Hallo, Zukunft!

Wer bei McFly an Softeisbecher aus dem Schnellimbiss denkt und bei Biff an Reinigungsmittel für Bad und WC, ja, der könnte meinen heutigen Text etwas rätselhaft finden. Allen anderen sei gesagt: Es ist soweit – wir schreiben den 21. Oktober 2015. Also genau den Tag, an dem der zeitreisende Schüler Marty McFly (Michael J. Fox) in „Zurück in die Zukunft II“ mit einem fliegenden DeLorean in der Zukunft landete. Wenn das kein Grund ist, sich heute mal mächtig futuristisch zu fühlen (auch ohne fliegende Autos)!

Was bei Lünings heute im Fernsehen läuft, dürfte klar sein, oder?

Was bei Lünings heute im Fernsehen läuft, dürfte klar sein, oder?

Für mich ist das Datum außerdem ein Grund, Namen aus der grandiosen „Zurück in die Zukunft“-Trilogie unter die Lupe zu nehmen. Leider kann ich nicht einordnen, welche Wirkung die Namen in den USA der 80er Jahre hatten und wie sie dort heute dastehen. Auf ihre Tauglichkeit für unsere Breiten lassen sie sich aber trotzdem prüfen. Anschnallen, festhalten, es geht los!

DeLorean aus "Zurück in die Zukunft"

DeLorean aus „Zurück in die Zukunft“

Marty

Eigentlich heißt der Held der Filmreihe ja Martin, USA-typisch wird aber fast nur die Kurzform genutzt. Der Name Martin hätte durchaus eine Renaissance verdient. Ich finde auch Marty selbst gar nicht übel – wo Henry so gut geht, kann Marty doch nicht ganz falsch sein? Allerdings würde dem ungewohnten Namen wohl oft ein n angedichtet werden. Er könnte auch als Kurzform der sich sacht im Aufwind befindenden Martha (zuletzt Platz 71) angesehen werden. Im Film stellt sich heraus, dass Marty McFly sogar seine Kinder nach sich benennen wird: Marty Junior und Marlene. Mit der Mädchenvariante trifft er in Deutschland 2014/15 voll ins Schwarze: Marlene zählt zwar zu den „alten Namen“, war aber noch nie so beliebt wie heute (Platz 43).

Jennifer

Martys Freundin wird in der Trilogie interessanterweise immer mit vollem Namen angesprochen, also Jennifer und nicht etwa Jenny. Beide Namen befinden sich auch heute noch in den deutschen Top-500, auf Platz 362 bzw. 433. Übertrumpft werden sie allerdings von der moderner wirkenden Jenna (Platz 332). Ich mag Jennifer und Jenny und würde sie so manchem „angeenglischten“ Vornamen vorziehen. Wenn ich’s mir recht überlege, hätte ich in meinen Kindertagen auch ganz gern mal Jenny geheißen. Bei „Hanni und Nanni“ gab es eine kecke Jenny, die mir gefiel.

Emmett

Emmett „Doc“ Brown hat die Zeitmaschine erfunden. Und trägt einen in meinen Augen ausgesprochen hübschen Namen, der an den aktuellen und doch nostalgischen Mädchen-Hit Emma sowie an den recht beliebten Jungennamen Bennet erinnert. Na, wie wär’s, liebe werdende Eltern?! Falls der genial-verrückte Wissenschaftler als Namensvorbild nicht so recht zündet (schlau, aber …): Es gibt auch in der „Twilight“-Vampirsaga einen Emmett (sexy, aber …). Alternativvorschläge: Emmerik und Emrik.

Lorraine und George

Eins zu eins umsetzbar sind die Namen von Martys Eltern bei uns nicht. Loreen? Will mir nicht recht gefallen, eher Lorena. Georg, das wäre allerdings was. Ansprechend finde ich auch die Vornamen der Darsteller von Lorraine und George: Lea und (Geheimtipp!) Crispin (Crispin Glover spielte übrigens nur in Teil I mit). Wer die englische Aussprache möchte, soll seine Tochter meinetwegen gern Lia nennen.

