Babynamen der Woche 12/2018

Vitus Leonhard * Quirin Aurelian * Joas * Ludwig Korbinian * Nias * Anesa * Mila-Carlotta * Allessio * Jannes Theo * Elena Christina * Gion * Malina * Livia * Anian * Liv Finja * Philomena * Vivienne Maleen * Franz Xaver * Carl Friedrich * Marlies Therese * Lucia Everly * Merle Anna * Margarethe Elisa * Enzo Luciano * Antonia Zuzana * Marian Max * Isabella Annette * Milena Jara * Herald * Anni Flora * Vinzenz Serafin * Arthur Alexander


Die „Babynamen der Woche“ – das sind schöne, furchtbare, normale, exotische, verrückte, lächerliche, populäre und ungewöhnliche Vornamen von Neugeborenen der letzten Tage. Willkürlich ausgewählt von der Redaktion dieses Blogs und keinesfalls repräsentativ. Verzeichnis aller bisherigen Babynamen der Woche

Und außerdem …

43 Gedanken zu “Babynamen der Woche 12/2018”

  1. Zumindest bei den Mädchen einige Namen dabei, die meinen Geschmack treffen.
    Ich wähle: Livia, Merle (Anna), und Antonia
    Bei den Jungennamen gefällt mir weniger. Da wähle ich (Marian) Max und (Vitus) Leon(h)ard.

    Einen schönen Freitag wünsche ich euch!

  2. Eine Philomena wurde Anfang des Jahres in der Doku-Soap „Verrückt nach Meer“ gezeigt. Ich war schon gespannt, wann der Name hier auftaucht 🙂

    • Ja sicher ist der Name nicht neu, der kam auch in den Babynamen der Woche schon öfter vor – zuletzt vor wenigen Wochen in meiner Auswahl. Spannend finde ich es trotzdem, wie sich so ein TV-Ereignis auswirkt.

    • Es gibt auch das Madrigal „Though Philomena lost her Love“ von Thomas Morley (engl. Renaissance), aufgenommen u.a. irgendwann in den 70ern oder 80ern von den King’s Singers – eine Patenschaft der Soap ist aber wohl doch wahrscheinlicher. 😉

    • Hm, ich habe den Namen früher schon ein paarmal in Namensdiskussionen gelesen, gern mit Seraphina als möglichem Schwesternamen. Irgendwo haben die Leute den vorher schon ausgegraben – vermutlich aber nicht bei Morley 😉

    • Bei Bekannten ist letztes Jahr eine kleine Philomena angekommen. Ansonsten ist der Name ja in der übertragenen Bedeutung “Nachtigall” jahrhundertelang durch die Dichtung geschleift worden, teilweise auch als Philomela /-e.

    • N

      Philomena war immer der Lieblingsnane meiner Tochter gewesen, schon zu Schulzeiten, gleich danach kam Elisabeth.Nun war das erste Kind eine Junge, er wurde ein Philemon, der Freundliche. Di
      Nun heißt die Kleine Elisabeth Philomena.

  3. * Vitus Leonhard: Vitus klingt mir zu streng, Leonhard gefällt mir, ohne h aber noch besser.

    * Quirin Aurelian: Quirin finde ich interessant, Aurelian wäre mir als Erstname zu blumig/weich für Jungs, als Zweitname aber in Ordnung.

    * Joas: Hier denke ich nur: Wo ist das n geblieben?!

    * Ludwig Korbinian: Ludwig hätte gern in der Versenkung bleiben dürfen, Korbinian finde ich als Zweitnamen okay, aber mich stört der “Korb”.

    * Nias: Hier vermisse ich “kl”, aber könnte mit Gewöhnung ein Name werden, den ich in Ordnung finde.

    * Anesa: Hier geht es mir ähnlich wie bei Nias.

    * Mila-Carlotta: Die Kombi ist mir für einen Doppelnamen zu lang, aber ich finde, die Namen passen zusammen. Carlotta mit vielen Plosiven bildet einen guten Kontrast zur weichen Mila.

