Babynamen der Woche 51/2016

Alexandra Hildegard * Soraya Marleen Brunhilde * Morris * Ruba * Lotta-Madita * Naira Nadira * Melina Maria * Rôman * Fiete Raúl * Marcellina * Julian Franz Martin * Dylan Sophia * Maggie * Abby Malou * Wolke Mathilda * Gyda Anna * Ilian * Izabela * Tjark Peter * Sudenas * Yves Juan * Milea Alexandra Sascha * Enya Katharina * Lowenna Anna * Frank Michael * Fiby * Mathilda Rosemarie * Wilmina Sophia * Antonin * Coco Sue * Emilia Lien * Karlina

Ur-Kevin gefunden?

Kevin und Adolf, das sind die interessantesten Vornamen in Deutschland, so mein Eindruck nach einem gründlichen Blick in die Suchmaschinenstatistiken dieses Blogs. „Warum heißen dumme Menschen Kevin?“ wird oft gefragt. Mich würde mehr interessieren, warum sich immer noch Eltern für diesen Vornamen entscheiden, obwohl er ja bekanntlich so verrufen ist. Außerdem bin ich schon lange auf der Suche nach der Ursache, warum der ursprünglich nur im englischen Sprachraum gebräuchliche Vorname überhaupt in Deutschland modern wurde. Der Film „Kevin allein zu Haus“ kann nicht der Auslöser gewesen sein, denn als der Film 1991 in die deutschen Kinos kam, war der Name hierzulande schon einer der beliebtesten Jungennamen. Auch Kevin Keagan kommt nicht als Ur-Kevin in Frage: Der Fußballer spielte 1977 zum ersten Mal in der Bundesliga, da war sein Vorname schon in Deutschland etabliert.

Ur-Kevin © Kovalenko - fotolia.com

Ur-Kevin © Kovalenko – fotolia.com

Der entscheidenden Hinweis kam neulich von Annemarie: In der britischen Fernsehserie „Black Beauty“ gibt es eine Hauptfigur namens Kevin Gordon. Die erste Folge der damals sehr populären Serie wurde im September 1974 erstmals in Deutschland gesendet und 1975 tauchte der Vorname Kevin in der deutschen Babynamenstatistik auf. Ist Kevin Gordon der Ur-Kevin, der den Namen in Deutschland bekannt gemacht hatte?

Ich kann mir das wirklich vorstellen. 1974 gab es in Deutschland nur drei (allesamt öffentlich-rechtliche) Fernsehsender und natürlich weder Streaming-Portale noch soziale Medien, so dass das Fernsehprogramm eine viel größere Bedeutung im Alltag hatte als es heutzutage der Fall ist. Die kulturellen Auswirkungen einer beliebten TV-Serie waren beachtlich.

Thema: Kevinismus
Von 9. Dezember 2016 59 Kommentare Weiterlesen →

Babynamen der Woche 50/2016

Lias * Markus * Bianca * Julian * Elvi Laura * Maya Janina * Luzia Ozeana * Phil Eduard * Aliyah Elisabeth * Eva Vera * Kilian Marinus * Sasha Ophelia * Jaro Cedric * Annabelle * Ilyas * Belen (f) * Merida * Leye Elif * Annu Rosa * Levi Amadeus * Nurefsan-Nisa (f) * Iva Marlene * Hermine Iljana * Nina Nora * Aaron Jannis * Ruby Lou * Carina * Mabella

Zwillinge:

  • Lennart & Vincent
  • Finn Valentin & Nele Florentine
  • Christian & Fabian
  • Marlena & Hugo
  • Luise Philippa & Mathilde Benedikta
  • Kilian & Quirin
  • Simon & Moritz
  • Anni & Leni
  • Alexander Nikolaus & Florentin Emanuel
  • Mila & Neyla
  • Kilian Samuel & Severin Jonas
  • Tom & Clara
  • Milan & Kilian

Vorname des Jahres 2016: Elphi

Elphi ist der Vorname des Jahres 2016; allerdings nicht der häufigste, um das gleich klarzustellen. Im Gegenteil, laut meiner Datenerhebung wurde bisher kein einziges Mädchen Elphi genannt – Elfi oder Elfie kamen in letzter Zeit ab und zu vor; richtig häufig ist von allen Elfriede-Varianten nur Frieda.