Biff

Zu Martys ewigem Widersacher Biff fällt mir – außer Putzmittel – nicht viel ein. Laut Wikipedia handelt es sich um einen „vor allem im amerikanischen Sprachraum gebräuchlichen männlichen Vor- oder Spitznamen“, abgeleitet vom englischen „biff“, umgangssprachlich für „Schlag“. Hat Biff noch einen anderen Vornamen, oder er von seinen Erzeugern gleich so treffend benannt? Wir wissen es nicht. So oder so würde ich seinen Namen nicht empfehlen. Dafür aber noch eine Anmerkung zu Biffs Vorfahren Buford im Wilden Westen („Zurück in die Zukunft III“): Bei dessen Spitznamen „Mad Dog“ muss ich immer an den wohl durch Angelina Jolies Adoptivsohn bekannt gewordenen Namen Maddox denken – und umgekehrt.

Clara, Jules und Verne

Für den Namen von Doc Browns Flamme Clara muss man kaum die Werbetrommel rühren: Platz 21. Die Filmreihe endet mit einem Namensgag, als Clara und Emmett ihre nach ihrem Lieblingsautor benannten Söhne präsentieren: Jules und Verne. Ein Nachname als Vorname?! Für amerikanische Verhältnisse wohl alles andere als futuristisch, eher ziemlich normal.

Wer jetzt dringend seine Erinnerungen auffrischen möchte: „Zurück in die Zukunft II“ läuft heute um 20.15 Uhr auf RTL 2.

Autor:

Freunde und Kollegen von Annemarie Lüning kennen das schon: Bei Plaudereien mit der Mutter einer 9-jährigen Tochter landet man überdurchschnittlich oft beim Thema Vornamen.

24 Kommentare zu "Hallo, Zukunft!"

  1. Ina sagt:

    Hallo Annemarie,

    ich lese sonst nur still und auch nur gelegentlich mit, aber ist „Martin“ nicht doch wieder gar nicht mehr so selten?! Vielleicht ist es nur meine Umgebung, aber ich kenne hier 4 Martins zwischen 6 und 1 Jahr(en) und durchaus auch die ein oder andere erwachsene Martina, die sich Marty nennt (hat mich überrascht, kannte sonst nur Tina als benutzte Kurzform). Martina habe ich auch schon ein paar Mal wieder in den Geburtsanzeigen gelesen. Lorraine kenne ich hier auch eine kleine, wird aber leider nicht korrekt ausgesprochen, sondern genau so strapaziert wie ihre Schwester „Ä-lehn“/“Eh-lehn“ (die natürlich Elaine heißt). Sind allerdings bei den Bionade-Leuten hier im Stadteil auch ungewöhnliche Namen, die sollen ja laut Klischee eher „emilistisch“ sein.

    • Annemarie sagt:

      Ui, so viele Martins! Erstaunlich, der Name ist ja derzeit nur auf Platz 149. Mir ist noch nie ein Martin, der jetzt unter 35 wäre, begegnet. Marvin, Marten, Maarten, Morten – alles da, bloß Martin nicht.

    • Jan Wilhelms sagt:

      Kann es sein, daß Martin so eine Art „antizyklische Regionalmode“ ist? Ich hatte mal einen Kollegen namens Michel (also französisch ausgesprochen), geboren in den 70ern in einer Kleinstadt im südlichen Niedersachsen, keinerlei persönliche Drähte zu Frankreich. Als ich ihn auf seinen „merkwürdigen“ Namen angesprochen habe, hat er mir erzählt, daß es in seiner Heimatort und in seiner Generation gleich drei Michels gegeben habe…

      Man könnte sich vielleicht vorstellen, daß Martin in katholischen Gegenden häufiger ist? Halt wegen des sympathischen Heiligen. Andererseits könnte man sich gar auch vorstellen, daß er durch das bevorstehende große Luther-Jubiläum 2017 wieder einen kleinen Schubs bekommen wird? (Ich selbst kenne auch nur Martins aus der Generation Y und älter.)

