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	<title>Beliebte Vornamen &#187; Kevinismus</title>
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		<title>Dieser Kevin ist kein Kevin</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 05:57:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knud Bielefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kevinismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Berliner Morgenpost hat die Oldenburger Pädagogikprofessorin Astrid Kaiser interviewt. Die Wissenschaftlerin ist mit ihren Studien über namensbezogene Vorurteile der Lehrer berühmt geworden. Eltern, die einen individuellen Vornamen suchen, absurde Kombinationen aber vermeiden wollen, rät Sie: Ich würde mich da an die Vornamenslisten ab Platz 200 halten. Da findet man Vornamen, die normal klingen, aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Berliner Morgenpost hat die Oldenburger Pädagogikprofessorin Astrid Kaiser interviewt. Die Wissenschaftlerin ist mit ihren <a href="/2010/08/namensbezogenen-vorurteile/">Studien über namensbezogene Vorurteile der Lehrer</a> berühmt geworden.</p>
<p>Eltern, die einen individuellen Vornamen suchen, absurde Kombinationen aber vermeiden wollen, rät Sie:</p>
<blockquote><p>Ich würde mich da an die Vornamenslisten ab Platz 200 halten. Da findet man Vornamen, die normal klingen, aber nicht so häufig sind.</p></blockquote>
<p>Angesagt seien im Moment synthetische Namen, das heißt, Namen, die die Eltern selbst entwickeln oder verändern, beispielsweise Namen wie Jandrick oder Maliva.</p>
<ul>
<li>Berliner Morgenpost: <a href="http://www.morgenpost.de/printarchiv/familie/article1778883/Lieber-Luca-als-Kevin.html" target="_blank">Lieber Luca als Kevin</a></li>
<li><a href="http://www.beliebte-vornamen.de/jahrgang/j2010/top500-2010">Die 500 beliebtesten Vornamen des Jahres 2010</a></li>
</ul>
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		<title>Der Vorname hat einen Einfluss auf die Klickrate beim Online-Dating</title>
		<link>http://blog.beliebte-vornamen.de/2011/07/klickrate-dating/</link>
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		<pubDate>Sat, 30 Jul 2011 07:32:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knud Bielefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kevinismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Psychologin und Beziehungsforscherin Wiebke Neberich findet es erstaunlich, dass der Name Einfluss auf unser Leben nehmen kann: „Es ist nicht die Person, sondern lediglich der Name, dem man ein positives oder negatives Bild zuordnet. Die Folgen dieser Eigenschaftszuschreibung wirken sich jedoch auf die Person aus und können zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung werden.“ Um solche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Psychologin und Beziehungsforscherin Wiebke Neberich findet es erstaunlich, dass der Name Einfluss auf unser Leben nehmen kann: „Es ist nicht die Person, sondern lediglich der Name, dem man ein positives oder negatives Bild zuordnet. Die Folgen dieser Eigenschaftszuschreibung wirken sich jedoch auf die Person aus und können zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung werden.“</p>
<p>Um solche Stigmatisierungen aufzudecken, hat Sie an einer wissenschaftlichen Studie mitgewirkt. Darin wurde anhand der Daten der Online-Dating-Plattform <a href="http://www.edarling.de" target="_blank">eDarling</a> untersucht, welche Rolle die Vornamen bei der Partnersuche im Internet spielen. „Wir haben die Klickraten von ausgewählten Namen verglichen, um die Attraktivität der Namen im Online-Dating Kontext herauszustellen“, so Wiebke Neberich.<span id="more-3880"></span></p>
