Babynamen der Woche 22/2016

Suela * Mika Bent * Ravid * Elanur * Mirac * Melina Alessia * Luana Maylien * Elifsu * Pieter Vincent * Bo Vincent * Rüya * Djumana * Matheo Joel * Ragnar * Lillyann * Hana * Freia Auguste * Adele-Teresa * Amy Elaine * Leon Luca * Maddy Martina * Lydiah * Fiona Bibiana * Pablo * Manolo * Hilda Charlotte * Constantin Gerhard Claudius * Kübra * Beele * Lio Devin

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Autor:

Knud Bielefeld ist Vornamenanalytiker und erstellt Jahr für Jahr eine Auswertung der beliebtesten Vornamen Deutschlands.

64 Kommentare zu "Babynamen der Woche 22/2016"

  1. Maria Th. sagt:

    Also heute ist ja wieder wenig Bodenständiges dabei…schauen wir mal:

    1. Suela * Mika Bent * Ravid * Elanur * Mirac * Melina Alessia * Luana Maylien * Elifsu * – bis auf Mika Bent und Melina Alessia schon sehr ausgefallen; zur Problematik des Namens Bent braucht man nichts mehr zu sagen, denke ich.

    2. Pieter Vincent * Bo Vincent * – Namen ok, die könnten auch Zwillinge sein 🙂

    3. Rüya * Djumana * Matheo Joel * – siehe 1.

    4. Ragnar * legendärer Wikingerkönig; gewöhnungsbedürftig, aber gar nicht schlecht; je öfter man den Namen spricht, desto besser gefällt er mir

    4. Lillyann * Hana * Amy Elaine * Leon Luca * Maddy Martina * Lydiah * Fiona Bibiana * – in Ordnung, ganz nett, aber alles Weichspülernamen. Hier kommt es im Einzelfall auf die Kombination mit dem Nachnamen an, die wir ja nicht wissen können, vielleicht muss man ja mit dem weichen Vornamen auch einen sehr harten Nachnamen abmildern bzw. der weiche Vorname erhält noch „Pfeffer“ durch den Nachnamen;
    Liliana, Hanna, Lydia wäre außerdem die schönere Schreibweise gewesen und Maddy hätte einen „richtigen“ Namen statt der Abkürzung verdient. Aber wenigstens hat sie noch die relativ seltene Martina mitbekommen, das ist doch auch schon was!

    5. Pablo * Manolo * – kleine Spanier? wie 2.

    6. Hilda Charlotte * Freia Auguste * Adele-Teresa * Constantin Gerhard Claudius * – hier die wenigen klassischen Namen der Woche, wobei vor allem Freia und Auguste gar nicht mein Fall sind. Adele-Theresa: nachdem es sich um einen Bindestrich-Namen handelt, sind es reichlich viele e, es spricht sich a-e-e-e-e-a. Wahrscheinlich schleift sich das dann zu einem einzigen Rufnamen ab. Adele allein ist ziemlich selten und erinnert mich an eine gebrechliche alte Dame. Bei Constantin Gerhard Claudius fällt Gerhard als germanischer Name ein bißchen raus.

    7. Kübra * Beele * Lio Devin – siehe 1. und 3.

    • Jan sagt:

      Guten Morgen rundrum – und generelle Zustimmung zu Maria Theresias Systematisierung der dieswöchigen Liste und zu ihren Einschätzungen.

      Kurze Adnoten in Eile:

      Ragnar – als ich ein kleiner Junge war, gab es eine Comic-Serie mit einem Helden dieses Namens… Das war ein junger Wikingerhäuptling, und es war wohl, wenn überhaupt, nur vage an das historische Vorbild angelehnt. Waren das eigene Comics oder war das in den Yps-Helften? Vergessen… Als Pubertierender hat man dann gelernt, daß Ragnarök in der nordischen Mythologie Weltuntergang bedeutet…

      Bibiana. 1. Die sehr schöne und sehr gute Schauspielerin Bibiana Beglau. 2. Diese vierschrötige, auch hübsche, blondierte Fußballschiedsrichterin aus der Zweiten Bundesliga, die im Hauptberuf hier in Hannover Polizistin ist… Insofern höre ich den Namen nicht ganz so weichgespült.

      Hana. Die Schreibweise halte ich aus verschiedenen privaten, ästhetischen und philologischen Erwägungen heraus auch für ärgerlich.

      Constantin Gerhard Claudius. Wenn der aus Sachsen kommt, wird eh jeder Vorname mit nem g am Anfang ausgesprochen. 😀

      Horrido!

    • Jan sagt:

      Also so, vergessen:

      Bent.

      The enormous tragedy of the dream in the peasant’s bent shoulders.
      Manes! Manes wurde geschunden und ausgestopft.
      Wie Ben und la Clara [Chiara? 😉 ] in Mailand, an den Fersen zu Mailand.

      😉

    • Maria Th. sagt:

      Bent: Das wurde auf hier auch schon mal thematisiert. Das englische Adjektiv bent bedeutet „geneigt, gebogen, abgewinkelt“, aber auch „schwul“. Wenn der Jüngling sich mal irgendwo vorstellt mit „Hello, I’m Bent“, hört sich das vielleicht anders an, als er es beabsichtigt hatte.
      http://www.beliebte-vornamen.de/32-unmoegliche.htm
      http://dict.leo.org/ende/index_de.html#/search=bent&searchLoc=0&resultOrder=basic&multiwordShowSingle=on

      @ Jan:
      Quellenangabe vergessen: Ezra Pound
      (Ich hab von dem bisher nichts gelesen, werds vermutlich aber auch bleiben lassen.)

