Babynamen der Woche 20/2018

Tobias * Sebastian Franz * Lunas Jakob * Marco Fabian * Leni Sophia * Valentino Mario * Jasleen * Alba Carlotta * Valerie Laura Lorena * Konstantin Harald * Elyas Giuseppe * Luca-Mathilda * Jamyla Piara * Konrad Antonius * Kylie-Arwen (f) * Caitlyn Melody Eva-Maria * Charlenya Julaine * Lennard André * Rémy Samuel * Naila Sharon * Pella * Theo Ilian * Mariella Ulrike * Mia Cäcilia Maria * Lilian Grace * Florentin Clemens * Lorenz Serafin * Simon Nikolaos * Hannah Clementina * Elias Christian * Jule Emilia * Amélie Leni-Marie * Vladimira

Babynamen der Woche Mai 2018

Zwillinge

Sarah Naomi & Samuel Noah
Amelie & Leonard
Emma & Lukas
Maja & Emilia
Merle & Miri
Elin & Adam

Oberbayrische Geschwisterpaare

Laura Christiane & Anna Susanne
Mathilda, Felix & Oskar
Juli Marie & Paul Jakob
Bernhard & Annalena
Johannes & Antonia
Rosalie & Leopold
Anton & Anja
Mia & Toni

Und außerdem …

38 Gedanken zu “Babynamen der Woche 20/2018

  1. Wenn ich aus den heutigen Kombinationen die Namen meiner Kinder auswählen müsste, so hießen sie Elias Christian und Laura Christiane.

    Sebastian Franz finde ich auch gelungen, Franz ist bei mir allerdings mit Bayern assoziiert. Auch Konstantin Harald ist gut kombiniert, wobei mir Harald klanglich nicht so zusagt. Ich mag dieses End-ald einfach nicht.

    Ansonsten sind diese Woche auffallend viele schöne Namen dabei, allerdings in nicht immer vorteilhaften Kombinationen.

  2. Franz ist bei mir allerdings mit Bayern assoziiert.

    Bei mir eher mit Österreich…

    Es gab da mal ein Liedchen von einem nicht ganz unwesentlichen österreichischen Kompositeur:

    „Gott erhalte Franz den Kaiser,
    Unseren guten Kaiser Franz!“

    Das bezog sich auf Franz II. (HRR), danach als Franz I. dann Kaiser von Österreich.

    Die Melodie bekommt man noch heute gelegentlich zu hören, allerdings mit anderem Text, wenn überhaupt mit einem. 😉

    Bei Alba bin ich weiterhin sofort beim großen Herzog von Alba (Fernando Álvarez von Toledo), eines der militärischen Genies aus dem Goldenen Zeitalter Spaniens – ein grandioser Soldat; dann bis heute Opfer von protestantischen Propaganda-Kampagnen gegen Spanien, zunächst aus Holland und England, dann aus den USA. Fester Bestandteil der berühmt-berüchtigten „Schwarzen Legende“ um das katholische Spanien.

    Ein Terzio der spanischen Elitetruppe „La legión“ heißt heute „Duque de Alba“.

    • das wird dann der nächste Schritt sein. den Text der Nationalhymne komplett weglassen damit man die Diskussionen um diverse Formulierungen spart.
      die Zeit die man mit den Diskussionen verbringt ist auch Geld.

      von oben gefallen mir die Namen Tobias und Fabian am besten.
      für weibliche Namen sind irgendwie so viele gebastelte Neuerfindungen dabei.

    • Die spanische Nationalhymne („Marcha real“) wird aus diffizilen historischen Gründen bekanntlich auch gar nicht gesungen, obwohl es durchaus einen Text dazu gibt. 😉

      Ich persönlich stehe bei dem Haydn-Fallersleben-Song gerne auf, singe ihn aber grundsätzlich nicht mit – und schonmal gar nicht die BRD-typische 3. Strophe.

      Das Lied von Becher und Eissler ist leider zu sehr vom Zweiten Weltkrieg geprägt, der heute mehr oder weniger irrelavant ist.

  3. Lunas Jakob * An jeden Mädchennamen auf -a lässt sich ein s anhängen, und schon wird’s ein Jungenname. QED.
    Jamyla Piara * Charlenya Julaine * Waren die Mütter im selben Volkshochschulkurs “Namensbasteln für kreatives Schreiben”?
    Kylie-Arwen (f) * Nachname Minogue-Undomiel

  4. * Tobias: Absolut dafür! Schöner Name, für mich alters- und klassenlos.