      Lorraine ist für mich völlig mit Lothringen assoziiert, Lorena hingegen mit der Schnulze dieses Namens aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg…

    • Wenke sagt:

      Ich habe viel mit Kindern zu tun (bin Mama) und mein Mann ist Erzieher, trifft also ständig auf Kindernamen. Martin gibt es nirgends. Das muss wirklich was Regionales sein …

      Ich finde den NAmen auch sehr schön, der jüngste Martin, den ich kenne, ist 30.

      MArtina ist mir auch immer nur bei Frauen über 50 begegnet, meine Mama heißt z.B. so. Bis ich in Österreich gelebt habe. Für mich immer noch komisch, dass es Martinas gibt, die 15 oder 9 Jahre alt sind. Nee, nicht mein Fall 😉

      Wenke

    • Wenke sagt:

      Ach ja, Michél ist in meiner Herkunftsgegend (Meck-Pomm) auch total normal in meiner Generation.
      Aber auch nur in meiner Generation.
      Wieder mal Österreich: traf auf Grundschüler namens Michel und fand das sehr befremdlich.

      „Antizyklische Regionalmode“, das muss ich mir merken!

      Wenke

    • Jan Wilhelms sagt:

      Wieder mal Österreich

      Nach meinem Eindruck ist man überhaupt in Österreich sozusagen konservativer als in, nun ja, Reichs-Deutschland… Da gibt es in meiner Generation (Generation X) auch noch jede Menge Leute, die etwa Franz heißen – das wäre „bei uns“ (NDS) nahezu undenkbar gewesen.

      Das mit den aktuellen Teens namens Martin paßt ja dazu…

      Hm, der Begriff „antizyklische Regionalmode“ ist sicher kein Geniestreich, er kann aber vielleicht doch einiges erklären, schon insofern sich Frauen (auch wenn wir Männern das oft nicht wahrhaben wollen) halt oft am Geschmack ihrer Freundinnen orientieren. (Nicht nur, was Namen angeht…)

  2. Kati sagt:

    Also hier im hohen Norden kann ich mit 3 Martins unter 10 Jahren in meinem nahen Umfeld dienen.Alle 3 nicht Katholisch.
    2 Martins sind Sprösslinge von Jungakademikern und zumindest in einer der Familien mindestens 1 Mal pro Generation vertreten.

    Zu Verne kann ich nur sagen, das ich als Jugendliche einen Verne kennen gelernt hatte, der damals gemeint hatte, sein Name ist eine Variante von Vernon. Hatte in dem Fall nichts mit Jules Verne zu tun. Er stammte aus Utah. Vielleicht gibts die Variante ja wirklich, müsste man die US-Experten mal aushorchen.

  3. Jan Wilhelms sagt:

    BIFF übrigens war in den 90ern im Usenet (also im Mesolithikum des Internet) mal so eine Fake-Figur, eine künstliche Existenz – nämlich eine Parodie auf den damals typischen Neuzugang im Netz. Halt naseweis, altklug und großmäulig. Das wurde daran aufgehängt, daß er so etwa zehn Jahre alt sei und sich immer wieder an den Atari seines großen Bruders geschlichen hat. Keine Ahnung, ob je rausgekommen ist, wer sich das ausgedacht hat und wer die Figur dann gepflegt hat… Biff war sozusagen ein „Digital native“, ein Vierteljahrhundert bevor das Wort in Mode gekommen ist. 😉

    • Maria Theresia sagt:

      Den Namen Biff kenne ich aus Arthur Millers „Tod eines Handlungsreisenden“, die Söhne von Willy Loman heißen Biff und Happy.