    • Jan sagt:

      @ M.Th.

      Daß die Maden ihn fräßen, den toten Bullen.

      😉

      Das mit der Nebenbedeutung von „bent“ war mir ganz unbekannt, ich wußte auch nicht, daß es das in Dänemark wirklich ein Name ist…

      Aber wir haben nun einmal als Studenten mit Eifer die Pisaner Gesänge studiert, und da ich nicht so gut Englisch kann, haben ich ich bei dem Wort eben sofort Pounds Verse vor Augen.

    • Stephanie sagt:

      zu Hana: das gibt es. ich habe schon eine Hana getroffen, die stammte aus Äthiopien.

    • Rebecca Sophie sagt:

      Bei Adele muss ich an eine Sängerin denken. (Dabei höre ich die nicht mal, aber eine Freundin erzählte, dass sie fast nach ihrer Großmutter Adele genannt worden wäre, was ihr Bruder mit der Erwähnung der Sängerin quittierte.)

    • Maria Th. sagt:

      Bei Adele-Teresa habe ich die deutsch ausgesprochene AdEle „gehört“.
      Die Sängerin spricht man ja Adäll aus, da würde Teresa nicht passen, ich vermute also, dass der Name Adele deutsch ausgesprochen wird.

    • lenchen sagt:

      Hana ist eine japanische Schreibweise für Blüte. Vielleicht ist sie ja eine kleine Asiatin und die Eltern wollten einen trotzdem in Mitteleuropa gut auszusprechenden und schreibenden Namen haben.

    • Jan sagt:

      Hana ist eine japanische Schreibweise für Blüte. Vielleicht ist sie ja eine kleine Asiatin und die Eltern wollten einen trotzdem in Mitteleuropa gut auszusprechenden und schreibenden Namen haben.

      Da fehlt dann aber schon irgendwie das -ko am Ende… Allerdings hat mir eine Japanerin vor vielen, vielen Jahren mal erzählt, daß Hanako im gegenwärtigen Japan in etwa so klingt wie Elfriede in Deutschland – also altbacken… Und die Tatsache, daß sich das mit lateinischen Buchstaben mit einem n schreibt, liegt ja nur mehr an der international gebräuchlichen Hepburn-Transkription des Japanischen, denn gesprochen wird das japanische hana praktisch wie das deutsche Hanna, also mit zwei kurzen a und auf der ersten Silbe betont.

      Dennoch ist die Theorie interessant. 🙂 Vielleicht auch deutsche Eltern, die von der japanischen Bedeutung wußten?

    • Rebecca Sophie sagt:

      Bei Adele-Teresa habe ich die deutsch ausgesprochene AdEle „gehört“.
      Die Sängerin spricht man ja Adäll aus, da würde Teresa nicht passen, ich vermute also, dass der Name Adele deutsch ausgesprochen wird.

      Ich auch, ich muss nur eben immer an die Geschichte denken, die mir meine Freundin erzählt hat. Insofern ist hier der Bindestrich aber viellwicht gar nicht so schlecht, da er die deutsche Aussprache klar macht.

    • Jan sagt:

      Ich muß zugeben, von dieser folkloristischen Sängerin aus England bis heute noch nie was gehört zu haben… Mußte mir das gerade über Google/Wikipedia erschließen.

      Ich hätte Adele auch immer als „AdEHle“ ausgesprochen. Klingt für mich wie der Name einer altjüngferlichen Kleinstadtbibliothekarin, die dann irgendwann, wenn die jungen progressiven Hipster die Bibliothek übernehmen, nur noch auf Kinder-Bastel-Nachmittage machen und dafür die doofen Bücher rausschmeißen, ausgestopft in der Keller-Vitrine landet. 😀

    • Maria Th. sagt:

      Adele allein ist ziemlich selten und erinnert mich an eine gebrechliche alte Dame.

      Klingt für mich wie der Name einer altjüngferlichen Kleinstadtbibliothekarin,

      sag ich doch! 😀

      und dann noch Wilhelm Buschs Adele, zwar jünger, aber auch sehr zart besaitet:
      http://gutenberg.spiegel.de/buch/adelens-spaziergang-4192/1

    • Maria Th. sagt:

      Die perfekte Verkörperung der ältlichen, gebrechlichen Adele wäre für mich die Schauspielerin Agnes Windeck. Die kennt heute kein Mensch mehr, aber in alten Filmen aus den 60er Jahren hat sie oft mitgespielt, hier Bilder:
      https://www.google.de/search?q=agnes+windeck

    • Jan sagt:

      Einer dieser Kleinstadtbibliothekarinnen habe ich meine geistige Sozialisation in den späten 70ern / frühen 80ern recht wesentlich mitzuverdanken. 🙂 Die hieß zwar nicht Adele, aber strukturell ähnlich. Und ich hab auch nie Bücher kaputtgemacht und kaum je welche zu spät zurückgegeben. 😉 Habe da aber meine halbe Kindheit verlümmelt. Die hat den kleinen Jan halt immer machen lassen. 🙂

      Dann sind wir in die Stadt gezogen. Zehn Jahre später wurde mir zugetragen, daß die Bibliothekarin 1. immer noch meine alte Benutzernummer wußte und 2. doch noch ein Kind gekriegt hatte, was sich keiner in der kleinen Stadt richtig erklären konnte. 🙂 Die wurde schon rot, wenn sie ein damals übliches Stern-Titelbild gesehen hat…

      Hoffentlich lebt se noch und is nu vielleicht Omma. 🙂 Ausgestopft worden isse jedenfalls hoffentlich nicht.

