Zweitnamen zu Mila

Die beliebtesten zweiten Vornamen von Mädchen, die mit erstem Vornamen Mila heißen. Ungewöhnlich ist, dass Jolie so häufig vorkommt:

  1. Mila Sophie
  2. Mila Marie
  3. Mila Maria
  4. Mila Jolie
  5. Mila Johanna
  6. Mila Sofie
  7. Mila Charlotte
  8. Mila Luisa
  9. Mila Katharina
  10. Mila Joleen
  11. Mila Anna
  12. Mila Josephine
  13. Mila Louise
  14. Mila Luise
  15. Mila Rose
  16. Mila Sophia
  17. Mila Elisabeth
  18. Mila Joline
  19. Mila Estelle
  20. Mila Sofia
  21. Mila Carlotta
  22. Mila Julie
  23. Mila Leonie
  24. Mila Louisa
  25. Mila Magdalena
  26. Mila Victoria
  27. Mila Zoe
  28. Mila Amelie
  29. Mila Jane
  30. Mila Valentina
  31. Mila Fabienne
  32. Mila Jolien
  33. Mila Rosa
  34. Mila Sue

Auswertungsgrundlage: Stichprobe aus den Geburtsmeldungen der Jahrgänge 2006 bis 2016. Alphabetische Reihenfolge bei gleicher Anzahl; Schreibvarianten (z. B. Sophie / Sofie) wurden nicht zusammengefasst.
Mila SAT1

Thema: Zweitnamen

Autor:

Knud Bielefeld ist Vornamenanalytiker und erstellt Jahr für Jahr eine Auswertung der beliebtesten Vornamen Deutschlands.

39 Kommentare zu "Zweitnamen zu Mila"

  1. Herr sagt:

    Brit Mila

    • Jan sagt:

      Mila Nautica und Mila Anglica.

      😉

    • Jan sagt:

      Mila Meta

      Also zwei „natürliche“, „rationale“ Maßeinheiten im Geiste der Französischen Revolution! Zum einen die Nautische Meile von 1,83 km als eine terrestrische Bogenminute (also des 60. Teiles des Abstandes zweier Breitengrade bzw. zweier Längengrade am Äquator), zum anderen das Meter, das ja ursprünglich als zehnmillionster Teil des Abstandes Äquator-Pol gedacht war. (Letzteres weiß heute kurioserweise kaum noch ein Mensch, obwohl wir täglich mit dem Maß umgeben sind.) In beiden Fällen ein bißchen falsch geschrieben, aber was soll’s?

    • Maria Th. sagt:

      Aber Mila kann man ja auch Milli abkürzen – dann sind wir bei den Millimetern statt bei den Meilen 😉
      Heute ist die Meter-Einheit mit der Lichtgeschwindigkeit korreliert: Länge der Strecke, die das Licht im Vakuum während der Dauer von 1/299 792 458 Sekunde zurücklegt. Flotter Name! 🙂

    • Jan sagt:

      Jaaa, aber die Definition über die Lichtgeschwindigkeit ist nachgeliefert, um damit irgendwie klarzukommen. (Wie halt auch die Definition der Sekunde über diese Cäsium-Atome…) Die ganze Einführung des Meters war erstmal ein ziemlich blamables Chaos (kannst Du in der deutschen Wiki gut nachlesen) – das sich aber letztlich gelohnt hat.

      Ich weiß noch, wie ich als Junge immer gedacht habe: „Oh, ischa komisch, daß die Erde fast genau einen Umfang von 40.000 km hat. Schöne runde Zahl…“ In der Schule erklärt hat mir das aber niemand, war halt Niedersachsen. 😉

  2. Jan sagt:

    Und Mila Jovovica – wenn’s Mädle denn besonders hübsch werden soll, aufs Hirn aber net soviel Wert gelegt wird…

  3. Rebecca Sophie sagt:

    Interessant finde ich die Häufigkeit von Maria, gerade weil die der Mila ja recht ähnlich ist. Auserdem hätte ich Rosa im Gegensatz zu Rose weiter vorne erwartet, aber vielleicht wollten die Eltern das Doppel-a vermeiden.
    Insgesamt sind für mein Gerfühl zur nordischen Mila recht viele Namen aus ganz anderen Ecken vertreten.

