Babynamen der Woche 14/2017

Lincoln Emil * Sunny Charlotte * Fynn Luke * Joris Richard * Mayani Yara * Anna Yuna * Sofia Ioana * William Ivan * Mirabella * Artjom * Milow-Joel * Süleyman * Souleyman * Kuno * Amilia Noélie * Ellister-Tommy * Violetta * Enna Christine * Leotrim * Theodora Anne-Marie * Aijana * Charly Franco * Mia Jane * Maily * Carolina Mara * Elya * Devyn * Amos Maximus * Nicole-Lavinia * Leopold Ludwig

Autor:

Knud Bielefeld ist Vornamenanalytiker und erstellt Jahr für Jahr eine Auswertung der beliebtesten Vornamen Deutschlands.

46 Kommentare zu "Babynamen der Woche 14/2017"

  1. Maria Th. sagt:

    Ach du meine Güte, heute gibt’s ja wieder viel eigenartiges!Auf den ersten Blick springen mich besonders Leotrim und Ellister-Tommy an.
    Wenn Leotrim nicht russisch oder sonst im weitesten Sinn slawisch verortet werden kann, ist das schon ein seltsamer Name.
    Und Ellister-Tommy ist eine sehr abgefahrene Bindestrich -Kombi.ohne den wäre es erträglicher, wenn ich nicht besser.

  2. Mareike sagt:

    Wahlpflichtspiel:

    Joris Richard – Joris ist ein „normaler“, nordischer Modename, kann man machen. Richard wertet das Ganze auf. Ich würde Richard als Rufnamen nehmen.

    Carolina Mara – Ich würde noch ein i hinzufügen und Carolina Maria daraus machen. Carolina mag ich, kann man bei Bedarf mit Lina abkürzen.

    Leopold Ludwig – Würde ich nur in Bayern und Österreich gut finden. Es könnte ein Poldi daraus werden und das finde selbst als Spitzname ich zu niedlich und süß.

    Theodora Anne-Marie – Theodora ist mir „too much“, zu überkandidelt. Anne-Marie ist schön, dass würde ich aber Annemarie schreiben.

    Heute sind vielen Stil-Mixe dabei. Bei einigen (Artjom, Süleyman) gehe ich von einem entsprechenden Hintergrund aus.

    Sunny Charlotte – Ach neh, Sunny ist kein Name. Charlotte kann die Kombi zwar aufwerten, aber Sunny wirkt sich hier eher negativ auf Charlotte aus.
    Amilia Noélie – Ist Emilia zu normal? Amilia muß man nur unnötig erklären. Ich kaufe ein E und tausche mit dem A.

  3. Annemarie sagt:

    Ich würde diese Woche ja Theodora Anne-Marie wählen, aber der Zweitname ist eindeutig total falsch geschrieben 😉 Na, vielleicht schreibt sich die Oma so?

    Bei den Jungs schwanke ich zwischen Joris Richard und Kuno, schlicht und einfach Kuno.

    Schmunzeln musste ich über Lincoln Emil – ein Freund von mir, Ü50, heißt Victor Lincoln, ich hätte nicht gedacht, diesem Namen noch mal zu begegnen. Bei Ellister-Tommy gruselt mich die Schreibweise – und der Bindestrichanhang.

  4. Sabrina sagt:

    Wahlpflichtspiel:

    Carolina Mara und Joris Richard
    oder William Ivan

    Zu Kommentaren reißen mich hin:

    Sunny Charlotte: Eine sonnige Charlotte?
    Fynn Luke: Irgendwie denke ich an einen Fisch oder einen Superhelden
    Weiß jemand etwas über Mayani? Yara will mir nicht dazu passen, auch wenn ich Yara ansonsten sehr schön finde.
    Kuno: Ich denke an einen kühnen Ritter
    Amilia Noélie: Ist selbst für meinen Geschmack zu süß und prinzessinnenhaft
    Violetta: Der noch mehr
    Enna Christine: Ich persönlich kann Enna leider überhaupt nichts abgewinnen. Ich denke an eine englischgesprochene Anna und sehe auch Verwechslungsgefahr mit Emma.
    Theodora Anne-Marie: Ich finde Theodora spricht für sich und kann sehr gut alleine stehen. Anne-Marie hätte ich in diesem Fall weggelassen.
    Charly Franco: Ein Fan von Charly werde ich in diesem Leben wohl nicht mehr. Franco kenne ich als Nachnamen.
    Mia Jane: Bei Jane drängt sich mir automatisch die englische Aussprache auf, fraglich, ob das in diesem Fall gewünscht ist.
    Amos Maximus: Ganz schön gewaltig. Ich fühle mich direkt ein wenig erschlagen.
    Nicole-Lavinia: Landet bei mir leider direkt in der Chantal-Schublade.
    Leopold Ludwig: Das ist selbst mir zu viel des Guten, obwohl ich in Oberbayern geboren und aufgewachsen bin.
    Für Brüder würden mir die Namen gut gefallen, auch wenn ich Ludwig wesentlich lieber mag, als Leopold.

