Babynamen der Woche 50/2014

Leni-Eleonore * Romeo Darian * Hedi Charlotte * Hauke * Carol Anne * Mats Samuel * Leann Stacey * Emelynn * Owen Jörg * Yasemin * Lionel Nero * Ashlyn * Joost Jan * Emma-Lotta * Josefine-Meta * Agon * Melina Zoi * Aaron Bernardo * Charlotte Marika * Bonnie * Ayla * Liam Johannes * Evelyne Joleen * Neven * Haylee * Len Nikolas * Ellen * Ammar * Pina * Brian Janluca

Aus Monaco wurde über ein Zwillingspaar mit interessanten Namen berichtet:
Gabriella Thérèse Marie und Jacques Honoré Rainier.

Autor:

Knud Bielefeld ist Vornamenanalytiker und erstellt Jahr für Jahr eine Auswertung der beliebtesten Vornamen Deutschlands.

19 Kommentare zu "Babynamen der Woche 50/2014"

  1. Hanns sagt:

    Der Hauke war wohl unserer…:)

    Yasemin ist hier im ehemaligen Aachener Steinkohlenrevier aber so häufig wie Sophie anderswo.
    Eigentlich schön, wenns nicht so omnipräsent wäre.
    Sowieso; nach welchen Kriterien wandern die Namen eigentlich in Ihre Aufstellung?

    Der Rest ist so lala.

    Bis auf den Joost Jan.
    Der projiziert vor meinem inneren Auge ein Bild, das einen müden unmotivierten Burschen mit Jesuslatschen und Norwegerpullover zeigt.

    Gabriella Thérèse Marie und Jacques Honoré Rainier klingen dagegen so künstlich, wie ihre Entstehung ganz sicher war.
    Statt Noblesse oblige eher Bonjour Tristesse.

    Wers braucht.

    • Anonymous sagt:

      „Gabriella Thérèse Marie und Jacques Honoré Rainier klingen dagegen so künstlich, wie ihre Entstehung ganz sicher war.“

      Die „Künstlichkeit“ ist wohl dem Adelsgeschlecht geschuldet; insofern durchaus passend und alles andere als aufgesetzt (zumindest meiner Meinung nach).
      Und ob küntlich gezeugt oder nicht, das geht doch letztendlich niemanden etwas an.

    • Knud sagt:

      Das einzige Kriterium ist, dass das Baby maximal ein paar Wochen alt ist, möglichst nur einige Tage.

    • Mark sagt:

      Hanns,

      Wenn ich das richtig verstanden habe, dann habt ihr gerade in den letzten Tagen einen Sohn bekommen.

      Dann, herzlichen Glückwunsch!

      Hauke ist ein schöner Name.

      Mark

    • Hanns sagt:

      @Mark

      Ja, haben wir, danke für den Glückwunsch.
      Der „Hauke“ ist eine Reminiszenz an eine der ganz wenigen angenehmen Deutschstunden meiner Schulzeit, als wir den „Schimmelreiter“ gelesen haben.
      Der hat mich damals sehr beeindruckt.

      Übrigens bin ich deswegen hier überhaupt erst aufgeschlagen, um nicht von einer mir nicht bekannten Bedeutung des Namens überrascht zu werden.
      Da ist der Hauke aber eher unverdächtig.

      Der wird allerdings in unserem rheinischen Umfeld gerne auch mal mit „Frauke“ gleichgesetzt.
      Muß man bei jeder zweiten Nennung auf Anfrage erklären.

    • Mark sagt:

      Hanns,

      Als Germanist freue ich mich zu hören, dass Du tatsächlich von einer Theodor Storm-Novelle bei der Namenswahl inspiriert worden bist. Theodor Storm ist (mit Wilhelm Raabe zusammen) mein liebster deutscher Schriftsteller. Allerdings habe ich ausgerechnet sein Hauptwerk, den „Schimmelreiter“ noch nicht gelesen, obwohl ich viele andere seiner Novellen kenne–„Der Schimmelreiter“ ist bei mir auf jeden Fall auf der Liste.

      Den Namen Hauke finde ich wirklich sehr schön. Schade, dass er von dem bekannteren Frauke überschattet wird. Aber bald wird der Kleine unzweifelhaft als Junge zu erkennen sein–dann dürfte sich diese Sache lösen.