    • Knud sagt:

      Mila ist keine nordischer sondern ein slawischer Name.

    • Jan sagt:

      Ja, kommt vom gemeinslawischen „mily“, d.h. „lieb“, „nett“, „freundlich“. Aber es wird eben von den meisten Nicht-Slawen anders assoziiert. Klingt eben irgendwie romanisch-vokalreich und ist kurz, kann bestimmt „international“ durchgehen – perfekt für einen Mädchen-Modenamen.

      Und dann eben noch ein bißchen nach „Meile“, siehe oben… Also der schwere Weg, den wir gemeinsam bis zum Einser-Abitur 2034 zurückzulegen haben. 😉

    • Rebecca Sophie sagt:

      Oh…
      Wieder mal was gelernt (dabei hätte ich das sogar wissen können).Die Aussage stimmt aber im Großen und Ganzen trotzdem.

    • Maria Th. sagt:

      Marie/Maria als Zweitname ist eben ein all-time-favourite, isn’t it?
      Aber wenn man die Varianten von Mila Jolie, Joleen, Jolene, Julie und Jolien zusammennimmt, kommt man wahrscheinlich auf noch mehr Namensträgerinnen.
      Ähnliches kann man für die Varianten von Mila Luise/Luisa/Louise/Louisa und Mila Sophie/Sofie/Sofia/Sophia erwarten, denke ich.

  4. Anminaam sagt:

    Mila Isabella

    So heisst die beste Freundin meiner 5 jährigen Tochter

  5. Maria Th. sagt:

    Bei dem Namen fällt mir auch wieder die Tante Mila aus Heinrich Bölls „Nicht nur zu Weihnachtszeit“ ein, die Schreianfälle bekam, als der Christbaum abgeschmückt werden sollte; daraufhin musste die Familie als Therapie ganzjährig täglich Weihnachten feiern, sehr witzige Geschichte. „In meiner Familie machen sich Verfallserscheinungen breit…“

    Oder schreibt sich diese Mila mit zwei l? Bin mir nicht ganz sicher; finde grad auf die Schnelle meine Ausgabe nicht.

  6. lenchen sagt:

    Der einzig akzeptable Zweitname für Mila ist für mich Superstar 😀

    *sing* Mila kann lachen, wie die Sonne über Fujiyama
    Mila kann machen, was sie will und was noch keiner sah *sing*

    HELDIN MEINER KINDHEIT

  7. cassis sagt:

    Die Volleyball-Assoziation habe ich tatsächlich auch, obwohl ich die Serie als Kind überhaupt nicht kannte – ich habe später als Erwachsene viel davon gehört, durch Gleichaltrige, die das als Kinder geguckt hatten.
    Um die slawische Herkunft des Namens weiß ich und finde die Bedeutung sympathisch, der Name ist auch nicht schlecht, ich würde ihn aber nicht vergeben, da er mir ein wenig zu gelallt klingt.
    Zweitnamen mit M- und L- finde ich gleichermaßen ungünstig. Aus der Liste gefällt mir Mila Johanna (aber Johanna mag ich generell) und Mila Victoria.

  8. Mark sagt:

    Fände es eigentlich passend, wenn Mila von slawischen Zweitnamen gefolgt würde. Das wäre kulturell passend. Kenne die slawischen Namen jetzt nicht so gut. Mila Svetlana? Mila Tatjana? Hat für mich auf jeden Fall mehr Stil und strahlt mehr Geschichts-, Traditions-, und Kulturbewusstsein aus als so etwas wie Mila Leonie, wo einfach zwei deutsche Modenamen zusammengefügt wurden.

