Große Bücher werfen ihre Cover voraus

Seit 2011 haben wir jedes Jahr ein Vornamenbuch herausgebracht. Diese Tradition ist jetzt zu Ende, denn dieses Jahr veröffentlichen wir ZWEI Bücher! Erstens das bewährte „Beliebte Vornamen“-Jahrbuch …

Cover Namen-Deutschland

… und zweitens das norddeutsche Vornamenbuch.

Cover Namen-Norddeutschland

Ab Herbst in jeder guten Buchhandlung erhältlich! Mehr Infos beim Vitolibro-Verlag:

Thema: Namensbücher

Autor:

Knud Bielefeld ist Vornamenanalytiker und erstellt Jahr für Jahr eine Auswertung der beliebtesten Vornamen Deutschlands.

32 Kommentare zu "Große Bücher werfen ihre Cover voraus"

  1. elbowin sagt:

    Hallo Knud,

    sind die Bücher „richtig“ (offset) gedruckt, oder kommen die als Print-on-demand heraus?

    • Knud sagt:

      Genau, die Bücher erscheinen im Gegensatz zu unseren bisherigen Vornamen-Jahrbüchern nicht als Print-on-demand, sondern in einem richtigen Verlag, der richtig drucken lässt.

  2. Maria Th. sagt:

    Wenn die Babymützen, was naheliegend ist, die deutsche Flagge versinnbildlichen sollen, würde ich vom Verlag noch die Farben in die richtige Reihenfolge bringen lassen, also links die schwarze Mütze und die rote in die Mitte. Photoshop machts leicht möglich. 😉

  3. Schlange sagt:

    wieviel Geld habt ihr den Babys bezahlt?

  4. Jan sagt:

    Viel Erfolg für die beiden Buchprojekte!

    Was mich interessieren würde: Wie grenzt ihr Norddeutschland genau ab? Nach PLZ? Nach Bundesländern? (Wir haben uns schon vor fünfundzwanzig Jahren die Köpfe darüber heißgeredet: Was genau ist (Nord|Süd|Mittel|Ost|West)deutschland…)

    @ Maria Th.

    Wenn die Schiitbödel mal durcheinanderkrabbeln, ist das nicht so schlimm, solange sie brav „die Nationalhymne“ singen und „die Kanzlerin“ wählen. 😉

    • Maria Th. sagt:

      @ Knud und Jan
      Nicht dass man es noch von weitem für die beliebtesten Vornamen Belgiens hält… 😉

      – na ja vom Wahlalter sind die 3 ja nun noch ein Stück entfernt. Bis die 18 sind, haben wir „die(se) Kanzlerin“ wohl doch nicht mehr. Sie hat jetzt 3 Amtszeiten, dann müsste sie ja nochmal 4 Amtszeiten, also 4 x 4 Jahre drauflegen, damit die kleinen Wuzis auf dem Cover allmählich wahlberechtigt sind. (Hoffentlich hab ich mich jetzt mit den Amtsperioden nicht verrechnet) 😀

    • Knud sagt:

      Wie grenzt ihr Norddeutschland genau ab?

      Wir haben uns dafür entschieden, die Bundesländer Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Bremen als Norddeutschland zu betrachten. Diese strenge Definition ist allerdings nur für eine Hitliste relevant, weniger für die Texte. Göttingen spielt da keine Rolle, darum durften wir auch Berlin und Magdeburg ignorieren, das ist zumindest meine Meinung.

    • Jan sagt:

      @ M.Th.

