Babynamen der Woche 32/2017

Till * Paulina Malu * Corey Stephen * Matilja * Ilai * Ivett * Jannes Horst * Gioel * Emma Valeria * Yuvan * Hermine Helga * Richard Maximilian * Adnan * Thalia * Codrin Tadeus * Enna * Friedrich Jakob * Jenna-Jill Maria * Yara Cornelia * Inken * Daryl-Matteo * Kamilla Ida * Tomislav * Patience * Max Johann * Katara * Manfred * Lia Philine * Lucija * Leo Yunis

Schöne, furchtbare, normale, exotische, verrückte, lächerliche, populäre und ungewöhnliche Vornamen von Neugeborenen der letzten Tage

Autor:

Knud Bielefeld ist Vornamenanalytiker und erstellt Jahr für Jahr eine Auswertung der beliebtesten Vornamen Deutschlands.

46 Kommentare zu "Babynamen der Woche 32/2017"

  1. Maria Th. sagt:

    Schönen guten Morgen!
    Till * ist mir zu eulenspiegellastig; gut, Till Brönner – also wer’s mag, kann man schon machen
    Paulina Malu * Malu ist für mich kein richtiger Name sondern eine Abkürzung
    Corey Stephen * angloamerikanischer Nachname, dann ok, sonst passt es nur in die Kevinismus-Schublade
    Matilja * Mathilde in welcher Sprache??
    Ilai * kann ich nichts anfangen
    Ivett * sieht komisch aus, ich hätte Yvette genommen, wenn’s denn sein soll (tatsächlich hätte ich nie Yvette genommen)
    Jannes Horst * Johannes gefällt mir besser, aber ok; Horst ist sicher der Opa. Ich finde und fand den Namen noch nie schön, finde es aber trotzdem ungerecht, dass Horst heutzutage mit Blödmann gleichgesetzt wird („du Vollhorst!“)
    Gioel * ? Joel?
    Emma Valeria * endlich mal was halbwegs normales; Valeria finde ich eigentlich ganz hübsch
    Yuvan * ?
    Hermine Helga * ach nein, too much 50/60er-Retro
    Richard Maximilian * das klingt doch ganz ok
    Thalia * Theater, Buchladenkette, Muse aber keine Vorname, den man vergeben sollte
    Codrin Tadeus * Ich dachte sofort an Codein 🙂 nachdem Tadeus nach der üblichen deutschen Schreibweise falsch geschrieben wäre, handelt es sich möglicherweise um einen Namen aus einer anderen Sprache? Für ein deutsches Kind/mit deutschem Nachnamen gilt dasselbe wie oben bei Corey Stephen
    Enna * wenns sein muss
    Friedrich Jakob * das ist doch voll in Ordnung
    Jenna-Jill Maria * Dschenna-Dschill spricht sich mühsam
    Yara Cornelia * ich weiß nicht recht
    Inken ich mag Namen, die auf -en enden grundsätzlich nicht besonders, vor allem bei Mädchennamen
    Daryl-Matteo * auweia, die Schublade!
    Kamilla Ida * ich hätte Camilla genommen, so erinnert das sehr an Kamillentee
    Tomislav * die Abkürzung Tommi wird bleiben
    Patience * nur Geduld 😀 😀
    Max Johann * gut vergebbar
    Katara * Mittelding zwischen Karate und Katharsis oder eine verstümmelte Katarina
    Manfred * er ist wieder da!
    Lia Philine * zu modisch
    Lucija * Lucia wäre besser, aber vermutlich ist es ein Kind mit ausländischen Eltern (Balkan?)
    Leo Yunis * schon oft so ähnlich gehört/gelesen, trotzdem nicht unbedingt mein Fall

  2. Sabrina sagt:

    Wahlpflicht: Jakob & Paulina

  3. mgl sagt:

    Manfred. alleine. das ist schon mutig.
    Patience wird glaube ich schwierig. es sieht optisch so aus wie Patient und ich denke an Karten(Solitär).
    Codrin. was ich dabei denke erspare ich euch.

    Friedrich würde mir noch am besten gefallen. auch wenn es schon nicht mehr der neueste Trend ist.

    • Astrid sagt:

      Mit Manfred und Patience geht es mir genauso.
      Wahlpflicht: Paulina und Leo.

      Viele Namen sind schwierig auszusprechen oder völlig unbekannt heute:
      Malu – es wurde gesagt es sei eine Abkürzung, aber wovon? Noch nie gehört. Hört sich für mich an wie Balu (The Jungle Book).
      Ilai ???
      Gioel – soll es Joel sein?
      Inken ???
      Katara ??? (Katar ist eine arabische Halbinsel im Persischen Golf.)