<p>Erkenntnis: Der Vorname hat tatsächlich einen Einfluss auf die Klickrate beim Online-Dating. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass bestimmte Vornamen mit Vorurteilen belastet sind, was zur Folge hat, dass ihre Träger beim Online-Dating weniger Beachtung finden. Nebenbei haben sich die Forscher auch die Angaben der Mitglieder im Persönlichkeitstest angesehen: Die Personen mit negativ besetzten Vornamen sind durchschnittlich weniger selbstbewusst, eher Raucher und eher weniger gebildet.</p>
<p>Partnervorschläge bei eDarling enthalten grundsätzlich nur den Vornamen, das Alter und den Wohnort eines registrierten Nutzers. Ein aktives, interessiertes Mitglied klickt entweder auf den Namen, um das vollständige Profil zu sehen, oder es ignoriert einen Partnervorschlag. Für die Studie wurden aus den Angaben von mehr als 900 deutschsprachigen Mitgliedern aus Deutschland, Österreich und aus der Schweiz 30 Frauen- und 29 Männernamen hinsichtlich ihrer Klickrate miteinander verglichen.</p>
<p>Die größten Gewinner: Felix (+11%), Paul (+11%) und Lukas (+8%) sowie Hannah (+24%), Lena (+14%) und Katharina (+12%).</p>
<p>Die größten Verlierer: Kevin (-20%), Uwe (-15%) und Mike (-9%) sowie Chantal (-21%), Johanna (-18%) und Sylvia (-16%)</p>
<p>„Wenn wir keine näheren Informationen erhalten, bringen wir mit der Person Eigenschaften in Verbindung, die wir bewusst oder unbewusst mit dem Namen verbinden. Diese Assoziationen können auf persönlichen Erfahrungen mit bestimmen Namensträgern beruhen oder auf weit verbreitete Stereotypen zurückgeführt werden. Die Assoziationen, die ein bestimmter Name hervorruft, werden häufig vom aktuellen Zeitgeschehen beeinflusst.“, erläuterte Wiebke Neberich.</p>
<p>Sonderlich ausgeprägt sind die Stigmatisierungen, die mit bestimmten Vornamen einhergehen, allerdings nicht &#8211; im wissenschaftlichen Sinne aber dennoch wahrnehmbar. Mitglieder mit positiv besetzten Vornamen erhalten die meisten Klicks auf ihren Profilen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3882" title="eDarling Hot or Not" src="http://blog.beliebte-vornamen.de/wp-content/uploads/2011/07/edarling.jpg" alt="" width="480" height="690" /></p>
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		<title>Namen als Karrierebremse</title>
		<link>http://blog.beliebte-vornamen.de/2011/07/namen-als-karrierebremse/</link>
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		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 18:40:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knud Bielefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kevinismus]]></category>
		<category><![CDATA[Namensgebung]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Wiener Magazin derStandard.at hat untersucht, ob sich eine ungünstige Namensgebung als Karrierebremse erweisen kann. Im Zuge der Recherche zu diesem Artikel hat der Autor Oliver Mark auch mich befragt, hier meine Antworten: Es heißt, dass Kevin oder Jaqueline kein Name ist, sondern mehr eine Diagnose: Stimmen Sie dem zu? Der Name Kevin steht mittlerweile [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das <a title="Der Standard" href="http://www.derstandard.at" target="_blank">Wiener Magazin derStandard.at</a> hat untersucht, ob sich eine ungünstige Namensgebung als Karrierebremse erweisen kann. Im Zuge der Recherche zu diesem Artikel hat der Autor Oliver Mark auch mich befragt, hier meine Antworten:<span id="more-3828"></span></p>
<p>Es heißt, dass Kevin oder Jaqueline kein Name ist, sondern  mehr eine Diagnose: Stimmen Sie dem zu?</p>
