Wie viele Menschen haben einen Zweitnamen?

59,2 % der im Jahrgang 2015 in Deutschland geborenen Kinder haben nur einen Vornamen. Der Anteil der Kinder mit zwei Namen beträgt 37% und mit drei Namen 3,5%. Nur 0,3 % der Neugeborenen haben mehr als drei Namen bekommen. Diese Angaben gehen auf die Auswertung der Gesellschaft für deutsche Sprache zurück.

Aber wie sieht es bei den Erwachsenen aus? Verlässliche Angaben gibt es nicht, es wurden aber kürzlich zwei Umfragen durchgeführt:

  • Erstens hat TNS Infratest im Auftrag von Ancestry.de 1.045 Frauen und Männer im Alter von 16 bis 64 Jahren im Rahmen einer Online-Umfrage befragt. 65 % der Befragten gaben an, nur einen Vornamen zu haben.
  • Zweitens hat die GfK Marktforschung Nürnberg im Auftrag des Apothekenmagazins „Baby und Familie“ 1.970 Männer und Frauen ab 14 Jahren befragt. Diese Umfrage ergab, dass 74,3 % nur einen Vornamen haben. 22,8 % gaben an, zwei Vornamen zu tragen und 2,9 % drei Vornamen.

Zweitnamen-Tipps

Thema: Zweitnamen

Autor:

Knud Bielefeld ist Vornamenanalytiker und erstellt Jahr für Jahr eine Auswertung der beliebtesten Vornamen Deutschlands.

6 Kommentare zu "Wie viele Menschen haben einen Zweitnamen?"

  1. Katrin sagt:

    Meine beiden Brüder und ich gehören zu der Minderheit mit drei Vornamen. Rufname plus zwei aus der Familie. Laut Stammbaum ist das in unserer Familie sowohl väterlicherseits als auch mütterlicherseits schon sehr lange Tradition (obwohl durch und durch bürgerlich).
    So leben auch lange verstorbene Vorfahren in den Erzählungen weiter und bleiben in einer Familie präsent.
    Und weil wir das alle als sehr wertvoll empfinden, haben alle meine Nichten und Neffen und auch meine Tochter ebenfalls je drei Vornamen bekommen.

  2. Jan sagt:

    gehören zu der Minderheit mit drei Vornamen. Rufname plus zwei aus der Familie.

    Haargenauso bei mir, wiewohl aus nicht aus einer bürgerlichen Familie, sondern aus der ländlichen Unterschicht.

    Es sind allerdings nicht lange verstorbene Vorfahren, sondern die beiden, die meine Patenonkels geworden wären, wenn ich denn getauft worden wäre, was ich Gott sein Dank nicht worden bin.

    • Knud sagt:

      „Gott sei dank nicht getauft worden“, der Spruch hat was.

    • Jan sagt:

      Und seid milde mit denen, die den Vater loben, ohne den Sohn geschaut zu haben. Straft sie mit Schockbildern auf Tabaks-Päckchen, nicht aber mit einem Säuglings-Trage-Tuche.

      2. Hannoveraner-Brief, 14,12.

  3. Markus sagt:

    in unserer Familie haben fast alle in. 2 Vornamen ( den Rufnamen und den Vornamen des Paten). Mein Sohn hat 5 Vornamen 🙂

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