Zweitnamen zu Julius

Die am häufigsten vergebenen zweiten Vornamen von Jungen mit dem ersten Vornamen Julius:

  1. Julius Maximilian
  2. Julius Alexander
  3. Julius Paul
  4. Julius Friedrich
  5. Julius Konstantin
  6. Julius Valentin
  7. Julius Elias
  8. Julius Karl
  9. Julius Benedikt
  10. Julius Ferdinand
  11. Julius Anton
  12. Julius Constantin
  13. Julius Martin
  14. Julius Peter
  15. Julius Sebastian
  16. Julius Carl
  17. Julius Christian
  18. Julius Felix
  19. Julius Emil
  20. Julius Finn
  21. Julius Johannes
  22. Julius Josef
  23. Julius Leander
  24. Julius Leonard
  25. Julius Fritz
  26. Julius Johann
  27. Julius Theodor
  28. Julius Benjamin
  29. Julius David
  30. Julius Simon

Auswertungsgrundlage: Stichprobe aus den Geburtsmeldungen der Jahrgänge 2006 bis 2016. Schreibvarianten (zum Beispiel Carl und Karl) wurden nicht zusammengefasst; alphabetische Reihenfolge bei gleicher Anzahl.

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Thema: Zweitnamen

Autor:

Knud Bielefeld ist Vornamenanalytiker und erstellt Jahr für Jahr eine Auswertung der beliebtesten Vornamen Deutschlands.

62 Kommentare zu "Zweitnamen zu Julius"

  1. Maria Th. sagt:

    Man kann ja zu dem Namen stehen, wie man will, aber Julius ist auf jeden Fall zu sehr vielen Zweitnamen kompatibel. Es gibt kaum Kombinationen, die gar nicht passen (z.B. Julius mit einem J-Zweitnamen, das gefällt mir nicht so). Und vielleicht nicht die ganz modischen Sachen wie Finn, Julius Elias passt von der Endung her nicht so gut.

    • Jan sagt:

      @ Pünktchen & @ Maria Theresia

      Fällt mir gerade so ein: Noch in der Weimarer Klassik gab es doch auch noch den Dativ auf -n. Also z.B. „einen Brief an Werthern“. Das ist m.W. aber spätestens ab der Mitte der 19. Jahrhunderts, jedenfalls im 20. Jh. nur noch parodistisch möglich: „Wir wandten uns Karlen Meyern zu.“

      @ .

      „Am Fuße des Berges“, „Am Rande des Abgrundes“ etc. wären dann freilich Genitive und kein Dative…

    • Jan sagt:

      Tjoar, über die eigenen Füße gestolpert, kommt vor. 😀 Dativ und Akkusativ durcheinandergebracht. 🙂

    • Maria Th. sagt:

      Das norddeutsche „bei Muttern“ ist wohl auch so eine Dativ-n-Konstruktion, kennt man ja heute noch 😉

      Am Fuße/Am Rande = Dativ, des Berges/des Abgrunds = Genitiv, oder??

      Und den Genitiv-Dativ-Akkusativ-Stolperer rechnen wir dann mit den 3 x durchaus von mir auf, dann sind wir wieder pari 😀

    • Jan sagt:

      Jaaa, aber „habe einen Brief an Werthern geschrieben“ wäre doch wohl ein Akkusativ, ne wor? Oder ist das gar grundfalsch?

      Jäp, genau: „Muddern“ und „Vaddern“ – ist das gar ein Rest des alten indogermanisch Vokativs? 😉

      Und um mal über die Münster-Tatorte hinaus zu denken: Ich finde es immer wieder nett, wenn in bairischen TV-Klamotten die Väter mit „Vater“ angesprochen werden und nicht mit „Papa“. 🙂

      Jäp, pari!

    • Maria Th. sagt:

      oh,ja, „(Brief) an Werthern“ ist natürlich Akkusativ (ist ja auch schon spät heute, war ein harter Tag… 🙂 ), ich hab das auf deinen letzten Satz bezogen…

      (nicht verraten – ich guck keine Tatorte, kenne den Münster-Tatort nur vom Hörensagen!)
      Aber du wirst lachen, ich hab meinen Vater tatsächlich auch mit Vater angesprochen. „Vati“ sagte ich als kleines Kind (das sagte man so in den 60ern, das Papa kam erst ein wenig später auf), und als ich dann größer wurde, hab ich beschlossen, ihn Vater zu nennen. Hat uns beiden gut getaugt. Ich hatte einen sehr guten Vater und ich wollte ihn wohl dadurch ehren und ihm Respekt erweisen, indem ich ihm eben keinen Kosenamen mehr gegeben habe. Ich habe mich selber auch dadurch erwachsener gefühlt, mehr auf Augenhöhe sozusagen. Weiß nicht, ob das für andere nachvollziehbar ist, aber für uns beide war das voll in Ordnung.

