Von 23. September 2016 63 Kommentare Weiterlesen →

Babynamen der Woche 39/2016

Jerusha Antonina * Elicia Maria * Noah Joshua * Sesilia * Alice Catherine * Sarah Isabella * Leonard Elias * Ida Marie Anouk * Esther Salome * Luisa Pauline * Peter Karsten * Lena Scharlotte * Finn Xaver * Roosmarijn (f ) * Norwin Louis * Kuba Miroslaw * Izzy Luana * Naike (f) * Jarn (m) * Taylor Jens * Alma Teresa Helga * Leonas Georg * Iole Emilia * Lennet * Neele Maditha * Lilia Rose * Leo Valentin * Emil Wilhelm

Zwillinge

  • Mattis & Theo
  • Anna & Luisa
  • Tilda & Emma
  • Greta Emilia & Liv Maria
  • Anna & Emma
  • Lotta & Finn
  • Nay & Mohammad
  • Elif & Esra
  • Mats Uwe & Hanne Jordis

63 Kommentare zu "Babynamen der Woche 39/2016"

  1. Maria Th. sagt:

    Jerusha Antonina * Jerusha klingt recht exotisch, Antonia hätte es dazu auch getan
    Elicia Maria * die bessere Alicia?
    Noah Joshua * Mainstream
    Sesilia * warum kann man nicht Cecilia schreiben? Aber dann würde man wohl nicht genug auffallen…sieht jedenfalls im Schriftbild sehr seltsam aus
    Alice Catherine * Luisa Pauline * Sarah Isabella * Leonard Elias * alles ok
    Ida Marie Anouk * Anouk passt zu den anderen Namen nicht, finde ich
    Esther Salome * wäre mir etwas zu biblisch und Esther klingt für mich nicht gut, Salome ist auch nicht mein Fall
    Peter Karsten * solider Name, könnte auch aus den 60ern stammen, aber voll in Ordnung
    Lena Scharlotte * SCH!
    Finn Xaver * passt für mich nicht zusammen
    Roosmarijn (f ) * klingt ja süß! Warum nicht, wenn Mama und/oder Papa aus Holland stammen
    Norwin Louis * Kuba Miroslaw * Izzy Luana * Lennet * hier die Kevinismen der Woche
    Naike (f) * kleine Schwester von Adidas? Warum nicht Nike, wenns schon altgriechisch sein soll?
    Jarn (m) * wohl wieder was nordisches (?), na ja, wenns passt
    Taylor Jens * zum einen der Kevinismus-Fraktion zuzuordnen, zum andern ist man automatisch versucht, den althergebrachten Jens wie Tschens auszusprechen, weil man ja schon im englischen Sprachfluss ist; keine gute Kombi; dann hätte man stattdessen gleich Jenson (wie der Formel 1-Fahrer dazunehmen sollen)
    Alma Teresa Helga * nicht mein Fall, aber ok
    Leonas Georg * kein Fan von Leonas, Georg ist klassisch
    Iole Emilia * man denkt sofort an „lol“, wenn man den Namen geschrieben sieht; die Aussprache ist wohl Jole, auch nicht mein Fall
    Neele Maditha * kein Fan von beiden Namen
    Lilia Rose * die Eltern haben wahrscheinlich ein Blumengeschäft 😉 aber im Ernst: der Name ist ganz schön, nichts dagegen einzuwenden.
    Leo Valentin * Emil Wilhelm * beide Kombis sehr schön, könnte man auch für Zwillinge verwenden; dennoch würde ich Leo Valentin vorziehen, bei Emil Wilhelm haben wir zweimal il-il, das ist nicht ganz ideal

    Zwillinge
    Mattis & Theo
    Anna & Luisa
    Tilda & Emma
    Greta Emilia & Liv Maria
    Anna & Emma
    Lotta & Finn
    Nay & Mohammad
    Elif & Esra
    Mats Uwe & Hanne Jordis
    Die Zwillingsnamen finde ich im großen und ganzen gut vergebbar

    • Patricia sagt:

      Peter Karsten ist der richtige Name von Tarzan/Tim aus TKKG. Das halte ich bei der aktuellen Vornamenmode kaum für zufällig.

