gemacht, wohl auch, weil er nach England gefahren ist, um da so eine Mischung aus dem zu betreiben, was man heute Produktpiraterie oder Wirtschaftsspionage nennen würde.

      Also, ein Name der heute besonders deutsch klingt, ist eigentlich englisch. Und das ist gar nicht solange her.

      Es kann da schlichtweg kein „in der Familie immer wieder weitergegeben“ gegeben haben, dazu ist der Vorname einfach zu neu. Es ist ein Modename aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts – wie heute Mia, Daniel oder Noah.

    • Fünf bis sechs Generationen bedeuten sehr wohl, dass ein Name weitergegeben werden kann.
      Andere Familien wären in der Zeit schon dreimal ausgestorben.

      Ist halt so ein Ding mit dem Rechnen…

  13. Meine Favoriten: Oskar, MatHilda – unbedingt mit H, Alexandra, Valentina :), CharlottE und Lorenz

    Noah Uli – das arme Kind. Noah ist eine wenig wohlklingende Modesünde, die ich Zeit meines Lebens nie als Name wahrgenomen habe und Uli ist der Muli unter den Namen. Seine besten Freund heißen Leni, Pauli, Toni, Lili etc.

    Charlott – das ist eine Namensverstümmelung, dass Blut des zweiten T’s spritzt durch den PC heraus, weil das E unsachgemäß amputiert wurde. AUA

    Valentino Fitz – wieso nicht gleich Valentino Federico oder in schön: Valentin Fritz oder meine Wahl: Friedrich Valentin

    Oskar Otto – ein klassischer O-Unfall, obwohl ich Oskar unheimlich gerne mag, aber in Kombi mit Otto ist er grauenhaft.

    Hugo Manuel – Bei Hugo muss ich sofort an das Bier denken und an den Spruch “Das ist für den Hugo”, kommt bedeutungsgemäß gleich nach VollHORST.

    Luka Anni – Reicht dieser Flächenbrand in männlich noch nicht aus, braucht man ihn jetzt auch noch in weiblich. Wie schon von einigen erwähnt fände auch ich Anna Lucia oder Lucia Anna eine bessere Wahl, denn Anni ist nichts außer ein akzeptabler Rufname für Annas.

    Jella Hansine – Jella klingt nach Ostblock-Ella (Siehe Jelena, Jekaterina…) und Hansine ist ernsthaft die weibliche Form von Hans, noch nie gehört, aber nicht traurig darüber. Klingt wie Draisine, Turbine, Lawine…

    Othniel – das arme Kind. Das klingt nach einem gemeinen Scherz, auch wenn es tatsächlich ein Name ist, ich schließe mich dem Kommentar an, dass Othniel nach einer Zwangsehe von Othmar und Daniel klingt.

    Paul Claus – klingt wie ein Auffahrunfall mit mehreren Fahrzeugen (Bumm – Bumm)

    Alea Doris – Alea klingt wie Balea, diese Marke von DM und Doris fand ich schon immer schrecklich, weil ausdrucks- und farblos.

    Namen wie Daniel, Julia, Paul, Nadine und leider auch Sophie kann ich mittlerweile in den Geburtsblättern nicht mehr lesen. Viel zu häufig, viel zu einfallslos.

    Die Zwillingsnamen sind großteils zum Vergessen, weil zu langweilig und uninspiriert. Außer Dominika, Dominik ist schon grauenhaft, aber Dominika überbietet das noch, leider und Mat(h)ilda, die ich genial finde.

  14. Linda
    Ich finde, dass Linda auch wunderbar zu einem deutschen Mädchen/Frau passt. Es gibt Namen wie Gerlinde oder Sieglinde. Linda kann eine Kurzform von Gerlinde sein. Und dann die Linde, ein imposanter Baum, war früher oft der Mittelpunkt eines Dorfes, die Dorflinde eben. Daran denke ich, wenn ich den Namen Linda höre.
    Linda ist in englischsprachigen Ländern ein häufiger Name, ist dort aber eher ein Tanten-Namen und steht nicht mehr vorne auf den Hitlisten. In Deutschland ist Linda jünger, gehört ungefähr in die Julia/Laura-Generation, ist aber nicht so häufig.