      Belgien ist schwarz-gold-rot, nicht rot-schwarz-gold. Was an der deutschen Flagge von Vexillologie- und Heraldik-Onkels ja immer wieder bemägelt wird ist, daß sie „heraldisch nicht korrekt“ sei, weil eben das Metall (gold) nicht in der Mitte der Farben steht…

      @ Knud

      Ja, klingt pragmatisch und überzeugend…

    • Maria Th. sagt:

      Ja, des weiß ich ich schon, dass bei Belgien gelb/gold in der Mitte steht; aber farblich verwechseln könnte man’s trotzdem. Vor allem, wenn sich die Schiitbödel wieder nicht ruhig halten! 😀
      So gesehen, kann man ja froh sein, dass wir mit den Belgiern zusammen eine sehr seltene Farbkombination haben (gibt’s noch einen Staat damit?*). Bei Frankreich/Niederlande/Russland/Luxemburg und sicher noch etlichen Staaten mehr müsste man ja auch genau auf die Reihenfolge der Farben achten…

      *Uganda!
      https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Nationalflaggen

    • Jan sagt:

      @ M.Th.

      Ja, die deutschen Farben sind ein Hingucker bei all dem blau-weiß-rot… Fällt einem auf jedem WM-Spielplan auf. 😉

      Hinauf, Patrioten, zum Schloß, zum Schloß,
      Hoch flattern die deutschen Farben!

      @ Mark

      Ich bliebe dabei, daß die meisten dieser norddeutschen Namen eben nicht traditionell, sondern ein Retro-Masche ab etwa 1960 sind. (Finn gar kannte vor fünfzehn Jahren noch niemand.)

    • Maria Th. sagt:

      @ Jan
      Besonders schön, wenn Deutschland gegen Belgien spielt, das sieht immer aus, als ob das ganze Stadion brennt.

    • Jan sagt:

      Besonders schön, wenn Deutschland gegen Belgien spielt, das sieht immer aus, als ob das ganze Stadion brennt.

      Schön gesagt. 🙂

      Die deutsche Fahne sieht im hellen Tageslicht weniger strahlend*) aus als diese ganzen Blau-weiß-roten (F, GB, USA, slawische Länder), gerade wenn die Farben etwas verblichen sind. Aber sie ist zum Beispiel im gelblichen Licht eines Sommerabends von hinreißender Schönheit.

      Pulver ist schwarz,
      Blut ist rot,
      Golden flackert die Flamme!

      *) Ich habe in einem protofaschistischen Kommentar zur Weimarer Reichsverfassung aus den 1920ern mal gelesen, SRG sei im Gegensatz zu SWR auf See „unsichtig“. 😉

    • Maria Th. sagt:

      auf See „unsichtig“.

      Egal, eine große Seemacht ist Deutschland ja nie gewesen, auch wenn manche das gern gehabt hätten, gell, Herr Großadmiral von Tirpitz…

    • Jan sagt:

      Naaa, ist nun aber schon arg die süddeutsche Perspektive… 😉 Wir hatten ja nun gerade den 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht, in der es immerhin zu einem Patt gegen die seit Trafalgar einsam dominierende Seemacht gereicht hat. Und davor so schlappe 700 Jahre Hanse-Geschichte, die im wesentlichen eine Geschichte des Ostseehandels war. Lübeck war die Herrin der Ostsee! Oder man denke an die Rolle Bremerhavens als führender Auswandererhafen des 19. Jahrhunderts – für Millionen von Amerika-Auswanderern, auch aus Osteuropa, war der Leuchtturm Roter Sand das letzte, was sie von Europa gesehen haben. Oder an den Norddeutschen Lloyd im allgemeinen… Oder an die legendenumwobenen Flying-P-Liner von Laeisz in Hamburg. Oder gar an die Rolle, die Deutschbalten (aus dem heutigen Lettland und Estland)über 200 Jahre als beste Admirale des Zaren gespielt haben – die ersten beiden russischen Weltumsegler, Adam von Krusenstern und Otto von Kotzebue, waren ethnische Deutsche. Du merkst, Maria Th., daß ich mich mit Deinem Urteil nicht so ganz zu befreunden vermag. Auch wenn D nur kurze Zeit überseeische Kolonien gehabt hat, ist seine Seefahrtsgeschichte schon etwas bedeutender als die der Freizeitsegelei auf dem Chiemsee oder der Fischerei im Bodensee. 😉

