Von 17. Februar 2017 97 Kommentare Weiterlesen →

Babynamen der Woche 07/2017

Zayn Melik * Felix Otto * Chiara Merida * Liv Vivica * Leora Lisa * Ilija (m) * Viola Emilia * Miriam Magdalena * Tyson Milan-Joachim * Kilian-Maxim * Felias * Javid * Marius Bernd * Yousra-Luisa * Bennik * Emma Ursula * Jamie Dean * Marla Dora * Lilja Orélie * Jendrik * Zelda Fiona * Mika-Marie * Leerin (f) * Le Andrra * Cara Olivia * Linja Juliane * Frida Madeleine * Milian Benedikt * Ben Fabian * Tyler Benji * Janus * Ariana Celeste * Rosmarie * Lennox Uwe * Yasra

Familie mit Kinderwagen © malkovkosta - fotolia.com

Familie mit Kinderwagen © malkovkosta – fotolia.com

Zwillinge

  • Greta Helena & Amelie Sophie
  • Florentin & Jasmin
  • Allegra & Felicia
  • Marie & Max Martin
  • Talia & Lenja
  • Maira Viktoria & Paulin Luise

97 Kommentare zu "Babynamen der Woche 07/2017"

  1. Mutter von Emma sagt:

    Ich mag Emma Ursula! Ursula mag ich ganz gerne und Emma sowieso.

    Außerdem: Greta Helena & Amelie Sophie, Allegra & Felicia, sowie Marie und Max Martin bei den Zwillingen.

    Schönes Wochenende!

    • Rebecca Sophie sagt:

      Emma Ursula finde ich auch toll. Beide Namen sind (glaube ich) altdeutsch, dennoch bietet die moderne Emma einen guten Kontrast zur eher alten Ursula. Klanglich gefallen mir die dunklen Vokale bei Ursula, gerade als Kontrast zur hellen Emma.

    • Chiocciola sagt:

      Ursula ist lateinisch, nicht altdeutsch. Er wurde in Deutschland im 20. Jh. häufig vergeben, vielleicht meinst du das.
      Ich mag den Namen auch gern, die Tochter (11) einer Freundin von mir heißt auch so.
      Emma gefällt mir leider nicht so.

    • Rebecca Sophie sagt:

      Da hast du wohl recht, ich würde sie trotzdem als „deutschen“ Namen bezeichnen, so wie auch Elisabeth.

  2. Jan sagt:

    Wahlpflichtspiel:

    Mädchen: Miriam Magdalena 🙂 – Frida Madeleine und Rosmarie gefallen mir auch.

    Junge: Felix Otto – ohne Begeisterung, Felix klingt mir einfach zu harmlos für einen Mann. Aber Ilja paßt hier nicht in die Landschaft und ist hier auch in verschiedener Hinsicht mißverständlich (RS, Geschlecht)…

    So einen Retro-Kinderwagen wie auf dem Artikelbild habe ich hier kürzlich auf der Straße im Einsatz gesehen. Wo in Hannover, wenn nicht im Grüne-Lehrer-Gentry-Stadtteil List? Ich war mit drei Müttern unterwegs (was für einen Mann recht anstrengend sein kann, so nett sie allesamt waren, und auch wenn ihre Kinder nicht dabei waren), und sie wußten zu berichten, daß die Dinger sauteuer seien, angeblich ein Tausender.

    • Jan sagt:

      Ah, Emma Ursula hatte ich übersehen. Das gefällt mir auch gut.

    • Tilda sagt:

      Jan, google mal Kombikinderwagen Inglesina Classica. Die sind so bei min. 900 EUR. Aber das ist normal für einen Markenkinderwagen. Viele. Eltern, die ich kenne, haben für Kinderwägen mehr als 800 EUR ausgegeben.

      Namen finde ich schön: Viola Emilia und Milian Benedikt und Cara Olivia und Ariana Celeste

      Ungute Kombinationen:
      Miriam Magdalena (Alliteration 🙁 ).
      Tyson Milan-Joachim – zuviel Stilmix
      Jamie Dean * – zu nah an James Dean
      Zelda Fiona zu gemixed für mich
      Mika-Marie – ich hasse Alliterationen
      Le Andrra hört sich nach Ortsname in Südeuropa an.
      Tyler Benji – Tyler finde ich einfach furchtbar.
      Janus – finde ich einfach nicht gut wegen der Mythologie
      Lennox Uwe – ganz schlimme Namen und als Kombi auch noch unpassend.

      Mein privater Kindername der Woche:
      Mark Aurelian
      (War auf einem Auto aufgeklebt. Ihr wisst schon: Mark Aurelian an Board)
      Ich finde es völlig daneben, weil Mark Aurel, römischer Kaiser, da so deutlich durchklingt. Es geht gar nicht um die Person Mark Aurel, sondern um das Nachbenennen nach historischen oder prominenten Personen. Ich finde auch James/Jamie Dean, Johann Sebastian, Wolfgang Amadeus… als Namen unmöglich.

    • Jan sagt:

      Tilda, danke für die Info, ja diese Dinger waren das, die wir da gesehen hatten, die mit den unterschiedlich großen Rädern, wie eben auch oben auf dem Bild… Irgendwie ist da die Botschaft: „Wir selbst sind perfekte Menschen geworden – und wenn das mal nicht schon mit unserem Kinderwagen angefangen hat! Also wollen wir das auch für unsere Kinder!“ 😉 Na, das war nun nicht ganz ernst gemeint. Eigentlich mag ich diesen Retro-Stil auch – nur nicht unbedingt die Leute, die ihn ebenfalls mögen. Meine übliche Haßliebe zu grünen Gentry, halt…

      (War auf einem Auto aufgeklebt. Ihr wisst schon: Mark Aurelian an Board)
      Ich finde es völlig daneben, weil Mark Aurel, römischer Kaiser, da so deutlich durchklingt.

      Genau. 🙄

      Und er klingt eben auch noch falsch durch, insofern Mark Aurel eben Marcus Aurelius geheißen hat und nicht Marcus Aurelianus. Mark Aurelianus ist echt was für ’nen Heckaufkleber. 😀

    • Mutter von Emma sagt:

      Kinderwagen sind- ähnlich wie Namen- heute zum Statussymbol geworden. So ist jedenfalls mein ganz persönlicher Eindruck!

      Zugegebenermaßen gefallen mir diese Retrowagen aber auch gut. Ich erfülle sehr wahrscheinlich auch -teilweise- das „Grüne-Lehrer-Gentry“ Klischee ;-). Unsere Tochter hat dann aber, auf Bestreben ihres sehr realistisch und praktisch denkenden Vater hin, einen anderen Kinderwagen bekommen. Eine sehr weise Entscheidung, denn nach kurzer Zeit stiegen wir auf einen gut bedienbaren und leichten Buggy um und hatten mit Kinderwagen + Buggy, sehr viel weniger Geld investiert, als für den schicken Retrowagen. Zudem fielen wir damit eher auf und waren somit dann komischerweise doch individueller als die breite Masse. Freunde von uns „erbten“ für ihre Tochter einen Kinderwagen im „Bümchendesign“. Nicht besonders hübsch, aber das Kind liebte ihn!

      Mal ganz ehrlich- tolle Namen und Kinderwagen sind ja ganz schön, aber eben nicht alles. Wenn die Verpackung hübsch ist, heißt das noch lange nicht, dass auch der Inhalt die Erwartungen erfüllt, die beim äußeren Betrachten geweckt werden.

    • Jan sagt:

      Mutter von Emma, wenn der Vater in diesen enorm wichtigen Status-Fragen (Name, Kinderwagen, Ernährung und der Rest des häuslichen Öko-Terrors) ernsthaft mitzureden hat und eben nicht nur das Geld für die Einfälle von Muddern ranzuschaffen hat, gehört Ihr zumindest nicht hundertprozentig in das Grüne-Lehrer-Gentry-Klischee. :mrgreen:

    • Mutter von Emma sagt:

      @Jan: Ja, bei uns darf auch der Vater mitreden. Puh, dann tut sich doch keine Schublade bei uns auf ;-)!

    • Jan sagt:

      Selbstzitat:

      Aber Ilja paßt hier nicht in die Landschaft und ist hier auch in verschiedener Hinsicht mißverständlich (RS, Geschlecht)…

      Und ich war auch über meine eigenen Füße gestolpert: Ich hatte nicht mal gesehen, daß es ja Ilija heißt und nicht Ilja wie es sein sollte. War vermutlich meine beginnende Alterssichtigkeit. I, l, i und j sind sich einfach zu ähnlich. Und in anderen Schriften noch mehr als in der Verdana hier. Das ist m.E. wirklich ein Argument gegen den Namen Ilja.

      Mutter von Emma, wir Marxisten denken selbstverständlich grundsätzlich nur in Schubladen – und ärgern uns dann, wenn wir selbst in keine richtig reinpassen. 😉

  3. Mareike sagt:

    Wahlpflichtspiel:

    Felix Otto
    Miriam Magdalena

    Bei dem Zwillingen gefällt mir:
    Greta Helena und Amelie Sophie

    Diese Einzelnamen gefallen mir auch noch:
    Lisa, Emilia, Marius, Luisa und Fabian

  4. Rebecca Sophie sagt:

    Bei mir wären es heute Moriam Magdalena (oder Rosmarie, Emma Ursula gefällt mir auch) und mit viel gutem Willen Felix Otto. Wenn ich die Zwillinge mit einbezihe gefällt mir auch Greta Helena unf Max Martin.