    * Allessio: Mit einem l würde mir der Name gefallen. 

    * Jannes Theo: Die Namen passen weniger zusammen, Theo ist mir zu altmodisch und kurz, Jannes würde ich eher mit i schreiben.

    * Elena Christina: Elena gefällt mir gut, Christina hat ihre Zeit gehabt.

    * Gion: Siehe Nias.

    * Malina: Den Namen mag ich gerne.

    * Livia: Gefällt mir auch gut!

    * Anian: Hier sind mir zu viele Wiederholungen und nur Nasale, also zu weiche Konsonanten für einen Jungennamen.

    * Liv Finja: Finja Liv hätte mir besser gefallen. Finja mag ich auch gern, Liv ist mir zu kurz und mir gefällt die Endung mit v/”f” nicht.

    * Philomena: Ich weiß nicht, warum, aber der Name wirkt immer so streng auf mich. Ich mag eigentlich längere seltene Namen – aber diesen nicht. 

    * Vivienne Maleen: Vivienne gefällt mir gut, statt Maleen hätte ich Mailin lieber gemocht.

    * Franz Xaver: Franz siehe Ludwig, Xaver siehe Quirin.

    * Carl Friedrich: Siehe Ludwig

    * Marlies Therese: Auch viel zu altmodisch. Statt Therese hätte ich Theresa besser gefunden. Ich fürchte, ich bin eine hoffnungslose Zu-altmodisch- und e-Endung-Gegnerin und a-Endung-Liebende. 😉

    * Lucia Everly: Lucia mag ich gern, Everly ist als Zweitname okay.

    * Merle Anna: Anna eignet sich meiner Meinung nach irgendwie nicht als Zweitname, das klingt fast immer holperig. Merle ist auch so ein Name, den ich einfach nicht mag, ohne es begründen zu können.

    * Margarethe Elisa: Elisa = sehr hübsch, Margarethe siehe Marlies.

    * Enzo Luciano: Italienischer Nachname? Ansonsten passt es nicht. Luciano mag ich, Enzo gefällt mir nicht.

    * Antonia Zuzana: Antonia ist ein hübscher Klassiker. Susanna würde ich in Deutschland lieber so schreiben.

    * Marian Max: Max Marian klänge besser. Marian ist mir zu wenig maskulin vom Klang. Die Alliteration stört.
     
    * Isabella Annette: Isabella ist hübsch, Annette gefällt mir gar nicht.

    * Milena Jara: 2 schöne Namen, aber Jara Milena hätte runder geklungen.

    * Herald: Das e macht Harald nicht besser … 

    * Anni Flora: Auch hier lieber andersrum! Flora gefällt mir gut, Anni ist mir zu verspielt durch die i-Endung.

    * Vinzenz Serafin: Lieber Vincent, aber beide Namen sind nicht mein Geschmack. Serafin empfinde ich als Zweitnamen in Ordnung, als Erstnamen würde ich den nie wählen.

    * Arthur Alexander: Siehe Ludwig – und auch hier findet die Alliteration keinen Anklang bei mir.

    Fazit: Viele Namen diesmal, die mir gefallen, aber die altmodischen werden wohl einfach in meinen Ohren immer verstaubt und unschön klingen … In meinem Kopf bleibt immer nur der Gedanke: “Das arme Kind!” ;(

  4. Joas kenne ich aus den Skogland-Büchern von Kirsten Boie. Wenn man die gelesen hat, vermisst man das n irgendwann nicht mehr, schon komisch 🙂

  5. Wahlpflichtspiel:

    – Jannes Theo – Jannes ist eine unkomplizierte Kurzform von Johannes. Damit kann man sicherlich gut leben.

    – Merle Anna – Wenn Anna an zweiter Stelle steht, klingt es oft etwas holprig. Aber hier denke ich, dass Anna entweder eine Nachbenennung ist oder die heilige Anna noch hinten dran gehängt wurde. Merle dürfte der alleinige Rufname sein.