  5. Regina sagt:

    Lincoln Emil: Lincoln ist ungewöhnlich, aber finde ich gar nicht schlecht. Eine der Hauptfiguren in der Serie Prison Break heißt so 😀
    Würde aber Emil Lincoln draus machen.

    Sunny Charlotte: Bin der gleichen Meinung wie Mareike, Sunny ist für mich kein richtiger Name. Außerdem wird durch das Sunny unklar, wie man Charlotte aussprechen soll. Auch englisch oder spricht man das e am Ende?

    Fynn Luke: Ist ok, Finn Lukas fände ich aber schöner.

    Joris Richard: Richard ist nicht so mein Fall, aber sonst find ich die Kombination nicht schlecht.

    William Ivan: Hier stellt sich durch den englischen William wieder die Frage, wie man Ivan spricht. „Eivan“ oder „Ivan“?

    Violetta: finde ich ganz süß, würde aber noch einen Zweitnamen dazu vergeben

    Theodora Anne-Marie: Dorothea Anne-Marie fände ich schöner. Den Bindestrich finde ich hier ok, Anne-Marie wirkt auf mich viel moderner als Annemarie. Auch wenn man keinen Unterschied bei der Aussprache

    Carolina Mara: Finde ich heute den schönsten Mädchennamen

    Amos Maximus: Zu viel des Guten!

    Leopold Ludwig: In Bayern gut vergebbar, finde ich heute einen der schönsten Jungennamen.

    • Annemarie sagt:

      Mein Name wird von ahnungslosen Zeitgenossen auch manchmal Anne-Marie geschrieben. Für mich besteht da aber durchaus ein kleiner, feiner Unterschied in der Aussprache. Bei Anne-Marie setze ich ich zwischendurch kurz ab, Annemarie spreche ich „in einem durch“.

    • Regina sagt:

      Stimmt, da hast du Recht 😉 Jetzt wo ich nochmal genauer drüber nachgedacht habe würde ich wohl Annemarie auch „in einem durch“ sprechen und Anne-Marie nicht.

  6. Ina sagt:

    Ich nehme Enna Christine, Carolina Mara und Leopold Ludwig. Theodora als Einzelnamen finde ich auch noch schön, man kann ja Thea rufen, aber das passt als Vollname vielleicht nicht zum Nachnamen.

    Sofia Ioana ist vielleicht rumänischstämmig, dann passt es. Die Süleyman-Variantionen bei entsprechender Herkunft auch.

    Violetta ist für mich ü50. Mirabella wird sich mal „bedanken“, vermute ich.

  7. Astrid sagt:

    Mich würde interessieren wo diese Namen vergeben wurden.
    Schlimmer geht immer.

    Wahlpflichtspiel:
    Carolina Mara oder
    Enna Christine (geht so)

    Joris Richard oder William Ivan (kein Fan von Ivan aber die Kombination klingt wenigstens noch in Ordnung für Eltern mit internationalen Herkunft)

    Amos Maximus bleibt hängen als Gladiator, vielleicht erzeugt während Urlaub in Rom…

    Mayani Yara – sag mal AAAAA

    Leotrim – genau wie schon gesagt, wenn es nicht Russisch oder so ist, einfach nicht machen

    Mirabella / Violetta – Prinzessin (als Zweitname zu etwas kurzes könnte es vielleicht noch passen)

    Charly Franco – Charly geht noch als Spitzname Franco bitte nicht

    Ellister-Tommy – Eltern können Alistair nicht richtig buchstabieren, Bindestrich bitte weglassen

  8. Jan sagt:

    Amos Maximus klingt wie Schwanzus Longus aus der deutschen Version „Das Leben des Brian“.

