Statistik

Aufsteiger! Absteiger! Einsteiger!

Diese Vornamen sind mir im 2014er Jahrgang erstmals aufgefallen: Die Mädchennamen Bastienne, Elissia, Emmarie, Fjella, Katniss und Theofania. Die Jungennamen Asmus, Gregorio, Filibert, Larik, Letizio, Neymar und Xandro. Natürlich sind das nicht alles nagelneue Vornamen, ich habe sie aber zumindest lange nicht mehr bei Neugeborenen in Deutschland gesehen.

Dann habe ich noch eine Auswertung der größten Aufsteiger und Absteiger gemacht. Dafür habe ich die prozentualen Anteile der aktuellen Babynamen mit den Anteilen der vorherigen Jahrgänge verglichen. So gehört Ben zu den Absteigern, obwohl er seit Jahren Platz 1 der Jungennamenhitliste ist. Der Anteil der Bens ist aber von Jahr zu Jahr gesunken, der Vorsprung zu den folgenden Plätzen ist geringer geworden.

Das sind die größten Aufsteiger des Geburtsjahrgangs 2014:

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Jemand hat die beliebtesten Vornamen ermittelt

Man fragt sich schon, warum sich jedes Jahr jemand die Mühe macht, eine neue deutsche Hitliste zu erstellen, denn Bewegung gibt es darauf praktisch kaum.

Normen Odenthal in der ZDF-Sendung heute am 30.12.2014

Normen Odenthal in der ZDF-Sendung heute am 30.12.2014

 

Das, was sich jemand am 30.12. 2014 in der ZDF-Nachrichtensendung „heute“ gefragt hat, kann ich leicht beantworten: Wenn sich niemand die Mühe machen würde, jedes Jahr eine neue deutsche Hitliste zu erstellen, wüsste niemand, dass es darauf kaum Bewegung gibt!

Hier ist das Ergebnis meiner Mühe, die Hitlisten der am häufigsten vergebenen Babynamen in Deutschland im Jahr 2014. Zunächst die Erstnamen:

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Überraschungssieg für Emma

Weihnachten? Für Knud Bielefeld (47) nur zweite Liga. Zwar genießt er die Feiertage mit seiner Familie, mit viel Lego und Playmobil für den Sohn, gutem Essen und liebem Besuch. Gedanklich ist Bielefeld unterm Baum aber schon ein paar Tage weiter. Schließlich veröffentlicht der „Vornamenhobbyist“ aus Ahrensburg kurz vor dem Jahreswechsel seine Hitliste der beliebtesten Vornamen Deutschlands – alle Jahre wieder.

181.300 Geburtsmeldungen wertete Bielefeld mit seinem Team dieses Mal aus, das sind 27 Prozent aller 2014 in Deutschland geborenen Kinder. Mit einer Überraschung selbst für den Vornamensexperten: Nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen wurde Mia, seit 2009 Deutschlands beliebtester Mädchenname, von Emma aus dem Feld geschlagen. Bei den Jungen blieb es beim Vorjahressieger, Ben.

2014 Emma Mia Ben Luis

Annemarie Lüning: Du hast in den letzten Tagen deiner Liste der beliebtesten Vornamen den letzten Schliff gegeben. Wie sah das aus?

Sophie und Maximilian. Oder doch Mia und Ben?

Mia und Ben waren im Geburtsjahrgang 2013 Deutschlands beliebteste Vornamen – das hatte ich vor einigen Monaten verkündet. Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) hat meine Auswertungsergebnisse jetzt bestätigt, denn erstmals haben die Wiesbadener Namenforscher ermittelt, welche Namen als Erst- und welche als Folgenamen vergeben werden. Demnach sind folgende Namen die beliebtesten Erstnamen:

Mädchen Jungen
  1. Mia
  2. Emma
  3. Hannah / Hanna
  1. Ben
  2. Paul
  3. Luca / Luka

Hier die beliebteste Zweitnamen:

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Die beliebtesten Doppelnamen

Ganz egal, ob nur Mia-Sophie wirklich ein Doppelname ist oder auch Mia Sophie oder gar Miasophie – ich nenne diese Liste einfach mal „Die beliebtesten Doppelnamen“.