    • Maria Th. sagt:

      „Wir wandten uns Karlen Meyern zu.“
      Es lässt mir keine Ruhe, das ist trotzdem ein Dativ und kein Akkusativ, odr?
      😉

    • punkt sagt:

      oh hier oben? ach.
      also das Stichwort ist parodistisch.
      auch Jan hat das Wort Tritte leicht ironischpathetisch verwendet, die Kombination mit dem Wort Freßbutzen ist wirklich supercool.
      Die Formulierung „Hause“ habe ich bei verschiedenen Arbeitgebern gelesen und das erweckt bei mir den Eindruck dass der Schreiber unfreiwillig etwas Komisches geschrieben hat.(Natürlich nur leicht, der Eindruck, ich weiß ja dass er es nicht so gemeint hat).
      Maria Theresia: ich wollte dich/euch/jemand anderes nicht beleidigen, ich habe nur nicht so viel sprachliches Geschick um einen subjektiven Eindruck zu formulieren.
      aber:
      Hogwarts
      ist meiner meinung nach scherzhaft daran angelehnt dass viele Häuser, also gemeint Adelshäuser, mit s enden.
      Little Paddocks oder irgendwas mit Halls am Ende.

    • Maria Th. sagt:

      @ Punkt
      Ich bin nicht beleidigt, das liegt mir fern. Ich wollte mit meinem Plädoyer für das gelegentliche Dativ-e nur klarstellen, dass nicht jede Formulierung, die man umgangssprachlich kaum verwendet, gleich befremdlich/seltsam wirken muss, sondern dass es auch wichtig ist, Sprachkultur im schriftlichen Ausdruck nach Möglichkeit zu bewahren – zumal das Dativ-e ja auch unterschiedliche Bedeutungen eines Wortes anzeigen kann. Es wäre doch schade um die deutsche Sprache, die so reich an Ausdrucksmöglichkeiten ist, oder?
      🙂

    • Aileen sagt:

      Es ist mir bisher leider entgangen, dass du dich selbst zur Unterschicht zählst.
      Ehrlich gesagt, habe ich deine Kommentare meist nie komplett gelesen.
      Ich finde deine Sichtweise schon interessant und versuche sie auch zu verstehen.
      Ich kann kaum glauben, dass du zur Unterschicht zählst! Warum? …weil ich dann ein anderes Bild von einem Menschen im Kopf habe. Nicht von einem Menschen, welcher dieser Ausdrucksweise und dieser Art von Kommentaren fähig ist, einfach weil ihm dazu jegliche „Möglichkeit“ fehlt ;-).

      Du schreibst:

      „Also: die riesenbreite Mitte der BRD-Gesellschaft ist einfach das beste und fetteste Ziel.“

      Wieso??? Ist das Frust / Ironie oder ernst gemeint ??? Ist es dein Ziel?

      Wie wäre es schichtenlos? …oder wie wäre es mit der Oberschicht als Ziel?

      Wie würden deine Kinder heißen, wenn du keine Rücksicht auf soziale Schichten nehmen würdest?

  2. Jan sagt:

    Also, mir klingt Julius eh schon zu mittelschichty, und die Zweitnamen dazu bestätigen mir dieses Urteil sehr schön. :mrgreen:

    • Maria Th. sagt:

      Mittelschichty ist ein sehr schönes Wort
      Ich würde den Namen selbst wohl nicht vergeben, aber es gibt schlimmeres als Julius. Ich hab diesmal einfach nur die Kombinationen nach „Wohlklang“ beurteilt, ohne soziologische Komponente. Bin noch erschöpft vom letzten Schlagabtausch.

      Cordialement

    • Luki sagt:

      Was genau soll mittelschichty denn aussagen?

    • Jan sagt:

      Was genau soll mittelschichty denn aussagen?

      Wenn Du das ganz genau wissen willst, sei Dir die Lektüre des „Robinson Crusoe“ empfohlen, des vielleicht ödesten und langweiligsten Klassikers der Literaturgeschichte. 😉 Das Buch beginnt sogar explizit mit einem Lob der Mittelschicht, und so geht es dann auch weiter. Der Name Crusoe kommt übrigens vom norddeutschen Kruse, sein Vater stammt aus Bremen.

