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	<title>Beliebte Vornamen &#187; Wissenschaft</title>
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	<description>Das Blog von beliebte-Vornamen.de</description>
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		<title>Kampftiernamen</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 19:13:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knud Bielefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir befinden uns in spätantiker und frühmittelalterlicher Zeit. In Süd- und Westeuropa haben sich in allen kulturellen Bereichen die römischen und christlichen Traditionen gegen die germanischen Traditionen durchgesetzt … In allen Bereichen? Nein! In der Namensgebung hat sich das System der germanischen Gesellschaften etabliert. Charakteristisch für die alten Germanen waren gewaltorientierte Namen und Tiernamen – [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright  wp-image-25807" title="Colosseum © TimeHacker - Fotolia.com" src="http://www.beliebte-vornamen.de/wp-content/uploads/Fotolia_9335814_XS.jpg" alt="Colosseum © TimeHacker - Fotolia.com" width="198" height="296" />Wir befinden uns in spätantiker und frühmittelalterlicher Zeit. In Süd- und Westeuropa haben sich in allen kulturellen Bereichen die römischen und christlichen Traditionen gegen die germanischen Traditionen durchgesetzt … In allen Bereichen? Nein! In der Namensgebung hat sich das System der germanischen Gesellschaften etabliert.</p>
<p>Charakteristisch für die alten Germanen waren gewaltorientierte Namen und Tiernamen – bevorzugt Kapmftiernamen. Was es damit auf sich hat habe ich im Beitrag <a title="Permanent-Link zu Namengebung zwischen Spätantike und Mittelalter" href="http://www.beliebte-vornamen.de/25803-spaetantike-und-mittelalter.htm" rel="bookmark">Namengebung zwischen Spätantike und Mittelalter</a> zusammengetragen.</p>
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		</item>
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		<title>Fräulein Susanne, seien Sie ein Mann!</title>
		<link>http://blog.beliebte-vornamen.de/2011/12/fraeulein-susanne/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 10:45:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knud Bielefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Namen der Figuren in Filmen werden oft mit weniger Bedacht ausgewählt, als man vermutet – Stammleser von „Beliebte Vornamen” wissen das schon aus dem Beitrag Drehbuchautoren bevorzugen moderne Vornamen. Doch manchmal steckt auch mehr dahinter, wie Caroline Braun während der Ausarbeitung ihrer Bachelorarbeit „Fräulein Susanne, seien Sie ein Mann!“ herausgefunden hat. Konkret hat sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Namen der Figuren in Filmen werden oft mit weniger Bedacht ausgewählt, als man vermutet – Stammleser von „Beliebte Vornamen” wissen das schon aus dem Beitrag <a title="Drehbuchautoren bevorzugen moderne Vornamen" rel="bookmark" href="http://www.beliebte-vornamen.de/8351-fernsehfilmautoren-vornamen.htm">Drehbuchautoren bevorzugen moderne Vornamen</a>. Doch manchmal steckt auch mehr dahinter, wie Caroline Braun während der Ausarbeitung ihrer Bachelorarbeit „Fräulein Susanne, seien Sie ein Mann!“ herausgefunden hat. Konkret hat sie die filmische Darstellung deutscher Geschlechterrollen am Beispiel zweier Fassungen des Films „Viktor und Viktoria“ aus den Jahren 1933 und 1957 untersucht.</p>
<p>Bei den beiden weiblichen Hauptcharakteren wurde der  Vorname geändert: Erika 1933 und Susanne 1957. Der Name einer Figur dient oft zur Charakterisierung oder  zur ersten Identifikation mit dem Zuschauer. Deshalb stellt sich die Frage, warum die weibliche  Hauptperson umgetauft wurde: <a title="Analyse der Geschlechterrollen in „Viktor und Viktoria“" rel="bookmark" href="http://www.beliebte-vornamen.de/25442-viktor-und-viktoria.htm">Analyse der Geschlechterrollen in „Viktor und Viktoria“</a></p>
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		<title>Dieser Kevin ist kein Kevin</title>
		<link>http://blog.beliebte-vornamen.de/2011/09/dieser-kevin-ist-kein-kevin/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 05:57:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knud Bielefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kevinismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Berliner Morgenpost hat die Oldenburger Pädagogikprofessorin Astrid Kaiser interviewt. Die Wissenschaftlerin ist mit ihren Studien über namensbezogene Vorurteile der Lehrer berühmt geworden. Eltern, die einen individuellen Vornamen suchen, absurde Kombinationen aber vermeiden wollen, rät Sie: Ich würde mich da an die Vornamenslisten ab Platz 200 halten. Da findet man Vornamen, die normal klingen, aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Berliner Morgenpost hat die Oldenburger Pädagogikprofessorin Astrid Kaiser interviewt. Die Wissenschaftlerin ist mit ihren <a href="/2010/08/namensbezogenen-vorurteile/">Studien über namensbezogene Vorurteile der Lehrer</a> berühmt geworden.</p>
<p>Eltern, die einen individuellen Vornamen suchen, absurde Kombinationen aber vermeiden wollen, rät Sie:</p>