  15. Ich stimme euch bei vielem zu. Für mich sind auch viele Namen (klassischer) Standard oder halt Massennamen bestimmter Jahrgänge:

    Daniel, Lea Sophie, Sophia, Philipp, Julia, Nadine, Maria, Laura

    Früher auch häufig, okay, aber unspektakulär:

    Alexandra, Susanne, Marina

    Heute lese/höre ich diese Namen oft oder immer öfter:

    Noah, Paula (finde ich plump und erinnert mich an die Kuhwerbung …), Magdalena, Max, Pepe (bleibt mir unverständlich, für mich auch höchstens ein Tiername!), Leonie (gefällt mir aber trotzdem immer noch!), Mia, Frieda (Ist mir zu hart), Oskar, Paul, Ida, Elias, Alexander, Louisa (mag ich gern), Mathilda (war für mich erst altmodisch, inzwischen habe ich mich an kleine Mathildas gewöhnt), Marlene (ebenso), Tilda (wirkt auf mich moderner als Mathilda)

    Viel zu altmodisch sind mir:

    Uli, Petra (auch kein hübscher Klang), Hugo, Manuel, Irmgard, Birgit (unschöner Klang), Andrea, Erika, Helmut, Doris, Charlott(e), Fritz, Oskar (trotz Modenamenpotenzial), Otto, Paul (ebenfalls), Claus, Alfred, Reni (aber besser als Renate – dachten die Eltern bestimmt auch! ;-))

    Nicht meins:

    Genoveva, Annalena (zuschlechte persönliche Assoziationen!), Luka Anni (zu maskulin und spitznamig), Othniel, Hansine (schlechte Bastelarbeit), Dominika

    Zeitlos bis modern und hübsch für meinen Geschmack:

    Yuna, Alea (mag ich sehr gern, auch Elea), Lilian (lieber noch Liliana), Valentino (besser Valentin), Karina (lieber Carina), Lorenz, Rebekka (besser Rebecca, würde ich aber mit einem weichen zweiten Namen kombinieren), Vanessa (ok), Valentina, Ria, Linda (für mich zeitlos hübsch, besonderer und schöner aber finde ich Melinda oder Belinda), Jella, Laetitia, Lisann (aber mit e hinten!)

    Die Kombinationen aus modern und alt sind gar nicht meins, da stelle ich die Ästhetik über die Tradition der Nachbenennungen (falls es wirklich alle welche sind!)

  16. Noah Uli
    Noah hat mir noch nie gefallen. Der Name ist mir zu amerikanisch. Ich kann den Boom von Noah nicht ganz verstehen. (Ja, Noah Becker hat dafür gesorgt, dass es ein Modename wird.)
    Das Thema Arche Noah ist erst mit der Beliebtheit von Noah entdeckt worden. Es gibt sogar Spielwaren zu dem Thema.

    Uli – ist der Rufname für einen Ulrich (oder Ulrike). Ich kenne mehrere Ulis aus den 50er und 60er Jahren. Ich finde den Namen gar nicht so schlecht, aber für eine Wiederentdeckung ist es wohl noch zu früh.
    Bei einer Nachbenennung würde ich aber immer den offiziellen Namen nehmen, also hier Noah Ulrich.

  17. Laetitia Und Lisann – Laetitia ist ein ganz normaler Name lateinischen Ursprungs, nur ist er durch die (nicht adelige) spanische Königgemahlin ziemlich eindeutig besetzt und erweckt schnell den Eindruck, dass hier, wie schon erwähnt, ein Fall von Höhenflug der Eltern dahintersteckt. Kann man aber machen, wenn der Name einem gefällt. Bei uns gibt es eine Pflegeheimkette namens “Laetitia”, deshalb käme mir nie der Gedanke mein Kind so zu nennen.

    Lisann – da habe ich meine Probleme. Für mich klingt dieser Name wie Lausanne nur eben falsch geschrieben und artikuliert.
    Ich hätte Linnea, auch so ein Name des derzeitigen Zeitgeistes, passender und vor allem ästhetischer dazu gefunden.

    • Ich finde das mit dem onomastischen „Höhenflug” gar nicht sooo schlimm. Daß dynastische Namen zu Modenamen werden, gibt es schon sehr lange. Man denke an all die Wilhelms und Wilhelmines vom plattdeutschen Dörpe so um 1900. Oder an die Victorias in England. Oder an die ganzen Sophies, Friederikes und Charlottes. Es ist wohl eine Mischung aus Anmaßung und Verehrung. Aber besser Monarchen und Heilige verehren als Tennis-Spieler oder Pop-Musiker.

      Doña Letizia von Spanien – sie schreibt sich freilich mit e und z – ist auch noch eine sehr, sehr schöne Frau. Wen wollte man eher verehren?