    – Elena Christina – hier würde ich entweder eine Helena oder eine Lena raus machen, dann wäre es ein perfekter Name. Christina würde mir auch als Rufname gefallen.

    ——-

    – Franz Xaver – wenn er bewußt nach dem heiligen Franz Xaver benannt wurde, dann finde ich das in Ordnung.
    – Carl Friedrich – ebenfalls sehr traditionell.
    Franz und Carl sind als Rufnamen ja gar nicht mehr so ungewöhnlich.

    – Vinzenz Serafin – der heilige Vinzenz und die Engel. Hoffentlich kennen die Eltern die Bedeutung der Namen. Hier wurde Vinzenz ja mal in der tradionellen deutschen Schreibweise geschrieben. Das finde ich einerseits gut, aber andererseits wird der Junge wohl häufiger erklären müssen, dass er nicht Vincent heißt.

    – Marlies Therese – das könnten die Namen der Omas sein. Marlies wirkt sehr bodenständig, gefällt mir, darf ruhig beliebter werden.
    Anstatt Therese hätte mir Theresia besser gefallen, aber Therese hat es in der Großeltern-Generation auch gegeben.

    – Margarethe Elisa – hier würde ich Elisa gern an die erste Stelle setzen. Elisa ist ein sehr schöner Rufname. Margarethe scheint häufiger zu werden.

    – Antonia Zuzana – Antonia gefällt mir sehr gut. Bei Zuzana vermute ich einen entsprechenden Hintergrund. Sonst würde man das ja Susanne schreiben.

    – Milena Jara – Milena mag ich wegen dem schönen Klang und der schönen slawischen Bedeutung.
    Jara ist nicht so meins, würde ich gegen einen anderen Zweitnamen tauschen, vielleicht Milena Christina.

  6. Endlich mal wieder richtige Namen, in denen die Zahl der Konsonanten die der Vokale übertrifft!

    Joas, Nias, Anesa, Gion, Malina, Livia, Anian wirken da auf mich wie misslungene Silbenbasteleien. Der merkwürdig geschriebene Allessio bringt’s auch nicht.

    Aber Vitus Leonhard, Ludwig Korbinian, Cael Friedrich, Arthur Alexander,Franz Xaver, Antonia Susanna sind alle solide, wenn auch manchmal eher für den süddeutschen Raum.

    Marlies Therese und Margarethe Elisa hätten mit mit Vollformen besser gefallen, aber der Wille zählt.

    Serafin Vinzenz hätte das Aufeinanderstossen von z-s umschifft, genau wie Finja Liv, wobei mir letztere beide nicht gefallen.

    Elena Christina – Fans des spanischen Königshauses, trotz aller Skandale?

    Enzo Luciano – molto bene!

    Marian Max klingt zu einem zweisilbigen Nachnamen eindeutig besser als das übliche “Kurz vor Lang”

    Zur quirligen Vivienne passt eine Schlaftablette wie Maleeeeeen so GAR nicht.

    Herald lässt mich leider nur auf frohe Kunde hoffen.

    Quirin Aurelian, Mila-Carlotta, Jara, Jannes und Merle mag ich leider überhaupt nicht.

    Everly? Was soll das sein?

    Anni – Was ist an Anna oder Anne so schrecklich?

    Isabella Annette – hat irgendwie was, wobei ich hoffe, dass Annette Rufname ist.

  7. Livia, Everly, Milena, Flora, Marlies, Lucia, Carlotta, Elisa, Merle, Isabella, Liv, Malina, Philomena, Mila: immer ein L dabei.. Antonia, Vivienne und Therese finde ich auch schön.
    Bei den Jungs gefällt mir Vitus Leonhard am besten.

