Aufsteiger! Absteiger! Einsteiger!

Diese Vornamen sind mir im 2014er Jahrgang erstmals aufgefallen: Die Mädchennamen Bastienne, Elissia, Emmarie, Fjella, Katniss und Theofania. Die Jungennamen Asmus, Gregorio, Filibert, Larik, Letizio, Neymar und Xandro. Natürlich sind das nicht alles nagelneue Vornamen, ich habe sie aber zumindest lange nicht mehr bei Neugeborenen in Deutschland gesehen.

Dann habe ich noch eine Auswertung der größten Aufsteiger und Absteiger gemacht. Dafür habe ich die prozentualen Anteile der aktuellen Babynamen mit den Anteilen der vorherigen Jahrgänge verglichen. So gehört Ben zu den Absteigern, obwohl er seit Jahren Platz 1 der Jungennamenhitliste ist. Der Anteil der Bens ist aber von Jahr zu Jahr gesunken, der Vorsprung zu den folgenden Plätzen ist geringer geworden.

Das sind die größten Aufsteiger des Geburtsjahrgangs 2014:

Mädchen Jungen
  1. Mila
  2. Emma
  3. Mira
  4. Emilia
  5. Frieda
  6. Sophia
  7. Ella
  8. Greta
  9. Anni
  10. Ida
  11. Helena
  12. Hannah
  13. Nora
  14. Mathilda
  1. Elias
  2. Mats
  3. Emil
  4. Luis
  5. Henry
  6. Milan
  7. Liam
  8. Noah
  9. Samuel
  10. Matteo
  11. Theo
  12. Karl
  13. Levi
  14. Anton

Aufsteiger Absteiger Einsteiger

Hier die Absteiger:

Mädchen Jungen
  1. Mia
  2. Lilli
  3. Zoe
  4. Alina
  5. Sarah
  6. Maja
  7. Fabienne
  8. Laura
  9. Lisa
  10. Lea
  11. Leonie
  12. Chiara
  13. Julia
  14. Pia
  1. Luca
  2. Ben
  3. Tim
  4. Julian
  5. Adrian
  6. Marlon
  7. Niklas
  8. Lenny
  9. Collin
  10. Florian
  11. Philipp
  12. Lennox
  13. Jason
  14. Jamie

Zum Schluss noch ein paar besonders interessante Namensfundstücke von 2014:

Jupiter * Wisdom * Lysander * Dexter * Miracle * Saralita * Halvar * Campino * Floyd * Detje * Albenita * Erdogan * Barack

 

Thema: Statistik

Autor:

Knud Bielefeld ist Vornamenanalytiker und erstellt Jahr für Jahr eine Auswertung der beliebtesten Vornamen Deutschlands.

8 Kommentare zu "Aufsteiger! Absteiger! Einsteiger!"

  1. amk sagt:

    Ach ja, ich habe es ja immer irgendwie geahnt… 😉
    Unter den Aufsteigern bei den Mädchennamen findet sich auch der Name unserer Tochter wieder.
    Da der Name schon ziemlich lange vor der Schwangerschaft feststand und ich doch relativ viel Wert darauf lege, dass ein Name nicht unter den Top30 ist, habe ich seine Platzierung mehrere Jahre verfolgt. War er bis 2012 relativ konstant, ist er 2013 erstmals weiter nach oben gerückt -ironischerweise im Geburtsjahr unserer Tochter.

    Na, so ist es eben. Man darf gespannt sein wie es weitergeht 🙂

  2. Tabea sagt:

    Ist Campino wirklich als Name genehmigt worden? Finde ich ja krass.
    Und es erinnert mich daran, dass ich mal fragen wollte, ob Lemmy schon mal als Vorname vorkam.

    Mila und Mira sind vielleicht als Alternative zu Mia gewählt worden und deshalb aufgestiegen.

  3. Schtroumpfette sagt:

    Karl find’ ich auch toll. Schön, dass der Name zu den Aufsteigern gehört!

    Von den aufsteigenden Mädchennamen gefällt mir Ida gut.

    Es sind natürlich noch einige andere schöne Namen (Theo, Luis, Noah, Emilia, Helena) unter den Aufsteigern, aber die o.g. überraschen mich in gewisser Hinsicht.

    Bei den Absteigern bin ich erstaunt den Namen Collin zu lesen.

    Auffällig ist, dass unter den absteigenden Mädchennamen vier à drei Buchstaben dabei sind: Mia, Zoe, Lea und Pia. Da bin ich mal gespannt, wie sich das weiter entwickelt….

    Das schönste der besonders interessanten Namensfundstücke ist für mich Lysander.

    Campino ist für mich einerseits der Künstlername des Sängers (Andreas Frege) der Toten Hosen und andererseits der Name einer Bonbonsorte. Ich bin schon auch erstaunt, dass der Name zugelassen wurde.

  4. Mark sagt:

    Theofania finde ich ganz toll für ein Mädchen, das an oder kurz nach Epiphanias geboren worden ist. Die englische Form dieses Namens, Tiffany, wurde früher auch nur an Mädchen vergeben, die an Epiphanias getauft wurden.

  5. elbowin sagt:

    Zu meiner Überraschung habe ich Campino im internationalen Handbuch der Vornamen gefunden; als Quelle war „GS1“, die Namensberatung der Gesellschaft für deutsche Sprache, angegeben.

    Halvar klingt sehr nach einer türkischen Süßigkeit (auch wenn es ein nordischer Jungenname ist).

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