Wissenschaftlerkindername Lara Sky

Lisa Kaltenegger ist eine der erfolgreichsten Astrophysikerinnen der Welt. Ihr Fachgebiet sind Exoplaneten, also Planeten außerhalb unseres Sonnensystems. Das kürzlich erschienene Buch „Sind wir allein im Universum?“ hat die geborene Salzburgerin ihrer Tochter Lara Sky gewidmet. Im Zeit Wissen-Podcast (Link führt zu einer mp3-Datei) erklärte sie, wie sie auf den Namen gekommen ist:

Ja ich habe sie „Lara“ – das ist ein normaler Name – und dann als Zweitnamen „Sky“ genannt weil ich finde schön, dass man sein Kind – also als Zweitnamen bitte – „Himmel“ nennen kann und sie kann es sich dann aussuchen – weil es ist nicht mit Bindestrich. Wenn sie lieber „Lara“ wird dann kann sie es ja machen aber jetzt ist sie noch so klein jetzt kann ich „Lara Sky“ sagen.

Unter ihren Kollegen sei es übrigens sehr beliebt, die Kinder nach Monden zu benennen, ergänzte die Wissenschaftlerin.

Autor:

Knud Bielefeld ist Vornamenanalytiker und erstellt Jahr für Jahr eine Auswertung der beliebtesten Vornamen Deutschlands.

10 Kommentare zu "Wissenschaftlerkindername Lara Sky"

  1. Ruth sagt:

    Es tut mir grad weniger weh, dass das Kind Lara Sky heißt (sie hat recht, da ist die Möglichkeit zum Aussuchen), als dass in dem Zitat zweimal ein Hauptsatz mit weil beginnt.

    • Knud sagt:

      Dann schalte bitte um, wenn ich zum Jahreswechsel mal im Radio zu hören bin, um die neue Vornamenhitparade vorzustellen. Nicht dass ich Dir wehtue – auch meine Interview-Zitate sind nicht immer grammatisch korrekt.

    • Ruth sagt:

      Knud,

      ich hatte nicht vor, zum Jahreswechsel Radio zu hören, aber jetzt machst du mich neugierig. Auf welchem Sender kommt das Interview denn?

    • Knud sagt:

      „NDR Welle Nord“ hat schon einen Interviewtermin reserviert. Ich rechne aber damit, dass am 30.12. noch weitere Anfragen kommen. In den letzten Jahren waren es jeweils mindestens fünf Radiointerviews am Veröffentlichungstermin.

  2. maxine sagt:

    Ach, wie spannend! Gibt es diesmal wieder Überraschende neue Platzierungen bei der Hitliste?

    Lara Sky… Hat irgendwie was 😉 ich mag alles was auf irgendeine Art stellar ist!

    • Knud sagt:

      Ich weiß es auch noch nicht, die Auswertung ist ja noch nicht fertig. Spannend 🙂

    • Jan sagt:

      ich mag alles was auf irgendeine Art stellar ist!

      Übrigens gibt es immer noch dutzende bis hunderte von Sternen-Namen (also Namen von Sternen, nicht Vornamen, die was mit Sternen zu tun haben), die arabischen Ursprungs sind – ein Souvenir an die Zeit (so etwa vom 9. bis spätestens zum 14. Jahrhundert), als die islamische Welt der christlichen wirklich mal kulturell haushoch überlegen gewesen ist:

      A(l)tair, Alnilam, Alnitak, Rigel, Deneb, Aldebaran, Ruchbah, Toliman, Saif, Alkor, Schedir, Mizar, Algol, Alnath, Mirfak, Sadr, Alkaid, Kochab – etc. pp.

      Lang ist’s her, aber vergessen werden sollte es auch nicht…

  3. Jan sagt:

    So, und wenn eine Physikerin denn im mündlichen Interview des Deutschen nicht so ganz mächtig ist: Bitte sehr. Von irgendwas müssen die Lektoren ja auch leben. Geschenkt. Deutschland kann nicht nur aus MINT-Nasen, nicht nur aus Handwerkern, nicht nur aus Mallochern und nicht nur aus Schöngeistern bestehen. Jeder hat seine Aufgabe, mit der er dem Ganzen dienen kann.

    Und die Aufgabe von Leuten, die gut Deutsch können, ist es m.E., die Texte anderer Leute in Ordnung zu bringen – und nicht wie ne Lehrer-Type auf ihren Lapsus herumzureiten.

    Aber Lara Sky klingt nun wirklich dermaßen prollig und US-amerikanisiert. Weia… Nicht himmlisch, sondern unterirdisch. Das sollte auch ein Astrophysiker spüren. Und das hätte er auch, als das Humboldtsche System noch halbwegs funktioniert hat.

    • Knud sagt:

      Lisa Kaltenegger ist Österreicherin.

    • Rebecca Sophie sagt:

      Knud, das macht es nicht besser…
      Ich finde Sky(e) als Name gar nicht so schlimm, das schlimmste ist meiner Meinung nach die Verbindung mit Lara. DAS passt nun nicht.
      Und die erklärung macht absolut nichts besser, das liest man eigentlich nur, wenn man wirklich muss. Kein Wunder, dass sie ihrem Kind lieber einen englischen Namen gibt.

Kommentieren