    • Annemarie sagt:

      Ich wusste doch, dass ich die Kombi Peter Karsten kenne 😉

    • Viole sagt:

      Norwin Louis versteh ich noch ein kleines bisschen, auch wenn ich Norwin nicht in die Ecke stecken würde, klanglich aber irgendwie verständlich, dass man in da einordnen möchte. Aber warum ist Kuba Miroslav Kevinismus? Die Eltern sind offensichtlich Polen und Kuba ist da eine Koseform von Jakub (o.ä., weiß gerade nicht genau, wie die polnische Schreibweise von Jakob ist)

    • Viole sagt:

      Eine Naike (gesprochen wie Maike) hab ich übrigens mal kennen gelernt. Ein Elternteil war dunkelhäutig, eventuell kommt der Name aus der Gegend?

    • Connywuuh sagt:

      Kuba ist die Koseform von Jakub. Jakub ist die polnische Variante von Jakob. Kuba ist in Polen sehr verbreitet. Hat nix mit Kevinismus zu tun.

    • amk sagt:

      Norwin Louis ist auf jeden Fall kein Kevinismus, da es sich bei Norwin um einen alten deutschen Vornsmen handelt und so viel bedeutet wie „Nordfreund“.

    • elbowin sagt:

      Also ich verstehe schon, dass Norwin Louis gefühlt in der Kevinismusecke steht: Es klingt wie eine Abwandlung und damit ein Nachfolger von Marvin, und Marvin, Marlon & Co. stehen zumindest in der Altersgruppe meiner Tochter schon sehr in dieser Ecke. Die Kombination mit Louis (stilecht wäre vielleicht Ludwig gewesen) macht die Sache nicht besser.

    • amk sagt:

      Ja, da ist was dran… ist vielleicht ’ne Generationssache.

      Bei mir in der Schule/Paralellklasse gab es einen Oswin, vielleicht habe ich deswegen, also wegen der Endung -win, eine andere „Wahrnehmung“ was das betrifft. Wäre interessant zu wissen, was Mark dazu sagt 😉

      Was bedeutet eigentlich Elbowin?

    • Jan sagt:

      Wäre interessant zu wissen, was Mark dazu sagt

      Was macht eigentlich Mark? Den hat man hier schon seit Wochen nicht mehr gelesen… 🙁 Ich hoffe, das ist nur darauf zurückzuführen, daß er mit seinem und der Seinen Umzug ins Ländle befaßt ist, den er vor seinem Abtauchen angekündigt hatte…

    • amk sagt:

      Nachtrag:

      Im Gegensatz zu Marvin, wo die Endung -vin mit kurzem i gesprochen wird, ist das i bei -win ein langes… Finde, dass das schon einen Unterschied macht.

      Marvin mit lang gesprochenem i ist m. M. nach furchtbar und ein typisches Beispiel fürs Eindeutschen (vielleicht wegen Namen auf -win…? 😉 )

    • elbowin sagt:

      Zu meinem Pseudonym habe ich hier was geschrieben:

      http://blog.beliebte-vornamen.de/2010/10/babynamen-der-woche-432010/#comment-5384

      Der Name ist im Althochdeutschen und im Angelsächsischen belegt, Formen sind etwa Alboin, Elbewin, Ælfwine.

      Und dann gibt es noch diesen Kommentar:

      http://blog.beliebte-vornamen.de/2011/03/babynamen-der-woche-112011/#comment-6893

      Die Gefahr ist aber gering, da Menowin wieder ganz aus der Mode gekommen ist.

    • amk sagt:

      An Elbowin: Hatte diese Bedeutung vermutet, erschien mir aber zu einfach, als das es richtig sein könnte… 😉 wie das manchmal ebenso ist 😀

    • Jan sagt:

      Ich würde aber schon mal sagen, daß mindestens 99 % der Deutschen nicht kapieren werden, daß die Endung auf -win was mit „Freund“ zu tun hat… (Wenn’s denn in Gottes Namen stimmt. Mir war das auch neu.)

    • Anonymous sagt:

      Roosmarijn kann man allerdings auch auch noch anders verstehen, zugegeben mit guten Lateinkenntnissen 😉
      Ros (Tau) marinum (Meer-) –> der Meerestau
      Die Bedeutung klingt in meinen Ohren irgendwie faszinierend, wobei ich die Schreibweise „Roosmarijn“ etwas too much finde 😛

  2. Ina sagt:

    Mein absoluter Favorit: Esther Salome. Esther ist wie auch Rahel ein Name, den ich schon als Kind geliebt habe. Würde ich auch sofort vergeben, beißt sich nur leider mit meinem Nachnamen. Bei den Jungennamen gefällt mir Peter Karsten gut. Helga finde ich auch super. Theo aus den Zwillingsnamen mag ich auch.

    Alice Catherine und Roosmarijn finde ich mit entsprechenden Wurzeln auch schön.