  5. Mareike sagt:

    * Mika-Marie
    Mika ist für mich eindeutig männlich. Ich kenne nur Jungen mir diesem Namen. Ja, der Name klingt durch die a-Endung auch weiblich und ist auch wirklich kein toller Jungenname. Aber Mika Häkkinen war bei den Jungen wohl das Namensvorbild. Deshalb Mika für ein Mädchen, lieber nicht.

    * Frida Madeleine
    Ich mag den Namen Frida, würde ihn aber selbst nicht vergeben, ist mir zu sehr neumodisch-nostalgisch. Liegt vielleicht auch daran, dass ich keine einzige Frida aus der Uroma-Generation kenne, sondern nur kleine Mädchen, die so heißen. Ich kenne zwei (1 x Frida, 1 x Frieda).
    Madeleine ist ein schöner Name, wenn er richtig geschrieben wird. Ich kenne ein Mädchen, dass wird Madelein (ohne e am Ende) geschrieben. Als Zweitname ist Madeleine ok, aber als Rufnamen würde ich dann doch lieber die deutsche Form Madgalena vorziehen.

    • Chiocciola sagt:

      Mika heißt die weibliche Hauptfigur im Mädchen-Pferdefilm „Ostwind“. Möglicherweise kam daher die Anregung zur Namensgebung.
      Außerdem kannte ich mal eine alte Dame namens Maria, die Mika gerufen wurde.

    • Rebecca Sophie sagt:

      Ich habe mal gelesen Mika wäre in seinem Ursprungsland weiblich und nur bei uns männlich. In den USS soll es auch weibliche Micas geben.
      Mir gefällt der Name für Mädchen auch besser – und den Bindestrivh finde ich jier sinnvoll, damit die geschlechtsanzeigende Marie nicht vergessen wird.

    • Jan sagt:

      Ich bin mir nahezu sicher, daß Mika in Deutschland durch den finnischen Wett-Auto-Fahrer Mika Häkkinen popularisiert worde ist… Ich kannte selbst einen Frau mit einem Sohn dieses Namens – sie hat explizit gesagt, daß sie durch Häkkinen darauf gekommen sei. (Sie war eine große Anhängerin des „Sports“ des Wett-Auto-Fahrens.)

      Im Vornamenslexikon hier findet sich:

      Da der Name Mika in Deutschland wohl durch den bekannten finnischen Autorennfahrer Mika Häkkinen populär wurde, ist er vor allem als Jungenname bekannt. In den nordischen Ländern ist Mika aber auch ein gängiger Mädchenname.

      Und das kommt ja auch durchaus hin: In Finnland wird nun einmal eine vollständig andere Sprache gesprochen als in den anderen skandinavischen Ländern (jetzt mal von der schwedischen Minderheit in Finnland abgesehen). Vielleicht ist der Name in Finnland (und durch Häkkinen eben auch in Deutschland) im wesentlichen männlich, in den germanischsprachigen skandinavischen Ländern hingegen auch oder gar im wesentlichen weiblich.

    • Ayame sagt:

      Mika ist in Japan ein gängiger weiblicher Vorname. Ich kenne eine japanische Mika, deren Kanji (Schriftzeichen) in etwa „schöne Blume“ bedeuten.

  6. elbowin sagt:

    Senf gibt es zu …

    Zayn Melik * „One Direction“ Fans?
    Ilija (m) * Das „(m)“ muss man schon dazu schreiben …
    Miriam Magdalena * Maria Magdalena (Sandra „I’ll never be Maria Magdalena“) archaisiert … nä, nicht meins
    Felias * Filius? Nein Felias. Schlechter Bastelname.
    Bennik * -ik (oder -ick) kann man an jeden, wirklich jeden kurzen Namen anhängen. Warte jetzt auf Lönnik (von Lönne) und ähnliche Konstruktionen
    Marla Dora * Benannt nach dem (selbst für KZs) besonders berüchtigten KZ Dora Mittelbau?
    Lilja Orélie * Ein offenkundig deutsches „j“ in Lilja passt schlecht zu einem französischen Zweitnamen (aber ansonsten sind die Namen nicht übel)
    Zelda Fiona * Computerspielfans …
    Le Andrra * Was für eine Mischung! Asiatisch (Vietnamesisch oder Chinesisch) und Albanisch! Trotz des männlich wirkenden „Le“ ein Mädchen.

  7. Annemarie sagt:

    Ich wähle Rosmarie und Jendrik.

    Ursula gefällt mir auch schon immer, auch Ursel. Schade, meine Schwiegermutter mag ihren Namen nicht sonderlich.

    Bei Janus denke ich leider an Anus …

    • Miez sagt:

      Da kommt die Lateinstudenin in mir durch, ich verbinde Janus mit dem gleichnamigen römischer Gott. Er hat zwei Köpfe, der eine schaut nach vorne, der andere nach hinten und sieht so auf das alte und das neue Jahr.
      Aber mein Kind würde ich dennoch nicht so nennen.

    • Jan sagt:

      Na, und der römische Janus lebt ja immerhin auch noch in dem Adjektiv „janusköpfig“ für „zwiespältig“, „gebrochen“, „schillernd“, „gespalten“ (oder so) fort. So ein bißchen wie Jekyll und Hyde…

      Solche Menschen sind natürlich interessant, klar! Aber ein Segenswunsch ist das nun nicht gerade… Und wenn der Burli dann einfach ein stumpfer Langweiler wird, wird es auch noch lächerlich.

      Und dazu halt echt die Assoziation zu Anus.

      Kein guter Name. :-/

    • cassis sagt:

      Im Bekanntenkreis ist ein kleiner Janus geboren worden (im Januar, deswegen heißt er auch so) und auch meine Assoziationen waren „zwei Köpfe“ und „Hinterausgang“. Janusz oder Janosch fände ich da unproblematischer.

    • Maria Th. sagt:

      Dieselben Assoziationen bei mir… hätten sie es doch gelassen!
      Wenn man schon unbedingt den Januar in irgendeiner Fom im Namen haben möchte, hätte es JAN auch getan ;-). Oder aber dann gleich richtig Januarius. da gibt’s einen Heiligen, in Italien als St. Gennaro verehrt, Stadtpatron von Neapel (mit Blutwunder! 😉 ).
      Ich bin kein Fan von „Monatsnamen“, da haben wir ja vor längerer Zeit schon mal diskutiert.
      Man hat ja heutzutage selten soviele Kinder, dass man sie monatsmäßig durchbenennen müsste. Was würde man mit den zweiten oder dritten Kindern machen, die zufällig im selben Monat zur Welt kommen?

    • Jan sagt:

      Na, den Kalauer hatte ich mich gestern abend nur anzudeuten getraut und mühsam verkniffen. Nun aber: Ich vermute, die meisten werdenden Eltern wünschen sich ein Kind mit nur einem Gesicht und nur einem Kopf, jeweils zwei Augen, Armen und Beinen etc. Als ich Janus gelesen hatte, war mir hingegen sofort das Lied „Burli“ von der Ersten Allgemeinen Verunsicherung in den Kopf gekommen:

      https://www.google.de/search?client=ubuntu&channel=fs&q=burli+eav&ie=utf-8&oe=utf-8&gfe_rd=cr&ei=VRWoWIeDHqGT8Qe954H4Aw

      Burli, burli, burli
      mein Gott
      is unser Burli süss
      Der Burli hat links
      und rechts drei Ohrli
      an jeder Hand 10 Finger
      und Hände hat er vier
      keiner spielt so schnell Klavier

    • Jan sagt:

      Man hat ja heutzutage selten soviele Kinder, dass man sie monatsmäßig durchbenennen müsste.

      😀

      Mir schießt gerade folgendes Szenario durch den Kopf: Ein junges Pärchen um die zwanzig beschließt, wirklich viele Kinder zu bekommen. Sei es, weil sie Unterschicht sind, sei es, weil sie religiös oder sonstwie gestört sind. Es klappt. Und die numerieren die dann wirklich durch:

      Prima, Secundus, Tertius, Quarta, Quintus, Sixta, Septimus…

      So, und dann hat das Weibchen irgendwann (bei welcher Nummer auch immer) durch Kindergarten, Wartezimmer im Stützenamt, Schule etc. schon so viel Kontakt zu anderen Müttern bekommen, daß sie die Reißleine zieht und doch noch anfängt, die Pille zu nehmen. Männchen schnallt natürlich nichts, macht, was Frauchen ihm sagt, wird nicht informiert und fragt auch nicht nach. Das letzte Kind heißt dann Benjamin.

      😉

    • Maria Th. sagt:

      Hätte ich nicht erwartet, dass das Lied es in die norddeutschen Niederungen geschafft hat und heute noch (zumindest einigen) bekannt ist. Ich dachte, der Austro-Pop wäre irgendwo einerseits in den 90ern, andererseits irgendwo im mittleren Deutschland stehengeblieben.