  8. Wahlpflicht
    Jannes Theo * netter Erstname, nicht zu geläufig.
    Carl Friedrich * Standart. Traditionell. Macht man nix falsch.
    Marlies Therese * Marlies find ich ganz nett als Kurzform, nicht so hyper-modern

    Wild geschüttelt
    Theo Leonhard *
    Carl Friedrich *
    Elisa, Anna, Carlotta und Flora mag ich auch…

  9. Die Woche gefällt mir total gut! Joas, Nias und Gion sind zwar nicht mein Ding, aber allgemein glaube ich kaum, dass diese Woche irgendein Kind wegen seines Namens unglücklich sein muss.

    Aus den einzelnen Namen würde ich mein Mädchen diese Woche Zuzana Milena oder Zuzana Malina nennen und mein Junge würde Vinzenz heißen. Sollte Hana Merida mal eine kleine Schwester bekommen, könnte ich mir Zuzana XY echt gut vorstellen.
    Bei Zuzana / Susanna / Susanne finde ich es allgemein sehr schade, dass nur noch wenige Kinder so genannt werden. Meiner Meinung nach ein toller Name, der ruhig mal wieder häufiger vergeben werden sollte!

    • Zuzanna steht in Polen bei den neugeborenen Mädchen momentan an zweiter Stelle.
      In Deutschland war der Name Susanne so lange beliebt (gefühlt bei Frauen von der Generation meiner Mutter bis zu meiner eigenen, also bei den heute 60- bis 30-Jährigen), dass man momentan eher übersättigt ist.

    • Ich finde auch, Susanna hätter eine Renaissance verdient.
      Was die epidemische Verbreitung angeht, so betrifft die ja eigentlich nur Susanne mit E am Ende – ich kenne aus der Hauptvergabezeit keine einzige Susanna. Und für mein Empfinden verändert der letzte Buchstabe den Namen komplett. Susanne klingt wie Sabine, also ziemlich abgenudelt. Susanna klingt unverbraucht und wesentlich näher am hebräischen Original, dessen Bedeutung (Lilie) ja auch für den Namen spricht.

    • Stimmt, Susanna habe ich in all den Jahren nur eine einzige getroffen. War eine Lehrerin von mir, dürfte heute zwischen 50 und 60 sein. Für ein neugeborenes Mädchen fände ich Susanna etwas weniger absurd als Susanne.

    • Ich hätte diese Woche nicht hier reinschauen dürfen! 😉 Eigentlich stand ja nun der Name für die kleine Maus fest (Hana Merida), aber jetzt gefällt mir auch noch Zuzana so gut…

      Und ich überlege, ob Zuzana Merida nicht auch schön wäre. Oder Lida Zuzana (bzw. auch Lida Susanna), Milena Zuzana… wie auch immer. Plötzlich fallen mir ganz viele Zuzana-Kombinationen ein, die ich fast genauso sehr mag wie Hana Merida – und bin komplett überfordert!

      …Und das alles, während dem werdenden Papa alles herzlich egal ist! (“Wir können sie meinetwegen auch Han Solo Merida nennen. Mir ist das egal. Für mich ist sie so oder so meine kleine Prinzessin!”) Männer… Ganz ehrlich, ich bin mittlerweile echt fast so weit, dass ich die Krankenschwester im Kreißsaal den Namen würfeln lasse. Oder mein Mann tatsächlich Vater einer kleinen Han Solo Merida wird. Keine Ahnung. Nur dass mir jetzt auch noch Zuzana so gut gefällt, das ist… schon ein bisschen gemein 🙁

    • Aber ich würde von der Z-Version auf jeden Fall Abstand nehmen, Zuzanna – da fragt doch jeder nach bzw. schreibt es mit Sicherheit falsch! Wenn, dann Susanna Merida. Das find ich jetzt wirklich nicht schlecht!

    • Das wäre der nächste Punkt 🙂 : Die Schreibweise.