      Julius Kruse, das wär’s mal…

      Um Pardon, es geht eigentlich ein ganze Menge: Fascho, Tory, Anarchist, Nazi, Öko, Prollo, Asi, Vokuhila, Bolschewik. Aber Whig, das geht eben nicht. 🙂

    • Maria Th. sagt:

      Julius Kruse, lt. Google gibt’s wohl mehrere, auch in Hannover 😉
      http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Region/Langenhagen/Nachrichten/Saisonauftakt-im-Freibad-Godshorn

    • Rebecca Sophie sagt:

      Was hast du eigentlich immer gegen die Mittelschicht, Jan?
      Robinson Crusoe fand ich eigentlich ganz gut, habe das aber noch im Grundschulalter gelesen, glaube ich. Oder war das gar nicht das Original?

    • . sagt:

      alte Stachelbeere

    • Jan sagt:

      @ R.S.

      Die riesenbreite, fette Mitte der Gesellschaft (heute so ca. 2/3 bis 3/4 zumindest der autochthonen Bevölkerung) ist einfach das dickste und lohnendste Ziel, bei dem man schon rein quantitativ die größten Chancen hat, sich allerwegen unbeliebt zu machen. 🙂

      Ich hab den Robinson auch erst vor ca. drei Jahren in einer unbearbeiteten Fassung gelesen, nachdem ich das als Kind natürlich in Form von Filmen, Hörspiel-MCs (heute wieder beliebt als sog. Hörbücher) zur Kenntnis genommen habe. Es ist wirklich ein erschreckendes Traktat.

      @ .

      Ja. 🙂

    • . sagt:

      war sogar gut gemeint. ich finde es immer fein wenn einer nicht wegschaut oder alles vereinfacht.

    • Jan sagt:

      @ .

      Danke! 🙂

      Stell mir vor ein Heer Früchtchen wie mich, und Deutschland soll eine Republik werden, gegen die Luxemburg und Island Fruchtzwerge sein sollen!

      😀

    • . sagt:

      Jan, findest du es auch immer so gruselig wenn jemand „Hause“ schreibt?
      z.B. ..eine Beschäftigung in unserem Hause…bei uns im Hause.. etc.
      nicht gemeint: der Schlüssel liegt zu Hause. das gilt als etabliert.
      das oben genannte Hause finde ich derart schauderhaft, (vielleicht ist das auch mittelschichty.), da habe ich sofort leichte Abneigungen gegen den Schreiber.
      darf ich etwas mittelschichty finden wenn ich selbst aus der Mittelschicht bin?
      ist es möglich dass man der Mittelschicht angehört aber nicht mittelschichty ist? ja, oder? weil mittelschichty die gezwungene Form ist, ähnlich wie bei frömmelnd zu fromm, weiß gerade kein schöneres Beispiel. Vor allem fehlen mir die Fachbegriffe.
      Vielen Dank

    • QJan sagt:

      @ .

      Nur kurz: Ich finde den Begriff „Haus“ auch peinlich, wenn er zur Selbstaristokratisierung irgendwelcher Krauthöker-Firmen oder Freß-Butzen verwendet wird. Oder im Sinne von Udo Jürgens’ „In diesem ehrenwerten Haus“. 😀

      Andererseits finde ich aber Bildungen wie Welfenhaus oder das possierliche „Allerhöchste Erzhaus“ völlig angemessen.

      Ich bin aber auch aus der Unterschicht, die sich die Mittelschichten mittlerweile offenbar nur noch als „K-Schichten“ zu bezeichnen getrauen.

    • . sagt:

      (entschuldigung für das viele Gelaber.)
      Haus allein geht schon noch, nur bei der Buchstabierung Hause wirds mir immer so anders. keine Worte.

    • Maria Th. sagt:

      @ .
      Es handelt sich bei Wendungen wie „in unserem Hause“,“im Jahre 1975″, „in diesem Sinne“, „im Zuge der Umgestaltung“ um eine ganz normale Dativ-Konstruktionen, die früher noch häufiger als heute waren. Das hat nichts mit gruselig oder mittelschichty (das man auch mit dem schönen alten Wort spießig umschreiben könnte, oder?)zu tun, sondern einfach mit der deutschen Grammatik.
      siehe z.B.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Dativ
      speziell unter „Besonderheiten der Dativ-Bildung“

    • Jan sagt:

      Das mit der .’schen Dativ-e-Averision habe ich auch nicht ganz verstanden…

      Früher hat man Helmut Kohl gerne unterstellt, er sage immer „in diesem unseren Lande“. (Also so, wie man dem Harry in den Derrick-Krimis unterstellt hat, er „hole schon mal den Wagen“…) Das Dativ-e klingt vielleicht zuweilen ein bißchen bombastisch, womit man dann natürlich auch wieder einen ironischen Effekt erzielen kann.