      Corey Stephen – USA oder gar nicht
      Ivett – wie gesagt, wenn schon, dann Yvette
      Jannes Horst – nicht gerade positive Assoziationen
      Valeria – klingt wie Valerian – dann lieber Valerie
      Hermine Helga – Geburtsjahr 1925?
      Codrin Tadeus – Klingt wie Theater/Filmrolle
      Yara Cornelia – passen nicht zusammen
      Kamilla Ida – lieber Camilla Ida
      Lia Philine – Umweg zu lili

      Unfall mit Bindestrich:
      Jenna-Jill – Beinbruch
      Daryl-Matteo – Intensivstation

    • Maria Th. sagt:

      Malu ist doch Marie-Luise
      (Malu Dreyer, Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz)

      Katara – weitere, sehr schöne Assoziation: Katarrh 😀

    • Jan sagt:

      Codrin. was ich dabei denke erspare ich euch.

      Ich stehe auf dem Schlauch. 😀 Und neugierig bin ich freilich auch. 😀

      Mir fällt dazu sofort Codein ein. Das ist zwar nicht gerade hübsch, aber auch nicht gerade unsäglich…

      Koddrig / Kodderschnauze?

      Ach so, jetzt merke ich das: die Kombination der Namen beider Exkremente, oder was?

    • Luise sagt:

      Um das Geheimnis von Katara zu lüften:
      In der Animeserie „Avatar – Der Herr der Elemente“ heißt eine der Hauptfiguren so.
      Vermutlich werden die Eltern den Namen da herhaben. Scheint ja sonst nicht als Name bekannt zu sein.

      Klanglich finde ich den gar nicht so schlecht und wesentlich mehr Name also so manch andere zungenbrecherische Buchstabenkombinationen. Aber die Assoziationen hier sind schon gruselig und schrecken eher ab.

    • Jan sagt:

      Klanglich finde ich den gar nicht so schlecht und wesentlich mehr Name also so manch andere zungenbrecherische Buchstabenkombinationen. Aber die Assoziationen hier sind schon gruselig und schrecken eher ab.

      Genau! Ich finde Katara rein phonetisch auch schön – zwar drei a’s, aber schöne harte Konsonanten, sodaß es nicht wie ein Lall-Name, wie ein Püppi-Name oder wie irgendwelcher Buchstaben-Quatsch klingt. Gerade bei Betonung auf der ersten Silbe klingt es eigentlich sehr schick und ruppig. Fast wie ein Feuerstoß: „Tacktacktack!“ 🙂 Bei Betonung auf der letzten Silbe immerhin nach Katarakt, auch eine hübsche Assoziation.

      Zum Beispiel Kleist:

      Katarakten stürzen nieder,
      Wald und Fels folgt ihrer Bahn,
      Das Gebirg hallt donnernd wider,
      Fluren sind ein Ozean.

      In Deutschland wird das aber immer auf der zweiten Silbe betont werden, und damit ist man sofort bei Katarrh. Als Vorname geht das einfach nicht.

  4. Mareike sagt:

    Heute würde ich

    – Jannes (Horst) und
    – Paulina (Malu)

    auswählen. Mein Neffe heißt auch Jannes, ich finde diese Kurzform von Johannes gut. Wenn der Opa Horst heißt, dann ist auch der Zweitname in Ordnung. Horst ist ein Name, der gerne veralbert wird, mir gefällt er nicht so.
    Paulina ist ein schöner Name, kann man bei Bedarf mit Lina abkürzen. Malu gefällt mir nicht. Wild gerüttelt würde ich Paulina Maria nehmen.

    Richard Maximilian und Friedrich Jakob gefallen mir auch noch. Das sind beides vernünftige Namen.

    Einzeln gefällt mir noch Cornelia (ohne Yara).

    • Astrid sagt:

      Ach so, verstehe… Malu soll Abkürzung von Marie-Luise sein….
      Dein Vorschlag Paulina Maria gefällt mir.

    • Mareike sagt:

      Malu sehe ich als Kurzform von Marie-Luise, noch älter ist sicher der Form Maria(-)Luise. Diese Doppelnamen finde ich gut.

  5. Vita sagt:

    Till – zu der Tatsache, dass ich eher ein Feind der einsilbigen Namen bin, kommt noch die Assoziation mit Till Eulenspiegel

    Ilai – viell. soll das ja ein eingedeutschter „Eli“ sein, um die engl./amerikan. Aussprache Ilai zu gewährleisten? …konfus…

    Jannes Horst – über den Zweitnamen wurde schon genug gesagt, schließe mich an. Jannes ist als Rufname eine gute Wahl.

    Gioel – ist mir als „Gioele“, also mit einem weiteren „e“, aus meiner Kita als italienischer Bubenname bekannt. „Gioel“ sieht für mich von daher etwas unvollständig aus.