      Daß Nichtadlige in den Hochadel einheiraten, ist übrigens auch nicht ganz neu. Das bekannteste Beispiel dürfte Consuelo Vanderbilt gewesen sein, verehelichte Herzogin von Marlborough. In Rußland hat man es da schon früher nicht so genau genommen – man denke an Katharina I. Und keine 500 m von hier wohnen unser künftiger Herzog Ernst August VI. und seine Frau Jekaterina. Er wird Chef des ältesten Adelshauses Europas werden, sie stammt aus Rußland.

    • Hm, bei “besser Monarchen und Heilige verehren als Tennis-Spieler oder Pop-Musiker” bleibe ich hängen. Wieso sollte das so sein – sofern es nicht um Heilige geht und ich sehr religiös bin? Ich sehe mir ja durchaus gern royale Hochzeiten von Letizia und Co. an und verfolge die Klatschpresse dazu, aber was macht sie konkret verehrungswürdig? Ihre Optik? Ihr Engagement für gute Zwecke (das von ihr erwartet wird und für das sie auch die Mittel hat)?

      Kann nicht die Leistung eines (oft ja auch ganz ansehnlichen) Sportlers, Musikers oder Schauspielers mindestens ebenso verehrungswürdig sein, so dass es ebenso legitim ist, sein Kind nach ihr/ihm zu benennen?

      Letztlich dürfte für viele eh der Klang des Namens den Ausschlag geben. Ein vokalreicher L-Name wie Letizia passt ganz gut zur Namensmode. Auch wenn es natürlich nicht schadet, eine positive Figur mit einem Namen zu verbinden 🙂

    • Ja, gute Frage, auf die ich leider keine ganz gute Antwort habe.

      Es geht natürlich nicht um diesen Wohltätigkeits-„Soziales Engagement“-Quatsch – dazu sollte der Staat da sein, den man dazu freilich erst einmal in Ordung bringen muß.

      Jacqueline Kennedy war übrigens die letzte „First Lady“ der USA, die sich diesem allfälligen Wirbel konsequent entzogen hat. Sie hat halt ihre hübschen Kleidchen und Hüte getragen. Das geht heute wohl nicht mehr. Auch die hinreißend schöne Asma al-Assad (Gott gebe ihr Gesundheit!) in Syrien kann sich das so nicht mehr leisten.

      Also worin liegt die Faszination der Monarchie und des Adels, der sich weder die klügsten Köpfe noch die Hausfrauen beim Friseur entziehen können?

      Ja, Optik spielt eine große Rolle. Aber das erklärt es auch nicht, jedenfalls nicht komplett: Viktoria von England, Katharina die Große von Rußland, Maria Theresia von Österreich – das waren alles schon recht dicke Brummer.

      Vermutlich hat die Monarchie selbst ein Charisma.

      Oder man muß einfach den „inneren Chouan“ haben, um das nachfühlen zu können.

    • Ich komme von der Frage nicht los…

      1. Was ist, wenn ein weiblicher Pop-Star auf einmal so eine Art Ersatz-Monarchin wird? Wir hatten den Fall nun in Europa vor ein paar Jahren mit Carla Bruni – erst Model (also naheligenderweise sehr schön), dann eine sehr gute Sängerin, dann Präsidenten-Frau. Ich habe Brunis erstes Album von 2002 („Quelqu’un m’a dit“) damals wirklich rauf und runter gehört, als die hier in D noch kaum einer kannte. Als sie dann dieses Zwutschkerl namens N.S. zum Manne genommen hat, konnte ich sie nicht mehr ernst nehmen. Ich mußte einfach kichern, wenn ich die Lieder gehört habe. 😀 Mittlerweile höre ich sie übrigens wieder sehr gerne.

      2. Fast der komplette europäische Hochadel hat 1956 die Hochzeit von Grace Kelly mit Rainer von Monako boykottiert. „Ein Seeräuberhauptmann und eine amerikanisch Filmschauspierin! Igitt!“ Die Welfen waren natürlich auch nicht da. Und tja, ein paar Jahrzehnte später war dann unser heutiger Herzog (Ernst August V. aka „Prügelprinz“) mit einer der Töchter der beiden verheiratet.

      3. Man könnte auch an Soraya von Persien denken oder gar an Eva Perón.

      Kurzum: Meine Gegenüberstellung „Monarchen vs. Popstars“ war unscharf.