      Mit meinem Tritte gegen die Freßbutzen lag ich übrigens wohl schief – einfach, weil „Haus“ für Restaurant auf allen Ebenen so üblich ist („nach Art des Hauses“, „Hausmarke“, „dat jeht aufs Haus“, „Gepflogenheiten des Hauses“). Soweit ich weiß, auch in anderen Sprachen, und wohl sicher nach französischem Vorbild.

    • Maria Th. sagt:

      Aber wo ist bei „Harry, hol schon mal den Wagen“ eine Dativ-e-Konstruktion? Bei deiner Formulierung (…hole…) benutzt du ja die Form der indirekten Rede, was ja mit dem Dativ nix zu tun hat. Da hast du dich wohl vertan.

    • Maria Th. sagt:

      Und das Dativ-e verursacht manchmal auch eine andere Bedeutung desselben Wortes, was ich durchaus bemerkenswert finde (vgl. wieder Wiki:)
      „Im heutigen Sprachgebrauch sind diese Formen jedoch auch in der Schriftsprache seltener anzutreffen; sie werden vor allem in der gehobenen Sprache verwendet. Die häufigsten Ausnahmen stellen feststehende Wendungen wie beispielsweise „in diesem Sinne“, „im Hause“ (als Briefanschrift), „Warnung vor dem Hunde“ oder „im Jahre“ dar. Jedoch ergeben sich zwischen beiden Formen (meist in Verbindung mit Präpositionen) oft Bedeutungsunterschiede; Beispiele:

      „im Zug“ (lokal, in dem öffentlichen Verkehrsmittel) — „im Zuge“ (Ergebnis einer Handlung)
      „im Punkt“ (lokal) (ungebräuchlich) — „im Punkte“ (= in der Angelegenheit)
      „am Tag“ (temporal, an einem bestimmten Tag) — „am Tage“ (= [allgemein] tagsüber)
      „am Fuß“ (lokal, Körperteil) — „am Fuße“ (z. B. eines Berges)

      Außerdem existieren diese Formen in etlichen präpositionalen Verbindungen

      mit Verben: „über etwas im Bilde sein“, „sich im Grabe umdrehen“, „jemanden zu Tode erschrecken“, „im Halse stecken (bleiben)“ usw.“

    • Jan sagt:

      Gna, das meinte ich ganz anders! 🙂 Nämlich so: Es war in den 80ern nahezu ein stehender Topos, Kohl zu unterstellen, er sage bei seinen Neujahrsansprachen und ähnlichen Gelegenheiten immer „in diesem unseren Land“ bzw. „in diesem, unserem Lande“… Also so, wie man auch dem Harry immer unterstellt hat, er sage permanent „Ich hol schon mal den Wagen, Chef!“ – obwohl das angeblich in keinem einzigen Drehbuch gestanden hat. 😉 Vor fünfzehn oder zwanzig Jahren hat sich die FAZ mal den Jux gemacht, einen Artikel zu einem runden Geburtstag von Fritz Wepper mit „Holt den Wagen“ zu überschreiben. 😀 Es ging mir also einfach um die Masche, bestimmten Leuten bestimmte stehende Topoi zu unterstellen, was dann seinerseits wieder leicht zu einem stehenden Topos werden kann.

    • Maria Th. sagt:

      Ah, ok, dann hab ich das falsch rum verstanden mit „Harry“; und mit dem, was du schreibst, hast du schon recht. An Kohl mit „diesem unserem Lande“ kann ich mich noch gut erinnern…

    • Jan sagt:

      „sich im Grabe umdrehen“

      Diese Wendung habe ich immmer besonders gemocht! Hier in Hannover liegt auf dem Ricklinger Stadtfriedhof Kurt Schumacher begraben. Es gibt seit spätestens den 80ern den Running Gag, daß man sein Grab nach Gehör finden könne – also nach dem Gerumpel, weil er sich so oft in seinem Grabe umdreht. 😀

    • . sagt:

      danke für eure Hilfe.
      halten wir also fest:
      +früher waren die Worte mit e am Ende noch gebräuchlicher als heute.
      +wer heute solche Worte gebraucht wird für merkwürdig befremdlich gehalten
      +in Wendungen(am Fuße des Berges, im Sinne des Erfinders, etc.) sind die e-Wörter noch akzeptiert

      oder?
      diese Formen sind nicht generell schlecht, also nach Art des Hauses klingt sehr fein, ehrwürdig vielleicht, jedenfalls positiv besetzt.
      aber wenn jemand in seinem selbst formulierten Text so etwas sagt oder schreibt klingt es für mich unsympathisch.

