Namens-Fehlkauf – gibt es das?

Das neue Schuljahr steht vor der Tür. Und wie wohl die meisten Eltern von jüngeren Schulkindern habe auch ich mich in den letzten Tagen durch Stapel von Heften, Mappen, Büchern sowie eine dreistöckige Federtasche voller Stifte gearbeitet: Alles, alles will mit dem Namen meines Kindes versehen werden. Durch das x-te Schreiben wird auch ein mit Bedacht gewählter und geliebter Name irgendwann zur bloßen Buchstabenfolge. Warum eigentlich so und nicht ganz anders? Ich komme ins Grübeln …

Ob es wohl Eltern gibt, die den Namen ihres Kindes nicht mögen? Das scheint widersinnig, schließlich sucht man ihn selbst aus. (Ob das Kind ihn später mag, steht auf einem anderen Blatt.) Trotzdem stellen sich viele, die auf Namenssuche sind, eine ganz ähnliche Frage: Wird uns dieser Name immer so gut gefallen wie heute? Immerhin kann sich der eigene Geschmack ja wandeln, alles schon dagewesen (wenn ich bedenke, dass ich mal Kim in Erwägung gezogen habe …). Und wird der Name zu unserem Kind passen? „Natürlich!“, beschwichtigen da Eltern, die das Ganze schon hinter sich haben. „Wir können uns keinen anderen Namen mehr vorstellen.“ Oder: „Der Name passt wie A… auf Eimer.“ Oder: „Er/Sie ist einfach ein richtiger Philipp/eine richtige Greta.“ Als ob die zu diesen Namen gehörigen Eigenschaften irgendwo festgelegt wären.

Federtasche Aurica

Der Vorteil eines seltenen Namens: Beim Beschriften von Schulutensilien reicht auch mal nur der Vorname

Kann man die Vergabe eines Namens bereuen wie einen Fehlgriff beim Shoppen? Das letztere Phänomen kennt vermutlich jeder (oder?!). Die Schuhe, die man unbedingt haben musste und die sich im Einsatz als total unbequem erweisen. Die Bluse, die zum Rest der Garderobe so gar nicht passen will. Das Sofa, das in den eigenen vier Wänden nicht ansatzweise so gut aussieht wie im Möbelgeschäft. Ich kann mir – rein theoretisch – die folgenden Gründe für eine gewisse Reue über die Namenswahl denken:

  • Der Name war ein (holpriger) Kompromiss: „Er wollte Luis, ich wollte Leon, es wurde ein Niklas.“ Wenn man seinem Herzensnamen nachtrauert, womöglich eine Freundin ihn vergibt oder der Partner verkündet, das „nie so gesagt“ zu haben, ist das schon ärgerlich.
  • Man hat sich von Dritten reinreden lassen: „Irma, das könnt Ihr doch nicht machen!!!“ Und plötzlich heißt eine Disneyfigur (siehe Elsa) oder eine Soapdarstellerin so, und der Name ist rehabilitiert.
  • Die Wahl wurde nach äußerlichen Merkmalen des Babys getroffen („Das ist kein Michel, ein Michel ist blond“) – die sich jedoch als nicht so unabänderlich erweisen wie gedacht.
  • Die Bedeutung des Namens passt nicht so recht zum Kind: Maximilian ist der Kleinste in seiner Klasse, Victoria wird beim Wettrennen immer Letzte.
  • Aussprache und/oder Schreibweise sorgen für unerwartete Probleme – Josefine muss viel zu oft „mit e“ und „bitte nicht Dscho-“ dazusagen, während Annie sich als echte „Änni“ über die deutsche Aussprache ärgert.
  • Den Eltern ist ein Fehler unterlaufen. Sie haben zum Beispiel den irischen Namen Siobhan vergeben, den sie bis dato nur geschrieben kannten – oh-oh …

Hab ich was vergessen? Und kennt jemand wirklich Fälle von Eltern, die mit ihrer Namenswahl hadern?