    * Sebastian Franz: Franz ist nicht so mein Fall, aber es ist ja nur der Zweitname. Sebastian mag ich.

    * Lunas Jakob: Lunas ist mir zu selbstgestrickt und zu weich.

    * Marco Fabian: Kann man machen.

    * Leni Sophia: Leni ist mir wie gesagt zu niedlich und spitznamig. Ich hätte (He)Lena schöner gefunden.

    * Valentino Mario: Ich hoffe auf einen italienischen Nachnamen…

    * Jasleen: Dürfte außerhalb des englischen Sprachraums eher verunstaltet werden. Grundsätzlich hübsch, aber chantalismusverdächtig.

    * Alba Carlotta: Geht.

    * Valerie Laura Lorena: Lorena hätte ich weggelassen. Ist Laura zu ähnlich und insgesamt zu viel Ler-Lar-Lor.

    * Konstantin Harald: Nicht so mein Geschmack, aber okay.

    * Elyas Giuseppe: Merkwürdig. Dieses modische Y neben dem doch eher traditionell wirkenden Giuseppe. Nicht schön.

    * Luca-Mathilda: Da ist der Bindestrich tatsächlich mal sinnvoll und nötig, damit sie nicht als Junge gesehen wird.

    * Jamyla Piara: Heißt das jetzt “Jamüla” oder “Dschamila”? Piara hat was…

    * Konrad Antonius: Gleiche Richtung wie Konstantin Harald. Kann man machen, mir gefällt’s nicht so.

    * Kylie-Arwen (f): Und auch noch mit Bindestrich! Hilfe! (Ich habe nichts gegen Kylie und Arwen. Man erkennt zwar sehr deutlich die jeweilige Inspiration, aber die Namen sind okay. Nur zusammen schreit’s nach Popculture Victim.)

    * Caitlyn Melody Eva-Maria: … damit Oma Eva-Maria uns wegen der ausgefallenen Namen unserer Tochter nicht enterbt. Wahrscheinlich heißen sie auch noch Schmidt, Müller oder Hartmann.

    * Charlenya Julaine: Warum nicht gleich Schantalle Schackeline??!!

    * Lennard André: Passt nicht so ganz. Lennard Andreas wäre stimmiger gewesen.

    * Rémy Samuel: Schon besser.

    * Naila Sharon: Bei dem englischen Zweitnamen liegt dann ein “Näila” nahe. Und da denke ich an Nägel…

    * Pella: Junge oder Mädchen? Vermutlich letzteres. Dann hätte man auch gleich konsequent sein und Pella Tjorven nehmen können, dann hätte man Wurst und Pelle zusammen.

    * Theo Ilian: Ilian wirkt gleichzeitig klassisch und unfertig.

    * Mariella Ulrike: Ich schätze mal, Ulrike ist die Oma? Nicht wirklich stimmig, Mariella ist mir zu verspielt zur eher steifen Ulrike.

    * Mia Cäcilia Maria: Mia und Maria sind der gleiche Name, Leute! Und ich persönlich finde Cecilia deutlich schöner. (Das Ä macht die Aussprache so breit und fordert ein “Z”. “ßéßilia” wirkt einfach eleganter als “Zäzilia”.) Mein Favorit wäre Cecilia Marie gewesen.

    * Lilian Grace: Gefällt mir, ich hoffe, der Nachname passt…

    * Florentin Clemens: Lieber Florian als Florentin, dann gerne.

    * Lorenz Serafin: Mag ich beide nicht. Und das z-S ist nicht schön auszusprechen.

    * Simon Nikolaos: Griechische Wurzeln? Mir gefällt’s.

    * Hannah Clementina: Bei Clementina denke ich an die Frucht und die Ariel-Frau (Ja, ich bin so alt…). Hätte ich nicht als Namen vergeben, ist ja aber zum Glück nur der zweite.

    * Elias Christian: Keine Einwände.

    * Jule Emilia: Jule ist mir zu abgekürzt. Lieber Juliane.

    * Amélie Leni-Marie: Vom Sprachfluss schön, der Bindestrich lenkt die Betonung auf Leni. Aber die Namen sind mir zu ausgelutscht.

    * Vladimira: Ist mir vorher noch nie begegnet. Gibt’s die wirklich oder ist das ein selbstgebastelter weiblicher Vladimir?