    • Jan sagt:

      Maria Th., mit dem Austro-Pop/Rock in Norddeutschland ist das so eine Sache. Das Burli-Lied habe ich auch erst lange nach seiner Entstehung kennengelernt, so gegen 2005. Es ist für einen „normalen“ Norddeutschen einfach sprachlich un-, jedenfalls schwer verständlich. „Banküberfall“ oder „Küß die Hand“ kannte hier aber schon zu ihrer Entstehungszeit jeder. Das von Dir hier mal erwähnte herrliche „Es lebe der Zentralfriedhof“ von Ambros kannte ich nicht, Konstantin Wecker hingegen ist in den Zielgruppen-Milieus hierzulande so bekannt wie anderswo.

      Es hat wohl wirklich damit zu tun, welche Kompromisse dialektale Künstler mit dem Hochdeutschen zu machen bereit sind. Beispiel aus Kölle: Willi Millowitsch kannte jeder in Deutschland, weil er so ein gemeinverständliches Kabinetts-Kölsch gesprochen bzw. gespielt hat. Trude Herr hingegen hat zumindest ihre Kabarett-Nummern in richtigem Kölsch gemacht, das eben außerhalb Kölns (und mittlerweile wohl auch in Köln) unverständlich ist. Heidi Kabel (ich weiß, wir hatten das Thema schonmal) hat für die Plattdeutschen und Plattdeutsch-Freaks auf Platt gespielt und für den Rest Deutschlands eben mit einem norddeutschen Akzent, der aber eben auch in Bayern verstanden wird.

    • cassis sagt:

      Zum Thema Musik aus Österreich: Die EAV kannte ich schon als Kind durch meine Mutter, zumindest „Banküberfall“, und wir sind bekanntlich aus Potsdam.
      Von Wolfgang Ambros kenne ich ein sehr schönes Lied, „Alles andre zählt net mehr“, da habe ich allerdings schon Probleme, den Text zu verstehen.
      Und die Band Wanda scheint im Moment ziemlich populär zu sein, die singen auch gut verständlich. Ich habe sie durch Zufall entdeckt.

    • Maria Th. sagt:

      Es lebe der Zentralfriedhof und seine Jubilare!

      Zur Zeit wird der Austro-Pop, der ja arg darniederlag die letzten Jahre, gerade reanimiert:
      Seiler und Speer: Ham kummst 🙂
      https://www.youtube.com/watch?v=GWgisTPKCdk

    • Jan sagt:

      „Wann’s nacht wir über Simmering
      kommt Leben in die Toten.

      Die Pfoffen tanzen met die Huren
      Und die Juden met Araber“

    • Jan sagt:

      Ah, sorry, zu früh auf „Abschicken“ geklickt… Aber das Lied ist einfach zu großartig! 😀 Vielleicht auch, weil es unseren norddeutschen Klischees vom morbiden österreichischen Todeskult entspricht.

      Wie mit den Traditionen, so mit den Klischees: sie spiegeln und brechen sich ineinander. Jeder Wiener weiß, daß von ihm diese Kapuzinergruft-Zentralfriedhofs-Schiene erwartet wird – aber er bedient das in der Regel auch ganz gern.

    • Mirjam sagt:

      Als Österreicherin gehörte die EAV zur Bildung dazu. Hihi.

    • Jan sagt:

      Na, das wäre doch mal ein hübsches Dissertations-Thema (Musik, Kulturwissenschaften, Soziologie oder sowas): „Die Rezeption österreichischer Populär-Musik nördlich der Main-Linie aber der Mitte der 1970er Jahre bis zum Systems-Wechsel 1989. Unter besonderer Berücksichtigung der Lande östlich der Elbe.“ Reinhard Fendrich, Jens Weißflog und den lieben Eltern zugeeignet.

  8. Maia sagt:

    Zunächst einmal etwas Positives: selten haben mir so viele Namen gefallen wie heute. Hier meine Favoriten:
    Felix * Merida * Vivica * Ilija * Viola * Magdalena * Milan * Maxim * Marius * Marla Dora * Orélie * Cara Olivia * Juliane* Milian Benedikt *Ariana Celeste * Rosmarie

    Und dann war da noch Folgendes: Ich war diese Woche zu einer Veranstaltung in einer Großstadtgrundschule. An den Kleiderhaken standen die jeweiligen Namen der Kinder und an einem stand „Elend“. Ist das überhaupt zulässig? Oder ein Scherz der Schule? Mich hat es sehr irritiert…

    • elbowin sagt:

      Hierzulande sollte ein Standesbeamter schon die Notbremse ziehen, wenn Eltern ein Kind „Elend“ nennen wollen–aber eine Garantie dafür gibt es auch nicht. Aberwas, wenn das Kind schon im Ausland seinen Namen bekommen hat?

      Und natürlich gibt es auch Schreibfehler, selbst bei so etwas, vielleicht ist es ja ein Erlend?

    • Maia sagt:

      Ich kann mir schlecht vorstellen, daß ein solcher Schreibfehler nicht schon längst aufgefallen wäre. Es war auch keine Kinderschrift, sondern ein ausgedrucktes Schild. Mir kam auch der Gedanke mit der Namensvergabe im Ausland. Ich kenne die Regelungen hierfür nicht, aber dann müsste im Umkehrschluss ja alles zugelassen werden können, was im Ausland vergeben wurde.

    • Moni sagt:

      War das Schild handgeschrieben oder ausgedruckt?
      Bei handgeschrieben (womöglich noch vom Kind selbst) würde ich ja vermuten, dass es eine Elena war, bei der der Strich beim kleinen a zu lang geworden ist.
      Ansonsten liegen a und d auch auf der Tastatur relativ dicht beieinander. Wenn man da mal nicht aufpasst und korrekturliest, passiert sowas schnell…

  9. Astrid sagt:

    Junge: Marius Bernd – wenn ich keinen blöden Otto gekannt hätte, würde ich Marius Otto empfehlen.

    Es gibt deutlich mehr weibliche Schönheiten heute:

    Mädchen:
    1. Ariana Celeste – himmlisch schön
    2. Cara Olivia
    3. Emma Ursula
    4. Frida Madeleine

    Einzelnamen:
    Chiara
    Miriam
    Fiona
    Juliane

    Joachim
    Ilija (m) kenne ich nur als Ilja und finde das männlicher

    Zwillinge:
    Maira Viktoria & Paulin Luise obwohl ich Paula oder Pauline gewählt hätte

    Drama:
    Jamie Dean – a star is born
    Zelda Fiona – zwei animierte Prinzessinen zusammen
    Lennox Uwe – passen nicht zusammen meiner Meinung nach
    Tyson Milan-Joachim – ach
    Liv Vivica – VVV

  10. Mark sagt:

    Zayn Melik–

    Zugegeben, irgendwie finde ich den One Direction-Sänger schon sympathisch. Wenn man sein Kind schon nach einem Sänger benennt, nun gut, dann ist das nicht die schlechteste Wahl; aber seine Lieder sind eher sexy, die kann man einem Kind gar nicht vorstellen. Außerdem ist der Name ausgesprochen muslimisch, und für mich käme das als Christ nicht in Frage. Vielleicht aber sind die Eltern dieses Kindes Muslime und diese zwei sehr typischen Namen wurden ohne Hinweis auf den Sänger, einfach aus muslimischer Tradition heraus, vergeben. Müsste ich aber raten, würde ich dann irgendwie doch auf eine One Direction-Nachbenennung tippen.

    Felias heißt einer meiner Schüler–hatte angenommen, der Name sei selbstgebastelt, aber er ist anscheinend doch kein Unikat und kommt scheinbar doch irgendwoher.

    Über Emma Ursula, Marius Bernd und Felix Otto habe ich mich sehr gefreut!

    • elbowin sagt:

      Hallo Mark,

      ich habe noch ein bisschen nach Felias gestöbert, das gibt es wohl als spanischen Familiennamen. Als Vorname praktisch nicht existent, auch nicht in den USA (niemals mindestens 5mal vergeben, um in der Statistik der SSA aufzutauschen). Ich konnte auch keine literarischen oder popkulturellen Bezüge herausfinden.

      Es bleibt für mich bis auf weiteres eine Bastelei zwischen Felix, Elias, Phineas, dem weiblichen Namen Felia (wohl russischer Herkunft) und Filius.

    • Mark sagt:

      Hallo Elbowin,

      Habe auch etwas nach Felias gestöbert. In einigen Namensbüchern und Namenswebseiten wird der als eine Neubildung aus lateinisch felix = glücklich aufgeführt. Wahrscheinlich ist diese (wohl doch inzwischen relativ bekannte) Neubildung von den Namen inspiriert worden, die Du hier aufgeführt hast. Besonders die Beliebtheit von Elias und Felix wird zum Entstehen dieser Neuform beigetragen haben.

      Was Neuformen angeht finde ich den Namen noch besser als das meiste andere, was sonst neu entsteht. Aber Elias und Felix sind mir um vieles lieber.

  11. connywuuh sagt:

    Hallo zusammen,
    heute gefallen mir folgende Einzelnamen:
    Felix, Magdalena, Olivia und Juliane.