      Bin da vollkommen unschlüssig. Du hast total recht, dass Zuzana hier in Deutschland etwas kompliziert ist – die Frage wäre nur, ob es nicht doch “machbar” ist. Immerhin hätte sie den entsprechenden Hintergrund und auch den Nachnamen für diese Schreibweise.
      Außerdem hätte ich bei Susanna die Befürchtung, dass fremde Leute mein Kind ständig Susanne nennen würden… wo wir wiederum beim Punkt von Barbara wären: Susanne klingt ganz anders als Susanna mit a. Und egal wie viel Mühe mein Mann und ich uns da geben: wir werden kein blondes Kind bekommen, das wie eine “klassische Susanne” aussieht 😉

      Und dann… was wäre der Rufname? Stören mich die vielen Möglichkeiten, Susanna / Zuzana abzukürzen (Susi, usw.)? Vergibt man den Namen heute überhaupt noch?… Fragen über Fragen:)

    • Aber ich könnt mir vorstellen, dass es evtl Leute gibt, die die kleine Zuzanna aber dann wirklich wie “Tsutsanna” (also mit Z) aussprechen, das fände ich unmöglich.
      Also für mich ist eine Susanne/a nicht zwingend blond – das ist bei mir anders abgespeichert, ich kenne eine dunkelhaarige und eine mittelblond/braunhaarige Namensträgerin…!
      Ein echtes Gegenargument ist tatsächlich die Abkürzung “Susi”, die finde und fand ich schon immer furchtbar. Dem wäre aber mit der Schreibweise Zuzanna auch nicht auszuweichen, fürchte ich. Ich glaube, am ehesten entkäme man den Abkürzungen durch eine konsequente Aussprache des vollen Namens von Anfang an (den Spitznamen in der Schule wird man als Eltern sowieso nicht mehr Herr 😉 )

    • Von der Schreibweise Zuzana würde ich dir auch abraten. Susanna finde ich gut und wenn du und dein Mann immer Susanna rufen, dann werden es auch die meisten anderen tun. Eine mögliche Abkürzung wäre ja auch noch Sanna. Aber darauf hat man irgendwann in der Schule keinen Einfluss mehr.

      Mir würde auch dein Vorschlag Milena Susanna (oder Zuzana) gut gefallen. Milena ist unkompliziert in der Schreibweise und hat einen schönen Klang.

    • Zuzana finde ich nicht ungewöhnlicher als Hana. Da werdet ihr euch entscheiden müssen, ob Herkunftspflege oder für Deutschland gewöhnlich wichtiger ist.

      Milena finde ich für eure Konstellation übrigens sehr passend – und unkompliziert.

    • Hm … das sind wohl die normalen Zweifel kurz vor Toresschluss 🙂 Zuzana Merida oder Milena Zuzana gefallen mir spontan weniger gut als Hana Merida, weil sie so “bunt” sind: beide Namen mit verschiedenen Vokalkombinationen, beide Namen dreisilbig. Sie stehlen sich leichter gegenseitig die Show als bei Hana Merida. Außerdem wiederholt sich bei Milena Zuzana die -na-Endung, das würde mich auch stören.

      Zuzana oder Susanna sind hübsch, keine Frage. Vielleicht für eine potenzielle Schwester vormerken? 😉 Eine hübsche Kurzform wäre auch Susa.

    • Susanne und blond? Die “klassische” Susanna im Bade war immerhin eine Jüdin (aus den apokryphen Zusätzen zum Buch Daniel) und sollte daher auch “nahöstlich” ausgesehen haben.

    • Also ich finde sowohl Merida als auch Lida in Kombination mit Susanna sehr hübsch. Also “Susanna Merida” oder “Lida Susanna”. Namen die jeder schreiben kann und trotzdem eher ungewöhnlich sind. Bei “Hana” (sorry wenn ich das jetzt so frech sage..) ist der zweite Vorname vermutlich automatisch “mit einem N” 😀

      Meine Cousine (17) heißt “Marie Susann”, also ohne -e oder-a hinten was ich persönlich auch ganz hübsch finde

    • Susanne und blond? Die „klassische“ Susanna im Bade war immerhin eine Jüdin (aus den apokryphen Zusätzen zum Buch Daniel) und sollte daher auch „nahöstlich“ ausgesehen haben.