      Es ist erfrischend, von Dir einfach etwas positives und menschliches zu lesen (in Deiner Antwort). In dem ursprünglichen Post, den Du geschrieben hast, hast Du wieder die Menschen, die hinter den Namen stehen, sehr persönlich angegriffen, so dass wohl die wenigsten Lust hatten, Dir dann zu der Geburt Deines Sohnes zu gratulieren. Ich wollte es trotzdem tun, denn ich weiß, dass auch hinter Deinen vielen herablassenden und zum Teil auch entwürdigenden Kommentaren auch ein Mensch steckt, ein Vater, jemand an dem mehr dran ist als man an Deinen Kommentaren hier im Forum sieht.

      Durch Deine Antwort an mich, habe ich jetzt auch das Gefühl, eine interessante und positive Seite von Dir mitbekommen zu haben. Lass uns doch mehr diese Seite sehen und bedenke ernsthaft die vielen Menschen, die hinter den hier geposteten Namen stehen. Habe selber auch schon ein paar mal daneben gegriffen, und wurde auch mal von einem Vater dabei „erwischt,“ was mir sehr leid tat.

      Mark

  2. elbowin sagt:

    Ein Name ist einen besonderen Kommentar wert:

    Lionel Nero * Nero hat zwar im Lateinischen eine durchaus positive Bedeutung (stark, tatkräftig), aber der römische Kaiser Nero wird von den nachfolgenden Geschichtsschreibern extrem negativ dargestellt und gilt als der Antichrist schlechthin … was sich die Eltern bei dem Namen wohl gedacht haben? Oder kennen sie nur den Kater Nero Corleone von Elke Heidenreich?

    P.S.

    Bonnie * und Clyde? Oder: (sing) My Bonnie is over the ocean, my Bonnie is over the sea … ?

    • Mark sagt:

      Nero hat mich, um ehrlich zu sein, richtig schockiert. Der hat die Christen vor die Löwen geworfen und sie lebendigen Leibes als verbrannt, indem sie als menschliche Fackeln dienten.

      Den Namen Nero neutral zu verwenden geht meines Empfindens sogar noch weniger als den Namen Adolf neutral zu verwenden. Bei Adolf gibt es wenigstens noch einige alte Männer, die so heißen–aber Nero ist in unserem westlichen Bewusstsein doch wirklich nur der grausame Christenverfolger. Es sei denn diese Katerfigur, die Du erwähnst, hat den Namen irgendwie popkulturmäßig neutralisiert–aber wie kamen die Erfinder des Katers dann bloß darauf, diese Figur so zu benennen?

      Zu Bonnie–Im Englischen weckt dieser Name keine so spezifischen Assoziationen wie im Deutschen, weil er eben so häufig ist und man ihn ganz allgemein einfach mit Schottland in Verbindung bringt. Aber im Deutschen muss man sich schon über die Assoziationen vielleicht Gedanken machen.

    • elbowin sagt:

      Der Kater heißt Nero, weil nero im modernen Italienisch einfach „schwarz“ bedeutet und der Kater ganz schwarz ist. Wobei auch diese Herleitung gewisse Probleme mit dem Namen nahelegt: War doch schwarz die Farbe der italienischen Faschisten ….

    • Viele kennen Nero wahrscheinlich vor allem von der gleichnamigen CD-Brenn-Software.

  3. Ayame sagt:

    Die Namen der monegassischen Zwillinge finde ich eigentlich ganz schön. Natürlich etwas pompös, aber wir sind ja auch bei Adels… 😉

    Josefine-Meta: Ohne den Bindestrich sehr schön.
    Pina gefällt mir auch sehr gut.
    Hauke ist auch schön.

    Ansonsten gefallen mir diese Woche die meisten Namen nicht so gut. Owen Jörg z.B. ist doch eine etwas gewöhnungsbedürftige Kombi…

    • Mark sagt:

      Jacques Honore Rainier und Gabriella Therese Marie finde ich auch ganz schön und für eine fürstliche Familie (zudem noch eine wirklich regierende fürstliche Familie) eher noch bescheiden. Jacques–ganz traditionell und schlicht; Rainier, einfach der Name des verstorbenen Großvaters, und dazwischen noch Honore. Therese und Marie sind auch ganz schlicht-klassische Namen, mit Gabriella als etwas bunterem Erstnamen. Frage mich, wie sie auf Gabriella kamen–vielleicht gefiel es ihnen einfach. Mir kommt es so vor, als gäbe es einen Trend unter dem Hochadel zu schlichteren Namen–Fürst Albert hat fünf Vornamen, sein Sohn nur drei; Prince William hat vier Vornamen, sein Sohn auch nur drei; und die spanische Konprinzessin heißt schlicht und einfach Lenor oder Leonor, ohne weitere Vornamen, obwohl ihr Vater ganz viele Vornamen hat. Finde ich irgendwie interessant…