Thema: Namensgebung

Autor:

Freunde und Kollegen von Annemarie Lüning kennen das schon: Bei Plaudereien mit der Mutter einer 9-jährigen Tochter landet man überdurchschnittlich oft beim Thema Vornamen.

30 Kommentare zu "Namens-Fehlkauf – gibt es das?"

  1. Lilien sagt:

    Ehrlich gesagt hab ich mich das auch schon öfter gefragt. Gibt es Eltern, die die Wahl des Namens bereuen? Oder werden Kind und Name irgendwann eine untrennbare Einheit und da man sein Kind liebt, ist es undenkbar den Namen nicht jeden Tag noch mehr zu lieben?

    • Elisabeth sagt:

      Ich kenne tatsächlich die Mutter einer ca. 20-jährigen Selina, die ihre Namenswahl heute bereut, was sie natürlich ihrer Tochter gegenüber niemals zugeben würde. Die betroffene Selina ist mit ihrem Namen eigentlich ganz zufrieden.

    • Annemarie sagt:

      Weißt Du auch, warum sie den Namen nicht mehr mag?

    • Elisabeth sagt:

      @ Annemarie
      Sie findet ihn zu „gewöhnlich“ und „langweilig“.

  2. Ich hatte zuerst das Foto gesehen und dann in der Überschrift „Fehlkauf“ – mein erster Gedanke war „ganz klar ein Fehlkauf, denn der Vorname ist ja nach ein paar Mal anspitzen der Buntstifte weg“. Aber darum geht es ja gar nicht. Mein zweiter Gedanke war „die müssen tatsächlich jeden Stift mit Namen markieren?“ Ich habe gerade erfahren, dass es diese Anweisung auch an unserer Schule gibt, wir haben uns bisher aber nicht daran gehalten. Mein dritter Gedanke: „Kein Wunder, dass kurze Vornamen so beliebt sind“. Mia und Ben schreibt sich schneller als Katharina und Alexander 🙂

  3. Jan Wilhelms sagt:

    Und plötzlich heißt eine Disneyfigur (siehe Elsa) oder eine Soapdarstellerin so, und der Name ist rehabilitiert.

    Na, oder umgekehrt! Der Name „verbrennt“, weil auf einmal ein Privatfernseh-TV-Soap-Fuzzi, ein Fußballspieler, ein Politiker oder eine Schlagersängerin so heißt. Sooo schnell geht das allerdings nicht: Es hat mir die Freude an meinem richtigen Vornamen gar nicht verleidet, daß ein vor einigen Jahren zu Bekanntheit gekommener, ziemlich unrespektabler Privatfernsehmoderator so und ein Fußballspieler (Huntelaar) fast so heißt…

    Freilich hatte ich einen strohblonden Mitschüler (Jg. 68), der von seinen (bildungsbürgerlichen) Eltern den zu Zeiten seiner Geburt recht unbekannten Namen Heino verpaßt bekommen hatte. :mrgreen: Er mochte seinen Namen nicht sehr. Immerhin mußte er dadurch früh lernen, den blonden Kopf hoch und stolz zu tragen. 😉

    Und meine 10 Cent aus der Rubrik „Männer im Baumarkt“:

    Wird der Namenszug nicht auch ziemlich schnell „abgegrabbelt“ sein, wenn er so weit unten auf den Stiften steht? 🙂

    • Annemarie sagt:

      🙂 Na, schauen wir mal. Sonst schreib ich’s halt noch mal, was gibt es Schöneres?!