<blockquote><p>Der Name Kevin steht mittlerweile schon sprichwörtlich für bildungsferne  und verhaltensauffällige Menschen. Den meisten Kevins wird damit Unrecht  getan, denn Kevin war 1991 in Deutschland der am häufigsten vergebene  Jungenname. So ist es kein Wunder, dass es viele verhaltensauffällige Jungen namens Kevin gibt – es gibt eben besonders viele Kevins. Auch  unter den aktuellen Abiturjahrgängen findet man besonders viele Kevins!</p></blockquote>
<p>Wie wichtig ist der Name für den beruflichen Erfolg?</p>
<blockquote><p>Ich denke, dass ein bekannter und angesehener Familienname für die  Karriere eine größere Rolle spielt als der Vorname.</p></blockquote>
<p>Gibt es milieubedingte Unterschiede bei der Namensgebung?  Sprich, gibt es mehr Kevins oder Chantals in „bildungsferneren“ Schichten?</p>
<blockquote><p>Verlässliche Auswertungen gibt es dazu nicht. Mein Eindruck ist, dass es  eher am Alter als am Bildungsniveau der Eltern liegt, welche Namen  vergeben werden. Je jünger die Eltern sind, umso mehr werden  ungewöhnliche oder aus den Medien bekannte Vornamen bevorzugt. Und das  wiederum ist statistisch erwiesen: Bildungsferne Eltern bekommen  tendenziell früher Nachwuchs als gebildetet Eltern. Sofern meine These  stimmt, kann man anhand der Kindernamen also vermuten, wie alt die  Eltern sind – aber nicht was diese gelernt haben!</p></blockquote>
<p>Welchen Rat haben Sie für Eltern bei der Namensgebung?</p>
<blockquote><p>Vermeiden Sie Sonderzeichen, die sie auf der PC-Tastatur nicht sofort  finden. In anderen Ländern sind selbst deutsche Umlaute problematisch!</p></blockquote>
<p>Ist es wichtig, dass Vor- und Nachname harmonieren? Zum  Beispiel: Chantal Müller oder Justin Moser.</p>
<blockquote><p>Vor- und Nachname sollten zusammen gut auszusprechen sein. Einen  deutschen Nachnamen mit einem internationalen Vornamen zu kombinieren  muss nicht grundsätzlich falsch sein; Hauptsache es klingt gut.</p></blockquote>
<p>Würden Sie empfehlen, einem Kind mehrere Vornamen zu geben,  damit es sich gegebenenfalls später für einen entscheiden kann?</p>
<blockquote><p>Ja, ich empfehle zwei Vornamen zu vergeben – vor allem, wenn die Eltern  einen besonders exotischen Rufnamen bevorzugen. Nicht nur wegen der  Chance, diesen mal zu wechseln. Ein zusätzlicher, gewöhnlicher Name  erleichtert auch manches im Alltag, weil z. B. das Geschlecht aus dem  ungewöhnlichen Namen nicht erkennbar ist. Ein weiterer Vorteil von zwei  Vornamen ist, dass man sich von Namens-Doppelgängern unterscheiden kann.  Angesichts der allgegenwärtigen weltumspannenden Kontakte über das  Internet ist dieser Aspekt nicht zu unterschätzen.</p></blockquote>
<p>Die Hitliste der Lieblingsnamen: Ist man damit auf der  sicheren Seite, oder sind das 0815-Namen?</p>
<blockquote><p>Die Hitparaden-Namen sind heutzutage gar nicht so häufig, wie viele  denken. So heißen nur ca. ein Prozent der Neugeborenen des Jahrgangs  2010 Mia oder Leon – und das sind immerhin die häufigsten Namen in der  deutschen Vornamenhitparade. Der Anteil der Namen auf Platz 100 liegt  sogar bei geringen 0,1%, ab Platz 400 fällt der Prozentwert unter 0,02.</p></blockquote>
<ul>
<li>derStandard.at: <a href="http://derstandard.at/1308186519430/Namen-als-Karrierebremse-Warum-aus-Mandy-keine-Hannah-wird" target="_blank">Warum aus Mandy keine Hannah wird</a></li>
</ul>
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		</item>
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		<title>Namensbezogenen Vorurteile der Lehrer</title>