    • Ina sagt:

      Mir fällt das gerade zufällig ein: Irgendwann in meiner Jugendzeit hatte ich auch mal genau die vergebene Kombination, also Esther Salome, als Favorit für einen Mädchennamen im Kopf. Salome hätte auch den Nachnamen etwas abgefedert. Zufall irgendwie, dass ich so eine seltene Kombination tatsächlich mal so vergeben sehe.

  3. Jan sagt:

    Roosmarijn (f ) * klingt ja süß! Warum nicht, wenn Mama und/oder Papa aus Holland

    Aber ist das wirklich eine holländische Form von Rosemarie? Ich weiß es nicht, glaub ich aber nicht. Bei Roosmarijn ist die Assoziation zu Rosmarin wirklich zu naheliegend: Nadelig, schmeckt nach Kampfer – leicht überzudosieren und dann ziemlich penetrant. Irgendwie keine schöne Assoziation für ein Mädchen…

    Jarn (m) * wohl wieder was nordisches (?), na ja, wenns passt

    Kann sein, daß es das irgendwo in Skandinavien wirklich gibt, aber für mich als Norddeutschen klingt das wie eine Darmverschlingung oder sowas… Aus Jan, Jörn, Björn o.ä. zusammengeknotet?

    Iole Emilia * man denkt sofort an „lol“, wenn man den Namen geschrieben sieht; die Aussprache ist wohl Jole, auch nicht mein Fall

    Das Mädchen soll nicht nur julen, sondern geradezu johlen! Eine richtige Powerfrau in spe, der zur Sicherheit (man weiß ja nie) noch ein sehr femininer Zweitname mitgegeben wurde. lol! 😉

    • Annemarie sagt:

      Zu Roosmarijn fällt mir noch die aktuelle Mädchenbuchserie „Die Glücksbäckerei“ ein. Die jugendlichen Hauptfiguren heißen alle nach Gewürzen:
      – Rosmarin (genannt Rose, englisch gesprochen)
      – Thymian (genannt Tymo)
      – Basilikum (Basil, auch englisch)
      – Pimpinella (Nella)

      Basilikum und Pimpinella sind schon arg pompös, und „Pimp-“ ist nicht die glücklichste Silbe, den Rest mag ich eigentlich 🙂

    • Maria Th. sagt:

      Bei Roosmarijn ist die Assoziation zu Rosmarin wirklich zu naheliegend:

      Ich denke, Roosmarijn bedeutet tatsächlich Rosmarin, wie auch rosemary das englische Wort für Rosmarin ist. Ich dachte sofort an das wunderschöne „Scarborough Fair“ von Simon&Garfunkel, daher fand ich Rosemary bzw. Rosemarijn hübsch.
      Die deutsche Rosemarie gibt es ja derzeit kaum, vielleicht kommt sie ja mal wieder, würde eigentlich derzeit gut in die Namenslandschaft passen.
      Weitere Assoziation zu Rosemarie: Hubert Kah, Neue Deutsche Welle Anfang der 80er
      Deine „nadeligen“ und „penetrant duftenden“ Assoziationen hatte ich gar nicht.
      http://www.songtexte.com/songtext/simon-and-garfunkel/scarborough-fair-33da7cdd.html

    • Jan sagt:

      Nur ganz kurz: Ich dachte immer, Rosemarie (und landessprachliche Varianten davon) komme in irgendeiner Form von Rosa und von Maria.

      Das Gewürz hingegen heißt, da bin ich mir sicher, nach „Ros marinus“, d.i. Tau des Meeres.

      Einmal also Maria (wenn denn meine mehr oder minder instinktive Deutung stimmt), einmal Mare/Meer… Das wäre schon etwas anderes.

    • Maria Th. sagt:

      Woher die deutsche Rosemarie etymologisch stammt, weiß ich nicht, Rosa und Maria ist natürlich sehr naheliegend, das hätte ich eigentlich auch vermutet. Rosmary ist aber tatsächlich das englische Wort für Rosmarin.

      Aber was hat das Gewürz Rosmarin mit dem Meer zu tun? Rosmarin wächst doch eher in trockenen Gefilden. Ob es da vom Meer her soviel Tau gibt? Der Wikipedia-Artikel meint dazu: Eine ältere Deutung der Herkunft des Namens ging auf den griechischen Begriff rhops myrinos (balsamischer Strauch) zurück. Das erscheint mir fast schlüssiger.

    • Jan sagt:

      Ja, das mit dem „balsamischen Strauch“ klingt vielleicht etwas überzeugender… Das mit dem „Tau des Meeres“ habe ich aus Tom Stobarts famosen „Lexikon der Gewürze“ (zuerst engl. 1970) – der erläutert das aber nicht näher.