    • Jan Wilhelms sagt:

      Jäp, abwarten dürfte ein kluger und zeitökonomisch sinnvoller Plan sein: auch insofern ich mich noch vage an meinen eigenen Grundschul-Buntstiftkasten erinnere – damals noch aus Blech, von Faber-Castell und mit nur ca. zehn oder zwölf Stiften. Als ich den dann als Jungspund noch mal aufgemacht habe, waren einige Stifte noch kein einziges Mal angespitzt und offensichtlich auch noch nie benutzt, also angefaßt worden. 😉

      Na, in jedem Fall viel Freude und Erfolg rundrum zum Schuljahrsbeginn für die, die’s betrifft… 🙂

    • Anonymous sagt:

      Ich könnte jetzt sagen, natürlich sollte man die Stifte eher oben anschreiben als unten wegen des Nachspitzens. Aber ich habe genug Schulkollegen und -kolleginnen gehabt, die die Stifte immer auf beiden Seiten angespitzt haben, „falls die eine Seite abbricht und man gaaaaaanz schnell weitermalen muss“.

    • Jan Wilhelms sagt:

      die die Stifte immer auf beiden Seiten angespitzt haben, „falls die eine Seite abbricht und man gaaaaaanz schnell weitermalen muss“.

      Dadurch begibt man sich aber der einzigartigen Möglichkeiten, die ein normal (also einseitig) angespitzter Bunt- oder Bleistift beim langsamen, wägenden Schreiben oder Malen bietet:

      – Man kann zur Anregung von Kreativität und Gedankenfluß darauf herumrumkauen – und dergestalt sogar noch Zigaretten einsparen. (Gut, letzteres dürfte Grundschulkinder nur in den seltensten Fällen betreffen.)

      – Man kann sich das stumpfe Ende sinnend oder auch verzweifelt gegen die Stirne klopfen.

    • lenchen sagt:

      Zu den Zigaretten fällt mir jetzt ein äußerst böser Witz ein:

      Klein Maxi raucht am Schulhof der Grundschule. Kommt sein Freund Klein Peter vorbei und fragt ihn völlig entsetzt, seit wann er denn rauche. Lapidare Antwort vom Maxi: „Seit ich total besoffen im Bett mit da Franzi aufgewacht bin.“

      pöhse pöhse pöhse lene ……

  4. Mark sagt:

    Das Thema „Fehlkauf“ hat mich tatsächlich selbst auch beschäftigt. Wir haben unseren ersten Sohn Timotei genannt, nach meinem Bruder Tim–die rümänische Version des Namens wählten wir, weil meine Frau Rumänin ist. Ich war davon ausgegangen, dass ich ihn Tim rufen würde, was seinen Namen auch in den USA und in Deutschland ganz problemlos gemacht hätte. Aber als wir dann aus dem Krankenhaus kamen, nach der Geburt, und ich anfing ihn Tim zu rufen, fragte meine Frau: „Was tust du? Er heißt Timotei.“ Es stellte sich dann heraus, dass meine Frau den Namen Tim nur als „Tiehm“ aussprechen kann, wegen ihres rumänischen Akzentes, und deshalb auf der Vollform Timotei besteht. Da war ich erstmal ganz enttäuscht, konnte aber verstehen, dass meine Frau nicht wollte, dass alle unseren Sohn so nennen, wie sie es gar nicht aussprechen kann. Ich fragte mich, ob es mir jetzt wohl auf die Nerven gehen würde, ihn immer Timotei zu nennen und als Timotei vorzustellen, und seinen Namen dann zu buchstabieren, zu erklären es sei die rumänische Form von Tim/Timothy, usw. Aber jetzt freue ich mich an der schönen rumänischen Namensform (wird Timotee ausgesprochen), und ich denke, der leicht exotische Name wird unserem Sohn ein Gefühl von rumänischer Identität und auch Internationalität geben.

