Babynamen der Woche 33/2018

Grayson * Dafina * Maria-Anastasia * Munin Liesa * Avantika * Daylan * Diana Laura * Leonidas * Aaryan * Lily Hannah Celine * Luis Serafim * Rosalie Coco * Theodor Antonius Wilhelm * Alessia Philine * Julian Ante * Ben Luca Kurt * Viksha * Liam Laurel * Felina Amora * Yonas * Giuli Mabel * Mateo Samu * Henrik Torge * Leo Luke * Mila Tuna * Jeremy Finn * Hailey * Willy Steffen * Cathy Ann * Rickmar Calle

Babynamen 33

Zwillinge

  • Orlando Brooklyn & Bella Juliette
  • Anny & Erwin
  • Julian Yves & Nicolas Karl
  • Helena Marie & Jan Elias

40 Gedanken zu “Babynamen der Woche 33/2018

  1. Oh nein.

    Wahlpflicht:
    Henrik Torge * solide, nordisch
    Nicolas Karl * Nicolas ist ein schöne Allrounder, fast zeitlos. Ich hätte bei beiden Namen einheitlich entweder C oder K gewählt.
    Helena Marie * Ich kaufe Helena einen vernünftigen Zweitnamen. Ob man Marie anhängt oder ein Sack Reis fällt um…

    Einzelnamen:
    Theodor Julian Nicolas Henrik Karl
    Hannah & Helena

    Fragen:
    Dafina * das ist doch die weibliche Variante von David. Und ist eigentlich mit V korrekt, oder? Es klingt mit f nach “Duffy”.
    Liesa * wofür das e?
    Luis Serafim * endet der nicht eigentlich mit n?
    Mila Tuna * Tuna ist doch der Thunfisch?

    Mein Senf:
    Viksha * Gut aussprechbar, erkennbare Hintergrund. Nur leider viel zu nah an “W***ser”. Schade
    Yonas * wenn es eine banale Y-Liebe ist, ist es für mich albern. Wenn es aber den Zweck erfüllt, dass Oma aus dem Ausland auch Jjjjonas sagt, ist es schlau.
    Rickmar Calle * RickmerRickmers. Ein Schiff. Und Calle sieht mit C so falsch aus. Aber allgemein interessant, nicht zu abgefahren oder schubladig.

  2. Wahlpflicht:

    Jan Elias – beide Namen gesprochen

    Helena Marie – mit wenig Begeisterung bei Zweitnamen, zumal der Übergang na-Ma nicht schön ist

    Henrik Torge finde ich gut kombiniert, wobei mir Torge nicht so zusagt

    Alessia Philine ist klanglich stimmig, aber nicht so meine Namen

    Nicolas Karl passt klanglich schon zusammen, zu Karl ist mir Nicolas allerdings zu importiert

    Diana Laura hat zwei anständige Namen, wobei mir Diana zu besetzt ist – Jana Laura gefällt mir besser

  3. Burner der Woche scheint mir in der Tat Rickmar Calle. Ein Segelschiff, das sich vermittels seines Hilfsmotors mühsam seinen Weg durch die sonnendurchglüten Straßen eines Städtchen in Zentralspanien bahnt.

    Leonidas ist einer der kuriosesten Namen, die hier immer mal wieder auftauchen. Einerseits klingt er ultraweich und BRD-mäßig androgyn (wie eben heuer etwa auch Liam Laurel). Andererseits ist das Namensvorbild nun einmal eine Gestalt von großer Härte, soldatischen Tugenden und lakonischer Opferbereitsschaft. Sein prächtiges „Molon labe!“ („Komm her und hol sie Dir!“), gerichtet an Xerxes auf die Aufforderung hin, die Waffen niederzulegen, ist bis heute ein prächtiger Slogan der amerikanischen Waffenlobby. Andererseits haben wir da den extrem blöden, unappetitlichen Hollywood-Film „300“ von vor ca. zehn Jahren. Solche Elaborate faßt man natürlich mit Fingerspitzen an – ich hoffe, der Film hat bei der Namensvergabe nicht Pate gestanden. Um 1900 war der Name in der Form Leonid in Rußland recht beliebt; die Älteren unter uns werden sich an Leonid Breshnew erinnern.

    Avantika klingt wie eine Schriftart – schlimmstenfalls ein Klon der Futura von Paul Renner oder der Avenir vom großen Frutiger.

    Gut hingegen gefällt mir Theodor Antonius Wilhelm… Obwohl: Ein bißchen dick ist das freilich, und Antonius (mit -ius) klingt schon ein bißchen holländisch. Aber damit kann man leben, auch wenn es oft nicht einfach ist.

  4. Julian Yves & Nicolas Karl
    Nicolas Karl – hier würde ich denken, Karl ist der Opa und der schreibt es nunmal mit K. Ansonsten wäre Nicolas Carl besser gewesen.
    Wenn ich mir aber den Namen des Zwillingsbruders ansehe, Yves ist bestimmt keine Nachbenennung, also ist es Karl vermutlich auch nicht.
    Nicolas ist ein guter Name, da mein Sohn so heißt, kann ich das aus eigener Erfahrung bestätigen.
    Julian für den Zwillingsbruder passt dazu, ist zwar nicht ganz mein Geschmack, aber völlig in Ordnung.