<blockquote><p>Ich würde mich da an die Vornamenslisten ab Platz 200 halten. Da findet man Vornamen, die normal klingen, aber nicht so häufig sind.</p></blockquote>
<p>Angesagt seien im Moment synthetische Namen, das heißt, Namen, die die Eltern selbst entwickeln oder verändern, beispielsweise Namen wie Jandrick oder Maliva.</p>
<ul>
<li>Berliner Morgenpost: <a href="http://www.morgenpost.de/printarchiv/familie/article1778883/Lieber-Luca-als-Kevin.html" target="_blank">Lieber Luca als Kevin</a></li>
<li><a href="http://www.beliebte-vornamen.de/jahrgang/j2010/top500-2010">Die 500 beliebtesten Vornamen des Jahres 2010</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Umfrage zur Wahrnehmung von Vornamen</title>
		<link>http://blog.beliebte-vornamen.de/2011/08/umfrage-erfurt-chemnitz/</link>
		<comments>http://blog.beliebte-vornamen.de/2011/08/umfrage-erfurt-chemnitz/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 19:03:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knud Bielefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.beliebte-vornamen.de/?p=3940</guid>
		<description><![CDATA[Mit der Studie „Ein Vorname sagt mehr als 1000 Worte &#8211; Zur sozialen Wahrnehmung von Vornamen“ haben Prof. Dr. Udo Rudolph von der TU Chemnitz und Dr. Robert Böhm von der Uni Erfurt schon 2007 für Aufsehen gesorgt. Jetzt beschäftigen sich die Wissenschaftler in einer neuen Studie wieder mit der Wahrnehmung von Vornamen und bitten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-3942" title="Logo Uni Erfurt" src="http://blog.beliebte-vornamen.de/wp-content/uploads/2011/08/logo_uni_erfurt.png" alt="" width="121" height="54" />Mit der Studie „<a href="http://www.beliebte-vornamen.de/211-soziale-wahrnehmung.htm">Ein Vorname sagt mehr als 1000 Worte &#8211; Zur sozialen Wahrnehmung von Vornamen</a>“ haben Prof. Dr. Udo Rudolph von der TU Chemnitz und Dr. Robert Böhm von der Uni Erfurt schon 2007 für Aufsehen gesorgt.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-3941" title="Logo TU Chemnitz" src="http://blog.beliebte-vornamen.de/wp-content/uploads/2011/08/logo_tu-chemnitz_klein.png" alt="" width="204" height="30" />Jetzt beschäftigen sich die Wissenschaftler in einer neuen Studie wieder mit der Wahrnehmung von Vornamen und bitten alle „beliebte-Vornamen“-Leser darum, <a href="http://www.erfurt-studien.de/vornamen4.html" target="_blank">30 verschiedene Vornamen zu bewerten und deren typische Namensträger/innen einzuschätzen</a>. Alle Teilnehmer erhalten, sofern gewünscht, eine kurze Zusammenfassung  der Fragestellungen und Ergebnisse; außerdem werden 15 Amazon-Gutscheine im Wert von jeweils 10 Euro verlost.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.erfurt-studien.de/vornamen4.html" target="_blank">An der Umfrage teilnehmen</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Vorname hat einen Einfluss auf die Klickrate beim Online-Dating</title>
		<link>http://blog.beliebte-vornamen.de/2011/07/klickrate-dating/</link>
		<comments>http://blog.beliebte-vornamen.de/2011/07/klickrate-dating/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 30 Jul 2011 07:32:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knud Bielefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kevinismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.beliebte-vornamen.de/?p=3880</guid>
		<description><![CDATA[Die Psychologin und Beziehungsforscherin Wiebke Neberich findet es erstaunlich, dass der Name Einfluss auf unser Leben nehmen kann: „Es ist nicht die Person, sondern lediglich der Name, dem man ein positives oder negatives Bild zuordnet. Die Folgen dieser Eigenschaftszuschreibung wirken sich jedoch auf die Person aus und können zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung werden.“ Um solche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Psychologin und Beziehungsforscherin Wiebke Neberich findet es erstaunlich, dass der Name Einfluss auf unser Leben nehmen kann: „Es ist nicht die Person, sondern lediglich der Name, dem man ein positives oder negatives Bild zuordnet. Die Folgen dieser Eigenschaftszuschreibung wirken sich jedoch auf die Person aus und können zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung werden.“</p>
<p>Um solche Stigmatisierungen aufzudecken, hat Sie an einer wissenschaftlichen Studie mitgewirkt. Darin wurde anhand der Daten der Online-Dating-Plattform <a href="http://www.edarling.de" target="_blank">eDarling</a> untersucht, welche Rolle die Vornamen bei der Partnersuche im Internet spielen. „Wir haben die Klickraten von ausgewählten Namen verglichen, um die Attraktivität der Namen im Online-Dating Kontext herauszustellen“, so Wiebke Neberich.<span id="more-3880"></span></p>
<p>Erkenntnis: Der Vorname hat tatsächlich einen Einfluss auf die Klickrate beim Online-Dating. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass bestimmte Vornamen mit Vorurteilen belastet sind, was zur Folge hat, dass ihre Träger beim Online-Dating weniger Beachtung finden. Nebenbei haben sich die Forscher auch die Angaben der Mitglieder im Persönlichkeitstest angesehen: Die Personen mit negativ besetzten Vornamen sind durchschnittlich weniger selbstbewusst, eher Raucher und eher weniger gebildet.</p>