    • Maria Th. sagt:

      Lieber .
      zu + 1 und 3: richtig.
      zu + 2:
      ich würde solche Ausdrücke nicht (und schon gar nicht die Menschen, die in der Lage sind, solche Wendungen zu gebrauchen,) als befremdlich betrachten. In der gesprochenen Sprache wird dieses Dativ-e tatsächlich wohl eher seltener gebraucht, schriftlich zeugt es durchaus von einem niveauvollen Umgang mit der Sprache. Ein selbst formulierter Text kann meines Erachtens nach durchaus von solchen Ausdrücken profitieren. Das muss nun nicht der Einkaufszettel sein, aber ein Deutsch-Aufsatz oder eine Abhandlung, ein Zeitungsartikel, ein Gutachten, ein literarischer Text etc., wo eine gehobene Sprache Voraussetzung ist, gewinnt durchaus bei Verwendung des Dativ-e, wenn es zum Sprachrhythmus passt.
      Aber wie man sieht, benutzt man (Jan) das Dativ-e auch in alltäglicheren ‚Texten: „Mit meinem Tritte gegen die Freßbutzen lag ich übrigens wohl schief…“ 🙂
      Es spricht nun sicher nicht gegen die Ausdrucksfähigkeit eines Individuums, wenn man sprachliche Varianten anwenden kann.

    • Maria Th. sagt:

      Bitte um Punktabzug, hab dreimal „durchaus“ gebraucht. 🙁

    • Aileen sagt:

      Anscheinend bist du ernsthaft traumatisiert? In welcher Schicht befindest du dich denn Jan? Belächelst du von der Oberschicht die Mittelschicht oder bist du von der Unterschicht nach oben neidisch?

      Gibt es denn irgendjemanden der dich nicht zum Aufregen bringt außer die Mittelschicht und Ossis?????

    • Jan sagt:

      Anscheinend bist du ernsthaft traumatisiert? In welcher Schicht befindest du dich denn Jan? Belächelst du von der Oberschicht die Mittelschicht oder bist du von der Unterschicht nach oben neidisch?

      Ganz einwandfrei letzteres. Ich bin Unterschicht. Das habe ich hier auch schon sooo oft gesagt – was Du freilich zur Kenntnis genommen zu haben keineswegs verpflichtet bist. Also: die riesenbreite Mitte der BRD-Gesellschaft ist einfach das beste und fetteste Ziel. Und die ganzen albernen Juliusse, Julians, Konstantins und Alexanders machen sich im Visier einfach prächtiger als die Kevins, Noels und Doreens.

      Es sei Dir, Aileen, Isaak Babel (Reiterarmee) zitiert:

      Wir tranken Rum und warteten auf den Kommissar, aber er kam einfach nicht aus dem Stab. Romuald sank in der Ecke zusammen und schlief ein. Er schlief und zitterte leise, und draußen im Garten, unter dem schwarzen, leidenschaftlichen Himmel schimmerte die Allee. Rosen wehten sehnsüchtig in der Dunkelheit. Grüne Blitze sprühten um die Zwiebeltürme. Eine entkleidete Leiche rollte den Abhang hinunter, und der Mondschein strömte über die toten gespreizten Beine.

      Das ist Polen, das ist die aufgeblähte Trauer der Republik. Und ich, der gewaltsame Eindringling, bereite mein Lager in dem Tempel, den der Diener Gottes verlassen hat, und stecke mir Folianten unter den Kopf, in denen Gebete für den erhabensten und durchlauchtigsten obersten Pan Josef Pilsudski stehen.

      Bettlerhorden erstürmen, Polen, deine uralten Städte, und über ihnen dröhnt das Lied von der Vereinigung aller Sklaven. Und wehe dir, Republik! Wehe dir, Fürst Radziwill, und dir, Fürst Sapieha, ihr Ritter des Tages!

      Gibt es denn irgendjemanden der dich nicht zum Aufregen bringt außer die Mittelschicht und Ossis?????

      Da ist irgendwo eine Verneinung zuviel in dem Satz… Ich legte aber doch Wert auf die Feststellung, daß ich, wiewohl selbst Wessi, niemals Ossi-Witze machen würde. 🙂 Im Gegenteil, als Unterschichtler halte ich 1989 für eine historische Katastrophe in Deutschland. Was ich aber nicht abkann, sind Wende-Gewinnler, ob aussem Osten oder aussem Westen. Ja, das ist auch schon wieder lange her, aber es wirkt nach.