      Ich frage mich gerade, wie „nahöstlich“ eine Jüdin denn nun aussehen muß, um den strengen rasse-phänomenologischen Kriterien von Elbowin oder Julius Streicher Genüge zu tun…

      Nur zur Schreibung von Susanne (oder meinetwegen auch der verzopft-protestantischen Retro-Bibel-Susanna) mit z’s: Das sieht in Deutschland bis auf weiteres nun einmal nach „Zwischeneuropa“ aus, also nach irgendwas zwischen Polen, der Slowakei und Jugoslawien – ob einem das paßt oder nicht. Wenn es erwünscht ist oder der Herkunft entspricht: bitte sehr. Wenn nicht, würde ich mal schön die Finger davon lassen.

      Es tut mir wirklich leid, die Begeisterung Dezembermädchens für Zusan(n)a möglicherweise zu stören, aber das sieht halt einfch nach „irgendwo zwischen Oder und Djnepr“ aus.

    • Danke euch 🙂

      @all:
      Neben Hana Merida ist nun tatsächlich auch Lida Zuzana in der Diskussion. Da mein Mann und ich aber keine Lust mehr auf die Namenssuche haben und uns einfach nicht endgültig festlegen wollen, überlassen wir es jetzt der kleinen Maus. Soll heißen: Wenn sie an einem geraden Tag zur Welt kommt, heißt sie Hana Merida – und an einem ungeraden Tag Lida Zuzana 😉 …

      Gleiches Spiel mit der Schreibweise… Hana würden wir definitiv nur mit einem N schreiben wollen, aber bei Zuzana / Susanna können wir uns nicht so ganz entscheiden. Deshalb: Zuzana, wenn die kleine Maus zwischen 0:0 und 12:00 kommt; Susanna, wenn sie irgendwann dazwischen da ist.

      Sind nun also selbst gespannt, wie unser kleines Überraschungsei heißen wird – uns würden alle drei Alternativen gefallen 🙂

      @Annemarie: Vielen Dank nochmal an dich für den Vorschlag Merida! Den finde ich nach wie vor ganz klasse… und ja, selbstverständlich würde eine mögliche Schwester den jeweils nicht vergebenen Namen bekommen:-)

      @Jan: Ich bin “Name gesucht” aus “Hilfe, wie soll ich mein Baby nennen”. Der entsprechende Hintergrund ist also definitiv da… Mein Mann ist -wie du sagtest- “Jugoslawe” und ich bin ebenfalls (wenngleich südeuropäisch/deutsch gemischt) “irgendwas zwischen Polen, der Slowakei und Jugoslawien”. Außerdem haben wir selbst keine deutschen Vornamen und tragen seinen serbischen Namen als gemeinsamen Familiennamen. Insofern, und auch weil unser Baby mind. serbisch als weitere Muttersprache lernen wird, haben wir kein Problem damit, wenn Fremde auch am Namen erkennen können, dass unser Baby “zu uns” gehört. Und “zu uns” gehört eben unter anderem auch(!) unsere “Jugo/Ostblock”-Herkunft, zumal ein Teil unserer Familie, die uns viel bedeutet, auch weiterhin dort lebt.
      Sollte in Zeiten, in denen Jayden und Mohammed ganz unaufgeregt in den Top-100-Vornamenslisten stehen (was auch schön so ist!) eigentlich kein Problem mehr sein. Ist gar nicht böse gemeint, ich hatte bloß das Bedürfnis, das nicht so stehenzulassen. Liebe Grüße! 🙂

    • Vielleicht führt das jetzt zu weit vom Thema weg, aber woher kommt Lida? Die Mutter meiner slowenischen Freundin heißt Vida, Lida ist mir unbekannt, ich finde den Namen aber schön, auch in Kombination mit Zuzana.
      Die Schreibweise mit Z finde ich übrigens nicht problematisch. In Kombination mit einem slawisch klingenden Nachnamen werden die Leute doch darauf kommen, dass das Z für ein stimmhaftes S steht.