<p>Partnervorschläge bei eDarling enthalten grundsätzlich nur den Vornamen, das Alter und den Wohnort eines registrierten Nutzers. Ein aktives, interessiertes Mitglied klickt entweder auf den Namen, um das vollständige Profil zu sehen, oder es ignoriert einen Partnervorschlag. Für die Studie wurden aus den Angaben von mehr als 900 deutschsprachigen Mitgliedern aus Deutschland, Österreich und aus der Schweiz 30 Frauen- und 29 Männernamen hinsichtlich ihrer Klickrate miteinander verglichen.</p>
<p>Die größten Gewinner: Felix (+11%), Paul (+11%) und Lukas (+8%) sowie Hannah (+24%), Lena (+14%) und Katharina (+12%).</p>
<p>Die größten Verlierer: Kevin (-20%), Uwe (-15%) und Mike (-9%) sowie Chantal (-21%), Johanna (-18%) und Sylvia (-16%)</p>
<p>„Wenn wir keine näheren Informationen erhalten, bringen wir mit der Person Eigenschaften in Verbindung, die wir bewusst oder unbewusst mit dem Namen verbinden. Diese Assoziationen können auf persönlichen Erfahrungen mit bestimmen Namensträgern beruhen oder auf weit verbreitete Stereotypen zurückgeführt werden. Die Assoziationen, die ein bestimmter Name hervorruft, werden häufig vom aktuellen Zeitgeschehen beeinflusst.“, erläuterte Wiebke Neberich.</p>
<p>Sonderlich ausgeprägt sind die Stigmatisierungen, die mit bestimmten Vornamen einhergehen, allerdings nicht &#8211; im wissenschaftlichen Sinne aber dennoch wahrnehmbar. Mitglieder mit positiv besetzten Vornamen erhalten die meisten Klicks auf ihren Profilen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3882" title="eDarling Hot or Not" src="http://blog.beliebte-vornamen.de/wp-content/uploads/2011/07/edarling.jpg" alt="" width="480" height="690" /></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Nazis und nordische Vornamen</title>
		<link>http://blog.beliebte-vornamen.de/2011/01/nazis-nordische/</link>
		<comments>http://blog.beliebte-vornamen.de/2011/01/nazis-nordische/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 23 Jan 2011 07:05:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knud Bielefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Mal davon abgesehen, dass Frieda gar kein nordischer Name ist, der Verfasser dieses Kommentars liegt auch sonst daneben: Frieda, Freia, Frikka, alles wunderbar nordische, arische Namen. Die Nazis hätten ihre Freude gehabt. Der Irrtum ist weit verbreitet, dass nordische Vornamen unter den Nazis gern gesehen waren. Der Hauptgrundsatz zur Vornamenvergabe lautete &#8220;Kinder deutscher Volksgenossen sollen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mal davon abgesehen, dass <a href="http://www.beliebte-vornamen.de/5119-frieda.htm">Frieda</a> gar kein nordischer Name ist, der Verfasser dieses Kommentars liegt auch sonst daneben:</p>
<blockquote><p>Frieda, Freia, Frikka, alles wunderbar nordische, arische Namen. Die Nazis hätten ihre Freude gehabt.</p></blockquote>
<p>Der Irrtum ist weit verbreitet, dass nordische Vornamen unter den Nazis gern gesehen waren. Der Hauptgrundsatz zur Vornamenvergabe lautete &#8220;Kinder deutscher Volksgenossen sollen in erster Linie gute deutsche Vornamen erhalten&#8221;. Nordische Vornamen gehörten nicht dazu, wie Standesamtsdirektor Wlochatz 1942 erläuterte:</p>
<blockquote><p>Welche darunter zu verstehen sind, lehrt das vorliegende Verzeichnis. Vornamen, die ausgesprochenes Eigentum der nordgermanischen Völker – der Dänen, Schweden, Norweger usw. – sind, können nicht zu den deutschen Vornamen gezählt werden; sie sind nicht erwünschter als andere ausländische Vornamen. Anders verhält es sich mit den Namen, die im niederdeutschen Sprachgebiet, bei den Friesen, Jüten, Dithmarschen usw. in Brauch sind. Ist doch das Niederdeutsche mit seinen vielen Mundarten ebenso &#8220;deutsche Sprache&#8221; wie das &#8220;Hochdeutsche&#8221;.<br />
Quelle: Wlochatz, Auswahl gebräuchlicher Vornamen (10. Auflage von 1942)</p></blockquote>
<h3>Weitere Beiträge zum Thema:</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.beliebte-vornamen.de/248-deutschland1933.htm">Vornamengebung während des Nationalsozialismus</a></li>
<li><a href="http://www.beliebte-vornamen.de/3585-antisemitische-namenspolitik-im-dritten-reich.htm">Antisemitische Namenspolitik im Dritten Reich</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Von Frikadellen und Buletten</title>
		<link>http://blog.beliebte-vornamen.de/2011/01/frikadellen/</link>
		<comments>http://blog.beliebte-vornamen.de/2011/01/frikadellen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 11 Jan 2011 19:27:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knud Bielefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.beliebte-vornamen.de/?p=3302</guid>