  4. Ina sagt:

    Das kann gut sein, dass Martin eine „Regionalmode“ (NRW) ist, mich hatte das eigentlich auch verwundert, da der nächst jüngere Martin, an den ich mich erinnere, der 1985 geborene Bruder einer Schulkameradin von mir war und beispielsweise „Sebastian“ oder „Michael“ ja auch noch nicht wieder als Rufnamen „da“ sind. („Michael“ als Zweitnamen lese ich ab und zu mal) Ich erinnere mich sonst nur noch an einen, der um 1990 nach Martin Gore benannt wurde (der Bruder hieß – na klar – nach David Gahan). Aber bei Kati scheint „Martin“ ja auch wieder zu kommen. Schließt sich hier vielleicht an die „-in“-Endung-Mode bei Jugennamen an, die gibt es hier recht häufig. Mir fallen gerade die Nachbarsjungen meiner Mutter ein Carolin Johannes, Laurin Maximilian und Constantin Konrad, alles mit „-in“. Ersterer bekommt wahrscheinlich oft Post an Frau Carolin/e Johannes, wo Johannes dann als Nachname verstanden wird.

    • Wenke sagt:

      Carolin für einen Jungen finde ich grenzwertig …. Mal sehen, ob der Kleine mal auf seinen Zweitnamen ausweicht.

      Wenke

    • Ina sagt:

      Ich war ja sonst nie hier, hoffe also, dass das unter Wenkes Antwort an meinen Kommentar kommt.

      Ich glaube nicht, dass Carolin Johannes irgendwo mal seinen Zweitnamen verschweigen kann. Ich finde „Carolin“ zwar auch nicht weiblich, ich mag bis auf Kat(h)rin generell keine Frauennamen auf „n“ und würde „Carolin“ eher in die Kategorie „Fridolin“ stecken, aber er wird halt häufiger als Frauenname vergeben. Meine Theorie als ich den Namen erfuhr war so: Es ist wie „Catalin“ (kenne einen Rumänen, der so heißt) und „Katalin“ (das ist in Ungarn weiblich so weit ich weiß) oder „Josefin“ und „Josephin“ (letzteres ist in Frankreich wohl ebenso männlich wie „Seraphin“, „Josefin“ aber in Schweden weiblich. Einfach wird er es dennoch nicht haben. In der Kita in meiner Nachbarschaft heißt ein Mädchen Hanna-Laurin, die wird trotz eindeutiger „Hanna“ und Bindestrich schon mal auf dem Papier für einen Jungen gehalten.

    • Jan Wilhelms sagt:

      Na, es ehrt Euch, Eure Vorbehalte gegen Carolin als Jungennamen sehr modest und vorsichtig formuliert zu haben.

      Ich finde, daß das vollkommen unmöglich und erzpeinlich ist. 🙂

      Jeder assoziert Carolin mit einem Mädchennamen – sei es wegen der monegassischen Prinzessin (als welfentreuer Hannoveraner gesagt: unserer Fast-Ex-Landemutter 😉 ), wegen der dänischen Käsekuh oder wegen sonstwelcher Karolinen. Nur um schlau zu tun und rüberwachsen zu lassen, daß man weiß, daß das -in auch eine männliche Endung sein kann, seinem Blag zuzumuten, permanent falsch einsortiert zu werden? Na…

      Außerdem ist das -in doch auch ein Diminutiv, oder nicht? Hätten se ihn ja gleich Karlchen Johanna nennen können. 🙄

      *schimpf* 😉

    • Jan Wilhelms sagt:

      Ich finde, daß das vollkommen unmöglich und erzpeinlich ist.

      Also natürlich der Name und nicht die milde Reaktion darauf! 🙂

    • elbowin sagt:

      Hanna-Laurin ist ja echt gruselig. So hieß einst eine seehr konservative Kultusministerin in Rheinland-Pfalz: Hanna-Renate Laurin.

    • Jan Wilhelms sagt:

      Hähä, ja. Vielleicht taucht demnächst und sozusagen zur Entschädigung mal eine kleine Herta-Gmelin auf. :mrgreen:

    • Heike sagt:

      Martin ist bei uns bei den unter 30jährigen auch eher selten. Aber mein Sohn hat zwei Martins in seiner Klasse (5. Schuljahr). Während seiner Kindergarten- und Grundschulzeit gab es keinen einzigen Martin. Ob man das schon Regionalmode (NRW) nennen kann?

