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	<title>Beliebte Vornamen &#187; Namen in Büchern</title>
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	<description>Das Blog von beliebte-Vornamen.de</description>
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		<title>Schon von Kijara und Balmy Gil gehört?</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 20:15:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knud Bielefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Namen in Büchern]]></category>

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		<description><![CDATA[Ihr kennt Kijara und Balmy Gil nicht? Kein Wunder, die gibt es gar nicht wirklich, die kommen nur in Büchern vor! Kijara heißt eine Soziologiestudentin im Roman Sommerhit. Den Namen hat sich Tom Liehr wohl nur ausgedacht, um seinem Protagonisten eine kleine Lästerei in den Mund zu legen: Die Menschen im Osten hatten seltsame Dinge [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ihr kennt Kijara und Balmy Gil nicht? Kein Wunder, die gibt es gar nicht wirklich, die kommen nur in Büchern vor!</p>
<p>Kijara heißt eine Soziologiestudentin im Roman <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3352008140/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=beliebtevorna-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3352008140">Sommerhit</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=beliebtevorna-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3352008140" border="0" alt="" width="1" height="1" />. Den Namen hat sich Tom Liehr wohl nur ausgedacht, um seinem Protagonisten eine kleine Lästerei in den Mund zu legen:</p>
<blockquote><p>Die Menschen im Osten hatten seltsame Dinge mit der Schreibung der Namen ihrer Kinder angestellt, aber der Westen zog nach.</p></blockquote>
<p>Vom Westen handelt Jeannette Walls Roman <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3453355628/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=beliebtevorna-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3453355628">Ein ungezähmtes Leben</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=beliebtevorna-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3453355628" border="0" alt="" width="1" height="1" /> – genau gesagt vom Wilden Westen Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Autorin erzählt von einem Mann mit vier Frauen aus Arizona:</p>
<blockquote><p>Bei der Geburt eines seiner Kinder hatte der Mann die Bibel wahllos aufgeschlagen und mit geschlossenen Augen auf eine Passage gedeutet, in der die Rede vom Balsam aus Gilead war, und dem Baby prompt den Namen Balmy Gil verpasst.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3453355628/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=beliebtevorna-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3453355628"><img class="aligncenter size-full wp-image-4226" title="Ein ungezähmtes Leben" src="http://blog.beliebte-vornamen.de/wp-content/uploads/2011/12/jeannette-walls.jpg" alt="" width="480" height="761" /></a></p>
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		<title>Deshalb ist es so schlimm, wenn jemand einen häßlichen Namen hat</title>
		<link>http://blog.beliebte-vornamen.de/2011/09/tage-im-juni/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Sep 2011 12:01:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knud Bielefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Namen in Büchern]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe kürzlich ein faszinierendes, aber auch sehr trauriges Buch gelesen: Tage im Juni von Gerbrand Bakker. Und weil es ein niederländisches Buch ist, kommen in dem Buch viele (für uns) ungewöhnliche Vornamen vor. So gibt es einen Mann namens Teun, der mit seinem Namen allerdings alles andere als glücklich ist, was seine Mutter zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3518462512" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3518462512/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&amp;tag=beliebtevorna-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3518462512-juni.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-4013" title="Tage im Juni von Gerbrand Bakker" src="http://blog.beliebte-vornamen.de/wp-content/uploads/2011/09/tage-im-juni.jpg" alt="" width="200" height="322" /></a>Ich habe kürzlich ein faszinierendes, aber auch sehr trauriges Buch gelesen: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3518462512/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=beliebtevorna-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3518462512">Tage im Juni</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3518462512" border="0" alt="" width="1" height="1" /> von Gerbrand Bakker. Und weil es ein niederländisches Buch ist, kommen in dem Buch viele (für uns) ungewöhnliche Vornamen vor.</p>
<p>So gibt es einen Mann namens Teun, der mit seinem Namen allerdings alles andere als glücklich ist, was seine Mutter zum Nachdenken bringt:</p>
<blockquote><p>Dabei hat man ja nicht zufällig einen bestimmten Namen. Ihr Mann und sie haben sich doch was dabei gedacht, als sie ihn Teun nannten. Namen sind wichtig, deshalb ist es so schlimm, wenn jemand einen häßlichen Namen hat. Dieke? Irgendwie ja auch schrecklich für das Kind.</p></blockquote>
<p>Im Mittelpunkt des Romans steht aber Familie Kaan: Vater Zeeger, die Söhne Klaas, Jan und Johan, Mutter Anna und Tochter Hanne. Völlig aus dem Zusammenhang gerissen zitiere ich zum Schluss noch eine Textstelle, schließlich hat sie etwas mit Namen zu tun. Johan Kaan fragt darin</p>
<blockquote><p>&#8220;Wie heißt Du?&#8221;</p>
<p>&#8220;Leslie&#8221;</p>
<p>&#8220;Leslie? Was ist das denn für ein Name? Kommst du aus Afrika?&#8221;</p></blockquote>
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		<title>Namenstipps für Schriftsteller</title>
		<link>http://blog.beliebte-vornamen.de/2011/08/namenstipps-schriftsteller/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Aug 2011 09:23:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knud Bielefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Namen in Büchern]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass Vornamen Vorurteile hervorrufen, haben Psychologen und Soziologen schon nachgewiesen. Dabei kann der Träger eines Namens ja überhaupt nichts dafür, wie er heißt – der Name gibt eher etwas über die Eltern preis, die den Vornamen ausgewählt haben. Schriftsteller kennen die persönlichen Eigenschaften ihrer Romanfiguren bereits, wenn sie auf Namenssuche gehen. Die Berliner Autorin und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass Vornamen Vorurteile hervorrufen, haben Psychologen und Soziologen schon nachgewiesen. Dabei kann der Träger eines Namens ja überhaupt nichts dafür, wie er heißt – der Name gibt eher etwas über die Eltern preis, die den Vornamen ausgewählt haben.</p>