    • Jan sagt:

      @ Jan:
      Quellenangabe vergessen: Ezra Pound
      (Ich hab von dem bisher nichts gelesen, werds vermutlich aber auch bleiben lassen.)

      Gerade gefunden: Ein wirklich kluger Artikel (also Skript einer Radiosendunng) zu Pound aus dem Jahre 2013:

      http://www.deutschlandfunk.de/zwischen-tradition-und-utopischem-traum.700.de.html?dram:article_id=238399

      Für dieses Wucher-Werk über den Wucher muss man viel Geduld aufbringen. Es versuchen, kapitulieren, liegen lassen, wieder aufschlagen, sich unerwartet irgendwo festlesen, im Original oder in Eva Hesses immer stark involvierter, werkvertrauter, im Geist getreuer, im Wortlaut manchmal eigenwilliger Übersetzung – und langsam bekommt man bei der Lektüre Grund unter die Füße. So lernt man einen Monumentalbau der Moderne kennen: die prächtigste Ruine der Lyrik des 20. Jahrhunderts. Das ist dann doch ein nachhaltigeres literarisches Erlebnis als viele leichthin weggeschmökerte Romane der Saison.

      So ist es. Wobei man aber hinzufügen muß, daß Eva Hesse auch durchaus angegriffen worden ist (und zwar „von rechts“) angesichts ihrer Position als „Allein-Erbschaftsverwalterin“ Pounds im deutschen Sprachraum…

    • Jan sagt:

      2. Diese vierschrötige, auch hübsche, blondierte Fußballschiedsrichterin aus der Zweiten Bundesliga, die im Hauptberuf hier in Hannover Polizistin ist… Insofern höre ich den Namen nicht ganz so weichgespült.

      Die hat vorhin den nächsten Bundespräsidenten mitgewählt. 😀 Wurde von der SPD in die Bundesversammlung geschickt.

      http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Fotostrecken-Politik/Diese-Promis-waehlen-den-Bundespraesidenten#n21676598-p1

    • Jan sagt:

      Bibiana. 1. Die sehr schöne und sehr gute Schauspielerin Bibiana Beglau. 2. Diese vierschrötige, auch hübsche, blondierte Fußballschiedsrichterin aus der Zweiten Bundesliga, die im Hauptberuf hier in Hannover Polizistin ist… Insofern höre ich den Namen nicht ganz so weichgespült.

      http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/bundesliga/bibiana-steinhaus-erste-schiedsrichterin-in-fussball-bundesliga-15023741.html

      In der nächsten Saison pfeift die in der 1. Bundesliga. 🙂 Mal sehen, ob das dem Vornamen einen Schubs (nach oben oder nach unten 😀 ) geben wird.

  2. Mark sagt:

    Interessante Namen!

    Fiona Bibiana–

    Diese Kombi finde ich faszinierend. Kulturell passt sie nicht so richtig, denn Fiona ist bekannterweise ein irischer, keltischer Name, und die heilige Bibiana wird in Irland eigentlich nicht traditionell verehrt, und wenn es schon nach ihr benannte Mädchen gab, dann hießen diese Vivian (englische Form von Bibiana). Bibiana ist eher in den italienischen Raum zuzuordnen.

    Trotzdem wirkt der Kulturmix nicht zu extrem, was zum Teil daran liegt, dass Bibiana allgemein kein sehr bekannter Name ist, also nicht von vorneherein mit einer bestimmten Kultur assoziiert wird, und anders als etwa Giovanna auch von seiner Form her eher neutral als ganz spezifisch italienisch oder so wirkt. Dann kommt noch hinzu, dass beide Namen sich ganz leicht und ohne jegliche Ausspracheprobleme in das deutsche Lautsystem einfügen und somit wie aus einem Guss wirken.

    Bei Fio von Fiona ist dem Bia von Bibiana sehr ähnlich, und doch auch ganz anders, so dass die Namen wie interessante Variationen desselben Themas wirken. Auch die gemeinsame Endsilbe –na verbindet die Namen, ohne dass sie aber irgendwie identisch wirken, denn es gibt doch noch ausreichend große Unterschiede, so auch in der Länge der Namen und in der dramatischen Wiederholung des B-Konsonanten im Namen Bibiana. Klanglich ist diese Kombi also ein reizvolles–und geglücktes–Spiel.

    Einzeln gefallen mir beide Namen, wobei Fiona für mich in Deutschland zu wurzellos ist–ansonsten aber ein schöner Name. Bibiana hat in Deutschland wenigsten andeutungsweise Tradition als katholischer Heiligenname, der vereinzelt in katholischen Gegenden in Deutschland auftauchte (wenn er auch immer ganz, ganz selten war). Bibiana finde ich sehr stattlich, dramatisch, und wunderschön.

    • Maria Th. sagt:

      Bibiana finde ich sehr stattlich, dramatisch, und wunderschön.

      Bibiana ist ja kein schlechter Name, wie oben schon gesagt, kommt es auf die Kombination mit dem Nachnamen an. Aber als stattlich, gar als dramatisch würde ich ihn nicht bezeichnen. Gerade durch die Wiederholung der ersten Silbe Bi-bi und dann nochmal a-na ergibt sich für mich beim Hören ein gewisser kindlicher Effekt, ich höre da das Dramatische nicht heraus. Bianca, nur als Beispiel, klingt ähnlich, aber weit weniger wie Kindersprache, weil keine Silbenverdopplung und zusätzlich ein harter k-Laut vorhanden ist.

    • neuhier sagt:

      Zu Bibiana: Wie sprecht ihr den Namen aus? Ich gehe von Bib-ja-na aus, daher stört mich das Bibi im Schriftbild, aber wenigstens hört man keine Silbenverdopplung. Wie auch immer, so richtig Gefallen kann ich an diesem Namen egal in welcher Aussprachevariante nicht finden.