    Ansonsten liegen mir die eher stattlich-klassischen Zweitnamen am ehesten: Maria, Katharina und Magdalena gefallen mir zu Mila besonders gut.

    • Jan sagt:

      Fände es eigentlich passend, wenn Mila von slawischen Zweitnamen gefolgt würde. Das wäre kulturell passend.

      Das fände ich auch, aber es scheitert wohl daran, daß slawische Namen, insbesondere russische, immer noch kein besonders hohes Sozialprestige haben. Neulich habe ich irgendwo (ich glaube nicht hier…) gelesen, daß sich eine rußlanddeutsche Irina in irgendeinen deutschen Standardnamen ihrer Generation umbenannt hat – sehr bedauerlich und ärgerlich, obwohl es natürlich ihre Sache ist. Mit den Russen/Rußlanddeutschen gibt es ja hier nun wirklich keine Probleme mehr.

      Aber es ist nun einmal so, daß Mila nicht boomen würde, wenn die slawischer Herkunft klarer zutage läge…

      Bei Svetlana hat man ewig das Ausspracheproblem. Mit russischem e mit j-Element oder mit deutschem, also „SvjittlAna“ oder „SvettlAna“? Und zusätzlich noch die RS-Konfusion, ob mit w oder v… Schade, eigentlich ein schöner Name… „Die Lichtvolle“. 🙂

    • Maria Th. sagt:

      Es gibt etliche schöne slawische/russische Namen, aber für Svetlana konnte ich mich noch nie erwärmen. Das liegt vermutlich daran, dass ich keine Kenntnisse irgendwelcher slawischer Sprachen habe und ich dass immer das englische sweat=Schweiß raushöre. Das ist sicher ungerecht dem Namen gegenüber, aber so ist es nun mal, ich kann mir nicht helfen.

    • Jan sagt:

      Jäp, das mit dem englischen „sweat“ kommt hinzu…

      Und mit den russischen Namen ist das eh so ein Kreuz. Man denke an die Münster-Tatorte: „Nadeschda Krusenstern“. Über den Namen könnte man einen seitenlangen Essay schreiben.

      Krusenstern paßt eigentlich absolut nicht zu einer Rußlanddeutschen, weil’s ein baltischer Aristokratenname ist und keiner von Bauern-Muschkoten, die 1944 von der Wolga nach Kasachstan deportiert worden sind. Das ist eine ganz, ganz andere Seite des vielschichtigen deutsch-russischen Geschichts- und Beziehungsgeflechts. Andererseits hieß das Schiff des realen Krusenstern, des ersten russischen Weltumseglers, in der Tat „Nadeschda“, was seinerseits bekanntlich „Hoffnung“ heißt. 🙂 Und heute heißt der letzte noch fahrende Flying-P-Liner „Krusenstern“ – Schulschiff der russischen Fischerei-Flotte, gerngesehener Stargast auf zahlreichen Windjammer-Paraden, gebaut seinerzeit in Deutschland. 🙂 Ich hab mich oft gefragt, ob das den Drehbuchschreibern der Münster-Tatorte klar gewesen ist.

      Und das angerissene Problem mit dem russischen e gibt’s bei Nadeschda auch: Thiel spricht die Nadeschda grundsätzlich als /nadEschta/ an, also ohne j-Element.

    • Maria Th. sagt:

      Nadeschda – die Bedeutung hab ich von Georges Moustaki gelernt:
      „Nadjejda…en russe, ca veut dire espérance…“
      https://www.youtube.com/watch?v=Gd1D4fCHS_o

      schön!

    • Mark sagt:

      Svetlana klingt nur wie englisch „sweat“ wenn man das englische „sweat“ mit starkem deutschen Akzent ausspricht. V und W klingen im Englischen ja sehr unterschiedlich.

      Wie dem auch sei–Svetlana muss einem natürlich nicht gefallen.