    Friedrich Jakob – wow. vielleicht hätt ich es noch umgedreht und/oder Jakob als Rufname genommen, aber sonst: schöööön!

    Jenna-Jill Maria – sprachliche Eisenbahn (DSCH-DSCH), die Maria rettet nicht vor der Entgleisung. Vielleicht die Jill abkoppeln, dann ginge es.

    Yara Cornelia – Yara, Lara, Mara, Sara, Tara, Cara, bitte aufhören. Cornelia ist sehr schön, doch früher oder später wird jede zur Conny. Leider.

    Inken – für die bayrischen Zungen meiner Herkunft schwer sprechbar… Inngn. Schade drum.

    Daryl-Matteo – heute mein 2. Halt in Sachen sprachliche Entgleisung.

    Tomislav – kenne zwar nicht diesen, aber den Namen Denislav aus unserer Kita. Wie Denislav ein Denis wurde, blüht Tomislav sicher ein Tommi.

    Katara – Gesundheit!

    Manfred – oh nein. Ich weiß ja, sie kommen wieder: Manfred, Wilhelm, Karl, Otto, Walter, Werner, Kurt. Aber doch bitte nicht zu meiner Lebenszeit 🙁

    Lia Philine – hört man beide wieder öfter, Philine auch als Philina. Leider muss ich mich wiederholen: Lia, Mia, Pia, Ria, bitte aufhören.

    müsste ich heute wählen, würde ich mir Einzelteile herauspicken: Jakob, Paulina, Emma, Friedrich, allen voran aber Jannes/Johann(es)

    • Mareike sagt:

      Yara, Lara, Mara ebenso Lia, Mia … ich mag diese kurzen Namen auch nicht. Mit einer Außnahme: Sara(h) ist ein vollständiger Name, würde ich Sarah schreiben und würde ich auch vergeben.

    • Gabriele sagt:

      @Vita: Bei Lia, Pia, Ria stimme ich Die zu. Philine ist griechische und bedeutet die Friedfertige, Friedliche, dazu würde sicher ein anderer klassischer Namen passen, wie Anna oder Klara. Kenne einen Till und einen Tillmann, beides nicht so ganz mein Geschmack, aber durch die Namensträger positiv besetzt. Mit Manfred, Hartmut, Horst habe ich noch Probleme, das geht für mich als Nachbenennung, sonst nicht mein Ding. Inken passt auch besser in den Norden, wie Heike, Marike, Mareike…Cornelia klingt hüsch, römisch, hat aus dem Geschlecht der Cornelier, bedeutet aber auch die Hinkende. Die Römer waren als Kriegsvolk manchmal recht herb mit ihren Namen.

    • Maria Th. sagt:

      Cornelia klingt hüsch, römisch, hat aus dem Geschlecht der Cornelier, bedeutet aber auch die Hinkende.

      ich glaube, das hast du jetzt mit Claudia = die Hinkende verwechselt; Cornelia erinnert mich eher an das lat. Wort für Horn

  6. neuhier sagt:

    Wahlpflicht:

    Bei den Mädchen Emma Valeria – zwei Namen, die im Klang wirklich gut zusammen passen.

    Bei den Jungen gefällt mir Max Johann am besten. Zu Max ist ein Zweitname gar nicht so einfach, zu drei Buchstaben sollte der Zweite nicht zu lang werden. Das End-X wirkt recht abschließend, sodass der Anfang nicht allzu hart werden kann. Und man hat nur ein M, A, K und S auf das man Bezug nehmen kann. Bei Max Johann ist dies schon gut gelöst. Irgendetwas stört mich trotzdem… Vielleicht, dass es zwei Kurzformen sind?

    Richard Maximilian und Friedrich Jakob sind von den Einzelnamen auch gut, bei der ersten Kombi vermisse ich allerdings die Variation in den Vokalen, bei der zweiten hingegen einen klanglichen Zusammenhang. Jakob Friedrich wäre da besser gewesen, dann greift der Zweitname den Anfangsbuchstaben des Erstnamens etwas auf, andersherum geht diese Ähnlichkeit m.E. unter.

    Zu Jannes Horst: Hier hätte ich Johannes Horst viel passender gefunden – die Wiederholung vom O und dem H hat was, die Namen sind auch vom Alter nicht so gegensätzlich und Johannes ist so ein gestandener Klassiker, dass er mögliche negative Assoziationen des Zweitnamens gut abfangen kann. Schade.

  7. Jan sagt:

    Wahlpflichtspiel:

    Mädchen: Emma Valeria – das ist aber auch so ziemlich das einzig halbwegs (!) Gescheite, was diese Woche dabei ist. Enna und Kamilla Ida gehen vielleicht auch noch…

    Jungs: Friedrich Jakob oder Richard Maximilian. Den Erstnamen jeweils mit Begeisterung, den Zweitnamen mit leichten Bedenken: Ich persönlich mag keine alttestamentarischen Namen und Maximilian paßt eigentlich nur in Bayern in die Landschaft.