    • Jan sagt:

      Also, ich jedenfalls in der Tat: drei bis dreieinhalb Silben. Bi-BJAA-na.

      Nicht etwa: Bi-BI-Anna oder BIbi-Anna oder derlei…

    • Maria Th. sagt:

      Ich spreche es Bibi-Ana aus, ohne „j“, deswegen höre ich die Silbenverdopplung auch deutlich.

    • Mirjam sagt:

      Ich würds Bibi-jana aussprechen, genauso wie ich Miri-jam sage, was zu Problemen mit der Schreibweise führt…
      Bib-jana klingt komischer als Mir-jam.

    • Mark sagt:

      Ich spreche den Namen Bibi-jana aus.

    • Jan sagt:

      Ich hatte, glaube ich, die Frage für komplizierter gehalten, als sie gedacht gewesen war… Ob Bibiana nun drei oder vier Silben sind, dürfte eine Frage der Sprechsituation, des Sprechtempos, des persönlichen Temperaments des Sprechers und vielleicht auch seiner dialektalen Färbung sein. Betonung jedenfalls auf dem vorletzten a und dieses a lang; wenn man nicht ostentativ klingen will, kein Aleph davor.

    • Rebecca Sophie sagt:

      Habe letztens gehört, das manchw Eltern den Namen Phiona schreiben wollten. Wirkt auf mich sehr gekünstelt und unpassend.
      Daraufhin erfuhr ich von meine Mutter, die einige Zeit in England bzw. Wales verbracht hat (letzteres auf einer internationalen Schule), dass man den Namen ursprünglisch Ffiona schreiben würde/könnte, was man wie ein langes F sprechen würde.
      Für mich warf das dann wiederum die Frage des Ll auf, laut meiner Mutter sprach sich der dortige Ort Chl… (Dach-Ch), Forvo.com spricht den Lloyd aber auch auf walisisch mit normalem L. Weiß da vielleicht jemand was drüber?

    • Mark sagt:

      Zur „Stattlichkeit“ des Namens noch diese Gedanken. Für mich ist der Kontext für Bibiana die katholische Heiligentradition. Höre ich den Namen, sehe ich gleich eine gewaltige barocke Heiligenstatue vor mir. Das „Bibi“ für sich allein klänge für mich auch süßlich und kindlich–als Rufname finde ich Bibi ganz hübsch, aber natürlich nicht stattlich. Aber in der Vollform Bibiana wirkt die zweifache Wiederholung von B, I und A unheimlich emphatisch und dramatisch auf mich, und da leuchtet für mich dann die Stattlichkeit des Namens heraus, der auch zu der Aura der heiligen Bibiana passt.

  3. Mark sagt:

    Mein Ranking für heute–

    Weibliche Namen:

    1. Freia Auguste
    2. Hilda Charlotte
    3. Adele-Teresa (viel lieber als Adele Theresa, ohne Bindestrich)
    4. Fiona Bibiana
    5. Melina Alessia (hier hört es auf, mir wirklich zu gefallen)

    Männliche Namen:

    1. Constantin Gerhard Claudius
    2. Pieter Vincent
    3. Leon Luca
    4. Ragnar
    5. Manolo

    In der männlichen Liste gefällt mir ganz ohne Vorbehalte nur Constantin Gerhard Claudius. Pieter Vincent finde ich mit niederländischem Hintergrund total schön, mit rein deutschem Hintergrund etwas willkürlich aus einer anderen Kultur herbeizitiert. Leon Luca klingt sehr gefällig und schön, aber ich finde immer, dass im Deutschen Lucas statt Luca vergeben werden sollte; und Leon ist mir auch zu einem zu häufigen Modenamen geworden. Ragnar ist interessant, aber im Deutschen würde ich Rainer bevorzugen; Manolo klingt sehr, sehr schön, wirkt im Deutschen aber natürlich total exotisch–bei spanischem Hintergrund eine tolle Wahl.

  4. Ina sagt:

    Elanur, Ravid und Kübra finde ich bei entsprechendem Hintergrund schön. Zumindest die Mädchennamen sind türkisch. Ich kenne eine jetzt achtjährige Elanur, deren Eltern sprechen „Ela“ wie im deutschen „Ella“, dadurch dass Ella wieder gängig ist kommt mir der Name auch nicht außergewöhnlich oder fremd sondern normal vor. Wie bei Melisa (kann man „Melissa“ sprechen) oder Deniz (wie „Dennis“, was in der Kinderzeit der beiden mir bekannten Namensträger ein sehr häufiger Name war, kenne aber auch eine Frau Deniz, die möchte – was nicht die türkische Aussprache sein wird – wie „Denise“ ausgesprochen werden.)

    Lydia finde ich sehr schön, aber bitte ohne „h“, ich verstehe das auch bei „Leah“ – da müsste sich dann ja die Aussprache ändern – etc nicht.

    Und Freia, auch schön als Einzelname, aber bitte mit y. Würde den Namen auch selber vergeben, passt aber nicht zu einem bayrischen Nachnamen.

    Hana – ein tschechisches Mädchen? Oder aus der Richtung stammend? Könnte die dort übliche Schreibweise von Hanna sein, kannte mal eine. Möglicherweise aber auch was aus dem arabischen Raum. Sehe ich wie bei Elanur – passt hier hin. Es gibt viele Hanna/hs, die Trägerin wird namenstechnisch nicht auffallen.