      Den slawischen Namen gönne ich Sozialprestige. Gerade weil so viele Namen heutzutage aus der romanischen, nordischen und angelsächsischen Sprachwelt entlehnt werden bedeutet für mich die Verwendung eines slawischen Namens, dass man nicht einfach Moden und Klischees folgt sondern auch das Wundervolle zu würdigen weiß, das viele übersehen.

      Unsere Schule macht einen Austausch mit Sibirien. Keiner der Lehrer (außer eines russlanddeutschen) will wirklich dorthin. Aber ich würde liebend gerne hin! Wieso interessieren sich Leute nur für Frankreich und dergleichen…?

    • Maria Th. sagt:

      Wieso interessieren sich Leute nur für Frankreich und dergleichen…?

      Das liegt vermutlich an der gewählten Fremdsprache, das ist neben Englisch hierzulande eben sehr oft Französisch oder Spanisch, nach Lateinien kann man nicht fahren 😉 und in Sibirien hat man Sprachschwierigkeiten und es ist kalt (so stellt man es sich zumindest vor, auch im Sommer) und es ist sehr weit weg (ich nehme an, die Reisekosten sind deswegen auch nicht so gering, so dass sich vielleicht nicht alle Eltern so eine weite Reise leisten können oder wollen) und überhaupt, was sollen wir dort (typisches Schülerargument, oder)?

    • Jan sagt:

      @ M.Th.

      Zumindest im südlichen Teil von Sibirien wird es im Sommer für ein paar Wochen so bulleheiß wie nie in Deutschland. 🙂 Halt extremes Kontinental-Klima…

    • Knud sagt:

      …und strahlt mehr Geschichts-, Traditions-, und Kulturbewusstsein aus …

      Das kann allerdings beabsichtigt sein. Sicherlich gibt es Eltern, die ganz bewusst einen Vornamen auswählen, der ausdrücklich nicht traditionell ist und auch keine kulturellen und geschichtlichen Assoziationen erzeugt.

    • Maria Th. sagt:

      es ist kalt (so stellt man es sich zumindest vor, auch im Sommer)

      Zumindest im südlichen Teil von Sibirien wird es im Sommer für ein paar Wochen so bulleheiß wie nie in Deutschland. Halt extremes Kontinental-Klima…

      ja, mir ist das schon klar (hatte mal Geographie-Unterricht 😉 ), aber den Kindern/Jugendlichen wohl oft nicht; außerdem ist das nur ein Argument von mehreren, die aus Schülersicht dagegen sprechen. Außerdem „ist da nichts los“, wird da argumentiert. 😉

    • Rebecca Sophie sagt:

      Das mit der Sprache muss gar nicht unbedingt der Grund sein, bei uns gab es einen, geförderten, Austausch mit China für den es sehr viele Bewerber gab, die meisten konnten kein Chinesisch, was natürlich auch viele, denen davon erzählt wurd, anmerkten. Aber ganz billig war es, trotz 1000€ Zuschuss p.P., nicht. Den Chinesen wurde der Austausch im übrigen vom Staat bezahlt.
      Nach Sibirien würde ich übrigens auch gerne mal-

    • Maria Th. sagt:

      Wie ich schon auch denke, der Preis spielt für die Eltern, die den Spaß ja finanzieren müssen (soll auch Leute geben, die mehrere Kinder haben 🙂 ), eine erhebliche Rolle.
      Aber woher gibt es denn 1.000 € Zuschuß pro Person???

    • Mark sagt:

      Es ging mir nicht um Eltern, sondern um Lehrer–und denen wird die Reise ja bezahlt.