    Wenn ich die Wahl hätte, würde meine Tochter Miriam Magdalena heißen, und mein Sohn Felix Otto.

    Bei den Zwillingen:
    an ehensten noch: Greta Helena & Amelie Sophie

  12. elbowin sagt:

    Noch eine offene Frage:

    Was steckt hinter dem Namen Leerin (f)?

    Ich habe beim Rumstöbern eigentlich nichts passendes gefunden, einige wenige Namensträgerinnen aus den USA mit seltsamen Konstruktionen wie Le’Erin LeErin Léerin (also etwas an das schon zweifelhafte auf irisch machende Erin drangebastelt) und eine Mangafigur Leerin (wahrscheinlich Li-Rin ausgesprochen).

  13. Hanna sagt:

    Zayn Melik – One Direction Fans?
    Felix Otto – mag Otto zwar gar nicht, aber der bleibt ja wohl eh stumm Chiara Merida – Joa, warum nicht, auch wenn Merida natürlich stark an Disney erinnert
    Liv Vivica – zu viel V
    Leora Lisa – Mag ich, aber könnte mir vorstellen, dass es häufig mit Leona verwechselt wird
    Ilija (m)- wird immer die Schreibweise erklären müssen…
    Viola Emilia – Schön ja
    Miriam Magdalena – mich stört das „M“ am Übergang
    Tyson Milan-Joachim – echt nicht
    Kilian-Maxim – Hätte den Bindestrich weggelassen
    Felias – Hört sich an wie gebastelt aus Felix und Elias oder so?
    Javid – Viel zu ähnlich zu David, wird immer verwechselt werden Marius Bernd – Mag ich beide nicht
    Yousra-Luisa – Nee, mag ich nicht
    Bennik – klingt auch wieder extrem gebastelt
    Emma Ursula – Emma geht ja eh immer und Ursula ist dann wohl die Oma? Jamie Dean – Jamie klingt für mich so unglaublich unseriös und nach Spitzname, außerdem: Jamie/James Dean? Ernsthaft?
    Marla Dora – könnte auch ein Name sein, hat irgendwie was
    Lilja Orélie – Lilja als nichtdeutsche Variante, aber dann Aurélie eingedeutscht? (Oder gibts Orélie auch wirklich irgendwie?)
    Jendrik – klingt gut, aber halt auch sehr wie Hendrik
    Zelda Fiona – The Legend of Zelda
    Mika-Marie – Find ich eigentlich schön, aber Mika ist halt viel verbreiteter als Jungenname…
    Leerin (f) – Noch nie gehört, aber hört sich ziemlich männlich an wegen n am Ende
    Le Andrra – verunglückte Leandra oder was?
    Cara Olivia – schön!
    Linja Juliane – joa, ist ok
    Frida Madeleine – Hat was
    Milian Benedikt – hätte lieber Milan genommen
    Ben Fabian – laaangweilig
    Tyler Benji – Mag Tyler im deutschsprachigen Raum nicht so, wirkt irgendwie kevinistisch
    Janus – Der wirds später schwer haben als Teenager…
    Ariana Celeste – wunderschön
    Rosmarie – Aus der Mode gekommen, aber noch akzeptabel
    Lennox Uwe – passt gar nicht
    Yasra – Kommt mir bekannt vor

  14. Ayame sagt:

    Wahlpflicht: Miriam Magdalena und Felix Otto

    Zwillinge: Greta Helena & Amelie Sophie

    OK: Cara Olivia, Linja Juliane und Ariana Celeste, Fida Madeleine sind ganz schön.

    Oh je, oh je:

    Lennox Uwe ist echt der Burner, ebenfalls Tyson Milan-Joachim – und dann noch mit Bindestrich…. Die Kinder tun mir echt leid…

  15. Moni sagt:

    * Zayn Melik: Die „One Direction“-Fans sind schon im fortpflanzungsfähigen Alter? Jetzt fühle ich mich alt…

    * Felix Otto: Felix finde ich toll, mit Otto kann ich so gar nichts anfangen.(Wird für mich trotz des Benjamin-Blümchen-Sidekicks auch immer ein Alte-Männer-Name bleiben.)

    * Chiara Merida: Hm, mich wundert, dass es nicht Elsa Merida geworden ist… 😉

    * Liv Vivica & Linja Juliane: An sich alles schöne Namen, aber das klappert ganz heftig beim Übergang.

    * Leora Lisa: Leora ist mal was Neues und recht gefällig. Aber Lisa ist mir dazu zu kurz, und die Alliteration wirkt billig. Wie schön und edel wäre Leora Elisabeth gewesen…

    * Ilija (m): Empfinde ich durch durch das zusätzliche i und die dadurch verschobene Betonung als (zu) weiblich.

    * Viola Emilia: Diese Woche mein Mädchennamen-Favorit.

    * Miriam Magdalena: Ist tatsächlich zu dicht an Maria Magdalena dran.

    * Tyson Milan-Joachim: Ach du Schande! Und auch noch mit Bindestrich…

    * Kilian-Maxim: Streicht den Bindestrich und wir kommen ins Geschäft…

    * Felias: Wirkt für mich wie eine gekürzte Felicitas. Somit denke ich spontan an ein Mädchen. Soll ja aber wohl ein Junge sein…

    * Javid: Nicht mein Fall.

    * Marius Bernd: Diese Woche mein Jungsnamen-Favorit.

    * Yousra-Luisa: Läuft nicht so ganz rund.

    * Bennik: Bei einem kleinen Jungen, der sich mir so vorstellt, würde ich immer „Benedikt“ denken.

    * Emma Ursula: Ich finde beide Namen nicht toll. Auch wenn Ursula meine Lieblings-Disneyschurkin ist.

    * Jamie Dean: *Augenrollen*

    * Marla Dora: Beides keine schlechten Namen, aber irgendwie läuft das nicht rund.

    * Lilja Orélie: Ich denke auch, dass Orélie eine „Schreibe wie du sprichst“-Aurélie ist.

    * Jendrik: Ja, kann man machen.

    * Zelda Fiona: Zwei Prinzessinnen… 🙂

    * Mika-Marie: Einen Zweitnamen, um anzuzeigen, dass Mika weiblich ist, finde ich gut. Eine Alliteration mit Bindestrich aber eher nicht so.

    * Leerin (f): Nein, in keiner Aussprache schön. Außerdem: to leer = anzüglich / lüstern grinsen, bzw. nach etwas schielen.

    * Le Andrra: Falsch geschriebene Leandra. Schade um den hübschen Namen.

    * Cara Olivia: Ja, geht.

    * Frida Madeleine: Passt für mich nicht zusammen.

    * Milian Benedikt: Das zweite i macht den ohnehin schon weichen Milan völlig formlos. Da rettet Benedikt auch nichts mehr.

    * Ben Fabian: Geht immer, gewinnt aber auch keinen Preis für irgendwas.

    * Tyler Benji: Nein danke.

    * Janus: Kann man als Zweitnamen nehmen, wenn das Kind am 1.1. geboren wurde. Sonst nicht.

    * Ariana Celeste: Gefällt mir überraschend gut, ist allerdings etwas hochtrabend in der Kombination. (Adelsspross?)

    * Rosmarie: Ohne e mittendrin erinnert es leider mehr an das Gewürz als an Rosen…

    * Lennox Uwe: Nein.

    * Yasra: Bei entsprechendem Hintergrund okay.

    * Greta Helena & Amelie Sophie: Amelie Sophie reimt sich leider. Vielleicht die Zweitnamen tauschen?

    * Florentin & Jasmin: Ist Florentin ein Junge oder eine Florentine mit vergessenem e?

    * Allegra & Felicia: Sehr hübsch!

    * Marie & Max Martin: Ist Martin der Nachname? In jedem Fall zuviel M!

    * Talia & Lenja: Auch hübsch.

    * Maira Viktoria & Paulin Luise: Bei Pauline fehlt das e.

    • Miez sagt:

      Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, den Namen Orelie tatsächlich in der Schreibweise mal in einem Roman gelesen zu haben…

  16. Jan sagt:

    Tyson Milan-Joachim. Ich weiß, es ist gemein gegenüber meinen Klassenbrüdern, und ich sollte das nicht sagen, aber das ist für mich der Burner (dieses Wort habe ich gerade gelernt, siehe oben) dieser Woche. 😀 Meine Deutung: Pärchen Ex-Yu plus deutsch. Namen der zu ehrenden Verwandten werden dann (praktischerweise mit Bindestrich) als Zweitname gewählt. Als Erstname dann ein Name, denn man aufgeschnappt hat, der aber leider im Deutschen klingt wie irgendein schwarzer US-Boxer oder sowas.

    Wenn das auch nur ansatzweise stimmen sollte: Immerhin hätten meine Klassenbrüder dann noch die lobenswerte Gewohnheit, das Alter zu achten und die Namen ihrer Familien weiterzugeben. 🙂 Es wäre dann ein liebenswerter Name, den zu vergeben ich mich freilich gänzlich außer Stande sähe.