		<description><![CDATA[Die Vornamenvorlieben sind ja regional durchaus unterschiedlich, wie die Länderstatistiken zeigen. Besonders deutliche regionale Unterschiede weist aber die Alltagssprache auf. Prof. Dr. Stephan Elspaß, Universität Augsburg, und Prof. Dr. Robert Möller, Université de Liège, untersuchen das in ihrem Projekt &#8220;Atlas zur deutschen Alltagssprache&#8221;. Hier zum Beispiel eine Karte, die zeigt,wo ein gebratener Fleischkloß „Frikadelle“, „Bulette“ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Vornamenvorlieben sind ja regional durchaus unterschiedlich, <a href="/2011/01/bundeslaender-2010/">wie die Länderstatistiken zeigen</a>. Besonders deutliche regionale Unterschiede weist aber die Alltagssprache auf. Prof. Dr. Stephan Elspaß, Universität Augsburg, und Prof. Dr. Robert Möller, Université de Liège, untersuchen das in ihrem Projekt &#8220;Atlas zur deutschen Alltagssprache&#8221;.</p>
<p>Hier zum Beispiel eine Karte, die zeigt,wo ein gebratener Fleischkloß „Frikadelle“, „Bulette“ oder „Fleischküchle“ genannt wird:<span id="more-3302"></span></p>
<div id="attachment_3303" class="wp-caption aligncenter" style="width: 422px"><a href="http://blog.beliebte-vornamen.de/wp-content/uploads/2011/01/fleischkloss-800.jpg"><img class="size-medium wp-image-3303" title="Gebratener Fleischkloß" src="http://blog.beliebte-vornamen.de/wp-content/uploads/2011/01/fleischkloss-800-412x300.jpg" alt="Sprachkarte Gebratener Fleischkloß" width="412" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Auf das Bild klicken für eine größere Version der Karte!</p></div>
<p>Alle Ergebnisse des Forschungsprojekts <a href="http://www.philhist.uni-augsburg.de/lehrstuehle/germanistik/sprachwissenschaft/ada/runde_7/" target="_blank">werden im Internet präsentiert</a>. Wir erfahren dort unter anderem, wo man „Pfannkuchen“ isst, wo dagegen „Eierkuchen“, „Palatschinke“, „Plinse“, „Omelette“, „Pangech“. Oder wir können sehen, welchen Körperteil man eigentlich wo mit „Fuß“ oder „Hax(e)“ bezeichnet und was Leute aus bestimmten Regionen meinen, wenn sie etwas „direkt erledigen“ wollen.</p>
<p>Jetzt geht das Projekt in die nächste Runde und ich würde mich freuen, wenn sich viele &#8220;Beliebte Vornamen&#8221;-Leser beteiligen würden: Einfach den <a href="http://www.philhist.uni-augsburg.de/lehrstuehle/germanistik/sprachwissenschaft/ada/runde_8/" target="_blank">Online-Fragebogen mit Fragen zum Sprachgebrauch in Eurer Stadt ausfüllen</a>. Je mehr Teilnehmer, desto aussagekräftiger werden die Forschingsergebnisse!</p>
<ul>
<li><a href="http://www.philhist.uni-augsburg.de/lehrstuehle/germanistik/sprachwissenschaft/ada/runde_8/" target="_blank">Aktuellen Fragebogen ausfüllen</a></li>
<li><a href="http://www.philhist.uni-augsburg.de/lehrstuehle/germanistik/sprachwissenschaft/ada/runde_7/" target="_blank">Ergebnisse der bisherigen Umfragen</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Vornamen in Leipzig im 18. Jahrhundert</title>
		<link>http://blog.beliebte-vornamen.de/2010/12/vornamen-in-leipzig-im-18-jahrhundert/</link>
		<comments>http://blog.beliebte-vornamen.de/2010/12/vornamen-in-leipzig-im-18-jahrhundert/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 05 Dec 2010 14:51:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knud Bielefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Regional]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die häufigsten Mädchennamen in Leipzig im 18. Jahrhundert sind auch heutzutage fast alle wieder modern: Johanna Christiana Maria Sophia Dorothea Elisabeth Rosina Regina Wilhelmina Henriette Mehr zum Thema verrät Claudia Rothe: Leipziger Vornamen vor 200 Jahren]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die häufigsten Mädchennamen in Leipzig im 18. Jahrhundert sind auch heutzutage fast alle wieder modern:</p>
<ol>
<li>Johanna</li>
<li>Christiana</li>
<li>Maria</li>
<li>Sophia</li>
<li>Dorothea</li>
<li>Elisabeth</li>
<li>Rosina</li>
<li>Regina</li>
<li>Wilhelmina</li>
<li>Henriette</li>
</ol>
<p>Mehr zum Thema verrät Claudia Rothe: <a href="http://www.namenschenken.de/2010/12/04/leipziger-vornamen-vor-200-jahren/" target="_blank">Leipziger Vornamen vor 200 Jahren</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Vornamengebung des Mansfelder Landes &#8211; Euphonie und Anglophilie</title>
		<link>http://blog.beliebte-vornamen.de/2010/11/mansfeld-euphonie-anglophilie/</link>
		<comments>http://blog.beliebte-vornamen.de/2010/11/mansfeld-euphonie-anglophilie/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 01 Nov 2010 07:21:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Yvonne Thormann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Regional]]></category>
		<category><![CDATA[Statistik]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Mansfeld]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.beliebte-vornamen.de/?p=3046</guid>
		<description><![CDATA[Von Yvonne Thormann In den vorangegangen Artikeln hatte ich mich den Haupttrends in der Namenvergabe des Mansfelder Landes gewidmet, die die traditionelle Nachbenennung und eine Orientierung an altem oder als älter empfundenen Namengut beinhalten. Als Schlussakkord soll es nun um den beachtlichen Rest der Tendenzen gehen, der sich aus der Auswertung der Daten im Allgemeinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Yvonne Thormann</em></p>