      Vielleicht und wie so oft gehen bei beiden Problemen (Rosemarie und Rosmarin, Herkunft von Rosmarin) Etymologien, Volksetymologien, Mißverständnisse und Uminterpretation unentwirrbar und unendscheidbar ineinander über.

      Ja, Scarborough Fair ist hinreißend schön! 🙂

      Und mir würde zu Rosemarie (eben auch neben dem NDW-Lied) noch Rosemarie Nitribit einfallen…

      Die jugendlichen Hauptfiguren heißen alle nach Gewürzen:

      Was einen dezenten, sozusagen feinen und femininen Geschmack angeht, fielen mir von den nicht so zahlreichen mir bekannten Kräutern noch Estragon und Kerbel ein, vielleicht noch Basilikum. Die eigen sich allerdings kaum als Mädchennamen. 😉 Salvia wäre denkbar, aber Salbei ist auch eher so ein derbes Brutalo-Kraut… Dann hätten wir da noch Angelika…

    • Maria Th. sagt:

      Estragon heißt einer der beiden Landstreicher, die auf Godot warten 🙂

    • Maria Th. sagt:

      Kräuter als Namen – Wie wär’s mit
      Anis – fast wie Anais
      Kamille
      Veronica (=Ehrenpreis)
      Rauke
      Malve
      Koriander (für Buben)
      Stevia
      Wermut (für Buben)
      Pfefferminz (Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter 😀 )

    • Maria Th. sagt:

      analog zu diesen abgefahrenen Konstruktionen
      http://blog.beliebte-vornamen.de/2010/01/sittenhold-lasterfeind/
      würde sich auch (Vorsicht, nicht ernst gemeint):
      Augentrost, Männertreu, Mädesüß oder Tripmadam für Mädchen eignen 😀

    • Jan sagt:

      @ Maria Th.

      Du bist mal wieder unschlagbar im klugen Systematisieren! 🙂

      Kamille. Als römisch-basierten Namen gibt es das ja, also Camillus/Camille…

      Koriander… Wie Karl Konrad K., ja? 😉 Der Name kommt vom griechischen Wort für Wanze, weil das grüne Kraut (für Europäer) so unerträglich schmeckt, also wie eine Mischung aus Spüli und zerquetschten Wanzen. Also komplett anders als die Samen. Es gibt sogar sie Theorie, daß die Liebe der Asiaten zu Koriandergrün und die Abneigung der Europäer dagegen genetisch bedingt seien. (Im Kaukasus würzen sie auch mit Koriandergrün. Uäh.)

      Wermut (für Buben)

      Also Söhnlein Freimuth, Töchterlein Almut – und als eigentlich ungeplanter Nachzügler noch noch der Tropfen Wermut, oder was? 😀

      An Minze (oder Menthe) hatte ich vorhin auch schon gedacht! Eine kühle Schönheit!

      Finocchio ist, glaube ich, italienisch für Fenchel – ginge heute auch als Name durch. 😉

    • Maria Th. sagt:

      Merci beaucoup pour le compliment!

      Karl Konrad Koreander schrieb sich mit eben diesem e statt i, wenn ich mich recht erinnere (lang her)

      Da gäbs noch mehr mit -mut: Helmut und Hartmut (die Zwillinge in dieser Familie, bevor der kleine Wermut auf die Welt kam) 😉

    • Maria Th. sagt:

      Und Stevia wäre sozusagen der Kevinismus und den Kräuternamen, weil das Zeug erst seit recht kurzer Zeit hier bekannt ist, haha.

      Koriander hab ich bisher nur als Körner gegessen, das Grünzeug hab ich noch nie probiert, aber zerquetschte-Wanze-mit-Spüli-Geschmack, das muss ich auch nicht haben.

    • Maria Th. sagt:

      der Kevinismus und den Kräuternamen

      es muss natürlich unter den Kräuternamen heißen!

    • Jan sagt:

      Mädesüß heißt auf englisch soweit ich weiß „meadow sweet“, käme dann also wohl von Weide… Schon wieder so eine Kreuz-und-quer-Etymologie…

      (Meerrettich heißt auf englisch „horse radish“, angeblich, weil die Engländer das deutsche Meer- als „Mähre“ falsch verstanden haben.)

      Na, es gibt wohl mehr Pflanzen (ob eßbar oder nicht), die nach Frauen benannt sind als umgekehrt, Unser Lieben Frauen und ihren treuen botanisierende Ordensleuten sei’s gedankt.