    * Sarah Naomi & Samuel Noah: Hart an der Grenze zum “zu ähnlich”.

    * Amelie & Leonard / Emma & Lukas: Haut mich nicht um, tut aber auch keinem weh.

    * Maja & Emilia: Okay.

    * Merle & Miri: Miri ist mir zu abgekürzt. Warum nicht Miriam?

    * Elin & Adam: Wieder so ein Fall von “Wir haben uns nicht getraut”. Wenn Euch “Eva & Adam” zu gewagt ist, liebe Eltern, dann vergebt KEINEN der Namen! So wirkt es halbherzig und hat Hänselpotenzial.

    • Pella. (War mir zunächst gar nicht aufgefallen…) Das war die alte Hauptstadt Mazedoniens unter Philipp II., dem Vater Alexanders des Großen. Als Vorname definitiv ungeeignet.

      Wladimira habe ich zuvor auch noch nie gehört, was freilich nicht bedeutet, daß es das nicht schon sonstwo gegeben hätte. Aber klassisch ist das jedenfalls nicht. Vielleicht eine (gutwilliger, aber etwas ungeschickte) Ehrenbezeugung an Präsident Putin? Gar anläßlich seiner erneuten Vereidigung letzte Woche?

  5. Wahlpflichtspiel:
    Alba Carlotta und Sebastian Franz.

    Ich kann den schönen Namen Elias leider nicht mehr hören… Auf Italienisch ist es übrigens Elia, mit Giuseppe zusammen klingt es für mich ganz gut. Die Namen-Kombi kurz + lang hatte schon mein Uropa Elia Agostino.

  6. Heute sind ja viele schöne Namen dabei, vor allem bei den Jungen.

    Wahlpflichtspiel:
    Sebastian Franz
    Laura Christiane

    Von den Jungennamen gefallen mir diese noch gut;
    Tobias
    Marco Fabian
    Konrad Antonius

    Ja, ich weiß Marco ist nicht die deutsche Form. Aber ein Marco mit deutschem Nachnamen fällt mir nicht mehr auf. Ich kenne mehrere ab etwa Mitte der 70er geboren und jüngere. Vergeben würde ich Marco wohl nicht mehr. Mir gefallen einfach Namen wie Sebastian oder Tobias noch besser.

    Dafür ist Konrad Antonius umso traditioneller, eben ein schöner deutscher Klassiker. Mein Opa hieß Konrad, er wäre jetzt fast 100. Antonius gab es auch viele in seiner Generation. Die Kombi passt sehr gut zusammen.

    Wild geschüttelt gefällt mir:
    Sarah Emilia
    Sophia Carlotta
    Carlotta Maria
    Merle Sophia
    Hannah Mathilda

    Von den Zwillingen und Geschwistern gefällt mir:
    Amelie und Leonard – Leonhard wäre noch besser gewesen.
    Maja und Emilia
    Johannes und Antonia – die beste Geschwisterkombi heute! Da stimmt alles.

    Merle und Miri – Wie schon erwähnt, Miri ist kein Name. Miriam wäre schön gewesen. Merle und Miriam würde mir trotz Alliteration gut gefallen.

    Juli Marie und Paul Jakob – auch hier verstehe ich “Juli” nicht, das ist für mich kein Name. Julia Marie hätte mir gut gefallen Der Bruder hat doch auch einen vollständigen Namen.

    • Dafür ist Konrad Antonius umso traditioneller, eben ein schöner deutscher Klassiker. Mein Opa hieß Konrad, er wäre jetzt fast 100.

      Ha! Ein Urgroßvater von mir hieß auch Konrad! Das ist nun wirklich mal ein Klassiker seit dem Mittelalter. 🙂

      Antonius finde ich allerdings wiederum überzüchtet und zu modern – auf deutsch sollte es m.E. Anton heißen.

      Jäp, Marcos gibt es auch schon in meiner Generation zuhauf. Daß ich daß gut fände, kann ich allerdings nicht sagen. „San Marco!“ war bekanntlich der Schlachtruf der Venezianer. Und das Markus-Evangelium ist von hinreißender, lakonischer Schönheit, vielleicht das beeindruckendste Buch des NT. Aber als Name für einen Deutschen finde ich Marco trotzdem nicht gut.

