Regional

Von 8. Juli 2010 5 Kommentare Weiterlesen →

Abi 2010 in Stormarn

Die Lokalredaktion Stormarn der Lübecker Nachrichten hats getwittert:

Die Stormarner sind ein kluges Völkchen: Habe gerade gefühlte 800 Abiturienten-Namen ins Blatt gehoben.

Gar nicht so schlecht geschätzt, tatsächlich sind es 603 Schüler, die 2010 in den Stormarner Orten Ahrensburg, Bargteheide, Großhansdorf, Bad Oldesloe und Trittau das Abitur bestanden haben. Hier ihre Vornamen:

Die Vornamengebung des Mansfelder Landes – Tradition ist Trend (2)

Die altmodischen Kindernamen, die sich seit einiger Zeit höchster Beliebtheit bei werdenden Eltern erfreuen und auf eine Übernahme der traditionellen Nachbenennung höherer Schichten zurückzuführen ist, können in 3 Gruppen unterteilt werden. Von denen werden vor allem die internationalen Varianten der ursprünglich altdeutsch/germanischen Namen kaum mehr als einheimisch erkannt.

Bei der anteilsmäßig größten Gruppe der Trendnamen, den biblisch stämmigen/Heiligen-Namen, verhält es sich als Trugschluss genau umgekehrt. Die meisten Deutschen sind mit ihnen so vertraut, dass sie sie für typisch deutsche Namen halten und den Grund ihrer Bekanntheit oftmals vergessen haben. Wobei man bei dieser Einschätzung territoriale Unterscheidungen treffen muss, weil durch die anhaltende Bedeutung des Christentums im Süden der Republik dieses kulturelle Wissen noch icht ganz an Bedeutung verloren hat und zum Allgemeingut verschlissen ist. Bei ihnen weisen Paul und Franz wahrscheinlich noch auf den Apostel Paulus und den heiligen Franz von Assisi hin, der auch einen Namenstag im christlichen Kalender besetzt, welcher in religiösen Familien per Geburtsdatum die Namenvergabe regeln kann.

Die Vornamengebung des Mansfelder Landes – Tradition ist Trend (1)

Die Zeitungsrubrik -Das Baby des Tages- im Mansfelder Land bietet eine gute Grundlage, die Namenmoden der vergangenen Zeit zu beobachten. In der erstellten Hitliste der Jahre 2006-2010, die den bundesweiten sehr ähnlich sieht, dominieren zwar Namen, deren Siegeszug sich bereits seit den 90er Jahren vollzieht wie Lea und Felix, doch die hinteren Ränge weisen mit Anna, Hannah und Paul darauf hin, dass sich eine Vorliebe für ältere oder älter klingende Namen verbreitet hat.

Der Trend zur Tradition war eigentlich immer durch Adelshäuser und vermögendere Schichten geläufig, in denen vorrangig Söhne nach Vätern oder Vorfahren benannt wurden und sich Namen letztlich sogar im Allgemeinwissen mit bestimmten Familien verknüpfen ließen. Im Falle von Königs- oder Herrschernamen zeigte das Volk seine Zugehörigkeit gern damit, seine Kinder nach den jeweiligen Landesoberhäuptern zu benennen, womit in deutschen Gebieten nicht zufällig Karl, Friedrich, Heinrich und Wilhelm zusammen ganze Jahrhunderte regierten.

Die Vornamengebung des Mansfelder Landes

Das Mansfelder Land und sein Umkreis ist eine ruhige noch heute vorwiegend landwirtschaftlich genutzte Gegend im Süden Sachsen-Anhalts, die bis auf die Halden der ehemaligen Kupferschiefer-Bergwerke und Martin Luthers Geburtsort Eisleben nicht allzu viele Attraktionen vorzuweisen hat. Doch eigentlich ist es die Mitte der Nation, ein Spiegel deutscher Verhaltensmuster, von dem man nie etwas ahnte. Denn das Mansfelder Land hat ihn: den bundesdeutschen Durchschnitt in der Namenvergabe.