    • Jan sagt:

      Also, in gewisser Weise gehört es zum Schicksal Osteuropas und gerade Rußlands und noch mal insbesondere Sibiriens, einerseits immer ein bißchen hinterm Mond zu liegen und als finster und bedrohlich wahrgenommen zu werden, andererseits aber immer auch bei einigen Leuten Sehnsüchte zu erwecken – unendliche, schneebedeckte Weiten und Wälder mit Tigern drinne. 😉

      Und die deutsch-russischen Beziehungen sind nun noch einmal ein Sonderfall – historisch durch Highlights wie Tauroggen und Rapallo und Tiefpunkte wie den Zweiten Weltkrieg. Und aktuelle durch hunderttausende von Rußlanddeutschen, die anfangs als eher prolematische Minderheit wahrgenommen wurde, heute aber bestens integriert sind und von jedermann geschätzt werden. Hinzu kommt aktuell noch die große Beliebtheit Präsident Putins in der deutschen Bevölkerung. Und, und, und…

    • Rebecca Sophie sagt:

      Wie ich schon auch denke, der Preis spielt für die Eltern, die den Spaß ja finanzieren müssen (soll auch Leute geben, die mehrere Kinder haben ), eine erhebliche Rolle.
      Aber woher gibt es denn 1.000 € Zuschuß pro Person???

      Eine örtliche Stiftung hat 10.000€ für 10 Schüler bezahlt, so dass die Flugkosten wegfielen. Am Ende mussten ca. 600-700€ (zuzüglich Taschengeld) bezahlt werden, die allerdings nur einen zusätzlichen Aufenthalt in Shanghai und die Unterbringung der chinesischen Lehrer bei uns betrafen, die Zeit in der Partnerstadt in den Gastfamilien war praktisch kostenlos, da die Gastschule das dortige Programm bezahlte. Theoretisch wäre das also auch noch günstiger machbar gewesen, wobei es gar nicht so leicht ist etwas mit Chinesen zu organisieren.

      Aber bei uns gab es meines Wissens 2 Lehrer, die sich sofort bereit erkläreten, das zu machen, ansonsten war die Begeisterung auch nicht so groß.
      Ich habe übrigens mal gehört, dass Lehrer für ihre Unterbringung auf Klassenfahrten zahlen müssten, aber ob das so genau stimmt weiß ich nicht.

    • Maria Th. sagt:

      Ich habe übrigens mal gehört, dass Lehrer für ihre Unterbringung auf Klassenfahrten zahlen müssten, aber ob das so genau stimmt weiß ich nicht.

      Davon bin ich auch immer ausgegangen, aber evtl. ist das verschieden geregelt. Zahlt dann die Reisekosten der Staat bzw. der Schulaufwandsträger oder werden die Kosten der Lehrer auf die Schüler umgelegt?

    • Rebecca Sophie sagt:

      Ich habe übrigens mal gehört, dass Lehrer für ihre Unterbringung auf Klassenfahrten zahlen müssten, aber ob das so genau stimmt weiß ich nicht.

      Davon bin ich auch immer ausgegangen, aber evtl. ist das verschieden geregelt. Zahlt dann die Reisekosten der Staat bzw. der Schulaufwandsträger oder werden die Kosten der Lehrer auf die Schüler umgelegt?

      Wäre ja eigentlich schon ziemlich ungerecht, wenn die Lehrer für die Mehrarbeit auch nocht zahlen müssen, aber ich meine mich zu erinnern, dass sich jemand eben darüber aufgeregt hätte. Ansonsten würde ich auch von einer Umlage auf die Schüler ausgehen.

    • Mark sagt:

      @Knud:

      „Das kann allerdings beabsichtigt sein. Sicherlich gibt es Eltern, die ganz bewusst einen Vornamen auswählen, der ausdrücklich nicht traditionell ist und auch keine kulturellen und geschichtlichen Assoziationen erzeugt.“

      Da hast Du sicher recht. Gerade die pure Frische eines Namens zieht sicher viele Eltern an.

      So eine Denkweise ist mir sowas von fremd…. Für mich gewinnt ein Name erst in seinem geschichtlichen Kontext seinen vollen Charme.