    Bei unserem zweiten Sohn, Stefan, benannt nach dem Vater meiner Frau, hatte ich ebenfalls etwas Zweifel. Wir werden nicht unbedingt mehr Kinder haben, da wir schon älter sind, und so wußte ich, dass es mit unserem zweiten Sohn unsere letzte Chance war, einen ganz interessanten Namen zu vergeben, z.B. einen rumänisch-orthodoxen Heiligennamen wie Miron oder einen klassisch-römischen Namen wie Ovidiu. Aber meiner Frau lag die Benennung nach ihrem Vater sehr am Herzen, und ich finde es ja auch toll, die Kinder nach Familienmitgliedern zu benennen. Trotzdem fragte ich mich, ob ich es nicht schade finden würde, unserem Sohn einen Namen zu geben, der in meiner Generation zu den allerhäufigsten zählt–jeder kennt ja ganz viele Stefans, in Deutschland. Aber es ist dann doch so, dass ich mich immer wieder an diesem schönen biblischen Namen freue, und ich finde es auch immer wieder ganz toll, dass wir unserem Sohn sagen können, „Du bist nach deinem rumänischen Großvater benannt.“

    Also, es gab „buyer’s remorse“-Potenzial, aber unsere Namensvergabe hatte letztendlich doch Beweggründe, die solide genug waren, um kein bleibendes Fehlkaufgefühl entstehen zu lassen.

    • Jan Wilhelms sagt:

      [Wirklich nur in eckigen Klammern und lange nach Mitternacht: Die Rumänen haben das zweifelhafte Privileg, das heute in Deutschland am meisten miß- oder gar nicht mehr verstandene osteuropäische Volk zu sein. Ungarn war immer ein anderer Stern, eine Art Alien in Europa – aber schon die Tatsache, daß ein Deutsch-Amerikaner (wenn ich das so sagen darf) mit rumänischer Frau auf den Gedanken kommt, als Namen seines Sohnes die rumänische Form von Ovid in Erwägung zu ziehen, ist vielsagend. Metamorphosen halt…]

      Den südländischen Brauch, den ersten Sohn nach der Familie des Vaters und den zweiten nach der der Frau zu benennen, finde ich weiterhin vorbildlich.

  5. Martina sagt:

    Nein, ich finde nicht. Nur wenn viele den Namen nicht so aussprechen wie man es gerne hätte nervt das. Unsere Tochter heißt Elena ( E-le-na) viele sagen aber Ellena und das nervt, selbst man man sie verbessert sagen es viele noch falsch.

    • lenchen sagt:

      Das passiert mir leider auch sehr oft, dass man meinen Namen falsch betont. Heiße ja eigentlich Helene und es kam schon oft vor, dass er wie Helena betont wurde. Was ich überhaupt nicht verstehe. Klingt doch sehr falsch in deutschen Breitengraden….

  6. Corinna Silvia sagt:

    Hallo alle zusammen,
    ich habe ebene Eure Webseite entdeckt!!
    Namens-Fehlkauf,….ja das gibts und kann sich sehr belastend auf das Leben und den Alltag auswirken, woduch mann sogar Krank werden kann!!!!

    Meine Geschichte ist mit Sicherheit nicht der Normalfall!!

    Meine Kinder haben nicht den richtigen Namen!!!!!!!!!

    Ich finde Namen Linda Sophia Helena Elaine Nathalie einfach nur schön, was ist Eure Meinung dazu…welcher Rufname ist besser Linda, Sophia, Helena Nathalie oder Elaine, jeder wägt nach seinem eigenen Gefühl ab, ich durfte dies leider nicht!!