    Charly Franco. Im Spanien der Faschistenzeit wurde der „Generalissmus“ Franco übrigens gemeinhin „Paco“ genannt. Also eben die Standard-Koseform von Francisco. Buster Stalin Maria Hüttlgruber.

    • Ayame sagt:

      „Amos Maximus klingt wie Schwanzus Longus aus der deutschen Version „Das Leben des Brian“.“

      Hahaha, made my day! Das ist echt gemein, aber ich muss zugeben, diese Assoziation lässt sich nciht ganz von der Hand weisen…

      Franco fiel mir auch gleich auf – und auch hier musste ich an den berühmten Spanier denken… Nun ja.

    • Maria Th. sagt:

      Amos Maximus klingt wie Schwanzus Longus

      Wo du recht hast, hast du recht. Seine Frau Inkontinentia könnte hier auch mal auftauchen, mich überrascht bald nichts mehr hier. 😀

    • Rebecca Sophie sagt:

      Bei Franco dachte ich dasselbe. Übrigens kommt sein Vorname Francisco in Spanien immernoch aber immer noch regelmäßig vor, ebenso wie António in Portugal. Europäische Franken wurde als Name für den Euro aber abgelehnt, damit die Spanier nicht mit Diktatoren bezahlen müssen.

    • Jan sagt:

      Ich denke, daß sowohl Francisco in Spanien als meines Wissens auch António in Portugal einfach so häufige Namen waren und sind, daß sie nicht von den Schurken Franco und Salazar erdrückt werden konnten… (Zumal die beiden ohne Zweifel deutlich kleiner Schurken waren als Hitler…)

      Soweit ich weiß, ist von Franco auch von seinen Anhängern nicht mit seinem Vornamen genannt worden, sondern respektvoll „el caudillo“. Oder eben weniger respektvoll und von seinen Nicht-unbedigt-Anhängern Paco. Die Anrede bzw. Erwähnung mit Vornamen war dem „Faschisten der Herzen“, also dem 1936 erschossenen José Antonio Primo de Rivera, vorbehalten.

  9. connywuuh sagt:

    Moin,
    heute sind einige wenige klassische Namen und viele eigenwillige Kreationen dabei.

    Wahlpflichtspiel:

    Mädchen: am ehesten noch: Theodora Anne-Marie – auch ich würde hier aus der Theodora eine Dorothea machen.

    Junge: Leopold Ludwig – Leopold steht auf meiner Favoritenliste, aber in Kombination mit Ludwig klingt es für mich etwas geschraubt. Ich würde einen bodenständigeren Zweitnamen wählen.

    Wild gewürfelt:

    Mädchen: bei den Mädchen ist es wirklich schwer heute. Ich würde einfach nur Anna wählen.

    Junge: auch die wenigen Jungennamen, die mir gefallen, lassen sich nicht gur miteinander kombinieren. Ich würde einfach nur Leopold wählen

    Als Einzelnamen noch gut:

    Emil
    Charlotte
    Anna und
    Leopold

  10. Ayame sagt:

    Au weia, da sind ja wieder harte Sachen dabei.

    Wahlpflichtspiel:

    Mädchen: Carolina Mara, Anna Yuna und Enna Christina

    Jungen: Joris Richard

    „Burner der Woche“ Lincoln Emil – wenigstens ohne Bindestrich….

    Als Einzelnamen Emil, Charlotte, Sofia, wobei ich Sophia schöner finde.

  11. elbowin sagt:

    Mal schaun, was diese Woche im Angebot hat ….

    Lincoln Emil * „Lincoln“ ist ein Automodell von Ford, muss man nicht zum Namen machen …
    Ellister-Tommy * Alistair nach dem Gehör geschrieben?
    Mia Jane * Und darauf einen Spliff
    Maily * Wirft Aussprache- und Schreibprobleme auf … ist es eine „Mehli“ oder eine „Meili“? Und wenn man den Namen hört, wie soll man ihn schreiben?
    Amos Maximus * Der bemerkenswerteste Name heute: Amos wirkt auf mich iwie klein wie eine Kirchenmaus, es was auch ein „kleiner Prophet“. Maximus, „der Größte“ passt dazu wie die berühmte Faust aufs Auge.
    Leopold Ludwig * Berufswunsch: König von Bayern

    • Rebecca Sophie sagt:

      Lincoln ist hauptsächlich ein amerikanischer, nicht unbedingt negativ konnotierter, Präsident.