<p>In den vorangegangen Artikeln hatte ich mich den Haupttrends in der Namenvergabe des Mansfelder Landes gewidmet, die die traditionelle Nachbenennung und eine Orientierung an altem oder als älter empfundenen Namengut beinhalten. Als Schlussakkord soll es nun um den beachtlichen Rest der Tendenzen gehen, der sich aus der Auswertung der Daten im Allgemeinen ergeben hat.</p>
<p>Von jeher ist neben der sozialen Bedeutung der Klang eines Namens das wesentliche Merkmal, von dem sich Eltern bei der Suche leiten lassen. »Der Name hat uns einfach gefallen.« &#8211; Eine Antwort, die bei einer Befragung im Land wohl am häufigsten gegeben werden würde, bezieht sich meistens auf das Wohlempfinden, das eine Lautfolge in unseren Ohren verursacht. Diese <em>Euphonie</em> gestaltet sich je nach Sprach- und Kulturkreis unterschiedlich, daher finden viele Westeuropäer konsonantenreiche und als hart empfundene Namen arabischer oder osteuropäischer Herkunft nicht besonders schön.<span id="more-3046"></span></p>
<p>In den Jahren 2006-2010 kann man bei den Kindernamen des Mansfelder Landes eine Präferenz für einige bestimmte Anfangsbuchstaben ausmachen, die gerade deutlich bei neugeborenen Mädchen zeigen, dass Wohlklang und Weichheit eine tragende Rolle gespielt haben. <strong>Die Top 3</strong> der beliebtesten Buchstaben der Erstnamen waren <strong>L</strong> (141x), <strong>A</strong> (72x) und <strong>M</strong> (52x), während bei den Jungen auch <strong>L</strong> (91x) dicht gefolgt von<strong> J</strong> (83x) und <strong>F/T</strong> (46x) sich als Spitzenreiter behauptet. Von 575 weiblichen Nachkommen insgesamt haben 24,5% , also ein Viertel, einen Namen mit L bekommen, bei welchen sich wiederum eine Konzentration auf wenige zeigt:</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<th>L</th>
<th>A</th>
<th>M</th>
</tr>
<tr>
<td>Lea / Leonie (20x)</td>
<td>Anna (14x)</td>
<td>Mia (11x)</td>
</tr>
<tr>
<td>Lena (13x)</td>
<td>Amelie / Angelina (7x)</td>
<td>Marie (10x)</td>
</tr>
<tr>
<td>Laura / Lucy (11x)</td>
<td>Alina / Amy (6x)</td>
<td>Maya / Michelle (5x)</td>
</tr>
<tr>
<td>Lara (10x)</td>
<td>Alexandra (4x)</td>
<td>Marleen (3x)</td>
</tr>
<tr>
<td>Lilly (8x)</td>
<td>Anne (3x)</td>
<td>Marie / Maxi (2x)</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong>Tabelle 1: Beliebteste Mädchennamen</strong></p>
<p>Jungen bekamen im Gegensatz dazu viele verschiedene Namen oder Schreibvarianten mit demselben Anfangsbuchstaben, wodurch sich eine so deutliche Dominanz nicht herausarbeiten lässt.</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Leon/Luca (14x)</td>
</tr>
<tr>
<td>Lucas (11x)</td>
</tr>
<tr>
<td>Lukas (10x)</td>
</tr>
<tr>
<td>Lennox (8x)</td>
</tr>
<tr>
<td>Louis (5x)</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong>Tabelle 2: Beliebteste Jungennamen mit L</strong></p>
<p>Genau dieser Reichtum an unterschiedlichen Rufnamen bestätigt sich auch in dem anhaltenden Interesse für englische und spezifisch amerikanische Namen, die seit mehr als 30 Jahren unentwegt in Deutschland vorhanden sind, wahrscheinlich aber nie so vielfältiger Natur waren.</p>
<p>Von 1124 Kindern hören jetzt 398 (35,4%) auf einen englischen Namen, wobei die Zweitnamen auch eingerechnet wurden. Die Verteilung beläuft sich auf 233 bei Jungen und 165 bei Mädchen. Die Zuordnung zu dieser Mode gestaltete sich manchmal äußerst schwierig, da mir nur das Datenmaterial zur Verfügung stand und nicht die Aussprache, für die sich die Eltern entschieden haben.</p>
<p>Einige der bevorzugten Namen stammen, streng gesehen, aus anderen Sprachen (z.B. <em>Orlando</em> oder <em>Noel</em>) und die Frage bestand, woher ursprünglich ihr Wissen um diese herkam. Hierzu wurden von mir dann etwaige zusätzliche Namen und die Familiennamen beobachtet. Bei der Kombination <em>Phil-Orlando</em> ist daher darauf zu schließen, dass es sich um die englische Aussprache handelt und auch <em>Lennox Noel</em> sieht nicht so aus, als ob hier die französische Variante gewählt wurde. Sie würde den Namenfluss stören, den die meisten Menschen als essentiell für den Wohlklang empfinden.</p>
<p>Das Einbeziehen dieser Namen entstand somit nicht pauschal, sondern in jedem einzelnen Fall. Grundsätzlich unterschlagen wurden die häufig auftauchenden Kurzformen <em>Tim</em>, <em>Tom</em> und <em>Mark</em>, weil sie als überkonfessionelle Formen sowohl aus unseren latein/griechisch geprägten Namens als auch aus den englischen Parallelformen der christlichen Namen gebildet werden können. Ob also <em>Tim</em> die letzte Abstufung über <em>Timo</em> von <em>Timotheus</em> ist oder direkt von <em>Timothy</em> durch den Kontakt mit der amerikanischen Welt seit Ende der 40er Jahre zu uns gelangte, wird wohl unklar bleiben. Für meine Auswertung konnte ich auf sie verzichten, da sie uns bereits so geläufig sind, dass wir sie eingedeutscht haben, während es bei den anderen Namen dieser Kategorie gerade darum geht, sie anders auszusprechen und das Kind damit abzugrenzen.</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<th>Erstnamen</th>
<th>Zweit- und Drittnamen</th>
</tr>
<tr>
<td width="50%">Aaron (3x), Anthony (2x), <strong>Aydan</strong>, <strong>Brian</strong>, <strong>Cedrik</strong></td>
