Namensgebung

Neun zeitlose Babynamen-Regeln

Ungeachtet irgendwelcher Namenmoden und Trends gibt es doch Anhaltspunkte bei der Babynamen-Suche, die zeitlos sind. Die folgende Checkliste zur Namensfindung habe ich bei Nameberry gefunden und auf deutsche Verhältnisse übertragen:

Thema: Namensgebung

Wie Marlon zu seinem Namen gekommen ist

Mit viel Humor erzählt Thomas Scholtyssek in Achterbahn zum ersten Milchzahn, wie er sich dem Abenteuer „Vater werden“ gestellt hat. Ein wichtiges Anliegen ist es dem Autor, den Lesern auch seine Erfahrungen mit dem „HELLP Syndrom“ (Schwangerschaftsvergiftung) weiterzugeben.

Hier eine Leseprobe, in der es um die Namenssuche geht:

Beim Thema Geschlecht waren wir uns einig, Hauptsache gesund, wobei Nicole eindeutig eher in Richtung weibliches Geschlecht tendierte, weil man Mädchen laut ihrer Aussage ja soooo schön anziehen kann und sie viel mehr Mädchen- als Jungennamen zur Auswahl hätte. Ich tendierte natürlich in Richtung männliches Geschlecht, weil man mit Jungen aus meiner Sicht viel besser Sport machen kann, besonders Fußballspielen, und die Namensauswahl erheblich leichter fällt. So saßen wir also etwas angespannt bei ihrem Frauenarzt im Wartezimmer. Ich natürlich noch nervöser als Nicole, denn wann besucht man als Mann schon die Praxis eines Frauenarztes?

Ein Retter der Mütter namens Ignaz

In Norddeutschland kommt der Vorname Ignaz so gut wie gar nicht vor, wenn doch, so handelt es sich so gut wie sicher um jemanden mit bayrischem Migrationshintergrund. Aber selbst in Bayern wird dieser Vorname heutzutage nur äußerst selten vergeben, nicht einmal als zweiter Vorname.

Thema: Namensgebung

Die Vornamengebung des Mansfelder Landes – Tradition ist Trend (2)

Die altmodischen Kindernamen, die sich seit einiger Zeit höchster Beliebtheit bei werdenden Eltern erfreuen und auf eine Übernahme der traditionellen Nachbenennung höherer Schichten zurückzuführen ist, können in 3 Gruppen unterteilt werden. Von denen werden vor allem die internationalen Varianten der ursprünglich altdeutsch/germanischen Namen kaum mehr als einheimisch erkannt.

Bei der anteilsmäßig größten Gruppe der Trendnamen, den biblisch stämmigen/Heiligen-Namen, verhält es sich als Trugschluss genau umgekehrt. Die meisten Deutschen sind mit ihnen so vertraut, dass sie sie für typisch deutsche Namen halten und den Grund ihrer Bekanntheit oftmals vergessen haben. Wobei man bei dieser Einschätzung territoriale Unterscheidungen treffen muss, weil durch die anhaltende Bedeutung des Christentums im Süden der Republik dieses kulturelle Wissen noch icht ganz an Bedeutung verloren hat und zum Allgemeingut verschlissen ist. Bei ihnen weisen Paul und Franz wahrscheinlich noch auf den Apostel Paulus und den heiligen Franz von Assisi hin, der auch einen Namenstag im christlichen Kalender besetzt, welcher in religiösen Familien per Geburtsdatum die Namenvergabe regeln kann.

Neue Serie: Personen, Geschichten und Legenden

Alle Vornamen-Fans, denen die Beschreibungen im Vornamenlexikon zu knapp sind, haben jetzt einen Grund zur Freude: Ich habe auf beliebte-Vornamen.de eine neue Rubrik „berühmte Namensträger“ eröffnet, in der es bald richtig viel zu lesen gibt!

Die Autoren Renate und Ernö Zeltner aus Tirol haben zusammengetragen, welche Personen, Geschichten und Legenden an den Vornamen hängen. Dazu gehören Anekdoten und historische Hintergründe zu berühmten Trägern der Vornamen. Die Beiträge dieser Serie werden nach und nach veröffentlicht – auf der beliebte-Vornamen-Facebook-Seite werde ich immer sofort einen Hinweis geben, wenn ein neuer Beitrag erschienen ist.

Zwei Kapitel sind schon online: Den Anfang machen Adam und Eva.

Thema: Namensgebung

Die Vornamengebung des Mansfelder Landes – Tradition ist Trend (1)

Die Zeitungsrubrik -Das Baby des Tages- im Mansfelder Land bietet eine gute Grundlage, die Namenmoden der vergangenen Zeit zu beobachten. In der erstellten Hitliste der Jahre 2006-2010, die den bundesweiten sehr ähnlich sieht, dominieren zwar Namen, deren Siegeszug sich bereits seit den 90er Jahren vollzieht wie Lea und Felix, doch die hinteren Ränge weisen mit Anna, Hannah und Paul darauf hin, dass sich eine Vorliebe für ältere oder älter klingende Namen verbreitet hat.

Der Trend zur Tradition war eigentlich immer durch Adelshäuser und vermögendere Schichten geläufig, in denen vorrangig Söhne nach Vätern oder Vorfahren benannt wurden und sich Namen letztlich sogar im Allgemeinwissen mit bestimmten Familien verknüpfen ließen. Im Falle von Königs- oder Herrschernamen zeigte das Volk seine Zugehörigkeit gern damit, seine Kinder nach den jeweiligen Landesoberhäuptern zu benennen, womit in deutschen Gebieten nicht zufällig Karl, Friedrich, Heinrich und Wilhelm zusammen ganze Jahrhunderte regierten.

Die Vornamengebung des Mansfelder Landes

Das Mansfelder Land und sein Umkreis ist eine ruhige noch heute vorwiegend landwirtschaftlich genutzte Gegend im Süden Sachsen-Anhalts, die bis auf die Halden der ehemaligen Kupferschiefer-Bergwerke und Martin Luthers Geburtsort Eisleben nicht allzu viele Attraktionen vorzuweisen hat. Doch eigentlich ist es die Mitte der Nation, ein Spiegel deutscher Verhaltensmuster, von dem man nie etwas ahnte. Denn das Mansfelder Land hat ihn: den bundesdeutschen Durchschnitt in der Namenvergabe.

Warum Informatikertöchter Ada heißen

Für werdende Mütter und Väter aus Informatikerkreisen ist der Name Ada eine schöne Option für einen Mädchennamen, und das hat seinen Grund:

Die Namen von Computer-Programmierspachen sind oft Akronyme, sie setzen sich also aus Abkürzungen zusammen. So bedeutet COBOL „Common Business Oriented Language“, BASIC „Beginner’s All-purpose Symbolic Instruction Code“ und PEARL „Process and Experiment Automation Realtime Language“. ABAP steht für „Advanced Business Application Programming“ und FORTRAN für „Formula Translation“.

Die Vermutung liegt nahe, dass auch die ursprünglich für militärische Zwecke entwickelte Programmiersprache ADA auf diese Weise zu ihrem Namen gekommen ist.

Thema: Namensgebung