    • Jan sagt:

      Osterhammel spricht in seiner Geschichte des 19. Jahrhunderts von der „ungeheuren Führungsleistung Abraham Lincolns, der, wenn den ein solcher Superlativ überhaupt statthaft, größten ‚weltgeschichtlichen Persönlichkeit‘ des 19. Jahrhunderts”. (Die Verwandlung der Welt, München 2009, S. 796)

      Ich weiß nicht, ob der Superlativ statthaft ist, eher nicht. Und wenn doch, dann würde ich ihn garantiert nicht an Lincoln vergeben – auch wenn er ohne Zweifel eine bedeutende Persönlichkeit war.

    • Maria Th. sagt:

      Zu schön, dass der Historiker mit ausgerechnet diesem Namen in der Osterwoche/Karwoche zitiert wird! 😀

    • Jan sagt:

      Hähä, ja, war mir gar nicht aufgefallen. 😀 Der Typ ist einer der fähigsten Historiker, die wir zur Zeit in Deutschland haben, und in der Szene ein ziemlicher Star (auch wenn politisch meist nicht mein Fall ist). Auch daher höre ich seinen komischen Namen nicht mehr als komisch. Einer der ganz wenigen Leute, die heute in Deutschland Weltgeschichte auf wirklich höchstem Niveau betreiben. Er war 2014 übrigens der Laudator zu Merkels 60. Geburtstag.

      http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/juergen-osterhammel-der-laudator-der-kanzlerin-13047426.html

      http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/rede-auf-angela-merkel-sehr-geehrte-frau-bundeskanzlerin-13053093.html?printPagedArticle=true

      Zu der Laudatio habe ich damals notiert:

      Exzellent – wie es bei diesem Welt(klasse)kistoriker auch nicht anders zu erwarten war.

      Merkel wird übrigens nicht einmal erwähnt. Zwar ist die Rede gekürzt wiedergegeben, ich glaube aber kaum, daß ausgerechnet die FAZ Passagen rausgeschnitten hätte, in denen Merkel erwähnt oder angesprochen worden wäre.

  12. Moni sagt:

    * Lincoln Emil: Passt hinten und vorne nicht zusammen.

    * Sunny Charlotte: Englisch ausgesprochen geht’s vom Klang her noch, aber Adjektive als Vornamen sind nicht mein Fall.

    * Fynn Luke: HAH! 50 Euro, dass das ein (falsch geschriebenes) Star Wars-Kind ist… 🙂

    * Joris Richard: Gefällt mir überraschend gut.

    * Mayani Yara: Wirkt ein bisschen doppelt gemoppelt.

    * Anna Yuna: Hier auch. Und klingt auch nicht gut zusammen.

    * Sofia Ioana: Gefällt mir auch.

    * William Ivan: Liebe Eltern, bleibt doch bitte in einer Sprache…

    * Mirabella: Ja, extrem rosarote Kinderbuch-Prinzessin. Und auch noch mit Obstgeschmack. Da wäre ein neutralerer Zweitname wirklich schön gewesen.

    * Milow-Joel: Wohl nach dem Sänger benannt. Nicht mein Geschmack.

    * Kuno: Ungewöhnlich und mir für ein Kind etwas zu rauhbeinig. Durch die dunklen Vokale hat der Name eine gewisse Härte.

    * Amilia Noélie: „Kannst Du das mal buchstabieren?“

    * Ellister-Tommy: … und auch noch mit Bindestrich! WAAAH!!!

    * Violetta: Noch so eine Prinzessin. Garantiert durch die Fernsehserie inspiriert.

    * Enna Christine: Enna ist für mich kein vollwertiger Vorname. Christine ist okay.

    * Leotrim: Kind mit Leoparden-Pelzbesatz? Wirkt für mich auch nicht wie ein Name.

    * Theodora Anne-Marie: Ein bisschen zuviel des Guten.

    * Aijana: Das i ist überflüssig und verkompliziert das Ganze.

    * Charly Franco: Noch so eine zu wilde Mischung.