    Pieter Vincent hat hoffentlich niederländische Wurzeln. Und möglicherweise kunstinteressierte Eltern, während Bo Vincent vielleicht eher dem Bio-Umfeld entstammt.

  5. Rebecca Sophie sagt:

    Suela * Interessant, aber mit entsprechendem Hintergrund machbar.
    Ravid * Hm, eine Mischung aus David und dem altdeutschen Raban?
    Elanur * Klingt für mich nach einer arabischen Eleonore, hier kann man auch die Bedeutung „Gott ist mein Licht“ erkennen. (El-Gott nur-Licht). Der Name gefällt mir, aber ich habe den falschen Hintergrund. 🙁
    Elifsu * Eine Su hatten wir doch letztens erst. Vielleicht ist das ja doch ein vollständiger Name, hier kombiniert mit Elif?!
    Pieter Vincent * Bo Vincent * Ich mag Vinsent, Pieter bei entsprechender Herkunft. Bo scheint ja in Schweden ein vollwertiger Name zu sein, der aber bei uns zu kurz wirkt.
    Rüya * Interessant, wahrscheinlich türkisch, könnte aber auch nordisch sein.
    Djumana * Genau dasselbe, auch wenn das eher nicht nordisch ist.
    Lillyann * Wahrscheinlich eine Lilian, die nicht zur Liliän werden sollte.
    Hana * Ich hätte jetzt spontan auf spanisch getippt, analog zu Ana, aber wahrscheinlich ist das falsch.
    Freia Auguste * Eine Freia, mutig aber schön. Ich habe eben unabsichtlich Freie geschrieben, auch nicht schlecht.
    Amy Elaine * Kulturmix, eine Amanda wäre doch viel schöner. Aber ich kenne auch eine Felice Amy (dt. NN), dagegen ist Amy Elaine richtig passend.
    Leon Luca * Ich mag Leon schon nicht. Aber Luca für Jungen passt mMn nicht nach Deutschland, für Mädchen ist der Name schön, aber den Jungen könnte man ein s gönnen.
    Maddy Martina * Maddy klingt für mich immer irgendwie nach muddy…
    Hilda Charlotte * Sehr schön
    Constantin Gerhard Claudius * Die Zweitnamen sind so ungewöhnlich, dass ich auf eine Nachbennenung tippen würde, vielleicht hießen die Eltern (oder Paten) Gerhard und Claudia.
    Kübra * Klingt für mich wie eine Mischung aus Kobra, Hydra, Kübel und Kürbis, aber irgendwo wird der Name vermutlich Tradition haben.
    Beele * Eine kreative Ne(e)le? Aber irgendwie klingt der Name für mich männlich?!

    • Sabrinala sagt:

      Die Tochter einer ehemaligen Arbeitskollegin heißt Rüya. Es ist türkisch. Und ich meine, sie hat damals erzählt, es heißt „Traum“ oder ähnliches.

    • lenchen sagt:

      Tut mir leid, aber Kübra ist für mich genauso schlimm wie Müslü.

  6. Jan sagt:

    Constantin Gerhard Claudius —> Schornsteintin Scherard Schlaudrauf

    Es tut mir leid, es ist vielleicht ein bißchen unfair, und man mag mir das gerne als Sozialneid auslegen – aber ich kommen einfach nicht darüber hinweg, mich über diese pseudofeinen Ungetüm-Namen der Bionade-Bourgeoisie aufzuregen. 🙂

    • Jan sagt:

      Und gerade Konstantin geht mir notorisch auf die Klöten, weil der Name im westkirchlichen Kulturraum einfach fremd, unpassend und unangemessen ist, was die Bionade-Fuzzis aber natürlich nicht wissen. Und mit c ist da dann noch mal schlimmer, weil noch möchtegern-mäßiger.

      Dann wirklich lieber Kevinismen.

    • dum sagt:

      Jan. ich verstehe wie du dich aufregst. aber sei froh dass du kein Mädchen bist, denn dann wärst du gezwungen eine Schnikse zu sein, oberflächlich, dumm und auch ungewaschen steht bei denen ganz oben, Bildung und andere Alternativen werden als „Dummheit“ aufgefasst und du würdest dich so sehr ärgern dass dir die Zähne ausfallen und die Ohren dunkelschwarz werden.

    • Jan sagt:

      @ dum

      😀

      Wenn ich noch ein Mädchen wär, würde ich mir einen wilden Vollbart wachsen lassen, mir ’ne Röhrenhose anziehen, mir in der FAZ-Redaktion irgendeine Julia-Babette angeln und dann im Berliner Kinderkriege-Milieu mit ’nem Tragetuch rumlaufen.

    • Rebecca Sophie sagt:

      K/Constantin ist hier aber schon lange verbreitet. Die Frau Mozarts trug immerhin die weibliche Form Constanze. Ich verbinde den Namen immer mit „konstant“, also Beständigkeit, aber auch mit der, m.E. sehr schönen Stadt (der historische Kern, nicht unbedingt die Armenviertel und auch nicht die Anschläge). Außerdem wirken Namen wie Cheyenne auf mich wesentlich unpassender. Abgesehen davon, wäre es ja auch irgendwie ein schönes Symbol der Verbrüderung, allerdings würde ich deshalb noch keinen arabischen Namen vergeben. Diesbezüglich würde sich ja vielleicht Fatima eignen, der ist in Portugal auch durch eine Marienerscheinung bekannt (an der Benennung des Ortes an dem sie der Legende nach auftauchte waren die Mauren bestimmt nicht ganz unbeteiligt).

    • Maria Th. sagt:

      K/Constantin ist hier aber schon lange verbreitet. Die Frau Mozarts trug immerhin die weibliche Form Constanze.