    Helena Marie & Jan Elias
    Das finde ich ja interessant, der Name meiner Tochter taucht hier auch auf. Sie heißt allerdings Helena Maria. Maria ist eine Nachbenennung, meine beiden Omas hießen Maria.

    Jan Elias – ist sicherlich in Ordnung. Ich hätte Jan Erik besser gefunden, das klingt runder und lässt sich besser zusammen rufen. Allerdings im Alltag mit Zwillingen werden bestimmt nur die ersten Namen gerufen.

    Henrik Torge – Ich finde auch, dass Henrik ein schöner, solider nordischer Name ist. Henrik ist mein zweiter Lieblingsname, heute. Torge gefällt mir nicht so gut, kann man aber machen.

    Diana Laura – Hier würde ich die Namen umdrehen, Laura Diana. Diana ist mir auch zu festgelegt. Laura gefällt mir gut, ist ein guter, unkomplizierter Name. Laura ist mein zweiter Lieblingsname bei den Mädchen.

    Theodor Antonius Wilhelm – fast schon ein bisschen zu dick aufgetragen, mir wäre das zuviel des Guten. Wenn Antonius und Wilhelm Nachbenennungen sind, dann ist es okay. Im Alltag wird der Kleine vermutlich sowieso Theo gerufen.

    Yonas – “Ich heiße Yonas mit Y.” Das wird er wohl immer sagen müssen. Was immer hier für ein Hintergrund vorliegt, ich hätte was anderes gewählt. Es gibt so viele Namen, die in mehreren Sprachen gehen.

    • Zu Helena Maria – ich finde Maria einen klangvollen Zweitnamen, viel schöner als die langsame Marie (geht mir auch bei Sophia vs. Sophie so). Wir hatten ihn aufgrund familiären Bezugs auch überlegt, er war uns allerdings zu religiös besetzt. Bei fast keinem anderen Namen ist bei mir die Assoziation so stark. Auf jeden Fall ist es eine schöne Kombi, zumal ein passender Zweitname zu Helena nicht so leicht ist.

      Jan Erik – ja, auch eine schöne Kombi, knackiger.

      Laura Diana – in der Tat so herum viel schöner. Das i und der Hiat kommen zu einem guten Zeitpunkt.

      Theodor Antonius Wilhelm – finde ich auch zu dick aufgetragen, zumal der bunte Antonius zu keinem der anderen beiden Namen klanglich passt.

    • Marie – Maria, Sophie – Sophia:
      früher wären Marie und Sophie protestantisch, Maria und Sophia katholisch getauft worden. Vielleicht spielt das für manche noch immer eine Rolle.

  5. Da sind mal wieder viele Schubladennamen dabei.

    Maria-Anastasia: Der Übergang mit dem doppelten A wäre schon ohne Bindestrich unglücklich.

    Munin Liesa: finde ich interessant. Liesa in dieser Schreibweise als Zweitname ist wirklich in Ordnung, als Erstnamen hätte man ihn oft buchstabieren müssen (muss man Munin aber vermutlich auch)

    Avantika: meine erste Assoziation: Avantgarde. Sieht auch aus wie eine Verschmelzung des romanischen “avant(i)” und Antike.

    Daylan: da wussten die Eltern nicht, wie man Dylan schreibt? Das erinnert mich an eine Anekdote über einen Jungen namens Dylan. Seine Eltern bestehen auf der Aussprache “Düläin”, betont auf der zweiten Silbe.

    Diana Laura: beides nicht übel, aber Lauras gibt es schon genug, und Diana wird man in Süddeutschland oft für die Jana halten

    Leonidas: toller langer Name, kann man auch gut abkürzen

    Lily Hannah Celine: Lily Hannah alleine fände ich bei englischsprachigem Hintergrund eine gute Wahl. Celine sowie auch Selina finde ich in allen Variationen ganz schrecklich.

    Luis Serafim: sehr unglücklicher Übergang, und auch die Einzelnamen sind furchtbar. Mir gefällt Ludwig und auch Luise oder Luisa, aber nicht Luis.

    Rosalie Coco: Coco? Wirklich? Kamen die Eltern sich nicht albern vor?

    Theodor Antonius Wilhelm: finde die Kombination sehr stimmig, vielleicht einen Tick zu pompös. Theodor Antonius hätte mir genügt.

    Alessia Philine: Alessia ist nicht mein Fall, aber Philine finde ich wunderschön.

    Julian Ante: mir gefallen beide Namen einzeln, aber der Übergang mit dem doppelten “an” ist sehr unglücklich. Wie kann den Eltern das nicht auffallen?

    Ben Luca Kurt: Kurt ist sicher eine Nachbenennung, gefällt mir besser als Ben und Luca

    Liam Laurel: Ich habe prinzipiell nichts gegen Alliterationen, sie können gut klingen, finde ich. Laurel gefällt mir bei englischsprachigem Hintergrund. Liam ist eine Seuche, die in den letzten Jahren Einzug erhalten hat. Er ist für mich der weichste und zuckrigste all dieser neumodischen Weichspülnamen.