    * Mia Jane: Ich würde es englisch aussprechen. Mit passendem Nachnamen okay.

    * Maily: Pöstchen? Wenn man schon Fan von Miley Cyrus ist, sollte man doch auch wissen, wie die geschrieben wird, oder?

    * Carolina Mara: Umgekehrt ist der Sprachfluss besser. Grundsätzlich bin ich aber einverstanden.

    * Elya: Mädchen oder Junge?

    * Devyn: Mag ich, aber muss zum Nachnamen passen.

    * Amos Maximus: Warten wir mal 1-2 Jahre, dann taucht hier bestimmt der kleine Bruder Amos Minimus auf…

    * Nicole-Lavinia: Nein. Und schon gar nicht mit Bindestrich!

    * Leopold Ludwig: Bayer. Eindeutig. 🙂

    Meine Auswahl diese Woche:
    Joris Richard und Mara Caroline (ja, leicht modifiziert)

  13. Knud sagt:

    Dieser Leopold Ludwig ist nicht in Bayern geboren …

  14. Christian sagt:

    englische Namen:

    Lincoln wird wahrscheinlich im Deutschen komisch klingen, weil wir es nicht so original-amerikanisch nachsprechen können.(Linkn)
    Vielleicht ist der Vater Amerikaner, vielleicht Emil der Rufname.

    Sunny ist in einem Fall dann doch positiv machbar:
    Die Mutter bezieht sich auf Sunny came home, ein Lied über eine misshandelte Frau, die mit ihren Kindern flieht.
    Oder es sind auch Amerikaner. Da ist so etwas eher machbar.
    als Rufname dann aber besser doch den anderen Namen.

  15. Gaya sagt:

    Bei Elya war ich mir auch spontan nicht sicher ob es ein Junge oder Mädchen ist, aber ich tippe mal auf einen Jungen.
    Aber warum das Y?
    Spricht man das nun Elja oder Elia?

    • Jan sagt:

      Ganz schlimm ist wenn es dann keins von beiden ist, falsche englische Aussprache z.B.

      Also, nicht einmal das finde ich ehrlich gesagt sooo dramatisch… Dann sagt eben mal einer „Linkln“. Na und? Wäre ja noch schöner, wenn die Amis oder die Engländer oder sonstwelche die Macht hätten, die deutsche Sprache zu beeinflussen.

      Wohlgemerkt: in unseren Debatten damals war das alles hochideologisch unterfüttert… „Linkn“-Sager = Nordstaatler, „Linkolln-Sager“ _ Südstaatler. 😉 Die Linken waren für „Linkn“ und die Rechten gegen „Linkolln“. 😉 Kurios wurde das unter anderem auch dadurch, daß die meisten deutschen USA-Auswanderer aus der 48er-Generation ja Nordstaatler waren bzw. geworden sind, die bekanntesten Beispiele dürften Carl Schurz, Friedrich Hecker und als Soldat im Bürgerkrieg selbst Franz Sigel gewesen sein. („I fights mit Sigel…“)

    • Rebecca Sophie sagt:

      Das meinte ich gar nicht, sondern nicht englische Wörter/ Namen die englisch (oder in sonst einer falschen Sprache) gesprochen werden.

    • Christian sagt:

      Ja. Wenn jeder sich da irgendwie so seine Aussprache zurechtrückt wird das für den jungen Lincoln Emil selbst am blödesten. Entweder er sucht sich selbst seine Lieblingsvariante und verbessert dann alle(nervt ihn selbst) oder er überlegt sich vorher schon alle möglichen Aussprachevarianten(20?) damit er weiß wann er gemeint ist/sein könnte und ignoriert die falschen Aussprachen.
      Am Namen selbst ist erstmal nichts auszusetzen, aber wenn das so schwierig wird hat er vielleicht nicht so viel Freude an seinem Namen.

      Erinnert an die Outsider(ein Buch): Wie heißt du? – „Ponyboy Curtis“
      (alle denken das sei ein Spitzname aber er heißt wirklich so)

    • Jan sagt:

      Das meinte ich gar nicht, sondern nicht englische Wörter/ Namen die englisch (oder in sonst einer falschen Sprache) gesprochen werden.