    Burner der Woche: Katara

    Inken. Bei mir sofort die Assoziation: gequält norddeutsche dicke Tinte.

    Malu. Ich mag den Namen einfach nicht – er klingt wie ein Spitzname, den Leute, die in den 80ern jung waren und Entenschuhe getragen haben, furchtbar cool fanden. Also so etwa die Leute, die ihre Chinchillas Robert, ihre Kater Herr Nelson und ihre Köter Balou genannt haben. Außerdem kann ich die Politikerin ums Verrecken nicht ausstehen. Wer den Namen mag, dem sei’s unbenommen – ich mag ihn eben einfach nicht.

    Jannes. Das -es klingt in meinen Ohren westfälisch, also wie bei Hannes oder Mattes… Weiß jemand, ob Jannes irgendwo (in NRW oder woanders) Tradition hat?

    Horst. Da bin ich vollends hin- und hergerissen. Pro: 1. So hat mein nichtsnutziger Vater geheißen. 🙂 2. Harte Konsonanten, angenehmer Klang. Contra: 1. Die Sache mit dem Schimpfwort. 2. Im hannöverschen Einfache-Leute-Slang wird das zu einem schauderlichten und gelegentlich parodierten „Horchst“.

    • Mareike sagt:

      Jannes soll eine friesische Kurzform von Johannes sein.

      Malu sehe ich als Rufnamen/Kosenamen für eine Marie-Luise. Als richtigen Namen finde ich Malu nicht gut, wirkt unvollständig.

  8. Barbara sagt:

    Immer wenn man denkt, man hätte schon alles gehört…
    Katara – Ilai – Yuvan – Codrin – Adnan – Gioel – Enna – Matilja – Lucija: klingt alles nach Geheimnamen für Drittklässler

    Emma Valeria – Friedrich Jakob – Richard Maximilian – Max Johann: alles ganz passabel, mittlerweile aber auch schon ein bisschen überlaufen

    Kamilla Ida: sieht wirklich nach Kamillentee aus, und Ida mochte ich noch nie

    Hermine Helga – Manfred: konsequent!

    Patience: Herr, gib mir Geduld, aber zackig! Geht nur, wenn die Geschwister Hope, Temperance und Perseverance heissen!

    Jenna-Jill – Daryl-Matteo – Yara – Yunis: unterste Schublade. Und bei dem unsäglichen Yunis muss ich immer an Eunice Burns aus „What’s up, Doc?“ denken.

    Till: zu kurz und beknackt

    Lia Philine: igitttigitt!

    Ivett: Ih-fett!

    Cornelia: find ich gar nicht übel, und ein „Conny“ kann man sich ja verbitten, genau wie Neele.

    Tomislav: Ich fürchte, mit slawischen Namen werde ich mich nicht mehr anfreunden.

    Thalia: Eigentlich finde ich die Musennamen schön, aber Thalia ist durch die Buchhandelskette doch etwas vorbelastet, und niemand weiss, wie er die betonen soll.

    Inken: das Kind lebt sicher nicht in Bayern, für alle nördlich des Weisswurschtäquators machbar, wenn auch nicht meins

    Jannes: entweder Jan oder Hannes, besser Johannes, und dann kann man den Jungen wie auch immer rufen. Für mich sieht es wie ein verunglückter Jannis aus, und der gefällt mir auch nicht.

    • Gabriele sagt:

      Philine ist griechisch und bedeutet die Friedliche

    • Mareike sagt:

      Jan (und Jens) sind eher Namen aus meiner Generation. In den Jahrgängen meiner Kinder (2000er Jahre) gibt es Hannes, Jannes, Jannis und Jannik.
      Johannes ist zeitloser, gab es in den 70ern und gibt es heute ab und zu mal.

      Kamilla Ida – Ich würde den Namen Camilla schreiben, das erinnert nicht so an Kamillentee. Aber vergeben würde ich auch Camilla nicht, gefällt mir nicht so.

    • Jan sagt:

      Zu Johannes. Ich empfinde das immer noch nicht als die gleichsam neutrale Standard-Version – eine solche gibt es meines Erachtens im Deutschen nicht. Natürlich heißen der Evangelist und der Täufer auch in der Lutherbibel Johannes und nicht Johann – aber Johannes als Vorname klingt im evangelischen Norddeutschland immer noch irgendwie katholisch, finde ich, obwohl sich da in den letzten Jahrzehnten viele Grenzen aufgelöst haben mögen…

      Das war der Grund, weshalb ich als Jan nachbenannt wurde und nicht als Johannes. Johann, wie mein verehrter Großonkel geheißen hat, wäre 1967 für einen Neugeborenen kaum denkbar gewesen.