    • Marco war bestimmt ein Mitbringsel aus dem Italien-Urlaub, ein beliebtes Urlaubsziel in den 70er Jahren.
      Markus war in diesen Jahren aber auch ein häufiger Name. Ebenso gab es Andreas/André nebeneinander. Ob ich das nun gut oder schlecht finde, es ist eben so.

      Urdeutsche Namen wie Konrad waren zu der Zeit aber völlig undenkbar. Auch Nachbenennungen nach den Großeltern gab es kaum. Wenn dann nur in abgewandelter Form, wie bei mir (Mareike anstatt Maria).

    • Genau. Ich hatte als Kind zwei Spielkameraden, die sogar im gleichen Mietshaus gewohnt haben und von denen einer André und einer Andreas geheißen hat.

      Eine Klassenkameradin auf dem Gymnasium (mit holländisch-amerikanisch-deutschem Hintergrund) hieß dann Mareike. 😉 Marias hingegen gab es bei uns überhaupt nicht, in keiner Generation – wohl aber eben in der Oma-Generation Maries („Mari-je“).

      Mark, Marco, Markus – das war alles „normal“, ebenso wie Klaus und Klaas. Na, Klaas war vielleicht eigenwilliger, gewollt-norddeutscher und sicher seltener, Klaus hingegen eher ältlich. Jan gab es, Johannes wiederum überhaupt nicht*, Johann war ebenfalls ein Opa-Name.

      Wohlgemerkt, ich rede hier von Leuten, die heute um die fünfzig sind. Ob man das Beginn der Degeneration der deutschen Namenskultur auffassen soll – ich bin mir nicht sicher.

      *) Die ersten Leute, die wirklich Maria und Johannes hießen, habe ich im Studium kennengelernt. Und das waren dann Leute aus Spanien oder aus Bayern.

    • Bei Konrad muss ich immer an die Geschichte vom Daumenlutscher aus dem Struwwelpeter-Buch denken:
      Konrad sprach die Frau Mama, ich geh aus und du bleibst da.
      Bleib hübsch ordentlich und fromm, bis nach Haus ich wieder komm usw. Am Ende der Geschichte stand der arme Konrad ohne beide Daumen da, weil der Schneider sie ihm mit der Schere abgeschnitten hat, da Konrad entgegen der Ermahnung der Mutter ständig an den Daumen gelutscht hat.
      Keine Ahnung, ob die Struwwelpeter-Geschichten heutzutage überhaupt noch bekannt sind. Darin kommt ja auch noch die Geschichte vom Suppenkasper vor oder die vom Paulinchen.
      Beide müssen am Ende qualvoll sterben. Oder noch einige andere Namen, die inzwischen wieder modern sind wie Friedrich etc.
      Daher würde ich die Namen Friedrich, Kaspar/Caspar bwz. Paula/Pauline keinesfalls vergeben, finde diese auch nicht besonders schön.

    • Na, Du deutest es ja selbst an: Wer liest heute noch (oder schon wieder?) den Struwwelpeter? In meiner Kindeheit (70er) war das absolute Tabu-Lektüre, die man von Kindern fernhielt. Weil es eben als autoritär, spießig und reaktionär empfunden wurde. (Meine Mutter (Jg. 1944) kennt den Konrad-Spruch allerdings auch noch.)

      Einerlei: Ich meine, daß uralte Königs- und Kaisernamen wie Konrad, Heinrich oder Friedrich nicht durch irgendeine Pädagogen-Schmonzetten aus dem 19. Jahrhundert vergiftet werden *können*. Sie sind einfach zu groß. Friedrich finde ich als Welfen-Treuer wegen seiner preußischen Anklänge nicht so gut, aber das ist ein anderes Thema.

      Kaspar finde aber weiterhin auch blöd, Paula ebenso. Beides heute typische Mittelschichti-Gentry-Namen.

    • Nachtrag: Bei Paula muß ich auch immer noch sofort an den als schwul bzw. transsexuell gezeichneten, dicken Koch aus dem Restaurant „Champs Elysées“ in der ersten Folge von „Kir Royal“ (mitte der 80er) denken. 😀

  7. Schwer heute…
    Wahlpflicht:
    Alba Carlotta * Alba Berlin
    Hannah Clementina * Hannah ist etwas langweilig, der Zweitname gefällt
    Mathilda, Felix & Oskar * bisschen lahm, aber stimmig.
    Juli Marie & Paul Jakob * als Zwillingsnamen ganz gut, die EM nehmen beide das u und i auf.
    Simon Nikola(o)s * das nN stört nur, wären gut Zwillingsnamen mit S-n und N-s

    Wild geschüttelt und angepasst:
    Theo(dor) Jakob
    Johannes Anton Konstantin
    Samuel & Clemens

    Bei den Mädchen haut mich nix um, Clementina mag ich, die Assoziation mit der Frucht ist noch gewöhnungsbedürftig. Die Kombi Anna Mathilde(e) passt immer.

