Aurelia, Breien und Ceddie

In der Adventszeit mag ich es klassisch. Weniger in Bezug auf Musik oder Mode – Letzteres dürfte jedem beim Blick auf meine ganzjährig gewagt-bunten Socken schnell klar sein. Aber unbedingt bei Filmen und Büchern! Deshalb gibt es heute mal Namen aus meinen liebsten Weihnachtsklassikern. Wer möchte, darf gern ergänzen.

Gewagt-bunte Socken (Symbolbild) © AlexMaster - fotolia.com

Gewagt-bunte Socken (Symbolbild) © AlexMaster – fotolia.com

Aurelia: Bei diesem Namen höre ich immer, wie Colin Firth alias Jamie in „Tatsächlich…Liebe“ seiner niedlichen portugiesischen Haushälterin am Heiligabend einen öffentlichen Antrag macht: „Bonita Aurélia …“. Hach!

Breien: Eigentlich wird der Name natürlich Brian geschrieben, so kennt man ihn auch aus Monty Pythons „Das Leben des Brian“. Die Variante Breien wurde hierzulande allerdings mindestens einmal vergeben. Nicht zur Nachahmung empfohlen, würde ich mal sagen. Weitere Namen aus diesem großartigen Film: Mandy und Judith.

Ceddie oder Cedric: Weihnachten ohne „Der kleine Lord“? Och nö! Der herzige Blondschopf, der seinen verbiesterten Opa um den Finger wickelt, stimmt mich sogar so milde, dass ich seinen Namen (die Vollform) in unseren Breiten, Schubladen hin oder her, ganz gut vergebbar finde. Weit eher als Brian auf jeden Fall.

Dora: Als Stiefschwester ist sie in „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ alles andere als eine Sympathieträgerin. Aber ihren Namen mag ich sehr. Warum er wohl nicht in den Top-500 ist wie Nora, Flora, Aurora und Cora? Und was ich mich seit vielen Jahren frage: Wie lauten bloß die Vornamen von Aschenbrödel und dem Prinzen?

Die Herdmanns: Heutzutage wäre die Familie aus dem 70er-Jahre-Kinderbuchklassiker „Hilfe, die Herdmanns kommen“ mit Sicherheit ein Fall für RTL II. Wer kriegt die Namen der „mageren und dünnhaarigen“ Geschwister, die ein verschnarchtes Krippenspiel aufmischen, noch zusammen? Es sind: Eugenia, Ralf, Leopold, Klaus, Olli und Hedwig. Anmerkung zu Ralf: Auch Klein-Ralphie aus „Fröhliche Weihnachten“ wäre hier zu nennen, dessen Herzenswunsch ein Luftgewehr ist.

Marley: Wäre der „Herdmann“-Schmöker ein deutsches Buch von heute, würde einen Marley als Kindername jedenfalls nicht groß überraschen. Der Name ist übrigens unisex – wie praktisch. Ich verbinde allerdings etwas ganz anderes damit: Nicht Bob, obwohl ich mal auf Jamaika war, sondern Jacob Marley, eine Figur aus „Eine Weihnachtsgeschichte“ von Charles Dickens.

Xavier: Auch das Schlusslicht meiner Liste hat etwas mit dem Dickens-Klassiker zu tun. Ich habe es wegen Francis Xavier „Frank“ Cross (alles natürlich englisch zu sprechen) in „Die Geister, die ich rief…“ in meine Sammlung aufgenommen. Die moderne Variante von „Eine Weihnachtsgeschichte“ sehe ich mir auch dieses Jahr wieder an. Definitiv!

Noch eine schöne Vorweihnachtszeit allerseits!

Autor:

Freunde und Kollegen von Annemarie Lüning kennen das schon: Bei Plaudereien mit der Mutter einer 9-jährigen Tochter landet man überdurchschnittlich oft beim Thema Vornamen.

9 Kommentare zu "Aurelia, Breien und Ceddie"

  1. Martina sagt:

    Zu den Klassikern gehört meiner Meinung auch „Ist das Leben nicht schön“
    George
    Mary
    Engel Clarence
    Harry

  2. AnnMarie sagt:

    Natürlich Kevin und seine Geschwister/Cousins Linnie,Buzz,Megan,Fuller,Tracy,Sondra,Jeff,Heather

    vorallem Kevin dürfte seit den Filmen an beliebtheit gewonnen haben,oder?

  3. Anna sagt:

    auf jeden Fall gehört Lemony snicket- rätselhafte Erignisse dazu.
    3 Geschwister mit den Namen: Klaus, Violet und Sunny. Wär den Film noch nicht kennt: unbedingt anschauen!

    • Wenke sagt:

      Ein genialer und zauberhafter Film mit dem besten Vor- und Abspann der Filmgeschichte!!
      Ich glaube, das ist der einzige Film mit Jim Carrey, den ich mag.

      Wenke

  4. Jan sagt:

    Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zu der Zeit, da Cyrenius Landpfleger in Syrien war.

    😉

  5. Annemarie sagt:

    Jetzt ist mir noch ELSIE eingefallen, aus meinem derzeit leider nicht neu erhältlichen Alltime-Lieblingsweihnachtsbuch „Wirklich wahre Weihnachtsgeschichten“ von Margret Rettich. Vielleicht kennt das auch noch wer, es geht um ein kleines Mädchen mit fünf älteren Brüdern, das Heiligabend im Klo steckenbleibt 🙂

  6. Chiocciola sagt:

    Kein Klassiker, aber mir fällt noch ein Weihnachtsfilm aus dem Jahr 1995 ein.
    Da ging es um eine Familie mit 6 halbwüchsigen Kindern, die durch ein Missverständnis der Eltern über Weihnachten plötzlich allein zu Hause sind (Die Eltern fahren unabhängig voneinander beide weg, um in Ruhe arbeiten zu können und jeder meint, der andere sei ja da).

    Die 6 Kinder sind alphabetisch „durchnummeriert“: Annette, Bea, Christian, Doris, Ernst und Freddy.

    Dann gab es ja mal die Weihnachtsmehrteiler.
    Spontan fallen mir da ein:

    Madita
    Anna
    Silas
    Patrick
    Laura und Luis
    Nonni und Manni
    Marco
    Lukas

  7. Moni sagt:

    Zu Marley:
    In der Muppets-Variante der Weihnachtsgeschichte von Dickens hat Scrooge nicht nur einen verstorbenen Firmenpartner, sondern gleich zwei (nämlich Brüder), die von Waldorf und Stadler gespielt werden.
    Und dieser zweite Marley-Bruder heißt: Robert. Yep, nach Bob Marley benannt. 🙂 Da schließt sich dann der Kreis.

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