    Felina Amora: unschöner AA-Übergang, Felina gefiele mir trotz Katzenassoziation besser als Feline, Amora klingt mir zu offensichtlich und aufdringlich nach Amor und Liebe, ist aber als Zweitname ok

    Yonas: mir gefällt schon Jonas nicht, finde den Namen langweilig, wird durch das Y nicht origineller

    Guili Mabel: Guili spendiere ich ein a, Mabel finde ich vergebbar bei englischsprachigem Hintergrund

    Mateo Samu: Ist mir zu neumodisch. Wenn schon finnisch, warum dann nicht ganz, also Matti Samu?

    Henrik Torge: gefiele mir in Norddeutschland ganz gut, in Süddeutschland unpassend

    Leo Luke: Diese Alliteration klingt albern. Leo gefällt mir, Luke fügt sich ganz schlecht in den deutschen Sprachfluss ein.

    Mila Tuna: Ich musste auch an Thunfisch denken. Aber eigentlich finde ich die Kombination schön und gelungen: Mila weich, Tuna eher hart.

    Jeremy Finn, Hailey, Orlando Brooklyn & Bella Juliette: Schublade

  6. Wahlpflicht:
    Diana Laura und Jan Elias. Den Jungennamen würde ich glatt selber vergeben, wenn Elias nicht so extrem abgelutscht wäre. Laura hat mir auch immer gefallen, aber der Name ist nun wiederum in meiner Generation sehr häufig. Die Kombination mit Diana wirkt auf mich ein wenig mythisch-geheimnisvoll (ich gelange vom lateinischen schnell zum griechischen Lorbeer, Daphne), die Assoziation schwingt aber nur leicht mit und drängt sich nicht auf.
    Avantika klingt für mich nach dem italienischen avanti, die Herleitung ist aber wahrscheinlich eine ganz andere.
    Leonidas heißt die Hauptperson in “eine blassblaue Frauenschrift” von Franz Werfel. “Den eben so heroischen wie drückenden Vornamen verdankte er seinem Vater, der ihm als dürftiger Gymnasiallehrer außer diesem Erbteil nur noch die vollzähligen griechisch-römischen Klassiker und zehn Jahrgänge der ‘Tübinger altphilologischen Studien’ vermacht hatte.”

    • “Den eben so heroischen wie drückenden Vornamen verdankte er seinem Vater, der ihm als dürftiger Gymnasiallehrer außer diesem Erbteil nur noch die vollzähligen griechisch-römischen Klassiker und zehn Jahrgänge der ‘Tübinger altphilologischen Studien’ vermacht hatte.”

      😀

      Neulich (letzte Woche?) hatte doch jemand mal wieder das „Vornamens-Lied“ A Boy named Sue“ von Johnny Cash erwähnt. In dem Song ist das einzige, was der Vater seinem Sohn hinterläßt, „eine kaputte Gitarre und eine leere Schnapsflasche“.

      Ich denke mal, da war Werfels Leonidas dann doch noch etwas besser versorgt…

  7. Maria-Anastasia finde ich nicht schlecht, vermutlich weil ich baltische und russische Vorfahren habe. Munin würde ich nicht vergeben, erinnert mich an die Mumins, Kinderbuch Phantasiefiguren, eigentlich niedlich. Liesa mit ie, nun es gibt auch Liese und Anneliese mit ie? Felina würde ich auch nicht nehmen, es gibt eine Miederwarenfabrik mit diesem Namen. Amora ist mir auch zuviel des Guten. Mit Diana habe ich keine Probleme, die liebenswerte Schwester unserer Schwiegertochter heißt so, und Lady Di, eine Frau, mit tragischem Schicksal, aber durchaus tüchtig. Am besten gefallen mir die Zwillinge Jan Elias und Helena Marie, sowie Julian und Nicolas. Damit kann man leben, auch wenn die Namen öfter zu hören sind. Habe ein Faible für griechische Namen, deshalb gefällt mir Leonidas, und Philine auch. Statt Mateo Samu hätte ich auch Matti Samu genommen Giuli Mabel, ich mag Mabel, zu Giuli hätte ich eher etwas klassisches genommen, wie Maria. Liam ist ein Kurzform von William, schlimm, wie dieser schöne Name verhunzt wird. Willy würde ich auch lieber Wilhelm oder Wiliam nennen.

    • Munin und sein Kumpel Hugin sind die Raben, die auf Odins Schulter sitzen und ihm erzählen, was so in der Welt passiert ist. Odins Weltsicht ist ein bisschen eingeschränkt, er hat nur noch ein Auge…
      Würde mir nicht für meinen Sohn gefallen.

    • Es sind aber auch nicht die Raben Hugin und Munin, die einäugig sind, sondern Odin selbst. 🙂

      Wen hätten wir denn da noch so an Einäugigen?

      – Horatius Cocles natürlich.

      – Jan Zizka, der gewaltigen Feldherren der Hussiten – der hatte zunächst nur ein Auge und dann gar keines mehr.

      – Ähnlich bei Georg V. von Hannover, aber tragischer, unansehnlicher und trauriger.

      – Mosche Dajan.

      – Die Justiz! 😀

      Kennte übrigens jemand noch das Lied „Das Mädchen mit den drei blauen Augen“ von Georg Kreissler?