		<link>http://blog.beliebte-vornamen.de/2010/08/namensbezogenen-vorurteile/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 13:21:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knud Bielefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kevinismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Unter der Schlagzeile &#8220;Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose&#8221; ging letztes Jahr eine Studie durch die Medien, die auch für Empörung sorgte. Jetzt hat Prof. Dr. Astrid Kaiser von der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg die Ergebnisse einer weiteren Forschungsarbeit veröffentlicht, die das Thema namensbezogener Vorurteile der Lehrer vertieft. In der neuen Studie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unter der Schlagzeile <a href="/2009/09/diagnose-kevin/">&#8220;Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose</a>&#8221; ging letztes Jahr eine Studie durch die Medien, die auch für Empörung sorgte. Jetzt hat Prof. Dr. Astrid Kaiser von der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg die Ergebnisse einer weiteren Forschungsarbeit veröffentlicht, die das Thema namensbezogener Vorurteile der Lehrer vertieft.<span id="more-2735"></span></p>
<p><a href="http://www.sparbaby.de"><img class="alignright size-full wp-image-2739" title="Foto: Sparbaby.de" src="http://blog.beliebte-vornamen.de/wp-content/uploads/2010/08/celine-kevin-kim.jpg" alt="Foto: Sparbaby.de" width="300" height="201" /></a>In der neuen Studie haben Grundschullehrer Aufgabenlösungen von Schülern bewertet, die mit wechselnden Vornamen unterzeichnet waren. Dabei kam heraus, dass identische Lösungen tendenziell schlechter bewertet wurden, wenn ein negativer Jungenname darunter stand. Mit einem negativen Mädchennamen wurde die Antwort dagegen sogar besser bewertet als mit einem positiven Mädchennamen. Diese Studie zeigt nebenbei erschreckend deutlich, wie subjektiv die Benotung durch die Lehrer ist.</p>
<p>Als positive Namen wurden in der Untersuchung übrigens die Vornamen Alexander, Maximilian, Simon, Lukas, Jakob, Katarina, Hannah, Emma, Marie und Sophie verwendet. Neben dem inzwischen schon sprichwörtlichen Kevin zählte das Forscherteam Marvin, Maurice, Cedric, Jaqueline, Angelina, Vanessa, Chantal, Mandy und Celina zu den mit negativen Vorurteilen belasteten Vornamen. Nick und Leon gelten als neutral.</p>
<ul>
<li><a href="/2009/09/diagnose-kevin/">Hintergrund: </a><a href="http://www.beliebte-vornamen.de/17025-bessere-noten.htm">Bessere Noten für Maximilian und Charlotte?</a></li>
<li>Foto von <a href="http://www.sparbaby.de" target="_blank">Sparbaby.de &#8211; Schnäppchen und Spartipps für Eltern</a></li>
</ul>
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		<title>Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose</title>
		<link>http://blog.beliebte-vornamen.de/2009/09/diagnose-kevin/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 18:57:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knud Bielefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kevinismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Julia Kube hat für Ihre Masterarbeit als Lehramts-Studentin an der Oldenburger Carl von Ossietzky Universität eine Umfrage unter Grundschullehrern durchgeführt.  Auf den Online-Fragebogen zu &#8220;Assoziationen im Bezug zur Wahrnehmung von Vornamen&#8221; hatte ich auch hier im Blog hingewiesen, vielleicht hat ja auch der eine oder andere Leser von beliebte-Vornamen.de teilgenommen? Heute hat die Uni eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Julia Kube hat für Ihre Masterarbeit als Lehramts-Studentin an der Oldenburger Carl von Ossietzky Universität eine Umfrage unter Grundschullehrern durchgeführt.  Auf den Online-Fragebogen zu &#8220;Assoziationen im Bezug zur Wahrnehmung von Vornamen&#8221; hatte ich auch hier im Blog hingewiesen, vielleicht hat ja auch der eine oder andere Leser von beliebte-Vornamen.de teilgenommen?</p>