      Carolin für einen Jungen geht ja gar nicht. Welcher Standesbeamte hat das denn durchgehen lassen? Der Arme, wie kommt er in der Schule zurecht? Wenn ich an die Rabauken aus der Klasse meines Sohnes denke, oje.
      Also ich mag den Namen Carolin für ein Mädchen. Der Name klingt freundlich, die Aussprache ist eindeutig, man muß nicht sagen, das e ist aber stumm. Bei Caroline sind ja beide Ausprachen möglich.

      @Ina
      Ich kenne jeweils eine Kathalin und eine Josefin. Kathalin fand ich erst sehr ungewöhnlich, aber da ich dieses Mädchen nun schon einige Jahre kenne und ich mich daran gewöhnt habe, finde ich den Namen ganz schön, er passt zu dem Kind.
      Bei Josefin ist es ähnlich wie bei Carolin. Ihre Mutter wollte keine Josefine und auch keine Josephine (französische Aussprache). Der Name sollte deutsch und ohne e gesprochen werden, also Josefin.

    • Jan Wilhelms sagt:

      Carolin für einen Jungen geht ja gar nicht. Welcher Standesbeamte hat das denn durchgehen lassen? Der Arme, wie kommt er in der Schule zurecht? Wenn ich an die Rabauken aus der Klasse meines Sohnes denke, oje.

      Ich hatte das, glaube ich, vor Monaten schonmal erwähnt, aber hier paßt es wirklich perfekt hinein:

      Es gibt ein balladenhaftes Lied vom großen Johnny Cash namens „A Boy Named Sue“. (Auf YT immer in mehreren Versionen zu kriegen.)

      Der Plot des Liedes: Das lyrische Ich und seine Mutter sind vom seinem Vater verlassen worden, als Sue (also der männliche Erzähler) drei Jahre alt war. Alles, was der Vater seinem Sohn Sue hinterlassen hat, sind ne kaputte Gitarre, ne leere Schnapsflasche – und eben dieser fatale Vorname. (Früher durften da offenbar auch die Väter noch mitreden.) Nach Jahren sehen sie sich wieder – und prügeln sich sofort im Saloon-Matsch. Nach der Schlägerei erfährt Sue, daß der betagte Mann, mit dem er sich da gekloppt hat, sein Vater ist. Und daß der ihm seinen unmöglichen Namen gegeben hat, damit er sich immer verteidigen muß – und damit er daher auch so ein richtiges hartes Schläger-Arschloch wird wie er selbst. Damit Sue also permanent auf Abwehr, Beleidigtsein, Streit und Krawall gepolt ist.

      Ob das die Absichten der Mutter von Carolin waren? Wohl eher und hoffentlich nicht… (Cash zumindest macht auch am Ende des Liedes klar, daß er derlei für beknackt hält.)

      So, und ich finde diese Angst vor Hänseleien eigentlich blöd – Kinder finden halt immer was zum Hänseln, wenn sie das denn wollen. Aber derlei so offen zu provozieren wie damit, einen Jungen Carolin zu nennen, muß man m.E. nun auch nicht.

      Klar, in jedem zivilisierten deutschsprachigen Staatswesen wäre der Standesbeamte, der das durchgehen lassen hat, zumindest entlassen, wenn nicht gar erschossen worden. 🙄

    • Ina sagt:

      Ich weiß nicht was sich die Eltern dabei gedacht haben, aber Standesbeamten lassen heutzutage alles mögliche zu. Letztens stand in einer örtlichen Geburtstanzeige als Zweitname ein Städtename und dahinter eine englische Tagesbezeichnung, das finde ich auch nicht gerade akzeptabel (aber ich muss ja mein Kind nicht so nennen und später den Therapieplatz bezahlen).