      „Bleibt so manches Mädchen stehen,
      Das sich denkt, es wäre nett,
      Wenn sie auch ein drittes hätt’.“

      Wir sind uns wohl einig, daß die optimale Zahl hier die Zwei ist.

    • Lesen hilft.
      Ich hab’ nicht behauptet, dass Hugin und Munin einäugig sind.
      Und Georg hiess Kreisler mit Nachnamen.
      Der andere Georg war nicht einäugig, sondern blind. Vielleicht war das der Grund, seine “Landeskinder” in ewige Finsternis führen zu wollen.

    • Um das klarzustellen. Unser letzter König, Georg. V, war von Geburt oder von früher Kindheit an stark sehbehindert. Ein Auge war blind, das andere sehr schlecht. Beim Kinderspiel hat er dann einen Gegenstand ins Auge bekommen. Ausgerechnet ins halbwegs gesunde Auge. Damit war er vollkommen blind.

      Prinz Georg (gest. 2006) hat das öfter erzählt: Noch in seiner Kindheit durfte man nichts an einer Schnur schleudern.

  8. Heute wieder einige verzichtbare Geniestreiche dabei

    Grayson – kenne ich nur als amerik. Nachnamen und muss sofort an “Revenge” denken.

    Dafina – klingt extrem unschön & künstlich. So ein Mix aus Dalmatiner und Delfin und abschließend dann mit einem A dekoriert.

    Munin Liesa – Munition und Rechtschreibschwäche – klingt nach geistig unterbelichtete Waffennarr, außerdem erscheint mir Munin eher maskulin, wenn auch extrem unmännlich.

    Avantika – ist das ein Tankstellenbaby? (Avanti Tankstelle)

    Daylan – klingt nach täglicher Lanverbindung

    Leonidas – da will jemand aber hoch hinaus. Soll wohl der nächste König von Deutschland werden Der Namensvetter war ja König von Sparta

    Luis Serafim – Ludwig Seraphin hätte ich besser gefunden. Luis ist ein momentaner Modename & Serafim klingt wie Sera(ph)In für Legasteniker

    Rosalie Coco – der Zweite meuchelt die Schönheit und Eleganz des Ersten. Rosalie alleine hätte es auch getan oder in Kombi mit einem ebenso wohlklingenden Namen.

    Theodor Antonius Wilhelm – Der Retter dieser Woche. Drei wunderbare Namen, besonders Antonius und Wilhelm, denn Theodor ist zwar schön aber mittlerweile auch sehr häufig. Antonius Wilhelm Theodor oder Wilhelm Theodor Antonius hätte ich besser gefunden.

    Julian Ante – Ersterer ist zu kindlich und der Zweite nur mit entsprechendem Hintergrund akzeptabel – klingt ausserdem wie Julians Tante.

    Ben Luca Kurt – Der letzte ist der Beste und für mich einzig akzeptable. Die anderen Zwei sind moderner Schmarrn.
    Kurt Luca Ben fände ich dementsprechend besser.

  9. Viksha – klingt wie Riksha

    Maria-Anastasia – Maria ist mir zu helig und Anastasia zu russisch, vor allem die Abkürzung Stasi ist zusätzlich unschön.

    Liam Lauren – der momentan angesagte HartzIV-Name in Kombination mit den Nachnamen eines der genialsten und größten Komiker überhaupt (Stan Laurel) Schlimmer geht’s fast nimmer

    Felina Amora – Felina finde ich unschön, keine Ahnung ob das ein Name ist oder nur eine Kreation und Anita, sorry, aber noch bescheuerter ging’s wohl nicht. Amore ist da wohl noch die schönste Assoziation.

    Yonas – da war jemandem wohl das J zu gewöhnlich.

    Giuli Mabel – ist das die ital. Variante von Julie, die neue Leni oder hat der Standesbeamte das A aus versehen weggelassen. Klingt nach Haus ohne Dach!

    Marek Samu – italienischer Modename kombiniert mit einem skandinavischen Völkerstamm. Großes Schwachsinnskino!

    Leo Luke – zwei Abkürzungen auf großer Fahrt. Für Lucky Luke war dann doch zu viel Hirn vorhanden.

    Mila Tuna – Mila ist ein klassischer Modename und Tuna, ist das nicht eine Bezeichnung für Thunfisch?

    Jeremy Finn & Hailey – Hartz-IV -Klassiker wie aus dem Lehrbuch

    Willy Steffen – Wilhelm wäre völlig ok, aber Willy ist eine Abkürzung, geht gar nicht, ebenso wie Cathy

    Rickmar Calle – das reißt einem den Hut vom Kopf

    Orlando Brooklyn & Bella Juliette – Das eine ist ein Auto, das Andere ein Stadtteil von Nee York, Bella ist das ital. Wort füt schön und Juliette ist französisch. Ländern pur.

    Julian Yves & Niclas Karl – das einzig vertretbare ist Karl, der Rest…

    Helen Marie & Jan Elias – Helen und Jan sind schöne Erstnamen, Marie ist zu häufig und Elias ein unmännlicher und ausgelutschte Name.