    Ich habe ein gewaltiges Problem mit den Vornamen meiner Kinder, und weiß mir keinen Rat mehr!!
    Ich bin Mutter von 5 Kindern, die ersten 3 Kinder sind von meinem 1998 verstorbenen, erstem Eheann. Alle Kinder haben Vornamen, welche ich mag und nie ein Problem damit hatte, jeder der einzelnen Namen, kann ich zu jedem meiner Kindes ohne Probleme zuordnen.
    Ich habe im Febr. 2000, ein 2. Mal geheiratet, mein 2. Ehemann ist aus Ghana, es war alles gut in unserer Beziehung, bis ich das erste Kind von ihm erwartet habe.
    Alle Namen die mir für unser Kind gefielen und mir vertraut waren, wollte er nicht haben. Er kam mit den unmöglichsten afrikanischen Vornamen an. Also hatten wir uns bis zur Geburt nicht geeinigt, er hat mich nur seelisch so zugesetzt, dass mir irgendwann überhaupt kein Vorname mehr, für unser Kind gefiel!.
    Unsere, erster gemeinsamer Sohn wurde in 2000 geboren und erhielt von Ihm den Namen „Mephisto Abdaulla Muhamet“, was ich allerdings nicht gut und passend fand. Da ich diesen Namen nicht auf mein Kind projizieren konnte.
    Zur Unterstützung seines Willens holte er seien Mutter aus Ghana, die mich ebenfalls schon vor der Geburt bearbeitete seinen Wunschnamen zu akzeptieren.
    Unser Sohn wurde geboren und ich habe bei der Geburt, den Namen Nicolas Julian angeben, weil mein Mann zu diesem Zeitpunkt nicht anwesend war und ich den Namen sehr viel besser empfand. Als er dies kurzdarauf zur Kenntnis nahm musste der Namen in seinen Wunsch-Namen umgeändert werden.
    Weil ich kein anderes Möglichen sah, mich seien körperlichen Angriffen zu wehren, habe ich nach einer Wasserflasche gegriffen und nach Ihm geworfen, ich wollte auf keinen Fall die Änderung meines gewählten Namens, da ich zu diesem Namen einen guten Bezug hatte.
    Woraufhin er den Arzt gerufen hat, welcher mich Aufgrund meines tätlichen Angriffs in die Psychiatrie einweisen ließ… ich hatte keine Chance. Da verblieb ich nun für über 3 ½ Monate.
    Als ich wieder zu Hause war kümmerte sich meine Schwiegermutter um mein Kind. Ich durfte es für ca. 1 Stunde am Tage betreuen.
    Ich wurde regelrecht gefangen gehalten. Ich durfte nichts mehr alleine unternehmen. Und musste meinem Mann gehorchen ansonsten gab es Bestrafung. Ich habe mich auf Grund meines desolaten, seelischen Zustands einfach seinem Willen untergeordnet, will ich einfach nicht mehr die Kraft hatte mich zu wehren.
    2003 wurde ich gegen meinen Willen wieder schwanger und fühlte mich nur noch im Gefängnis. Ich wollte dies Kind überhaupt nicht haben, aber ich kam nicht aus dem Haus, ohne Beobachtung von Familienmitgliedern. Auch meine anderen Kinder konnten mir nicht helfen, sie waren machtlos.
    Das 2. Kind mit diesem Mann kam bei einer Hausgeburt mit vielen Familienangehörigen zur Welt. Und es wurde wieder nicht meinen Namen für das Kind berücksichtigt. Ich war nur noch depressiv. Ich konnte mein Kind so nicht rufen und konnte die Welt nicht mehr verstehen. Ich wollte nur noch sterben, woraufhin ich auch eine Überdosis Tabletten zu mir nahm. Das war sozusagen die Rettung aus der Hölle. Ich wurde erst mal ins Krankenhaus gebracht anschließend in die psychiatrische Abteilung und danach ins Frauenhaus, wo ich dann auch Abstand zu allem gewinnen konnte.
    Nur leide ich bis heute unter posttraumatischen Belastungsstörungen und kann immer noch nicht den Vornamen meiner bereits 12 jährigen Tochter akzeptieren, geschweige denn Sie mit diesem Namen ansprechen. Was für mich, ….wenn auch für den Rest der Welt unvorstellbar…. ein gewaltige Problem darstellt.
    Nun bin ich auch noch an einem Hirntumor erkrank, bekomme Chemotherapie und meine psychische Verfassung wir fortwährend schlimmer auch mit Medikation.
    Ich möchte gegen meine Krankheit ankämpfen; bin aber der Meinung als erstes muss das Problem mit dem Namen gelöst werden, damit ich die Krankheit besiegen kann also meinen Kind muss einen…. MIR…. angemessenen Namen haben.
    Nur sieht das dt. Gesetz keine Namensänderung vor. Ist es möglich mein Kind auch anders zu rufen wie der Name der eingetragen ist.
    Ihr Name ist: Kuulimba Lavefaye Alaynah,,, was kann ich daraus machen!!!…mein Name wäre Linda Sophia Helena oder Elaine!!!… ich will doch nur einen normalen Rufnamen.
    Vielleicht kann mir jemand einen Rat geben, wie ich das Problem lösen kann, oder was ich als Rufnamen aus diesen Namen brauchbares machen kann.
    Auch destruktive Antworten sind erwünscht….. Nur so kann ich einen Konsens daraus ziehen, und vielleicht eine Lösungsmöglichkeit für mich finden.
    Gruß
    Corinna Silvia