    • Maria Th. sagt:

      Ja, das kann schon sein. Apropos „Unser lieben Frauen“: in unseren bayerischen katholischen Gegenden gibt es ja noch den Feiertag Mariä Himmelfahrt am 15.August, bei dem in der Kirche Kräuterbuschen geweiht werden. Diese „Blumensträuße“ werden aus zahlreichen Kräutern (feste Anzahl, nach Region sehr unterschiedlich) gebunden und dem Vieh ins Futter gemischt oder sollte auch bei Gewitter schützen. Meine Oma machte das noch so und auf dem Land ist dieser Brauch oft heute noch lebendig. Wenn man vielleicht auch nicht mehr an den Gewitterschutz glaubt, so nützen die Heilkräuter im Futter dem Vieh sicherlich.

    • Jan sagt:

      Ah, interessant! Nennt man das auch „Kräuterweihe“? Davon hat mir mal ein alter Foren-Buddy erzählt. Der kam von Niederrhein, hatte katholische Theologie zum Priesteramt studiert, und als Kaplan hatte es ihn dann in irgendein Dorf im Bistum Eichstätt verschlagen. Er berichtete dann interessiert und angetan über die ländlichen Gebräuche dort, unter anderem eben über diese Sache mit den Kräutern, wenn es das denn war. Das kannte er nicht.

      Tjoar, die Kühe wird’s in jedem Fall freuen. 🙂 Sowas Leckeres kriegen die sonst nicht, er recht nicht bei den Massentierhaltern hier in Niedersachsen. :-/

    • Maria Th. sagt:

      Genau, das ist die Kräuterweihe.
      Näheres z.B. unter https://de.wikipedia.org/wiki/Kr%C3%A4uterweihe oder http://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/querbeet/gestaltungstipps/08-maria-himmelfahrt-illerbeuren-kraeuterbuschen100.html

      Der Buschen ist teilweise recht groß, duftet sehr würzig, wurde auch teilweise zum Trocknen aufgehängt und später an krankes Vieh verfüttert oder als Sud gegeben. Die wichtigsten Kräuter sind Alant, Echtes Johanniskraut, Wermut, Beifuß, Rainfarn, Schafgarbe, Königskerze, Kamille, Thymian, Baldrian, Eisenkraut und die verschiedenen Getreidesorten, die große Königskerze wird immer in der Mitte des Buschens gebunden.

    • Jan sagt:

      Nur ganz kurz und inspiriert von dem verlinkten BR-Artikel:

      Ich mußte als Kind immer über den Kräuternamen Beifuß lachen: Weil er sowohl an die ganzen -us-Namen aus Asterix als auch an das Hunde-Kommando „Bei Fuß!“ erinnerte. Ist, glaube ich, botanisch mit Wermut, Estragon und Bohnenkraut verwandt… Jedenfalls auch ein sehr kräftiges Kraut, von dem man schnell des Guten zuviel tut.

      Ysop erinnert phonetisch an Äsop – das wäre auch noch ein Kandidat für einen „Gewürzvornamen“.

    • Rebecca Sophie sagt:

      Minza habe ich schonmal gelesen.
      Und Flora (die Mutter) ist ja gar nicht so selten.

    • Rebecca Sophie sagt:

      Jan, ich finde es ja irgendwie lustig,dass du gerade Rosmarin und Salbei, die ich besonders gern mag, für so schlimm erachtest.

      Wenn wir in Franken leben können wir vielleicht auch aus dem Till eine Dill machen.

    • Jan sagt:

      Rebecca Sophie, nein, ich finde weder Rosmarin noch Salbei „schlimm” – es sind halt nur beides sehr kräftige, harzig-kampferartige Kräuter, die man mit Sinn und Verstand und Händchen dosieren sollte und die auch nicht an alles passen. Also an deftiges, dunkles, gebratenes Fleisch sehr gerne, aber eben nicht mehr an Eier oder an helles Fleisch.

      „Die Dosis macht das Gift“ sagt Paracelsus, der heute vor 475 Jahren gestorben ist.

      Und es ist schon auch auch bezeichnend, daß Italien mit seinem Faible für Rosmarin und Salbei ziemlich allein in Europa dasteht. Darüber könnte man national-kulinarische Traktate schreiben…

    • Rebecca Sophie sagt:

      Echt? Das ist mir noch garnicht aufgefallen, meine Küchenerfahrung ist aber auch ziemlich begrenzt.