<p>Schriftsteller kennen die persönlichen Eigenschaften ihrer Romanfiguren bereits, wenn sie auf Namenssuche gehen. Die Berliner Autorin und Lektorin Jutta Miller-Waldner empfiehlt ihren Kollegen ausdrücklich, sich bei der literarischen Namenswahl von Vorurteilen leiten zu lassen. Hier einige ihrer persönlichen Vorurteile:<span id="more-3957"></span></p>
<ul>
<li>Vornamen nicht-deutschsprachiger Herkunft mit Allerweltsnachnamen weisen oft auf Angehörige einfacherer Schichten.</li>
<li>DDR-Kinder haben oft ausländisch klingende Vornamen.</li>
<li>Die Namen Gisela und Else wirken unattraktiv.</li>
<li>Kraftvolle, energische Menschen haben kein Namen mit klanglosen Vokalen wie dem e, sondern Namen mit a oder o.</li>
<li>Ein einfacher Mensch trägt eher einen einsilbigen Namen, ein vielschichtiger einen mehrsilbigen.</li>
</ul>
<p>Schriftsteller sollen sich aber nicht nur von ihren Vorurteilen leiten lassen, sondern auch die Namensbedeutung berücksichtigen: Ein Pechvogel darf im Roman nicht „Felix“ (lateinisch=„der Glückliche“) heißen!</p>
<p>Diese und weitere Namenstipps für Schriftsteller hat Jutta Miller-Waldner in ihren <a href="http://juttas-schreibtipps.blogspot.com/2011/03/merksatze-zur-namensgebung-von-figuren.html" target="_blank">Merksätzen zur Namensgebung</a> von Figuren zusammengefasst und ausführlich in fünf Teilen ausgeführt:</p>
<p>1. <a href="http://juttas-schreibtipps.blogspot.com/2009/03/nomen-est-omen-uber-namen-i.html" target="_blank">Nomen est Omen<br />
</a>2. <a href="http://juttas-schreibtipps.blogspot.com/2009/03/nomen-sind-omen-uber-namen-ii.html" target="_blank">Nomen sind omen</a><br />
3. <a href="http://juttas-schreibtipps.blogspot.com/2009/03/namen-kennzeichnen-den-charakter-uber.html" target="_blank">Namen kennzeichnen den Charakter<br />
</a>4. <a href="http://juttas-schreibtipps.blogspot.com/2009/03/vermeiden-sie-ungewohnliche-namen-uber.html" target="_blank">Vermeiden Sie ungewöhnliche Namen<br />
</a>5. <a href="http://juttas-schreibtipps.blogspot.com/2009/04/uuber-ahnliche-klange-die-oder-den-ulli.html" target="_blank">Über ähnliche Klänge, die oder den Ulli, Johnny und Jenny</a></p>
<p>Nicht zu vergessen die „beliebte-Vornamen“-Beiträge <a href="http://www.beliebte-vornamen.de/133-fiktive-namen.htm">Wie Namen für Romanfiguren entstehen</a> und <a href="http://www.beliebte-vornamen.de/8351-fernsehfilmautoren-vornamen.htm">Drehbuchautoren bevorzugen moderne Vornamen</a>!</p>
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		<title>Vornamengeschichte von Maximilian Buddenbohm</title>
		<link>http://blog.beliebte-vornamen.de/2011/06/vornamengeschichte-buddenbohm/</link>
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		<pubDate>Tue, 28 Jun 2011 18:19:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knud Bielefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Namen in Büchern]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur Veröffentlichung seines ersten Buches hat uns Maximilian Buddenbohm verraten, wie er auf die Namen seiner Kinder gekommen ist. Inzwischen ist sein drittes Buch erschienen. Ich möchte aber aus seinem zweiten Buch zitieren – da hat er nämlich etwas vornamenrelevantes geschrieben! Im Buch Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein erzählt Buddenbohm von seiner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3499626802/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=beliebtevorna-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3499626802" target="_blank"><img class="alignright size-full wp-image-3798" title="Buddenbohm Meer" src="http://blog.beliebte-vornamen.de/wp-content/uploads/2011/06/buddenbohm-meer.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a>Zur Veröffentlichung seines ersten Buches <a title="Interview mit Buchautor Maximilian Buddenbohm" href="/2010/01/interview-maximilian-buddenbohm/">hat uns Maximilian Buddenbohm verraten</a>, wie er auf die Namen seiner Kinder gekommen ist. Inzwischen ist sein <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3867441979/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=beliebtevorna-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3867441979" target="_blank">drittes Buch</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3867441979" border="0" alt="" width="1" height="1" /> erschienen. Ich möchte aber aus seinem zweiten Buch zitieren – da hat er nämlich etwas vornamenrelevantes geschrieben!</p>
<p>Im Buch <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3499626802/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=beliebtevorna-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3499626802" target="_blank">Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3499626802" border="0" alt="" width="1" height="1" /> erzählt Buddenbohm von seiner Jugendzeit in Travemünde. (Pflichtlektüre für alle, die demnächst dort Urlaub machen!) Um Vornamen geht es erst im Schlusskapitel, wenn der Autor (der jetzt in Hamburg lebt …) nach vielen Jahren seinen besten Kumpel aus der Jugendzeit wiedertrifft:</p>
<blockquote><p>Er fragte nach meinem Beruf, nach Frau und Kindern. „Zweite Ehe“, sagte ich, „und zwei Söhne. Und du?“</p>
<p>„Erste Ehe und ein Sohn“, sagte er. „Er heißt Maximilian.“</p>
<p>„Oh“, sagte ich.</p></blockquote>
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		</item>
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		<title>44, Scotland Street</title>
		<link>http://blog.beliebte-vornamen.de/2011/04/44-scotland-street/</link>
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		<pubDate>Tue, 05 Apr 2011 20:31:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knud Bielefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Namen in Büchern]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus einem Fortsetzungsroman in der Tageszeitung „The Scotsman“ über das Leben einiger (fiktiver) Einwohner der schottischen Stadt Edinburgh ist eine erfolgreiche Buchserie geworden. So erfolgreich, dass mittlerweile vier Bände sogar ins Deutsche übersetzt worden sind: Die Rede ist von „44, Scotland Street“ von Alexander McCall Smith und der Star der Serie ist Bertie, ein fünf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3453407024/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=beliebtevorna-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3453407024"><img class="alignright size-full wp-image-3567" title="44 scotland street" src="http://blog.beliebte-vornamen.de/wp-content/uploads/2011/04/44-scotland-street.jpg" alt="" width="266" height="425" /></a>Aus einem Fortsetzungsroman in der Tageszeitung „The Scotsman“ über das Leben einiger (fiktiver) Einwohner der schottischen Stadt Edinburgh ist eine erfolgreiche Buchserie geworden. So erfolgreich, dass mittlerweile vier Bände sogar ins Deutsche übersetzt worden sind: Die Rede ist von „44, Scotland Street“ von Alexander McCall Smith und der Star der Serie ist Bertie, ein fünf Jahre alter Junge, der Saxophon spielt und italienisch lernt. Statt Yoga zu machen würde er viel lieber mit anderen Kindern spielen, aber seine Mutter ist sehr ehrgeizig …</p>