    • Annemarie sagt:

      Das klingt ja übel … Was sagt denn Deine Tochter zu Deinen Namensänderungswünschen? Mit 12 sollte man dazu eine Meinung haben. Wie nennen ihre Freundinnen sie? Und warum willst Du offenbar nur ihren Namen ändern, nicht den Deines Sohnes?

      Gute Besserung – und hoffentlich findest Du Menschen, die Dir helfen können.

    • Eska sagt:

      Auch wenn dein Beitrag schon über ein Jahr alt ist – vielleicht erreicht und hilft dir ja meine Antwort..

      Ich finde dem Klang des dritten Namens eigentlich wunderschön und habe sofort gedacht, dass er so ähnlich klingt, wie Alina. Dieser Name bedeutet unter anderem „die Kleine“, was ja durchaus zu deinem jüngsten Kind passen würde.

      Und noch nach das Argument greifen, dass sie jeder unter ihren Namen kennt, aber irgendwann ist die schule vorbei und dann kann man sich nochmal neu erfinden.. Inklusive Name.

    • Maria Th. sagt:

      Tatsächlich klingen doch Alaynah und Elaine doch sehr ähnlich, vielleicht lässt sich da wenigstens umgangssprachlich eine Lösung finden, wenn deine Tochter auch einverstanden ist.
      Abgesehen von der geschilderten schwierigen familiären Situation ist deine Tochter mit 12 bzw jetzt wohl 13 Jahren massiv in der Pubertät, was zusätzlich die Lage erschwert. Aber das bessert sich auch wieder, hier ist Geduld erforderlich.
      Ich wünsche euch alles Gute für das neue Jahr und eine Lösung für euer Problem!

    • anonymous sagt:

      hey corinna! ich finde, aus dem dritten namen lässt sich doch ganz gut sowas wie lena, leni/e, leina, leini/e machen… klingt modern, ist leicht auszusprechen, nicht zu außergewöhnlich, bietet keine angriffsfläche für lästereien und lässt sich trzdm vom „richtigen“ namen ableiten 🙂

  7. Corinna Silvia sagt:

    Hallo Annemarie,

    danke für deine schnelle Antwort.