      Ich habe meinen Zivildienst bei der (preußisch-evangelischen) Johanniter Unfallhilfe gemacht. Unser Funkrufname war (und ist) „Akkon“, also die letzte von den Kreuzfahrern gehaltene (bis 1291) Stadt im Heiligen Land. (Mein Krankenwagen war die längste Zeit meines Dienstes „Akkon Hannover 8“. 🙂 )

      Beim (katholischen) Malteser-Hilfsdienst hingegen war und ist der Funkrufname – Johannes. Eben nach dem Täufer als dem Schutzheiligen und Namenspatron des Johanniterordens.

    • Mareike sagt:

      Zu Johannes und Johann:
      Johann gab es auch in unserer katholischen Gegend, oft zusammen mit einem zweiten Vornamen, (wie bei Johann Sebastian Bach). In einem alten Buch meiner Heimatgemeinde taucht Johann ab und zu auf, neben Johannes. Aber in der Generation (1940er-Jahre) meines Vaters, der auch Johannes heißt, gab es keine Johanns mehr. Johann empfand ich immer schon als alt.
      In meiner Generation wäre Johann als Vorname undenkbar gewesen. Johannes war ja schon nicht so häufig, aber Johann gab es nicht.

      Doch Johann (oder Johan) kommt wieder, ein paar Kleinkinder heißen schon so.

  9. Astrid sagt:

    Ein Durcheinander:

    Leo Manfred
    J(oh)annes Friedrich
    Stephan Adrian

    Lucia Pauline
    Emma Cornelia
    Mathilde Valerie

  10. Petronella sagt:

    Neulich habe ich gerade einen Mann mittleren alters in Fahrstuhl getroffen, ganz normaler, angenehmer Mann. Am Ausgang begrüßte ihn seine Frau mit “Manfred“. Schöne Name dachte ich mir und anschließend, “hmm und für einem kleinen einjährigen ganz geschmeidig und luftig frisch. Ich freue mich ihn jetzt hier zu lesen!
    Ansonsten Richard Max… und Friedrich Ja… finde ich auch schön.
    Bei Mädchen gefällt mir an ehesten Kamilla.

  11. Diana sagt:

    @Barbara „Immer wenn man denkt, man hätte schon alles gehört…“
    Liebe Barbara, es stimmt leider: Schlimmer geht immer!

    Dann werde ich mir die heutigen Namen noch mal etwas genauer anschauen:

    Till – finde ich schön, würde ich ebenfalls vergeben

    Paulina Malu – Paulina mag ich, Malu fände ich schöner in der Schreibweise „Malou“, aber Paulina Maria würde mir auch besser gefallen

    Corey Stephen – wenn die Familie aus dem englischsprachigen Raum kommt, ist der Name in Ordnung, bei deutschen Eltern landet er jedoch eindeutig in die kevininistischen Schublade

    Matilja – den Namen habe ich wirklich noch nie gehört, anscheinend wurde er aus Matilde und „was auch immer sonst noch“ zusammengebastelt

    Ilai – Ich kenne den Namen nur unter der Schreibweise „Ilay“, und in dieser Schreibweise er ist hebräisch-arabisch-türkischen Ursprungs

    Ivett – eine in meinen Augen ganz schrecklich geschriebene Form von „Yvette“

    Jannes Horst – den Namen Jannes mag ich sehr, und wenn man zusätzlich noch den Opa mit dem Zweitnamen „Horst“ ehren möchte, finde ich das sehr schön

    Gioel – wie spricht man diesen Namen denn bitte korrekt aus?

    Emma Valeria – Emma mag ich sowieso und die Kombination mit Valeria gefällt mir ebenfalls gut

    Yuvan – diesen Namen habe ich noch nie gehört

    Hermine Helga – Retro, aber ziemlich furchtbar Retro

    Richard Maximilian – sehr schön, mag ich

    Adnan – da muss ich an Adnan Kashoggi denken, er war Waffenhändler, wenn ich mich recht erinnere

    Thalia – so heißt doch eine Buchhandlung

    Codrin Tadeus – was sich die Eltern dabei wohl gedacht haben? Schön ist jedenfalls was Anderes

    Enna – gefällt mir nicht

    Friedrich Jakob – würde ich nicht vergeben, aber hört sich trotzdem durchaus stimmig an

    Jenna-Jill Maria – auch für meinen Geschmack zu viel „Tsch“ direkt hintereinander

    Yara Cornelia – kann man machen

    Inken – finde ich schön. Ich kann zwar nicht erklären, warum, aber ich mag den Namen