  10. Also Elias ist zwar häufig, aber immerhin einProphet des Alten Testaments und Marie, ebenso oft gehört, aber ein Klassiker, ein Form von Maria und deshalb gut zu vergeben, meiner Meinung nach. Julian und Niclas sind ebenfalls häufig, aber ernst zu nehmende Namen, Julian kommt von römisch Julius, und Nikolaus als Urname von Niclas, adelt diesen Namen. Die Zweitnamen, Yves und Karl sind sehr verschieden, fragt sich warum, Nachbenennungen?

  11. Felina Amora
    ich warte ja nur darauf, dass bald mal ein Kind Amorelie heißt…wie die “Spielzeug”firma aus der Fernsehwerbung…

    • Felina Amora. Na, in meinen Ohren klingt das wie ein Antibabypillen-Handelsname oder ein Aphrodisiakum für Frauen. (Das war mir heute morgen sofort eingefallen – ich hatte mich nur nicht gleich getraut, es hier namhaft zu machen.)

      Anastasia sieht man hier in diesem Blog immer mal wieder. Anastasia Nikolajewna Romanowa war bekanntlich die jüngste Tochter des letzten Zaren Nikolaus II. und wurde zusammen mit ihren drei älteren Schwestern, ihrem jüngeren Bruder, dem Zarewitsch, und ihren Eltern 1918 in Jekaterinburg am Ural erschossen. Ab etwa den 1920er Jahren sind dann im Westen mindestens zwei Hochstaplerinnen aufgetaucht, die jeweils von sich behauptet haben, die überlebt habende Anastasia zu sein. Das wurde ihnen angeblich von einigen Leuten wirklich geglaubt – es waren ja die 20er Jahre wirre, sich selbst unsichere Jahren, in denen Schwindler aller Art gute Chancen hatten, Narren zu finden.

      Man fragt sich nun: Ist diese Anastasia Romanowa heute vergessen? Oder spielt hier – umgekehrt – der gegenwärtige russische Staatskultus eine Rolle, der Anastasia, ihrer Geschwistern und ihre Eltern ziemlich platt instrumentalisiert? (Sie, ihre vier Geschwister und ihre beiden Eltern sind seit Jahren schon allesamt Heilige der Russisch-Orthodoxen Kirche.) Bei Anastasia-Maria würde ich auf letzteres tippen – Maria hieß Anastasias Mutter, geborene Dagmar von Dänemark, eine noch unerträglichere Frömmlerin als Nikolaus selbst.

    • …eben: “Aphrodisiakum für Frauen” und die erwähnte “Spielzeug”firma, da ist kein so großer Unterschied 😉
      Ich finde den Namen jedenfalls ziemlich unmöglich, man hat sofort ein Bild im Kopf.

    • Ich hab keinen Fernseher, ich schwör’s. (Auch wenn es seit ein paar Jahren unangenehm modern geworden ist, jedem – auch ungefragt – zu erzählen, daß man keinen Fernseher habe.)

      Die Tatsache, daß meine Gedanken trotzdem gleich in die von den Werbehanseln mit ihrem „Naming“ vermutlich beabsichtigte Richtung geschossen sind, läßt darauf schließen, daß sie ihre Arbeit gut gemacht haben. Womit dann die Namenswahl der Eltern zumindest zweifelhaft wäre.

    • Du kannst ja mal nach “Amorelie” googeln; davon gibts sogar Adventskalender!!! Es wird nicht mehr lang dauern, bis die wieder (auch vor 20 h) beworben werden. Zum Glück hab ich keine so kleinen Kinder mehr, denn im Vor- oder Grundschulalter würden sie sicher so einen Adventskalender haben wollen mit “Spielzeug für Sie und Ihn”.

    • Jan, meinst Du vielleicht noch eine andere Anastasia?
      Die Mutter der berühmten Zarentochter war Alix von Hessen (als Zarin Alexandra Feodorowna), eine Enkelin von Queen Victoria. Also weder Maria noch Dänemark. Anastasia hatte allerdings eine Schwester namens Maria…

    • Nein, nein, um Pardon, das war natürlich eine Freudsche Fehlleistung von mir! (Wie gut, daß es Lektoren gibt.) Ich hatte Alix von Hessen, Alexandra von Dänemark und Dagmar von Dänemark sozusagen vermischt. Also einmal eine Enkelin Königin Viktorias und einmal eine ihrer Schwiegertöchter, nämlich die Ehefrau des grandiosen Eduards VII., schließlich noch einmal die Mutter Nikolaus’ II.

      Komische Vermischung übrigens: einmal eine brauchbare, unauffällige Monarchin (Alix), die z.B. die kaum zu zählenden Affären ihres Mannes klaglos hinnimmt – einmal eine hysterische Frömmlerin, die den ohnehin schon beschränkten Nikolaus II. in seiner Einfältigkeit und seinen naiven spätromantischen Russentums-Phantasien noch bestärkt. Heute würde man letztere wohl unter „starke Frauen“ laufen lassen. 😉

      Fjodorowna hießen fast alle russischen Zarinnen im 19. Jahrhundert mit angenommenem Vatersnamen – sie stammten meist aus Deutschland, dem „Gestüt Europas“, und haben dann ihre Vatersnamen vom Heiligen ihrer russisch-orthodoxen Taufkirche bekommen.

      Zwei Anastasien hingegen gab es meines Wissens nicht – sondern eben nur die 1918 erschossene Tochter von Nikolaj II. Alexandrowitsch und Maria Fjodorowna née Alix von Hessen.