    • Aileen sagt:

      Es ist mir bisher leider entgangen, dass du dich selbst zur Unterschicht zählst.
      Ehrlich gesagt, habe ich deine Kommentare meist nie komplett gelesen.
      Ich finde deine Sichtweise schon interessant und versuche sie auch zu verstehen.
      Ich kann kaum glauben, dass du zur Unterschicht zählst! Warum? …weil ich dann ein anderes Bild von einem Menschen im Kopf habe. Nicht von einem Menschen, welcher dieser Ausdrucksweise und dieser Art von Kommentaren fähig ist, einfach weil ihm dazu jegliche „Möglichkeit“ fehlt ;-).

      Du schreibst:

      „Also: die riesenbreite Mitte der BRD-Gesellschaft ist einfach das beste und fetteste Ziel.“

      Wieso??? Ist das Frust / Ironie oder ernst gemeint ??? Ist es dein Ziel?

      Wie wäre es schichtenlos? …oder wie wäre es mit der Oberschicht als Ziel?

      Wie würden deine Kinder heißen, wenn du keine Rücksicht auf soziale Schichten nehmen würdest?

    • Jan sagt:

      Wie würden deine Kinder heißen, wenn du keine Rücksicht auf soziale Schichten nehmen würdest?

      Wenn’s ein Junge wird: Davutoclus. (Unbedingt mit ’nem c!)

      Wenn’s ein Mädchen wird: Erdogane. (Unbedingt mit ’nem e hinten und vorne!)

      😀

      So, im Ernst, Aileen, danke für Deine nette Antwort, aber das führt hier alles zu weit, und das ist eh schon mit meine Schuld. :-/

      Aber denn doch noch:

      Wieso??? Ist das Frust / Ironie oder ernst gemeint ??? Ist es dein Ziel?

      Wie wäre es schichtenlos? …oder wie wäre es mit der Oberschicht als Ziel?

      Tja, gute Frage. Vielleicht, weil mir als klassenbewußtem Proletarier die erwähnte „riesenbreite Mitte“ einfach täglich näher ist als die Leute, die in diesem unseren Lande wirklich das Heft in der Hand haben.

      Indem ich Dich meines ernsthaften Vorsatzes versichere, jeden Deiner Kommentare stets von vorne bis hinten zu lesen, verabschiede ich mich in den milden Himmelfahrts-Abend.

      Jan

  3. Mark sagt:

    Stimme mit Maria Th. überein–Julius lässt sich gut kombinieren….

    Dabei finde ich Namen mit X nicht so passed: Julius Maximilian ist mir zu zischend (us-max). Julius Alexander ist besser, da das X weiter vom Us entfernt ist, klingt für mich aber auch noch zu zischend.

    Meine Lieblings-Julius-Kombis:
    Julius Friedrich
    Julius Karl/Carl
    Julius Paul
    Julius Benedikt

  4. Aileen sagt:

    Meine Lieblings-Kombis:
    Julius Benedikt
    Julius Theodor
    Julius Alexander
    Julius Ferdinand
    Julius Leonard
    Julius Friedrich

  5. Wenke sagt:

    Nun, da ich die beliebtesten Zweitnamen zu Julius kenne, ist es doch schon auffällig, dass wirklich nur klassische Namen (bis auf Finn vielleicht) vertreten sind. Also kein in die „Kevin-Richtung“ gehender NAme, nicht mal ansatzweise, nicht mal Leon oder Noah sind dabei.
    Also ja, das ist schon sehr „obermittelschichtig“, was ich aber völlig in Ordnung finde und ich mag die Namen sehr.

    Wenke

    • Jan sagt:

      Das war doch genau mein Punkt: Es fällt halt nach zehn Sekunden Überschlagen der Liste auf, daß da keine Kevinismen (absehen in der Tat vielleicht von Finn, Leander und Leonard) dabei sind, dafür aber jede Menge Konstantinismen.

    • lenchen sagt:

      Kommt sicher aber auch noch, dass der Namen in den heutigen „Kevin“-Schichten auftauchen wird.
      Das ist ja das Spannende an der ganzen Thematik, find ich. Die stetige Änderung von Mode und Geschmack einer Gesellschaft. 🙂

    • Kathrin sagt:

      @ lenchen

      Da stimme ich dir zu. Es wird dann interessant, wenn Julius in der „K“-Schicht (auch wenn ich die Bezeichnung nicht mag) auftaucht. Dieser Wandel ist das Spannende.

    • Rebecca Sophie sagt:

      Julian ist da ja schon fast angekommen, dank Julien. Für Julius dürfte es durch die soch recht klassische -us Endung schwieriger werden abzurutschen, abee wenn Julian wrstmal da ist wied Julius bald folgen.

    • Aileen sagt:

      Mag die Namen auch sehr! Finde sie dazu auch noch recht selten! Habe mich noch lange nicht daran satt gehört. Viel zu schön, als das ich mich daran wahrscheinlich jemals satt hören werde!
      Elias zum Beispiel mag ich auch immer noch – obwohl überall vertreten! …etwas ungünstiger sind Leon, Linus, Jonas.