<p>Heute hat die Uni eine Pressemitteilung zu den Ergebnissen dieser Studie veröffentlicht:<span id="more-1494"></span></p>
<h3>Ungleiche Bildungschancen schon durch Vornamen? &#8211; Studie zu Vorurteilen und Vorannahmen von Lehrern</h3>
<p>Ungleichheiten von Bildungschancen können schon mit dem Eintrag des Vornamens eines Kindes ins Standesamtsregister beginnen. Der Grund: Bestimmte Vornamen führen bei vielen LehrerInnen zu Vorannahmen, was die Fähigkeiten und das Verhalten der Kinder betrifft. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Oldenburger Erziehungswissenschaftlerin Prof. Dr. Astrid Kaiser und ihrer Mitarbeiterin Julia Kube von der &#8220;Arbeitsstelle für Kinderforschung&#8221;. Per Online-Fragebogen waren knapp 2.000 GrundschullehrerInnen anonymisiert befragt worden. Grundlage für die jetzt vorgestellten Ergebnisse ist die detaillierte Auswertung von 500 Fragebögen.</p>
<p>Von dem überwiegenden Anteil der befragten Lehrpersonen werden SchülerInnen mit bestimmten Namen eher negativ oder eher positiv wahrgenommen. Als eher freundlicher, leistungsstärker und verhaltensunauffällig stellen sich Kinder mit Vornamen wie <a href="http://www.beliebte-vornamen.de/4746-charlotte.htm">Charlotte</a>, <a href="http://www.beliebte-vornamen.de/4503-sophie.htm">Sophie</a>, <a href="http://www.beliebte-vornamen.de/4172-marie.htm">Marie,</a> <a href="http://www.beliebte-vornamen.de/4752-hanna.htm">Hannah</a>, <a href="http://www.beliebte-vornamen.de/4886-alexander.htm">Alexander</a>, <a href="http://www.beliebte-vornamen.de/4756-maximilian.htm">Maximilian</a>, <a href="http://www.beliebte-vornamen.de/4944-simon.htm">Simon</a>, <a href="http://www.beliebte-vornamen.de/3480-lukas.htm">Lukas</a> oder <a href="http://www.beliebte-vornamen.de/4851-jakob.htm">Jakob</a> im Bewusstsein von LehrerInnen dar, während Namen wie Chantal, Mandy, <a href="http://www.beliebte-vornamen.de/5114-angelina.htm">Angelina</a>, <a href="http://www.beliebte-vornamen.de/4981-kevin.htm">Kevin</a>, <a href="http://www.beliebte-vornamen.de/5131-justin.htm">Justin</a> oder <a href="http://www.beliebte-vornamen.de/4840-maurice.htm">Maurice</a> eher mit Leistungsschwäche und Verhaltensauffälligkeit assoziiert werden. Besonders &#8220;Kevin&#8221; hat sich als stereotyper Vorname für einen &#8220;verhaltensauffälligen&#8221; Schüler herausgestellt. In einem Fragebogen fand sich der Kommentar &#8220;Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose!&#8221;.</p>
<p>Solche einseitigen Erwartungshaltungen könnten dazu führen, dass SchülerInnen in Schubladen gesteckt werden, aus denen sie nur schlecht wieder herauskämen, sagte Kaiser. Der überwiegende Teil der GrundschullehrerInnen assoziiere Persönlichkeitsmerkmale zu Vornamen, ohne darüber zu reflektieren oder davon Abstand zu halten. Nur ein sehr geringer Anteil halte eine kritische Distanz zu Vorannahmen in Verbindung Vornamen.</p>
<p>&#8220;Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig es ist, Pädagogen stärker für die Gefahr solcher Vorurteile zu sensibilisieren&#8221;, betonte Kaiser. Es müsse darum gehen, die Konsequenzen zu verdeutlichen und eine vorurteilsbewusste Erziehung zu unterstützen.</p>