    • Maria Th. sagt:

      Ist ja schon gut, ganz ruhig bleiben 😀
      Ich bin halt eine gelernte bayrische Landratte und das Meer ist sooo weit weg! Ich wollte niemandem zu nahe treten 😉
      Ich behaupte ja auch nicht, dass in Deutschland keine bedeutende Seefahrt stattfand (an die Hanse hatte ich grad auch wirklich nicht gedacht, das stimmt), aber England oder Spanien konnten wir doch global gesehen nicht wirklich das Wasser reichen, soweit glaub ich, können wir uns schon einigen, oder?
      Seefahrt ist not! 😀

    • Jan sagt:

      Ist ja schon gut, ganz ruhig bleiben

      😀

      Ja, Du hast schon richtig verstanden, daß mich das Thema auch ein bißchen emotional berührt… 😀

      Nordddeutschland ist da, wo das Land platt und grün, der Akzent plattdeutsch und die See nicht allzu weit weg ist. 😉 Hannover liegt da so auf der Grenze. 😉

      Ich wollte auch nicht des Kaisers Flottenbauprogramm in den 1890ern und den ollen Tirpitz verteidigen, aber es gibt eben schon eine nennenswerte deutsche Seefahrtsgeschichte. (Und vom Zweiten Weltkrieg habe ich bewußt geschwiegen, obwohl mir auch dazu einiges einfallen würde.)

      Na ja, Spanien ist nach der Niederlage der Armada 1588 praktisch aus dem Rennen – groß werden England und zunächst auch die Niederlande. Und nicht zu vergessen das Urbild aller Seefahrernationen: Portugal. Die ersten, die vor Afrika rumgegurkt sind – und die letzten, die aus Afrika weggegangen sind, 1975 und das mit wehenden Fahnen. (Und auf diesen Fahnen übrigens ein Navigations-Instrument…)

    • Knud sagt:

      Nordddeutschland ist da, wo das Land platt und grün, der Akzent plattdeutsch und die See nicht allzu weit weg ist.

      Auch eine schöne Definition.

  5. Mark sagt:

    Ich finde es reizvoll, dass Norddeutschland noch eigene Namenstraditionen hat. Sogar in Bayern ist das ja zum großen Teil verloren gegangen–und Hessen, na ja, da gibt es schon lange nicht mehr so eine ganz markante Identität wie in den weniger mittigen Teilen Deutschlands.

    Unsere Familie zieht bald nach Württemberg um (Gegend zwischen Pforzheim und Stuttgart)–da erwarte ich jetzt auch nicht besonders regionaltypische Namen.

    Ja, wenn ich Friese wäre, würde ich auf jeden Fall friesische Vornamen vergeben wollen.

    • Maria Th. sagt:

      eigene Namenstraditionen hat. Sogar in Bayern ist das ja zum großen Teil verloren gegangen

      glaub ich gar nicht:
      http://blog.beliebte-vornamen.de/2013/09/bayern-irgendwie-anders/#comments

    • Mark sagt:

      Maria Theresia,

      Dass es in Bayern noch eher eine Regionaltypik gibt als z.B. in Hessen ist klar. Ich meinte mehr, dass die Unterschiede heute nicht mehr so gravierend sind wie früher, dass es sich heutzutage eher um subtile Tendenzen als ganz markante Unterschiede handelt.

      Aber Du als Einwohnerin Bayerns hast sicher ein besseres Gefühl dafür, inwiefern die bairische Namenskultur noch andersartig vom Bundesdurchschnitt ist, als mir das möglich ist. Sicherlich ist es so, dass Norddeutschland, Ostdeutschland, und Bayern noch eher gewisse Eigentümlichkeiten besitzen als der Bereich West/Mitte oder als Baden-Württemberg.

    • Maria Th. sagt:

      Unsere Familie zieht bald nach Württemberg um (Gegend zwischen Pforzheim und Stuttgart)–da erwarte ich jetzt auch nicht besonders regionaltypische Namen.