      Den Namen Konstantin sehe ich ähnlich wie Rebecca Sophie. Konstantin ist zwar sicher kein Dutzend-Name, aber durchaus seit langem gebräuchlich, es gab neben den römischen und byzantinischen Kaisern sogar mal schottische Könige und Päpste, die so hießen, und auch in Griechenland im 20.Jh. zwei Könige dieses Namens. Und z.B. Konstantin Wecker ist ein bekannter Namensträger der Gegenwart, ebenso der öfter mal im Fernsehen erscheinende Konstantin von Notz (MdB Grüne).

    • Jan sagt:

      @ Rebecca Sophie

      Ich bin Unterschichtler und darf mich daher über so etwas aufregen. 🙂 Ich habe mich auch schon vor dreißig Jahren über Konstantin Freiherr von Heeremann (damals Präsident des Bauernverbandes) inklusive seines Vornamens aufgeregt. Der Name klingt für mich einfach nach Bonze oder – noch schlimmer und in diesem Fall auch wahrscheinlicher – nach Möchtegern-Bonze. Und er paßt auch einfach nicht in Landschaft, wenn man keine dynastischen oder verwandtschaftlichen Beziehungen nach Griechenland hat.

      Die Sache mit den arabischen Vornamen: Es gibt in den letzten so etwa 1500 Jahren eine ganze Reihe sehr bedeutender und respektabler Araber. Ein oder zwei davon leben sogar noch. Wer aber daher heute als Nicht-Mohammedaner seinem Kind einen arabischen Namen gibt, muß schon sehr mutig sein – bzw. seinem Kind einiges und wohl etwas zuviel an Schneid zumuten. Fatima ist aber wirklich sehr schön.

    • Jan sagt:

      Und z.B. Konstantin Wecker ist ein bekannter Namensträger der Gegenwart, ebenso der öfter mal im Fernsehen erscheinende Konstantin von Notz (MdB Grüne).

      Exakt. Sag ich doch. 🙂

      A ça ira, ça ira, ça ira

      😉

    • Maria Th. sagt:

      Konstantin von Notz als Bonzen zu bezeichnen, mag angesichts des MdB und „von“ angehen, aber man kann andererseits viel über Konstantin Wecker sagen (z.B. dass ich kein Fan von ihm bin), aber Bonze triffts in den Fall wohl trotzdem nicht.
      Oder hab ich dich irgendwie falsch verstanden?

    • Jan sagt:

      Nein, M.Th., Du hast mich nicht falsch verstanden. 🙂

      Ich achte Konstantin Wecker wegen seines Engagements für die deutsche Sprache und nicht zuletzt wegen seiner Fähigkeit, sich in ihr auszudrücken. Aber er ist eben auch genau ein, wenn nicht der Repräsentant des mir verhaßten grünen juste milieus meiner Eltern-Generation. Und dessen Köpfe wachsen nach.

    • Maria Th. sagt:

      Kann man so sehen, muß man aber nicht. 🙂

      Gestern hams an Willy derschlagn
      Original von Konstantin Wecker
      https://www.youtube.com/watch?v=lOvBInxQ1oo

      Gestern hab i mein Wecker derschlagn
      Parodie von Willy Astor (mit Konstantin Wecker im Hintergrund)
      https://www.youtube.com/watch?v=iVVTlkBViuY

    • Jan sagt:

      Na gut, wer sich als Bayer auf seine älteren Tage in ein Mädchen ut Bassen bi Deefolt verknallt, kann nicht ganz verkehrt sein. 😀 Hatte ich ja auch schon angedeutet. Nur mag ich halt seine Fans nicht.

      Ich mag übrigens das plattdeutsche Wort „verkehrt“ für „falsch“, „unrichtig“ – eben wörtlich „umgedreht“.

    • Maria Th. sagt:

      Nur mag ich halt seine Fans nicht.

      Da bin ich aber froh, dass ich mich von Haus aus als Nicht-Fan geoutet habe. 😀 Ich mag seine Art und seinen dramatischen Stil einfach nicht, inhaltlich teils teils, kenne aber für ein fundiertes Urteil zuwenig.

      Ich mag übrigens das plattdeutsche Wort „verkehrt“ für „falsch“, „unrichtig“ – eben wörtlich „umgedreht“.

      Ist verkehrt tatsächlich plattdeutscher Herkunft? Das wußte ich auch noch nicht. „Verkehrt“ im Sinn von falsch ist auch im Süden ein sehr verbreiteter Ausdruck:
      eine völlig verkehrte Erziehung, da läuft was verkehrt,j d. trägt den Pullover verkehrt, verkehrte Welt…

    • Jan sagt:

      Kann sein, ich bin mir nicht sicher.

      Jedenfalls empfinde ich das einfache Diktum/Urteil „Das ist verkehrt.“ i.S.v. „Das ist falsch.“ (im logischen oder moralischen Sinne) als sprachlich niederdeutsch.

      Vor einiger Zeit habe ich mal mit Rührung mitbekommen, daß es das in unserer plattdeutschen Brudersprache in der südlichen Hemisphäre, dem Afrikaansen, auch gibt: „Dit es verkeerd.“ Oder so… Also einfach für „stimmt nicht“.

    • Maria Th. sagt:

      Ich hab mal gesucht und gefunden:
      http://www.dwds.de/?qu=verkehrt
      Beide folgenden Kurz-Zitate daraus (Hervorhebung von mir):
      „Die heute verbreitete Bedeutung ‘Umgang, Verbindung haben’ (18. Jh.) schließt an den nd. Gebrauch des Wortes an, wo mnd. vorkēren aus ‘verändern, wechseln’…“
      „…Verkehrtheit f. ‘das Verkehrtsein, Unrichtigkeit’ (geläufig seit 18. Jh.), mhd. verkērtheit…“
      Verkehrt hat also anscheindend Wurzeln im Mittelniederdeutschen wie auch im Mittelhochdeutschen.