<td width="50%">Collin, Colin,<strong> Conner</strong>, Dean, Edgar, <strong>Finn</strong> (2x)</td>
</tr>
<tr>
<td width="50%">Cliff, <strong>Cody</strong>,<strong> </strong>Collin, Colin, <strong>Conner</strong>, Curtis</td>
<td width="50%"><strong>Fynn</strong>, Henry, Jason, Jordan, John, <strong>Kevin</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="50%">Danny, Dan, <strong>Douglas</strong>, Dustin (3x), <strong>Dylan</strong></td>
<td width="50%">Lennart, Logan, <strong>Lloyd</strong>, Maddox, Mike (3x)</td>
</tr>
<tr>
<td width="50%"><strong>Finn</strong> (5x), <strong>Fynn</strong> (8x), <strong>Finlay</strong> (2x), <strong>Finley</strong>, Henry</td>
<td width="50%">Oliver, Robin, Steve, <strong>Tristan</strong>, Tylor, William</td>
</tr>
<tr>
<td width="50%">Iven (2x), Jaden, Jamie (5x), Jason (17)</td>
<td width="50%"></td>
</tr>
<tr>
<td width="50%">Jeremy (2x), Jim (2x), John (5x), Johnny, Jo</td>
<td width="50%"></td>
</tr>
<tr>
<td width="50%">Justin (8x), Kenny, <strong>Kevin</strong> (3x) Lennox (9x)</td>
<td width="50%"></td>
</tr>
<tr>
<td width="50%">Lennard, Lenny (4x), Lewis, Lex,</td>
<td width="50%"></td>
</tr>
<tr>
<td width="50%"><strong>Liam</strong> (2x), Luke, Madox, Maddox, Marlon</td>
<td width="50%"></td>
</tr>
<tr>
<td width="50%">Mick (2x), <strong>Merlin</strong>, Nason, Nicholas, Nolan</td>
<td width="50%"></td>
</tr>
<tr>
<td width="50%">Oliver, Oskar (2x), Phil (2x), Phill, Robin (3x)</td>
<td width="50%"></td>
</tr>
<tr>
<td width="50%">Ronny, Ryan, Sam, Samy, Sidney, Sky, Stan</td>
<td width="50%"></td>
</tr>
<tr>
<td>Stanly, Steven (4x), Tayler (2x), Taylor, Tommy</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>Toni (3x), Tony, Travis, <strong>Tristan </strong>(2x), Tyler (3x)</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>Tyson, Wayne, Willy</td>
<td></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong>Tabelle 3: Englische Rufnamen bei Jungen</strong></p>
<p>Wenn man sich die Namen genauer ansieht, kann man einige Unterkategorien bezüglich Herkunft und Motivation erstellen. Zunächst fällt das <em>Interesse an keltischen Rufnamen</em> (fett gedruckt in Tabelle 3) auf. Wahrscheinlich sind auch diese durch den Einfluss von Film, Fernsehen und Presse erst in das Bewusstsein der Menschen gekommen. Sie unterscheiden sich jedoch von den typisch amerikanischen Lieblingen dadurch, dass wir sie nicht von etwas uns Bekanntem ableiten können.</p>
<p><em>Mick</em> und <em>Tony</em> werden den meisten Leuten sehr wohl als Kurzformen von <em>Michael</em> und <em>Anthony</em> vorkommen, während der trendige Fynn oder Conner keinerlei direkte Assoziation hinsichtlich ihres Ursprungs bieten. Ihre Aussprache ist im Allgemeinen zudem wesentlich härter und da wir medial gesehen mit den Britischen Inseln weniger zu tun haben, finden viele Deutsche diese „englischen Namen“ viel exotischer. Manch einer scheint allerdings Gefallen an Legenden aus dieser Region gefunden zu haben. Anders lässt sich wohl nicht erklären, warum ein kleiner Junge im Mansfelder Land den Namen <em>Merlin</em>, also den des berühmten Zauberers aus der Artus Sage, trägt.</p>
<p>Während die <em>englischen Klassiker</em> wie <em>John</em>, <em>Jeremy</em> und <em>William </em>eher verhalten auftauchen, gefielen der Mehrzahl der Eltern die oft schon erwähnten US-amerikanischen Formen am meisten.</p>
<p>Was ist nun damit eigentlich gemeint, wo wir im Groben als Deutsche da keinen Unterschied machen? Die <em>amerikanische Namengebung</em> ist unter anderem besonders geprägt von <em>Kurz- und Koseformen</em>. Während traditionell in England eher die Langform als Rufname eingetragen wurde, was sich durch Re-Import von Namenmoden aus den ehemaligen Kolonien zumindest in der Working Class schon angepasst hat, konnte in den USA die Unkonventionalität den Vormarsch antreten. Warum das Kind umständlich <em>Samuel</em> oder <em>Kimberly</em> nennen, wenn sie im Alltagsleben ohnehin nur <em>Sammy</em> und <em>Kim</em> gerufen werden?</p>
<p>Der Lässigkeit halber, die weltweit durch amerikanische Prominente und die Entertainment-Industrie propagiert wird und der man in Europa überall ausgesetzt ist, suggerieren <em>Jim</em> (statt James), <em>Bob</em> (statt Robert) und <em>Lex</em> (statt Alexis) solide Bodenständigkeit und Hilfsbereitschaft im Land der unbegrenzte Möglichkeiten, wo jeder Normalo fernab von Klassenunterschieden ein Star werden kann. Im alten Europa war das zu Gründerzeiten nicht so einfach und dieser tief verwurzelte Geist spielt auch heute noch eine Rolle.</p>
<p>Die Freiheiten, die dem Menschen laut Verfassung dort gegeben sind und auf unserem Kontinent aus geschichtlich gewachsenen Gründen beschnitten wurden, umfassen eben nicht nur das Recht auf Waffenbesitz, sondern auch sein Kind so zu benennen, wie einem beliebt. In Deutschland darf ein Kind nicht Sommer oder Himmel heißen, weil Gegenstände und Sachbegriffe als nicht angemessen betrachtet werden. Sie könnten das Kind zudem Hohn und Spott aussetzen. <em>Summer</em> und <em>Nevaeh</em> (Heaven rückwärts gelesen) dürfen allerdings mit ihren Namen durchs Leben gehen; ersterer auch bei uns eingetragen werden. Das beweisen uns junge Eltern, die in der Öffentlichkeit stehen, spätestens seit den 80er Jahren immer wieder. Oder haben Sie noch nie von Peaches Geldoff und Bluebell Halliwell gehört?</p>