      Das wird sich ja dann nach dem Umzug zeigen. Gerade einem neu „Zugereisten“ fällt manchmal eine regionale Besonderheit auf, die Einheimische manchmal gar nicht als solche wahrnehmen. Wir freuen uns auf die Berichterstattung!

  6. Mark sagt:

    Was schwäbische Namenstraditionen angeht (historisch gesehen, ohne Relevanz für heute), da fällt mir besonders die Häufigkeit des Namens Christoph auf.

    Ich stamme von einer langen Reihe schwäbischer Bäckermeister ab, und da hieß der älteste Sohn ausnahmslos Christoph oder Johann Christoph, über 200 Jahre hinweg. Dachte, dass wäre eine Familientradition, doch dann viel mir auf, dass Friedrich Schiller eigentlich Johann Christoph Friedrich Schiller heißt; der berühmte pietistische Prediger, der eine Erweckungsbewegung in Württemberg in Gang setzen half, hieß Johann Christoph Blumhardt; Schillers Schwester hieß Chrisophine; und der berühmte schwäbische Vertreter der Weimarer Klassik (er zog von Biberach nach Weimar um) hieß Christoph Martin Wieland. Diese Serie ließe sich noch fortsetzen–es gibt im 18. und 19. Jahrhundert erstaunlich viele Christophs im schwäbischen Raum–aber nicht unbedingt in Hessen oder Sachsen.

    Ja, Christoph ist der einzige Name, den ich ganz stark als „schwäboisch“ assoziiere. Hat aber keine Relevanz mehr für unsere Zeit.

    • Mark sagt:

      Schillers Schwester hieß Christophine, natürlich, mit T.

    • Maria Th. sagt:

      nicht schwäbisch, nur so auf die Schnelle:
      Christoph Kolumbus
      Christoph Waltz, österr. Schauspieler, Oscarpreisträger
      Christoph Schlingensief, Regisseur
      Christoph M. Ohrt, Schauspieler
      Christoph Schönborn, österr. Kardinal
      Christoph Metzelder, Fußballer
      Christoph Maria Herbst, Schauspieler
      Christoph Willibald Gluck, Komponist
      Christoph von Dohnanyi, Dirigent
      Christoph Marthaler, Regisseur
      Christoph Biemann (aus der Sendung mit der Maus)
      Christoph mein Sohn
      ADAC-Rettungshubschrauber Christoph

    • Jan sagt:

      ADAC-Rettungshubschrauber Christoph

      Halt! Der Christoph 4 in Hannover wird nicht vom ADAC betrieben, sondern vom Rettungsdienst der Ballei Brandenburg des Ritterlichen Ordens St. Johannis vom Spital zu Jerusalem (vulgo Johanniter) – die stellen die Sanis und Ärzte – und der städtischen Feuerwehr – die stellen die Piloten.

    • Maria Th. sagt:

      OK, dann halt nur Rettungshubschrauber, ohne ADAC 😉
      Kann schon mal sein, dass es einen anderen Träger/Betreiber gibt.

    • Maria Th. sagt:

      und danke, wieder mal ein neues Wort gelernt 🙂 :
      Ballei war mir bisher kein Begriff

    • Jan sagt:

      Hm. Ich hätte Christoph nie je mit Schwaben assoziert, jedenfalls nicht mit dem evangelisch-pietistischen Württemberg. Kann freilich dennoch sein, daß es stimmt… Für einen Niedersachsen klingt das halt etwa so: „Eher katholisch (wegen des Weg-Heiligen), aber heute deutschlandweit üblich.“ Wie halt umgekehrt wohl auch die skandinavischen Christian und Christines…

    • Mark sagt:

      Maria Th.

      Es ging mir nur um das 18. und 19. Jahrhundert. Das es im 20. Jahrhundert überall Christophs gibt ist klar.

    • Maria Th. sagt:

      Gut, Mark, dann hab ich dich etwas missverstanden, tut mir leid. 🙂

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