    Ja, Lennox Uwe ist auch ein Burner. 😀

    • Jan sagt:

      Und wirklich schlimm finde ich Felias. Klingt extrem nach ultraweich gespülter Schwuli-Transgender-Mittelschicht. Fast noch grottiger als Lias, und das will etwa heißen. Muttchen hätte am liebsten gleichzeitig einen Sohn und eine Tochter gehabt, oder eben ein Wesen das mal ein Junge und mal ein Mädchen ist. Wäre es ein Mädchen geworden, hieße sie vermutlich Hermanna, Kai oder Rigoberta Mentschu.

      Ein Zwitter-Name. Widerlich. Eltern einsperren und Kind ins Heim, das wäre für alle das Beste.

      Dann wirklich lieber Tyson Milan-Joachim oder Uwe Lennox, echt.

    • Jan sagt:

      Ich bitte für den, nun ja, nächtlich-exaltierten Tonfall um Entschuldigung. Es tut mir leid.

      Aber sie sind einfach so etwas von scheußlich, diese selbstgestrickten Ultra-Softie-Namen! Mir sind die krausen Kevinismen meiner Klassenbrüder wirklich lieber als diese Androgyn-Masche.

      Ich meine, Felix ist nun schon an sich irgendwie eine Blümchen-Name und einem erwachsenen Mann mit einer Prägung, einem Gesicht und einem Schicksal oft kaum angemessen. Aber sogar das -ix ist den Leuten offenbar noch zu knurrig, es muß das weichliche -ias sein.

      Das paßt zu einer Gesellschaft, in der sogar schon „milder Orangensaft“ und „Gorgonzola dolce“ erfolgreich beworben und verkauft werden können.

      Es scheint heute völlig rätselhaft, wie die deutschen Imperialisten und die deutschen Faschisten auf den Gedanken kommen konnten, ausgerechnet mit diesem Volk einen Angriffskrieg führen zu wollen. 🙄

  17. Willa Muriel sagt:

    für Jan:
    Die Römer sollen sich nicht so viel Mühe mit den Namen ihrer Kinder gegeben haben, wie zum Beispiel die Griechen und Hebräer, die Bedeutung ist oft unwichtig und es soll wirklich teilweise durchgezählt worden sein, Primus bis Quinta 😉

    • Jan sagt:

      Jaaa, ich weiß, daß das nicht nur Blödelei war, daß die Römer also teilweise wirklich durchnumeriert haben… Meines Wissen gab es das aber nur für Jungs und erst ab Nr. 5. Also Quintus, Sixtus, Septimus. Weder weiß ich, ob da die Mädchen dazwischen mitgezählt wurden (vermutlich nicht), noch, ob diese Namen auch „außer der Reihe“ vergeben wurden (vermutlich ja). Mir gefällt einfach diese grummelige Phantasielosigkeit und Unprätenziosität. 😀

    • Nea sagt:

      Doch doch, das gab es auch für Mädchen (z.B. Octavia) und oft war der Geburtsmonat, nicht die Anzahl der Kinder gemeint.

    • Miez sagt:

      Die römische Namensgebung ist sehr interessant. Nur die Männer hatten wirkliche Vornamen. Es gab etwas 16 Namen. Deshalb waren Cognomen, die Beinamen so wichtig. Durchgezählt haben die wenigsten Römer. Die meisten hießen Julius, Marcus, Titus, Decimus, Gauius etc. Die Töchter hatten keinen Vornamen, sondern bekamen den Nachnamen des Vaters, an den ein a gehängt wurde.
      Marcus Tulius Cicero hatte einen Sohn namens Marcus und eine Tochter namens Tulia. Octavianus Julius, besser bekannt als Kaiser Augustus hatte eine Tochter namens Julia. Da diese Augustus Neffen heiratete, hieß ihre Tochter auch Julia.
      Wenn eine Familie mehrere Töchter hatte, hießen diese alle gleich. So hätte Lucius Livius zum Beispiel zwei Söhne namens Titus und Marcus und zwei Töchter namens Livia. Die ältere wäre Livia maior (die ältere Livia) die jüngere Livia minor ( die kleinere Livia) gewesen. Es gibt kleine Ausnahmen von der Regel. So hieß Augusts Schwester, die aus dem julianischen Geschlecht stammte Octavia
      Und nein, die Mädchen würden nicht mitgezählt werden, sollten die jungen wirklich Primus, Secunds etc. genannt worden sein, das war aber wirklich selten.

    • Jan sagt:

      Wow, vielen Dank, Miez, für die prima (;-) Erläuterungen! Das mit den nicht-existenten „richtigen“ Mädchennamen war mir komplett neu. (Latein und Alte Geschichte sind weitgehend an mir vorbeigegangen.) An das mit den ganz wenigen männlichen Vornamen der Römer konnte ich mich noch vage erinnern – und eben auch daran, daß (wenn es denn stimmt) mit den Nummern-Vornamen erst bei einer auch damals ungewöhnlich hohen Zahl von Söhnen (nämlich eben fünf = Quintus) begonnen worden sei…

      Schönen Sonntag rundrum! 🙂

    • Jan sagt:

      Kurzer Nachtrag: Wikipedia belehrt mich, daß das mit der Ableitung der Nummern-Namen von Monatsnamen (wie von Nea erwähnt) wohl doch wahrscheinlicher sein soll als eine Durchnumerierung.

      Einerlei: Ich finde diese knurrige Phantasielosigkeit weiterhin einfach reizvoll.

      Die häufigsten Vornamen waren Marcus, Lucius und Gaius. So hieß schon mehr als die Hälfte der männlichen römischen Bürger; zusammen mit Publius und Quintus mehr als drei Viertel. Die übrigen Namen waren selten.

      https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6mischer_Vorname

      😀

      Knuds Listen wären damals also deutlich monotoner ausgefallen.

    • Nea sagt:

      Augustus (Octavian) hatte sogar zwei Schwestern namens Octavia: Octavia maior und Octavia minor. Also drei Geschwister mit der gleichen Zahl. 😉 Aber dann scheint das wohl eher die Ausnahme gewesen zu sein, dass Mädchen auch so einen ersten Namen hatten.

    • Nea sagt:

      …moment, ich habe jetzt auch den von Jan verlinkten Wikiartikel gelesen und da steht, dass auch Frauen einen Individualnamen hatten. Weißt du näheres @Miez?

    • Knud sagt:

      Ich hatte dazu auch mal etwas geschrieben:
      http://www.beliebte-vornamen.de/6054-altes-rom.htm

      Und noch viel mehr der Herr Mommsen:
      http://www.beliebte-vornamen.de/6197-mommsen-1.htm

    • Rebecca Sophie sagt:

      Ich kenne das eigentlich in etwa so wie von Jan erklärt, allerdings erhielten die Mädchen ihre Namen meines Wissens auch teilweise von der Mutter.

    • Miez sagt:

      Ich kenne den Wikipediaartikel und war anfangs auch verwundert. Doch meine Dozenten erklären uns die Namensgebung immer so wie ich sie dargestellt habe.Ich habe schnell mal einen Stammbaum aus einem alten Seminar herausgeholt. ^^ Normalerweise erhalten die Töchter denn Nachnamen des Vater und haben keine „echten“ Namen. So hießen die Töchter der Octavia (Augusts Schwester), die mit Marcus Antonius Triumvir verheiratet war, Antonia Maior (die 39 v. Chr geboren wurde) und ihre ein Jahr jüngere Schwester Antonia Minor. So weit stimmt, was ich gesagt habe.
      Antonia Minor heiratete aber Nero Claudius Drusus, ihre Tochter hieß Livilla (31 n. Chr. gestorben)und nicht wie zu erwarten wäre Claudia. Da Nero Claudius Drusus Mutter Livia hieß, würde ich spekulativ behaupten, das Mädchen ist nach ihr benannt. Livilla ist der Deminuativ von Livia.
      Hier hatte das Mädchen einen „richtigen“ Namen, könnte man sagen. Warum das so ist, weiß ich leider nicht. Es gibt einige solcher Ausnahmen. So hatte Antonia Minors Sohn Germanicus drei Töchter namnes Agreppina, Drusilla und Julia Livilla (damals waren Doppelnamen wohl auch schon in). Augenscheinlich wirken die Namen wie heute Emma, Mia und Marie. Aber all diese unterschiedlichen Vornamen sind Nachnamen bzw. Beinahmen. So geht Agrippina auf Germanicus Frau Aggrippina zurück ( was Rebecca Sophies Aussage bekräftig) Drusilla ist der Deminuativ des Beinamen ihres Großvaters Nero Claudius Drusus und Julia Livilla geht auf den Geschlechternamen der Julier zurück (die ganze Familie stammt von ihnen ab) und Livilla ist der Name ihrer Tante.
      Ich hoffe, das war nicht all zu kompliziert erklärt.^^

      Die Regel ist aber die Antonia Minor und Maior-Geschichte.
      Da ich im Moment Semsterferien habe, komme ich nicht so häufig an die Uni. Wenn ich mal wieder da bin, recherschiere ich gerne weiter, wenn Interesse besteht und frage gerne noch mal meine Professoren.