    Daryl-Matteo – Nein … und dann auch noch mit Bindestroch 🙁

    Kamilla Ida – warum wollten die Eltern damit denn anscheinend geradezu zwanghaft auf Kamille hinweisen? Das arme Kind wird wahrscheinlich das halbe Leben mit dem Spitznamen „Kamillentee“ herumlaufen müssen. Warum dann nicht wenigstens umgekehrt „Ida Kamilla“, das hätte sich 1. besser angehört und dem Kind 2. wahrscheinlich eine Menge an Hänseleien erspart

    Tomislav – na ja …

    Patience – Oh nein …

    Max Johann – ist schön

    Katara – da kommt natürlich vor allem eine Assoziation: Katarrh … und ein Katarrh ist grundsätzlich etwas Unangenehmes!

    Manfred – der Name war schon früher nicht gerade schön

    Lia Philine – kann man machen

    Lucija – wahrscheinlich eine „Lucia“, aber aus welchem Land?

    Leo Yunis – Leo finde ich schön, Yunis nicht, aber vielleicht soll Yunis ja nur der stumme Zweitname sein

    Das war es ja schon für heute, keine Zwillingsnamen dabei, dann warten mir mal auf die kommende Woche!

  12. Diana sagt:

    Oh Gott, immer diese blöden Fehlerteufel … Es sollte natürlich „in der kevinistischen Schublade“ und „Bindestrich“ heißem

  13. Marthe sagt:

    Heute auch wieder so spät. Aber ich frei mich über die heutige Auswahl!

    Wahlpflicht
    Richard Maximilian, Friedrich Jakob, Max Johann und kein Mädel

    Wild geschüttelt
    Ida Hermine
    Ida Paulina
    Friedrich + Richard für Zwillinge
    Johann Friedrich

    Langweilig!
    Lia Philine

    Schublade
    Jenna-Jill Maria * mehr geht fast nicht, der Bindestrich dazu auch noch!
    Daryl-Matteo – noch so ein Unfall.

    Kann man machen
    Till * kurz, knapp, Alternative zu Theo.
    Paulina Malu * Paulina ist gut. Malu ist ausdiskutiert.
    Emma Valeria * gängige Emma kombiniert mit etwas bekanntem, aber nicht langweiligem. Ich mag Valeria gar nicht, aber das ist Geschmackssache und nicht objektiv.
    Inken * nicht der Favorit. Kennen ich eher für die Generation 40+
    Kamilla Ida * ich hätte es gedreht. Ich mag beide Namen, Kamilla finde ich wegen Parker-Bowles besser, aber mit C schöner.
    Yara Cornelia * mag ich beides nicht, aber ich würde keine Lästereien beginnen.

    Muss nicht sein
    Ilai * die Schreibweise. Unfassbar. Gleichzeitig Burnet der Woche.
    Ivett * Sag mal, ist noch noch angekommen, dass „ein deutschen“ doof ist?
    Jannes Horst * och nö! Nicht Horst! Jannes ist gut, ganz nett, klingt gut, nicht zu alltäglich und nicht zu ausgefallen.
    Enna * Was ist das? Falsches Englisch oder eine friesische Variation? Ich kennen bisher „Enne“, was ich auch nicht schön finde, sondern für mich eher wie ein Ausruf von Abwertung klingt.
    Codrin Tadeus – Codein wurde ja schon genannt. Mein T9 schreibt es anstatt des Namens auch automatisch. Eltern, bitte prüft euer T9 vor Namensvergabe.
    Manfred * Kategorie wie Horst. Fred ware für mich OK, aber Manfred klingt nach Bauarbeiter.
    Katara * Qatar?
    Hermine Helga * HH ist eh nicht die gelungenste Initialienfolge. Aber es klingt auch einfach doof. Hermine allein ist (trotz Harry Potter) ein schöner, alter Name. Helga klingt mir zu sehr nach Geranien und Kaffeesahne im Blümchenkaffee.

    Hoffentlich Migrationshintergrund
    Corey Stephen *
    Matilja * aha.
    Gioel * aha.
    Yuvan * Ich kenne Jovan – eine Alternative für Johann. Klingt gut.
    Adnan * Ätna
    Lucija * aha.
    Patience * Schwester Hope und Bruder Prince-Kevin
    Tomislav * Tom wär auch gegangen…
    Leo Yunis * ich find Yunis einen guten Namen, um verschiedene Kulturen in Deutschland zu verbinden. Der Name klingt vertraut durch die geläufige Abfolge der Buchstaben (klingt fast wie Jonas). Mit Leo in Kombi absolut gelungen.
    Thalia * scheint recht geläufig im südöstlicher Richtung zu sein. Klingt gut, für mich nur wegen der Buchhandlung vorbelastet. Obwohl es schlimmeres gibt, als Bücher.