  4. Mark sagt:

    Nur ein kurzer Kommentar zu Joost Jan. Den Namen Joost (von dem bretonischen Heiligen Jodokus abgeleitet) finde ich toll, doch gefällt mir die in Deutschland im Mittelalter besonders verbreitete Form Jost, mit nur einem O, am besten. Joost mit zwei O ist eher niederländisch als deutsch. Der Name Joost kam hier vor ein paar Wochen schon mal vor–frage mich, ob es den jetzt öfter geben wird. Früher gab es diesen Namen ja nur noch als Nachnamen–als Vorname war er bis vor kurzem praktisch unbekannt.

    Normalerweise fände ich eine Kombi aus zwei Einsilbern, die beide mit J beginnen, nicht so ideal. Aber hier, durch den langen O-Vokal von Joost, der Konsonantenballung am Ende dieses Namens, und dem viel kürzeren Vokal von Jan, und der weichen Endung hier, wirken die Namen doch verschieden und klanglich und rhythmisch abwechslungsreich, so dass diese gewagte Kombi tatsächlich sehr gut geht. Die Kombi wirkt klassisch niederdeutsch, und ich finde sie sehr schön.

    Schönes drittes Adventswochenende!

    Mark

    • In Norddeutschland ist der Name Joost gar nicht so ungewöhnlich.

    • amk sagt:

      Wenn Jan mit kurzem a gesprochen wird, dann ist es wirklich eine Kombination, die ganz gut passt. Sollte der Name aber mit langem a -also Jahn- gesprochen werden, was nicht so ungewöhnlich wäre im niederdeutschen Raum, passt es schon wieder nicht so gut.

    • Mark sagt:

      Knud,

      Finde ich interessant, dass der Name tatsächlich im Norden noch Präsenz hat. Hier, im Raum Gießen, gehörte Jost im Mittelalter zu den häufigsten Namen, und der Nachname Jost ist hier recht verbreitet. Als Vorname war mir der Name aber hier in Hessen gänzlich unbekannt, bis ich mal auf eine historische Namensliste der Einwohner Gießens stieß, aus dem 15. Jahrhundert, glaube ich.

      Also, im Norden schon längst etabliert….

      AMK, Du hast natürlich Recht mit Deinem Kommentar zur Aussprache Jans. Wenn Jan ein langes A hat wirken beide Namen dann doch etwas eintönig gedehnt.

  5. Sabina sagt:

    Mir gefallen diese Woche MATS SAMUEL, AYLA, und NEVEN!

  6. Schtroumpfette sagt:

    Leni-Eleonore – die vielen (v.a. geschlossenen) Vokale und die überwiegend weichen Konsonanten machen diese Kombi zu einem Paradebeispiel der heutigen Namensmode. Ich finde die Kombi durch diesen Bezug der Namen untereinander stimmig. Ich hoffe jedoch, dass der Bindestrich nicht ein Anzeichen dafür sein soll stets beide Namen auszusprechen. Das fänd’ ich zu lang und dann doch zu weich klingend. Einzeln ist Leni nicht so ganz mein Fall, finde ich aber völlig ok. Eleonore mag ich sehr.

    Hedi Charlotte – letztens habe ich eine Hedi (die erste) kennengelernt. Der Name hat bei mir also erst neulich „Gestalt angenommen“ und seither mag ich ihn gleich lieber als Mädchennamen – ich kannte den Namen vorher „nur“ als arabischen Jungennamen. Von der Wirkung her passt Charlotte m.E. prima dazu.

    Mats Samuel – an den Wortgrenzen beiβt’s sich ganz schön, aber trotzdem hat diese Kombi ihren Charme. Mats ist kurz, fix und peppig und durch die langen Vokale Samuels bekommt die Kombi eine ruhigere Note und gewinnt (auch durch die Länge Samuels) vielleicht etwas an Bodenständigkeit und Seriosität. Einzeln mag ich beide Namen auch.