  18. Willa Muriel sagt:

    nicht vergeben würde ich:
    Zayn Melik
    Yousra-Louise, höchstens ohne Bindestrich
    Chiara Merida
    Liv Vivica, Liv ja, mit passenderem Zweitnamen
    Leora Lisa, Leonore oder Leonie fände ich besser
    Tyson Milan-Joachim, da gefällt mir nur Joachim
    Felias
    Javid
    Bennik
    Jamie Dean, höchstens für einen kleinen Amerikaner
    Lilija Orelie , Aurélie gefällt mir besser
    Jendrik, lieber Jens-Hendrik 😉
    Zelda Fiona
    Mika-Marie, Mika kenne ich nur männlich, zu Marie gibt es viele schöne Namen, die sich als Dppelnamen eignen
    Leerin kenne ich nicht klingt für mich Leer
    Milian Benedikt, hätte Milan genommen, Bendikt ist ok
    Tyler Benji, Tyler gefällt mir nicht, wie Tyson, Benji bin ich vorbelastet so heißt der Hund einer Freundin, würde ich auch sonst nicht vergeben, lieber Ben, Benjamin, Benedikt
    Cara Olivia, Cara ist schön, gefällt mir nicht mit Olivia die bedeutung ist nicht stimmig Cara Marie gefiele mir besser
    Linja Juliane, in der Kombination nicht, Linja, Lilja…nicht so mein Ding, außer es handelt sich um Familie , die zugereist sind und es kommt in der Heimatsprache vor, Juliane finde ich gut
    Janus würde ich von der Bedeutung nicht nehmen, der Zweigesichtige Gott
    Janusz dagegen schon, es ist glaube ich eine polnische Form von Johannes und wird Jansoch gesprochen
    Le Andrra, wo kommt das her?
    Yasra,aus dem orientalischen Raum? Dann ok
    Lennox, das ist für mich wie Tyler, Tyson, Uwe ist der Patenonkel?
    Gut gefällt mir:
    Felix, Otto
    Liv und ein hübscher Zweitname erinnert mich an Liv Ullmann
    Viola Emilia, kannte mal eine Viola, sehr niedliches Mädchen
    Kilian ohne Maxim
    Maria Dora
    Madeleine oder Magdalena, statt Frida (Kahlo) lieber Friederike
    Ariana
    Rosemarie
    Emma wird viel vergeben, ok nicht mein Ding
    Ursula, die Bärin, niedlich

  19. Chiocciola sagt:

    „Florentin & Jasmin: Ist Florentin ein Junge oder eine Florentine mit vergessenem e?“

    Florentin ist ein männlicher Vorname. Jasmin kann sowohl weiblich als auch männlich sein.

    Miriam Magdalena – zwei meiner Lieblingsnamen, so kombiniert hätte ich nicht, trotzdem nach meinem Empfinden ein schöner Name auch in der Kombination, die 3 Ms empfinde ich nicht als störend.

    Schöne Zwillingskombination:
    Allegra und Felicia – die Heitere und die Glückliche; beides eher ungewöhnliclhe, aber bekannte Namen mit ähnlichem Sprachhintergrund und schönem Klang

    Greta Helena und Amelie Sophie – geht, ist aber nicht ganz so schön kombiniert

    Talia und Lenja
    Die ähnlichen Endungen (ia – ja) bei unterschiedlicher Schreibung (i/j) und Aussprache (Talia wird vermutlich auf der 2. Silbe betont) – das empfinde ich als irritierend.
    Ansonsten OK, beide eher ungewöhnliche Namen mit gleicher Buchstabenanzahl und gleichem Endbuchstaben.

    Maira Viktoria und Paulin Luise
    Viktoria ist schön, Luise gefällt mir nicht so.
    Paulin empfinde ich als unvollständig bzw. ist so ja eigentlich ein männlicher Vorname,
    Maira irritiert mich immer, sieht aus wie Maria mit einem Buchstabendreher und hört sich an wie die Rollstuhlfirma Meyra

  20. Zu den Zwillingen: Es gibt im Freundeskreis einen kleinen Florentin, finde ich hübsch, Jasmin dazu ist für mich weiblich, passt zusammen, obwohl ich Jasmin nicht vergeben würde, für mich ist der Namen negativ besetzt, hätte vielleicht Felizitas genommen oder Veronika Gut gefällt mir Miriam Magdalene und Felix (Otto nicht so), Sie werden Felix und Miriam gerufen, klingt gut ! Allegra und Felicia, passt gut, Maira Viktoria Paulin Luise, hier gefiele mir besser Marie oder Maria, Viktoria ist mir zu bombastisch, aber heute üblich durch die schwedische Kronprinzessin, Paulin gefällt mir als Pauline besser, Luise ist ok.Greta Helena und Amelie Sophie, Helena und Sophie ist schön zusammen, griechisch, Greta ist nett dazu hätte ich statt Amelie lieber Ida genommen, mit Amelie habe Probleme, auf Grund der Bedeutung

  21. Rina sagt:

    So, ich hab mittlerweile auch mal wieder Lust, zu kommentieren:

    Zayn Melik – Dass ein Boyband-Bubi so heißt, war mir gänzlich unbekannt. Hoffentlich haben die Eltern einen entsprechenden (arabischen?) Hintergrund, sonst ist das einfach nur albern.
    Felix Otto – Felix ist ja leider derzeit wieder inflationär, ich mag ihn aber trotzdem noch gern, allein seiner Bedeutung wegen. Otto finde ich einen der besten Namen seiner „Generation“, zu Felix passt er aber m.E. nicht gut. Klingt insgesamt irgendwie sehr abgehakt.
    Chiara Merida – In Deutschland ist mir Clara deutlich lieber als die italienische Chiara. Die hat hierzulande leider einen dezent unterschichtigen Beigeschmack. Mit dem Disney-Namen Merida dazu mutet das Ganze nach Teenie-Eltern an.
    Liv Vivica – Wie von den meisten schon geschrieben, eine phonetisch denkbar ungünstige Kombination. Ohnehin kann ich Liv irgendwie nichts abgewinnen, warum ist dieser Name so in Mode gekommen? Vivica kann man machen.
    Leora Lisa – Leora mag ich gern, ein schöner hebräischer Name mit einer super Bedeutung. Dazu wollte man wohl was Klassisches kombinieren, aber Lisa ist einfach nur unendlich langweilig. Die Alliteration tut ihr Übriges.
    Ilija (m) – Für mich sieht das auch falsch aus. Ist diese Schreibweise irgendwo tatsächlich üblich? Ilja finde ich ganz nett (habe da aber immer automatisch die Stimme von Ilja Richter im Ohr. Willkommen in der Disko!)
    Viola Emilia – Einzeln finde ich beide okay, in der Kombination wirken sie mir aber zu weichgespült. Auch stört mich mal wieder der Vokalcrash an der Wortgrenze.
    Miriam Magdalena – dazu wurde wohl schon alles gesagt. Geht in dieser Kombination wegen Maria Magdalena einfach gar nicht. Ansonsten sind beide Namen schön.
    Tyson Milan-Joachim – Ohje. Da öffnet sich leider eine Schublade.
    Kilian-Maxim – Kilian mag ich gar nicht, der klingt mir zu sehr an killing an. Maxim ist schön, bei slawischem Hintergrund. Was aber soll der Bindestrich?
    Felias – Fällt schon kaum noch auf zwischen den aktuell modernen superweichen Jungennamen, scheint aber wirklich eine wurzellose Neuschöpfung zu sein, oder? Für mich klingt er enorm nach Katze.
    Javid – Gibt’s den wirklich oder ist das eine David-Abwandlung? Erinnert mich an Jarvis – nicht gerade vorteilhaft.
    Marius Bernd – wäre umgekehrt flüssiger, aber vermutlich ist hier mit Bernd der Opa verewigt. Ich finde beide Namen okay, wenn auch nicht überragend.
    Yousra-Luisa – Dafür ist sicherlich ein orientalisch-deutsches Elternpaar verantwortlich. Mir gefällt der Sprachmix, zumal mit Bindestrich, trotzdem nicht besonders. Außerdem kommt mir Luisa mittlerweile reichlich ausgelutscht vor.
    Bennik – Ben + Jannik? Könnte auch ein Pokémon sein.
    Emma Ursula – Auch hier vermute ich im Zweitnamen eine Hommage an die Oma (oder Uroma?). Ursula, das Bärchen, gefällt mir allerdings überhaupt nicht. Emma ist viel zu häufig, ansonsten okay.
    Jamie Dean – bekommt hoffentlich nie einen schnellen Sportwagen in die Finger.
    Marla Dora – Durch die gleiche Silbenzahl und die gleich Endung klingt das wie eine Aufzählung. Marla gefällt mir klanglich nicht (erinnert an Marmelade, finde ich), Dora kann man sicherlich machen.
    Lilja Orélie – Lilia fände ich schöner, zu Orélie wurde ja schon rege diskutiert – auch ich kann diese Schreibweise nicht einordnen. Aurelia hätte ich gut gefunden (dann allerdings nicht zu Lilja/Lilia).
    Jendrik – Kommt hier oben häufiger vor, kann man machen. Im Süden der Republik, wo er weniger bekannt ist, besteht aber sicherlich Verwechslungsgefahr mit dem stärker verbreiteten Hendrik.
    Zelda Fiona – Der große Bruder heißt bestimmt Link Shrek. Nee, ganz ehrlich, Zelda kann man in den USA vielleicht noch vergeben, aber hier ist der Name ja nun wirklich fast nur durch die Videospielreihe bekannt und vereinnahmt. Fiona fände ich allein oder in einer anderen Kombination ganz nett.
    Mika-Marie – Mika ist für mich auch eher männlich konnotiert, aber man kann sich bestimmt schnell daran gewöhnen. Der Standard-ZN Marie dazu aber, und das auch noch mit Bindestrich, und schließlich als Alliteration… Nee, lieber nicht.
    Leerin (f) – Da geht es mir wie elbowin. Was zum Kuckuck soll das sein?
    Le Andrra – Leandra war wohl zu normal. Sorry, das geht gar nicht.
    Cara Olivia – Eine liebe Olive. Abgesehen vom Vokalsalat an der Wortgrenze ganz okay.
    Linja Juliane – Lenja kenne ich, aber Linja? Dass auf das -ja direkt ein Ju- folgt, macht die Sache auch nicht besser. Juliane allein ist ein bisschen aus der Zeit gefallen, wäre aber gerade deshalb mal ganz erfrischend.
    Frida Madeleine – Frieda mag ich mit -e- lieber, anstelle der französischen Madeleine hätte ich eine Madgalena dazu wirklich gut gefunden.
    Milian Benedikt – Ist Milian so ein neuer Trend-Bastelname oder hat der wirklich einen Hintergrund? Ein verkürzter Maximilian, ein verhunzter Milan, oder doch etwas ganz Anderes? Ich habe ihn jedenfalls jetzt schon häufiger gesehen. Benedikt ist mir allzu christlich-pietistisch, kann man aber durchaus machen.
    Ben Fabian – Finde ich gut, obwohl Ben derzeit so häufig vorkommt. Fabian könnte gern mal wieder etwas Aufwind bekommen, den mag ich gern, auch wenn im geneigten Latinistenohr immer die Bohne mit durchklingt.
    Tyler Benji – Tyler finde ich in Deutschland unvergebbar, Benji klingt nach Hundename. Lieber nicht.
    Janus – Den Namen höre ich genauso wie Miez. Keine besonders schöne Assoziation. Obgleich der Doppelgesichtige natürlich eine wichtige Aufgabe erfüllte, galt er ja nicht gerade als sympathischer Zeitgenosse.
    Ariana Celeste – Celeste finde ich superkitschig, Ariana (lieber noch Ariane) kann ich aber gut leiden. Hoffentlich bleibt der ZN stumm.
    Rosmarie – Ich fühle mich auch mehr an Rosmarin als an Rosen erinnert. Das -e- hätte man dem Kind wenigstens noch gönnen sollen.
    Lennox Uwe – Highlight der Woche. Uwe ist bestimmt der Opa. Zu Lennox sage ich gar nichts mehr.
    Yasra – Arabisch? Türkisch? Spricht man [Jass-ra] oder [Jaschra], oder doch ganz anders? Wer weiß mehr dazu?

