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Namensbücher

Rezension Knaurs Vornamenlexikon von Dorit Zimmermann

Die Namensfindung für ihre Sprösslinge lassen sich immer mehr Deutsche auch ein paar Euro kosten. Anders ist die spürbare Zunahme von Vornamenslexika auf dem Büchermarkt kaum zu erklären. Grund genug einige dieser Veröffentlichungen auf Herz und Nieren zu prüfen.

Für den renommierten Knaur-Verlag hat sich die Medizinjournalistin Dorit Zimmermann versucht. Ich habe mir die Zeit genommen und dem Werk auf den Zahn gefühlt.

Der äußerlich sehr ansprechende Band verspricht im Klappentext werdenden Eltern und anderen Interessierten über 6000 Vornamen verschiedenster Couleur mitsamt deren Herkunft, Bedeutung, Neben- und Kurzformen und Aussprache.

Nach einem sehr allgemein gehaltenen Vorwort folgen zunächst die rechtlichen Bestimmungen der Namensgebung in Deutschland sowie allerhand weitere Tipps, nach welchen Kriterien man einen Vornamen aussuchen sollte.

Was folgt, ist – soviel muss man der Autorin zu Gute halten – eine umfangreiche und überaus bunte Mischung an Vornamen, die nach männlich und weiblich sortiert sind. Am Ende des Buches finden sich noch Listen, wie „Kinder von Stars“, nach Kulturkreisen sortierte Vornamen oder eine Liste der Großelterngeneration. Das ist es leider schon auf der Habenseite.

Denn die Erläuterungen zu den Vornamen sind das Schlechteste, was ich bisher in Vornamensbüchern gelesen habe. Diesen Beitrag weiterlesen »

Der Vorname entscheidet über den passenden Partner

Das ist doch mal ein originelles Buch über Vornamen!

Es heißt Heirate niemals einen Udo: Was Vornamen über unser Liebesleben verraten und wurde von Clemens Beöthy geschrieben. Der Autor ist Heilpraktiker für Psychotherapie und in dieser Eigenschaft als Single-Coach und Paarberater tätig. Auf der Grundlage seiner beruflichen und privaten Beobachtungen hat er Vornamen danach charakterisiert, was sie über das Liebesleben der Namensträger aussagen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Das Taufnamenbüchlein von Georg Witzel

Der Theologe Georg Witzel verteidigt in seinem Taufnamenbüchlein die katholische Namentradition und beklagt die Unsitte der Zeit, aus purer Modesucht den Kindern fremdländische, wunderlich klingende Namen zu geben. Man hört ja immer wieder, dass der Vornamenbestand immer vielfältiger und internationaler wird. Hier mal ein paar Zitate aus den letzten Kommentaren zu den “Babynamen der Woche“:

  • “Was ist denn nur los, dass die Namen heute alle so abgehoben und kompliziert sein müssen?”
  • “Die armen Kinder heutzutage.”
  • “Die neuen Namen sind immer so extravagant.”

Georg Witzel steht offensichtlich mit seiner Ansicht nicht allein da.
Bemerkenswert ist das, weil seine namenkundliche Abhandlung unter dem Titel “Onomasticon Ecclesiae – Auserlesene Taufnamen der Christen in aller Welt” schon 1541 erschienen ist – das Ärgernis mit den modernen Vornamen scheint schon etwas älter zu sein … Diesen Beitrag weiterlesen »

Das schönste Namensbuch der Welt

Namensbücher gibt es unzählige. Der 80 cm breite, für meine Sammlung reservierte Regalboden reicht inzwischen nicht mehr aus. Dabei sind die meisten doch sehr ähnlich, in der Hauptsache handelt es sich um alphabetisch sortierte Namenlisten mit mehr oder weniger ausführlichen Erklärungen der einzelnen Namen. Dazu ein paar knappe Erläuterungen zum Namensrecht und ein paar Leitlinien zur Namensfindung – fertig ist das Vornamenbuch. Als Nachschlagewerk ist sowas natürlich praktisch, aber macht es damit Spaß, einen Babynamen auszuwählen? Diesen Beitrag weiterlesen »

Ausflug in die Namenwelt

“Wir wünschen bei diesem Ausflug in die Namenwelt viel Vergnügen!” schreiben die Autoren Rosa und Volker Kohlheim im Vorwort Ihres Buchs Duden – Die wunderbare Welt der Namen. Für ein Namensbuch ist das eine unübliche Einleitung, denn normalerweise handelt es sich bei dieser Kategorie um eher sachliche Nachschlagewerke. Dieses Buch kommt aber ohne alphabetisches Namenverzeichis aus. Stattdessen stellt es unterhaltsam und spannend geschrieben die ausgefallensten Namen aus aller Welt vor und präsentiert Merkwürdiges und Kurioses rund um die Namengebung. Auch skurille Familiennamen wie Vornfett und Bösherz sowie die Entwicklung deutscher Namen in Amerika werden beleuchtet.
Weitere originelle Themen sind Vornamen speziell für unerwünschten Nachwuchs und Redensarten rund um Namen.

Für Namensfans wie mich ist es wirklich ein Vergnügen, in diesem Buch zu schmökern – der Preis von 9,95 EUR für das 120 Seiten starke Buch hat allerdings fast Fachbuchniveau.

Duden - Welt der Namen