      Ach so! 🙂 Ja, sehe ich auch so… Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man immer auf deutsch aussprechen. Und jeder Ausländer, der keine ideologische Macke hat, kommt nach meiner Erfahrung sehr gut damit klar. Gerade bei uns Unterschichtlern, die eben Tag für Tag die Integrationsleistung zu erbringen haben, die von der Bourgeoisie, die gerade das eben nicht muß, angemeckert wird. Das ist eigentlich immer ein Anknüpfungspunkt für Freundschaften, zumindest Bündnisse:

      „Wo aus Polen kommst Du denn genau her?“ – „Aus Bydgoszcz, kennst Du?“ – „Nee, war da nie, aber das war früher Bromberg, oder?“ – „Ja, genau! :-)“ Und diese Situation habe ich *heute* nahezu *wörtlich* erlebt.

      „Wie spricht man Deinen Namen bei Euch eigentlich aus?“ – „Also, das türkische c wie das deutsche dsch. Kannst aber auch ruhig ‚Tsann‘ sagen.“

      Man muß den Leuten das Gefühl geben, sich für ihre Kultur und Gebräuche oder die ihrer Heimat oder der Heimat ihrer Eltern zu interessieren, das bricht eigentlich immer das Eis. Da gibt es keine durchgeknallten Tabus wie in durchgeknallten Berliner Zirkelchen, in denen man nicht „Wo kommt Ihr her?“ fragen darf.

    • Maria Th. sagt:

      Ich würde diejenige Person fragen, wie der Name ausgesprochen werden soll. Dann kann Lincoln Emil sagen, wie er es gern hätte und damit gut. Danach sollten sich dann alle richten, ohne ihre eigenen „Namens-Aussprache-Süppchen“ zu kochen. Schwierig wird’s natürlich, wenn man nicht fragen kann, weil z.B. der Name nur schriftlich vorliegt.

    • Jan sagt:

      Ich würde diejenige Person fragen, wie der Name ausgesprochen werden soll. Dann kann Lincoln Emil sagen, wie er es gern hätte und damit gut.

      Also, mir wäre das in dieser Form schon wieder zu kraß – und es kommt auch bei Migris erfahrungsgemäß nicht allzu gut an, weil es eben so furchtbar devot, feige und beflissen wirkt. Ein Russisch-Stämmiger kann von einem Deutschen nicht erwarten, daß letzterer weiß, wie das russische Щ (deutsche Wiedergabe: „schtsch“, Aussprache: so ein gelispetes deutsches sch) ausgesprochen wird – und erwartet das erfahrungsgemäß auch nicht, wenn er kein nationalistischer Spinner und kein Ideologe ist. Ich kann mir nicht für jeden Einzelnen merken, wie er nun gerade „ausgesprochen werden will“. Nochmals: Jeder Migri, der keinen nationalistischen-ideologisch Sockenschuß hat oder direkt von den Grünen bezahlt wird, wird das auch verstehen.

  16. Jan sagt:

    Lincoln Emil. Als ich Student war, gab es bei Debatten über den Amerikanischen Bürgerkrieg im Grunde zwei Fraktionen: Erstens diejenigen, die rüberwachsen lassen wollten, daß sie wissen, wie sich Lincoln im amerikanischen Englisch ausspricht, eben „Linkn“. Zweitens diejenigen, die absichtlich und ostentativ „Linkolln“ gesagt haben. Komischerweise waren die Anhänger der Variante 1 fast immer pro-nord, während die Verfechter von Variante 2 generell „Südstaatler“ waren. Man kann sich wohl denken, auf welcher Seite ich war. Ich mache auch heute noch diesen Quatsch nicht mit, Erdogan im Deutschen als „Erdoahn“ auszusprechen. Wo kämen wir da hin?

    Leopold Ludwig. Daß das in Norddeutschland schon ein bißchen die Erwartungshaltung auslöst, daß der Nachname Sepplhuber, Feistlschmarrner, Hasernbergerl oder sowas sei, ist nun schon aus diversen Kommentaren deutlich geworden. Und ich komme ferner bei Leopold einfach nicht von der Kopplung zum schauderhaften Leopold von Belgien los.

    • Rebecca Sophie sagt:

      Na ja, wer es nicht besser weiß soll die Namen einfach deutsch sprechen, wer es weiß, kann den Namen auch richtig sprechen. Ganz schlimm ist wenn es dann keins von beiden ist, falsche englische Aussprache z.B.