<p>Im <a href="http://pressetext.de/news/090916044/vorname-benachteiligt-kinder-in-der-schule/" target="_blank">Interview mit der Nachrichtenagentur Pressetext</a> gab die Studienleiterin Astrid Kaiser zu, dass in jedem Vorurteil ein Tröpfchen Wahrheit stecke. Jedoch sollte man besonders als Lehrer keine direkten Rückschlüsse allein aus dem Namen eines Kindes ziehen. &#8220;Jedes sechste Kind ist von Armut betroffen. Von dieser Gruppe hat jedoch die Hälfte der Kinder bemühte Eltern, gute Bildungsmöglichkeiten und auch eine dementsprechend gute Entwicklung. Generalisierungen werden genau diesen Kinder zum Verhängnis und sollten daher vermieden werden.&#8221; Um zu einer fairen Beurteilung zu gelangen, sei es für Lehrer wichtig, Distanz zu Assoziationen zu schaffen, die ein Name weckt. &#8220;Man muss sich bewusst werden, dass auch bei bestimmten Namen positive Entwicklungen möglich sind. Für den richtigen Umgang mit eigenen Vorurteilen gibt es spezielle Fortbildungen.&#8221; Eltern rät die Wissenschaftlerin, bei der Namensgebung nicht auf Medienvorbilder zurückzugreifen, sondern lieber bei Vornamen der Verwandtschaft auf Suche zu gehen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Babyface-Ralph, Jihad und Lola-Love waren vor Gericht</title>
		<link>http://blog.beliebte-vornamen.de/2009/07/babyface-lola/</link>
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		<pubDate>Thu, 30 Jul 2009 18:47:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knud Bielefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gericht & Standesamt]]></category>
		<category><![CDATA[Kevinismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie ich erst heute erfahren habe,hat das Standesamt Erlangen heftige Gegenwehr gegen die Eintragung der Vornamen Babyface-Ralph, Jihad, Rolex, Lola-Love und Venus-Hornaelle geleistet &#8211; vergeblich, denn vor Gericht haben die Eltern diese Vornamen durchgesetzt. Da fällt es leicht, die Sorgen nachzuvollziehen, die sich Gregor Boldt macht. Im Portal Der Westen erinnert er zunächst an berühmte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie ich <a href="http://www.jirjen.de/wordpress/archives/629" target="_blank">erst heute erfahren habe</a>,hat das Standesamt Erlangen heftige Gegenwehr gegen die Eintragung der Vornamen Babyface-Ralph, Jihad, Rolex, Lola-Love und Venus-Hornaelle geleistet &#8211; vergeblich, denn vor Gericht haben die Eltern diese Vornamen durchgesetzt.</p>
<p>Da fällt es leicht, die Sorgen nachzuvollziehen, die sich Gregor Boldt macht. Im Portal <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/dortmund/glosse/2009/7/30/news-127755967/detail.html" target="_blank">Der Westen</a> erinnert er zunächst an berühmte Männer mit den Vornamen Helmut, Horst, Norbert und Gerhard und bedauert die neuen Vornamenmoden:</p>
<blockquote><p>Dennoch: der Glanz dieser Namen und der Männer, die sie tragen und getragen haben, ist verblasst. Mit Ausnahme natürlich der bunten Helmut-Schilder, die lustig im Führerhäuschen eines 40-Tonners vor sich hinblinken. Vergeblich sucht man in diesen Tagen solche Vornamen in den Geburtsanzeigen. Sie geraten in Vergessenheit. Neue Erdenbürger heißen heute anders. Also nicht bloß schwedisch Anders, sondern ganz anders. Wir müssen uns daran gewöhnen, in den nächsten Dekaden von Justin-Jeromes, Connor-Dylans und Cindy-Cheyennes regiert zu werden.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Michelangelo aus Hamburg</title>
		<link>http://blog.beliebte-vornamen.de/2009/02/michelangelo/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Feb 2009 22:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knud Bielefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kevinismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Eltern des kleinen Michelangelo, der kürzlich im Hamburger Albertinen-Krankenhaus zur Welt gekommen ist, scheinen für ihren Sohn eine künstlerische Laufbahn im Sinn zu haben. Schließlich steht dieser Name für einen der bekanntesten Künstler der Renaissance: Michelangelo Buonarroti. Der italienische Maler, Architekt und Bildhauer ist nicht zuletzt berühmt für seine Ausgestaltung der sixtinischen Kapelle in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Eltern des kleinen Michelangelo, der kürzlich im Hamburger Albertinen-Krankenhaus zur Welt gekommen ist, scheinen für ihren Sohn eine künstlerische Laufbahn im Sinn zu haben. Schließlich steht dieser Name für einen der bekanntesten Künstler der Renaissance: Michelangelo Buonarroti. Der italienische Maler, Architekt und Bildhauer ist nicht zuletzt berühmt für seine Ausgestaltung der sixtinischen Kapelle in Rom.</p>
<p>Obwohl, ähem, räusper &#8211; was stand da nochmal genau im <a href="http://www.abendblatt.de/daten/2009/02/23/1059463.html" target="_blank">Hamburger Abendblatt</a>?</p>
<blockquote><p>Es ist sein erlösender Schrei, der um 23.15 Uhr aus Kreißsaal 2 dringt: &#8220;Er ist da!&#8221; Er, das ist Michelangelo (<strong>&#8220;Nach den Ninja Turtles!&#8221;</strong>) Jovanovic, in der 35. Woche zu früh geboren und mit 1840 Gramm 800 bis 1000 Gramm zu leicht.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kuriose Namen in Hessen</title>
		<link>http://blog.beliebte-vornamen.de/2009/02/kuriose-namen-in-hessen/</link>
		<comments>http://blog.beliebte-vornamen.de/2009/02/kuriose-namen-in-hessen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 18 Feb 2009 22:04:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knud Bielefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kevinismus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.beliebte-vornamen.de/?p=788</guid>
		<description><![CDATA[Schon im Dezember 2008 wurde im RTL-Regionalprogramm &#8220;Guten Abend Hessen&#8221; ein Beitrag über eine Familie ausgestrahlt, die ihren beiden Kindern kuriose Namen gegeben hat. Die Geschwister heißen Aya Amalaswintha Tecumapease und Victor Cionaodh Tecumseh. Was sie sich bei den Namen gedacht haben, erklären die Eltern im Film. Update: Der Film ist leider nicht mehr bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon im Dezember 2008 wurde im RTL-Regionalprogramm &#8220;Guten Abend Hessen&#8221; ein Beitrag über eine Familie ausgestrahlt, die ihren beiden Kindern kuriose Namen gegeben hat. Die Geschwister heißen <strong>Aya Amalaswintha Tecumapease</strong> und <strong>Victor Cionaodh Tecumseh</strong>. Was sie sich bei den Namen gedacht haben, erklären die Eltern im Film.</p>
<p>Update: Der Film ist leider nicht mehr bei RTL zu sehen, ich habe den Link zum Video daher entfernt.</p>
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		<title>Britische Unterschichtnamen</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Feb 2009 14:17:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knud Bielefeld</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit dem britischen Reiseveranstalter &#8220;Activities Abroad&#8221; verreisen vor allem Mitglieder der sogenannten Mittelschicht. Das behauptet zumindest &#8220;Activities Abroad&#8221;. Und weil man sich dort dachte, dass die Stammkunden dieses begrüßen würden, erinnerte sich der Geschäftsführer an eine Studie, der zufolge die Wahrscheinlichkeit, einen Schulabschluss zu schaffen, vom Vornamen abhängt. Die Schlussfolgerung lautet offenbar: Ohne Schulabschluss kein Interesse an &#8220;Activities Abroad&#8221;. Per E-Mail erfuhren die Kunden, dass sie auf der nächste Gruppenreise wahrscheinlich Menschen mit den Namen John, Sarah, James, Charles, Rachel, Michael, Alice, Lucy, Joseph und Charlotte treffen werden. Britney, Kylie-Lianne, Bianca, Tiffany, Dazza, Chardonnay, Chantelle, Candice, Courtney und Shannon stünden wohl eher nicht auf der Teilnehmerliste, da dieses typische Unterschichtnamen seien.</p>