<p>Auch der <em>Einfluss afro-amerikanischer Schreibversionen</em> zeigt sich in meinem gesammelten Material. <em>Nason</em> und <em>Tyler</em> weisen daraufhin, dass neue Varianten dadurch gebildet werden, dass man sie ihrer eigentlichen oder auch falschen Aussprache anpasst. Nason war irgendwann einmal ein <em>Nathan</em> und <em>Tyler</em> der durchschnittliche englische Familienname Taylor. Man kann die Abschwächungen in Tabelle 3 schön nachvollziehen: <em>Taylor – Tayler – Tylor – Tyler.</em> Für deutsche Ohren klingen Namen mit einem -y- oder einem -a- , die die englische Aussprache -ay- oder -ey- erfordern, wahrscheinlich besonders cool und weltgewandt, weshalb <em>Sidney</em>, <em>Stanly</em>, <em>Tyson</em> oder <em>Ryan</em> nicht umsonst auftauchen.</p>
<p>Es ist anzunehmen, dass auch die häufig auftretenden Kurzformen welche auf -y- enden teilweise diesen Effekt verfolgen. Ob allerdings die Vorliebe für solche Namen vorrangig in der deutschen Unterschicht vorzufinden ist, wie oftmals erwähnt wird und in Stand Up-Comedyprogrammen gern für die Lacher sorgt, muss ich leider als offene Frage belassen. Das Material gibt mir keine Auskunft über den sozialen Stand der Eltern. Man kann allerhöchstens Aussagen über ihren Medienkonsum machen, den mein folgendes Beispiel beweist:</p>
<p>Der Namenforscher sucht sicher immer nach Namen, die aus einer Masse herausragen. In meinem Fall ist es der 3x vergebene Name <em>Maddox</em>, der mir ein Startpunkt auch zur Auswertung der Mädchennamen sein kann. Maddox hat im aktiven Namenwissen der Deutschen bis vor ein paar Jahren nicht stattgefunden. Seit der Bekanntheitsgrad der US-Schauspielerin Angelina Jolie nach ihrem Oscar-Gewinn und der Partnerschaft mit Brad Pitt in selbst für die Klatschpresse neue Dimensionen gestiegen ist, findet sich auch ein überdurchschnittliches Interesse für die Namen der Kinder ihrer Großfamilie. Ihr erstes adoptiertes Kind ist der Maddox, dem wir mit großer Wahrscheinlichkeit den Hype um seinen Namen im Mansfelder Land verdanken.</p>
<p>Nun kann man sich streiten, ob drei Namenvergaben schon einen Trend ausmachen. Zieht man allerdings das relativ kleine Einzugsgebiet des Klinikums und seine damit geringe Einwohnerzahl in Betracht, finde ich es durchaus bemerkenswert, zumal wir von einem sehr seltenen Namen sprechen, welcher in den bundesweiten Statistiken nicht unter den 200 beliebtesten aufgelistet ist.</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<th width="50%">Erstnamen</th>
<th width="50%">Zweitnamen</th>
</tr>
<tr>
<td width="50%">Abby, Aimee (2x), Amy (6x), Ashley, Alysha</td>
<td width="50%">April, Charlett, Charlize, Emily, Emilie</td>
</tr>
<tr>
<td width="50%">Charlene, Charline, Charleen, Chelsea , Cholena</td>
<td width="50%">Jane (2x), Jean, Joleen, Joy, Joyce, Justine, Lee</td>
</tr>
<tr>
<td width="50%">Colleen, Curly, Emely (2x), Emey, Emilie,</td>
<td width="50%">Lynn (4x), Luzie, Lissy, Madison, Sue</td>
</tr>
<tr>
<td width="50%">Emily (8x), Emmely (2x), Fanny, Finja (2x)</td>
<td width="50%">Summer, Sunday, Syster</td>
</tr>
<tr>
<td width="50%">Fiona (2x), Haily, Jamie, Jammie, Jane</td>
<td width="50%"></td>
</tr>
<tr>
<td width="50%">Jenny (5x), Jessica (3x), Jo-Ann, Joanna, Joann</td>
<td width="50%"></td>
</tr>
<tr>
<td width="50%">Joana, Jody, Jolie, Jolin, Josey, Joy, Joyce, Julie</td>
<td width="50%"></td>
</tr>
<tr>
<td width="50%">Kim (5x), Kimberly (2x), Lili, Lilli, Lilly (8x)</td>
<td width="50%"></td>
</tr>
<tr>
<td width="50%">Lindsay, Lissy, Lucy (9x), Lucie (2x), Marcia</td>
<td width="50%"></td>
</tr>
<tr>
<td width="50%">Mary, Mylene, Nelly (3x), Rachel, Samanta</td>
<td width="50%"></td>
</tr>
<tr>
<td width="50%">Samantha (3x), Samentha, Sandy, Shannon, Sue</td>
<td width="50%"></td>
</tr>
<tr>
<td width="50%">Summer, Vanessa (6x), Virginia (2x), Zoe (2x)</td>
<td width="50%"></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong>Tabelle 4: Englische Rufnamen bei Mädchen</strong></p>
<p>Angelina Jolie selbst hat auch klangtechnisch einen Eindruck bei Mädchennamen hinterlassen. So wurde <em>Angelina 7x</em>, <em>Jolie 1x</em> und die nur um eine Nuance erweiterte <em>Joleen/Jolin jeweils 1x</em> vergeben. Grundsätzlich muss man auch bei den weiblichen Rufnamen anmerken, dass sie mehr nach kalifornischer Sonne denn englischem Regenschauer anmuten und genau das wohl ihre Auswahl begünstigte. <em>Sunday, Summer, Joy</em> und <em>Nelly</em> vermitteln Leichtigkeit und lachende Kindergesichter, die sich ein Wohlwollen bei ihren Mitmenschen sicher sein können. Zur Entscheidung für oder gegen einen Namen gehört schließlich auch unsere Vorstellung davon, wie Kinder später mit diesem leben und welche Reaktionen sie erwarten dürfen.</p>
<p>In der Übersicht von Tabelle 4 sieht man, dass ein Großteil der Namen an sich nur verschiedene Schreibweisen derselben sind und die Mädchen daher nicht mit der Vielfalt der Jungennamen mithalten können.</p>