<p>Auch in der Schule hat es Bertie nicht immer leicht, wie wir im vierten Band „<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3453407024/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=beliebtevorna-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3453407024">Tür an Tür in der 44 Scotland Street</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3453407024" border="0" alt="" width="1" height="1" />“ erfahren:<span id="more-3547"></span></p>
<blockquote><p>„Bertie hat jetzt einen kleinen Bruder. Und wie heißt er, Bertie?“</p>
<p>Bertie senkte den Blick auf seinen Tisch. Es gab keinen Ausweg, jedenfalls keinen, der ihm ersichtlich gewesen wäre.</p>
<p>„Ulysses“. sagte er.</p>
<p>Tofu, der Bertie die ganze Zeit angestarrt hatte, sah jetzt weg und kicherte.</p>
<p>„Tofu“, sagte Miss Harmony. „Ulysses ist ein sehr feiner Name.“</p>
<p>Tofu sagte nichts.</p>
<p>„Ja“, sagte Miss Harmony. „Und wir lachen nicht über die Namen anderer, nicht wahr, Tofu? Besonders …“ Sie zögerte. Es war so verlockend; ja, einfach unwiderstehlich. „Besonders wenn man selbst Tofu heißt.“</p>
<p>„Tofu ist ein doofer Name“, sagte Olivia. „Das ist dieses grässliche weiße Zeug, das verschrobene Leute essen. Es ist ein doofer Name. Ich würde auf jeden Fall viel lieber Ulysses als Tofu heißen.“</p></blockquote>
<p>Vornamenfans kommen in einer weiteren Episode auf ihre Kosten. Hier hat die Romanfigur Julia eine originelle Babynamen-Idee:</p>
<blockquote><p>… dies war der allererste Tag, an dem sie den Test durchführen konnte nach jener ersten leidenschaftlichen Begegnung, als sie ihm gezeigt hatte, wie man die Dusche bedient. Ausgerechnet an so einem ungewöhnlichen Ort war es geschehen! Doch wie reizend, dachte sie. Wenn es ein Mädchen sein sollte – was sie stark hoffte –, dann könnte sie sie vielleicht Doccia nennen, was italienisch für Dusche war. Es war ein sehr hübscher Name, fand sie – Doccia Anderson; aber nein, es könnte dem armen Kind später einmal unangenehm sein. Man wollte ja schließlich nicht, dass ein Kind wusste, dass es seinen Ursprung in einer Dusche genommen hatte; man wusste einfach nicht, welche Auswirkungen das haben würde.</p></blockquote>
<p>Zitate aus: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3453407024/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=beliebtevorna-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3453407024">Tür an Tür in der 44 Scotland Street</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3453407024" border="0" alt="" width="1" height="1" />, Roman von Alexander McCall Smith, erschienen im Heyne Verlag.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Namengebung ohne allen Sinn und Verstand</title>
		<link>http://blog.beliebte-vornamen.de/2010/12/namengebung-ohne-allen-sinn-und-verstand/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Dec 2010 08:56:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knud Bielefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Namen in Büchern]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.beliebte-vornamen.de/?p=3199</guid>
		<description><![CDATA[Das in unserer Zeit bei der Namengebung ohne allen Sinn und Verstand verfahren werde, haben verständige Männer längst gerügt. Allein die altmodische Formulierung lässt darauf schließen, dass dieses Zitat schon etwas älter ist – für die These gibt es auch „in unserer Zeit“ viele Anhänger! Gefunden habe ich diesen Satz in der Novelle „Michel. Geschichte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Das in unserer Zeit bei der Namengebung ohne allen Sinn und Verstand verfahren werde, haben verständige Männer längst gerügt.</p></blockquote>
<p>Allein die altmodische Formulierung lässt darauf schließen, dass dieses Zitat schon etwas älter ist – für die These gibt es auch „in unserer Zeit“ viele Anhänger!</p>
<p>Gefunden habe ich diesen Satz in der Novelle „Michel. Geschichte eines Deutschen unserer Zeit“ von Johannes Scherr aus dem Jahr 1858. Im folgenden Abschnitt diskutieren die Eltern über den Namen ihres Sohnes:</p>
<h3>Große Debatte über den unglückseligen Namen Michel</h3>
<p>»Du weißt, es hat mich stets geärgert und gekränkt, daß unser Bub den unglückseligen Namen Michel führt &#8230;«<br />
»Warum nicht gar!«<br />
»O, du weißt es wohl. Du solltest auch noch nicht vergessen haben, wie tödlich ich erschrak, da ich, als ihr den Täufling aus der Kirche zurückbrachtet, erfahren mußte, daß du ihm als ersten Namen Michel gegeben habest und erst als zweiten den Namen Siegfried, wie sein Pate, mein Bruder selig, hieß.«<br />
»Alte Geschichten, Trudchen, alte Geschichten. Im übrigen hab&#8217; ich nie begreifen können und begreife auch jetzt noch nicht, wie du gegen den ehrlichen Namen Michel eingenommen sein konntest und kannst.«<span id="more-3199"></span></p>
<p>Die Hand meiner Mutter lag nicht mehr auf der meines Vaters, als sie erwiderte:<br />
»Gegen den ehrlichen? Gegen den garstigen, gemeinen, pöbelhaften, willst du sagen. Nur Fuhrleute und Holzhacker heißen Michel.«<br />
Der Stuhl meiner Mutter, als wäre er ein fühlendes Wesen und gehorche den Stimmungen der auf ihm Sitzenden, rückte wie von selbst eine Spanne weit von dem meines Vaters weg.</p>
<p>»Daß ihr Frauen doch alle eingefleischte Aristokratinnen seid!« sagte mein Vater gleichmütig und setzte an, um einen recht großen Ring zu blasen. Aber er brachte es nicht zustande, wahrscheinlich aus Schrecken über die zwischen den Brauen meiner Mutter abermals sich entwickelnde Falte. Der Rauch kam ganz wolkig und anarchisch aus seinem Munde.</p>
<p>»Ich bin keine Aristokratin, ich!« versetzte meine Mutter gereizt. »Ich weiß, daß Fuhrleute und Holzhacker ganz gute und achtbare Menschen sein können und oft auch wirklich sind. Aber wer wird es einer armen Mutter verübeln, wenn sie nicht will, daß ihr einziger Sohn so fuhrmännisch oder holzhackerisch heiße? Bitte, lieber Fritz, wir wollen den Knaben künftig nur mit dem Namen Siegfried rufen.«<br />
»Liebes Kind, ich habe ganz und gar nichts dagegen, wenn du den Jungen lieber mit dem Namen Siegfried rufst.«<br />
»Nicht so, Alterle, nicht ich allein. Du und alle, alle sollen ihn künftig so rufen. Er soll sich auch künftig nur noch Siegfried Helmut schreiben, nicht mehr – doch ich will den garstigen Namen gar nicht mehr auf die Zunge nehmen. Er klingt so roh, so flegelhaft &#8230;«<br />