      Es hat für mich wie gesagt „Carolin“ keinen weiblichen Klang und ich würde es bei Frauen auch „Caroline“ schreiben, weil ich das Schriftbild so schöner finde, schöner noch „Karoline“ und dann gesprochenes „e“, aber dieser „Boy named Sue“-Effekt, den Jan Wilhelms anspricht könnte eintreten. Besonders weil die Eltern auf diesen Rufnamen bestehen. Ich glaube nicht, dass der Junge in der Schule (1. oder 2. Klasse) keine Probleme hat. Gut, das Kaffee-Hänselpotential aus den 8oern ist weg (eine Caroline wurde bei uns immer „Landkaffee“ genannt), aber es gibt doch nun wirklich genügend Frauen, die bekannt sind und so heißen.

      Ich kannte zwar zuerst den rumänischen Catalin (er schreibt immer seinen darauffolgenden Emmanuel mit dazu, damit klar ist, dass er Herr XY ist), aber ich glaube ich könnte sogar „Kat(h)alin“ für ein Mädchen gut finden. In der Schreibweise, die Heike erwähnt sieht das für mich ganz schön aus und es ist „Kat(h)rin“ sehr ähnlich, was mir gefällt.

      „Josefin“ hab ich zwar mehrmals gelesen, aber ich würde es nicht vergeben, weil ich halt die „-n“-Endung nicht mag. Wenn die Eltern natürlich auf jeden Fall die „-ine“-Endung vermeiden wollten. Akustisch fände ich es bloß unschön würde das „i“ kurz gesprochen (wie es einigen mir bekannten Kat(h)rins und Kerstins passiert), aber dafür ist ja auch ein stummes „e“ hintenan kein Garant.

    • Rebecca Sophie sagt:

      Sebastian ist noch nicht wieder da. Da gibt es bei uns (NRW) aber reichlich von, alle ca. zwischen 10 und 20. Und fast alle entweder als Sebi oder als Basti bekannt.

    • Jan sagt:

      Ich hatte einen Zivi-Kollegen, der hieß Sebastian. Das klang damals ganz teuflisch nach Bildungsbürgertum. 😉 Der wurde von uns auch meist Sebi geheißen.

  5. lenchen sagt:

    Also, den Namen Biff gibt es in einem Buch von Christopher Moore („Die Bibel nach Biff“), wo es um eine witzig geschriebene Bibel-Version geht, die von Jesus besten Freund – nämlich Biff – erzählt wird. Als kompletter Name war hier Levi bar Alphäus angegeben und Biff war dessen Spitzname.

    Martin kommt in unserer Familie als Zweitname sehr häufig vor. Jeder männliche Nachkommen hat den nämlich im Taufschein stehen. Aber immer mit unterschiedlichem Rufnamen selbstverständlich. Alles andere ist mittlerweile eine Zumutung an Chaos bei 15 Männern. *haha*

  6. Aileen sagt:

    Nur kurz zu Martin , nicht weit entfernt vom Martinstag!:

    Ich liebe diesen Namen.

    Mein Bruder heißt Martin. Er ist 33 Jahre alt.
    In NRW wird er an seinem Arbeitsplatz fasst nie korrekt genannt, das geht eher Richtung „Marten“ oder eben Richtung französischer Aussprache…keine Ahnung wieso.
    Freunde aus Bremen und Niedersachsen bekommen die Aussprache übrigens perfekt hin. …und bei den Sachsen ( “ Morddinn“ – naja!
    Außerdem sorgte der Name nach der Geburt für einen riesigen ( um nicht zu sagen „entsetzlichen“) Aufschrei – da viiiiiiiiel zu alt um ein Baby so zu benennen.

    Mein Ururopi hieß auch Martin ( und Julius usw. ).

    Ansonsten kenne ich: Martin-Leopold; Martin Immanuel und Martin Theodor, welche alle U 3 sind.

  7. amk sagt:

    Ich kenne einen Martin, der 14 Jahre alt ist. Sonst kenne ich keinen Jüngeren mit diesem Namen.

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