      Und Heilige hatte im Mittelalter in der Tat auch Qualitäten eines heutigen Stars. Der hl. Dominikus (ja, der Gründer der Dominikaner, des „Inquisitoren-Ordens“) wurde wegen seiner schönen blauen Augen und blonden Haare zuerst und besonders von Frauen verehrt. Und der baskische Macho Ignatius von Loyola, bekanntlich der Gründer des Jesuiten-Ordens, hätte auch keine Chance auf Unvergessenheit gehabt, wenn er es nicht draufgehabt hätte, an Damen mittleren Alters charmante Briefe zu schreiben. Die Beispiele ließen sich beliebig vermehren.

      Sportler: Ja, es stimmt, nicht alle sehen so beknackt aus wie Boris Becker oder Michael Schumacher. Aber die meisten.

    • zu Carla
      Es ist gut möglich, dass Carla Bruni zur Verbreitung des Namens beigetragen hat. Aber nicht weil sie verehrt wurde, sondern weil ihr Name in den Zeitungen präsent war. Und auch die Retro-Welle und der Wunsch nach nicht so süß klingenden Namen haben Carla/Karla beliebt gemacht. Die Geschwister heißen zum Beispiel Greta, Paula, Franka, Lutz. Carla/Karla ist in unserem Umfeld recht häufig. Die K/Carlas, die ich kenne sind zwischen 4 und 13 Jahre alt.

      Ähnlich ist es bei Caroline von Monaco. Nicht weil sie verehrt wurde, ist der Name beliebt geworden, sondern weil er häufig in den Zeitungen und Klatsch-Blättern zu lesen war. Das wirkt inspirierend.

  18. @ Jan Wilhelms, schon mein Ururgrossvater hieß Alfred und dessen Onkel auch. Mein Großvater mit zweiten Namen und dann mein Vater, er wurde mit dem zweiten Namen gerufen, Alfred. Den Spott durch die Fernsehserie mit Alfred Tetzlaff hat mit Humor ertragen, er möchte seinen Namen, es gab immerhin mal einen König mit diesem Namen,1924-2004. Die Familie hat in Riga gelebt. Es gab dort Namen, die vermutlich nicht überall verbreitet waren, wie William, Norman, Arwed. Die Namen wurden weitergegeben, das war einfach Brauch.

  19. Jella Hansine – find ich nicht zwangsläufig schön, aber es handelt sich um einen durch und durch friesischen Vornamen. Jella als Form sämtlicher Namen, die den Bestandteil “gild” enthalten. Und “-ine” (ursprünglich “-dine”) wurde oft an männliche Namen angehängt, um auch Mädchen nach männlichen Verwandten nachbenennen zu können. So gibt es auch Konstrukte wie Gerhardine, Okedine, Jakomine usw.

    Für Ohren außerhalb des friesischen Sprachraums klingen diese Namen vielleicht eigenartig bis unschön. Ich freue mich allerdings, wenn solche Traditionen aufrecht erhalten werden!

  20. Genoveva gefällt mir sehr gut. Zu Jella: Es gab eine Kinderbuchautorin Jella Lepman, geboren in Stuttgart, nach ihr ist eine Straße sowohl in Stuttgart und auch München benannt. Jella kenne ich auch als Koseform von Gabriela.

    • Jella Lepman war Jüdin, daher könnte es sein, dass Jella auch ein jiddischer Name ist. Es gibt da einige Vornamen, für die es sowohl friesische als auch jiddische Belege gibt.

    • Aber deutsche Juden haben niemals Jiddisch gesprochen!! Jidddisch ist ein Sprache aus dem alten Ansiedelungs-Rayon der Juden im Zarenreich. Rechts des Bug.

      Friesisch, schwäbisch, jiddisch – es wird ja immer schöner mit der „Tradition“ von Jella. Demnächst auch noch Bairisch oder Schwitzerdütsch?

      Nie gehört den Namen bis dato.

    • Nö, die deutschen Juden sprechen ja alle hebräisch und haben darum alle hebräische Vornamen 😉 Es gab durchaus viele jiddische Namen bei den deutschen Juden – ich habe dazu schon länger einen Beitrag in Arbeit und möchte mich darum jetzt nicht weiter dazu äußern.

      Bei den Friesen ist es ähnlich: Es gibt viel mehr Friesen mit einem friesischen Vornamen als Friesen, die friesisch sprechen. (Ist das nicht ein schöner Zungenbrecher?)

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