»Aber, Schatz, der Junge ist ja gerade auch in den Flegeljahren.«</p>
<p>Ohne diesen Einwurf zu beachten, fuhr meine Mutter eifrig fort:<br />
»Siegfried dagegen, wie klingt das vornehm, stolz, heldisch! Hast du mir, als du mich im letzten Winter beredetest, das lange, lange Nibelungenlied zu lesen, nicht zu wiederholten Malen gesagt, der Siegfried sei der herrlichste aller Helden unserer alten Sagenwelt gewesen?«</p>
<p>Das hieß meinen Vater an einer seiner schwächsten Seiten anfassen, an der Begeisterung, welche er den Erinnerungen vaterländischer Heldensage weihte.<br />
»Diplomatin du!« gab er lachend zur Antwort.<br />
»Ach nein,« versetzte meine Mutter abwehrend. »Ich weiß und will nichts von der Diplomatie. Ich verlasse mich lediglich auf mein Muttergefühl. Das sagt mir, daß der Name Michel ein Unglück für den Knaben sei, weil voll der übelsten Vorbedeutung. Was kann aus einem Michel werden?«<br />
»Etwas Rechtes, liebes Kind, etwas Rechtes!« erwiderte mein Vater eifrig.</p>
<p>Und indem er die Pfeife fest mit den Zähnen packte und mit dem Zeigefinger der rechten Hand demonstrierend auf die innere Fläche der ausgestreckten tippte, fuhr er fort:<br />
»Ich muß dir sagen, Gertrud, du hegst da in der Tat einen wunderlichen Aberglauben. Der Name Michel sei von übler Vorbedeutung, meinst du? Welcher krasse Irrtum! Als ob ich dem Jungen den Namen nicht mit rechtem und reiflichem Vorbedacht gegeben hätte!«<br />
»Ja, mir zum Ärger.«<br />
»Trudchen, Trudchen, jetzt sieh, das glaubst du selber nicht.«<br />
»Hm,« murmelte meine Mutter, und ihr Stuhl entfernte sich immer weiter von dem ihres Eheherrn.<br />
»Nicht dir zum Ärger, Gertrud, sondern weil ich der Hoffnung lebte, daß zwar nicht ich selber, wohl aber unser Junge eine Zeit erleben werde, wo jeder Deutsche stolz sein würde, ein deutscher Michel zu heißen.«<br />
»Warum nicht gar!«<br />
»Alles Ernstes! Das in unserer Zeit bei der Namengebung ohne allen Sinn und Verstand, ohne alles vaterländische Gefühl verfahren werde, haben verständige und patriotische Männer längst gerügt. Es ist ganz und gar nicht unwichtig, was für einen Namen der Mensch trage.«<br />
»Da hast du leider nur zu recht!«<br />
»Als mir daher meine selige Mutter den großen, kräftigen Jungen, den du mir Glücklichem gegeben, zuerst in die Arme legte und du von deinem Bette her voll Freude flüstertest: ›&#8217;s ist ein starker Bub&#8217;, liebster Fritz!‹ und der Bursch gar nicht weinerlich tat, sondern mich mit seinen dunklen Augen frisch und keck anguckte, und mit seinen Händchen nach meinem Backenbart zu langen versuchte, da beschloß ich bei mir: Der soll Michel heißen!«<br />
»Eine höchst vortreffliche und glückliche Namenwahl&#8230; in der Tat!«<br />
Meine Mutter bemühte sich offenbar nach Kräften, diese Einschaltung spöttisch zu betonen, aber es ging nicht recht; die in den letzten Worten meines Vaters liegende Erinnerung an eine Stunde voll Mutterseligkeit ließ es nicht zu.</p>
<p>»Eine vortreffliche und glückliche Namenwahl allerdings!« bestätigte mein Vater mit Nachdruck.<br />
»Ei ja doch!«<br />
»Freilich, freilich. Sträube dich immerhin, Trudchen; aber sieh, du bist zuletzt doch viel zu verständig, um einer augenscheinlichen Tatsache widersprechen zu wollen.«<br />
»Geh doch!«<br />
»Im Gegenteil, ich komme erst angerückt, liebes Kind, und zwar an der Spitze einer ganzen Armee schwerbewaffneter Gründe.«<br />
»Verschone mich! Ich bin wahrhaftig nicht zum Scherzen aufgelegt.«<br />
»Ich ebensowenig. Zwar hat, wie du weißt, eine gütige Fee&#8230; nein, zum Henker mit den Feen! &#8216;s ist keltisch-französisches Lumpenzeug &#8230; also eine Elfin hat mir, wofür den Göttern Lob und Preis sei, den Humor als unzerstörbares Angebinde in die Wiege gelegt, allein dessenungeachtet werde ich wissenschaftliche Gegenstände stets mit dem gebührenden Ernste behandeln.«<br />
»Du lieber Gott, als ob der Name Michel etwas mit der Wissenschaft zu tun hätte.«<br />
»Siehst du, jetzt paßt mal wieder Schillers Satz: Schnell fertig ist die Jugend mit dem Wort – wie angemessen auf dich, liebe Alte &#8230;«<br />
Der Widerspruch in dieser Äußerung wirkte so komisch, daß ich ums Haar in ein lautes Lachen ausgeplatzt wäre. Meine Mutter empfand den prickelnden Reiz ebenfalls und vermochte ihm nicht ganz zu widerstehen.<br />
Ihr Lachen hatte etwas Anmutiges, Ach, alles an ihr war anmutig – sogar ihr Schmollen.</p>
<p>Mein Vater in seiner demonstrativen Laune fuhr dozierend fort:<br />
»Es ist festgestellt und meines Wissens auch gar nirgends bestritten, daß das altdeutsche Wort michel durchaus identisch ist, nämlich dem Sinne nach, mit unserm norddeutschen Wort stark, gewaltig, mächtig, riesenhaft. Bei unseren mittelhochdeutschen Dichtern finden sich die Belegstellen genug dafür. So z. B. sagt Hartmann von der Aue, der Wieland des Mittelalters, in seinem Iwein ›der michel Knabe‹ und in seinem Crek ›der michel Mann‹, wo er nach unserm heutigen Sprachgebrauch in jenem Falle gesagt hätte ›der Riesenknabe‹, in diesem der ›Riese‹. Ausdrücke, wie ›es nimmt mich michel wunder‹ für ›es nimmt mich gewaltig wunder‹ und andere dergleichen, wo sich mit dem Wort michel immer der Begriff des Bedeutenden, Starken, Gewaltigen, Ungewöhnlichen verbindet, sind in unserer mittelhochdeutschen Literatur gang und gäbe. Ich werde dir das bei nächster Gelegenheit an Dutzenden von Beispielen schwarz auf weiß beweisen. Und so wäre denn dargetan, wie ganz irrtümlich deine Meinung war, der Name unseres Jungen sei von mißlicher Bedeutung und übler Vorbedeutung. Im Gegenteil, ganz im Gegenteil, der Name Michel ist von sinniger Bedeutung, voll glücklicher Vorbedeutung, ist ein rechter Kern- und Ehrenname. Die Sache ist dir jetzt klar, völlig klar, nicht wahr?«<br />
»O ja, sie ist mir klar, völlig klar, das heißt, ich weiß jetzt, daß mein armer Junge den abscheulichen Namen nicht loswerden soll.«</p>
<p>Der Wissenschaftler und Schriftsteller Johannes Scherr wurde 1817 in Schwaben geboren und starb 1886 in der Schweiz, wohin er wegen seiner politischen Aktivitäten während der Revolution 1848 flüchtete.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.beliebte-vornamen.de/13883-michel.htm">Herkunft des Vornamens Michel</a></li>
</ul>
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		<title>Die Namenswahl bei Madame Bovary</title>
		<link>http://blog.beliebte-vornamen.de/2010/11/madame-bovary/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Nov 2010 12:57:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knud Bielefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Namen in Büchern]]></category>

