Wissenschaft

Vornamen von Einwanderern als Indiz für ihre Integration

Auf die soziologische Studie des FU-Berlin-Professors Jürgen Gerhards, der zufolge türkische Migranten verhältnismäßig selten in Deutschland gebräuchliche Vornamen vergeben, war ich vor einigen Tagen schon eingegangen. Als Hauptursache sieht Gerhards nicht mangelnde Integrationsbereitschaft, sondern die Zugehörigkeit zu einer anderen Sprachfamilie. Ferdinand Knauß hält diese Interpretation für fragwürdig, wie er im Handelsblatt erläutert:

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Was Vornamen über die Integration von Migranten aussagen

Die Soziologen Jürgen Gerhards und Silke Hans von der Freien Universität Berlin haben anhand der Vergabe von Vornamen untersucht, wie integriert Migranten in Deutschland sind. Hier einige der Erkenntnisse:

  • Eltern mit einem auch deutschen Bekanntenkreis sind deutlich stärker geneigt, ihrem Kind einen deutschen Vornamen zu geben als Eltern, die ausschließlich mit Personen aus ihrem Herkunftsland zu tun haben.
  • Je höher das Bildungsniveau der Eltern, desto eher wird ein in Deutschland typischer Name bevorzugt.
  • Migranten, die die deutsche Staatsbürgerschaft übernommen haben, orientieren sich auch in der Namensvergabe stärker an deutschen Gewohnheiten.
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Namen in Esenshamm um 1675

Im 17. Jahrhundert haben die Pastoren im evangelischen Bereich Oldenburgs alle Einwohner besucht und ein sogenanntes Seelenregister, also ein Einwohnerverzeichnis, erstellt. Die Oldenburgische Gesellschaft für Familienkunde wertet diese historischen Dokumente aus. Heidi Millies hat kürzlich die Erkenntnisse aus der Kirchengemeinde Esenshamm aus dem Jahr 1675 vorgestellt. Auch die Vornamen in jener Zeit wurden betrachtet, berichtet NWZ Online:

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Namensgebung läßt auf jüdisches Selbstbewußtsein schließen

Unter anderem aus der Auswahl der Vornamen schließt der Historiker Michael Wolffsohn darauf, dass sich in Deutschland ein selbstbewußtes Judentum entwickelt hat. Anlässlich der Veröffentlichung seines neuen Buchs „Deutschland, jüdisch Heimatland: Die Geschichte der deutschen Juden vom Kaiserreich bis heute“ nimmt er in BILD Stellung:

Namen von vor über 1000 Jahren – Die Fuldaer Mönchsliste

Im frühen Mittelalter, als das Christentum in “Deutschland” (welches es in dieser Form natürlich noch nicht gab) gerade erst Fuß gefasst hatte, funktionierte auch die Namensgebung nach einem anderen Schema, als wir es heute kennen.

Verzeichnis altgermanischer Namensbestandteile

Zur Klärung der Bedeutung von Vornamen ist eine Liste der germanischen Wurzelwörter hilfreich, da diese in vielen der heute gebräuchlichen Namen vorkommen. Ab sofort steht so eine Liste auf www.beliebte-vornamen.de/germanische-namensbestandteile.htm zur Verfügung.

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Neues Projekt – Rufnamenkartierung

Das Namenslexikon von beliebte-Vornamen.de wird Schritt für Schritt um eine Kartierung der regionalen Verteilung in Deutschland erweitert. Diese wird im Rahmen einer Kooperation mit dem Namenforschungsprojekt Genevolu zur Verfügung gestellt. Auf http://www.gen-evolu.de/ besteht schon jetzt die Möglichkeit, zahlreiche Vornamen und Familiennamen zu kartieren.

Die erste ins Lexikon eingebundene Karte zeigt die Verteilung des Namens Alexander: www.beliebte-vornamen.de/4886-alexander.htm .

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