    • Jan sagt:

      Inken * nicht der Favorit. Kennen ich eher für die Generation 40+

      Echt?! Ich haben den Namen, glaube ich, hier zum erstenmal gehört… Nicht hingegen Imke, das ist ganz gängig in meiner Generation X.

      Noch zwei Assoziationen zu Katara:

      Kantara bzw. Qantara soll arabisch für Brücke sein – aber in semitischen Sprachen kann man halt nicht einfach mal so mir nichts, Dir nichts einen Konsonanten weglassen.

      Die mittelalterlich heterodoxe Sekte der Katharer.

      Und noch zu Horst: Auf dem Gymnasium hieß mein Französisch-Lehrer so. Der Spitzname war – in Hannover nahezu unvermeidlich – „Horchst“. Manchmal auch „Hotte“. (Er war ein sehr beliebter und guter Lehrer, und es war nicht böse gemeint.) Hotte ist ja der traditionellen Berliner Proleten-Spitzname für Horst (so wie Fiete in Hamburg für Friedrich). Mein absoluter Lieblingsfilm ist Hotte im Paradies (Dominik Graf, 2004) – aber nicht einmal meine Bewunderung und Sympathie für den Helden des Films hat mir den (Spitz)Namen Hotte irgend sympathisch machen können. 😀

    • Marthe sagt:

      Imke ist für meine Ohren 30+
      Aber da sieht man: Ein nicht sehr häufiger Name. Ich mag beide nicht, sie klingen so holperig.

    • Knud sagt:

      Auch ich kenne mehrere Frauen im Alter 40+, die Inken heißen. Die stammen alle aus Schleswig-Holstein.

  14. Irmi sagt:

    Heute gefällt mir nur ganz wenig:

    Paulina
    Cornelia
    Thalia (Betonung auf dem i) – gefällt mir recht gut, lese ziemlich gerne 😉
    Lia Philine – würde es zwar nicht selbst vergeben,
    aber die einzige Kombi, die noch ok ist, so verschieden sind die
    Geschmäcker eben 🙂 s.o.

    Inken (Zweitname Christina) so heißt eine Enkelin von der Cousine meiner Mutter,sie müsste heute ca. Mitte 40 sein und ist keineswegs norddeutsch, sondern im Schwarzwald geboren.
    So übel find ich den Namen gar nicht, war damals Anfang der 70er
    Jahre mal was anderes hier bei uns am Rande des Schwarzwalds.

    🙁
    Emma – mochte ich noch nie und jetzt, nachdem inzwischen gefühlt fast jedes kleine Mädchen so heißt, erst recht nicht

    Richard, Johann u. Friedrich – bei mir noch immer Namen für Großväter

    Horst, Manfred, Helga – bitte nicht!!!! (nicht mal als Nachbenennung)

    Absolute Burner diese Woche:

    Codrin – denk dabei als erstes auch an Codein
    Katara – Katarrh, was sonst?!
    Ivett – verstümmelt, gefällt mir auch als Yvette nicht

    Corey, Daryl, Jenna-Jill – mag diese anglo-amerikanischen Namen
    überhaupt nicht, dazu evtl. ein typisch deutscher Nachname wie
    Müller, Maier etc., schlimmer geht’s nimmer!!

  15. Jan sagt:

    Was ist den nun mit Inken?

    Einerseits hätte ich das sofort in die Kategorie „Pseudo-norddeutsche Grüne-Studienrats-Töchter-Vornamen“ einsortiert. Also so etwa: „Inken ist die friesische Form von Tintentanta.“

    Auch andere Kommentatoren scheinen den Namen zumindest verdachtsweise als norddeutsch zu empfinden. (Was er nicht ist.)

    Andererseits liest man hier aber auch „eher 40+“ und „kenne ich aus Südwestdeutschland“. Aber auch, daß es auf baierisch komisch klingt: „Inngn“.

    Wo kommt das denn nun her?

    • Maria Th. sagt:

      Also lt. Suche bei beliebte-vornamen.de handelt es sich um eine friesische Kurzform von Namen auf Ing-, eine andere Form wäre Inka (was ich im übrigen wesentlich hübscher finde). Das mit der bayrischen Aussprache kommt auch hin, damit wäre der Name endgültig verhunzt. Den KANN man bloß in Norddeutschland tragen. Wie gesagt, mir gefallen Namen mit der Endung -en überhaupt nicht, vermutlich hängt das auch damit zusammen, dass im süddeutschen Sprachgebrauch eben das e verschluckt wird und damit der Name gar nicht „klingt“. Inken, Imogen, Thorsten, Kristen, Torben etc, überall dasselbe.