    • Jan sagt:

      Miriam Magdalena – dazu wurde wohl schon alles gesagt. Geht in dieser Kombination wegen Maria Magdalena einfach gar nicht. Ansonsten sind beide Namen schön.

      Das verstehe ich nicht. Warum „geht das gar nicht“. (Ich finde eher, daß die notorische Baby- und Ischen-Sprachen-Floskel, „geht gar nicht“ gar nicht geht, aber das ist ein anderes Thema.) Maria Magdalena ist bekanntlich den Christen heilig, den Feministinnen gar. Warum soll man da nicht die hebräische Variante von Maria wählen, wenn es einem denn angezeigt erscheint?

      Nach meinem Geschmack sind sowohl Maria als auch Miriam als auch die eher arabische Myriam wunderschöne Namen.

      Und die Kombination Miriam Magdalena scheint mir auch sehr gelungen. Da geht gar nicht gar nicht.

    • Rebecca Sophie sagt:

      Ich sehe das genauso wie Jan. Maria Magdalena ist für mich 1. nicht negativ konnotiert und 2. eine sehr klassische Namenskombi, Marlene setzt sich ja auch daraus zusammen.
      Die hebräische Namensform finde ich hier auch sehr passend.

    • Rina sagt:

      @ Rebecca Sophie: 1. Hmm, mir ist er eben allzu eindeutig. Ich mag so genaue Nachbenennungen nicht besonders – das Kind ist dann irgendwie so… festgelegt, unterbewusst erwartet man direkt die Charakterzüge des Vorbilds, und empfindet den Namen tendenziell als unpassend, wenn sie nicht zutreffen. Vielleicht geht das auch nur mir so. 2. Stimmt, an Marlene dachte ich gar nicht. -lene ist für mich immer automatisch Helena, aber hier hast Du natürlich mit der Magdalena-Ableitung recht.

      @ Klaas Jan: Non ergo iudicio contendo tecum. Mein sprachliches Niveau scheint es dem erlauchten Herrn ja ohnehin nicht wert zu sein.

    • Knud sagt:

      Ich mag die Formulierung „geht gar nicht“ sehr gern. Das sagt so viel mehr aus als drei Wörter normalerweise schaffen.

      Kommentare in einer mir fremden Sprache lösche ich normalerweise sofort. Bei diesem lateinischen Zitat war es knapp!

    • neuhier sagt:

      @Rina: Ich schließe mich dir bei Miriam Magdalena an – es sind einzeln schöne Namen, zusammen gefallen sie mir aus deinen genannten Gründen auch nicht so.

      Klanglich gefällt mir Emilia Magdalena z.B. auch sehr gut – mein Mann und ich haben uns aber wegen der Ähnlichkeit zu Maria Magdalena dagegen entschieden. Damit diese doch recht starke Assoziation zu Maria Magdalena nicht durchklingt, bedarf es m.E. einen Namen, bei dem keine Silbe mit M anfängt, der nicht a- und i-lastig ist bzw. auch kein getrennt gesprochenes End-ia hat. Sophia Magdalena bspw. ist am Anfang so viel anders, aber dennoch ist die Assoziation da. Wie geht es dir bei Emilia Magdalena und Sophia Magdalena?

      Letztendlich sind das allerdings nur Details, die dann aber entscheiden, warum der eine sein Kind so nennt und der andere eben nicht.

    • Rebecca Sophie sagt:

      Aber Maria Magdalena löst ja keine Erwartungen aus, dafür ist sie dann doch ein bisschen zu lange tot. Wenn du das so siehst darfst du überhaupt keine Namen mehr vergeben, die jemals jemand heute Berühmter, oder ein etwas bekannterer Heiliger getragen hat, da bleibt nicht mehr viel übrig.

    • elbowin sagt:

      Milan gibt es schon als slawischen Namen, hierzulande vor allem durch Milan „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ Kundera bekannt.

    • elbowin sagt:

      @Rebecca Sopie:

      Aber Maria Magdalena löst ja keine Erwartungen aus, dafür ist sie dann doch ein bisschen zu lange tot.

      Also das wage ich zu bezweifeln … Nicht nur, dass Maria Magdalena in den Evangelien die vorbildlichste aller Jüngerinnen in der Bibel ist (mit dem Ehrentitel Apotula Apostoulorum „Apostelin der Apostel“, der manchem engstirnigen Fundamentalchristen nicht in den Kram passt, weil er von einer Frau getragen wird), sie ist (unbelegterweise und nur dort) in der katholischen Tradition gleichzeitig die Ehebrecherin, die von Jesus vor der Steinigung gerettet wird. Also erst Hure, dann Heilige, so das starke Klischee.

      Und wenn man das Christentum längst hinter sich gelassen hat, wird man von Dan Brown (Sakrileg) eingeholt, wo kolportiert wird, dass Jesus mit Maria Magdalena Kinder gehabt hätte oder von der Sängerin Sandra „I’ll never be Maria Magdalena“

    • Rebecca Sophie sagt:

      Damit hast du zwar recht Elbowin, dennoch ist Maria Magdalena für mich unauffällig und löst keine „Erwartungen“ aus wie z.B. Albert (Einstein), obwohl ich das auch da nicht so stark sehe.
      Konnotationen sind da, aber die habe ich bei Nur-Magdalena auch.

    • Jan sagt:

      @ Klaas Jan: Non ergo iudicio contendo tecum. Mein sprachliches Niveau scheint es dem erlauchten Herrn ja ohnehin nicht wert zu sein.

      @ Gertrud Rina

      Doch, doch, ich lese immer so mit zerstreutem, aber ehrlichem Interesse, was Du so zu sagen hast. 🙂

    • neuhier sagt:

      Bei einem Einzelnamen ist der Anklang nicht so stark. Bei Albert denkt man auch, aber nicht nur an Einstein – außer der Namensträger heißt auch noch Stein mit Nachnamen ;-). Bei Kombinationen ist dies viel stärker und auch noch bei Abwandlungen vorhanden.

      Beispiel: Johann und Wolfgang sind als Kombipartner jeweils nicht festlegend, Johann Wolfgang weckt aber sofort ein Bild, genauso Johannes Wolfgang.

      Vielleicht möchten die Eltern aber auch genau diese Assoziation erreichen? Dann ist Miriam Magdalena gut gewählt.