  17. Mark sagt:

    Lincoln finde ich für eine deutsche Familie irgendwie unglaubwürdig–ein amerikanischer Nationalheld als Namenspate ist irgendwie „zu gewollt.“ In den USA kommt dieser Name jetzt immer häufiger vor. Auch in unserer Kirche in Indiana wurde 2014 ein kleiner Lincoln getauft. In den USA haben solche patriotischen Namen Tradition; früher waren vor allem Präsidentennamen wie Washington („Wash“ gerufen) oder Jefferson oder auch Andrew Jackson beliebt. Die sind jetzt out, gerade auch weil es sich um problematische Figuren handelt (sprich: um Sklavenbesitzer). Lincoln ist jetzt der in Zeiten der politischen Korrektheit noch vergebbare Präsidentenname und er ist irgendwie in den letzten Jahren „cool“ geworden, ein unterschwelliger, immer noch nicht allzu häufiger Modename.

    Kuno finde ich übrigens heute am tollsten. So würde ich einen Sohn auch nennen! Im Gegensatz zu der Urform Kunibert passt der kurze, knappe Kuno mit der O-Endung hervorragend in die heutige Mode, wie eben auch andere knappe, vokalig-endende Kurzformen altgermanischer Namen (Frieda, Emma).

    • Mark sagt:

      Der coolste aller amerikanischen Präsidentennamen wäre sicherlich Coolidge….

    • Jan sagt:

      Andrew und Jackson hingegen waren für uns vollkommen tabu, weil wir das mit „Jacksonian Democracy“ (wir nannten da damals „Proleten-Herrschaft“) assoziiert haben. 🙂

      Der coolste aller amerikanischen Präsidentennamen wäre sicherlich Coolidge….

      I’d go for Dwight.

      Oder ersatzweise für Donald.

      :mrgreen:

    • Jan sagt:

      Der coolste aller amerikanischen Präsidentennamen wäre sicherlich Coolidge….

      Gna, ich war gestern abend zu betrunken und hatte den Witz nicht mehr richtig verstanden. 🙁

      Es soll also um Nachnamen von US-Präsidenten als Vornamen gehen.

      Truman – oder als weibliche altdeutsche Form Wahrwaib.

      Und Wahrwaib, alleinerziehend, nennt ihren Sohn dann Calvin – und schon ist die Welt wieder im Lot.

      Grant? Asfa-Wossen Asserate rühmt den Wiener Grant als Stilvorbild…

      Auf den Gedanken, sich an der Clinton-Sippschaft als Stilvorbild zu orientieren, käme wohl niemand.

      Bush-Nixon Beutelsberger.

    • Annemarie sagt:

      Schön, dass es noch einen Kuno-Fan gibt 🙂

      Bei Lincoln bin ich ja fast sicher, dass Regina oben richtig liegt und dass das Namensvorbild die Figur aus „Prison Break“ war. Serien haben heute stark an Einfluss gewonnen, so namensmäßig.

    • Mark sagt:

      Annemarie,

      Es stimmt wohl, der Name Lincoln weckt vielleicht bei manchen eher TV-Assoziationen als geschichtliche Assoziationen, zumindest hier in Deutschland.

      In den USA ist die geschichtliche Assoziation aber absolut präsent, glaube ich, auch wenn der unmittelbare Anstoß aus der Popkultur gekommen sein mag.

      Überlege gerade, ob die Tatsache, dass Lincoln hier nicht unmittelbar auf einen ausländischen Nationalhelden verweist, den Namen für mich in Deutschland irgendwie doch passender macht…? Nach TV-Figuren werden ja schon seit langem Leute benannt (man sehe das Lynn-Phänomen in Deutschland). Aber nein–der Name ist einfach zu uramerikanisch, aussprachemäßig schwierig, zu wurzellos, hier…. Übrigens empfinde ich das bei Lynn genauso, wie auch bei Jeff und ähnlichem. Aber Lincoln ist irgendwie noch dramatischer unpassender, wegen der Lincoln-Verehrung, der in den USA so wichtig war u. z.T. noch ist und die man als Amerikaner bei diesem Namen einfach automatisch mithört.