      Nochmals um Pardon für den Lapsus.

  12. Felina Amora ist für mich an erster Stelle Werbung für Katzenfutter mit niedlichen Kätzchen Bildern. “Nur das Beste ist genug für Ihre Lieblinge.”
    Mila Tuna wäre die Fischvariante davon.

    Bei Avantika dachte ich an Fahrräder mit Hilfemotor. (E-Bike)

    Schreibfehler wie Yonas, Daylan und Aaryan machen es auch nicht besser.

    Wahlpflicht: Diana Laura und Nicolas Karl (lieber entweder 2x mit C oder 2x mit K) Diana ist weltweit gut bekannt und zweifelsohne interessanter als Mia, Lia, Lily und Co.

  13. Meine Lieblinge diese Woche sind definitiv Theodor Antonius Wilhelm, allerdings würde auch ich Theodor auf Platz 2 oder 3 verweisen, und Helena.

    Die Fremdschämer dieser Woche sind Grayson, Aaryan, Daylan, Avantika, Jeremy Finn, Munin, Hailey, Orlando Brooklyn, Bella Juliette, Liam Laurel, Luke, Giuli Mabel und Cathy Ann, Coco und Serafim

    Diana Laura und Mila Tuna- ist dieselbe klangliche Naturgewalt wie Lisa Kira vor zwei Wochen. Diana finde ich als Namen eigentlich schön, Laura ist eine Frauenzeitschrift und ein Modename. Mila ist ebenfalls eine Modeerscheinung und Tuna ein Fisch, aber kein Name oder eventuell ein Tuner für Rechtschreibschwache

    Lily Hannah Celine – Lily ist zu abgenützt und spitznamig, Hannah ist der einzig vernünftige der Reihe und Celine ist zu sehr Unterschicht.

    Alessia Philine – wieso nicht Alessandra, sondern nur die Abkürzung, genauso schrecklich wie Alessio – am Besten natürlich Alexandra und Philine klingt wie Janine (der weibliche Kevin)

    Avantika – Ruft eine Frau am Spielplatz zu schnell “Avanti Annika” – versteht eine Andere “Avantika” und denkt, das ist doch ein toller Name für meine Tochter. Idiotenalarm

    Felina Amora – Oh eine Unterwäscheliebhaberin die Frau Mama. Bei Felina denk ich an das Dessousunternehmen Felina und Amora ist ein Markenname eines französischen Unternehmens (Dijon Senf) So einen Namen wünsche ich mir auch für mein Kind. (Ironie off) Wird bestimmt Modedesignerin, Köchin oder Wirtschaftsgenie

    Zwillinge:

    Orlando Brooklyn & Bella Juliette – Das ist die Personifizierung der Unterschicht. Schlimmer geht es kaum. Orlando ist eine Stadt in Florida und Brooklyn ein Bezirk von New York City, wenn man von Orlando Bloom und Brooklyn Beckham mal absieht und das Mädchen soll wohl die schöne Julia sein oder werden. [Vom Administrator zensiert wegen persönlicher Beleidigung].

    Anny & Erwin – Anny ist zu spitznamig und amerikanisch durch das Y, zu Erwin, ein grauenhafter Name würde ich kein Kind mit belasten, würde Anna viel besser passen, weil es provinzieller und bodenständiger wirkt und damit zu Erwin passt.

    Julian Yves und Nicolas Karl – Julian klingt wie der “Juli ist An”, viel zu unmännlich, Yves hingegen passt so überhaupt nicht in die Reihe, wirkt wie ein Schwein am Sofa und bei Nicolas Karl hätte ich einheitlich entweder C oder K gewählt.

    Rosalie Coco – Rosa liebt Kokos (spontan Assoziation), ansonsten fällt mir zu Coco noch der fahrende Verkäufer von den italienischen Stränden ein, der pausenlos “Bello-Coco-Coco Bello” brüllte.

    Helena Marie und Jan Elias – Hätte man Elias durch einen schönen Namen ersetzt, wäre das mein Zwillingsname der Woche. Da würde ich sogar über die viel zu häufige Marie hinwegsehen. Helena und Jan sind auf jeden Fall absolut schöne Erstnamen.

  14. Ich habe für mich eine eigene Rubrik “Schlimmer geht anscheinend immer”, in der sich die jeweiligen “Burner” der Woche wiederfinden. Manchmal landet dort nur ein Name, teilweise aber auch mehrere, also je nach dem, wie häufig mir beim Lesen der “Namen der Woche” eiskalte Schauer über den Rücken laufen. Diese Woche haben es in meine Rubrik Munin Liesa, Avantika, Rickmar Calle und Orlando Brooklyn geschafft, wobei Rickmar Calle sich den dortigen Platz 1 uneinholbar mit niemandem teilen muss!

    Ich habe aber davon abgesehen auch noch eine persönliche Frage. Mein beiden Vornamen lauten Diana Johanna; den Zweitnamen Johanna bekam ich, da es auch der Vorname meiner Mutter war.

    Aber warum meinte Neuhier: “Diana Laura hat zwei anständige Namen, wobei mir Diana zu besetzt ist – Jana Laura gefällt mir besser” ….