    • Maria Th. sagt:

      @ Jan
      Zenturio Beifus ist der Kommandant von Babaorum in Obelix GmbH&Co.KG 😀
      Und noch ein „pflanzlicher Römer“, Asparagus (Asterix in Spanien), nachdem ihm die Zähne ausgeschlagen wurden: „Gut, Legionäre! Wir wechfeln die Ftrategie! Wir errichten befeftigte Lager ringf um daf Dorf und bewachen fie, ohne einen Fufammenftof fu provofieren, beim Jupiter!“.
      ___

      Stimmt, den Ysop/Äsop gäb’s auch noch, und Rebecca Sophies „fränggischer Dill“ ist auch eine sehr gute Idee 😀

    • Jan sagt:

      @ Maria Th.

      Ah! Ja, ich hätte mir denken können, daß es irgendwo im Asterix schon einen Beifus gibt!

      Asterix ist nicht tot zu kriegen. Aus der FAZ von heute:

      http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-gallier-sind-frankreichs-neuer-integrationsmassstab-14449923.html

      Noch zu Koriandergrün. Angesichts meiner Schmähungen dieses Krauts muß ich zugeben, daß es freilich schon in meiner Studentenzeit Leute gegeben hat, die das soooo lecker fanden oder das zumindest behauptet haben, vielleicht doch auch, um sich das Flair der Weltläufigkeit zu geben. Ich habe das immer für aufgesetzt gehalten. Tatsache ist aber, daß es eines der weltweit am häufigsten verwendeten Kräuter ist, und das muß man eben zur Kenntnis nehmen, auch wenn es einem unverständlich ist. Wenn’s dich interessiert: Das Kraut gibt es für wenig Geld in jedem besseren Asia-Laden.

      Den Hinweis darauf, daß die Abneigung der meisten Europäer gegen Koriandergrün genetisch bedingt sein könnte, habe ich aus einem ebenso opulenten wie wohlrecherchierten und seriösen Band:

      Interessanterweise stößt Korianderaroma bei Menschen nichteuropäischer Herkunft fast universell auf Zustimmung – dieses eigenartige Phänomen wird oft mit einer genetischen Besonderheit der Europäer erklärt.

      Zur Kulturgeschichte der Gewürze, hrsg. v. Mamoun Fansa, Gernot Katzer, Jonas Fansa, Göttingen Die Werkstatt, 2007, S. 159.

      Ein Gewürzname ist mir noch eingefallen, der als Mädchenname taugen könnte: Kassia.

    • Maria Th. sagt:

      Ja, und Curcuma!

    • Maria Th. sagt:

      …und natürlich Melisse!

    • Rebecca Sophie sagt:

      Wie wäre es mit Canela (Zimt)?

    • Jan sagt:

      Ja, und Curcuma!

      Prima Idee! 😀 Und deren Bruder könnte dann Turmeric heißen. 😉

      Kane(e)l(a) hingegen würde gut zu Kassia passen. 🙂

    • cassis sagt:

      Finocchio? Um Himmels Willen. Das bedeutet auf Italienisch zwar „Fenchel“, aber auch „Schwuchtel“ (fragt mich nicht warum).

    • Maria Th. sagt:

      Kanela und Kassia, gern auch mit C geschrieben,
      Curcuma und Turmeric – Perfekte Zwillingskombis!:-D

    • Jan sagt:

      Man sollte den Witz nicht totreiten wollen, aber als skandinavistisch-kevinistischte Zwillingsnamens-Kombi für Junge und Mädchen böten sich vielleicht noch Ingwer und Ginger an. 😉

      @ cassis

      Danke für den Hinweis hinsichtlich Finocchio! 😉

    • Rebecca Sophie sagt:

      Bei Harry Potter kommt auch eine Lavender vor, könnte man vielleicht sogar noch zu Lavenda abwandeln.

    • Jan sagt:

      Nur wird Lavendel m.W. nicht in der Küche verwendet, oder? Na, vielleicht von irgendwelchen Veggie-Typen, die ja jede nicht explizit giftige Pflanze ausprobieren, um ihren Fraß etwas weniger fade zu bekommen.