Fürther Äpfel mit Nürnberger Birnen vergleichen

Wie man die sprichwörtlichen Äpfel und Birnen vergleicht, demonstrierte das gemeinsame Amt für Stadtforschung und Statistik der Städte Fürth und Nürnberg.

In der Publikation „Statistik aktuell für Nürnberg und Fürth“ stellte das Amt die häufigsten Vornamen der im Jahr 2009 neugeborenen Nürnberger und Fürther vor. Demnach waren die häufigsten Mädchennamen in Nürnberg Sarah, Laura, Anna und Leonie, während in Fürth Marie, Sophie und Anna die Vornamenhitliste anführten.

Zu Recht fragt sich die Redaktion der Nürnberger Nachrichten, warum die Namensvorlieben in den benachbarten Städten so unterschiedlich sind. Ohne wirklich davon überzeugt zu sein, spekuliert man:

Womöglich fragen werdende Eltern hüben wie drüben in den gegnerischen Standesämtern nach, was dort so alles boomt – und entscheiden sich nach der glücklichen Niederkunft ganz bewusst gegen einen Fürther beziehungsweise einen Nürnberger Favoriten.

Neumünsters beliebteste Namen seit zehn Jahren

Der Holsteinische Courier, eine Lokalzeitung im Schleswig-Holsteinischen Neumünster, feiert ein Jubiläum: seit zehn Jahren werden die Neugeborenen der Stadt auf einer Baby-Seite vorgestellt. Aus diesem Anlass hat sich die Redaktion der Zeitung die Mühe gemacht, alle 520 bisher erschienenen Babyseiten durchzublättern und die Vornamen der über 10.000 abgebildeten Babys zu notieren. Wie aufwändig das ist kann ich gut nachvollziehen, denn die Vornamenstatistik von beliebte-Vornamen.de entsteht ganz ähnlich!

Herausgekommen ist dabei eine Rangliste der in Neumünster am häufigsten vergebenen Vornamen für den Zeitraum März 2000 bis März 2010:

Thema: Regional
Von 25. Februar 2010 7 Kommentare Weiterlesen →

Bonner Mädchen darf Godesia heißen

Als Zusammensetzung der etablierten Vornamen Godwar oder Godar einerseits und Teresia andererseits gab es die amtliche Zustimmung für den weiblichen Vornamen Godesia. Die wahre Motivation der Eltern, ihre Tochter Godesia zu nennen, hat aber offensichtlich einen anderen Hintergrund. Schließlich ist das Mädchen am Karnevalsfreitag in der Karnevalshochburg Bonn zur Welt gekommen. Und im Bonner Stadtteil Bad Godesberg wird die Karnevalsprinzessin Godesia genannt.

Die Bad Godesberger Neu-Eltern haben aber auch daran gedacht, dass sich ihre Tochter vielleicht etwas weniger für die lokalen Karnevalsbräuche begeistern könnte und ihr weitere Vornamen beigelegt: Das Mädchen heißt Lena Isabel Godesia.

Standesamtsmeldungen für 2009 aus Bielefeld, Gütersloh und Wolfsburg

Nach und nach berichten immer mehr Standesämter, welches im Vorjahr die häufigsten Babynamen waren. Während ich für die beliebte-Vornamen.de – Hitliste nur die ersten Vornamen berücksichtige, zählen die meisten Standesämter auch die Zweit- und Drittnamen mit. Als Ergebnis führen die extrem häufigen Zweitnamen Sophie und Marie dann regelmäßig die Mädchennamenhitlisten an. So auch in Bielefeld:

Im Jahr 2009 haben in Bielefeld 4.186 Neugeborene das Licht der Welt erblickt. Dies ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von 108 Geburten. Am häufigsten entschieden Eltern sich für den Mädchennamen „Marie“. 95 Mal trugen Standesbeamtinnen und –beamte diesen Namen in die Geburtsurkunden. Etwas seltener wurde der Name „Sophie“ (74) von den Eltern gewählt. Den dritten Platz teilen sich „Emma“ und „Mia“ mit je 31 Einträgen. Auf dem vierten Platz in der Beliebtheitsskala sind die Namen „Charlotte“, „Emily“ und „Maria“ (jeweils 30). In den „Top 30“ taucht auf Platz 22 der Name „Finja“ neu auf, der von 15 Eltern favorisiert wurde. Zum beliebtesten Jungennamen 2009 wurde „Maximilian“; 47 Neugeborene wurden so genannt. Darauf folgen „Leon“ (44) und „Luca“ (36). Den vierten Platz teilen sich „Alexander“ und „Paul“ mit je 34 Einträgen. Unter den 30 beliebtesten Jungennamen tritt auf Platz 14 „Henry“ mit 22 Vergaben neu auf. (Quelle: Pressemitteilung der Stadt Bielefeld)

Eine der wenigen Städte, dessen Standesamt die Vornamenhitliste wie ich anhand der ersten Vornamen erstellt, ist Gütersloh:

Der Mädchenname „Mia“ und der Jungenname “Noah“ stehen für das Jahr 2009 in Gütersloh auf Platz eins der Namenshitliste. Bei den Mädchennamen liegt Gütersloh damit im bundesweiten Trend, bei den Jungennamen gibt es eine Abweichung, denn bundesweit steht der Name “Leon„ auf dem ersten Platz.

Während im Jahre 2008 in Gütersloh noch die L-Namen wie Leonie und Leon dominierten, sind diese jetzt auf den 3. bis 6. Rang verdrängt worden. Luis und Lukas finden sich auf dem 3. Platz, bei den Mädchen hingegen wurden die Namen Lara und Lena bereits auf den 6. Platz verdrängt.

Die Vornamen werden gerne in die Kategorien altmodisch, zeitlos oder modern eingeteilt. In Gütersloh liegen die zeitlosen und modernen Vornamen im Trend, altmodische Vornamen wie „Günter“ oder „Helga“ tauchen auf der Hitliste nicht auf.

Bei der Wahl eines Vornamens haben die Eltern eine Riesenauswahl. Ein Standardwerk mit 165 000 Vornamen steht im Standesamt der Stadt Gütersloh zur Verfügung. Der Vorname sollte zum einen zum Nachnamen passen und eine einfache Schreibweise sollte bevorzugt werden, um Missverständnisse zu vermeiden. Aus dem Vornamen muss das Geschlecht des Kindes auf jeden Fall eindeutig zu erkennen sein. „Auch Vornamen aus anderen Ländern und Kulturen sind möglich. Es muss nur nachgewiesen werden, dass der Name dort benutzt wird“, so Nicole Beckord, Standesbeamtin der Stadt Gütersloh. Quelle: Pressemitteilung der Stadt Gütersloh

Zum Schluss noch eine typische Standesamtsstatistik aus Wolfsburg:

Die Hitliste bei den Vornamen der in 2009 neugeborenen Kinder in Wolfsburg führen Sophie bei den Mädchen und Alexander bei den Jungen an. Insgesamt kamen 1.285 Mädchen und Jungen zur Welt und damit 45 weniger als in 2008 (1.330). Die Zahl der Eheschließungen blieb mit insgesamt 594 in 2009 gegenüber 590 in 2008 nahezu gleich.

Sophie stand bereits 2008 ganz vorne auf der Liste der beliebtesten Vornamen und wurde im vergangenen Jahr insgesamt 31-mal gewählt. Dahinter folgen Marie (27),  Emma 12, Anna 11 sowie Lea und Mia mit jeweils 10 Nennungen. In 2008 folgte auf Sophie (31) ebenfalls Marie (25), Mia (16), Laura (13), sowie Lea und Lena (je 12).

Beim männlichen Nachwuchs führten hinter Alexander (19) noch Leon (16), Elias (13), Paul 13, Jan, Joel, Louis, Luca und Lukas (alle 11) die Beliebtheitsskala an. In 2008 rangierte Maximilian (17) vor Alexander (15), Julian, Niklas (je 13), Finn, Jonas (je 12) sowie Luis (11). Quelle: Pressemitteilung der Stadt Wolfsburg