<p><strong>Top 5 </strong>der Namen, die in <strong>mehreren Varianten</strong> auftreten:</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Emily (15x)</td>
</tr>
<tr>
<td>Lucy (12x)</td>
</tr>
<tr>
<td>Lily (10x)</td>
</tr>
<tr>
<td>Amy (9x)</td>
</tr>
<tr>
<td>Samantha (5x)</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Der Geschmack vieler Elternpaare ähnelte sich folglich, wie auch im allgemeinen Trend sichtbar, in den Jahren 2006-2010 vor allem bei der Benennung von weiblichen Nachkommen. Zumindest in diesem Falle wurde die in Studien oft erwiesene These nicht bestätigt, dass Mädchen im Allgemeinen ausgefallenere und gerade aktuelle Namen bekommen. Der Geschmack der Eltern verblieb bei den Jungen keineswegs nur an traditionell akzeptierten Namen, wobei man jedoch anfügen muss, dass bis auf die schon erwähnten überkonfessionellen Kurzformen noch keine echte Tradition englischer Namenvergabe in Deutschland besteht. Sollten sich die Tendenzen in den nächsten Jahren fortführen, ist aber nun damit zu rechnen, dass aus der von mir betitelten Anglophilie bestimmt ein Amerikanismus wird.<img class="alignright" src="http://vg05.met.vgwort.de/na/b19b00b5b0d848468f1fc10665e60081" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><em>Yvonne Thormann hat an der Universität Leipzig Kulturwissenschaften, Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaften und Namenkunde studiert.Sie arbeitet als frei schaffende Autorin und Geisteswissenschaftlerin in Leipzig. Kontakt: thormanns.post@googlemail.com</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Mädchen- und Jungennamen immer ähnlicher</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Oct 2010 11:54:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knud Bielefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Sprachwissenschaftlerin Prof. Dr. Damaris Nübling von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz hat in einer Forschungsarbeit herausgefunden, dass die bevorzugten Mädchen- und Jungennamen mit der Zeit immer ähnlicher geworden sind. Das betrifft zum Beispiel die Anzahl der Silben und das Verhältnis von Vokalen und Konsonanten. Die Einzelheiten zu diesem Projekt habe ich im Artikel &#8220;Sprachliche Unterschiede [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Sprachwissenschaftlerin Prof. Dr. Damaris Nübling von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz hat in einer Forschungsarbeit herausgefunden, dass die bevorzugten Mädchen- und Jungennamen mit der Zeit immer ähnlicher geworden sind. Das betrifft zum Beispiel die Anzahl der Silben und das Verhältnis von Vokalen und Konsonanten. Die Einzelheiten zu diesem Projekt habe ich im Artikel &#8220;<a href="http://www.beliebte-vornamen.de/22918-sprachliche-unterschiede.htm">Sprachliche Unterschiede zwischen Mädchennamen und Jungennamen</a>&#8221; zusammengestellt.</p>
<p>In einer Veröffentlichung zu diesem Thema bewertet die Forscherin auch die deutschen Vornamenstatistiken:<span id="more-2961"></span></p>
<blockquote><p>Valide und das gesamte Bundesgebiet abdeckende offizielle Daten gibt es bis heute nicht. Dies gilt auch für die jährlich in der Presse erscheinenden Rufnamenstatistiken, die von der Gesellschaft für deutsche Sprache (GDS) ermittelt werden. [...]</p>
<p>Da die GDS immer nur die zehn häufigsten Rufnamen errechnet und dabei [...] die Zweit- und Drittrufnamen mitzählt, das heißt wie Erstrufnamen behandelt statt sie herauszurechnen, verzerren typische, immer wiederkehrende Zweitrufnamen wie Marie, Maria, Sophie schon seit Jahren die Top 10, indem sie dauerhaft die ersten Ränge besetzen beziehungsweise blockieren.</p>
<p>Deshalb beziehe ich mich auf eine andere Quelle, nämlich ‚www.beliebte-vornamen.de’. Diese Statistik zieht ebenfalls Standesämter heran, zusätzlich Geburtskliniken, Geburtshäuser und andere Quellen. Hier werden jeweils die ersten 250 Ränge errechnet. Dies ist – neben der guten Zugänglichkeit im Internet – ein entscheidender Vorteil gegenüber den GDS-Daten: Man kann ermitteln, was sich jenseits der Top 10 beziehungsweise Top 20 abspielt. Im Gegensatz zu den Daten der GDS gehen bei ‚beliebte-vornamen’ die Zweit- und Drittrufnamen nicht in die Häufigkeitsstatistik ein, sie werden herausgenommen und extra gezählt. [...]</p>
<p>Wegen der Überzahl an positiven Argumenten liegen den nun folgenden Berechnungen die Top 20 der Internetseite ‚www.beliebte-vornamen.de’ zugrunde.</p></blockquote>
<ul>
<li>Ungekürzter Text: <a href="http://www.beliebte-vornamen.de/22932-wissenschaftliche-quelle.htm">Beliebte-Vornamen.de als wissenschaftliche Quelle</a></li>
<li>Quelle: <a href="http://www.germanistik.uni-mainz.de/265.php" target="_blank">Damaris Nübling</a>; &#8220;Von Monika zu Mia, von Norbert zu Noah: Zur Androgynisierung der Rufnamen seit 1945 aus prosodisch-phonologischer Perspektive.&#8221; In: Beiträge zur Namensforschung 44, S. 67 – 110. (<a href="http://www.germanistik.uni-mainz.de/Dateien/Nuebling_2009a.pdf" target="_blank">PDF</a>)</li>
</ul>
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