      (Das war jetzt eine Naseweis-Rechthaber-Bemerkung, gar nicht drum kümmern. Kochende Männer sind sowieso ein unerträglicher Rechthaber-Menschenschlag. 😉 )

    • amk sagt:

      Habe nicht alle Kommentare gelesen, aber ich finde das *Thymian* auch ein schöner Jungennamen wäre (passend mit Fabian, Julian, Maximilian…) 😉

  4. elbowin sagt:

    Jerusha Antonina * Klingt nach Tekkno (Maruscha)
    Elicia Maria * Elicia ist ein Buchstabiertname ohne besonderen Mehrwert
    Sesilia * Eine neugrichische Zäzilia?
    Lena Scharlotte * Bin ich schuld daran? Ist das deswegen hier: http://blog.beliebte-vornamen.de/2016/09/babynamen-der-woche-362016/#comment-71478
    Naike (f) * Passt als Klanggebilde gut nach Norddeutschland, aber eine Bedeutung lässt sich nur noch schwer herausfinden (Verdeutschung der englischen Aussprache von Nike? Eine Form zu lange ausgestorbenen deutschen Vornamen auf Neid- à la Neidhard? Was Arabisches?)
    Iole Emilia * Ich würde Iole dreisilbig (also I-Olé) aussprechen. Es wirkt wie ein griechisches Veilchen.
    Neele Maditha * Neele ist ein absolutes No-Go und Madita ist einfach flacsh geschrieben

    • Jan sagt:

      Lena Scharlotte * Bin ich schuld daran? Ist das deswegen hier:

      Nur sieht Scharlotte noch mehr noch Schalotte (also der Zwiebelart) aus als es schon Sharlotte tut… (Der Name des Gewürzes/Gemüses leitet sich übrigens von der ehedem syrisch-arabischen Stadt Askalon ab, heute Aschkelon in Israel.)

    • Annemarie sagt:

      Spricht man Naike nicht Na-ike? Aber vermutlich bräuchte es dazu 2 Pünktchen auf dem i. Ich meine, die Tochter von Ornella Muti heißt so.

      Maditha piekst mir auch sehr unschön in die Augen, da gehört einfach kein h hin.

  5. Rebecca Sophie sagt:

    Jerusha Antonina * Jerusha hätte ich für männlich gehalten, das zusätzliche n bei Antonia ist da besonders überflüssig.
    Noah Joshua * Angesehen davon, dass ich Noah nicht und Joshua nur als Josua mag finde ich gleich 2 a-Endungen bei einem Jungen eher ungünstig.
    Alice Catherine * Katharina (ode auch Catarina) Alice fände ich klanglich ausgewogener, ansonsten finde ich die Kombi trotz französischer (oder englischer?) Namen irgendwie klassisch.
    Sarah Isabella * Sara Isabella fände ich stimmiger, da durchgehend italienisch.
    Ida Marie Anouk * Schön und stimmig, irgendwo zeischen klassisch und modern, Anouk ist zwar nicht mein Fall, aber gut machbar.
    Esther Salome * Sehr schön, meiner Meinung nach zwei ganz tolle Namen.
    Lena Scharlotte * Abgesehen von den Zwiebeln bin ich gerade entsetzt, dass man Charlotte so chantalisieren kann.
    Norwin Louis * Norwin ist interessant, klingt aber irgendwie nach Nordwind.
    Kuba Miroslaw * Ein kommunistischer Patriot aus dem klaten Krieg.
    Izzy Luana * Itsy bitsy spider… Erinnerungen an die Kindheit und dem Kindergarten.
    Naike (f) * Ich hätte zuerst an eine vetwürfelte Maike gedacht, Nike auf englisch wäre doch eher Naiki (aber man weiß ja nie)
    Jarn (m) * Hat was von Garn aus Berlin.
    Alma Teresa Helga * klassisch,aber mir fehlt ein h bei Theresa
    Leonas Georg * Warum denn nicht Leon(h)ard?
    Iole Emilia * Ich will immer Lole lesen…
    Lennet * ???
    Neele Maditha * Abgesehen davon, dass ich Madita als „Babysprachennamen“ allgemein nicht, und zur eher kindlichen Neele noch weniger, mag hat das h da nichts zu suchen. Neele Mathilda fände ich besser.
    Lilia Rose * Mag ich, sofern Rose deutsch gesprochen wird, Lilia gefällt mir, finde ich auch schöner als Lilli.
    Emil Wilhelm * Irgendwie steckt der Emil in Wilhelm nochmal drin, finde ich daher eher ungünstig.

    Greta Emilia & Liv Maria * notdisch klassisch, allerdings erinnert Liv Maria mich an ein Lied, was aber bald sowieso keiner mehr kennt, so dass das nicht sonderlich stört.
    Anna & Emma Klingt fast ein bisschen sehr ähnlich.
    Nay & Mohammad * Nay habe ich noch nie gehört, wirkt aber passend.

    • Jan sagt:

      Lilia Rose * Mag ich, sofern Rose deutsch gesprochen wird, Lilia gefällt mir, finde ich auch schöner als Lilli.

