Wissenschaft
Mandy und Kevin bildungsnah
Mandy Schache ist 36 Jahre alt, stammt aus einer Unternehmerfamilie und hat studiert. Ihr Sohn Kevin (17) strebt an, das Abitur als Jahrgangsbester zu absolvieren. Sie ist fast persönlich beleidigt, weil es Veröffentlichungen gibt, die einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen bildungsfernen Familien und gewissen Vornamen für Kinder herstellen. Diesen Beitrag weiterlesen »
Namensbezogenen Vorurteile der Lehrer
Unter der Schlagzeile “Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose” ging letztes Jahr eine Studie durch die Medien, die auch für Empörung sorgte. Jetzt hat Prof. Dr. Astrid Kaiser von der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg die Ergebnisse einer weiteren Forschungsarbeit veröffentlicht, die das Thema namensbezogener Vorurteile der Lehrer vertieft. Diesen Beitrag weiterlesen »
Die Vornamengebung des Mansfelder Landes – Tradition ist Trend (2)
Von Yvonne Thormann
Die altmodischen Kindernamen, die sich seit einiger Zeit höchster Beliebtheit bei werdenden Eltern erfreuen und auf eine Übernahme der traditionellen Nachbenennung höherer Schichten zurückzuführen ist, können in 3 Gruppen unterteilt werden, von denen vor allem die internationalen Varianten der ursprünglich altdeutsch/germanischen Namen kaum mehr als einheimisch erkannt werden.
Bei der anteilsmäßig größten Gruppe der Trendnamen, den biblisch stämmigen/Heiligen- Namen, verhält es sich als Trugschluss genau umgekehrt. Die meisten Deutschen sind mit ihnen so vertraut, dass sie sie für typisch deutsche Namen halten und den Grund ihrer Bekanntheit oftmals vergessen haben. Wobei man bei dieser Einschätzung territoriale Unterscheidungen treffen muss, weil durch die anhaltende Bedeutung des Christentums im Süden der Republik dieses kulturelle Wissen noch icht ganz an Bedeutung verloren hat und zum Allgemeingut verschlissen ist. Bei ihnen weisen Paul und Franz wahrscheinlich noch auf den Apostel Paulus und den heiligen Franz von Assisi hin, der auch einen Namenstag im christlichen Kalender besetzt, welcher in religiösen Familien per Geburtsdatum die Namenvergabe regeln kann. Diesen Beitrag weiterlesen »
Die Vornamengebung des Mansfelder Landes – Tradition ist Trend (1)
Von Yvonne Thormann
Die Zeitungsrubrik -Das Baby des Tages- im Mansfelder Land bietet eine gute Grundlage, die Namenmoden der vergangenen Zeit zu beobachten. In der erstellten Hitliste der Jahre 2006-2010, die den bundesweiten sehr ähnlich sieht, dominieren zwar Namen, deren Siegeszug sich bereits seit den 90er Jahren vollzieht wie Lea und Felix, doch die hinteren Ränge weisen mit Anna, Hannah und Paul darauf hin, dass sich eine Vorliebe für ältere oder älter klingende Namen verbreitet hat.
Der Trend zur Tradition war eigentlich immer durch Adelshäuser und vermögendere Schichten geläufig, in denen vorrangig Söhne nach Vätern oder Vorfahren benannt wurden und sich Namen letztlich sogar im Allgemeinwissen mit bestimmten Familien verknüpfen ließen. Im Falle von Königs-oder Herrschernamen zeigte das Volk seine Zugehörigkeit gern damit, seine Kinder nach den jeweiligen Landesoberhäuptern zu benennen, womit in deutschen Gebieten nicht zufällig Karl, Friedrich, Heinrich und Wilhelm zusammen ganze Jahrhunderte regierten. Diesen Beitrag weiterlesen »
Niederländische Vornamendatenbank
Das Meertens Instituut aus Amsterdam ist eine Forschungseinrichtung mit der Aufgabe, die Vielfalt der Sprache und Kultur in den Niederlanden zu erkunden. Als Ergebnis der namenkundlichen Studien ist eine großartige Datenbank mit Informationen zur Bedeutung, Popularität und regionaler Verbreitung der Vornamen in den Niederlanden entstanden:
Schade, dass es solche Daten für Deutschland nicht gibt.