Zumindest in Hamburg ist Elphi aber trotzdem in aller Munde und hat sich rasend schnell als Spitzname für die legendäre Elbphilharmonie durchgesetzt. Das erste Hamburger Mädchen namens Elphi wird wohl nicht lange auf sich warten lassen. Ich wäre nicht überrascht, wenn deren großer Bruder Michel hieße: so wie die St. Michaelis-Kirche, das andere Hamburger Wahrzeichen mit einem etablierten Spitznamen.

Elphi. Foto: Knud Bielefeld

Elphi. Foto: Knud Bielefeld

Was steckt noch dahinter, dass ich Elphi zum Vornamen des Jahres 2016 ernannt habe? Ich finde, dass Elphi ein typisches Symbol für gleich zwei der gegenwärtigen Namenstrends ist. Erstens ist es modern, Kurzformen von Vornamen als vollwertigen Namen eintragen zu lassen (z. B. Mia statt Maria, Ben statt Benjamin). Zweitens ist es modern, gewöhnlichen Vornamen durch eine abweichende Schreibweise eine besondere Note zu geben (z. B. Qevynn statt Kevin, Lehonny statt Leonie). Elphi als ungewöhnliche Schreibweise der Kurzform Elfie liegt somit gleich doppelt im Trend. Mit dieser Argumentation dürfte es auch keine Schwierigkeiten bei der Beurkundung des Namens geben. Elbphilharmonie darf man sein Kind natürlich nicht nennen, darum käme eigentlich auch die Kurzform nicht in Frage.

Außerdem hat Elphi Potenzial, die Übermacht der Namen Sophie und Marie bei den zweiten Vornamen anzugreifen. Seit Jahren heißen unglaublich viele Mädchen in Deutschland mit zweitem Vornamen Sophie oder Marie. Da bietet sich Elphi doch als originellere Alternative an, oder?

  • Vorname des Jahres 2015: Samu
  • Vorname des Jahres 2014: Neymar
  • Vornamen des Jahres 2013: Kathalea

Babynamen der Woche 49/2016

Janka * Liyoni * Tuuli * Oskar Rico Klaus * Felicia * Floki * Alessia Heike Thea * Chimamanda Hope-Destiny * Greta Neyla * Kayla Andriana * Mayla Bella * Holly * Thore * Marilie * Logan Philipp * Fritzi * Matteo Kaspian * Amira Zazou * Judy Renée * Kalle * Selind * Elvis * Mila-Jayline * Sysi * Tammes * Jamie-Jayden * Jesse Brian * Jeppe * Fina Jotta * Taio Jonne

Babynamen der Woche 49/2016

Mein seltener Name und ich: Gode

Ich hätte seinen Namen spontan als weiblich einsortiert (ähnlich wie bei Magne, wo ich völlig auf dem Holzweg war). Die friesischen Namen Godje sowie Göntje hatte ich schon mal gehört. Tatsächlich scheint es sich beim Namen Gode aber um ein Unisexmodell zu handeln: Eindeutig weiblich wären Goda und Godela, eindeutig männlich Godehard oder Godwin, als deren Kürzel Gode locker durchgeht. Godric Gryffindor aus „Harry Potter“ fällt mir ein und Gödeke Michels, ein Pirat aus Störtebekers Zeiten, zu dem auch der Name Gottfried Michaelis kursiert.

Von 25. November 2016 36 Kommentare Weiterlesen →

Sprachökonomie greift auch bei Namen

Pressemitteilung von onomastik.com

Ben, Mia, Emma, Paul – kurze Vornamen werden seit einigen Jahren auffallend oft vergeben. Sie liegen weiterhin im Trend. Das bestätigt die Namenberatungsstelle der Universität Leipzig anhand von Daten der Langzeitstudie „Tendenzen in der Vornamengebung in Deutschland“ und gestützt durch grafische Wirkungsprofile, sogenannte Onogramme. Die Daten belegen nicht nur, dass Neugeborene immer vielfältigere kurze Vornamen bekommen, sondern auch, dass diese kurzen Namen als trendig gelten.