      Schon wieder Botanik! 😀 Mir ist da einfach bei zwei Blumen eine zuviel. Hm. Paßt das nun besonders gut oder oder besonders schlecht zusammen? Beides besonders edle Blumen – aber hie die kalten, uniformen und fast aseptischen (aber eben auch historisch aufgelandenen) Lilien, da die in verschiedener Hinsicht so vielfältigen Rosen.

      Beide sind wichtige heraldische Blumen: Die Fleur de Lys in Frankreich, die rote und die weiße Rose in England.

      Wirklich: besser nur eine Blume… 😉 Margarite, Daisy Cutter, Kamille, Centaurea, oder so…

  6. Ina sagt:

    Ich überlege: Die Jerusha Antonina – russisches Mädchen, das entweder mit zwei Koseformen angemeldet oder mit solchen in der Anzeige/Galerie gelistet wurde und dann aber von den Eltern amtlich als Jelena (?) Antonia eingetragen wird? Ich weiß nicht ob es üblich ist Kurz- als Vollformen zu vergeben.

    • Jan sagt:

      Ich weiß nicht ob es üblich ist Kurz- als Vollformen zu vergeben.

      Also, zumindest im russischen Sprachraum ist das nur sehr schwer vorstellbar, insofern da ja die formelle und keinerlei Vertraulichkeit beinhaltende Anredeform in „Sie plus Vor- und Vatersname“ besteht. „Jelena Petrowna, sagen Sie bitte…“ Eine „Frau Rybakowa“ gibt es eben nicht bzw. nur für westliche Ausländer: „Gospozha Fischer, sagen Sie bitte…“ Und „Jerusha Gadschijewna, sagen Sie bitte…“, das geht einfach nicht. Auch Doppel- und Dreifachnamen in unserem Sinne sind mit dem russischen Namenssystem eigentlich inkompatibel.

      Wobei natürlich nicht auszuschließen ist, daß die kleine Jerusha Antonina doch irgendwie einen Ex-SU-Hintergrund hat, und sei es über nur ein Elternteil. Rußlanddeutsche im engeren Sinne sind allerdings nach meiner Erfahrung eher konservative Leute, die hierzulande und heute normale deutsche Vornamen vergeben.

      (Daß Jerusha überhaupt eine Koseform von Jelena ist, war mir übrigens neu, kann aber durchaus sein.)

    • Ina sagt:

      Jelena hätte ich Jerusha auch eher spontan zugeordnet, deshalb auch das (?), ich kenne sonst Mascha als Rufname von Maria/Marija/Mariya (je nach Transkription), aber nicht als Vollform. Dasselbe mit Anjuscha von Anja. Wobei mir Anjuscha in dem Fall eher an deutsche Gegebenheiten angepasst erscheint.

      Wo ich wohne sind mir noch keine Russlanddeutschen begegnet, aber unter den Rumänen aus den deutschsprachigen Teilen Rumäniens, die hier wohnen, Banaterschwaben, sind auch gewöhnliche deutsche Namen vergeben, ziemlich das, was hier als „Klassiker“ definiert wird: Franziska, Maria, Lena, Matthias, Johann(es).

    • Jan sagt:

      Genauso nach meinem Eindruck bei den Rußlanddeutschen. Die freuen sich eben wohl teilweise auch, daß sie heute wieder problemlos traditionelle deutsche Namen vergeben können. (Also anders als in der SU, wo das zwar auch möglich, aber doch zumindest mit sozialen, informellen Sanktionen verbunden war.) Und es sind halt überdurchschnittlich konservative Leute, auch viele fromme Christen sind darunter.

  7. Connywuuh sagt:

    Hallo zusammen,

    unter den heutigen Namen gefallen mir folgende:
    Isabella
    Ida
    Esther
    Pauline
    Valentin
    Emil

    Bei den Zwillingen sticht keiner so richtig heraus für mich.

  8. Dore sagt:

    Müsste ich aus dieser Liste die Namen meiner Kinder wählen, würde ich mich wohl für Leonard Elias und Luisa Pauline entscheiden.
    Insgesamt haben mir heute die L-Namen super gefallen, auch Lilia. Im Falle von Leo bevorzuge ich die Langform Leonard.

  9. Sabina sagt:

    Mir gefallen diese Woche:

    Noah Joshua, Sarah Isabella, Ida Marie Anouk, Luisa Pauline, Lilia Rose, Emil Wilhelm…

    … und bei den Zwillingen… Anna & Luisa, Greta Emilia & Liv Maria, Anna & Emma.

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