    Emma-Lotta – hat ’was, ist mir aber doch etwas zu doppelt gemoppelt (zwei Zweisilber auf –a mit Doppelkonsonanten). Mir fällt aber spontan auf, dass ich diese Kombi viel schöner finde als z.B. die klassische Kombi Anna-Lena. Emma-Lotta finde ich peppig, fröhlich, frech.

    Aaron Bernardo – finde ich eine sehr interessante Namenswahl. Naheliegend wäre für mich Aaron Bernhard, aber Aaron Bernardo klingt in meinen Ohren tatsächlich viel schöner. Die Wiederholung der Buchstabenfolge „ar“ in Bernardo gefällt mir und die Wiederholung des „o“ am Ende finde ich besonders stilvoll. So wird nicht nur der zweite Vokal Aarons wieder aufgenommen, sondern die Kombi bekommt einen „runden“ Ausklang und endet nicht so abrupt abgehakt, wie es bei Bernhard der Fall wäre. Ich mag die Kombi. Einzeln finde ich Aaron ganz gut, Bernardo ist nicht ganz mein Fall, gefällt mir aber besser als Bernhard.

    Charlotte Marika – für mich heute die schönste Kombi! Beide Namen harmonieren sehr gut miteinander. Ich finde, zu Charlotte als Erstnamen passen Namen mit der Anfangssilbe Ma- generell sehr gut. Mit Marika wird zudem Charlottes Buchstabenfolge „ar“ wieder aufgenommen, was hier durch den unterschiedlichen Silbenaufbau einen angenehmen Bezug darstellt. Die gleiche Silbenanzahl sorgt durch die unterschiedliche Endung der Namen ebenfalls für den Wohlklang der Kombi. Ich habe mir schon gedacht, dass Marika in Verbindung zu Maria steht und habe nun hier gelesen, dass es sich um eine ungarische Form handelt. Die gefällt mir ganz gut und Charlotte mag ich einzeln auch.

    Bonnie – wirkt durch die Endung einerseits etwas süßlich auf mich und andererseits hat Bonnie auch ’was Wildes – das liegt vielleicht am B oder/und dem Doppelkonsonanten oder auch an Bonnie und Clyde. Mit dem oben bereits genannten Song verbinde ich den Namen auch. Assoziation hin oder her, ich mag den Namen schon ganz gern.

    Liam Johannes – noch eine ungewöhnliche Kombi: eine eher moderne englische Kurzform mit einem traditionellen religiösen Namen. Beide Namen wirken auf mich eher schlicht (Ich bin mir nicht sicher, ob das an den weichen Konsonanten liegt) und beide bringen auf ihre „Art“ etwas Peps mit sich: Liam wirkt beschleunigend durch den Hiat und Johannes durch den Doppelkonsonanten und das „s“ hat natürlich auch Biss.

    Pina – verbinde ich sofort mit Pina Bausch, deren offizieller Vorname Philippine war. Mir gefällt der Name Pina sehr gut. Ich finde ihn sehr stilvoll und erhaben – das liegt vielleicht auch an der gleichnamigen Tänzerin und Choreografin. Der Name ist also sehr besetzt bei mir und, da meine Schwester Tina heißt und ihr Name mir vertrauter ist, wirkt Pina immer etwas befremdlich auf mich, aber eben auch besonders.

    Nun zu den Zwillingsnamen aus Monaco:

    Gabriella finde ich überraschend. Ich verbinde Gabriella seit ewigen Zeiten mit der ehemaligen argentinischen Tennisspielerin Gabriela Sabatini (wenn auch nur ein l).
    Nun gibt’s auch eine kleine Prinzessin dieses Namens in Monaco. Thérèse und Marie als Zweit- und Drittnamen finde ich sehr gut dazu gewählt – zwei schöne sanfte Namen!

    Bei der Kombi Jacques Honoré Rainier überrascht mich der Zweitname Honoré am meisten. Bei Honoré habe ich sofort Honoré de Balzac im Kopf. Vermutlich soll der Name die Ehrung des Großvaters Rainier noch mehr hervorheben. Jacques gefällt mir gut und insgesamt finde ich diese Kombi auch wohlklingend.

  7. Kati sagt:

    Kaum schöne Namen und Kombinationen dabei. Schade…

    Hauke ist noch mit am besten, obwohl mir der klang des Namens nicht gefällt, ist er wenigstens „normal“

    Mats Samuel und Pina sind meine Favoriten diese Woche.

    Außerdem sind noch Hedi Charlotte, Ayla, Liam Johannes und
    Len Nikolas sind noch okay.

Kommentieren