    • Spannend bei Euch! Als Ideengeberin würde ich mich über eine Merida sehr freuen, klar. Die andere Kombination ist aber auch schön.

      Rufnamen wären bei Euch dann jeweils die Namen an zweiter Stelle, ja? Merida & Susanna/Zuzana klingt sehr gut, Merida und Lida wäre für Schwestern suboptimal 😉

    • Mit Julius Striecher hat @Jan mal wieder so richtig beleidigend danben gelangt, auch ein gescheiterter Historiker was ganz genau, was er damit unterstellt.

    • @cassis: Gute Frage… Wie sich Lida exakt ableitet, kann ich dir auch nicht sagen, aber irgendeine Tante meiner Oma wurde so genannt und mir hat das schon immer gefallen. Ich glaube zwar, dass die besagte Tante in Wahrheit eher “Ludmila” oder “Lidmila” hieß und Lida dann die Koseform war, aber Lud/Lidmila möchte ich meiner Tochter hier in Deutschland dann doch nicht “antun” 😉 Vida kenne ich allerdings nicht. Klingt auch schön!

      @Annemarie: Oder Hana Zuzana und Lida Merida! Nee, Scherz beseite: Rufnamen wären (meistens) nur die zweiten Namen. Allerdings mag ich die jeweiligen Kombis echt gern und möchte sie nicht nur zum Schimpfen verwenden! Mal sehen, wie das letztendlich wirklich funktioniert…:-)

      @elbowin: ja, ich hab mich gestern auch ein wenig geärgert. Zum einen über den unangebrachten Vergleich in Bezug auf deinen Kommentar und zum anderen über den leicht abfälligen Unterton in Bezug auf “Jugo” und “irgendwo zwischen Oder und Djnepr”. Als wäre unser osteuropäischer Hintergrund einer, den man tunlichst verstecken müsste! Außerdem spricht man heute weder von Jugoslawien noch von der Tschechei (wenngleich er letzteres nicht gesagt hat!). Mein Mann ist gebürtiger Serbe, ich bin (u.a.) tschechischer Herkunft – nichts anderes. Und dann noch “die biblisch verzopfte Susanna”…. Aber wie auch immer: ich habe gestern bereits ein paar Worte geschrieben und damit ist auch gut! Es hat mich jedenfalls gefreut, dass (u.a.) du Susanna nicht nur mit “blond, klassischer 70er Name” verbindest, sondern sie auch als für uns passend erachtest 🙂

    • In Thomas Manns “Felix Krull” gibt es eine Suzanna (Kompromiss zwischen Zuzanna und Susanna?) mit deutsch-portugiesischen Eltern, die in ihrer Familie Zouzou genannt wird. Unabhängig davon, wie man das schreibt, fand ich Susu immer sehr schön – im Gegensatz zu Susi. Wieviel ein Buchstabe doch ausmachen kann…

    • Mit Julius Striecher hat @Jan mal wieder so richtig beleidigend danben gelangt, auch ein gescheiterter Historiker was ganz genau,

      Lerne, Sohn, von mir Mut wahrhafte Stärke –
      Den Erfolg von den anderen.

      Vergil. (Das zweite Zitat, nicht das erste.)

      Mich nervt, gerne auch als gescheiterter Historiker, einfach die schnöselige Selbstsicherheit dieser rassisch-biologistischen Zuweisungen. Bon, Susanne ist ein Name, der in meiner Generation unter Ethno-Deutschen recht häufig ist, das stimmt. Also ist eine Susanne „blond“ – hätte noch gefehlt „straßenköterblond“. (Oder heute wohl doch eher grau.) Und sofort findet sich ein braves Hündchen, das darauf anspringt: Die Figuren des Alten Testaments, vorzugsweise die weiblichen, hätten wir uns ja auch ohnehin allesamt „nahöstlich“ vorzustellen – also offenbar mit schwarzen Haaren, gewaltbereiten Augen, Messer in der Tasche, riesiger Nase und behaart wie ein Fußabtreter. Da sucht also jemand nach sicherem Applaus von irgendwelchen Kirchentags-Tanten oder zumindest darauf, daß sich niemand traut, auf den Quatsch zu antworten.