    • Jan sagt:

      Aus den Memoiren von Generaloberst Markus Wolf. Hintergrund: Ende Mai 1990 (also ein paar Monate vor der „Wiedervereinigung“, als alle HVAler nicht wußten, was mit ihnen geschehen würde) tauchen zwei CIA-Leute bei ihm in der Datsche auf und bieten ihm (natürlich nach seiner Darstellung, ich kann nicht beurteilen, ob das stimmt) Zusammenarbeit und Exil in den USA an:

      Das war es, signalisierte mein Gehirn. Der Emissär unseres Hauptgegner im kalten Krieg bot mir Zuflucht vor der Rache seines deutschen Nato-Verbündeten an.

      »Kalifornien«, fuhr er in fast akzentfreiem Deutsch fort, »ist sehr schön. Das ganze Jahr über herrliches Wetter.«

      »Sibirien ist auch nicht übel«, scherzte ich. Das Unwirkliche der Situation mit all seiner Nähe zu plattesten Spionageromanklischees wurde mir bewußt.

      Markus Wolf: Spionagechef im geheimen Krieg. Erinnerungen, München: List, 1997, S. 19 f.

      Wolf hat übrigens auch eine sehr amüsante Einführung in die russische Kochkunst geschrieben, darin auch einige Anekdoten aus Sibirien. In den hier zitierten Memoiren brüstet er sich irgendwo auch, „der beste Pelmeni-Koch westlich des Ural“ (aus dem Gedächtnis…) zu sein.

      😉

  9. neuhier sagt:

    Mir gefällt Mila Victoria am besten – er passt klanglich dazu und wirkt für mich, da ich gerade die männliche Form Viktor/Wiktor mit Osteuropa assoziiere, nicht so stilbrüchig wie fast alle anderen hier. Mila Valentina passt auch, wenngleich mir der Silbenanfang mit L zu schnell wieder kommt und die Kombi mir insgesamt zu weich ist.

    • Jan sagt:

      Antonia fiele noch in diese Schiene… Viktoria geht auf russisch auch problemlos.

      Aber Moment mal, es ist ja nun nicht so, daß Mila ein russischer Name wäre, weil mil– eine slawische Wurzel ist…

      slawisch != russisch

      Johann Gottfried Schadow, Leibniz-Kekse aus Hannover, Oppa Kowalski aussem Kohlenpott, unsere heißgeliebte Hauptstadt Berlin, Lüchow im Wendland, die Leutnants Itzenplitz und Köckeritz – das sind alles keine Russen, obwohl es slawische Namen sind.

      Mila als Vorname wird nun auch bestimmt in Rußland in Schwung kommen, aber es ist kein traditioneller russischer Name, slawische Ableitung hin oder her.

      Die einzige bis dato bekannte Mila dürfte wohl Milla Jovovich sein, US-Schauspielerin mit serbisch-russischen Eltern. (Kaum genug zu bewundern wegen ihrer Schönheit – keineswegs hingegen wegen ihrer Filmchen oder gar wegen ihrer Schauspielkünste.)

    • Mark sagt:

      Mila Kunis ist sicher momentan die bekannteste Mila–sie stammt aus der Ukraine, heißt aber eigentlich Milena. Mila ist halt nur ein Spitzname–wie Nadja, Tanja und Sonja….

  10. Rina sagt:

    Also bei uns ist das so, dass Lehrer von der Schule einen Zuschuss kriegen, so zwischen 30,00 und 50,00 €. Die Höhe hängt davon ab, wie viele Klassenfahrten innerhalb der Schule pro Jahr veranstaltet werden.

    Den Rest müssen sie komplett selbst finanzieren.

    Die Umlage auf die Schüler ist ein Graubereich. Eigentlich ist das nicht erlaubt. Es ist nun aber so, dass manche Lehrer sich komplett weigern, die ganze Arbeit zu machen und das dann noch aus eigener Tasche zu bezahlen.

    Das Problem ist, dass anspruchsvolle Klassenfahrten nicht billig sind, laut Gesetz aber nicht sehr viel kosten dürfen, da der Staat für einige Schüler einspringen muss. Also ist die Umlage oft nicht möglich.

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