Genaugenommen habe ich die häufigsten Kombinationen von Erst- und Zweitnamen des Geburtsjahrgangs 2013 ausgewertet; ganz egal, ob mit oder ohne Bindestrich. Gleichlautende Namenspaare wie Sofie und Sophie habe ich für diese Liste nicht zusammengefasst.

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Von Mia bis Marlies – Top 800 der 2010er Jahre

Das hat so richtig Spaß gemacht, aus meiner Sammlung von mehr als 650.000 Babynamen aus den Jahre 2010 bis 2013 den aktuellen Stand der beliebtesten Vornamen des Jahrzehnts zu ermitteln! So eine große Auswertungsbasis führt natürlich zu einer besonders aussagekräftigen Liste – die Top 800 der beliebtesten Jungen- und Mädchennamen stehen hier zum Abruf bereit.

Es ist keine Überraschung, dass Mia und Ben die 2010er Liste anführen, schließlich sind diese Namen seit Jahren die Spitzenreiter der Jahrgangshitlisten.

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Prozentwerte zur Babynamenstatistik 2013

So häufig kommen die häufigsten Vornamen des Jahres 2013 vor:

Mädchen Jungen
  1. Mia (2,66%)
  2. Emma (2,18%)
  3. Hannah / Hanna (2,04%)
  4. Sophia / Sofia (1,78%)
  5. Anna (1,48%)
  6. Lea / Leah (1,47%)
  7. Emilia (1,47%)
  8. Marie (1,41%)
  9. Lena (1,40%)
  10. Leonie (1,36%)
  1. Ben (2,22%)
  2. Luca (1,82%)
  3. Paul (1,74%)
  4. Jonas (1,64%)
  5. Finn / Fynn (1,61%)
  6. Leon (1,60%)
  7. Luis / Louis (1,57%)
  8. Lucas / Lukas (1,57%)
  9. Maximilian (1,57%)
  10. Felix (1,50%)

Die Prozentwerte beziehen sich auf die 2013 in Deutschland geborenen Kinder des jeweiligen Geschlechts, es wurden also 2,66 Prozent aller Mädchen Mia und 2,22 Prozent aller Jungen Ben genannt. Die Angaben habe ich auf Basis einer repräsentativen Stichprobe berechnet, die ungefähr 27 Prozent aller 2013 geborenen Kinder enthält. Vergleichbare Statistiken der Standesämter weisen meist höhere Anteile aus. Das liegt daran, dass ich nur die ersten Vornamen gezählt habe, während die Standesämter meist auch die zweiten und weitere Namen mitzählen. Ein Vorname rund um Platz 100 kommt auf einen Anteil von 0,25 Prozent, Platz 400 liegt nur noch bei 0,03 Prozent. Hier ein paar weitere interessante Werte:

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Erschreckend! 150 Kinder pro Schulklasse in Bayern

Wenn Baby Maximilian in sechs Jahren eingeschult wird, dann wird er in seiner Klasse gleich auf mehrere Namensvetter treffen.

Das berichtete die Augsburger Allgemeine vor kurzem anlässlich der Vorstellung der beliebtesten Vornamen Augsburgs. Die genaue Zahl der Maximilians wurde leider nicht gemeldet. In ganz Bayern haben im Geburtsjahrgang 2013 2 Prozent aller Kinder Maximilian als ersten oder zweiten Vornamen bekommen. Durchschnittlich betrachtet kommen demnach ungefähr 2 Maximilians auf 100 Kinder. Mehrere Namensvetter in einer Klasse, das bedeutet darum mindestens drei Kinder mit dem gleichen Namen. Statistisch betrachtet ist das wahrscheinlich bei einer Klassenstärke von ungefähr 150 Kindern.

Wenn die Augsburger Allgemeine eine verlässliche Quelle ist, dann herrschen in Bayern erschreckende Zustände: 150 Kinder pro Schulklasse! Kein Wunder, dass die Schulen Bayerns so einen schlechten Ruf haben.

Augsburg © SeanPavonePhoto - Fotolia.com

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