  7. Jan sagt:

    Wo liegt die popkulturelle Verbindung zwischen Adele und Bibiana? (Zu beiden Namen wurde hier ja schon einiges gesagt.) In der herrlich komponierten Rolle der Bibi in den Wien-Tatorten, kongenial verkörpert von Adele Neuhauser.

    Seit Bibi dabei ist, gehören die Wiener Tatorte m.E. echt zu den Sehenswertesten…

    Ich wäre allerdings kaum je darauf gekommen, daß der Kosename Bibi von Bibiana kommen könnte, dazu ist Bibiana einfach zu selten. Ich schallte gerade wegen Marks Bemerkung durch…

    • Maria Th. sagt:

      Bibiana Zeller fällt mir noch ein, eine sehr bekannte österreichische Schauspielerin, die schon in „Kottan ermittelt“ dabei war, und zahlreiche Kino- und Fernsehrollen gespielt hat.

  8. Moni sagt:

    *Suela: Mir fehlt da ein Con- … Oder falls es keine „Süla“ sein soll, hätte man auch Sue Ella draus machen können. So wie es jetzt ist, wirkt es irgendwie unfertig.

    * Mika Bent: Beides nordisch, aber es passt vom Sprachfluss her irgendwie nicht zusammen.

    * Ravid: Interessante Variante, wird aber vermutlich viel korrigieren müssen.

    * Luana Maylien: Das ie stört mich.

    * Elifsu: Auf welcher Silbe ist denn da eigentlich die Betonung?

    * Pieter Vincent & Bo Vincent: Kann man machen, gerade in Norddeutschland.

    * Matheo Joel: *gähn*

    * Ragnar: Die Hauptfigur aus „Vikings“ heißt so. Ich mag den Namen.

    * Lillyann: Ich persönlich hätte Lillian oder Lilly Ann draus gemacht und hoffe, es passt zum Nachnamen…

    * Hana: Da gab’s doch vor Jahren mal eine bei GNTM, die so hieß. Ich glaube, die kam aus Tschechien oder so…

    * Freia Auguste: Ich bevorzuge die Schreibweise Freya, und Auguste finde ich furchtbar.

    * Adele-Teresa: Kein Favorit von mir, und bitte ohne Bindestrich.

    * Amy Elaine: Beides ganz hübsche Namen, aber es geht nicht gut über die Zunge. Auch andersrum kombiniert nicht.

    * Leon Luca: *gähn*

    * Maddy Martina: Ich hätte sie Madeleine genannt und Maddy gerufen.

    * Lydiah: Total schöner Name. Aber das -h macht es unnötig kompliziert.

    * Fiona Bibiana: Auch beides schöne Namen, mich stört nur die doppelte Endung auf -a. Bibiane oder Viviane hätte mir da besser gefallen.

    * Hilda Charlotte: Charlotte ist okay, Hilda ist mir zu verstaubt.

    * Constantin Gerhard Claudius: Ich bin unsicher. Es ist die einzige Reihenfolge, die funktioniert, aber begeistert bin ich von der Kombination nicht.

    * Beele: Es gab bei Star Trek mal einen Bele, an den ich spontan denken musste. (http://de.memory-alpha.wikia.com/wiki/Bele) Da wir uns im ST-Jubiläumsjahr befinden, ist der vielleicht sogar gemeint.

    * Lio Devin: Ist irgendwie cool. Ich hoffe, der Nachname passt.

  9. Mark sagt:

    Sankt Bibiana war eine Römerin des 4. Jahrhunderts. Ihre Familie wurde von Kaiser Julian hingerichtet, weil sie am christlichen Bekenntnis festhielten. Sankt Bibiana aber wollte der Kaiser zu einer Leugnung ihres Glaubens bringen, indem er sie folterte. Sie ließ sich so lange foltern, bis sie an den Folgen dieser Folter starb. Seitdem wird sie als besonders heroische Märtyrerin der christlichen Kirche verehrt.

    Ihr Wohnhaus wurde in eine Kirche umgebaut. Diese Kirche wurde über die Jahrhunderte immer wieder umgebaut, zuletzt im 17. Jahrhundert von Giacomo Bernini. Noch heute steht diese Kirche auf derselben Stelle, auf der einst Bibianas Wohnhaus gestanden haben soll. Die Sankt Bibiana Kirche ist an diesem Ort seit dem Jahre 363 bezeugt.

    Bibiana wird immer als an eine Säule gebunden dargestellt, denn an so einer Säule soll sie gefoltert worden sein. Sie ist die Schutzheilige aller Folterungsopfer und aller Epileptiker.

    • Jan sagt:

      Ihre Familie wurde von Kaiser Julian hingerichtet, weil sie am christlichen Bekenntnis festhielten.

      Tjoar, der große und tragische Kaiser Julian hatte halt im Mittelalter eine so schlechte Presse wie heute nur die Präsidenten Putin und al-Assad.

      Patronin gegen Kopfweh, Krämpfe, Epilepsie, Fallsucht, Trunksucht und Unfälle

      Bauernregeln: „Wenn’s regnet am Bibianatag, regnet’s vierzig Tag und eine Woche danach.“

      https://www.heiligenlexikon.de/BiographienB/Bibiana.htm

      Na denn: come on let it rain, let it rain down on me.