    • Jan, ich glaube, da hast du ein bisschen was missverstanden. Es ging mir zu keiner Zeit um irgendwelches “Rasse-Gedankengut” oder ähnliches dergleichen. Meine einzige Befürchtung war, dass meine Tochter später einmal blöde Erfahrungen machen könnte, wenn ich ihr als Kind mit offensichtlichem Migrationshintergrund einen so “klassisch/typisch” deutschen Namen wie Susanne (oder eben Sabine, Kerstin , Klaus, Thorsten, sonstwas) gebe. Das hat nichts damit zu tun, dass mein Mann und ich uns in dieser Hinsicht bewusst von irgendetwas oder irgendwem abgrenzen wöllten, sondern nur damit, dass wir selbst ausländische Vornamen haben, die wir ständig buchstabieren müssen, sodass wir beide einige persönliche Erfahrungen zum Thema “Namen und Migrationshintergrund” gesammelt haben. Meinem Mann wurde beispielsweise schon wortwörtlich erwidert: “Sorry, ich kann mir deinen Namen einfach nicht merken. Aber wär’ ja auch komisch, wenn ‘jemand wie du’ einfach Markus oder so heißen würde.”
      Der Bekannte, der das gesagt hat, meinte das mit Sicherheit eher witzig als rassistisch,aber wir haben bei der Namenssuche dennoch darüber nachgedacht und uns daher gefragt, ob gewisse Namen bei unserer Konstellation nicht vielleicht wirklich anecken oder zumindest für Verwunderung sorgen könnten.

      Religiöse/biblische Konnotationen sind uns dabei im Übrigen ganz gleich, wenn nicht sogar unerwünscht. Immerhin sind wir zur Hälfte auch ein muslimischer Haushalt.

  10. Mir gefallen diese Woche

    Vitus Leonhard
    Quirin Aurelian
    Elena Christina
    Philomena
    Margarethe Elisa
    und trotz Alliteration
    Arthur Alexander

    Enzo Luciano und Antonia Zuzana sind auch okay

    Gemischt würde ich Vinzenz Alexander oder umgekehrt und Antonia Philomena vergeben.

  11. Da ist mal viel Gutes dabei.

    Wahlpflicht: Quirin Aurelian (wobei ich Aurelius vorziehe), Vitus Leonhard, Ludwig Korbinian, Arthur Alexander, Philomena

    Joas und Nias sind mir zu kurz

    Mila-Carlotta – ganz schön, aber etwas lang mit dem Bindestrich, allerdings wäre mir Mila alleine zu weich

    Gion – italienische Form von John?

    Malina – slawisch Himbeere, und so weich klingt der Name auch

    Livia – mir zu weich, aber vielleicht als Zweitname zu einem härteren Namen

    Liv Finja – unglückliche Auslaut-Anlaut-Konstellation

    Vivienne Maleen – Vivienne ist schön für eine Französin. Die deutschen Formen Viviana und Viviane klingen vielleicht nicht ganz so lebhaft wie die englische Vivian und die französische Vivienne.

    Franz Xaver – der Übergang gestaltet sich etwas zungenbrecherisch

    Carl Friedrich Gauß – hier sind die Eltern wohl Mathematiker. Da gefällt mir rein, was den Vornamen betrifft, Leonhard (Euler) besser.

    Marlies Therese – schön, klingt für mich nach einer Frau mit einer mütterlichen Art

    Lucia Everly – Chantalismus

    Margarethe Elisa – ganz schön, aber der Übergang ist unschön

    Enzo Luciano – für einen Italiener gut

    Marian Max – besser Marius statt Marian

    Isabella Annette – passt nicht so zusammen, Isabella finde ich schön, Annette ganz nett

    Herald – interessant

    Anni Flora – Flora ist ganz schön, Anni ist mir zu kurz

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