  6. lenchen sagt:

    Ich finde es interessant, dass der Name Julius nicht so beliebt in der breiten Bevölkerung ist, die weibliche Form Julia jedoch immer noch äußerst oft vertreten ist.

    Ich habe mein Stofftierschweinchen damals als Kind den Namen Julius gegeben. Dementsprechend kann ich den nicht mehr meinem Sprössling „antun“.

    Ansonsten ist in Österreich noch die Kaffeemarke „Julius Meinl“ samt ehemaligem Lebensmittelladen bekannt. Die sind ja quasi eine Dynastie in der fünften (?) Generation mit dem Namen.

    • Jan sagt:

      Ansonsten ist in Österreich noch die Kaffeemarke „Julius Meinl“ samt ehemaligem Lebensmittelladen bekannt. Die sind ja quasi eine Dynastie in der fünften (?) Generation mit dem Namen.

      Das kennt bei uns Hyperboreern aber wirklich keiner. Andererseits: Ich mußte mir vor so ca. zwanzig Jahren mal das Lachen verbeißen, als mir mein Lehrer (damals so Mitte 50) seinen kleinen Sohn (damals so etwa acht) vorgestellt hat: „Und das ist unser Jakob.“ Das klang halt für einen aus dem Bremischen Einzugsgebiet Gebürtigen hoffnungslos nach „Jacobs Kaffee“.

  7. Rebecca Sophie sagt:

    Was mir noch auffllt ist das Karl und Konstantin wesentlich weiter vorne stehen als Carl und Constantin. Bei der Statistik von Karl ist der Unterschied aber gar nicht so groß.

  8. Jan sagt:

    Noch ein Vorschlag:

    Julius Cornelius Capitanul

    😀

  9. Aileen sagt:

    Gab es die Rangliste der Zweitnamen zu Leon, Jonas, Lukas und Linus schon?

    Das sind doch potentielle K-Namen :-)…und gefühlte 1000000x häufiger, anstrengender und immer und überall in jeder Schicht…und definitiv nicht schöner.

  10. Stephan sagt:

    Finde den Namen Julius bzgl der Schichten völlig indiskutabel! Ein wunderbarer Name welcher keinesfalls nervt und wegen mangelnder … sowieso nicht unten bei Fernsehschauenden / Nichtwissenden / weniger Intelligenten auftauchen wird.

    Sind eigentlich Finn/Fynn, Jonas, Elias, Julian, Leon, Lukas, Colin, Robin usw. auch Kevinismus und irgendwie tooootal nervig zur Zeit? Wirklich überhaupt nicht ( mehr ?) schön, finde ich.
    Darum müssen wir über tolle Namen wie Leonard und Julius nun wirklich nicht diskutieren!

  11. Stephan sagt:

    Anton, Ben, Noel, Joel und Luca hatte ich vergessen.

    Darüber sollte echt mal diskutiert werden! Kann ich leider wirklich nicht mehr hören diese Vornamen!

  12. punkt sagt:

    ich schau auch nicht fern. trotzdem bin ich in der Diskussion auf dem Bauern-Niveauo.
    aber lieber Bauer als Springer.
    mir gefallen auch die aktuellen Modenamen nicht so aber vielleicht liegt es an mir selbst.
    von den Julius-Zweitnamen gefällt mir am besten Peter. Dann würde ich aber den Peter zum Rufnamen erklären. Julius selbst ist doch eher so ein Zweitnamen-Kandidat.

  13. Martina sagt:

    Es nervt mich das hier so viele Namen schlecht gemacht werden. An Jonas, Lukas, Julian , Anton, Linus u.s.w. kann ich nichts dran aussetzen. Es stehen Menschen hinter den Namen und ihr redet viele von Namen schlecht. Mir gefallen auch nicht alle Namen, aber das einsortieren in bestimmte Schubladen gefällt mir nicht.

    • Mutter von Emma sagt:

      Ich stimme Dir voll und ganz zu!

    • Jan sagt:

      Tja, aber hinter den Cheyennes, Zoês, Heinz-Werners, Shangrilalas, Yves-Lutzen, Noellinas, Mendys, Seddricks und Luka-Tonys stehen auch Menschen, nicht wahr? Und hinter den legendenumwobenen Kevins und Chantals übrigens auch, man denke.

      Es scheint mir bezeichnend, daß nun gerade ein paar kleine Tritte gegen typische Bourgeois-Namen wie eben zum Beispiel

      Jonas, Lukas, Julian , Anton, Linus u.s.w

      Empörung und moralisierendes Gemecker auslösen.