<ul>
<li><a href="http://adifferentvoice.wordpress.com/2009/01/20/activities-abroad-shame-on-you/" target="_blank">Originaltext der E-Mail nebst einiger Worte der Empörung</a> (englisch)</li>
</ul>
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		<title>Werden Jungen mit seltenen Namen alle Verbrecher?</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jan 2009 15:12:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Knud Bielefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[Kevinismus]]></category>
		<category><![CDATA[Namensgebung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein amerikanisches Forscherteam hat eine regionale Liste der Vornamen von jugendlichen, männlichen Straftätern mit der relevanten Liste der häufigsten Vornamen der Gegend verglichen. Dabei haben sie herausgefunden, dass die Jungen, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind, eher ungewöhnliche Vornamen haben, die allgemein populären Namen unter den Straftätern dagegen nur selten vorkommen. Schlussfolgerung: Je [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein amerikanisches Forscherteam hat eine regionale Liste der Vornamen von jugendlichen, männlichen Straftätern mit der relevanten Liste der häufigsten Vornamen der Gegend verglichen. Dabei haben sie herausgefunden, dass die Jungen, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind, eher ungewöhnliche Vornamen haben, die allgemein populären Namen unter den Straftätern dagegen nur selten vorkommen. Schlussfolgerung: Je ungewöhnlicher der Vorname, desto größer die Gefahr, dass das Kind auf die schiefe Bahn gerät.<span id="more-670"></span></p>
<p>Die Wissenschaftler weisen aber darauf hin, dass auch weitere Umstände typisch für seltene Kindernamen seien:</p>
<ul>
<li>niedriger sozialer Status der Wohngegend</li>
<li>beengte, unkonfortable Wohnverhältnisse</li>
<li>alleinerziehende Eltern</li>
</ul>
<p>Das kriminelle Verhalten entsteht also nicht durch den Namen, sondern resultiert aus dem familiären Umfeld, vermuten die Forscher. Allerdings könne es eine Rolle spielen, dass Kinder mit außergewöhnlichen Namen weniger Selbstvertrauen haben, weil sie ihren Namen (bewußt oder unbewußt) nicht mögen. Es gibt auch Forschungsergebnisse, die darauf zielen, dass mit Menschen mit ungewöhnlichen Vornamen anders ungegangen wird als mit Trägern von geläufigen Namen. Auch diese Diskriminierung könnte den Hang zum Verbrechen begünstigen.</p>
<p>Der Rat der Verfasser der Studie: &#8220;Geben Sie Ihrem Kind ruhig einen einzigartigen Namen, die Hauptsache ist, dass Sie gute Eltern sind!&#8221;</p>
<p>Passend zum Thema sind die Erkenntnisse von Laura Wattenberg. Sie hat herausgefunden, dass in den USA die Vornamen nach diesem Muster vergeben werden: je konservativer das Wahlverhalten in einem Bundesstaat, desto eher werden moderne und ungewöhnliche Vornamen vergeben.</p>
<p>Diese überraschende Erkenntnis resultiert wohl aus den Phänomenen, dass gleichzeitig auch das Durchschnittsalter der Mütter in konservativen Staaten besonders niedrig ist und jüngere Eltern eher zu einzigartigen Babynamen tendieren.</p>
<p><strong>Referenzen:</strong></p>
<ul>
<li>David E. Kalist und Daniel Y. Lee, Shippensburg University: <a href="http://noah.ship.edu/lee5/Daniel_Lee.pdf" target="_blank">First Names and Crime: Does Unpopularity Spell Trouble?</a> (PDF)</li>
<li>Laura Wattenberg: <a href="http://www.babynamewizard.com/archives/2009/1/red-and-blue-baby-naming-inauguration-2009-edition" target="_blank">Red and Blue Baby Naming</a></li>
</ul>
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