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		<description><![CDATA[Der französische Schriftsteller Gustave Flaubert hat mit seinem 1856 veröffentlichten Roman „Madame Bovary – Ein Sittenbild aus der Provinz“ ein bedeutendes Werk der Weltliteratur geschaffen. Bedeutend auch für Vornameninteressierte, denn Flaubert beschreibt darin, wie die Hauptfigur Emma Bovary auf den Namen ihrer Tochter gekommen ist: An einem Sonntag kam das Kind zur Welt, früh gegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der französische Schriftsteller Gustave Flaubert hat mit seinem 1856 veröffentlichten Roman „Madame Bovary – Ein Sittenbild aus der Provinz“ ein bedeutendes Werk der Weltliteratur geschaffen. Bedeutend auch für Vornameninteressierte, denn Flaubert beschreibt darin, wie die Hauptfigur Emma Bovary auf den Namen ihrer Tochter gekommen ist:<span id="more-3096"></span></p>
<blockquote><p>An einem Sonntag kam das Kind zur Welt, früh gegen sechs Uhr, als die Sonne aufging.</p>
<p>»Es ist ein Mädchen!« verkündete Karl.</p>
<p>Emma fiel im Bett zurück und ward ohnmächtig. Schon stellten sich auch Frau Homais und die Löwenwirtin ein, um die Wöchnerin zu umarmen. Der Apotheker rief ihr diskret ein paar vorläufige Glückwünsche durch die Türspalte zu. Er wollte die neue Erdenbürgerin besichtigen und fand sie wohlgeraten.</p>
<p>Während der Genesung grübelte Emma nach, welchen Namen das Kind bekommen sollte. Zunächst dachte sie an einen italienisch klingenden Namen: an Amanda, Rosa, Joconda, Beatrice. Sehr gefielen ihr Ginevra oder Leocadia, noch mehr Isolde. Karl äußerte den Wunsch, die Kleine solle nach der Mutter getauft werden, aber davon wollte Emma nichts wissen. Man nahm alle Kalendernamen durch und bat jeden Besucher um einen Vorschlag.</p>
<p>»Herr Leo,« berichtete der Apotheker, »mit dem ich neulich darüber gesprochen habe, wundert sich darüber, daß Sie nicht den Namen Magdalena wählen. Der sei jetzt sehr in Mode.« Aber gegen die Patenschaft einer solchen Sünderin sträubte sich die alte Frau Bovary gewaltig. Homais für seine Person hegte eine Vorliebe für Namen, die an große Männer, berühmte Taten und hohe Werke erinnerten. Nach dieser Theorie habe er seine vier eigenen Sprößlinge getauft: Napoleon (der Ruhm!), Franklin (die Freiheit!), Irma (ein Zugeständnis an die Romantik!) und Athalia (zu Ehren des Meisterstücks des französischen Dramas!). Seine philosophische Überzeugung, sagte er, stehe seiner Bewunderung der Kunst nicht im Wege. Der Denker in ihm ersticke durchaus nicht den Gefühlsmenschen. Er verstünde sich darauf, das eine vom andern zu scheiden und sich vor fanatischer Einseitigkeit zu bewahren.</p>
<p>Zu guter Letzt fiel Emma ein, daß sie im Schloß Vaubyessard gehört hatte, wie eine junge Dame von der Marquise mit »Berta-Luise« angeredet worden war. Von diesem Augenblick an stand die Namenswahl fest. Da Vater Rouault zu kommen verhindert war, wurde Homais gebeten, Gevatter zu stehen. Er stiftete als Patengeschenk allerlei Gegenstände aus seinem Geschäft, als wie: sechs Schachteln Brusttee, eine Dose Kraftmehl, drei Büchsen Marmelade und sechs Päckchen Malzbonbons.</p>
<p>Am Taufabend gab es ein Festessen, zu dem auch der Pfarrer erschien. Man geriet in Stimmung. Beim Likör gab der Apotheker ein patriotisches Lied zum besten, worauf Leo Dúpuis eine Barkarole vortrug und die alte Frau Bovary (Patin des Kindes) eine Romanze aus der Napoleonischen Zeit sang. Der alte Herr Bovary bestand darauf, daß das Kind heruntergebracht wurde, und taufte die Kleine »Berta«, indem er ihr ein Glas Sekt von oben über den Kopf goß. Den Abbé Bournisien ärgerte diese Profanation einer kirchlichen Handlung, und als der alte Bovary ihm gar noch ein spöttisches Zitat vorhielt, wollte der Geistliche fortgehen. Aber die Damen baten ihn inständig zu bleiben, und auch der Apotheker legte sich ins Mittel. So gelang es, den Priester wieder zu beruhigen. Friedlich langte er von neuem nach seiner halbgeleerten Kaffeetasse.</p></blockquote>
<p>Allerdings heißt das Kind nur in dieser Übersetzung „Berta-Luise“, „Berthe“ dagegen in Flauberts französischem Originalmanuskript. Auch die anderen Namensideen wurden sehr frei übersetzt, statt „Zunächst dachte sie an einen italienisch klingenden Namen: an <a href="http://www.beliebte-vornamen.de/11381-amanda.htm">Amanda</a>, <a href="http://www.beliebte-vornamen.de/16675-rosa.htm">Rosa</a>, Joconda, <a href="http://www.beliebte-vornamen.de/13058-beatrice.htm">Beatrice</a>. Sehr gefielen ihr Ginevra oder <a href="http://www.beliebte-vornamen.de/20471-leokadia.htm">Leocadia</a>, noch mehr <a href="http://www.beliebte-vornamen.de/11609-isolde.htm">Isolde</a>.“ heißt es ursprünglich „D&#8217;abord, elle passa en revue tous ceux qui avaient des terminaisons italiennes, tels que <a href="http://www.beliebte-vornamen.de/4543-klara.htm">Clara</a>, <a href="http://www.beliebte-vornamen.de/4666-louisa.htm">Louisa</a>, Amanda, Atala ; elle aimait assez Galsuinde, plus encore Yseult ou Léocadie.“ Und anstelle von <a href="http://www.beliebte-vornamen.de/18701-magdalena.htm">Magdalena</a> war wohl eher der Vorname <a href="http://www.beliebte-vornamen.de/18691-madeleine.htm">Madeleine</a> in Mode.</p>
<p>Weitere Vornamen aus „Madame Bovary“ sind <a href="http://www.beliebte-vornamen.de/9404-theodore.htm">Théodore</a>, <a href="http://www.beliebte-vornamen.de/12202-charles.htm">Charles</a> und Charles-Denis-Bartholomé (Emmas Vater, Ehemann und Schwiegervater) sowie <a href="http://www.beliebte-vornamen.de/3444-leon.htm">Léon</a> und <a href="http://www.beliebte-vornamen.de/16647-rodolphe.htm">Rodolphe</a> (Emmas Liebhaber).</p>
<ul>
<li>Referenz: <a href="http://gutenberg.spiegel.de/index.php?id=5&amp;xid=659" target="_blank">Gustave Flaubert – Madame Bovary (Projekt Gutenberg-DE)</a></li>
</ul>
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		<title>Namensvorlieben von Commissario Brunetti</title>
		<link>http://blog.beliebte-vornamen.de/2010/09/namensvorlieben-brunetti/</link>
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		<pubDate>Fri, 24 Sep 2010 19:21:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knud Bielefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Namen in Büchern]]></category>

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		<description><![CDATA[Da musste ich mich durch 16 Bände der Commissario Brunetti-Krimiserie von Donna Leon arbeiten, bis ich endlich in Band 17 &#8220;Das Mädchen seiner Träume&#8221; eine Textstelle gefunden habe, in der es um Vornamen geht: [Signorina Elettra] sagte nur: &#8220;Geben Sie mir bitte die vollständigen Namen der Eltern?&#8221; [Commissario Brunetti antwortet:] &#8220;Giorgio Fornari und Orsola Vivarini&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da musste ich mich durch 16 Bände der Commissario Brunetti-Krimiserie von Donna Leon arbeiten, bis ich endlich in Band 17 &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3257066953?ie=UTF8&amp;tag=beliebtevorna-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3257066953">Das Mädchen seiner Träume</a>&#8221; eine Textstelle gefunden habe, in der es um Vornamen geht:<span id="more-2846"></span></p>