      Besonders albern scheint mir übrigens Konstantin. Das gehört wirklich in die Ostkirchen und hätte da auch bleiben sollen.

    • Mutter von Emma sagt:

      Natürlich stehen auch hinter Chantal und Co. Menschen! Das ist doch der Punkt. Jedes Kind erhält einen Namen, den es sich nicht selbst ausgesucht hat und es deshalb gleich in eine Schublade zu stecken ist einfach nicht in Ordnung. Ob Kevin oder Konstantin, Mia oder Marlene, was sollen denn die abwertenden Kommentare dazu? Haben die Menschen keine anderen Probleme mehr? Ja, ich weiß, die Gedanken sind frei, aber ich plädiere mal wieder für Rücksichtnahme- auch im anonymen Internet.

      Übrigens mag ich den Namen Konstantin sehr gerne und kenne eine Chantal (Anfang zwanzig), die eine deutsche Mutter und einen französischen Vater hat, mit gut bürgerlichem Hintergrund!

      Der aktuell beste Kindergartenfreund meiner Tochter trägt einen Namen, der in die Chantalismus-Schublade fällt und ist ein tolles Kind, das sich weder seinen Namen, noch seinen Hintergrund selbst ausgesucht hat.

    • Jan sagt:

      Aber das läuft doch letztlich nur auf die heute alles dominierende Mittelschichten-Konsens-Kultur hinaus: Es ist immer in Ordnung, Sachen (ob nun Namen oder was anderes) einfach super und toll zu finden. Wenn Du das nicht tust, darfst Du auch gerne mal gar keine Meinung haben und einfach unschuldig lächeln. Nur Sachen schlecht zu finden, das „geht gar nicht“ (um mal so eine typische Mittelschichty-Redewendung aufzugreifen), weil sich damit ja irgend jemand „ausgegrenzt“, „einsortiert“ oder „verletzt“ fühlen könnte.

      Um so engagierter bliebe ich in diesem Sinne dabei, die Namen Konstantin, Justus und Julius einfach scheiße zu finden – und ihre jeweiliger Träger jeweils einzeln höchstwahrscheinlich auch.

    • Maria Th. sagt:

      Hier schießt du wieder mal übers Ziel hinaus, Jan.
      Die drei Namen sind ok, nicht jedem muß jeder Name gefallen, aber es ist gemein (um mal das bürgerliche „nicht in Ordnung“ zu vermeiden), so verallgemeinernd vom Namen auf den unbekannten Namensträger zu schließen.

  14. Martina sagt:

    Ich kenne auch eine Chantal und mehrere Kevin`s und Justin´s die alle sehr nett und gebildet sind, für unseren Namen können wir nichts. Egal welche Namen hier im aufgeführt werden, ich habe noch keinen schlecht geredet. Für Hindergründe woher ein Name kommt bin ich sehr dankbar finde das Thema Namen sehr interessant. Und Jan, deinen letzten Satz hättest du dir sparen können.

  15. Jan sagt:

    Aber es ist doch bestenfalls naiv, so zu tun, als ob Namen nur einen Klang, eine etymolgische Bedeutung, einen bestimmten religiösen Hintergrung etc. pp. hätten und nicht auch und gerade eine soziale Konnotation! Wohlgemerkt: bestenfalls, schlimmerenfalls geht es in Richtung Negierung von Klassen im Interesse der herrschenden Klassen. Und das ist doch wirklich mit Händen zu greifen, wenn man die Liste oben mit einer durchschnittlichen „Babynamen der Woche“-Liste hier vergleicht.

    Und da nützt es auch nichts zu sagen: „Ich kenne aber einen Kevin, der wurde an der Universität Bayreuth bei Häberle summa cum laude zum Dr. iur. promoviert!“ oder „Die Alkis, die neben der Studentenbutze von unserer Charlotte wohnen, haben ihr viertes Gör Karl-Theodor genannt.“

    Ja, natürlich sagen Namen primär etwas über die Eltern aus – aber diese Eltern vererben mit großer Wahrscheinlichkeit auch ihre Klassenzugehörigkeit an ihre Kinder. Und damit sagen Namen schon auch etwas über ihre Träger aus.

  16. Lasse sagt:

    Ich kenne einen Julius Marian.
    Klingt jedenfalls harmonischer als mein Name (Lars/Lasse Markus).
    Julius Marian wird nur Juli oder Julzen gerufen.
    Seine Mutter sagt beide Vornamen.
    Diesem Julius habe ich zu verdanken, dass mich alle Lasse nennen.
    Liebe Grüße an Julzen!

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