    Ich frage wirklich aus ehrlichem Interesse, was im Hinblick auf Diana mit “besetzt” gemeint ist, denn ich habe meinen Vornamen Diana bisher ausschließlich für einen ganz normalen Namen gehalten.

    Danach meinte dann auch noch Mareike: “Diana Laura – Hier würde ich die Namen umdrehen, Laura Diana. Diana ist mir auch zu festgelegt. Laura gefällt mir gut, ist ein guter, unkomplizierter Name. Laura ist mein zweiter Lieblingsname bei den Mädchen.”

    Was ist an Diana “festgelegt”? Ich bin übrigens nicht eingeschnappt wegen dieser Anmerkungen, ich weiß nur wirklich nicht, was mit ihnen gemeint sein könnte und es wäre daher prima, wenn man es mir erklären würde.

    Viele Grüße an alle
    Diana

    • Ich könnte mir nur Diana, Princess of Wales, vorstellen, die den Namen “besetzen” würde. Allerdings ist in der deutschen Aussprache m.E. keine “Besetzung” vorhanden, und die deutschen Di-anas werden wohl kaum englisch Dai-äna ausgesprochen, insofern sehe ich das Problem auch nicht.

    • Mir fiele auch nur die englische Diana ein. Die freilich war in meiner Generation (X) auch wirklich prägend – sei es als Sternchen, das angehimmelt wurde, sei es als Beleg dafür, daß England eben doch irgendwie das Mutterland des schlechten Geschmacks ist. (Als frankophile – „gaullistische“ – rechte Studenten haben wir gelegentlich in diesem Sinne über Diana gelästert.)

      Andere Dianas des 20. Jahrhunderts können den Namen sicher erst recht nicht besetzen.

      Es bliebe die griechische Göttin der Jagd – und heute die nach ihr benannte Sauce Diane, Wildsauce mit Rahm.

      Übrigens finde ich, daß Diana gut zu Johanna paßt, wenn man von Johanna zu Jeanne d’Arc schaltet: zwei Frauenspersonen, die sich auf das Hantieren mit Waffen verstehen.

    • Liebe Diana,

      Ich meinte tatsächlich die Princess of Wales. Die Assoziation werden heutige Kinder natürlich nicht haben, für mich käme allerdings schon allein aufgrund dieser starken Assoziation eine Vergabe nicht in Frage. Zudem finde ich die Namen Diana und Dilara wegen der Frage, ob das Di als Artikel oder Namensbestandteil gemeint ist, nicht so günstig. Dennoch: ein guter Name, nur eben nicht mein Favorit. Johanna trifft hingegen voll meinen Geschmack.

    • Diana

      Ich habe auch Lady Diana, die Prinzessin von Wales gemeint. Das war aber überhaupt nicht negativ gemeint. Sie war einfach DIE Diana und sie war eine bewundernswerte Frau.
      Da der Name nicht so häufig ist, ist die Erinnerung für mich noch da. (Ich habe nur eine weitere Diana kennengelernt, zu der ich wenig Kontakt habe.)

      Zu Diana Laura
      Hier ist es einfach so, dass mir Laura persönlich besser gefällt als Diana. Diana ist auch in Ordnung und seltener als Laura, was auch Vorteile hat.

      Diana Johanna
      Der Name wirkt auf mich klassisch. Ich finde es gut, dass dein zweiter Name eine Nachbenennung ist. Johanna gefällt mir, ich denke an die biblische Johanna. Das von Neuhier angesprochene Problem mit Diana oder “die Jana” gibt es in Ostwestfalen nicht. Dort sagt man die Vornamen ohne Artikel.

    • Also, Einigkeit scheint hier darüber zu bestehen, daß, wenn es überhaupt in jüngerer Zeit eine prägende Trägerin des Namens Diana gegeben hat, dies die Prinzessin von Wales gewesen ist.

      (Die hübsche englische Schauspielerin Diana Rigg fiele mir noch ein – aber die kennt man wohl nur noch, wenn man in den 70ern als Junge „Mit Schirm, Charme und Melone“ geguckt hat.)

      (Wie Diana von Wales dann zu werten sei, ist eine andere Frage. Uns als Studenten ging es gar nicht so sehr um die Person an sich als um das Brimborium um ihr Leben und vor allem um ihren Tod 1997. Uns hat damals eben diese hemmungslose öffentliche Gefühls-Eskalation der Engländer nicht unerheblich gestört. Aber das gehört ja nur eingeschränkt hierher.)

      Kein Konsens hingegen scheint hinsichtlich der Frage zu bestehen, ob und wie stark der Name Diana heute noch von Prinzessin Diana (der olle Seelmann-Eggebrecht hat sich dankenswerterweise immerhin stets geweigert, von „Lady Di“ zu sprechen) besetzt ist.

      Ich meine auch eher: nein, ist er nicht – oder jedenfalls kaum noch und eben nur bei den Leuten so etwa meiner Generation.

      @Mareike: Genau, das Problem „Die Jana“ („Diana?“) gibt es im Norden Deutschlands nicht oder doch nur kaum und in Niedersachsen mithin auch nicht – wir hatte das Thema „Artikel bei Vornamen“ ja schon öfter.