    Burner
    Jamyla Piara * Chiara oder Pia ist nicht gut genug gewesen?
    Vladimira * Opa-Vladi und die russischen Wurzeln scheinen präsent zu sein.

  8. Schön finde ich vor allem:

    Tobias, Konstantin Harald, Florentin Clemens, Emma, Lukas, Maja, Emilia, Laura Christiane, Anna Susanne, Mathilda, Felix, Oskar, Paul Jakob, Bernhard, Johannes, Antonia, Leopold und Anton.

    Konrad finde ich einen ganz tollen altdeutschen Namen, aber das Antonius will mir nicht recht dazu passen.

    Lorenz finde ich toll, aber die Z-Endung gefolgt von dem S von Serafin finde ich holprig.

    Die Namen Sebastian und Franz mag ich beide sehr, aber klanglich finde ich die Kombination der beiden Namen nicht ideal.

    Den Namen Fabian mag ich sehr, aber Marco finde ich bei einer Familie ohne italienische Wurzeln traditionslos und zu globalisiert. Marcus Fabian fände ich im deutschen Kontext toll.

    Lennard mag ich sehr, aber das französische Andre will mir nicht zu diesem nordischen Namen passen.

    Remy finde ich einen sehr ansprechenden Namen, aber in Deutschland wäre Remigius die herkömmliche Form.

    Bei Hannah stört mich das angelsächsische H, sonst fände ich Hanna Clementina eine schöne Kombi. Den Namen Hanna (in deutscher Schreibweise) mag ich sehr, sowohl klanglich, als auch von der biblischen Figur her.

    Den Namen Rosalie finde ich wunderhübsch, aber nur wenn er traditionellerweise als Rosal-je ausgesprochen wird, was heutzutage aber so gut wie nie der Fall ist (und schon seit mehreren Jahrzehnten kommt, wie bei Natalie, die ursprüngliche deutsche Aussprache praktisch nicht mehr vor).

    Alba Carlotta hat was, wäre mir aber wieder einmal nicht herkömmlich-deutsch genug.

    Noch was zu Maja–in dieser Schreibweise finde ich den Namen wirklich nett. Maya mit Y wirkt dann schon wieder befremdend und verweist ja dann auch eher auf eine hinduistische Göttin als auf die traditionelle Kurzform von Maria.

    • Bei Hannah stört mich das angelsächsische H, sonst fände ich Hanna Clementina eine schöne Kombi. Den Namen Hanna (in deutscher Schreibweise) mag ich sehr, sowohl klanglich, als auch von der biblischen Figur her.

      Eine Exfreundin von mir hieß/heißt Hanna. Geboren in den mittleren 70ern, aufgewachsen im nördlichen BaWü. Die ist in ihrer Jugend immer wieder mal etwas hysterisch gefragt worden: „Hanna mit H am Ende oder ohne?!“ – insofern nämlich das -h am Ende als jüdisch empfunden wurde. Ist mir zwar etwas schleierhaft warum, insofern das eben auf hebräisch „Chanah“ heißt, aber sie hat es überzeugend und authentisch erzählt.

      Zustimmung zu den meisten anderen Bemerkungen, insbesondere und mit Verve zu der über die weiblichen Endungen auf -ie. Schon als Plattdeutscher. Ich hab mir (wieder) angewöhnt, eine Marie grundsätzlich erst einmal als Mari-je anzusprechen. (So hieß übrigens meine Großmutter mütterlicherseits.) Und eben auch Natal-je, Rosal-je etc.

      Wir bringen den Deutschen schon wieder Manieren bei. 😉

    • …da war ich wohl falsch informiert: Ich dachte Hanna und Hannah hätten zwei verschiedene Bedeutungen – Hanna als Abkürzung von Johanna und Hannah als Vollform.