    • elbowin sagt:

      Was Präsidentennamen angeht: In den USA steigt die Beliebtheit des Vornamens „Nixon“ (richtig, „Tricky Dick“, der die USA richtig tief in den Vietnamkrieg reingeritten hat und der wg. Watergate zurücktreten musste) gerade exponentiell an.

      Gibt es dafür eine Erklärung? Der Anstieg beginnt ungefähr 2006, und danach erreicht der Name jedes Jahr neue Rekorde.

    • Jan sagt:

      Was Präsidentennamen angeht: In den USA steigt die Beliebtheit des Vornamens „Nixon“ (richtig, „Tricky Dick“, der die USA richtig tief in den Vietnamkrieg reingeritten hat und der wg. Watergate zurücktreten musste) gerade exponentiell an.

      Meine Prognose für die USA des Jahre 2029: Der Metro-Uni-Sex-Modenname schlechthin ist:

      Reagan

      In meiner Jugend war das eine der Haßfiguren meines Milieus schlechthin. Ich habe das nie ganz verstehen können, weil ich seinen schönen Barriton und seine noch im hohen Alter gute Figur und Haltung immer charmant gefunden haben. Gut, das mit den gefärbten Haaren war nicht so toll… Aber der der Typ hatte auf seiner Art schon Charisma. Eine hohe, imposante Gestalt.

      Schauderhaft war freilich seine Nancy, fast so schlimm wie Hillary. Andererseits hat es Willy Brandt ausweislich seiner Erinnerungen immer als eher angenehm empfunden, daß Reagan in Zweifelsfall aus seine Frau gehört hat und nicht auf irgendwelche „Think Tank“-Typen wie Carter.

    • Knud sagt:

      Reagan ist schon ein Modename, immerhin schon Platz 99 bei den Mädchennamen in den USA. Als Jungenname allerdings deutlich seltener, aber das kann sich schnell ändern.
      Gar nicht so selten ist auch Raegan als Mädchenname.

  18. Melanie sagt:

    ich finde Theodora wirklich schön. Ich würde mein Kind auch so taufen. Nur finde ich Anne-Marie zu viel.Und das auch noch mit Bindestrich. Aber Geschmäcker sind verschieden. Leopold Ludwig klingt auch gut.Sunny Charlotte geht gar nicht. Wenn dann nur Charlotte.

  19. Willa Muriel sagt:

    Theodora finde ich schön, genauso wie Dorothea,(was grad nicht zur Disskusion steht), es kann eine kleine Teddy oder Dora werden als Spitznamen, das st doch niedlich. Am Zweitnamen Anne-Marie störe ich mich nicht, vielleicht die Patentante? Sunny ist mir zu verspielt, Sonja wäre schöner. Carolina ist hübsch besser gefällt mir Caroline, und dann Mara vorangestellt, aber beides ok, Anna ist schön, braucht keine Yuna zur Verstärkung, Lavinia ist möglich, ohne Nicole, Nicole allein meinetwegen, Mirabella und Violetta ist mir zu operettenhaft, Mira oder Viola finde ich besser,Enna, naja, da gefällt mir Anna besser,schwierig Mayani (indisch?)Yara ,Amilia Noélie, Amelie oder Amalie wäre schöner.Sofia Ioana ganz hübsch, vielleicht rumänischer Hintergrund
    Lincoln Emil, Ellister Tommy nicht mein Ding, Charly kenne ich als Spitznamen von Karl und Charlotte, Franco dazu, nee,Milow-Joel, bunt gemischt, einzeln machbar, William gefällt mir gut, so hieß mein Großvater, Iwan, an sich ganz nett, habe russische Vorfahren, da ist das vertraut, denke aber auch an Iwan den Schrecklichen, Amos Maximus, Amos Maximilian wäre besser, Leotrim und Artjom habe ich noch nicht gehört, Kuno passt zum Trend Bruno Hugo..Leopold Ludwig finde ich schön, für Brüder, aber auch für einen Jungen allein.Elya und Devyn, naja…

  20. Jan sagt:

    Hätte jemand am Montag im ZDF den (m.E. nicht nicht meisterlichen, aber leidlich unterhaltsamen) Fernsehfilm „Zweibettzimmer“ gesehen?

    https://www.zdf.de/filme/der-fernsehfilm-der-woche/zweibettzimmer-100.html

    Da werden so ziemlich alle kevinologischen Namensklischees der Mittelschicht totgeritten…

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