    Meine Tochter ist mit Ihrem Namen natürlich nicht zufrieden, das sagt sie auch, aber gleichzeitig gibt sie die Antwort, es wird schon irgendwie gehen.
    Da jeder anders zu Ihr sagt, ist sie extrem unzufrieden und in ihrer Persönlichkeit hin und her gerissen, teils auch akkresiv. Aber wie soll sie einen anderen Namen für sich finden, da sie auch für sich selbst nicht die richtige Identität hat und selbst damit mit Ihren 12 Jahren überfordert ist.
    Wir haben auch schon mal zusammen versucht eine Lösung zu finden, …was aber an Ihre, und an meine Grenzen gestoßen ist. Deshalb mussten wir diesen Versuch abbrechen.
    Sie selbst weiss keinen Namen der ihr spontan gefällt. Sie will am liebsten gar nicht gerufen werden, da sie der Meinung ist, dass wir ihren Namen nicht in einen anderen Vornamen ändern können.
    Sie sagt jeder kennt mich unter diesem doofen Namen und wird mich niemals anders nennen, auch wenn ich den Namen für mich nicht gut finde und eigentlich einen ganz normalen Namen haben möchte.
    In der Schule wird sie Kuli genannt. Oder auch Kuli..Palim Palim was sie ungemein abnervt, da sie ja auch zusätlich durch Ihre Hautfarbe auffällt.
    Ich für mich, kann weder den Namen Kuulimba noch die Abkürzung auf sie projezieren. Und das Anhängsel…. Palim Palim grenzt für mich schon an Diskriminierung und Beleidigung.
    Ich rufe sie fast nie!!!… Kuli weil es für mich kein Vorname ist, oft rufe ich keinen Namen, ich sage nur komme bitte mal, oder eventuell sage ich Fee, da ihr 2. Name Lavefaye ist, obwohl Fee für mich auch kein richtiger Vorname ist, und das nur eine halbherzige Notlösung darstellt.
    Alles in Allem ist unser Leben, dadurch immens belastet, und nun kommt noch die eingeschränkte, finanzelle Situation dazu, da ich durch meine Erkrankung, zur Zeit nicht Vollzeit arbeiten kann, keine Unterhalt bekomme, und somit sich alles nur am Rande des Existensminimums bewegt.
    Es ist alles, nur noch für mich zuviel!!!

    Du wolltest wissen warum ich nur den Namen meiner Tochter ändern möchte!!
    Also, mein ältester Sohn hat vor einigen Jahren, meinen Sohn Mephisto aus einer Laune heraus …Phisto genannt und ich habe mich versucht damit zu anrangieren, was mir auch einigermaßen gelungen ist. Deshalb kann ich damit leben, und er hat es auch so akzeptiert.
    Also das Problem dreht sich um meine Tochter und mich. Ich weiss auch dass es für einen außenstehenden Mensch schwer verstänlich ist…da ich mit dieser Problematik schon irgendwie alleine sehe…und wenig Verständnis von außen finde.
    Aber nochmal vielen Herzlichen Dank für die Mail.
    Ich kann nicht mehr wie Danke sagen,….Danke… ist so ein kleines Wort, mit einer gigantischen Wirkung!!!

    Danke von ganzem Herzen
    Corinna Sivia

    • Annemarie sagt:

      Wie ist es denn mit dem Drittnamen Deiner Tochter? Alaynah finde ich gar nicht mal soo ungewöhnlich, erinnert an Aaliyah oder Aleyna, die durchaus auch an Mädchen ohne nichtdeutsche Wurzeln vergeben werden.

      Ansonsten finde ich Linda sehr schön und auch gar nicht mal so weit weg von Kuulimba.

  8. Corinna Silvia sagt:

    Hallo Annemarie,
    kann leider erst heute antworten, da ich am Mittwoch wieder Chemotherapie hatte und danach völlig erschlagen war.
    Deine Vorschläge mit Linda und Aleyna denke ich sind gute Alternativen.
    Wir werden jetzt ausprobieren, mit welchem Namen sich meine Tochter identifizieren kann und dann versuchen dies auch umzusetzen.
    Gruß Corrina Silvia

    • Zina sagt:

      Hallo Corinna Silvia,

      habe mit Bestuerzung Deinen Beitrag gelesen. Hoffentlich bist Du diesen Kerl mittlerweile los und vor ihm sicher? Noetigung, Freiheitsberaubung, Schwangerschaft gegen Deinen Willen – was Du da beschreibst, sind Straftatbestaende.
      Zu der Frage mit dem Namen – richtig und gut, wenn Deine Tochter und Du selbstbestimmt einen Namen aussuchen, den sie als Rufnamen tragen kann und moechte! Linda und Elaine (oder Helena) sind prima Alternativen und lehnen sich klanglich an die offiziellen Namen an. Auch „Fee“ ist ein toller Name, hat etwas Leichtes, Schwebendes. Oder wie waere es mit Felicitas?