<blockquote><p>[Signorina Elettra] sagte nur: &#8220;Geben Sie mir bitte die vollständigen Namen der Eltern?&#8221;</p>
<p>[Commissario Brunetti antwortet:] &#8220;Giorgio Fornari und Orsola Vivarini&#8221;</p>
<p>Beim zweiten Namen entfuhr ihr ein: &#8220;Oje, oje!&#8221;</p>
<p>&#8220;Sie kennen Sie?&#8221; fragte Brunetti gespannt.</p>
<p>&#8220;Nein, aber ich wüsste wirklich gern, wie die Frau, die selber schon mit dem Namen Orsola geschlagen ist, ihre Tochter Ludovica taufen kann.&#8221;</p>
<p>&#8220;Eine Freundin meiner Mutter hieß Italia&#8221;, sagte er. &#8220;Sie kannte auch etliche Benitos, eine Vittoria und sogar eine Addis Abeba.&#8221;</p>
<p>&#8220;Andere Zeiten&#8221;, meinte sie. &#8220;Oder eine andere Generation, die auffallen will um jeden Preis, auch mit den Namen ihrer Kinder.&#8221;</p>
<p>Brunetti, der schon Leute mit Namen wie Tiffany, Hillary und Sharon festgenommen hatte, konnte ihr nur beipflichten. &#8220;Meine Frau hat mal gesagt, wenn eines Tages die Hauptfigur einer amerikanischen Seifenoper Pig Shit heißt, dann können wir uns auf eine ganze Generation davon gefasst machen.&#8221;</p>
<p>Quelle: Donna Leon &#8211; &#8220;Das Mädchen seiner Träume&#8221;, Diogenes Verlag (2009), ISBN 978-3257066951</p></blockquote>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3257066953?ie=UTF8&amp;tag=beliebtevorna-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3257066953"><img class="alignright size-full wp-image-2847" title="Das Mädchen seiner Träume" src="http://blog.beliebte-vornamen.de/wp-content/uploads/2010/09/brunetti-17.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a><br />
Angesichts der Tatsache, dass die Romanhandlung in der italienischen Stadt Venedig angesiedelt ist, scheinen die kritisierten Vornamen gar nicht so eigenartig zu sein, oder? Nun gut, Addis Abeba als Name der Hauptstadt von Äthiopien ist wohl kein typisch italienischer Name. Und seitdem der faschistische Diktator Benito Mussolini in Italien herrschte, wird der Vorname <a href="http://www.beliebte-vornamen.de/13075-benito.htm">Benito</a> in Italien wahrscheinlich ähnlich gering geschätzt wie Adolf in Deutschland.</p>
<p>Aber warum Donna Leon die Namen Orsola, Ludovoca und Vittoria an den Pranger stellt, kann ich nicht nachvollziehen. <a href="http://www.beliebte-vornamen.de/19311-orsola.htm">Orsola</a> ist die italienische Variante von Ursula, bei <a href="http://www.beliebte-vornamen.de/20543-ludwiga.htm">Ludovica</a> handelt es sich um eine italienische weibliche Abwandlung des Namens Ludwig. <a href="http://www.beliebte-vornamen.de/10077-vittoria.htm">Vittoria</a> als italienische Form von Viktoria wirkt auch unverdächtig. An <a href="http://www.beliebte-vornamen.de/15027-giorgio.htm">Giorgio</a>, der italienischen Entsprechung von Georg, hat auch die Autorin anscheinend nichts auszusetzen. Sind diese Namen vielleicht einfach unmodern?</p>
<p>Doch welche Vornamen findet Donna Leon angemessen für rechtschaffende Venezianer? Offensichtlich <a href="http://www.beliebte-vornamen.de/20879-guido.htm">Guido</a>, denn so hat sie die Hauptfigur ihrer Krimireihe genannt; auch <a href="http://www.beliebte-vornamen.de/4545-chiara.htm">Chiara</a> und <a href="http://www.beliebte-vornamen.de/13466-raffaele.htm">Raffaele</a> sind gut angesehen -  so heißen die Kinder von Commissario Guido Brunetti.</p>
<p>Übrigens: 1993 ist der erste &#8220;Commissario Brunetti&#8221;-Roman in Deutschland erschienen &#8211; im gleichen Jahr machte der Vorname Chiara einen riesengroßen Sprung in der deutschen Babynamenhitliste:</p>
<div id="attachment_21244" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="http://www.beliebte-vornamen.de/4545-chiara.htm"><img class="size-full wp-image-21244 " title="Chiara Häufigkeitsstatistik" src="http://www.beliebte-vornamen.de/wp-content/uploads/chiara.png" alt="Chiara Häufigkeitsstatistik" width="480" height="332" /></a><p class="wp-caption-text">Häufigkeitsstatistik des Namens Chiara</p></div>
]]></content:encoded>
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		<title>Beliebte Vornamen im Kinderbuch</title>
		<link>http://blog.beliebte-vornamen.de/2010/09/beliebte-vornamen-im-kinderbuch/</link>
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		<pubDate>Sun, 12 Sep 2010 10:34:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knud Bielefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Namen in Büchern]]></category>

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		<description><![CDATA[Hat schon jemand diese Plakate mit den Vornamen aus der aktuellen Hitliste im Buchhandel entdeckt? Passend zum Namen ist auf den Plakaten jeweils ein Kinderbuch aus dem Sortiment des arsEdition-Verlags abgebildet, in dem eine Hauptfigur so heißt. Das derzeitige Lieblingsbuch meines Sohnes ist auch dabei, das ABC Wimmelbuch (mit Tim als Hauptfigur). Die weiteren Bücher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hat schon jemand diese Plakate mit den Vornamen aus der aktuellen Hitliste im Buchhandel entdeckt?</p>
<p><a href="http://blog.beliebte-vornamen.de/wp-content/uploads/2010/09/arsedition-vornamenplakat.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2855" title="arsEdition Vornamenplakat" src="http://blog.beliebte-vornamen.de/wp-content/uploads/2010/09/arsedition-vornamenplakat.jpg" alt="" width="480" height="382" /></a></p>
<p>Passend zum Namen ist auf den Plakaten jeweils ein Kinderbuch aus dem Sortiment des <a href="www.arsedition.de/" target="_blank">arsEdition-Verlags</a> abgebildet, in dem eine Hauptfigur so heißt.<span id="more-2854"></span></p>
<p>Das derzeitige Lieblingsbuch meines Sohnes ist auch dabei, das <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3760744540?ie=UTF8&amp;tag=beliebtevorna-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3760744540">ABC Wimmelbuch</a> (mit Tim als Hauptfigur). Die weiteren Bücher sind:</p>
<ul>
<li>Lukas: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/376073166X?ie=UTF8&amp;tag=beliebtevorna-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=376073166X">Mein erstes Buch vom Wald</a></li>
<li>Jonas: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3760727433?ie=UTF8&amp;tag=beliebtevorna-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3760727433">Schlawatz der Traumwunscherfüller</a></li>