  10. Jan sagt:

    Von faz.net, allerdings von einem eher unerheblichen Schnösel-Autoren, keine Ahnung, ob das auch in der Druckausgabe erscheint:

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/erste-regierungserklaerung-von-malu-dreyer-14264485.html

    So sprach Dreyer mehrfach von den Kita-Kindern „Mia, Emma, Ben, Faris, Michael, Luan, Luca, Marie und Justin“. Deren Lebensgeschichten, die „absolut typisch“ für Rheinland-Pfalz seien, habe sie in den vergangenen Monaten bei ihren Reisen durchs Land kennengelernt. „Sie sprechen mehrere Sprachen, sind blond und dunkelhaarig, mit und ohne Locken, die einen lieben Fußball, die anderen Bücher.“ Die Kita-Kinder kämen im Sommer in die Schule. Dann komme der Tag, „an dem aus einem Wackelzahnkind ein Schulkind wird“. Was Rheinland-Pfalz aus Dreyers Sicht sowieso ist: Land des Mitmachens, Mitredens und Mitbestimmens. „Jacobs Vater ist Fußballtrainer, E-Jugend. Obwohl Jacob lieber Karate macht. Bens Eltern helfen im Flüchtlingsheim. Jeden Samstag. Luans Oma war früher Musiklehrerin und gibt jetzt Klavierunterricht in ihrer Kirchengemeinde.“ Man merkte am Stöhnen im Plenum, dass manche eine solche Ansprache nicht gewohnt sind.

    • Knud sagt:

      Immerhin ist diese Liste der Kindernamen glaubwürdig, so könnten heute wirklich Kita-Kinder heißen. Nur der Michael passt da nicht so gut rein.

    • mgl sagt:

      Das, so wird sich Dreyer gedacht haben, wird dann wohl auch für die Kabinettsmitglieder gelten

      darf man so schreiben eigentlich? also vermuten was jemand anderes gedacht hat?
      das klingt ähnlich wie wenn Bunte darüber schreibt dass Estelle ihre Strumpfhose zu groß war.
      und ich kann nicht recht herauslesen: will der Schreiber seine eigene leicht belustigte Verwirrung angesichts der Rede dieser Frau deutlich machen(sollte er nicht) oder gibt er die allgemeine Meinung wieder, denn es stand auch dabei, dass anderen Ministern diese Art Rede nicht gefallen hat.(dann hat er es richtig gemacht)
      bin ich froh dass ich kein Schreiber bin. und Jacob wurde zuerst nicht erwähnt und die anderen Kinder in „“.

    • Jan sagt:

      @ Knud

      Vielleicht hat sie (oder ihre RedenschreiberIn) den Michael eingebaut, um konservativeren, mittelalterlichen Genossen noch eine kleine Freude zu machen und das Stöhnen nicht ganz zu laut werden zu lassen. 😉

      @ mgl

      bin ich froh dass ich kein Schreiber bin

      Ich auch. 🙂 Wenn man das professionell macht, wird man heute immer und überall zur H*re mit verdammt vielen Konkurrentinnen.

  11. Jan sagt:

    Meines unmaßgeblichen Erachtens Name des Tages:

    Benno

    Da wurde heute vor 49 Jahren in der Stadt Berlin mal einer dieses Namens erschossen. Ob es auch einen Heiligen dieses Namens gab, das weiß ich aber leider nicht.

    Vielleicht:

    Schutzpatron gegen überdrehte Obrigkeiten, Zahnschmerzen und Germanistik-Studentinnen.

    • Maria Th. sagt:

      Es gibt einen Hl. Benno, Bischof von Meißen im 11. Jh.
      Der Name kam in Bayern früher auch vor, es gibt in München eine St. Benno-Kirche und in den „Erinnerungen einer Überflüssigen“ der Schriftstellerin Lena Christ (erschienen 1912) heißt ihr Verlobter so.

    • Jan sagt:

      @ Maria Theresia

      Ja, ich hatte wie angedeutet schon befürchtet, daß es auch einen katholischen Heilgen des Namens Benno gibt. 😀

      Und nur so nebenbei: Es gibt kurioserweise bis heute im Deutschen den Begriff „Jubelperser“. Das bezieht sich auf einen einzigen kurzen Moment am Nachmittag des 2. Juni 1967!

    • mgl sagt:

      waren das nicht die die bezahlt wurden damit sie mit Zaunlatten auf Unschuldige einschlagen? Der Fanclub des Schahs?
      und jetzt K. Jan: in welchem Zusammenhang verwendet man denn das noch? (außer wenn man über diese Ereignisse spricht.)
      und wer von euch hat bei dem Namen Benno auch die Assoziation: er steht schnell vom braunen Sofa auf und sucht die Fernbedienung, lässt sich dann wieder aufs Sofa fallen, schwingt dabei die Beine hoch und schaut dann Fußball an?
      aber schlecht ist der Name nicht.

    • Jan sagt:

      und jetzt K. Jan: in welchem Zusammenhang verwendet man denn das noch? (außer wenn man über diese Ereignisse spricht.)

      mgl, ich kenne das Wort Jubelperser einfach als stehenden Begriff für Leute denen man (zu Recht oder zu Unrecht) unterstellen möchte, bezahlte oder auch einfach idiotische Claqueure für irgendwen oder irgendwas zu sein.

  12. celia sagt:

    mir gefallen:

    Adele-Teresa
    Hilda Charlotte
    Pieter Vincent
    Constantin Gerhard Claudius

  13. Benni sagt:

    Melina ist ein seeeeehr schöner name…

    Meine freundin heißt so und ich kann mit ihr nur glücklich sein…
    Sie ist ein wundervolles Mädchen

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