    • Alles ist richtig: Für die einen ist Hanna eine Abkürzung von Johanna und für die anderen eine Schreibvariante von Hannah. Entscheidend ist, was sich die Eltern der Hanna dabei gedacht haben.

    • in der Bibel gibt es auch eine Hanna. die hat jung geheiratet und der Mann ist schon bald gestorben und dann war sie natürlich arm, denn damals gab es keine Witwenrente. Hanna hat dann ihr Leben Gott gewidmet und im Tempel gebetet bis sie 80 Jahre alt war. glaube ich zu der Zeit als Josef und Maria auch lebten.

    • Entscheidend ist, was sich die Eltern der Hanna dabei gedacht haben.

      Falls sie sich denn überhaupt etwas dabei gedacht haben – die Eltern meiner Ex waren/sind jedenfalls völlig areligöse 68er. Es ging darum, schicke, weil etwas altmodische, Namen zu finden; ihre Schwestern haben Namen auf einer ähnlichen Stilebene. Neben den Proto-Kevins („Dehvid“) gibt es eben auch die Proto-Charlottes.

      Nur war die soziale Trennung („Kevinismus“) in den Zeiten vor dem Neoliberalismus und vor der damit grassierenden Abstiegsangst der Mittelschicht weniger scharf. Das Spielchen war einfach mit weniger Angst verbunden als heute. Etwas spielerischer, weniger hubschraubereltern-mäßig. Es gab natürlich Klassen, aber man hatte nicht bei allem und jedem Panik, etwas falsch zu machen.

      Eine biblische Johanna gibt es übrigens meines Wissens nicht; ich meine, daß das einfach die feminisierte Form von Johannes ist. Und als Referenzpunkt natürlich die grandiose Jeanne d’Arc aus Lothringen, Tochter des Jacques und der Anne d’Arc.

    • Johanna
      Es gibt eine biblische Johanna. Sie war eine Begleiterin Jesu, wie auch Maria Magdalena. Bei einem der Evangelisten wird der Name Johanna genannt.

      Hanna/Hannah
      Ich hoffe doch, dass sich die Eltern etwas bei der Schreibweise denken. Hannah soll unterstreichen, dass es sich um die biblische Hanna(h) handelt.
      In der deutschen Bibel steht Hanna (ohne h), ebenso Judit und Rut. (Trotzdem werden Judith und Ruth nahezu immer mit h geschrieben.) Das h am Ende ist typisch für biblische Namen, deshalb finde ich sowohl Hanna, als auch Hannah in Ordnung.

      Übrigens sind Hanna, Hannah und Johanna in meinem Umfeld sehr beliebt. Unter den Kommunionkindern der letzten Jahrgänge war immer mindestens eine Hanna/Hannah dabei, aber auch Johanna und Anna sind oft vertreten.

    • Ich hoffe doch, dass sich die Eltern etwas bei der Schreibweise denken. Hannah soll unterstreichen, dass es sich um die biblische Hanna(h) handelt.

      Mareike, es waren damals in den 60er und 70er Jahren einfach andere Zeiten als heute. Wir (also meine Ex und ich) kamen beide aus anderen Milieus: Sie aus der Mittelschicht (Ingenieure, Lehrer), ich aus der Unterschicht (landlose Bauern, dumpfe Kleinstadt-Prollen). Sie aus Baden, ich aus Kern-Niedersachsen. Gemeinsam war diesen Milieus aber, daß sie völlig areligiös bis antireligiös waren. Wir waren beide selbstverständlich und sind auch heute noch nicht getauft – wohlgemerkt: alles in der Alt-BRD, nicht in der DDR.

      Ob das gut ist oder schlecht oder keines von beidem, ich weiß es nicht – aber es war halt so. (Daß ich dennoch kein Christen-Hasser bin, weißt Du, Mareike, ja.)

      Kurzum: Da hat sich niemand um die biblischen Bezüge eines Namens geschert. Bei mir sollte er halt „norddeutsch“ klingen, bei ihr irgendwie „fein“.

      Und vor allen Dingen und nochmals: Man hat sich damals einfach weniger Kopfschmerzen um solche Details gemacht. Die Eltern waren im Durchschnitt viel jünger als heute (es mag da im letzten Jahrzehnt wiederum eine Trendwende gegeben haben) und selbst noch „unvernünftig“. Man war halt einfach nicht so pingelig und wollte nicht alles so perfekt machen wie heute.