    • Mareike sagt:

      Ohne irgendwo nachzusehen würde ich Inken als nordisch-friesisch einsortieren. So wie Inga, Inka, Imke. Mir ist aber noch nie eine Inken begegnet. Inken gefällt mir auch nicht, das ist hier zu norddeutsch. Es gibt nordische Namen auch in unserer Gegend, aber die müssen bekannter sein, wie z. B. Inga. Inga gibt es hier (NRW) schon gelegentlich, ich kenne zwei Ingas aus meiner Generation. Inga gefällt mir gleich viel besser als Inken.

    • Marthe sagt:

      Inka – „Mein Papa ist Indianer-Forscher.“ Perfekt für Stadt-Land-Fluss.

    • Jan sagt:

      Marthe weiter oben:

      Imke ist für meine Ohren 30+

      Die jüngste Imke, die ich persönlich kennengelernt habe, ist heute in der Tat Mitte dreißig. Wobei ich den Namen aber ganz hübsche finde, teils wegen nostalgischer Erinnerungen, teils, weil der Name in den Ohren eines plattdeutschen Großmuttersprachlers an „Bienchen“ anklingt – von „Imme“ = Biene.

      Meine leichten Zweifel an der tatsächlichen Verwurzelung dieser zahllosen angeblich friesischen Namen habe ich hier schon öfter artikuliert. Gefühlt gibt es mehr friesische Namen und „friesische Formen von XY“ als Niedersachsen und Schleswig-Holstein zusammen Einwohner haben. Gar nicht schlecht für eine Sprache, die seit mindestens hundert Jahren ausgestorben ist! Meiner Einschätzung nach handelt es sich bei diesen friesischen Namen zu mindestens 90 % um Neuzüchtungen bzw. Pseudo-Revivals von Turbo-Regionalpatrioten und Heimatforschern.

      (Wobei ich mir auch weiterhin vollends der Tatsache bewußt bin, daß das in abgeschwächter Form auch für Jan und Klaas, ferner für viele andere in meiner Generation und in meiner Heimat häufige Vornamen zutrifft.)

    • Mareike sagt:

      Echte Friesische Namen sind so was wie Enno, Okko, Siebo oder Greetje, Swantje, Hedda … Aber die sind außerhalb von Ostfriesland selten anzutreffen. Alle anderen nordischen Namen sind aus den nordeuropäischen Ländern zu uns gekommen, sind aber auch in den nördlichen Bundesländern zu Hause (oder zumindest nicht ungewöhnlich). Dazu zähle ich Thorsten, Karsten, Erik, Henrik, Lars … und Karin, Kerstin, Kirsten, Maren, Inga, Annika, Marit …

    • lotta sagt:

      Also ich kenne drei Inken, eine um die 60, eine Ende 20 und eine 8. Imke kenne ich eine 15 (alle aus Ostholstein), eine 22 (mv) und eine 26 aus Niedersachsen. Für mich sind das ganz normale Namen, die in jeder Generation vorkommen. 🙂

    • lotta sagt:

      Die Ennos die ich kenne heißen dagegen fast alle eigentlich Enrico. 😉 und kommen aus mv und Brandenburg. Nur zwei heißen wirklich Enno und sind aus Niedersachsen…

    • Jan sagt:

      Konstruieren wir einmal folgende Situation: Eine geschiedene Lehrerin in Nordfriesland, gebürtig und aufgewachsen in Braunsbedra (Sachsen-Anhalt), erfindet für ihren Sprößling den Namen Mommo Harkan. (Ihr Freund hat einen türkischen Migrationshintergrund.) Zwei Freundinnen aus den Nachbarorten machen ihr den Mommo nach.

      Fünf Jahre später findet sich dann im „Nordfriesischen Namensbuch“ (22. Auflage, Niebüll 2022, 1782 S., Dank für den Druckkostenzuschuß an die landesfinanzierte „Kulturstiftung Nordfraschlönje“) der Eintrag:

      „Mommo. Friesische Form von Muhammad bzw. Mehmet“.

      Spätestens zwei Jahre später taucht das dann auch in der Wiki auf.

      Mein Verdacht wäre weiterhin, daß es bei den meisten dieser „friesischen Formen von XY“ strukturell exakt so gelaufen ist. Ob nun in Nord- oder in Ostfriesland, vor 5, 30 oder 150 Jahren.

  16. Gabriele sagt:

    Hallo Marie-Therese, Du hast Recht, einfach eine Fehlleistung aus der Erinnerung heraus, Claudia und Cornelia waren früher häufiger und beide in meine Klasse;)))

  17. Annemarie sagt:

    Wahlpflicht: Richard Maximilian und Enna. Hermine Helga scheitert an der Helga, zu der ich mich (trotz Helga Hufflepuff 😉 ) nicht überwinden kann.

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