      Apropos Miriam-Kombinationen: Wie findet ihr Miriam Josephine? Ich kenne eine und finde die Einzelnamen auch schön, nur zusammen ist es doch recht religionsbezogen, oder?

    • Jan sagt:

      Ich mag die Formulierung „geht gar nicht“ sehr gern. Das sagt so viel mehr aus als drei Wörter normalerweise schaffen.

      Nein, ich mag diese Floskel in der Tat so ganz allgemein gar nicht. Nach meinem Empfinden gehört sie in eine Reihe mit zahlreichen anderen sprachlichen Infantilismen, Ungelenkheiten und Atavismen der letzten zwei Jahrzehnte, die dann für sooo was von witzig und furchtbar ausdrucksstark zu halten sich ein ganz bestimmtes Milieu entschlossen hat – und die dann irgendwann zwar nicht in der Hochsprache, aber doch im normalen Umgangsdeutsch landen. Andere Beispiele wären „Peer Steinbrück kann Wirtschaft“, „ganz viel“ oder „soviel xy war selten“. Hach, wie sind wir heute wieder urprünglich und authentisch. Die Beispiele ließen sich vermehren. Näheres bei Interesse hier.

      Ich hätte aber die Klappe gehalten, wenn mich nicht im besonderen genervt hätte, daß da einfach ein Vorname so mir nichts Dir nichts und ohne nähere Begründung für unmöglich erklärt wird, den doch mehrere andere Leute schon für gar nicht so unmöglich gehalten, gar gerne gemocht haben.

      Natürlich hat der User, der das gemacht hat, das nur getan, weil er einen bestimmten anderen User (wen wohl?) als Deppen dastehen lassen wollte. Wie öde. Bis dato habe ich es in diesem Blog immer als ganz angenehm empfunden, daß hier nicht die Zicken-Methoden (beleidigen, aber selbstverständlich so, daß es nicht monierbar ist) aus irgendwelchen Weiber-Foren herrschen.

    • Maria Th. sagt:

      Nein, ich mag diese Floskel in der Tat so ganz allgemein gar nicht. Nach meinem Empfinden gehört sie in eine Reihe mit zahlreichen anderen sprachlichen Infantilismen, Ungelenkheiten und Atavismen der letzten zwei Jahrzehnte, die dann für sooo was von witzig und furchtbar ausdrucksstark zu halten sich ein ganz bestimmtes Milieu entschlossen hat – und die dann irgendwann zwar nicht in der Hochsprache, aber doch im normalen Umgangsdeutsch landen. Andere Beispiele wären „Peer Steinbrück kann Wirtschaft“, „ganz viel“ oder „soviel xy war selten“. Hach, wie sind wir heute wieder urprünglich und authentisch.

      Stimmt, ganz schrecklich, da kann ich mich nur anschließen, Jan! Von solchen Ausdrücken kann ich Ausschlag bekommen! 😉
      Ein weiteres Beispiel: Wenn z.B. jemand ein Eis/Kuchenstück o.ä. haben möchte: „Kann ich eins?“ Essen? Haben? Auf den Boden werfen? Verschenken? Was denn???
      Das Sprechen in ganzen Sätzen ist eine schöne Angewohnheit!

    • cassis sagt:

      Miriam Josephine: Finde ich sehr hübsch und könnte ich mir sogar für eine (fiktive) eigene Tochter vorstellen. Ich musste kurz überlegen, warum diese Kombination sehr religiös klingen soll, aber dann fiel es mir ein: Maria und Joseph. Hätte ich mir von selber nie was bei gedacht. Sowohl Miriam als auch Josephine sind mir so geläufig, dass ich mit den Namen nichts Bestimmtes verbinde, höchstens denke ich an mir bekannte Mädels/Frauen, die so heißen.

    • Jan sagt:

      Maria Th.,

      ja.

      Oder auch dieses nervtötende „Das is nich so meins“, das so etwa vor fünf Jahren aufgekommen sein dürfte. Schauderhaft. Das hat wesentlich und entscheidend zur Trennung von meiner letzten Exe beigetragen. Uäh.

      Wirklich: Lieber Kanack-Sprak à la Lukas Podolski als diesen spezifischen Mittelschichti-Trulla-Tonfall.

      *tob* *wut* *brüll*

      😉

    • Rebecca Sophie sagt:

      Mit „geht gar nicht“ und co. kann ich mich anfreunden, insbesondere weil sie sich häufig nicht direkt in „schönes Deutsch“ „übersetzten“ lassen. Bei grammatikalischen Fehlern bekomme ich aber auch Ausschlag, über das schon angesprochene kann ich eins (was meine Eltern mir erfolgreich ausgetrieben haben), über die richtige Unterscheidung von dem gleichen und demselben Auto bis zur Tatsache, dass es im Deutschen keine Verlaufsform gibt und man damit nicht „etw. am tun ist“ sondern etw. tut. Letzteres habe ich auch schon in eigentlich guten Romanen gesehen.

    • Maria Th. sagt:

      Ich weiß noch eins:
      Ich habe eine (sehr nette!) Kollegin, die immer sagt „Das bin ich einfach nicht!“, wenn sie meint, dass ihr ein Kleidungsstück nicht steht oder nicht zu ihr passt.

    • Jan sagt:

      Ebenfalls aus der Kategorie und vielleicht vor so fünf Jahren in Mode gekommen: Ein begütigendes „Alles gut!“ als Antwort auf eine Entschuldigung in Alltagssituationen. Das läßt so in etwa folgendes rüberwachsen: „Was bist Du denn für ein kleiner Neurotiker, daß Du Dich entschuldigst, weil Du mir gerade nicht den Vortritt gelassen hast? Sei doch lieber ein richtiges Reiß- und Stinktier!“

      Man muß keine Worte darüber verlieren, daß diese Floskeln in den allermeisten Fällen eben nicht böse gemeint sind und eigentlich keine Aufregung wert sind. Eigentlich. In ihrer Gesamtheit und in der Zusammenschau sind sie aber meines Erachtens ein Symptom für die strukturelle Rücksichtslosigkeit der neoliberalen Gesellschaft.

      Mit dem „ganz bestimmten Personenkreis“ meinte ich natürlich Fernsehjournalisten, und zwar insbesondere den Privat-TV-Ochlos. Wenn ich dieses „XY geht gar nicht!“ höre, habe ich geradezu die dumme Visage von Margarete Schreinemakers vor Augen.

      Es tut mir leid, ich weiß, daß sich das alles furchtbar pingelig und lehrerhaft anhört, aber das Thema liegt mir nun einmal am Herzen.

    • Jan sagt:

      So, kleine Sünden bestraft der liebe Gott bekanntlich sofort: Ich habe dieses „Alles gut!“ heute Vormittag im Büro mindestens dreimal so oft zu hören bekommen wie an normalen Tagen, insgesamt so zehn oder zwölf Mal. 😀

    • Maria Th. sagt:

      Das war vermutlich selektive Wahrnehmung. Es wurde genauso oft wie sonst verwendet, aber du hast unbewusst mehr drauf geachtet 😉

    • Jan sagt:

      Hähä, ja kann sein. Oder ich habe mich, weil ich ein schlechtes Gewissen wegen meiner wieder mal sehr grummeligen und dezidierten Äußerungen hier hatte, noch öfter als sonst für irgendwelche wirklichen Nichtigkeiten entschuldigt (wollte also zum Ausgleich im RL besonders höflich sein) und habe dementsprechend häufiger dieses notorische „Alles gut!“ zu hören bekommen. 😀 Vermutlich eine Kombination von beidem. 😉

  22. Astrid sagt:

    Frieda finde ich auch schöner als Frida.
    Welche Schreibweise ist im Moment am beliebtesten?
    Frieda Juliane gefällt mir.

  23. Mirjam sagt:

    Wenn schon Mirjam Magdalena 😛

    Ilja ohne dem i wäre mit dem richtigen Hintergrund auch noch ok gewesen, finde ich

    Le Andrra klingt wie eine Leandra, die was ganz besonderes werden soll *grusel*

    Ob Merida aus dem Disney-Film kommt, so wie Zelda aus dem Computerspiel? Da fällt mir ein, Chiara ist ja auch aus einem Disney-Film. (Als Kiara)

    Paulin (Luise) finde ich etwas komisch, da stolpere ich direkt über den Namen.

    Bei Mika fällt mir noch der Sänger dazu ein. Als Jugendliche war ich ganz überrascht, dass es sich um einen Mann handelt, war mir damals auch nur der japanische Mädchenname bekannt! Mittlerweile denk ich eher an einen Jungen, als an ein Mädchen, insofern find ich die Marie dahinter ganz gut (auch wenn ich Bindestrich-Namen einfach nicht leiden kann..)

    Bei den Mädchennamen gefallen mir einige sehr gut, es würde in dieser Woche wohl Greta Helena werden. Greta alleine gefällt mir eigentlich nicht so, aber die Kombi machts 🙂
    Bei einem Jungen würde ich tatsächlich Ilija nehmen, trotz des schrecklichen I’s dazwischen. Bei Milian stört mich das i doch noch mehr. 😉

Kommentieren