Unter den hundert häufigsten Babynamen sind die meisten zweisilbig. Bei den männlichen Vornamen ist der Anteil der einsilbigen Namen stark gestiegen. Paul, Fynn, Max, Tim, Jan, Karl, Fritz, Mats, John sowie Jay, Sam, Phil, Vin, Ray, Fox und Jack gehören heute zu den beliebten Namen, erläutert die Namenberaterin Gabriele Rodriguez. Bei Mädchen überwiegen zwei- und dreisilbige Namen. Aber auch hier setzen sich kurze Namen durch: Mia, Ida, Lea und Kim nennt Rodriguez als gängige Beispiele. Bislang seltene Namen wie Jaz, Su, Linn, Liz, Liv sind auf dem Vormarsch. Den Namen Lou bekommen inzwischen mehr Mädchen als Jungen.

Zwar sind Einzelbuchstaben als Vornamen nicht erlaubt, doch englische Namen aus ausgeschriebenen Initialen werden inzwischen auch in Deutschland vergeben: Tee-Jay, Em-Jay, Dee-Jay, Jay-Dee u.a. Dass diese kurzen Namen dem Sprachempfinden nach modisch sind, illustrieren ihre Onogramme. Ob Mia, Lea, Lily, Leon, Finn oder Ben – ihre Wirkungsprofile zeigen, dass diese Vornamen mehrheitlich als besonders trendig empfunden werden. Bei Jungen reicht oft sogar eine einzige Silbe: Jake, Nick, Lou, Max. „Sprachökonomie greift auch bei Namen. Es scheint, als spiegelt sich im Trend zu immer kürzeren Namen der allgemeine Zeitgeist wieder“, kommentiert der Leipziger Namenforscher Thomas Liebecke.

Rodriguez und Liebecke sind sich sicher: Der Trend zu kurzen Namen wird anhalten. Er ist allerdings regional unterschiedlich ausgeprägt, im Osten und Norden stärker als im Süden. Hier überwiegen auch Einzelvornamen, während im Süden vornehmlich zwei und mehr Vornamen vergeben werden, ergänzt Rodriguez.

Gabriele Rodriguez und Thomas Liebecke.

Gabriele Rodriguez und Thomas Liebecke. Foto: obs/Onomastik.com/JOERG SINGER

Gabriele Rodriguez arbeitet seit 1994 als Vornamenberaterin im Namenkundlichen Zentrum der Universität Leipzig und ist hauptverantwortlich für die Studie „Tendenzen in der Vornamengebung in Deutschland“. Dafür werden Daten von über 300 Geburtskliniken und Krankenhäusern verarbeitet. Thomas Liebecke ist freier Namenforscher und aktiv im Vorstand der deutschen Gesellschaft für Namenforschung e.V. Er betreut die Vornamenstudie „Das Image von Namen“, in der Onogramme (grafische Wirkungprofile) zu Vornamen errechnet werden.

Thema: Wissenschaft
Von 25. November 2016 41 Kommentare Weiterlesen →

Babynamen der Woche 48/2016

Lorena Josepha * Samira Malia * Nieke Anouk * Lian Joannis * Ilayda * Mirna * Keralyn-Layla * Rahel * Liyan Jelias * Oscar Willibald * Ella Luise * Sonnik Konstantin * Magnus Carl Gabriel * Jonas Wolfgang * Vitus Oliver * Alina Manuela * Max-Luca * Jannik * Christoph * Leon Alois * Eleonora * Florentina * Johanna Pauline * Marie Hanna * Amelie Elina * Tahiel (m)

Babynamen der Woche 48/2016

Zwillingspaare:

  • Lion & Nico
  • Marlon & Marvin

Oberbayerische Geschwisterpaare:

  • Lea & Andreas
  • Jakob & Josef
  • Quirin & Elias
  • Antonia & Josef
  • Valentina, Samuel & Benjamin
  • Marvin, Paul & Linus
  • Julia, Lena, Jonas & Jannik
  • Emma, Paul & Franz