      Viele Gruesse und Genesungswuensche.

    • Rebecca Sophie sagt:

      Auch wenn es jetzt schon etwas her ist, müssten sich diese Namen unter den beschriebenen Umständen eigentlich ändern lassen denke ich. Insbesondere Mephisto, auch wenn du damit weniger Probleme hast, da es ein Wort für Teufel ist.
      Ansonsten finde ich wie meine Vorredner zumindest den Drittnamen Alaynah relativ normal, davon müsste sich dich etwas ableiten lassen.

  9. Tina sagt:

    Also früher ging dass auch mit den Stiften, ohne Namen drauf….

    Für Freunde hat mein Mann mal kleine Aufkleber gedruckt, mit denen man dann alles beschriften konnte. Da war neben dem Namen uach noch ein kleiner Bär mit drauf… so können die Kinder das auch unterscheiden.

  10. Tanja sagt:

    Also, das Ding mit der Aussprache ist schon eine Sache, wegen der ich mit der Namenswahl für unsere Tochter hadere. Sie heißt Emilie (E-mi-li-e), ein schöner, bodenständiger, alter deutscher Vorname. Ausgesprochen wird sie überall dort, wo der Name schriftlich vorliegt, erstmal englisch, also Emily. Beim Kinderarzt seit 4 Jahren, und jedes Mal berichtige ich, jedes Mal bekomme ich eine Entschuldigung, jedes Mal ist es beim nächsten Mal doch wieder so. Mich nervt das schon sehr, und ich kann mir vorstellen, dass meine Tochter bei jedem Lehrerwechsel in der Schule auch genervt die Augen verdrehen wird, weil sie wieder mal zu einer Emily gemacht wird.
    Trotzdem liebe ich den Namen nach wie vor und kann mir keinen anderen für mein Mädchen vorstellen. Ein Fehlkauf war das also meiner Ansicht nach nicht 🙂

    • lenchen sagt:

      das gleiche ist bei mir mit helene – jeder sagt mal zuerst helena. aber man gewöhnt sich daran, es zu korrigieren. und jeder der mich näher kennt merkt sich den namen dann auch richtig. und wegen dem Kinderarzt … der hat täglich so viele kindervornamen vorgesetzt. da muss man drüber hinweg sehen. 😉

    • Martina sagt:

      Ich finde E-mi-li-e auch viel schöner als Emily und es nervt einfach nur wenn der Name überall falsch ausgesprochen wird. Wir haben eine E-le-na und fast alle sagen Ellena also weiter verbessern und nicht aufgeben. Bei uns im Nachbardorf gibt es auch eine E-le-na und die wird jetzt sogar von den Eltern Ellena genannt, die haben leider aufgegeben. Das finde ich sehr schade.

  11. Mutter von Emma sagt:

    Wenn man sich so einige der Kommentare zu Namen in Internetforen durchliest oder auch einfach nur hört, wundert es mich nicht, dass es- empfindungsmäßige!- Namensfehlkäufe gibt. Nehme ich den Namen unserer Tochter Emma, dann bin ich schon manchmal ins Grübeln gekommen. Ich empfinde den Namen als klassisch, einfach, gut und von seiner Bedeutung her schön. Die meisten Menschen in meinem Umfeld sehen das anscheinend auch so. Hin und wieder gab es aber auch negative und verletzende Kommentare. In diversen Namensforen, auch in diesem hier, teilen wohl einige auch meine Meinung, aber wenn ich lese, der Name sei: einfallslos, Massenware, Nummerierung, plump, eine Kuh auf der Weide usw., dann verstehe ich, dass manche Leute ins Zweifeln kommen, was den Namen ihrer Kinder betrifft.

    Ich freue mich jedenfalls immer, wenn ich einen netten Kommentar zum Namen meiner Tochter höre oder lese und denke, das geht allen Eltern so!

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