      Eine Jana übrigens habe ich zuerst im Studium kennengelernt, und ich weiß noch, wie ich dachte: „Hö, komischer Name, nie gehört.“

  15. Meine Eltern haben sich von dem Interesse um Diana, Prinzessin von Wales, erfreulicherweise aber noch nicht mitreißen lassen können, da ich 1978 geboren wurde, Prinzessin Diana und Prinz Charles aber erst 1981 geheiratet haben. Diana Spencer, wie sie mit Mädchennamen hieß, war somit im Jahr 1978 zumindest außerhalb von Großbritannien noch gänzlich unbekannt.

    Mich hat aber tatsächlich trotz der allgemeinen Verehrung der Prinzessin von Wales bis zum Jahr 1997 niemals jemand im Besonderen auf meinen Vornamen angesprochen. Erst mit dem plötzlichen Tod von Prinzessin Diana bekam ich damals häufiger gesagt “Du heißt ja genau so wie sie und ihr Schicksal ist ja so traurig” …

    Natürlich war das Schicksal dieser noch so jungen Frau äußerst traurig, das habe ich auch so empfunden, aber durch die Namensgleichheit fühlte ich mich nicht betroffen. Wir hatten lediglich denselben Vornamen, aber mehr hatten wir – für mich glücklicherweise – schließlich nicht gemeinsam.

    Und genau so wenig, wie sich andere Mädchen und Frauen, die vielleicht Lena, Marie oder Sarah heißen, mit den Trägerinnen desselben Vornamens verbunden fühlen, habe ich mich mit Diana, Prinzessin von Wales, ebenfalls nicht verbunden gefühlt. Allerdings wünsche ich ihr natürlich trotzdem für den Ort, an dem sie sich jetzt befindet, den Frieden, an dem sie sich in ihrem irdischen Leben anscheinend viel zu wenig erfreuen durfte.

    Doch appropos freuen, meine beiden Vornamen Diana Johanna haben mir in dieser Kombnation tatsächlich immer gut gefallen. Das lag aber vielleicht auch ein bisschen daran, dass ich zu meiner Mutter ein durchgehend inniges Verhältnis hatte und stolz darauf war, zuzüglich zum Namen Diana auch ihren Vornamen Johanna bekommen zu haben. Und an meine im Mai vor zwei Jahren geborene Tochter habe ich das dann auch direkt weitergegeben, sie heißt nämlich Claire Johanna Antonia. Johanna für die Omas, die nämlich beide Johanna hießen und leider beide bei Claires Geburt schon nicht mehr lebten, und Antonia in Anlehnung an meinen Schwiegervater, der den Namen Anton trägt.

    Dass ich also generell Nachbenennungen mag, muss ich hier dann sicher nicht noch mal extra erwähnen 🙂 .

    Viele Grüße an alle von Diana Johanna

    • Bei aller grundsätzlichen Berechtigung der These zeigt diese Liste meines Erachtens, daß „Allgegenwart“ eines Namens durch eine bestimmte Person bzw. Verbindung eines Namens mit einer bestimmten Person eben doch etwas Gebundenes ist. Nämlich gebundenen an Generation, Stand, Nation, Geschlecht, Musikgeschmack etc. pp.

      Wer z.B. die berühmte Adele sei, mußte ich mir gerade ergoogeln. Die Wiener Schauspielerin Adele Neuhauser (die „Bibi‘ aus den Wien-Tatorten) war höchstwahrscheinlich nicht gemeint und die aus dem Gummitierlied von Ulrich Roski auch nicht. Und das war noch kein absichtliches Nicht-Kennen, das ja auch immer mal wieder eine Rolle spielt! Ganz dunkel meine ich mich gar zu erinnern, daß diese heute offenbar berühmte Adele in diesem Blog schon einmal erwähnt wurde, aber sie vermochte sich mir nicht einzuprägen.

      Und Evita (das ja eigentlich nur eine spanische Kurzform für Eva ist) würden außerhalb Argentiniens deutlich weniger Leute kennen, wenn es nicht zwischenzeitlich (vor zwanzig Jahren?) den Film mit Madonna gegeben hätte.

      Ach ja: Madonna ist ja nun am Sonntag sechzig geworden – da ist ihr aber durch diese Schwarzen-Sängerin ganz schön die Schau gestohlen worden…

      Mithin meine ich weiterhin, daß die Verbindung des Namens Diana mit der englischen Prinzessin heute nicht mehr so wichtig bzw. deutlich ist.

      Der Ruhm der Welt…

    • Jan, ich schrieb ja auch, dass es bei den genannten Namen für mich eine starke Assoziation zu einer bekannten Person gibt. Je nach Lebenswelt sind die Beispiele verschieden und auch persönlich ändern sie sich. Als ich die ersten Male bei Kindern Mats und Luca gehört habe, dachte ich an Fußball, jetzt setzt die Gewöhnung ein.

  16. Ich denke, dass es ein Vorteil allgegenwärtiger Namen ist, dass solche Verknüpfungen sich nicht so ausprägen, aber für z.B. Diana, Falco, Adele, Evita und Cristiano gibt es für mich DIE Beispiele. Da spielt es dann auch keine Rolle mehr, ob sie in ihrer Sprache anders ausgesprochen werden, es nur ein Künstlername ist etc.

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