    • Jan
      Mit meiner Bemerkung bzgl. der Schreibweise habe ich auch nicht deine Ex und die entsprechenden Jahrgänge gemeint. Sondern ich bezog mich auf die heute etwa 8-14jährigen Kinder und Jugendlichen.

      Dass sich die heutige Eltern-Generation zu viele Gedanken über die Vornamen macht, da stimme ich dir zu. Ungewöhnliche Namen sind heute viel häufiger, was wir hier bei BdW jede Woche sehen. Dann sind mir Namen wie Hanna/Hannah und Johanna doch viel lieber.

    • Mir auch! 🙂

      Obwohl ich Hanna(h) als möchtegern-jüdisch und landeskirchen-protestantisch empfinde. (Jetzt mal abgesehen von privaten Traumata mit besagter Hanna… 😉 ) Also wie Lea, Sarah, David, Noah, Jonas etc.

      Johanna finde ich hingegen grandios, eben schon wegen der Jungfrau von Lothringen. Für mich eine der faszinierendsten und anrührendsten Gestalten der europäischen Geschichte.

      Nur eines noch: Sogar hier scheint immer mal wieder die Angst durch, Kinder könnten wegen ihres Vornamens „gehänselt“ werden. Ich habe das nach bester Erinnerung im Kindergarten, in der Nachbarschaft oder in der Grundschule *niemals* erlebt; weder bei mir, noch bei anderen. (Auf dem Gymnasium natürlich erst recht nicht.) Auch die „Dehvids“ und „Pätricks“ wurden niemals wegen ihres Namens gehänselt. Wir waren als Kinder wirklich keine Engel, aber aber der Name wurde *nie* als Ansatzpunkt für „Hänseleien“ genommen.

      Es ist so eine merkwürdige Mischung aus „German Angst“-Kultur, Perfektionismus und dem Streben nach gequälter Orignalität *und* gleichzeitig nach Glattheit, die man hier auch in den BdW regelmäßig sieht. Daher bin ich – als Linker und bei allem Bewußtsein für die Problematik des Begriffes „Tradition“! – immer für traditionelle Vornamen.

  9. Wahlpflicht:
    Valerie Laura (ohne Lorena) und Rémy Samuel oder Sebastian Franz

    kann man machen: Marco Fabian – Alba Carlotta – Hannah Clementina – Simon Nikolaos – Konstantin Harald – Konrad Antonius – Mariella Ulrike – Florentin Clemens

    Fabian Clemens und Marco Florentin gefallen mir besser

    ausgelutscht: Leni Sophia – Elias Christian – Amélie Leni-Marie

    Nicht mein Fall: Valentino Mario (andere Betonung des i aber mir zu viel aio aio)

    Weiterhin:
    Tobias – in Ordnung als Einzelname, haut mich aber nicht um.
    Jule Emilia – Julia oder Juliane Emilie hätte ich besser gefunden.
    Jamyla Piara – Piara lese ich leider spontan wie Paria

    Wild geschüttelt: Theo Lorenz

    Seit Kurzem bin ich übrigens “Tante” von “Verena Liselotte Carlinde”, Rufname Verena.
    Ihr Vater ist mein Cousin. Sein Nachname ist zweisilbig und passt meiner Meinung nach klanglich sehr gut zu Verena. Die drei Namen waren aber eine komplette Überraschung für mich. Es sind insgesamt auch viel mehr Silben als ich erwartet hätte. Carlinde habe ich nachgeschlagen. Es ist eine seltene Mischung von Caroline und Namen mit -linde wie Ermelinde. Ich nehme an, dass es irgendeine Nachbenennung aus dem Familienkreis der Mutter des Kindes ist.
    Was hällt ihr von “Verena”?

    • Verena ist schon ein ordentlicher Name, aber ich werde nicht so richtig warm damit (obwohl ich ein paar Namensträgerininnen kenne, die ganz OK sind). Verena hängt irgendwie zwischen Vera (kurz und bündig) und der etwas hochgestochenen Langform Veronika.

    • Verena ist ein schöner Name, klanglich gefällt mir Verena sehr. Es ist kein Modename und unter jungen Erwachsenen recht zeitlos. Das sind doch viele Vorteile.
      Herzlichen Glückwunsch zur “Tante”!

    • Carlinde gefällt mir. Ich hätte es wegen der ‘Car’ = ‘Auto’ – Assoziation mit K geschrieben.