<li>Paul: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3760774830?ie=UTF8&amp;tag=beliebtevorna-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3760774830">Pauls erste Sachen. Ein Bildwörterbuch für Klitzekleine</a></li>
<li>Max: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3760741142?ie=UTF8&amp;tag=beliebtevorna-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3760741142">Max lernt die Zahlen</a></li>
<li>Ben: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3760741134?ie=UTF8&amp;tag=beliebtevorna-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3760741134">Mein Buch von den Tieren</a></li>
<li>Luis: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3760736459?ie=UTF8&amp;tag=beliebtevorna-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3760736459">Ein Morgen mit Papa</a></li>
<li>Niklas: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3760736475?ie=UTF8&amp;tag=beliebtevorna-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3760736475">Leseabenteuer: Niklas u.d.Piratenclub</a></li>
<li>Hannah: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3760736351?ie=UTF8&amp;tag=beliebtevorna-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3760736351">Hannahs Lieblingshose &#8211; Ich zieh an, was mir gefällt!</a></li>
<li>Leonie: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3760728537?ie=UTF8&amp;tag=beliebtevorna-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3760728537">Leonie auf dem Ponyhof</a></li>
<li>Lena: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3760759017?ie=UTF8&amp;tag=beliebtevorna-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3760759017">Lena und ihre Freunde</a></li>
<li>Anna: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3760744729?ie=UTF8&amp;tag=beliebtevorna-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3760744729">Anna und das Pony</a></li>
<li>Emma: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3760736408?ie=UTF8&amp;tag=beliebtevorna-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3760736408">Das 99.Schaf</a></li>
<li>Lilli: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3760734413?ie=UTF8&amp;tag=beliebtevorna-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3760734413">Lilli und das Einhorn</a></li>
<li>Sofie: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3760734391?ie=UTF8&amp;tag=beliebtevorna-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3760734391">Eine Elfe für Sofie</a></li>
<li>Marie: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3760749674?ie=UTF8&amp;tag=beliebtevorna-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3760749674">Marie verjagt die Schattenmonster</a></li>
</ul>
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		<title>Wie Marlon zu seinem Namen gekommen ist</title>
		<link>http://blog.beliebte-vornamen.de/2010/08/achterbahn-milchzahn/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Aug 2010 12:39:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knud Bielefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Namen in Büchern]]></category>
		<category><![CDATA[Namensgebung]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit viel Humor erzählt Thomas Scholtyssek in Achterbahn zum ersten Milchzahn, wie er sich dem Abenteuer „Vater werden“ gestellt hat. Ein wichtiges Anliegen ist es dem Autor, den Lesern auch seine Erfahrungen mit dem „HELLP Syndrom“ (Schwangerschaftsvergiftung) weiterzugeben. Hier eine Leseprobe, in der es um die Namenssuche geht: Beim Thema Geschlecht waren wir uns einig, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3867441146?ie=UTF8&amp;tag=beliebtevorna-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3867441146"><img class="alignright size-full wp-image-2699" title="Achterbahn zum ersten Milchzahn" src="http://blog.beliebte-vornamen.de/wp-content/uploads/2010/08/achterbahn-zum-ersten-milchzahn.jpg" alt="" width="170" height="265" /></a>Mit viel Humor erzählt Thomas Scholtyssek in <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3867441146?ie=UTF8&amp;tag=beliebtevorna-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3867441146">Achterbahn zum ersten Milchzahn</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=beliebtevorna-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3867441146" border="0" alt="" width="1" height="1" />, wie er sich dem Abenteuer „Vater werden“ gestellt hat. Ein wichtiges Anliegen ist es dem Autor, den Lesern auch seine Erfahrungen mit dem „HELLP Syndrom“ (Schwangerschaftsvergiftung) weiterzugeben.</p>
<p><strong>Hier eine Leseprobe, in der es um die Namenssuche geht:</strong></p>
<p>Beim Thema Geschlecht waren wir uns einig, Hauptsache gesund, wobei Nicole eindeutig eher in Richtung weibliches Geschlecht tendierte, weil man Mädchen laut ihrer Aussage ja soooo schön anziehen kann und sie viel mehr Mädchen- als Jungennamen zur Auswahl hätte. Ich tendierte natürlich in Richtung männliches Geschlecht, weil man mit Jungen aus meiner Sicht viel besser Sport machen kann, besonders Fußballspielen, und die Namensauswahl erheblich leichter fällt. So saßen wir also etwas angespannt bei ihrem Frauenarzt im Wartezimmer. Ich natürlich noch nervöser als Nicole, denn wann besucht man als Mann schon die Praxis eines Frauenarztes?<span id="more-2697"></span></p>
<p>„Aaah, da sind ja die werdenden Eltern, dann treten Sie bitte ein“, begrüßte der Herr Doktor uns freundlich. Nach einem kurzen Vorgespräch, dessen Inhalt ich vor lauter Aufregung nur am Rande wahrnahm, begann die eigentliche Ultraschalluntersuchung. „Aha, da haben wir ja schon das Geschlecht.“ „Eindeutig“, sagten Nicole und der Frauenarzt fast zeitgleich. Der Einzige, der mal wieder nichts sah, war ich. Gut, der kleine schwarze Punkt vom letzten Ultraschallbild war mittlerweile wesentlich größer, auch der Kopf und das Rückgrat waren gut erkennbar, aber das Geschlecht? Ich wollte gerade auf dem Monitor noch mal genauer hinsehen, als sich das Baby leider zur Seite drehte.</p>
<p>„Und, was wird es denn nun?“ fragte ich ungeduldig in Richtung der beiden. „Na ein Junge, hast du es etwa nicht gesehen?“ fragte Nicole völlig erstaunt. „Nein, habe ich nicht, irgendwie finde ich diese Ultraschalluntersuchungen und die Bilder ziemlich unübersichtlich. Aber egal, Hauptsache ein Fußballer und Stammhalter“, grinste ich in die Runde.</p>