    • Carlinde??? Was soll das?? Weibliche Form von Carsten??
      Dann doch lieber gleich Gerlinde, hört sich jedenfalls besser an, obwohl ziemlich altbacken, in den 1940er-50er Jahren etwa war das ein gängiger Name.

    • Mir gefallen von Verena bis zu Carlinde alle drei Namen sehr gut. Verena ist selten bei Kindern, kennt aber jeder und klingt gut. Vielleicht nennt die Kleine sich später ja mal Lilo oder Cara, da wird viel geboten 🙂

      Carlinde ist natürlich exotisch, aber zu zwei so bodenständigen Namen kann man sich das – wenn es denn drei werden sollen – gut erlauben. (Mit der Auto-Assoziation – car – wollte ich meinem Mann ja einst Carlo unterjubeln … keine Chance ;-))

  10. Danke für alle Rückmeldungen. “Verena ist selten bei Kindern, kennt aber jeder und klingt gut”. Das dachte ich mir auch 😉 Die Zeitlosigkeit und klangvoller Zusammenhang mit dem Nachnamen fand ich gut.

    An eine Auto-Assoziation von Carlinde hatte ich allerdings nicht direkt gedacht. Bei Namen wie Carla oder Carmen denke ich auch nicht daran.
    Ich dachte eher es könne “zusammengebastelt” aussehen. Es ist aber kein Rufname, also das wird schon schief gehen ;).

  11. Marko kann man natürlich auch anders sehen – als Kurzform von Namen, die mit Mark- gebildet werden, ein Pendant zu Heino, Kuno und dergleichen. Die Schreibweise mit “c” wäre dann allerdings wieder inkonsequent. Aber ich kann mich entsinnen, in den 70ern beide Schreibweisen gesehen zu haben.

    Bei Carlinde dachte ich zuerst an Karl und die typische germanische Namensbildung: Mutter Gertraude und Tochter Gerlinde, Vater Siegfried und Tochter Sieglinde. Allerdings gehört Karl zu den wenigen Namen, die eigentlich nur mit einer Silbe, bzw. einem Bestandteil verwendet wurden, so wie auch Ernst, Kraft, Frank oder Trutz. Basteln kann man damit natürlich auch, es würde ohne Schluss-L wie in Karl aber auch immer sehr gebastelt klingen.

    • und die typische germanische Namensbildung: Mutter Gertraude und Tochter Gerlinde, Vater Siegfried und Tochter Sieglinde.

      Interessant, das habe ich noch nie gehört… Wo hast Du das denn her?

      Allseits bekannt ist, daß es – bis heute – auf Island Patronyme anstelle von Nachnamen gibt. Ferner gibt es die Hypothese – und mehr als eine Hypothese kann es angesichts des Quellenmangel nicht sein –, daß die määnlichen Kinder in germanischen Familien auf den gleichen Konsonanten angelautet sind. Also Segimer, Segesten, vielleicht Sifrid… Worauf dann in der nationalistischen Historiographie des 19. Jhdts. die (m.E. nicht unplausible) Gleichsetzung des Siegfried mit Arminius beruht. Nur es fehlen eben die sicheren Quellen – wie wissen über das Leben Jesu tausendmal mehr als über das Leben des Arminius oder des Marbod.

      Daher eben die Frage: Woher stammt die These, daß eine x-linde „typisch germanisch“ die Tochter eines x-frieds oder einer x-traud sei?

  12. Vladimira kenne ich eigentlich nur als Mädchenvorname in den ehemaligen Jugoslawischen Staaten.

    Wahlpflicht :

    Tobias
    Remy Samuel
    Florentin Clemens
    Simon Nikolaos und notgedrunen
    Alba Carlotta

    Wild geschüttelt:

    Clemens Florentin -> viel besser als umgekehrt.
    Remy Florentin
    Lennard Samuel
    Sebastian Konrad
    Tobias Konstantin
    Jakob Konstantin
    Emilia Carlotta
    Carlotta Laura
    Emilia Hannah

    Beiden Zwillingen und Geschwistern gefallen mir:

    Amelie & Leonard

    Mathilda, Felix & Oskar
    Johannes & Antonia
    Rosalie & Leopold
    Anton und Anja

    Die Kombis finde ich gelungen, nur die einige der Namen mag ich nicht:

    Sarah Naomi & Samuel Noah

    Laura Christiane & Anna Susanne

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