<p>Bei der Namensfindung sah ich mich nun urplötzlich im Vorteil, denn die eventuell in Frage kommenden Mädchennamen, an die meine Frau gedacht hatte, waren somit ausgeschieden. Beim Namen unseres zukünftigen Sohnes waren wir uns immerhin einig, daß er nicht zu konservativ sein sollte. Mit konservativ meine ich zum Beispiel so nette Namen, die bestimmt meine Oma favorisieren würde. Namen wie zum Beispiel Erwin oder Wilhelm. Seien wir mal ehrlich: Nichts gegen Erwin oder Wilhelm, aber die passen irgendwie nicht in die heutige Zeit, oder? Meine persönlichen Namensvorstellungen waren zwar zeitgemäß, aber dummerweise nicht mit unserem relativ langen Nachnamen kompatibel, das mußte sogar ich einsehen. Ich hatte so nette Namen wie Base, Drogba, Eminem oder Guy in meiner engeren Auswahl. Nicole fand Justin, Marvin und Leon gut. Diese Namen tauchten jedoch leider regelmäßig in sämtlichen Tageszeitungen unter der Rubrik „Neugeborene“ auf und waren somit öfter vergeben als uns lieb war. Man stelle sich die ersten Kindergeburtstage mit drei Marvins, zwei Justins und fünf Leons vor, muß ja nicht sein. Das erinnert mich übrigens an meine Kindergeburtstage, auf denen komischerweise immer alle Kinder Thorsten, Thomas, Martin oder Kai hießen. Gott sei Dank gibt es heutzutage das Internet, wo sogar noch die entsprechenden Bedeutungen zu den Namen mitgeliefert werden. Zum Beispiel sollte man sein Kind nicht Baran nennen, was soviel bedeutet wie Regen. Bei uns in der Gegend regnet es schon genug.</p>
<p>Nach tagelanger Auswertung der Webseiten und einem Merkzettel mit ein paar Namen entschieden wir, uns mit der Namenssuche doch noch etwas Zeit zu lassen. Im nachhinein betrachtet, der größte Fehler den wir machen konnten. Unser Merkzettel wurde von Woche zu Woche länger, um anschließend von Woche zu Woche wieder kürzer zu werden, bis zum Schluß kein Name mehr zur Auswahl stand.<img class="alignright" src="http://vg05.met.vgwort.de/na/8e4bd3e562b6467c8e2eac302196468b" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>„Vielleicht sollten wir ihn doch Base nennen, läßt sich doch super rufen, paßt gut zu Techno-Musik, und der erste Gedanke ist immer der Beste“, grinste ich Nicole an. „Nur über meine Leiche, das können wir dem Kind und den Großeltern nicht antun“, antwortete Nicole leicht entsetzt. Der Gedanke, wie meine eigene Mutter des öfteren Base rufen muß, trieb mir erneut ein breites Grinsen ins Gesicht – witzige Vorstellung. „Es wird sich bestimmt bald ein passender Name finden.“ Insgeheim sah ich uns schon Monate später bei der Taufe des Kindes stehen, immer noch auf der Suche nach einem passenden Namen, doch – wie so oft – der Zufall half uns weiter. Beim Schauen einer meiner vielen Lieblingsserien fiel es uns dann fast zeitgleich wie „Schuppen von den Augen“. „<a href="http://www.beliebte-vornamen.de/5398-marlon.htm">Marlon</a> wäre doch nicht schlecht, oder?“ sagten wir fast zeitgleich. Hätte der Schauspieler alias Marlon in der Serie keine Haare, Pickel und erhebliches Übergewicht gehabt, wäre der Name sicherlich umgehend ausgeschieden. „Kennst du irgendwelche Marlons?“ fragte Nicole. „Nein, höchstens Marlon Brando, den aber nicht persönlich, kleiner Scherz.“</p>
<p>Wir hielten für uns intern also vorerst „Marlon“ fest, waren uns aber einig, diesen Namen niemandem zu verraten, um jegliche eventuelle Diskussionen über den Namen unseres Sohnes zu unterbinden. Bis auf den verschwiegenen Frauenarzt wußte ja bisher niemand von unserem Glück.</p>
<p>„Meinst du nicht, es wäre an der Zeit, unsere Eltern und nach und nach unsere Freunde sowie Arbeitskollegen einzuweihen? Sonst verspreche ich mich bestimmt irgendwann, oder mein Dauergrinsen wird wirklich zu auffällig“, fragte ich Nicole. „Ja, machen wir, die ersten drei besonders kritischen Monate haben wir mittlerweile überstanden, und irgendwann sieht man die Schwangerschaft sowieso. Ich habe mir auch schon etwas für unsere Eltern überlegt.“ Das war wieder so typisch für Nicole. Ich hatte mir vorgestellt, zum Beispiel eine E-Mail oder SMS zu senden, wozu gibt es schließlich die modernen Kommunikationsmöglichkeiten, aber Nicole wollte die freudige Nachricht über den baldigen Familienzuwachs entsprechend „attraktiv“, am besten persönlich, verkünden. Sie hatte sich eine kleine Truhe, so eine Art Schatzkiste im Miniaturformat, besorgt und ein paar bunte Babysocken hineingelegt. Wir fuhren also mit dieser Kiste als erstes unter irgendeinem Vorwand zu ihren Eltern. Nach ein wenig Smalltalk inklusive unserem Dauergrinsen überreichte Nicole ihrer Mama als erstes diese kleine Schachtel.</p>
<p>„Was ist das denn? Verheiratet seid ihr doch schon? Haben wir irgend etwas verpaßt?“ Fragen über Fragen. Ihre Eltern ahnten offensichtlich wirklich nichts. Nicoles Mama öffnete die Schachtel und sagte überrascht: „Nanu, was ist das denn? Schau mal, Heinz, wie süß, nur, was sollen wir damit?“ Ob sie den Wink mit dem Zaunpfahl wirklich nicht gleich verstanden hat, weiß ich bis heute nicht. Sie überlegte, glaube ich, immer noch, als Nicoles Papa uns schon umarmte und gratulierte.</p>
<p>Die allgemeine Freude war auf jeden Fall riesig groß. Die gleiche Prozedur spielte sich ein paar Tage später bei meiner Mutter und meiner Oma ab. Ich drückte meiner Mutter diese kleine, schon erwähnte Schachtel in die Hand. Sie öffnete und sagte: „Oooh, wie niedlich, so kleine Socken, ein Geschenk für Teddy?“ An dieser Stelle der Hinweis: Meine Mutter sammelt Teddys aller Art und bastelt sie sogar selber. Fakt ist, auch meine Mutter hat, glaube ich, den Wink mit dem Zaunpfahl nicht sofort verstanden. Im nachhinein betrachtet, denke ich, lag es daran, daß keine unserer Mütter damit gerechnet hätte, noch jemals in diesem Leben Oma zu werden. Unsere Mütter haben übrigens – wie der Zufall es will – den gleichen Vornamen. Zukünftig wären sie Oma Gisela und Oma Gisela. Mal sehen, wie der arme Marlon das später auseinanderhält.</p>
<p>Wie fast schon befürchtet, stellten die beiden zukünftigen Omas anschließend auch fast die gleichen Fragen: „Wißt ihr denn schon was es wird, und habt ihr auch schon einen passenden Namen?“</p>
<p>Nicole und ich schwiegen wie vereinbart kollektiv, zu viel wollten wir noch nicht verraten.</p>
<h3>Quelle:</h3>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3867441146?ie=UTF8&amp;amp;tag=beliebtevorna-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3867441146" target="_blank">Achterbahn zum ersten Milchzahn</a> von Thomas Scholtyssek<br />
ISBN 978-3-86744-114-8<br />
kartoniert, 160 Seiten, 135 mm x 210 mm,<br />
EUR 16,90 (D), sFr 29,50, EUR 17,40 (A)</p>
<h3>Der Autor:</h3>
<p>Thomas Scholtyssek, geboren 1968 in Bremen, ist Diplom-Bauingenieur. Er ist verheiratet und lebt gemeinsam mit seiner Frau und seinem Sohn in Norddeutschland.<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3867441146?ie=UTF8&amp;amp;tag=beliebtevorna-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3867441146" target="_blank"></a></p>
<ul>
<li><a href="http://www.beliebte-vornamen.de/5398-marlon.htm">Häufigkeitsstatistik und Herkunft der Vornamens Marlon</a></li>
</ul>
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